DE1218371B - Vorrichtung zum elektrostatischen Trennen von Gemengen - Google Patents
Vorrichtung zum elektrostatischen Trennen von GemengenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C7/00—Separating solids from solids by electrostatic effect
- B03C7/02—Separators
- B03C7/04—Separators with material carriers in the form of trays, troughs, or tables
Landscapes
- Electrostatic Separation (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
B 03 c
Deutsche Kl.: 1 b - 6
Nummer: 1218 371
Aktenzeichen: B 81263 VI a/l b
Anmeldetag: 1. April 1965
Auslegetag: 8. Juni 1966
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum elektrostatischen Trennen von Gemengen aus physikalisch
verschiedenartigen Komponenten.
Bei den bisher bekannten Vorrichtungen der vorgenannten Art erfolgt die Trennung des Gemenges
im allgemeinen auf Walzen, im freien Fall oder während einer pneumatischen Förderung. Die Verweilzeit
des Gemenges im Trennraum ist bei allen diesen Vorrichtungen sehr gering, obwohl gerade die Verweilzeit
des Gemenges im Trennraum von wesentlicher Bedeutung für den Trenneffekt ist.
Einen großen Einfluß auf den Trenneffekt hat bei der elektrostatischen Trennung ferner die genaue Einstellung
von Temperatur und Feuchtigkeitsgehalt der Luft sowie eine eventuelle Behandlung des Gemenges
mit oberflächenaktiven Chemikalien. Die Einstellung der Trennbedingungen während des Trennvorganges
ist bei den bekannten Vorrichtungen nur schwer möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Schwierigkeiten zu vermeiden. Die Lösung
der gestellten Aufgabe besteht in erster Linie darin, daß das Gemenge in einem einen Tragrost enthaltenden
Trennraum in Form einer Wirbelschicht gehalten ist und in dem Trennraum in die Wirbelschicht hineinragende
oder diese begrenzende, als Pole wirkende, bewegbare Austragsorgane vorgesehen sind. Dadurch
werden erhebliche Vorteile erzielt, wie gleichmäßige Temperatur und Konzentrationsverteilung, hohe
spezifische Leistung, hohe und leicht steuerbare Verweilzeiten, leichte Beeinflussung des Trennvorganges
durch Temperatur, Druck und Feuchtigkeit des Wirbelmediums.
Durch die hohe Berührungshäufigkeit der Gemengeteilchen im Wirbelbett wird außerdem bei nicht
leitenden Gemengekomponenten eine intensive Reibungsaufladung erzeugt, die eine einwandfreie Trennung
ermöglicht. Es erfolgt im Wirbelbett ferner eine sehr intensive Konditionierung der zu trennenden
Komponenten mit Luft. Dieser Effekt wirkt sich sehr positiv auf die Trennung nicht leitender Gemengekomponenten
aus.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 bis 4 je einen vertikalen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung und
F i g. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in F i g. 4.
Die in F i g. 1 schematisch dargestellte Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht im wesentlichen aus
einem durch Wehre 1 und 2 in Kammern 3, 4 und 5 aufgeteilten Trennraum, einem Tragrost 6, einem
Gebläse 7, einem Zyklon 8 und als Pole wirkenden Vorrichtung zum elektrostatischen Trennen
von Gemengen
von Gemengen
Anmelder:
Beteiligungs- und Pätentverwaltungsgesellschaft
mit beschränkter Haftung,
Essen, Altendorfer Str. 103
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Friedrich Wilhelm Jenner,
Mülheim/Ruhr;
Dipl.-Ing. Wolfgang Triebel, Düsseldorf
Austragsorganen 9,10 und 11. Durch ein Aufgaberohr 12 wird das Gemenge über ein Zellenrad 13 dosiert
in die Kammer 3 aufgegeben und bildet hier eine Wirbelschicht. Das in der Kammer 3 befindliche Austragsorgan
9 hebt die Gemengekomponente, die sich an ihm niederschlägt, aus der Wirbelschicht aus. Der
verbleibende Teil des Gemenges fließt unter dem Wehr 1 hindurch in die Kammer 4, wird dort entsprechend
den Gemengebestandteilen neu konditioniert und durch das Austragsorgan 10 von einer weiteren
Komponente befreit. Der Rest des Gemenges fließt über das Wehr 2 hinweg in die Kammer S. Hier
erfolgt eine nochmalige Behandlung des Gemenges und eine weitere Trennung durch das Austragsorgan
11. Die noch verbleibende Gemengekomponente fließt schließlich über ein Überlaufrohr 14, in dem
ein Zellenrad 15 vorgesehen ist, ab. Unterhalb jeder Kammer 3, 4 und 5 sind Injektionsdüsen 16 zum
Einspritzen von Wasser, Chemikalien, Heißluft u. dgl. vorgesehen.
Entsprechend der Zusammensetzung des Gemenges kann die Einstellung der Polarität der Austragsorgane,
der Feuchtigkeit, der Temperatur und der Reagenzzugabe in den verschiedenen Kammern so
erfolgen, daß eine Mehrkomponententrennung, ähnlich wie in einer Flotationsmaschine, erfolgt. Es ist
dabei möglich, einzelne Kammern ohne Austragsorgane zu lassen, so daß diese Kammern nur zur
Konditionierung dienen.
