DE1217641B - Verfahren zur Herstellung antistatischer Schallplatten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung antistatischer SchallplattenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
Gilb
Deutsche Kl.: 42 g-15/03
Nummer:
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Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1217641
T16780IX a/42g
5.Juni 1959
26. Mai 1966
T16780IX a/42g
5.Juni 1959
26. Mai 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung antistatischer Schallplatten aus Vinylchloridpolymerisaten
oder Vinylchlorid.-Vinylacetat-Mischpolymerisaten unter Zusatz antistatischer Stoffe.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung einer verbesserten Tonqualität bei antistatischen
Schallplatten. Dabei soll der Schmelzpunkt nicht herabgesetzt oder die mechanischen Eigenschaften
verschlechtert werden. Die Masse soll sich aber doch leicht pressen lassen.
Es wurde bereits zur Herstellung antistatischer Schallplatten vorgeschlagen, einem feinen Harzpulver aus
Vinylchloridpolymeren oder einem Vinylchloridmischpolymeren 0,2 bis 2 Gewichtsprozent eines antistatischen
Mittels einzuverleiben und dann die gleichmäßig vermischte Pulvermasse ohne Heißwalzen und bei
möglichst geringer Strömung der darin enthaltenen Pulverteilchen heiß zu verpressen.
In weiteren Untersuchungen wurde jedoch beobachtet, daß bei Verwendung der obenerwähnten Methode
zur Herstellung von Schallplatten der Zusatz eines antistatischen Mittels zu einem Harzpulver als
Grundmaterial zu einer Herabsetzung des Schmelzpunktes und damit zu einer Verschlechterung der mechanischen
Eigenschaften der erzeugten Schallplatten führt, wodurch die Tonqualität der Schallplatten nachteilig
beeinflußt wird. Was die antistatischen Mittel an sich betrifft, so wurde beobachtet, daß sie sich entweder
nachteilig auf die Fließfähigkeit beim Preßvorgang auswirken oder die Tonqualität der Schallplatten
herabmindern und zu teuer sind.
Man hat versucht, Schallplatten aus Polyvinylchlorid
oder Mischpolymerisaten des Vinylchlorid^ und Vinylacetats
durch Aufbringen von kationaktiven Verbindungen zu destatisieren. Auch bei Spritz- und Preßgießlingen
aus Kunstharzen hat man versucht, durch Einverleiben von kationaktiven Verbindungen in die
Kunstharze eine Destatisierung zu erzielen. Allen diesen Versuchen war nur ein geringer und kurz anhaltender
Erfolg beschieden.
Die vorliegende Erfindung überwindet die obengenannten Nachteile. Das erfindungsgemäße Verfahren
ist dadurch gekennzeichnet, daß als antistatisches Mittel eine nicht wäßrige Lösung von mindestens zwei
miteinander verträglichen, an sich bekannten oberflächenaktiven Mitteln verwendet wird, von denen
mindestens eines aus einem anionischen oder nichtionischen und das andere bzw. die anderen aus einem
kationischen Mittel bestehen.
Es kann auch mit Vorteil aus Gründen, die im folgenden erläutert werden, als Vinylchloridpolymerisat
oder Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisat ein Verfahren zur Herstellung antistatischer ·
Schallplatten
Schallplatten
Anmelder:
Tokyo Shibaura Electric Co. Ltd.,
Kawasaki-shi (Japan)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Leinweber, Patentanwalt,
München 2, Rosental 7
Als Erfinder benannt:
Yuzo Miura, Tokio;
Tomomichi Tsukada, Kawasaki-shi;
Shizuo Hayashi, Yokohama-shi (Japan)
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 27. November 1958 (33 976)
Gemisch von Polymerisaten mit verschiedenem Polymerisationsgrad, das mindestens 10 Gewichtsprozent
von jedem Polymerisat enthält, verwendet werden. Die verschiedenen Polymerisate müssen selbstverständlich
miteinander verträglich sein.
Vorzugsweise werden auf 100 Teile Polymerisat insgesamt 0,7 bis 0,75 Teile der antistatischen Mittel
verwendet.
