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Anordnung zur Kontrolle der Registerhaltung von Mehrfarben-Rotationsdruckmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Kontrolle der Registerhaltung von Mehrfarbenrotationsdruckmaschinen,
bei denen in der ersten Druckstufe zusätzlich zu dem entsprechenden einfarbigen
Bild mindestens ein Registerzeichen gedruckt wird, das fotoelektrisch abgetastet
und dessen Lage mit der Lage eines von der Stellung des zu bedruckenden Materials
in derselben Druckstufe abhängigen Zeichens verglichen wird, durch die eine Korrektur
durchgeführt wird, wenn die beiden miteinander verglichenen Zeichen voneinander
abweichen.
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Das Mehrfarben-Druckverfahren besteht bekanntlich darin, daß die einzelnen
Einfarbbilder nacheinander gedruckt werden, was das übereinanderdrucken der einzelnen
Einfarbbilder mit großer Genauigkeit bedingt, wenn ein einwandfreies farbiges Bild
erhalten werden soll. Insbesondere verwendet man bei Tiefdruckmaschinen eine Papierbahn,
die sich laufend aus einer Papierrolle abwickelt, eine erste Druckstufe durchläuft,
wo das erste Einfarbbild gedruckt wird, anschließend durch aufeinanderfolgende Druckstufen
gelangt, wo nacheinander die weiteren Einfarbbilder übereinandergedruckt werden,
und schließlich wieder auf eine Rolle aufgewickelt wird.
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Bekannte Verfahren zur Registerkontrolle arbeiten meist in der Weise,
daß die erste Druckstufe der Maschine neben dem entsprechenden Einfarbbild ein Einstellzeichen
mitdruckt, daß bei den einzelnen nachfolgenden Druckstufen dieses Zeichen durch
eine fotoelektrische Einrichtung abgetastet wird, die ein Signal über die Lage des
Papier in der jeweiligen Stufe abgibt, während ein dem Druckzylinder dieser Stufe
fest zugeordetes Gerät ein Zeichen über die Winkelstellung dieses Zylinders abgibt,
und daß schließlich eine Kontrolleinrichtung beide Informationen aufnimmt und sie
miteinander vergleicht, wodurch sie den Druckvorgang überwacht und erforderlichenfalls
einen Korrekturmotor für ein mechanisches Ausgleichsgetriebe einschaltet, damit
die Lage des Druckzylinders berichtigt wird. Eine derartige Einrichtung ist verhältnismäßig
kompliziert und kostpielig.
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Es ist bereits eine Registersteuerung von Mehrfarben-Rotationsdruckmaschinen
bekannt, bei der die übereinstimmung von auf der Druckbahn angebrachten Kennmarken
durch Fotozellen überwacht wird, die Passerimpulse abgeben, mit deren Hilfe das
Meßregister beseitigt wird. Da die Auswertung der Passerimpulse einen erheblichen
Aufwand erfordert, wird bei dieser bekannten Registersteuerung eine Röhrenkippschaltung
in Verbindung mit Umschalteinrichtungen vorgesehen, die eine rhythmische Vertauschung
der in die Röhrenkippschaltung gelangenden Passerimpulse und der von dort abgehenden
Steuerkommandos im Takt der aufeinanderfolgenden Impulspaare gewährleisten. Damit
wird erreicht, daß bei genau gleichzeitig eintreffenden Passerimpulsen das Steuerkommando
regelmäßig seine Richtung wechselt, so daß die Verstelleinrichtung in Ruhe bleibt.
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Ferner wurde ein Verfahren zur Kontrolle der Registerhaltung von Mehrfarben-Rotationsdruckmaschinen
bekannt, bei der eine von Hand oder automatisch zu betätigende Umschaltung eies
einzigen elektronischen Meßverstärkers auf die Abtaststellen für die einzelnen Farben
und eine optische oder akustische Anzeige des gemessenen Fehlers vorgenommen wird.
