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Vorrichtung zum Beschicken einer Rohrbiegemaschine Zusatz zum Zusatzpatent:
1072 865
Das Patent 1072 865 betrifft eine Vorrichtung zum BeschiCken.
eitler Rohrbiegemaschine, bei. welcher das eibzuführOnde Rohr zunächst der Länge
nach Über einen Dörn geschoben und nach, erfolgtem Einspannen durch Verschwenken
der Biegewerkzeuge verformt wird und bei welcher die Einstoßvorrichtung zwischen
einem feststehend angeordneten Aufgabebehälter und ihrer Einstoßstellung hin- und
herschiebbar ist, wobei sie durch eine unter dem offenen Boden des Aufgabebehälteis
quer bewegliche Füllvorrichtung jeweils mit einem oder einem Satz von mehreren Rohren
beschickt wird, indem die Füllvorrichtung einen Schieber zum satzweisen Vordrücken
der jeweils unteren Lage der im Aufgabebehälter befindlichen Rohre über eine Führungsbahn.
in Richtung auf die Einstoßvorrichtung aufweist.
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Wenn man eine ununterbrochene Nachfüllung des Aufgabebehälters bei
der Vorrichtung gemäß dem Patent 1072 865 vermeiden will, muß dieser Aufgabebehälter
ein ausreichend großes Fassungsvermögen haben. Aus Platzgründen ist eine Vergrößerung
des Aufgabebehälters in waagerechter Richtung unerwünscht. Erhöht man jedoch den
Aufgabebehälter, um eine größere Anzahl vorf Rohren in ihm unterbringen zu können,
so steigen damit zugleich die Schwierigkeiten, die sich bei der Beschickung des
Aufgabebehälters ergeben. Je tiefer die Oberkante des Aufgabebehälters liegt, um
so einfacher und bequemer ist das Einbringen der zu biegenden Rohre. Auch erleichtert
eine niedrige Anordnung der Oberkante des Aufgabebehälters die überwachung des Inhaltes
dieses Behälters.
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Es ist bereits eine Vorrichtung zum überführen von Massenteilen von
einer Arbeitsmaschine zur anderen Arbeitsmaschine bekannt, bei der die in der eisten
Arbeitsmaschine bearbeiteten Gegenstände in einen ansteigenden Kanal gedrängt werden,
von dessen höchstem Punkt aus die Gegenstände über eine Rutsche zur nächsten Arbeitsmaschine
gelangen. Am unteren Ende des ansteigenden Kanals ist eine Sperrvorrichtung vorgesehen,
die beim - Einschieben eines Gegenstandes in den ansteigenden Kanal federnd
ausweichen kann und die Gegenstände im ansteigenden Kanal hält.
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Die Erfindung bezweckt eine Weiterentwicklung der Vorrichtung gemäß
dem Patent 1072 865, durch die erreicht werden soll, daß der Aufgabebehälter
einerseits ein großes Fassungsvermögen haben kann und andererseits leicht zu beschicken
ist, wozu die Oberkante des Aufgabebehälters, niedrig liegen soll, so daß auch die
überwachung seines Inhaltes erleichtert wird. .
Hierzu sieht die Erfindung
vor,' daß die Führungsbahn nach einem in Vordrückrichtung des Schiebers verlaufenden.
Abschnitt eine nach oben gerichtete Biegung aufweist und dann einen nahezu vertikalen
Verlauf bis zur übergabeöffnung an die Einstoßvorrichtung nimmt.
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Hierdurch wird erreicht, daß die Rohre, die auf Grund ihrer Form und
Sperrigkeit ohnehin beim Transport häufig Schwierigkeiten bereiten, durch den Schieber
nach oben gefördert werden und durch die hochliegende übergabeöffnung an die
- Einstoßvorrichtung abgegeben werden, so daß der Aufgabebehälter wesentlich
- tiefer angeordnet werden kann, als das bei der im wesentlichen geradlinigen
Förderung gemäß dem Hauptpatent der Fall'ist. Durch die, an sich erforderliche Hilfseinrichtung
zur Entnahme der Rohre aus dem Aufgabebehälter und die Zuführung derselben zur seitlich
verschiebbaren Einstoßvorrichtung wird bei der erfindungsgemäßen Ausführang ohne
nennenswerten -baulichen Mehraufwand der zusätzliche Vorteil erzielt, daß- die Rohre
zugleich auf ein höheres Niveau angehoben werden. .
