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Vorrichtung zum Befördern von Schokoladetafeln oder -riegeln Zusatz
zur Anmeldung: H 39336 XI/81 e -Auslegeschrift 1 199 692 Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Befördern von Schokoladetafeln oder -riegeln, die in ununterbrochener
Folge aus einer Austafel- oder Kühlvorrichtung in aufeinanderfolgenden Reihen quer
zur Förderrichtung nebeneinander austreten und einer Stapel- oder Weiterverarbeitungsstelle
zugeführt werden unter Verwendung eines die aufeinanderfolgenden Tafelreihen tragenden
Hauptförderers und von Zuteilorganen zum Überleiten der Tafelreihen vom Hauptförderer
auf einen Querförderer und zeigt insbesondere eine Weiterbildung der Einrichtung,
wie sie in der Hauptpatentanmeldung H 39336 XI/81 e (deutsche Auslegeschrift 1 199
692) unter Schutz gestellt ist.
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Bei der Vorrichtung nach dem Hauptpatent sind mehrere Querförderer
über einen gemeinsamen -Hauptförderer hinweggeführt, der die Tafelreihen auf Tabletts
liegend zubringt, wobei außerdem für jeden Querförderer eine die Tabletts erfassende
tJberhebevorrichtung aus beiderseits des Hauptförderers an endlosen, streckenweise
mit diesem mitlaufenden Ketten oder Bändern geführten Hubstempeln mit Greifern und
eine die Tafelreihen von den Tabletts entfernende Abstreifvorrichtung vorgesehen
ist.
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Die erfindungsgemäße Weiterbildung gestattet eine noch vollkommenere
Automatisierung des gesamten Betriebes und eine exakte Steuerung und Überführung
der einzelnen Tafelreihen nach bestimmten dafür vorgesehenen Verarbeitungsstellen,
wobei es jederzeit möglich ist, auch den gesamten auf dem Hauptförderer ankommenden
Tafelstrom nach der einen oder anderen Stelle hinzuleiten. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß die Überhebevorrichtung für die Greifer ihrer Hub stempel
zwei Steuerwege aufweist, die in Abhängigkeit von der Stellung einer gemeinsamen
Weiche den Verbleib der Greifer im Leerlaufweg oder den Übergang derselben in ihre
Arbeitsstellung, d. h. in den Übergabeweg, gestatten.
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Zweckmäßig ist eine Betätigungsvorrichtung für die Weiche in Verbindung
mit einem einstellbaren Kommandogerät für die Steuerung der Weiche im gewünschten
Arbeitstakt vorgesehen, so daß sich jederzeit einstellen und überwachen läßt, welche
der ankommenden Tabletts auf dem einen oder anderen Querförderer entleert werden
sollen. Andererseits sind für andere Zwecke mit einem Leerlaufweg versehene Transportbahnen
und steuerbare Weichenzungen bekannt gewesen, mit denen der Transportweg in bestimmte
Richtungen geführt werden konnte.
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Solche Einrichtungen lassen sich aber für die Belange der Schokoladetafelverpackung
nicht verwenden.
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Um eine vollständige Automatisierung und Ab-
sicherung der gesamten
Vorrichtung zu erreichen, ist vorteilhaft das Kommandogerät aus einzelnen, jedem
Arbeits- oder Schaltvorgang zugeordneten Schaltwalzen oder -scheiben und damit zusammenarbeitenden
Schaltrelais und Kontaktgebern gebildet und als Kommandogebereinheit für die Weichenbetätigung
und Weichenüberwachung sowie für den Antrieb der dem Hauptförderband zugeordneten
Querförderer und die Steuerung der Abstreifer ausgeführt. Ein von der Weichen- und
der Greiferstellung beeinflußter Schalter für die Ausschaltung des Kommandogerätes
verhindert, daß eine unerwünschte Weichenumschaltung während des Erfassens eines
Tabletts durch die Greifer erfolgt.
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Zweckmäßig bildet die gesamte Oberhebevorrichtung- mit der Tafelübergabe,
den Steuer- und Antriebsaggregaten und den Querförderern ein in sich geschlossenes,
selbständiges Aggregat, welches an jeder beliebigen Stelle des Hauptförderweges
anbringbar ist. Damit ist die Möglichkeit gegeben, durch Veränderung der Aggregateinstellung
und Anordnung die verschiedensten beiderseits des Hauptförderweges angeordneten
Weiterverarbeitungsstellen, beispielsweise Verpackungsmaschinen, mit Tafeln zu beschicken.