Ein Polyvinylchloridharzpulver und mindestens zwei antistatische Mittel werden z. B. in einen Mischapparat
eingebracht und gut gemischt und sodann, falls nötig, das entstehende Gemisch getrocknet, wodurch man ein
Pulver erhält. Das Pulver wird so wie es ist oder, nachdem es in Tafelform gebracht wurde, nötigenfalls vorgewärmt,
zwischen Matrizen eingelegt und heißgepreßt, um die Schallplatte zu formen.
Von den im Handel erhältlichen Vinylchloridpolymerisaten und Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisaten
kann eines, das durch antistatische Mittel nicht beeinträchtigt wird, allein verwendet werden. Es ist
zwar wünschenswert, ein einfaches Polymerisat zu verwenden, bei dem sowohl der Polymerisationsgrad
als auch das Mengenverhältnis von Vinylchlorid zu Vinylacetat genau eingestellt und kontrolliert ist. Die
so erzeugten Harzartikel wären dann aber äußerst kostspielig. Es wird deshalb vorgezogen, wie oben
erwähnt, unter den zur Verfügung stehenden Vinylchloridpolymerisaten
und Vinylchlorid-Vinylacetat-
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Mischpolymerisaten mehr als zwei von denjenigen, die A. Kationische oberflächenaktive Mittel
möglichst miteinander verträglich sind und verschie- L Quarternäre Ammoniumsalze
dene Mengenverhältnisse und Polymensationsgrade
aufweisen, zu kombinieren. OO Stearamidopropyldimethyl-iS-hydroxyäthyl-
Die in den folgenden Beispielen verwendeten Vinyl- 5 ■ ammoniumnitrat,
Chloridpolymerisate und Vinylchlorid-Vinylacetat- (*>>" Stearamidoäthyldimethyl-^-hydroxyäthyl-
Mischpolymerisate werden industriell erzeugt und ammoniumhydrochlorid,
besitzen folgende Eigenschaften: ' (c) Stearamidoathyldimethyl-zS-hydroxyathyl-
ammoniumnitrat,
Zusammensetzung p Durchschnitts- 10 (d) Trimethyldodecylammoniumchlorid
s Polymensationsgrad (e) Octadecyltrimethylammomumchlorid,
„,.,,,.„ .,„,.„ (f) Alkyltrimethylammoniumchlorid.
Polyvinylchlorid etwa 1050 w j j
Polyvinylchlorid etwa 800 2" Alkylpyridiniumsalze
Vinylchlorid-Vinylacetat-Misch- *5 (a) Alkylpyridiniumchlorid.
polymerisat (etwa 3% Vinyl- B. Anionisehe oberflächenaktive Mittel
acetat) .· etwa 750 . . .--.-. . ...
Tr. , ,, ., Tr. t »,. , 1. Phosphorsäureester höherer äliphatischer Alko-
Vinylchlond-Vmylacetat-Misch- 'hole ·
polymerisat (etwa 12bis 15% .-"' . ' . .-': ""-■-■
Vinylacetat) t etwa 600- · C: Nichtionische oberflächenaktive Mittel
Vinylchlorid-Vinylabetat-Misch- " 1. Polyoxyäthylenglykolalkylester,
polymerisat (etwa 12 bis 15 % · ' 2/pOly'oxyäthyienglykolalkyläther,
Vinylacetat) (annähernd) etwa 450 3. Polyoxyäthylenglykolalkylphenoläther.
Vinylchlorid-Vinylacetat-Misch- 2S: _ _ . , . , . ...
