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DE1217641B - Verfahren zur Herstellung antistatischer Schallplatten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung antistatischer Schallplatten

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Publication number
DE1217641B
DE1217641B DET16780A DET0016780A DE1217641B DE 1217641 B DE1217641 B DE 1217641B DE T16780 A DET16780 A DE T16780A DE T0016780 A DET0016780 A DE T0016780A DE 1217641 B DE1217641 B DE 1217641B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
antistatic
vinyl chloride
parts
vinyl acetate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET16780A
Other languages
English (en)
Inventor
Shizuo Hayashi
Yuzo Miura
Tomomichi Tsukada
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Toshiba Corp
Original Assignee
Tokyo Shibaura Electric Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Tokyo Shibaura Electric Co Ltd filed Critical Tokyo Shibaura Electric Co Ltd
Publication of DE1217641B publication Critical patent/DE1217641B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L27/00Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Compositions of derivatives of such polymers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/0008Organic ingredients according to more than one of the "one dot" groups of C08K5/01 - C08K5/59
    • C08K5/0075Antistatics
    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B3/00Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
    • G11B3/68Record carriers
    • G11B3/70Record carriers characterised by the selection of material or structure; Processes or apparatus specially adapted for manufacturing record carriers

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
Gilb
Deutsche Kl.: 42 g-15/03
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1217641
T16780IX a/42g
5.Juni 1959
26. Mai 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung antistatischer Schallplatten aus Vinylchloridpolymerisaten oder Vinylchlorid.-Vinylacetat-Mischpolymerisaten unter Zusatz antistatischer Stoffe.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung einer verbesserten Tonqualität bei antistatischen Schallplatten. Dabei soll der Schmelzpunkt nicht herabgesetzt oder die mechanischen Eigenschaften verschlechtert werden. Die Masse soll sich aber doch leicht pressen lassen.
Es wurde bereits zur Herstellung antistatischer Schallplatten vorgeschlagen, einem feinen Harzpulver aus Vinylchloridpolymeren oder einem Vinylchloridmischpolymeren 0,2 bis 2 Gewichtsprozent eines antistatischen Mittels einzuverleiben und dann die gleichmäßig vermischte Pulvermasse ohne Heißwalzen und bei möglichst geringer Strömung der darin enthaltenen Pulverteilchen heiß zu verpressen.
In weiteren Untersuchungen wurde jedoch beobachtet, daß bei Verwendung der obenerwähnten Methode zur Herstellung von Schallplatten der Zusatz eines antistatischen Mittels zu einem Harzpulver als Grundmaterial zu einer Herabsetzung des Schmelzpunktes und damit zu einer Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften der erzeugten Schallplatten führt, wodurch die Tonqualität der Schallplatten nachteilig beeinflußt wird. Was die antistatischen Mittel an sich betrifft, so wurde beobachtet, daß sie sich entweder nachteilig auf die Fließfähigkeit beim Preßvorgang auswirken oder die Tonqualität der Schallplatten herabmindern und zu teuer sind.
Man hat versucht, Schallplatten aus Polyvinylchlorid oder Mischpolymerisaten des Vinylchlorid^ und Vinylacetats durch Aufbringen von kationaktiven Verbindungen zu destatisieren. Auch bei Spritz- und Preßgießlingen aus Kunstharzen hat man versucht, durch Einverleiben von kationaktiven Verbindungen in die Kunstharze eine Destatisierung zu erzielen. Allen diesen Versuchen war nur ein geringer und kurz anhaltender Erfolg beschieden.
Die vorliegende Erfindung überwindet die obengenannten Nachteile. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß als antistatisches Mittel eine nicht wäßrige Lösung von mindestens zwei miteinander verträglichen, an sich bekannten oberflächenaktiven Mitteln verwendet wird, von denen mindestens eines aus einem anionischen oder nichtionischen und das andere bzw. die anderen aus einem kationischen Mittel bestehen.
Es kann auch mit Vorteil aus Gründen, die im folgenden erläutert werden, als Vinylchloridpolymerisat oder Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisat ein Verfahren zur Herstellung antistatischer ·
Schallplatten
Anmelder:
Tokyo Shibaura Electric Co. Ltd.,
Kawasaki-shi (Japan)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Leinweber, Patentanwalt,
München 2, Rosental 7
Als Erfinder benannt:
Yuzo Miura, Tokio;
Tomomichi Tsukada, Kawasaki-shi;
Shizuo Hayashi, Yokohama-shi (Japan)
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 27. November 1958 (33 976)
Gemisch von Polymerisaten mit verschiedenem Polymerisationsgrad, das mindestens 10 Gewichtsprozent von jedem Polymerisat enthält, verwendet werden. Die verschiedenen Polymerisate müssen selbstverständlich miteinander verträglich sein.