Vor jedem Aggregat ist zweckmäßig eine Kontrolleinrichtung zur Überwachung des Beschikkungszustandes
des Hauptförderers vorgesehen, welche das nachgeschaltete Aggregat bei etwaigen
Störungen
in der Beschickung des Hauptförderers ausschaltet.
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Der Erfindungsgedanke läßt die verschiedensten Ausführungsmöglichkeiten
zu. Eine davon ist in der Zeichnung wiedergegeben. Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht
eines Teiles des Hauptförderers mit zwei daran angeschlossenen Beschikkungsanlagen
für Verpackungsmaschinen oder Stapelstellen, F i g. 2 eine Draufsicht auf F i g.
1, Fig. 3 einen Schnitt durch die Anlage nach den Linien III-III durch F i g. 1,
F i g. 4 bis 5 einen Schnitt durch einen Greiferkopf in zwei verschiedenen Arbeitsstellungen.
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Der aus der Austafelvorrichtung oder dem Kühlschrank austretende
Hauptförderer besteht im wesentlichen aus einer Kettenanordnung 1, einem Transportband
od. ä. Die Tafeln 2 liegen, wie F i g. 2 zeigt, in Querreihen, beispielsweise jeweils
zu fünf Stück, auf Tabletts 3. An jeden Hauptförderer 1 können ein oder mehrere
Querförderer angeschlossen sein. Diese bilden jeweils mit den zugehörigen Übergabeorganen
ein in sich geschlossenes Aggregat. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei
solcher AggregateA und B vorgesehen, die jeweils nach einer Verpakkungsmaschine
fördern. In jeder Station A oder ß sind zwei Querförderer, beispielsweise Förderbänder
4 bzw. 4', vorgesehen, wobei das Förderband 4 beispielsweise zu einer Packmaschine
oder einer anderen Weiterverarbeitungsstelle führt, während das Förderband 4' nach
der anderen Seite wegführt und entgegengesetzt umläuft, so daß hierauf abgegebene
Schokoladetafeln nach einer Zwischenstapelstelle oder einer Reservepackmaschine
oder irgendeiner anderen Weiterverarbeitungsstelle gefördert werden. Die Förderbänder
4 und 4' laufen über Leit- und Antriebswalzen 5 bzw. 5', die in einem Lagergestell
6 bzw. 6' untergebracht und mit einem Antriebsmotor 7 bzw. 7' ausgestattet sind.
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Wie F i g. 3 zeigt, bildet jede Station A oder B mit den Querförderbändern
4 und 4' und deren Lagerungen sowie der später nöch zü beschreibenden Überhebe oder
Zusatzfördereinrichtung ein in sich geschlossenes Aggregat,7 welches an geeigneter
Stelle an das den Hauptförderer 1 aufnehmende Gestell 8 ansetzbar ist. Die noch'zu
beschreibende Oberhebeeinrichtung ist in ein'eni:Gehäuse9 untergebracht, welches,
die Querförderer 4 überdeckend, auf die Oberseite der Gestellwände aufgesetzt wird.
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Vor jeder Station Ä oder B ist ein -Kontrollgerät vorgesehen, welches'--den
Beschickungszustand des Hauptförderers 1 überwacht und die nachfolgende Station
A bzw. B in ihrem Betrieb ausschaltet, sobald beispielsweise auf dem Hauptförderer
1 mehrere Schokoladetafeln übereinanderliegen oder die Tafelreihen bzw. die Tabletts
verschoben oder ähnliche Störungen feststellbar sind. Solche Störungen werden dadurch
eine Kontrollperson behoben, worauf die nachfolgende Station A oder B wieder eingeschaltet
werden kann.
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Wie ersichtlich, laufen die Querförderbänder 4 und 4'parallel zueinander
dicht über den Hauptförderer 1 hinweg. Die auf dem Hauptförderer hintereinander
ankommenden Tabletts 3 mit den Schokoladetafeln 2 werden in bestimmter Auswahl und
bestimmtem Rhythmus durch die Überhebe- oder Zusatzfördervorrichtung aufgenommen
und auf die Querförderer entleert, so daß die Tafeln 2 in einer endlosen Reihe
hintereinander
auf dem Querförderband der Packmaschine zulaufen, so wie die F i g. 2 und 3 erkenne
lassen.
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Die Üb erhebevorrichtung bzw. Zusatzfördereinrichtung besteht im
wesentlichen aus zwei paralle] zueinander umlaufenden Ketten 10, die in Abständen
voneinander Schlitten 11 aufweisen, an denen Hubstempelführungen 12 angeordnet sind.
Die Ketten 10 laufen in lotrechten Ebenen oberhalb des Hauptförderers über entsprechende
Führungen und werden von Kettenrädern 13, die auf horizontalliegenden Achsen 14
sitzen, angetrieben. Die Ketten 10 laufen kontinuierlich um, entsprechend der Arbeitsgeschwindigkeit
des Hauptförderers 1.