polymerisat* (etwa 12bis 15%-- ' " - .Das Gemisch von mindestens zwei antistatischen
Vinylacetat) (annähernd) .... etwa 400 Mfeln kama direkt °nt einem Polyvinylchloridharz-
pulver gemischt werden. Es wird jedoch vorgezogen, ein Gemisch aus Harzpulverteilchen, die mit den anti-Die
antistatischen Mittel, die bei der vorliegenden 30 statischen Mitteln überzogen sind, zu verwenden,
Erfindung verwendet werden können, umfassen drei Dieses wird durch Mischen einer Lösung des Gemisches
Typen von kationischeni anionischen und nicht- der antistatischen Mittel in einem geeigneten Lösungsionischen
oberflächenaktiven Mitteln. Wenn eines mittel, wie z. B. Alkohol, mit einem Polyvinylchloriddieser
antistatischen Mittel beispielsweise dem Pulver harzpulver hergestellt, wobei das Lösungsmittel aus
des Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisates (Po- 35 dem sich ergebenden Gemisch verdampft wird,
lymerisationsgrad von 450 und etwa 12 bis 15 % Vinyl- Die antistatischen Mittel können auch zusammen mit acetat), das im allgemeinen zur Herstellung von Schall- einem Stabilisierungsmittel, wie z. B. Dibutylzinndiplatten herangezogen wird, zugesetzt wird, dann wer- laurat, einem formlösenden Mittel, wie z. B. Stearinden die so erzeugten Schallplatten ziemlich weich. säure, Stearylalkohol und Dodecylalkohol, sowie Infolgedessen ist eine Veränderung der Tonquaütät 40 einem Färbmittel verwendet werden. Diese Zusatzinfolge der weicheren Beschaffenheit der Schallplatten mittel zusammen mit den antistatischen Mitteln lassen und ein Nachlassen der Tonqualität infolge der früh- sich in Alkohol ohne weiteres in Lösung bringen, zeitigen Abnutzung zu erwarten. Es wurde die Fest- Die hierbei mit gutem Erfolg verwendeten Färbestellung gemacht, daß mindestens zwei antistatische mittel sind rote Azofarbstoffe.
lymerisationsgrad von 450 und etwa 12 bis 15 % Vinyl- Die antistatischen Mittel können auch zusammen mit acetat), das im allgemeinen zur Herstellung von Schall- einem Stabilisierungsmittel, wie z. B. Dibutylzinndiplatten herangezogen wird, zugesetzt wird, dann wer- laurat, einem formlösenden Mittel, wie z. B. Stearinden die so erzeugten Schallplatten ziemlich weich. säure, Stearylalkohol und Dodecylalkohol, sowie Infolgedessen ist eine Veränderung der Tonquaütät 40 einem Färbmittel verwendet werden. Diese Zusatzinfolge der weicheren Beschaffenheit der Schallplatten mittel zusammen mit den antistatischen Mitteln lassen und ein Nachlassen der Tonqualität infolge der früh- sich in Alkohol ohne weiteres in Lösung bringen, zeitigen Abnutzung zu erwarten. Es wurde die Fest- Die hierbei mit gutem Erfolg verwendeten Färbestellung gemacht, daß mindestens zwei antistatische mittel sind rote Azofarbstoffe.
Mittel sich besser auf die Prägung auswirken und auch 45 Als Maß der antistatischen Eigenschaft wurde der
hinsichtlich der Tonqualität bessere Ergebnisse zeitigen. Oberflächenwiderstand der Schallplatten mit dem
Wird beispielsweise ein wachs- oder pastenartiges anti- Galvanometer nach der Methode der direkten Abstatisches
Mittel in Kombination mit einem flüssigen lenkung gemessen. Die beiden Elektroden des Galvanoantistatischen Mittel herangezogen, so würde man meters wurden in einer Entfernung von 1 cm auf die
dabei Vorzüge feststellen, die sich in einem glatten 50 Oberfläche der Schallplatte aufgesetzt. Die Spannung
Fluß der geschmolzenen Harzteilchen beim Heiß- auf der Schallplatte wurde mit Hufe eines elektropressen
und in einer gleichmäßigen Dispersion der statischen Spannungsmessers an einem 2 cm von der
antistatischen Mittel äußern. Es ist weiterhin beob- Schallplattenoberfläche entfernten Punkt gemessen,
achtet worden, daß bei Verwendung von anionischen Die Veränderung der Tonqualität wurde mit Hilfe
oder nichtionischen oberflächenaktiven Mitteln der 55 von Pegelmessungen bestimmt, und zwar durch VerOberfläche
von Schallplatten eine glatte Beschaffen- gleich des Pegels einer unbenutzten Schallplatte mit
heit verliehen wird, wodurch es zu einer verringerten dem nach vielfachem Abspielen, wobei dieser Pegel bei
Abnutzung durch das Spielen sowie einer herabge- ausreichender Umdrehungsgeschwindigkeit unter
setzten Erzeugung einer elektrostatischen Aufladung einem bestimmten Nadeldruck des Tonabmehmers an
kommt. Im allgemeinen bildet sich bei Verwendung 60 eigens dafür angefertigten Schallplatten mit endloser
wäßriger Lösungen eines anionischen oberflächen- Rille oder an der Einführungsrille gewöhnlicher Schallaktiven
Mittels ein Niederschlag. Die Bildung eines platten gemessen wurde.