Die auf die Bahn gedruckten Registermarken werden hierbei durch lichtelektrische
Abtastköpfe an jedem Farbwerk mit Ausnahme des ersten kontrolliert.
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Schließlich ist auch eine Anordnung zur Kontrolle der Registerhaltung
von Mehrfarben-Rotationsdruckmaschinen bekannt, bei der nur ein einzige Gruppe von
Registeraufnahmegeräten vorgesehen ist, die je-
doch in ihrem Aufbau ebenfalls
verhältnismäßig kompliziert ist, weil mehrere Istwerttaster notwendig sind.
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Ziel der Erfindung ist es, eine Anordnung zur Kontrolle der Registerhaltung
von Mehrfarben-Rotationsdruckmaschinen zu schaffen, die in ihrem Aufbau einfach
und in ihrer Arbeitsweise zuverlässig ist. Insbesondere soll die Anordnung mit einem
einzigen
Istwerttaster versehen sein, der zyklisch arbeitet und
die Arbeitsverhältnisse in jeder Druckstufe nacheinander kontrolliert.
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Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß für alle Druckstufen
ein einziges Registeraufnahmegerät, bestehend aus einem Soll-Register-Taster und
einem Ist-Register-Taster, der am letzten Druckzylinder angebracht ist, sowie ein
einziges Vergleichsgerät verwendet und nacheinander auf die von den einzelnen Druckwerken
hintereinander auf die Bahn gedruckten Registermarken umgeschaltet wird, so daß
viele Korrekturgruppen wie Druckstufen minus eine und eine selbsttätig arbeitende
Umschalteinrichtung, die von einer Druckstufe auf die nächste umschaltet, vorgesehen
sind, und daß eine Speichereinrichtung die Impulse aus den vorausgehenden Zylindern
so lange speichert, bis die Vergleichsmarken den Taster passieren.
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. Die Umschaltung der Registeraufnahme- und Korrekturgruppe
von einer Druckstufe auf die nächste kann beispielsweise durch einen mechanischen
oder elektromechanischen Umschalter oder aber mit Hilfe einer elektronischen Einrichtung
erfolgen, bei der das Potential der Steuergitter bestimmter Röhren periodisch geändert
wird.
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Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist ein fotoelektrisches
Aufnahmegerät an einer Papierbahn vorgesehen, auf die die einzelnen einfarbigen
Bilder des zu druckenden Mehrfarbenbildes zusammen mit den Registermarken von mehreren
Druckzylindem aufgedruckt sind, ferner stellt ein magnetischer Impulsgeber jeweils
die Lage eines Druckzylinders fest, und eine Vergleichsvorrichtung für die von dem
Registeraufnahmegerät und der Speichereinrichtung abgegebenen Signale betätigt die
Korrekturorgane der einzelnen Druckzylinder nacheinander, wenn sie von der Umschalteinrichtung
beaufschlagt werden. Der Impulsgeber weist dabei vorzugsweise eine Magnettrommel,
einen Magnetkopf und einen Verstärker auf, und dem Verstärker wird ein Signal zugeführt,
dessen Amplitude proportional der Drehzahl des Hauptantriebsmotors ist.
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Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung besteht darin,
daß nur ein Abtastkopf vorhanden ist und daß damit zu Beginn des Druckvorganges
nur ein einziger Tastkopf eingestellt zu werden braucht. Dies ergibt für zahlreiche
Anwendungsfälle eine wesentliche Vereinfachung gegenüber bekannten Anordnungen und
eine größere Unempfindlichkeit.
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Die Erfindung wird nachstehend in Verbindung mit der Zeichnung erläutert.