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Die Erfindung sieht ferner vor, daß die Führungsbahn aus von den Seitenwänden
des Behälters getragenen Führungsleisten. gebildet ist.
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Dies hat den Vorteil, daß die gleichen Führungen Anwendung finden
können, unabhängig von der Länge der zu biegenden Rohre und also auch unabhängig
von der Breite des Aufgabebehälters, der auf die Länge der jeweils verarbeiteten
Rohre einstellbar ist.
Es war ' deSereits erwähnt, daß bei
einem schräg nach oben verlaufenden Förderkanal dieAnordnung einer Sperrvorrichtung
am unteren Ende des Kanals bekannt ist. Bei der obenerwähnten, bekannten Vorrichtung
ist am unteren Ende des Kanals ein solches Sperrorgan'in Form einer quer zum Kanaleingang
angeordneten federnden Rolle vorgesehen. Derartige Rückrollsperren sind auch in
anderem Zusammenhang bekannt, um zu vermeiden, daß Werkstücke aus einer schräg ansteigenden
Bahn zurückgleiten, wenn die Schiebekraft weggenommen wird.
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Um ein Zurückgleiten der in der Führungsbahn enthaltenen Rohre beim
Zurückziehen des Schiebers und leerem oder nahezu leerem Aufgabebehälter zu verhüten,
ist daher.in* zweckmäßiger Ausgestältung der Erfindung vorgesehen, daß am unteren
Ende der nach oben gerichteten Biegung,.der Führungsbahn eine vorzugsweige entgegen
der Kraft einer Feder in Vorschubrichtung der Rohre in eine unwirksame Stellung
verstellbare Sperrklinke' in dieselbe hineinragt.-. Um durch die übergabeöffnung
jeweils nur die ge--wollte Anzahl von Rohren austreten zu lassen, sieht man in zweckmäßiger
Weiterbildung der Erfindung ferüer vor, daß an der oberseitigen übergabeöffnung
der Führungsbahn Rückhalteklinken, vorgesehen sind, die vorzugsweise entgegen der
Kraft einer Feder in Vorschubrichtung der Rohre in eine unwirksame Lage verstellbar
sind.
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In der« Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung'dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 eine Draufsicht auf eine erlmdungsgemäße Vorrichtung und
F i g, 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 in F i g. 1.
Die Beschickungsvorrichtung
weist einen Aufgabebehälter 17 für die Rohre 16, einen über
' einen Zylinder 37 betätigbaren Füllschieber 19 sowie eine
Einstoßvorrichtung 21 mit einem Einstoßmittel 22 auf. Die zu biegenden Rohre
16 liegen zunächst in dem Behälter 17, aus dem sie durch den Füllschieber
19
in eine Führungsbahn 40 gestoßen werden können. Es wird jeweils die untere
Lage 16 dg der Rohre 16
in die Führungsbahn 40 eingestoßen. Die Führungsbahn
40- wird von zwei Führungsleisten 42, 43 begrenzt, die in einem Abstand voneinander
angeordnet sind, der etwas größer -als der Durchmesser der Rohre
16 ist.
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Die Führungsbahn 40 schließt sich in Vordrückrichtung 41 des Schiebers
19 an den unteren Bereich des Behälters 17 an. Die Führungsleisten
42, 43 und damit auch die Führungsbahn 40 selbst weisen eine nach oben gerichtete
Biegung 44 auf und nehmen auf dem anschließenden Abschnitt bis zur obe«rseitigen
übergabeöffnung 45 einen nahezu vertikalen Verlauf.
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Beim Vordrücken- des Schiebers 19 in Richtung des Pfeiles 41
wird die untere Lage 16 a der Rohre 16
in die Führungsbahn 40 eingedrückt,
wodurch die bereits in der Bahn 40 befindlichen Rohre weitergeschoben werden, so
daß schließlich die oberen Rohre 16 b aus der Führungsbahn 40 durch die öffnung
45 herausfallen. Durch das Gewicht der auf der unteren -Rohrlage 16a liegenden Rohre
16 wird verhindert, daß die Rohre 16a durch das Vordrücken des Füllschiebers
i9 nach oben verschoben werden. Der Füllschieber 19 muß jeweils um einen
Weg vorgeschoben werden, der dem Außendurchmesser eines Rohres oder einem Vielfachen
davon entspricht. Von dem Ausmaß der Bewegung des Schiebers 19 ist die Zahl
der oberen Rohre 16 b abhängig, die durch die Öffnung 45 aus der Führung
40 herausgedrückt werden.