Niederschlags kann jedoch durch Verwendung von .
Alkoholen als Lösungsmittel vermieden werden, und Beispiel 1
man erhält eine sehr schöne fleckenfreie Schallplatte. 65 100 Gewichtsteile eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Nachstehend werden die antistatischen Mittel auf- Mischpolymerisatpulvers mit einem durchschnittlichen geführt, die bei der vorliegenden Erfindung heran- Polymerisationsgrad von etwa 450, enthaltend etwa gezogen werden können: 12 bis 15% Vinylacetat, wurden mit einer Lösung,
Niederschlags kann jedoch durch Verwendung von .
Alkoholen als Lösungsmittel vermieden werden, und Beispiel 1
man erhält eine sehr schöne fleckenfreie Schallplatte. 65 100 Gewichtsteile eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Nachstehend werden die antistatischen Mittel auf- Mischpolymerisatpulvers mit einem durchschnittlichen geführt, die bei der vorliegenden Erfindung heran- Polymerisationsgrad von etwa 450, enthaltend etwa gezogen werden können: 12 bis 15% Vinylacetat, wurden mit einer Lösung,
enthaltend 0,3 Gewichtsteile Triäthanolamindilaurylphosphat (anionisches oberflächenaktives Mittel) und
0,4 Gewichtsteilen Stearamidopropyldimethyl - β - hydroxyäthylammoniumnitrat
(kationisches oberflächenaktives Mittel) als antistatische Mittel, 1 Gewichtsteil
Dibutylzinndilaurat als Harzstabilisator, 0,2 Gewichtsteilen Stearinsäure als formlösendes Mittel und 3 Gewichtsteilen
Äthylalkohol als Lösungsmittel vermischt. Das Gemisch wurde auf 80 bis 900C erwärmt, um den
Äthylalkohol zu verdampfen. So wurde ein zusammengesetzter Pulverkomplex erzielt Etwa 120 g dieses
zusammengesetzten Pulverkomplexes wurden zwischen Gußformen eingebracht und dann bei normaler Temperatur
unter einem Druck von etwa 150 kg/cm2 zu einer Tafel mit einem Durchmesser von 125 mm und einer
Dicke von 10 mm geformt. Die Tafel würde bis auf etwa 140° C vorgewärmt, zwischen Matrizen eingelegt
und sodann bei einer Höchsttemperatur von. 150° C
unter einem Höchstdruck von 150 kg/cm2 zu einer
Schallplatte mit einem Durchmesser, von 25,4 cm geformt. ' '.....
Der Oberflächenwiderstand dieser Schallplatte, gemessen zwischen zwei; 1 cm voneinander entfernten
Punkten bei einer Lufttemperatur von 31 ° C und einer relativen Feuchtigkeit von 75% betrug etwa 108ß.
Unter den gleichen Bedingungen betrug, die Potentialdifferenz, die an einem 2 cm von der Oberfläche entfernten
Punkt gemessen wurde, Null im Normalzustand und weniger als —50 V nach zwanzigmaligem
kräftigen Reiben mit Gaze.
Der Geräuschpegel der Schallplatte lag in den äußeren Rillen —51 db beim ersten Abspielen und
—51 db nach 100 fächern Abspielen mit einem Tonabnehmer mit einem Nadeldruck von 10 g.
Wenn man 0,7 Gewichtsteile Triäthanolamindilaurylphosphat oder Stearamidopropyldimethyl-ß-hydroxyäthylammoniumnitrat
als alleiniges antistatisches Mittel zusammen mit dem vorerwähnten Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulver
dieses Beispiels zur Herstellung von Schallplatten in der gleichen Weise wie in diesem Beispiel verwendete, zeigten die so
hergestellten Schallplatten bei der wie oben durchgeführten Prüfung eine Veränderung der Dynamik um
10 db bei der Wiedergabe eines Sinustons von 8 kHz bei einem Anstieg des Geräuschpegels um 5 bis 7 db.