Es zeigt F i g. 1 das Schema einer bekannten selbsttätigen Kontrolleinrichtung,
F i g. 2 das Schema einer ähnlichen Einrichtung, jedoch mit den erfindungsgemäßen
Verbesserungen, F i g. 3 ein Schema der Anordnung von Einstellzeichen auf
einer Seite der im Druck befindlichen Papierbahn, F ig. 4 das Schema des lichtelektrischen
Aufnahmegerätes, F i g. 5 das Schema des magnetischen Impulsgebers für die
Lage des Druckzylinders, Fig. 6 das Schema des Kontrollgerätes in einer bevorzugten
Ausführungsform, F i g. 7 eine schematische graphische Darstellung, in der
die Ausgangsspannung am Kontrollgerät dargestellt ist, F i g. 8 die schematische
Darstellung eines Schaltkreises, der dem Korrekturgerät zugeordnet ist, F i
g. 9 das Schema eines Schaltkreises, der die Urnschalteinrichtung betätigt,
F i g. 10 eine graphische Darstellung der Spannungen an verschiedenen Stellen
der Darstellung nach Fig. 9,
Fig. 11 eine schematische Darstellung
der Umschalteinrichtung, Fig. 12 eine graphische Darstellung des Spannungsverlaufes
an verschiedenen Stellen der Fig. 1
und Fig. 13 die Lage der Einstellzeichen
nach einer anderen Ausführungsform.
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Wie F i g. 1 zeigt, enthält eine Anordnung bekannter Art eine
Rolle Bl. aus der sich eine Papierbahn 1
abwickelt, die nacheinander unter
die Druckzylinder S" S, usw. der einzelnen Druckstufen kommt und schließlich
einer Aufwickelrolle B 2 zugeführt wird.
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Die einzelnen DruckzyEnder Sl, S2 usw. werden vom Hauptmotor
MP der Druckmaschine angetrieben; der Antrieb erfolgt für den Druckzylinder S, der
ersten Stufe direkt, während jeder weitere Zylinder über ein zwischengeschaltetes
mechanisches Ausgleichgetriebe D2 angetrieben wird, welches auch die Drehbewegung
eines Motors M, aufnimmt, der durch ein Kontrollorgan C, gesteuert wird.
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Gegenüber der vom Druckzylinder S2 kornmenden Papierbahn ist
ein lichtelektrisches Aufnahmegerät. TE2 angeordnet, während ein magnetischer Impulsgeber
TM2 mit dem Druckzylinder S2 gekuppelt ist. Die von den beiden Geräten TE2
und TM2 abgegebenen Signale gelangen zu der Vorrichtung C2, die sie miteinander
vergleicht und erforderlichenfalls den Motor M#, einschaltet und die Drehbewegung
des Zylinders S2 über das Ausgleichgetriebe D2 korrigiert.
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Da die Darstellung schematisch gewählt ist, sei darauf hingewiesen,
daß bei der Darstellung mechanischer Wellen ein Pfeil (bzw. ein Doppelpfeil) zur
Bezeichnung des Drehsinnes (bzw. der Drehsinne) hinzugefügt wurde; zwischen
C2 einerseits und TE2, TM2 und M2 andererseits bestehen elektrische Verbindungen.
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Nach der bekannten Technik muß mit Ausnahme der ersten Stufe für alle
Druckstufen je eine Kontrollgruppe C2, TE., TM2, M2 vorhanden sein.
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Mit der erfindungsgemäßen Anordnung erreicht man ein einfacheres Verfahren
der automatischen Kontrolle, indem ein einziger fotoelektrischer Abtastkopf sämtliche
Aufnahmen der gedruckten Zeichen und ein einziger magnetischer Abtastkopf die Aufnahme
der Lage von nur einem der verschiedenen Druckzylinder durchführt und schließlich
eine einzige Einrichtung die entsprechenden Phasen der durch diese beiden Aufnahmen
erhaltenen Zeichen vergleicht und die Korrekturwerke an beiden Druckzylindem betätigt,
mit Ausnahme des Zylinders, an dem die magnetische Messung erfolgt ist.
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Die in F i g. 2 schematisch gezeigte Anordnung gibt das Wesen
der Erfindung wieder. Die Bezeichnungen nach F i g. 1 sind soweit wie möglich
beibehalten; der Einfachheit wegen sind nur vier Druckzylinder dargestellt. Auch
irn Fall der F i g. 2 sind mechanische Wellen mit Pfeilen bezeichnet.