Vorzugsweise werden auf 100 Teile Polymerisat insgesamt 0,7 bis 0,75 Teile der antistatischen Mittel verwendet.
Ein Polyvinylchloridharzpulver und mindestens zwei antistatische Mittel werden z. B. in einen Mischapparat eingebracht und gut gemischt und sodann, falls nötig, das entstehende Gemisch getrocknet, wodurch man ein Pulver erhält. Das Pulver wird so wie es ist oder, nachdem es in Tafelform gebracht wurde, nötigenfalls vorgewärmt, zwischen Matrizen eingelegt und heißgepreßt, um die Schallplatte zu formen.
Von den im Handel erhältlichen Vinylchloridpolymerisaten und Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisaten kann eines, das durch antistatische Mittel nicht beeinträchtigt wird, allein verwendet werden. Es ist zwar wünschenswert, ein einfaches Polymerisat zu verwenden, bei dem sowohl der Polymerisationsgrad als auch das Mengenverhältnis von Vinylchlorid zu Vinylacetat genau eingestellt und kontrolliert ist. Die so erzeugten Harzartikel wären dann aber äußerst kostspielig. Es wird deshalb vorgezogen, wie oben erwähnt, unter den zur Verfügung stehenden Vinylchloridpolymerisaten und Vinylchlorid-Vinylacetat-
609 570/453
3 4
Mischpolymerisaten mehr als zwei von denjenigen, die A. Kationische oberflächenaktive Mittel
möglichst miteinander verträglich sind und verschie- L Quarternäre Ammoniumsalze
dene Mengenverhältnisse und Polymensationsgrade
aufweisen, zu kombinieren. OO Stearamidopropyldimethyl-iS-hydroxyäthyl-
Die in den folgenden Beispielen verwendeten Vinyl- 5 ■ ammoniumnitrat,
Chloridpolymerisate und Vinylchlorid-Vinylacetat- (*>>" Stearamidoäthyldimethyl-^-hydroxyäthyl-
Mischpolymerisate werden industriell erzeugt und ammoniumhydrochlorid,
besitzen folgende Eigenschaften: ' (c) Stearamidoathyldimethyl-zS-hydroxyathyl-
ammoniumnitrat,
Zusammensetzung p Durchschnitts- 10 (d) Trimethyldodecylammoniumchlorid
s Polymensationsgrad (e) Octadecyltrimethylammomumchlorid,
„,.,,,.„ .,„,.„ (f) Alkyltrimethylammoniumchlorid.
Polyvinylchlorid etwa 1050 w j j
Polyvinylchlorid etwa 800 2" Alkylpyridiniumsalze
Vinylchlorid-Vinylacetat-Misch- *5 (a) Alkylpyridiniumchlorid.
polymerisat (etwa 3% Vinyl- B. Anionisehe oberflächenaktive Mittel
acetat) .· etwa 750 . . .--.-. . ...
Tr. , ,, ., Tr. t »,. , 1. Phosphorsäureester höherer äliphatischer Alko-
Vinylchlond-Vmylacetat-Misch- 'hole ·
polymerisat (etwa 12bis 15% .-"' . ' . .-': ""-■-■
Vinylacetat) t etwa 600- · C: Nichtionische oberflächenaktive Mittel
Vinylchlorid-Vinylabetat-Misch- " 1. Polyoxyäthylenglykolalkylester,
polymerisat (etwa 12 bis 15 % · ' 2/pOly'oxyäthyienglykolalkyläther,
Vinylacetat) (annähernd) etwa 450 3. Polyoxyäthylenglykolalkylphenoläther.