Den gemischten Polymerisatpulvern von 50 Gewichtsteilen
eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad
von etwa 450, enthaltend etwa 12 bis 15 % Vinylacetat und 50 Gewichtsteile eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers
mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 600, enthaltend 12 bis 15% Vinylacetat, wurde eine Lösung
zugesetzt, die 0,5 Gewichtsteile Stearamidopropyldimethyl-/^hydroxyäthylammoniumnitrat
(kationisches oberflächenaktives Mittel) und 0,2 Gewichtsteile Triäthanolamindilaurylphosphat
(anionisches oberflächenaktives Mittel) als antistatische Mittel, 1 Gewichtsteil
Dibutylzinndilaurat als Harzstabilisator, 0,2 Gewichtsteile Stearinsäure als formlösendes Mittel, 0,2 Gewichtsteile
roter _ Azofarbstoff als Färbemittel sowie
5 Gewichtsteile Äthylalkohol als Lösungsmittel enthielt. Das erhaltene Gemisch wurde auf die gleiche
Weise wie im Beispiel 1 verarbeitet, um daraus eine Tafel mit einem Durchmesser von 125 mm und einer
Dicke von 10 mm zu formen. Die Tafel wurde bei etwa 140° C vorgewärmt, zwischen Matrizen eingelegt und
bei einer Höchsttemperatur von 150° C unter einem Höchstdruck von 150 kg/cm2 zu Schallplatten mit
einem Durchmesser von 25,4 cm geformt.
Nach hundertmaligem Abspielen der Schallplatte, unter einem Nadeldruck des Tonabnehmers von 10 g wurde weder eine Veränderung der Wiedergabe des Signaltons von 8 Kilohertz noch eine Zunahme des Geräuschpegels beobachtet.
Nach hundertmaligem Abspielen der Schallplatte, unter einem Nadeldruck des Tonabnehmers von 10 g wurde weder eine Veränderung der Wiedergabe des Signaltons von 8 Kilohertz noch eine Zunahme des Geräuschpegels beobachtet.
B eispi el 3
Den gemischten Polymerisatpulvern von 60 Gewichtsteilen
eines. VinylchlQrid-V.mylacetat-iVIischpoly-
_ merisatpulvers,.mit einem durchschnittlichen Polymeri-
i's satiorisgrad' von. etwa· 750 und einem Vinylacetatr
Gehalt von etwa. 3%, und 40 Gewicntsteilen eines
Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers mit
einem' !durchschnittlichen- Polymerisatipnsgrad von
. etwa 400 ,und einem Vjnylacetatgehalt ,von etwa 12 bis
15%, wurde eine'Lösung zugesetzt, dieaus 0,2 Gewichtsteiien
^ Stearamidopropyldimethyl,-β - hydroxyäthylammoniumnitrat
(kationis,ches oberflächenaktives Mittel) und 0,5 ,Gewichtsteilen Triathanolainindilauryl-'
,, phosphat (anipnisches oberflächenwirksarnes Mittel)
als antistatische Mittel, 0,5 Gewichtsteilen -Dibutylzinndilaurat
als Harzstabilisator, 0,5 Gewichtsteilen Stearinsäure als formlösendes Mittel und S1 Gewichtsteilen Äthylalkohol als Lösungsmittel bestand. Das
Gemisch wurde auf die gleiche Weise wie im Beispiel 1 verarbeitet, um daraus eine Tafel mit einem Durchmesser
von 125 mm und einer Dicke von 10 mm zu formen. Die so zubereitete Tafel wurde bei 170° C
vorgewärmt, zwischen die Matrizen eingelegt und dann bei einer Höchsttemperatur von 170° C unter einem
Höchstdruck von 170 kg/cm2 zu einer Schallplatte von 25,4 cm Durchmesser geformt.
Der Oberflächenwiderstand dieser Schallplatte, gemessen in einer Entfernung von 1 cm bei einer Lufttemperatur
von 31° C bei einer relativen Feuchtigkeit von 75% betrug 106 bis 107ίλ Unter den gleichen
Bedingungen betrug die Potentialdifferenz, die an einem 2 cm von der Oberfläche entfernten Punkt
gemessen wurde, Null im Normalzustand und weniger als —50 V unmittelbar nach zehnmaligem kräftigem
Reiben der Oberfläche mit Gaze.