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Das Kontrollsysteru. TE, TM, C ist nur einmal vorhanden,
und es besitzt eine selbsttätig arbeitende
Umschalteinrichtung
S, die vorzugsweise elektronisch arbeitet. Die Wirkungsweise ist folgende:'
Es sei angenommen, daß es sich um eine Sechsfarbendruckmaschine handle. Jeder Zylinder
der ersten fünf Stufen druckt mit dem jeweiligen Einfarbplattenbild auch ein Registerzeichen
auf den Rand des Papierbogens hintereinander. Zuerst wird die Maschine von Hand
auf das Register eingestellt, so daß die einzelnen Einfarbbilder genau übereinandergedruckt
werden. Dann sieht der Bogen so aus, wie in F i g. 3 angedeutet; mit 2 und
3 sind dabei die Linien bezeichnet, die das Format begrenzen, d. h.
nach welchen der Bogen nach Beendigung des Druckvorganges beschnitten wird, während
4 den Mehrfarbendruck darstellt.
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Am Rand des Bogens sieht man die Registerzeichen Ic, lIc, II1c, IVc,
Vc, von welchen jedes einzelne die Lage einnimmt, in der es aufgedruckt wird, wenn
die Maschine richtig eingestellt und das Mehrfarbenbild einwandfrei ist.
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Wie bereits erwähnt, wird die Maschine von Hand eingestellt, worauf
der magnetische Impulsgeber TM mit dem fotoelektrischen Aufnahmegerät TE verbunden
wird, so daß dann, wenn die, Zeichen I c, II c,
IlIc, IVc, Vc an dem
Kopf TE vorbeilaufend eine entsprechende Information im magnetischen Speicherwerk
des Gerätes TM aufgenommen wird.
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Hier ist nun die Vorbereitungsphase beendet, und der eigentliche Betrieb
kann einsetzen.
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Die vom HauptmotorMP angetriebene Maschine bewirkt den Vorschub der
Papierbahn 1; jeder Zylinder S" S2, S" usw. druckt ein Bild
in der jeweiligen Farbe sowie das bereits erwähnte entsprechende Zeichen I c bzw.
II c, III c usw. ab.
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Ursprünglich befindet sich die Umschalteinrichtung S in der
Lage 1. Das erste Zeichen von jedem Bogen, also das Zeichen I c, wird von
dem Registeraufnahmegerät TE aufgenommen und von der Vergleichsvorrichtung
C mit dem ersten in der magnetischen Speichereinrichtung verglichen; erscheinen
beide Zeichen gleichzeitig, so bedeutet dies, daß sich das erste gedruckte Einfarbbild
gegenüber dem letzten in der gleichen relativen Lage befindet, die sie eingenommen
hat, als die Maschine mit der gewünschten Genauigkeit auf das Register eingestellt
wurde; die Vergleichsvorrichtung C gestattet es, dieses Verhalten festzustellen,
und es wird kein Steuerimpuls auf den Nebenmotor M, übertragen.
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Treten aber die beiden Zeichen nicht gleichzeitig auf, so stellt die
Vorrichtung C die Notwendigkeit einer Korrektur fest und wirkt über die Umschalteinrichtung
S, die sich in ihrer ersten Stellung befindet, auf den Motor M" so daß er
in dem einen oder in dem anderen Drehsinn anläuft; diese Drehbewegung von M, wird
über das Ausgleichgetriebe D, auf den Druckzylinder S, übertragen und bringt
ihn in die richtige relative Lage zurück. Sobald das erste Signal durchgelaufen
ist, wird die Umschalteinrichtung automatisch in die Stellung 2 gebracht.