Vinylchlorid-Vinylacetat-Misch- 2S: _ _ . , . , . ...
polymerisat* (etwa 12bis 15%-- ' " - .Das Gemisch von mindestens zwei antistatischen
Vinylacetat) (annähernd) .... etwa 400 Mfeln kama direkt °nt einem Polyvinylchloridharz-
pulver gemischt werden. Es wird jedoch vorgezogen, ein Gemisch aus Harzpulverteilchen, die mit den anti-Die antistatischen Mittel, die bei der vorliegenden 30 statischen Mitteln überzogen sind, zu verwenden, Erfindung verwendet werden können, umfassen drei Dieses wird durch Mischen einer Lösung des Gemisches Typen von kationischeni anionischen und nicht- der antistatischen Mittel in einem geeigneten Lösungsionischen oberflächenaktiven Mitteln. Wenn eines mittel, wie z. B. Alkohol, mit einem Polyvinylchloriddieser antistatischen Mittel beispielsweise dem Pulver harzpulver hergestellt, wobei das Lösungsmittel aus des Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisates (Po- 35 dem sich ergebenden Gemisch verdampft wird,
lymerisationsgrad von 450 und etwa 12 bis 15 % Vinyl- Die antistatischen Mittel können auch zusammen mit acetat), das im allgemeinen zur Herstellung von Schall- einem Stabilisierungsmittel, wie z. B. Dibutylzinndiplatten herangezogen wird, zugesetzt wird, dann wer- laurat, einem formlösenden Mittel, wie z. B. Stearinden die so erzeugten Schallplatten ziemlich weich. säure, Stearylalkohol und Dodecylalkohol, sowie Infolgedessen ist eine Veränderung der Tonquaütät 40 einem Färbmittel verwendet werden. Diese Zusatzinfolge der weicheren Beschaffenheit der Schallplatten mittel zusammen mit den antistatischen Mitteln lassen und ein Nachlassen der Tonqualität infolge der früh- sich in Alkohol ohne weiteres in Lösung bringen, zeitigen Abnutzung zu erwarten. Es wurde die Fest- Die hierbei mit gutem Erfolg verwendeten Färbestellung gemacht, daß mindestens zwei antistatische mittel sind rote Azofarbstoffe.
Mittel sich besser auf die Prägung auswirken und auch 45 Als Maß der antistatischen Eigenschaft wurde der hinsichtlich der Tonqualität bessere Ergebnisse zeitigen. Oberflächenwiderstand der Schallplatten mit dem Wird beispielsweise ein wachs- oder pastenartiges anti- Galvanometer nach der Methode der direkten Abstatisches Mittel in Kombination mit einem flüssigen lenkung gemessen. Die beiden Elektroden des Galvanoantistatischen Mittel herangezogen, so würde man meters wurden in einer Entfernung von 1 cm auf die dabei Vorzüge feststellen, die sich in einem glatten 50 Oberfläche der Schallplatte aufgesetzt. Die Spannung Fluß der geschmolzenen Harzteilchen beim Heiß- auf der Schallplatte wurde mit Hufe eines elektropressen und in einer gleichmäßigen Dispersion der statischen Spannungsmessers an einem 2 cm von der antistatischen Mittel äußern. Es ist weiterhin beob- Schallplattenoberfläche entfernten Punkt gemessen, achtet worden, daß bei Verwendung von anionischen Die Veränderung der Tonqualität wurde mit Hilfe oder nichtionischen oberflächenaktiven Mitteln der 55 von Pegelmessungen bestimmt, und zwar durch VerOberfläche von Schallplatten eine glatte Beschaffen- gleich des Pegels einer unbenutzten Schallplatte mit heit verliehen wird, wodurch es zu einer verringerten dem nach vielfachem Abspielen, wobei dieser Pegel bei Abnutzung durch das Spielen sowie einer herabge- ausreichender Umdrehungsgeschwindigkeit unter setzten Erzeugung einer elektrostatischen Aufladung einem bestimmten Nadeldruck des Tonabmehmers an kommt. Im allgemeinen bildet sich bei Verwendung 60 eigens dafür angefertigten Schallplatten mit endloser wäßriger Lösungen eines anionischen oberflächen- Rille oder an der Einführungsrille gewöhnlicher Schallaktiven Mittels ein Niederschlag. Die Bildung eines platten gemessen wurde.
Niederschlags kann jedoch durch Verwendung von .