Die Tonqualitätsprüfung dieser Schallplatte erbrachte das gleiche Ergebnis wie im Beispiel 1.
90 Gewichtsteilen eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers
mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von 600 und einem Vinylacetatgehalt
von etwa 12 bis 15 % und 10 Gewichtsteilen eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers
mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 750 und einem Vinylacetatgehalt von etwa
3% wurde eine Lösung zugesetzt, die 0,5 Gewichtsteile Stearamidoäthyldimethyl-ß-hydroxyäthylammo-
niumhydrochlorid (kationisches oberflächenaktives Mittel) und 0,2 Gewichtsteile einer Verbindung der
allgemeinen Formel
CH3(CH2)m ·
wobei η = 6 ~ 8 und χ = 8 ~ 12 ist (nichtionisches
oberflächenaktives Mittel) als antistatische Mittel.
1,5 Gewichtsteile Dibutylzinndilaurat als Stabilisator,
0,2 Gewichtsteile Stearylalkohol als formlösendes Mittel, 0,2 Gewichtsteile rotfarbiger Azofarbstoff als
Färbemittel sowie 5 Gewichtsteile Äthylalkohol enthielten. Das erhaltene Gemisch wurde auf die gleiche
Weise wie im Beispiel 1 behandelt, um daraus eine Tafel mit einem Durchmesser von 125 mm und einer Dicke
von 10 mm zu formen. Diese Tafel wurde bei etwa 170 °C vorgewärmt, zwischen die Matrizen eingelegt und
dann bei einer Höchsttemperatur von 1700C unter
einem Höchstdruck von 160 kg/cm2 zu einer Schallplatte mit 24,5 cm Durchmesser geformt.
Der Oberflächenwiderstand dieser Schallplatte, gemessen in einer Entfernung von 1 cm bei einer Lufttemperatur
von 23,5° C und einer relativen Feuchtigkeit von 65%, betrug etwa 108i3. Die Potentialdifferenz,
die an einem 2 cm von der Oberfläche der Schallplatte entfernten Punkt gemessen wurde, betrug weniger
als —3 V im Normalzustand und weniger als —100 V nach 60 maligem Reiben der Oberfläche auf
die Dauer von 30 Minuten unter Verwendung eines mit 1 kg belasteten Gazestückes, dessen Fläche 3 · 3 cm
aufwies. Demgegenüber zeigte eine Langspielplatte handelsüblicher Art Potentialdifferenzen von etwa
—2000 V im Normalzustand und —5000 V, nachdem die Oberfläche auf die gleiche Weise, wie oben beschrieben,
behandelt worden war.
Der Geräuschpegel änderte sich nach hundertmaligem Abspielen der Schallplatte nicht.
30 Gewichtsteile eines Vinylchlorid -Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers
mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 450 und einem Vinylacetatgehalt
von etwa 12 bis 15 % und 70 Gewichtsteile eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers
mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 600 und einem Vinylacetatgehalt von
etwa 12 bis 15 °/0 wurden in einem Mischapparat mit einer Lösung gemischt, die 0,4 Gewichtsteile Stearamidoäthyldimethyl
-ß - hydroxyäthylammoniumnitrat (kationisches oberflächenaktives Mittel), 0,15 Gewichtsteile
Triäthanolamindilaurylphosphat (anionisches oberflächenaktives Mittel) und 0,2 Gewichtsteile von Verbindungen der allgemeinen Formel
CH2
O · (CH2 · CH2 · O)*H
wobei η = 6 ~ 8 und χ — 8 ~ 12 ist, (nichtionisches
oberflächenaktives Mittel) als antistatische Mittel, 1 Gewichtsteil Dibutylzinndilaurat als Stabilisator,
0,1 Gewichtsteil Dodecylalkohol als formlösendes Mittel, 0,15 Gewichtsteile roter Azofarbstoff als Färbemittel
und 5 Gewichtsteile Äthylalkohol enthielt. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 80 bis 90° C erhitzt
und der Äthylalkohol abgedampft. Auf diese Weise wurde ein zusammengesetzter Pulverkomplex erhalten.
g des zusammengesetzten Pulverkomplexes wurden zwischen Gußformen eingelegt und zu einer Tafel mit
einem Durchmesser von 125 mm und einer Dicke von 10 mm geformt. Die Tafel wurde sodann bei etwa
1500C vorgewärmt, zwischen die Matrizen eingebracht
und dann bei einer Höchsttemperatur von 1600C unter
einem Höchstdruck von 150 kg/cm2 zu einer Schallplatte mit 25,4 cm Durchmesser geformt.