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Etwa am unteren Ende der Biegung 44 der Führungsbahn 40 ist eine Sperrklinke
46 angebrach4 die bei 47 drehbar gelagert ist und deren vorderes Ende 48 zwischen
die in der Führungsbahn 40 befindlichen .Rohre 16 a hineinragt. Diese
Sperrklinke 46 wird durch die in'Richtung des Pfeiles 41 vorgeschobenen Rohre 16a
in Richtung des Pfeiles 49 verschwenkt, .so daß sie den Vorschub der in der Führungsbahn
40 befindlichen Rohre 16a in Richtung des Pfeiles 41 nicht behindert. Entgegen der
Richtung des Pfeiles 49 ist die Klinke 46 jedoch nicht über die in F i g..i
der Zeichnungen dargestellte Lage hinaus zurückschwenkbar. -Das heißt, daß die vor
der Sperrklinke 46 in dem vertikalen, Bereich -der Führungsbahn 40 befindlichen.
Rohre 16b nicht zurückratschen können, wenn beim Zurückgehen des Schiebers
19 in seine in F i g. 2 dargestellte Lage keine Rohre aus dem oberen
Teil des Behälters 17 nach unten nachrutschen würden. Die Sperrklinke 46
kann 'etwa in der Mitte der Rohre 16a an diesen angreifen. In diesem iii der Zeichnung
dargestellten Fall wird die Anordnung einer einzigen Sperrklinke 46 genügen. Selbstverständlich
besteht auch die Möglichkeit, die Klinken seitlich in der Führungsbahn 40 anzuordnen.
In diesem Fall würde es -zweckmäßig sein, zwei Sperrklinken 46 vorzusehen.
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,-An dem oberen Ende der Führungsbahn 40 sind Rückhalteklinken
50 in Richtung des Pfeiles 51
schwenkbar angebracht. Bei. diesen Rückhalteklinken
50 kann ebenfalls eine Feder vorgesehen sein, deren Kraft das obere Rohr
16b zu überwinden hat, wenn es die Rückhalteklinke, 50 in Richtung
des Pfeiles 51
verschwenkt, um durch die Übergabeöffnung 45 auf die Einstoßvorrichtung
21 zu gelangen. Die Klinke 50 schwenkt nach dem Passieren eines Rohres
16 b
selbsttätig in ihre in F i g. 2 der Zeichnung dargestellte
Lage zurück. Es wird dadurch verhindert, daß ein weiteres Rohr 16 b durch
die Öffnung 45 mit ausgestoßen wird, falls das nicht erwünscht ist. Selbstverständlich
werden z. B. drei Rohre durch die öffnung 45 ausgestoßen, wenn der Schieber
19 um einen entsprechenden Weg vorgeschoben wird. Es kann aber durchaus seine
daß auf Grund der dem ganzen System erteilten kinetischen Energie durch das Vorschieben
des Schiebers 19 das folgende Rohr auch noch bis an die öffnung 45 der Führungsbahn
40 gelangt, obwohl der Schieber 19 so weit nicht vorgedrückt worden war.
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Aus der Öffnung 45 der Führungsbahn 40 fallen die Rohre
16 c Nacht unten auf die Halterung 55, die auf der Einstoßvorrichttuig
21 befestigt und im Querschnitt dem Proßl der Rohre 16 angepaßt ist.
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Nach der Aufgabe eines Rohres 16 c auf die Einstoßvorrichtung
21 wird diese aus ihrer Lage 21a neben dem Behälter 17 in die Stellung 21
b vor dem Dom der Biegemaschine 54 gefahren, wie dies aus F i g. 1
zu ersehen ist. Alsdann erfolgt über das Einstoßmittel 22, das als hydraulischer
Zylinder ausgebildet ist, -das -Einstoßen. des auf dem Einstoßmittel 21 liegenden
Rohres 16 c.