Alkoholen als Lösungsmittel vermieden werden, und Beispiel 1
man erhält eine sehr schöne fleckenfreie Schallplatte. 65 100 Gewichtsteile eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Nachstehend werden die antistatischen Mittel auf- Mischpolymerisatpulvers mit einem durchschnittlichen geführt, die bei der vorliegenden Erfindung heran- Polymerisationsgrad von etwa 450, enthaltend etwa gezogen werden können: 12 bis 15% Vinylacetat, wurden mit einer Lösung,
enthaltend 0,3 Gewichtsteile Triäthanolamindilaurylphosphat (anionisches oberflächenaktives Mittel) und 0,4 Gewichtsteilen Stearamidopropyldimethyl - β - hydroxyäthylammoniumnitrat (kationisches oberflächenaktives Mittel) als antistatische Mittel, 1 Gewichtsteil Dibutylzinndilaurat als Harzstabilisator, 0,2 Gewichtsteilen Stearinsäure als formlösendes Mittel und 3 Gewichtsteilen Äthylalkohol als Lösungsmittel vermischt. Das Gemisch wurde auf 80 bis 900C erwärmt, um den Äthylalkohol zu verdampfen. So wurde ein zusammengesetzter Pulverkomplex erzielt Etwa 120 g dieses zusammengesetzten Pulverkomplexes wurden zwischen Gußformen eingebracht und dann bei normaler Temperatur unter einem Druck von etwa 150 kg/cm2 zu einer Tafel mit einem Durchmesser von 125 mm und einer Dicke von 10 mm geformt. Die Tafel würde bis auf etwa 140° C vorgewärmt, zwischen Matrizen eingelegt und sodann bei einer Höchsttemperatur von. 150° C unter einem Höchstdruck von 150 kg/cm2 zu einer Schallplatte mit einem Durchmesser, von 25,4 cm geformt. ' '.....
Der Oberflächenwiderstand dieser Schallplatte, gemessen zwischen zwei; 1 cm voneinander entfernten Punkten bei einer Lufttemperatur von 31 ° C und einer relativen Feuchtigkeit von 75% betrug etwa 108ß. Unter den gleichen Bedingungen betrug, die Potentialdifferenz, die an einem 2 cm von der Oberfläche entfernten Punkt gemessen wurde, Null im Normalzustand und weniger als —50 V nach zwanzigmaligem kräftigen Reiben mit Gaze.
Der Geräuschpegel der Schallplatte lag in den äußeren Rillen —51 db beim ersten Abspielen und —51 db nach 100 fächern Abspielen mit einem Tonabnehmer mit einem Nadeldruck von 10 g.
Wenn man 0,7 Gewichtsteile Triäthanolamindilaurylphosphat oder Stearamidopropyldimethyl-ß-hydroxyäthylammoniumnitrat als alleiniges antistatisches Mittel zusammen mit dem vorerwähnten Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulver dieses Beispiels zur Herstellung von Schallplatten in der gleichen Weise wie in diesem Beispiel verwendete, zeigten die so hergestellten Schallplatten bei der wie oben durchgeführten Prüfung eine Veränderung der Dynamik um 10 db bei der Wiedergabe eines Sinustons von 8 kHz bei einem Anstieg des Geräuschpegels um 5 bis 7 db.
Beispiel 2
Den gemischten Polymerisatpulvern von 50 Gewichtsteilen eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 450, enthaltend etwa 12 bis 15 % Vinylacetat und 50 Gewichtsteile eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 600, enthaltend 12 bis 15% Vinylacetat, wurde eine Lösung zugesetzt, die 0,5 Gewichtsteile Stearamidopropyldimethyl-/^hydroxyäthylammoniumnitrat (kationisches oberflächenaktives Mittel) und 0,2 Gewichtsteile Triäthanolamindilaurylphosphat (anionisches oberflächenaktives Mittel) als antistatische Mittel, 1 Gewichtsteil Dibutylzinndilaurat als Harzstabilisator, 0,2 Gewichtsteile Stearinsäure als formlösendes Mittel, 0,2 Gewichtsteile roter _ Azofarbstoff als Färbemittel sowie 5 Gewichtsteile Äthylalkohol als Lösungsmittel enthielt. Das erhaltene Gemisch wurde auf die gleiche Weise wie im Beispiel 1 verarbeitet, um daraus eine Tafel mit einem Durchmesser von 125 mm und einer Dicke von 10 mm zu formen. Die Tafel wurde bei etwa 140° C vorgewärmt, zwischen Matrizen eingelegt und bei einer Höchsttemperatur von 150° C unter einem Höchstdruck von 150 kg/cm2 zu Schallplatten mit einem Durchmesser von 25,4 cm geformt.
Nach hundertmaligem Abspielen der Schallplatte, unter einem Nadeldruck des Tonabnehmers von 10 g wurde weder eine Veränderung der Wiedergabe des Signaltons von 8 Kilohertz noch eine Zunahme des Geräuschpegels beobachtet.
