DE1216667B - Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von getrocknetem Fleisch in Form von Mehl oder Koernchen - Google Patents
Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von getrocknetem Fleisch in Form von Mehl oder KoernchenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
A23k
Deutsche KL: 53 g -4/02
Nummer: 1216 667
Aktenzeichen: K 42414IV a/53 g
Anmeldetag: 16. Dezember 1960
Auslegetag: 12. Mai 1966
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von getrocknetem Fleisch in
Form von Mehl oder Körnchen aus Tierkörpern oder Tierkörperteilen, wobei die zerkleinerten Ausgangsstoffe
auf höhere Temperatur erhitzt werden und anschließend das Fett und Leimwasser von den
Feststoffen getrennt wird.
Zum Herstellen von Fleischmehl ist es bekannt, Tierkörper oder Teile davon in größeren Stücken in
einen Aufschließapparat zu bringen. Die Ausgangsstoffe werden unter ständigem Rühren im Aufschließapparat
mehrere Stunden lang erhitzt, wobei sich durch Verdampfung des Fleischwassers und Erhitzung
auf etwa 130° C ein höherer Druck von etwa 3 at einstellt. Durch dieses lang andauernde Erhitzen
und Rühren zerfällt das Tierfleisch zu einem Brei. Nachdem das Fleisch völlig sterilisiert ist, wird der
entstandene Dampf abgelassen. Hierbei ist mit großer Vorsicht vorzugehen, damit nicht große Teile
des Fleischbreies mit dem Dampf aus dem Auf-Schließapparat herausgerissen werden. Nachdem der
Dampf abgelassen ist — ein Vorgang, der übrigens meist mit einer erheblichen Geruchsbelästigung der
Umgebung verbunden ist—, wird der im Aufschließapparat verbleibende Brei so lange weitererhitzt, bis
eine geröstete, im wesentlichen wasserfreie Masse entsteht. Das Tierfleisch wird also insgesamt mehrere
Stunden lang bei Temperaturen um 130° C behandelt. Die gelöste Masse wird anschließend in eine
Presse gebracht und das Fett von den Feststoffen durch Auspressen getrennt. Dieses Auspressen kann
jedoch erst dann erfolgen, wenn der Brei, wie oben erwähnt, sehr lange geröstet wurde. Durch das lange
Kochen und Rösten werden die Eiweißstoffe angeröstet und somit schwer oder nicht mehr verdaulich.
Der Nährwert des Fleischmehles ist dadurch stark herabgesetzt. Der Fleischcharakter geht völlig verloren.
Ferner fällt auch das ausgepreßte Fett dunkel an, so daß es nur noch schwierig bleichbar und verseifbar
ist.
Ähnliches trifft auch für ein anderes bekanntes Verfahren zu, bei dem ebenfalls Tierkörper und
Teile davon in einem dampfdicht verschließbaren Aufschließgefäß so lange durch Einwirkung von
Dampfwärme verkocht und eingedickt sowie durch ein Rührwerk homogenisiert werden, bis nach dem
Verdampfen des Wassers der dicke Brei nur noch 7 bis 9"/»Wasser enthält. Auch bei diesem Verfahren ist es erforderlich, Dampf abzulassen, was mit
einer Geruchbelästigung der Umgebung verbunden ist. Durch das lange Kochen und Eindicken des
Breies werden die Eiweißstoffe angeröstet und somit Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von
getrocknetem Fleisch in Form von Mehl oder
Körnchen
getrocknetem Fleisch in Form von Mehl oder
Körnchen
Anmelder:
Fritz Kirner,
Gersthofen bei Augsburg, Bauernstr. 1
Als Erfinder benannt:
Fritz Kirner, Gersthofen bei Augsburg
schwer oder nicht mehr verdaulich. Der aus dem Aufschließapparat austretende Brei wird über ein
Rüttelsieb geführt und hierbei ständig Wärme zugeführt, damit er auf der Schmelztemperatur des in
ihm enthaltenen Fettes gehalten wird. In einer Schubzentrifuge wird das Fett bis auf einen Restgehalt
von etwa 8% ausgeschleudert. Der Zentrifugenrückstand gelangt dann zu einer Kühlschnecke und
wird anschließend von Metallteilen befreit. In einer Hammermühle und in einer anschließend angeordneten
Schlagkreuzmühle müssen dann die Teile noch fein zerkleinert werden. Dieses Verfahren erfordert
also einen erheblichen technischen und auch einen großen Energieaufwand. Die Trocknung in dem Aufschließgefäß
geht nämlich verhältnismäßig langsam vor sich. Weiterhin muß Energie zugeführt werden,
damit der aus dem Aufschließgefäß austretende Brei auf Schmelztemperatur des Fettes gehalten wird.