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Die einzelnen Hubstempelführungen 12 bilden Buchsen, in denen sich
ein Hubstempel oder Stößel 15 längsverschiebbar führt. Jeder Hubstempel oder Stößel
hat an seinem innenliegenden Ende eine Kurvenrolle 16, mit der er sich in einer
Hubkurve 17 führt. Diese ist gemäß F i g. 4 so gestaltet, daß die auf ihrer Außenseite
je einen Greiferkopf 18 tragenden Hub stempel oder Stößel 15 in ihrer Führung 12
über die Querförderer 4 hinweg nach oben gezogen werden, so daß sie ungehindert
über die Querförderer 4 hinweglaufen. Im Innern eines jeden Greiferkopfes 18 ist
eine schwenkbare Greiferbacke 19 gelagert. Zu diesem Zweck bildet der Greiferkopf
18 eine querverlaufende Führung für eine Oreiferstange 20, die an ihrem äußeren
Ende ein Lagerstück 21 aufweist, in welchem eine Laufrolle 22 und die Schwenkachse
23 für die Greiferbacke 19 vorgesehen sind.
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Eine am Lagerstück 21 und dem Greiferkopf 18 angreifende Zugfeder
24 ist bestrebt, die die Greifer backe 19 und die Rolle 22 tragende Stange 20 in
den Greiferkopf einzuziehen. Für die Steuerung der Greiferbacke 19, d. h. für das
Öffnen und Schließen derselben, weist der Clreiferkopf 18 eine Nutkurve 26 auf,
in der sich eine Steuerrolle 27 führt, die ihrerseits von einem an der Greiferbacke
19 sitzenden Hebel getragen wird. Aus F i g. 5 ist ersichtlich, daß beim Ausfahren
der Stange 20 das Öffnen des Greifers 19 und beim Einziehen der Stange in den Greifer
kopf 18 das Schließen der Greiferbacken 19 bewirkt wird. Diese Steuerbewegung wird
durch Führungsbahnen 29 bzw. 30 bewirkt. -Die beiden Führungsbahnen 29 und 30 bilden
rundherumlaufende Leitflächen; an denen die Führungsrollen 22 der Greiferbacken
19 entlanglaufen.
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Dabei ist die Anordnung der Laufbahnen29 und- 30 so getroffen, daß
sich die außenliegende Bahn 30 über den-gesamten Bewegungsbereich der Hubstempel
bzw. Stößel hinwegerstreckt, d: h. die Bahn 30 bildet einen in einer lotrechten
Ebene liegenden, in sich geschlossenen ovalen Kranz (vgl. Fig.3). Die innenliegende
Lauffläche 29 hingegen erstreckt sich nur in dem unteren Bahnteil der Greifer, welcher
dicht oberhalb des Hauptförderers 1 liegt. Die Bahn 30 stellt den sogenannten Leerlaufweg
dar, denn sie erzwingt immer die Offenstellung der Greifer 19, wohingegen die parallel
dazu verlaufende Führungsbahn 29 den sogenannten Übergabeweg bildet. Wenn die Greiferrolle
22 unter Wirkung der Feder 24 an dieser Bahn 29 bzw. zwischen den beiden Bahnen
29 und 30 entlangläuft, so ist der Greifer 19 geschlossen.
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Der Einlauf der Greiferrolle 22 in die eine oder andere Bahn wird
durch eine am Anfang der Bahn 29 angeordnete Weiche 31 gesteuert. Die Betätigung
der Weiche erfolgt durch ein noch später zubeschreibendes
Kommandogerät.
Die die Greifer betätigenden Steuerungsmittel sind auf beiden Seiten des Hauptförderstromes
vorgesehen, weil die die Tafeln 2 tragenden Tabletts 3 an beiden Enden von den Greifem
19 gleichzeitig erfaßt werden müssen.
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Am Ende der Führungsbahn 29 ist wiederum eine Weiche 32 vorgesehen,
die aber frei in ihre Ausgangsstellung zurückfedert, um den Greiferrollen 22 den
Übergang von der innenliegenden Laufbahn29 auf die äußere Leitbahn 30 zu gestatten.