B eispi el 3
Den gemischten Polymerisatpulvern von 60 Gewichtsteilen eines. VinylchlQrid-V.mylacetat-iVIischpoly-
_ merisatpulvers,.mit einem durchschnittlichen Polymeri-
i's satiorisgrad' von. etwa· 750 und einem Vinylacetatr Gehalt von etwa. 3%, und 40 Gewicntsteilen eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers mit einem' !durchschnittlichen- Polymerisatipnsgrad von
. etwa 400 ,und einem Vjnylacetatgehalt ,von etwa 12 bis 15%, wurde eine'Lösung zugesetzt, dieaus 0,2 Gewichtsteiien ^ Stearamidopropyldimethyl,-β - hydroxyäthylammoniumnitrat (kationis,ches oberflächenaktives Mittel) und 0,5 ,Gewichtsteilen Triathanolainindilauryl-'
,, phosphat (anipnisches oberflächenwirksarnes Mittel) als antistatische Mittel, 0,5 Gewichtsteilen -Dibutylzinndilaurat als Harzstabilisator, 0,5 Gewichtsteilen Stearinsäure als formlösendes Mittel und S1 Gewichtsteilen Äthylalkohol als Lösungsmittel bestand. Das Gemisch wurde auf die gleiche Weise wie im Beispiel 1 verarbeitet, um daraus eine Tafel mit einem Durchmesser von 125 mm und einer Dicke von 10 mm zu formen. Die so zubereitete Tafel wurde bei 170° C vorgewärmt, zwischen die Matrizen eingelegt und dann bei einer Höchsttemperatur von 170° C unter einem Höchstdruck von 170 kg/cm2 zu einer Schallplatte von 25,4 cm Durchmesser geformt.
Der Oberflächenwiderstand dieser Schallplatte, gemessen in einer Entfernung von 1 cm bei einer Lufttemperatur von 31° C bei einer relativen Feuchtigkeit von 75% betrug 106 bis 107ίλ Unter den gleichen Bedingungen betrug die Potentialdifferenz, die an einem 2 cm von der Oberfläche entfernten Punkt gemessen wurde, Null im Normalzustand und weniger als —50 V unmittelbar nach zehnmaligem kräftigem Reiben der Oberfläche mit Gaze.
Die Tonqualitätsprüfung dieser Schallplatte erbrachte das gleiche Ergebnis wie im Beispiel 1.
Beispiel 4
90 Gewichtsteilen eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von 600 und einem Vinylacetatgehalt von etwa 12 bis 15 % und 10 Gewichtsteilen eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 750 und einem Vinylacetatgehalt von etwa 3% wurde eine Lösung zugesetzt, die 0,5 Gewichtsteile Stearamidoäthyldimethyl-ß-hydroxyäthylammo- niumhydrochlorid (kationisches oberflächenaktives Mittel) und 0,2 Gewichtsteile einer Verbindung der allgemeinen Formel
CH3(CH2)m ·
wobei η = 6 ~ 8 und χ = 8 ~ 12 ist (nichtionisches oberflächenaktives Mittel) als antistatische Mittel.
1,5 Gewichtsteile Dibutylzinndilaurat als Stabilisator, 0,2 Gewichtsteile Stearylalkohol als formlösendes Mittel, 0,2 Gewichtsteile rotfarbiger Azofarbstoff als Färbemittel sowie 5 Gewichtsteile Äthylalkohol enthielten. Das erhaltene Gemisch wurde auf die gleiche Weise wie im Beispiel 1 behandelt, um daraus eine Tafel mit einem Durchmesser von 125 mm und einer Dicke von 10 mm zu formen. Diese Tafel wurde bei etwa 170 °C vorgewärmt, zwischen die Matrizen eingelegt und dann bei einer Höchsttemperatur von 1700C unter einem Höchstdruck von 160 kg/cm2 zu einer Schallplatte mit 24,5 cm Durchmesser geformt.
Der Oberflächenwiderstand dieser Schallplatte, gemessen in einer Entfernung von 1 cm bei einer Lufttemperatur von 23,5° C und einer relativen Feuchtigkeit von 65%, betrug etwa 108i3. Die Potentialdifferenz, die an einem 2 cm von der Oberfläche der Schallplatte entfernten Punkt gemessen wurde, betrug weniger als —3 V im Normalzustand und weniger als —100 V nach 60 maligem Reiben der Oberfläche auf die Dauer von 30 Minuten unter Verwendung eines mit 1 kg belasteten Gazestückes, dessen Fläche 3 · 3 cm aufwies. Demgegenüber zeigte eine Langspielplatte handelsüblicher Art Potentialdifferenzen von etwa —2000 V im Normalzustand und —5000 V, nachdem die Oberfläche auf die gleiche Weise, wie oben beschrieben, behandelt worden war.