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Es ist somit alles bereit, um den Vergleich zwischen dem zweiten Zeichen
Hc und dem entsprechenden zweiten magnetischen Signal vorzunehmen: Der Vorgang verläuft
hier nur insofern anders, als die eventuell erforderliche Korrektur - infolge
der Stellung der Unischalteinrichtung S - sich auf den Zylinder
S 2 auswirkt. Es erübrigt sich daher, die Beschreibung in bezug auf
die nachfolgenden Druckstufen zu wiederholen. Zusammenfassend ergibt sich somit,
daß die Anordnung gemäß der Erfindung während des Betriebes die Maschine bei jedem
Bogen überwacht, so daß die ersten fünf Einfarbbilder, die von den ersten fünf Stufen
der Druckmaschine gedruckt werden, sich genau in der gleichen relativen Lage in
bezug auf den Druckzylinder der letzten Stufe befinden, in der sie sich ursprünglich
nach der von Hand ausgeführten Einstellung der Maschine befunden haben, und daß
sie sich, wenn es erforderlich ist, einschaltet, um die Lage bei jedem der genannten
Zylinder zu korrigieren.
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Die elektrischen Stromkreise der erfindungsgemäßen Anordnung können
verschieden ausgestaltet sein. Als Beispiel wird ein Schema für jeden Stromkreis
wiedergegeben, das eine bevorzugte Ausführungsform darstellt, d. h., daß
ein Teilschema der verschiedenen Schaltungen dargestellt wird, die auf dem Gesamtschema
nach F i g. 2 abgebildet sind.
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a) Aufnahmegerät TE (F i g. 4) Es enthält eine Beleuchtungseinrichtung,
die aus einer Lampe L und einer Linse 0, besteht, welche das Licht aus der
Lampe konzentriert und auf dem Papier der Bahn 1 im Bereich der Zeichen
1 c, II c ...
lVc eine Lichtstelle hervorruft. Eine Fotozelle
E
nimmt über eine Linse 0, das von der Papierbahn 1
kommende
Licht auf und stellt beim Vorbeigleiten der Bahn die Zeichen fest.
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Das von der Fotozelle abgegebene Signal wird auf einen elektrischen
Verstärker übertragen, der die Röhren 5, 6, 7 enthält. An den mit
8, 9, 10 bezeichneten. Stellen treten Spannungsänderungen ein (der entsprechende
Kurvenverlauf ist #scheinatisch dargestellt).
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b) Impulsgeber TM (F i g. 5)
Er enthält eine magnetische
Trommel 11 bzw. eine Scheibe mit einer Mantelfläche aus magnetischem Material,
einen Magnetkopf 12 und einen Verstärker mit drei Röhren 13, 14,
15 und einem Ausgang im Punkt 16.
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Der Magnetkopf erfüllt drei Aufgaben. Er löscht die vorherige Aufnahme
auf der Magnettrommel, wozu die Wicklung des Magnetkopfes mit einer Gleichspannungsquelle
verbunden ist; er magnetisiert die Magnettrommel, wozu seine Wicklung zwischen die
Punkte 17 und 10 in F i g. 4 gelegt ist, und er gibt die auf
der Trommel aufgenommenen Signale ab, wozu seine Wicklung am Verstärker (F i
g. 5) bzw. am Gitterkreis der Röhre 13 angeschlossen ist.
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Die Amplitude des Signals, das der Magnetkopf der Trommel entnimmt,
ist von der Geschwindigkeit der Trommel abhängig, was eine Fehlerquelle darstellt.
Um diese Fehlerquelle auszuschalten, wird am Eingang der Röhre 14 ein Signal zugeführt,
das aus einem hier nicht dargestellten elektrischen Ferndrehzahlmesser stammt, dessen
Geschwindigkeit der Drehzahl des Hauptmotors MP (F i g. 2) verhältnisgleich
ist.
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c) Vergleichsvorrichtung C (F i g. 6)
Die Schaltung besteht
aus einem Zweig, der das Signal aus dem Aufnahmegerät TE verarbeitet, und aus einem
Zweig, der die Information aus dem Gerät TM verarbeitet. Jeder dieser beiden Zweige
umfaßt einen Rechteckspannungskreis (43), einen Kippschalter (44) und ein Integrierglied
(45); da die Ausgangsspannung
des letzteren dem Integral der Geschwindigkeit
der Maschine verhältnisgleich ist, ist sie für den Registerfehler in der Zeit, dem
Registerfehler in der Winkelstellung (oder räumlich ausgedrückt) ebenfalls verhältnisgleich.