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Die Steuerung der einzelnen Elemente bzw. die Formgebung der Steuerkurven
17 und 29, 30 ist derart, daß gemäß F i g. 2 in der Station A jedes zweite der auf
dem Hauptförderer ankommenden Tabletts 3 nicht von den Greifern aufgenommen wird,
weil infolge der Stellung der Weiche31 die betreffenden Greiferrollen22 auf der
Außenbahn30 entlanglaufen, in der die Greiferbacken 19 geöffnet sind. In der Station
B hingegen sind die Weichen 31 so gestellt, daß die dort jenen Tabletts zubestimmten
Greiferrollen 22 in die innenliegende Bahn 29 eintreten, d. h. in die Obergabestellung
gelangen. Die Greifer 19 schließen sich und erfassen dabei das in ihrem Bereich
liegende Tablett 3 mit den daraufliegenden Schokoladetafeln, welches nunmehr vom
Hauptförderer 1 abgehoben und über die Querförderer 4 hinweggeführt wird. Je nachdem
ob die Packmaschine arbeitet oder nicht, wird die auf dem jeweiligen Tablett befindliche
Tafelreihe 2 auf den Querförderer 4 oder 4' abgelegt.
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Die zum Ablegen bzw. Abgeben der Tafelreihen erforderliche Einrichtung
besteht im wesentlichen aus einem Abstreifer 33, der von einem Gestänge 34 getragen
und mittels eines Elektromagneten 35 gesteuert wird. Es ist ersichtlich, daß beim
Einschalten des entsprechenden Elektromagneten 35 der über dem Band 4 oder der über
dem Band 4' liegende Abstreifer 33 in Tätigkeit tritt und beim Vorbeilaufen eines
Tabletts 3 die auf demselben liegenden Schokoladetafeln auf das Band 4 abstreift.
Nach der Entleerung laufen die Tabletts 3 infolge der Gestaltung der Hubkurve 17
wieder auf den Hauptförderer 1 zurück, worauf sich die Greiferbacken 19 öffnen und
die Tabletts hier ablegen. Der Umlauf der Greifer setzt sich dann in der vorherbeschriebenen
Weise wieder fort.
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Für die gesamte Steuerung der Anlage, also für die Betätigung des
Antriebs der Querförderer 4 wie auch für die Steuerung der Weichen 31 und der Abstreifer
33 bzw. für die Überbrückung der Weichensteuerung und der Abstreifersteuerung, ist
ein gemeinsames Kommandogerät vorgesehen. Dieses ist mit im Gehäuse 9 einer jeden
Station A oder B untergebracht und besteht aus einzelnen Schaltscheiben 36, die
je mit einem Schaltrelais bzw. Kontaktgeber 37 zusammenarbeiten. Wie aus F i g.
1 und 2 ersichtlich, sind fünf Schaltscheiben 36 und fünf Kontaktgeber 37 vorgesehen,
von denen einer die Weichensteuerung und der folgende die Weichenüberbrückung kontrolliert.
Der dritte Kontaktgeber schaltet das erste Querförderband 4 und der nächste das
zweite Querförderband 4', während der fünfte Kontaktgeber die Schaltung des vordersten
Abstreifers 33 übernimmt. Man kann einstellen, ob die Station A oder B oder beide
gemeinsam arbeiten sollen. Daraus ergibt sich für das Kommandogerät auch die Einstellung
dafür, welche Tabletts vom Hauptförderer abgehoben werden müssen und welche weiterlaufen.
Aus F i g. 1 ist er-
sichtlich, daß in Station A jeweils das erste, dritte, fünfte
usw. Tablett abgehoben wird, während das zweite, vierte, sechste usw. zur Station
B weiterläuft.
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Das Kommandogerät sorgt auch dafür, daß die Weichenumstellung nur
im richtigen Augenblick erfolgt und daß das die Tafelreihe aufnehmende Querförderband
4 bzw. 4' im Augenblick der Tafelübergabe stillsteht, damit die Tafeln bei der Übergabe
nicht verrutschen, was zu Störungen in der Packmaschine führen könnte. Ist die Packmaschine
nicht arbeitsbereit, so ist der zugehörige Abstreifer 33 ausgerückt, und es erfolgt
dann ein Abstreifen durch den folgenden Abstreifer 33 auf das Querförderband 4',
welches die Tafeln zu einem Zwischenstapler oder einer Reservemaschine führt.
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Die gezeigte Maschine gestattet es auch, verschiedene Tafelsorten
oder Tafelgrößen, die hintereinander auf dem Hauptförderer ankommen, auf die einzelnen
Stationen A und B zu verteilen. Ebenso ist es auch möglich, mehr als zwei Stationen
vorzusehen oder innerhalb jeder Station A oder B das eine Querförderband 4 nach
einer Packmaschine und das andere nach einer weiteren Packmaschine fördern zu lassen.
Das Kommandogerät sorgt für die ordnungsgemäße Verteilung der Tafeln auf das eine
oder andere Band in der einen oder anderen Station.