Zur Trennung von leitenden und schwerleitenden Mineralien kann eine Sprühaufladung durch Koronaentladung
unmittelbar beim Eintritt des Gemenges in die erste Kammer erfolgen. Die leitenden Anteile
würden dann ihre Ladung an den Austragsorganen abgeben und durch ein Überlaufrohr abfließen.
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In Fig. 2 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung dargestellt, die einen Trennraum 18 besitzt, durch den
das Gemenge etwa parallel 2x1 den Wänden 20 fließt, und deren Austragsorgane in Form endloser Bänder
19 ausgebildet sind. Die Bänder 19 sind seitlich dicht an den Wänden 20 des Trennraumes 18 angeordnet
und werden durch Schlitze in den Wänden 20 über Umlenkrollen 21 in den Trennraum 18 eingeführt.
Die Umlenkrollen 21 übertragen auch die Spannung. Durch die Steuerung der Umlaufgeschwindigkeit der
Bänder 19 und durch die starke Umlenkung an den Umlenkrollen 21 kann die Mitnahme von Fehlkorn
durch die Bänder 19 vermieden werden. Die anhaftende Komponente wird durch rotierende Abstreifer
22 von den Bändern 19 abgestreift und fällt in Abführleitungen 23. In den Abführleitungen 23 sind
Zellenräder 24 vorgesehen.
Bei der Vorrichtung gemäß F i g. 3 dienen die als Bänder 25 ausgebildeten Austragsorgane gleichzeitig
zur Aufteilung des Trennraumes in einzelne Kammern 26. Die Bänder 25 werden durch Umlenkrollen
27 geführt und durch rotierende Abstreifer 28 und vibrierende Abstreifer 29 von der anhaftenden Komponente
gesäubert. Die vibrierenden Abstreifer 29 sind in Form einer Schüttelrinne ausgebildet und
führen das Gut seitlich aus den Kammern 26 ab.
F i g. 4 und 5 zeigen eine Vorrichtung, deren Austragsorgane aus rotierenden Scheiben 30 bestehen
und die den Trennraum in Kammern 31 aufteilen. Die Scheiben 30 sind mit je zwei rotierenden Abstreifern
33 für die ausgetragene Komponente versehen. Die Abführung dieser Komponente erfolgt über Abführleitungen
34, in denen Zellenräder 35 vorgesehen sind.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum elektrostatischen Trennen von Gemengen aus physikalisch verschiedenartigen
Komponenten, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemenge in einem einen Tragrost
enthaltenden Trennraum in Form einer Wirbelschicht gehalten ist und in dem Trennraum in die
Wirbelschicht hineinragende oder diese begrenzende, als Pole wirkende, bewegbare Austragsorgane
vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Austragsorgane als umlaufende endlose Bänder ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragsorgane als rotierende
Scheiben ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragsorgane
den Trennraum in mehrere Kammern unterteilen
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die von oben in die Wirbelschicht
hineinragenden Austragsorgane kura oberhalb des Tragrostes und die von unten in die
Wirbelschicht hineinragenden Austragsorgane kun unterhalb der Sollhöhe der Wirbelschicht enden
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche ] bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der den
Aufgaberohr gegenüberliegenden Seite des Trennraumes mindestens ein kurz unterhalb der Sollhöhe
der Wirbelschicht endendes Überlaufrohi vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenger Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede;
Austragsorgan mit mindestens einem Abstreife] und einer Abführleitung für die ausgetragen«
Komponente versehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch?, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Aufgaberohr, in den
Überlaufrohr und in den Abführleitungen je eil Zellenrad vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehender Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
jeder Kammer Injektionsdüsen zum Einspritzen von Wasser, Chemikalien, Heißluf u. dgl. vorgesehen sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
609 578/58 5.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB81263A DE1218371B (de) | 1965-04-01 | 1965-04-01 | Vorrichtung zum elektrostatischen Trennen von Gemengen |
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| DE1218371B true DE1218371B (de) | 1966-06-08 |
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ID=6981024
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB81263A Pending DE1218371B (de) | 1965-04-01 | 1965-04-01 | Vorrichtung zum elektrostatischen Trennen von Gemengen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1218371B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2726604A1 (de) * | 1976-06-17 | 1977-12-29 | Dorr Oliver Inc | Verfahren und vorrichtung zur elektrischen entwaesserung von feststoffsuspensionen |
| EP0279200A3 (en) * | 1987-02-17 | 1990-05-16 | Organ-Faser Technology Company N.V. | Process for separating electrically non-conductive parts from garbage, in particular plastic and/or paper, and device therefor |
-
1965
- 1965-04-01 DE DEB81263A patent/DE1218371B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2726604A1 (de) * | 1976-06-17 | 1977-12-29 | Dorr Oliver Inc | Verfahren und vorrichtung zur elektrischen entwaesserung von feststoffsuspensionen |
| EP0279200A3 (en) * | 1987-02-17 | 1990-05-16 | Organ-Faser Technology Company N.V. | Process for separating electrically non-conductive parts from garbage, in particular plastic and/or paper, and device therefor |
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