ίο Der Oberflächenwiderstand dieser Schallplatte, gemessen
in einer Entfernung von 1 cm bei einer Lufttemperatur von 250C und einer relativen Feuchtigkeit
von 50% betrug 107A, Unter geringfügig anderen
Bedingungen (Lufttemperatur 23,5°C und relative Feuchtigkeit 65%) war die Potentialdifferenz, die in
cm Abstand gemessen wurde, Null im Normalzustand und —30 V nach zwanzigmaligem Reiben der Oberfläche
mit einem Baumwoll-Lappen.
Bei der Prüfung wie im Beispiel 4 nahm die Stärke des
Bei der Prüfung wie im Beispiel 4 nahm die Stärke des
ao Signaltons von 8 kHz nach hundertmaligem Abspielen um etwa 5 db ab, während sich der Geräuschpegel
nicht veränderte.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung antistatischer Schallplatten aus Vinylchloridpolymerisaten oder
Vinylchlorid- Vinylacetat-Mischpolymerisaten unter Zusatz antistatischer Mittel, dadurch gekennzeichnet,
daß als antistatisches Mittel eine nicht wäßrige Lösung von mindestens zwei miteinander verträglichen, an sich bekannten oberflächenaktiven
Mitteln verwendet wird, von denen mindestens eines aus einem anionischen oder nichtionischen und das andere bzw. die anderen aus
einem kationischen Mittel besteht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Vinylchloridpolymerisat oder
Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisat ein Gemisch von Polymerisaten mit verschiedenem PoIymerisationsgrad,
das mindestens 10 Gewichtsprozent von jedem Polymerisat enthält, verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf 100 Teile Polymerisat insgesamt
0,7 bis 0,75 Teile der antistatischen Mittel verwendet werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das nicht
wäßrige Lösungsmittel für die oberflächenaktiven Mittel ein Alkohol ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung
der oberflächenaktiven Mittel ein Formtrennmittel und/oder einen Harzstabilisator enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 610 512;
USA.-Patentschriften Nr. 2 540 981, 2 579 375;
680 080;
Deutsche Patentschrift Nr. 610 512;
USA.-Patentschriften Nr. 2 540 981, 2 579 375;
680 080;
609 570/453 5.66 ® Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3397658 | 1958-11-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1217641B true DE1217641B (de) | 1966-05-26 |
Family
ID=12401503
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET16780A Pending DE1217641B (de) | 1958-11-27 | 1959-06-05 | Verfahren zur Herstellung antistatischer Schallplatten |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1217641B (de) |
| FR (1) | FR1240765A (de) |
| GB (1) | GB921032A (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE610512C (de) * | 1930-06-08 | 1935-03-12 | Chemische Forschungs Gmbh | Schallplatte |
| US2540981A (en) * | 1950-01-04 | 1951-02-06 | Monsanto Chemicals | Nonelectrostatic plastic materials |
| US2579375A (en) * | 1950-01-04 | 1951-12-18 | Monsanto Chemicals | Nonelectrostatic plastic compositions |
| US2680080A (en) * | 1949-10-18 | 1954-06-01 | Monsanto Chemicals | Destaticized phonograph records and method for producing same |
-
1959
- 1959-06-05 DE DET16780A patent/DE1217641B/de active Pending
- 1959-08-06 GB GB26960/59A patent/GB921032A/en not_active Expired
- 1959-10-06 FR FR806851A patent/FR1240765A/fr not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE610512C (de) * | 1930-06-08 | 1935-03-12 | Chemische Forschungs Gmbh | Schallplatte |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB921032A (en) | 1963-03-13 |
| FR1240765A (fr) | 1960-09-09 |
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