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Der Zustand ist in F i g. 7 schematisch dargestellt, wo
A T der Fehler in Zeiteinheiten und AS der Lage,-fehler
ist.
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Die beiden Zweige sind miteinander so, verbunden, daß dann, wenn das
von TE abgegebene Signal (das an der Stelle 46 in die Schaltung eingeführt wird)
vor dem von TM abgegebenen Signal (das an der Stelle 47 in die Schaltung gelangt)
auftritt (d. h. wenn der Registerfehler in einer bestimmten Richtung liegt),
eine Ausgangsspannung am Integrator eines der beiden Zweige auftritt; im entgegengesetzten
Fall (d. h. wenn der Registerfehler in der anderen Richtung liegt) tritt
die Spannung am Integrierglied des anderen Zweiges (d. h. bei 49) auf.
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Steuergerät der Korrekturkreise (F i g. 8)
Der Ausgang des Integriergliedes
aus jedem Zweig der Vergleichsvorrichtung C wird dem Eingang 18
einer
Schaltung nach Fig. 8 zugeführt, der ün wesentlichen aus Thyratrons
19, 20, 21 usw. besteht, deren Anzahl gleich der Anzahl der Druckstufen
S., SV Ss usw. ist, mit Ausnahme der letzten, die mit S, bezeichnet
ist.
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DieEinschaltung jedes einzelnen dieserThyratrons bewirkt die Erregung
eines entsprechenden Relais Ral, Ra., Ra. usw., das den entsprechenden Korrekturmotor
Ml, M2, M, usw. (F i g. 2) stets in derselben Laufrichtung steuert.
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Eine ähnliche Schaltung ist für das Integrierglied des anderen Zweiges
vorgesehen, das die gleichen Korrekturmotoren in umgekehrter Laufrichtung betätigt.
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Zur Weiterleitung des Korrekturbefehls aus C auf die einzelnen
Stufen der Druckmaschine werden die Schinngitter der Röhren 19, 20, 21 usw.
verwendet.
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Wenn die Ausgangsspannung des Integriergliedes eines Zweiges den Wert
der negativen Vorspannung der Steuergitter der einzelnen Röhren 19, 20, 21
usw. übersteigt (dies ist jedesmal dann der Fall, wenn der Registerfehler einen
vorher -bestimmten Wert übersteigt), wird nur die Röhre leitend, deren Schirmgitter
Erdpotential aufweist, während die übrigen Röhren, die auf negativem Potential liegen,
gesperrt bleiben.
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Wenn ein bestimmtes Relais, z. B. das Relais Ra ,
eingeschaltet
wird, tritt eine (hier nicht dargestelltel) Verzögerungsschaltung in Tätigkeit,
die das Relais erregt hält und somit die Korrektur für eine bestimmte Zeitdauer
festhält.
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d) Umschalteinrichtung S
Diese besteht aus einer Rechteckspannungssehaltung
(F i g. 9) und einer eigentlichen Wählerschaltung (F i g. 11).
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Der Eingang in die Schaltung (F ig. 9) befindet sich im Punkt
ILO der Schaltung nach F i g. 4.
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Bei der Darstellung nach F i g. 10 sind die Spannungen der
einzelnen Punkte der Schaltung in Ab-
hängigkeit von der Zeit dargestellt,
die Kurve 28 stellt die Eingangsspannung dar (Punkt 22), die Kurve
29
die Spannung im Punkt 25, die Kurve 30 die Spannung im Punkt
26 und die Kurve 31 die Ausgangsspannung (Punkt 27). -Die verschiedenen
Kurven weisen einen periodischen Verlauf auf und die mit A
bzw. B bezeichneten
Zonen entsprechen dem Durchlaß eines auf dem Papier aufgedruckten Zeichens Ic, II
C usw.