Außerdem ist der Fettgehalt des Zentrifugenrückstandes verhältnismäßig hoch. Im übrigen kann dieses
Verfahren nicht kontinuierlich durchgeführt werden, denn nach dem Kochen muß der Dampf erst
langsam aus dem Aufschließgefäß abgelassen werden, und außerdem arbeitet auch die Schubzentrifuge
nicht kontinuierlich. Außerdem ist eine Kühleinrichtung erforderlich, die ebenfalls einen zusätzlichen
technischen Aufwand erfordert und außerdem störanfällig ist, da in ihr Teile der aus der Zentrifuge
austretenden, noch warmen Masse verklumpen und festldeben können.
Bei einem weiteren bekannten Verfahren zur Fleischmehlherstellung werden die Tierkörper oder
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-teile ganz in den Aufschließapparat gebracht und wie bei dem vorbesehriebenen Verfahren durch
mehrstündiges Erhitzen bei 130° C und darüber unter erhöhtem Druck zu einer breiigen Masse zerkocht.
Nach Ablassen des Dampfes wird die breiige Masse in eine Schälzentrifuge gebracht und dort das
Fett einerseits von den Feststoffen und dem Leimwasser andererseits getrennt. Dies hat zwar den Vorteil,
daß das Fett im wesentlichen unverfärbt anfällt, doch ist die weitere Trocknung des aus Fleischmasse
und Leimwasser bestehenden Breies zu Mehl außerordentlich schwierig. Bei der Erhitzung im Aufschließapparat
sind nämlich die in Fleisch und Knochen enthaltenen Leimstoffe ausgetreten, und zwar
geschieht dies bekanntlich etwa bei einer Temperatur von 70° C. Soll nun durch Trocknen das Wasser von
der Fleischmasse getrennt werden, so bleibt der Leimstoff an den Fleischteilchen zurück, und es
bilden sich große harte Klumpen, die nur schwierig aus der Trocknungsanlage entfernt werden können
und beim Vermählen die Zerkleinerungswerkzeuge beschädigen. Häufig kommt es sogar vor, daß sich
Kugeln bilden, die eine aus erhärtetem Leim bestehende Wand aufweisen und in deren Innerem sich
noch unter Druck stehender Fleisch-Wasser-Brei befindet.
Eine Schälzentrifuge besteht aus einer zylindrischen Trommel, die in rasche Rotation versetzbar ist. Bringt
man in eine solche Trommel den aus dem Aufschließapparat
kommenden, Fett, Wasser und Festteile enthaltenden Brei, so bilden sich entsprechend dem
spezifischen Gewicht der Stoffe drei Schichten aus. Die innerste Schicht besteht aus Fett. Diese ist
scharf gegen eine Zwischenschicht, die leimhaltiges Wasser enthält, abgegrenzt. In der äußersten Schicht
sammeln sich die schweren Festteilchen an. Es bildet sich zwischen der'Wasserschicht und der Festteilschicht
kein scharfer Übergang aus.