Der Geräuschpegel änderte sich nach hundertmaligem Abspielen der Schallplatte nicht.
Beispiel 5
30 Gewichtsteile eines Vinylchlorid -Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 450 und einem Vinylacetatgehalt von etwa 12 bis 15 % und 70 Gewichtsteile eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisatpulvers mit einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 600 und einem Vinylacetatgehalt von etwa 12 bis 15 °/0 wurden in einem Mischapparat mit einer Lösung gemischt, die 0,4 Gewichtsteile Stearamidoäthyldimethyl - hydroxyäthylammoniumnitrat (kationisches oberflächenaktives Mittel), 0,15 Gewichtsteile Triäthanolamindilaurylphosphat (anionisches oberflächenaktives Mittel) und 0,2 Gewichtsteile von Verbindungen der allgemeinen Formel
CH2
O · (CH2 · CH2 · O)*H
wobei η = 6 ~ 8 und χ — 8 ~ 12 ist, (nichtionisches oberflächenaktives Mittel) als antistatische Mittel, 1 Gewichtsteil Dibutylzinndilaurat als Stabilisator, 0,1 Gewichtsteil Dodecylalkohol als formlösendes Mittel, 0,15 Gewichtsteile roter Azofarbstoff als Färbemittel und 5 Gewichtsteile Äthylalkohol enthielt. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 80 bis 90° C erhitzt und der Äthylalkohol abgedampft. Auf diese Weise wurde ein zusammengesetzter Pulverkomplex erhalten. g des zusammengesetzten Pulverkomplexes wurden zwischen Gußformen eingelegt und zu einer Tafel mit einem Durchmesser von 125 mm und einer Dicke von 10 mm geformt. Die Tafel wurde sodann bei etwa 1500C vorgewärmt, zwischen die Matrizen eingebracht und dann bei einer Höchsttemperatur von 1600C unter einem Höchstdruck von 150 kg/cm2 zu einer Schallplatte mit 25,4 cm Durchmesser geformt.
ίο Der Oberflächenwiderstand dieser Schallplatte, gemessen in einer Entfernung von 1 cm bei einer Lufttemperatur von 250C und einer relativen Feuchtigkeit von 50% betrug 107A, Unter geringfügig anderen Bedingungen (Lufttemperatur 23,5°C und relative Feuchtigkeit 65%) war die Potentialdifferenz, die in cm Abstand gemessen wurde, Null im Normalzustand und —30 V nach zwanzigmaligem Reiben der Oberfläche mit einem Baumwoll-Lappen.
Bei der Prüfung wie im Beispiel 4 nahm die Stärke des
ao Signaltons von 8 kHz nach hundertmaligem Abspielen um etwa 5 db ab, während sich der Geräuschpegel nicht veränderte.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung antistatischer Schallplatten aus Vinylchloridpolymerisaten oder Vinylchlorid- Vinylacetat-Mischpolymerisaten unter Zusatz antistatischer Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß als antistatisches Mittel eine nicht wäßrige Lösung von mindestens zwei miteinander verträglichen, an sich bekannten oberflächenaktiven Mitteln verwendet wird, von denen mindestens eines aus einem anionischen oder nichtionischen und das andere bzw. die anderen aus einem kationischen Mittel besteht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Vinylchloridpolymerisat oder Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisat ein Gemisch von Polymerisaten mit verschiedenem PoIymerisationsgrad, das mindestens 10 Gewichtsprozent von jedem Polymerisat enthält, verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf 100 Teile Polymerisat insgesamt 0,7 bis 0,75 Teile der antistatischen Mittel verwendet werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das nicht wäßrige Lösungsmittel für die oberflächenaktiven Mittel ein Alkohol ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung der oberflächenaktiven Mittel ein Formtrennmittel und/oder einen Harzstabilisator enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 610 512;
USA.-Patentschriften Nr. 2 540 981, 2 579 375;
680 080;
609 570/453 5.66 ® Bundesdruckerei Berlin
DET16780A 1958-11-27 1959-06-05 Verfahren zur Herstellung antistatischer Schallplatten Pending DE1217641B (de)

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