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Aufgabe dieser Schaltung ist die Aussendung eines positiven Impulses
bei jedem auf dem Papier gedruckten Zeichen.
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Die eigentliche Wählerschaltung wird in F i g. 11
gezeigt. Sie
besteht aus mehreren Abschnitten, die einander gleich sind. Bei dem in der Figur
dargestellten Fall sind drei Abschnitte vorgesehen, die durch die Linien F-F, G-G
schematisch voneinander getrennt sind.
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.Der Eingang erfolgt bei Punkt 32, der mit Punkt
27 der F i g. 9 verbunden ist.
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Der Verlauf der Spannungen ist in F i g. 12 dargestellt.
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Die Kurve 33 stellt die Spannung des Eingangssignals dar, der
linke Abschnitt 34 ist die Eingangsflanke und der rechte Abschnitt 35 die
Ausgangsflanke.
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Die Kurve 36 stellt den Verlauf der Spannungen am Eingang der
Wählerschaltung dar, die Kurven 37,
38, 39 sind die Vorspanungen des
Schirmgitters der Röhren 19, 20, 21 (F i g. 8). Der Punkt 40, der
zum ersten Abschnitt gehört (F i g. 11), speist die Schirmgitter der Röhren
19 (jeweils in beiden Zweigen), der Punkt 41, der sich in entsprechender
Lage, jedoch im zweiten Abschnitt von F ig. 11 befindet, speist die Schirmgitter
der Röhren 2 usw.
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Hieraus ergibt sich, daß eine etwaige Integration durch das Integrierglied,
die von der Eingangsflanke des ersten Signals I c (im Fall eines Registerfehlers)
ausgelöst werden kann, nur die Einschaltung der Röhre 19 nach F i
g. 8 bewirkt, die in diesem Augenblick als einzige Röhre ein mit Erde verbundenes
Schirmgitter hat.
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Wenn aber die Integration durch die Eingangsflanke des zweiten Signals
llc hervorgerufen wird, tritt die Röhre 20 (Fig. 8) in Tätigkeit, deren Sähirmgitter
in dem Augenblick mit Erde verbunden ist.
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Dasselbe gilt auch für die übrigen Abschnitte. Die hier beschriebenen
Schaltungen sind lediglich Beispiele, wobei zahlreiche Ab- und Umänderungen
bei der Ausführung vorgenommen werden können, ohne daß der Rahmen der Erfindung
verlassen wird. Insbesondere kann die Konstruktion der in F i g. 2 schematisch
dargestellten Umschalteinrichtung sowohl elektronisch (wie soeben beschrieben) als
auch mechanisch oder elektromechanisch sein.
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Darüber hinaus kann das Verfahren auch folgendermaßen durchgeführt
werden (s. F i g. 13): Die erste Druckstufe der Maschine druckt auf den Rand
des Bogens ebensoviele Registerzeichen IA, IB, 1 C,
ID, IE, wie die
darauffolgenden Stufen sind. Jede Druckstafe druckt ein Registerzeichen, das mit
II, IH, IV, V bzw. VI angegeben wird. Die Druckzylinder sind so ausgebildet, daß
dann, wenn die Einfarbbilder genau nach dem Register übereinandergedruckt sind,
die oben angeführten Zeichen nebeneinander paarweise, ausgerichtet erscheinen, -d.
h. das Zeichen II genau neben dem Zeichen IA, das Zeichen III genau neben dem Zeichen
IB usw. (s. F i, g. 13). Am Ausgang der letzten Druckstufe werden die beiden
Zeichen jedes Zeichenpaares von einer Fotozellen-Aufnahmevorrichtung aufgenommen,
deren Signale auf den Eingang 46 bzw. 47
(F i g. 6) wirken
und somit am Ausgang 48 und 49 die gleichen bereits beschriebenen Vorgänge auslösen.