Vielmehr ist das Wasser an der Grenze zur Fettschicht klar und wird in Richtung auf die Trommelwandung
bzw. die Festteilschicht zu stetig trüber, d. h., sie ist me.hr und mehr mit feinen Festteilchen
angereichert. In der Schälzentrifuge schält man mittels eines Schälrohres, das man von innen her an
die Fettschicht heranbringt, das Fett aus. Dabei kann das Fett wegen der scharfen Grenze zur Wasserschicht
sehr sauber vom Wasser und den Feststoffen getrennt werden. Will man jedoch gleichzeitig mit
dem Schälrohr das gesamte leimhaltige Wasser abziehen, so ist dies nicht möglich, weil kein scharfer
Übergang von der Wasser- zur Feststoffschicht vorhanden ist. Man zieht daher entweder nur eine Teil
des Wassers ab, wodurch leimhaltiges Wasser in der Schälzentrifuge verbleibt und sich beim Anhalten der
Zentrifuge wieder mit den Festteilchen mischt, oder aber man zieht das gesamte Wasser mit den darin
enthaltenen feinen Feststoffteilchen ab, dann ergibt sich ein großer Verlust an Fleisch. Wenn man also
unter Verwendung einer Schälzentrifuge Fleischmehl herstellen will, dann ist man entweder gezwungen,
erhebliche Fleischverluste beim Schälen in Kauf zu nehmen, oder aber es ergeben sich erhebliche Schwierigkeiten
beim Trocknen der Fleischstoffe, da diese mit sehr viel leimhaltigem Wasser vermischt sind
und deswegen beim Trocknen verkleben. Aber selbst wenn man die Fleichverluste hinnimmt und den
verbleibenden Fleischrest, der im wesentlichen leimfrei ist, weitertrocknet, so ist dies bei in der Schälzentrifuge
ausgeschiedenem Fleisch nicht gut möglich, da sich in einer solchen Zentrifuge das Fleisch als
fest verbackene Schicht an der Wand ablagert, die nur unter erheblichen Schwierigkeiten abgelöst und
nicht ohne weiteres getrocknet werden kann. Die verbackenen Fleischklumpen müssen vielmehr vor
dem Trocknen nochmals zermahlen werden, was einen Mehraufwand an Arbeit und erforderlichen
Maschinen bedeutet.
ίο Bei einem ähnlichen bekannten Verfahren werden
Leimwasser und Fleischstoffe, nachdem das Fett in einer Schälzentrifuge entfernt wurde, wieder miteinander
in einem Rührwerk vermischt. Diese Masse soll dann auf einem Walzentrockner getrocknet
werden. Damit dies überhaupt möglich ist, muß die Masse verhältnismäßig dünnflüssig sein. Es ist dann
aber ein erheblicher Energieaufwand erforderlich, um das Wasser allein durch Verdampfung oder Verdunstung
zu entfernen. Im übrigen können schon
zo geringste Festteile, die auf die Walzentrockner gelangen, die Walzen selbst oder auch deren Schälmesser
beschädigen, so daß diese beiden Teile sehr reparaturanfällig sind. Im übrigen besteht ständig
die Gefahr, daß die aus dem Walzentrockner austretende Masse wieder verklumpt, falls sie nicht genügend getrocknet ist, oder weitere Feuchtigkeit hinzugelangt,
da sie noch große Mengen von Leim enthält.
Es ist ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Futtermehles aus Tierkörpern bekannt, wobei jedoch
kein trockenes Fleischmehl, sondern ein fleischhaltiger Brei gewonnen werden soll. Bei diesem Verfahren
werden zunächst die Ausgangsstoffe zu einer breiartigen Masse auf mechanischem Wege fein zerkleinert.
Dieser Brei wird dann zwecks Sterilisation kurzzeitig erhitzt und das Fett anschließend durch
Zentrifugen im Schälverfahren entfernt. Schließlich werden dem entfetteten Brei Zerealien u. dgl. zugesetzt.
Dieses Verfahren hat zwar den Vorteil, daß weder das Fett sich verfärbt noch daß die Eiweißstoffe
zu lange geröstet werden. Es kann jedoch auch mit diesem Verfahren kein Fleischmehl gewonnen
werden. Beim Zentrifugieren im Schälverfahren wird nämlich, wie oben bereits ausgeführt, nur das Fett
und ein Teil des leimhaltigen Wassers von den Feststoffen getrennt. Der zurückbleibende Fleischbrei
enthält deswegen noch viel leimhaltiges Wasser, so daß er wegen der Verklebungsgefahr nicht getrocknet
werden kann. Es handelt sich also bei diesem Verfahren nicht um die Fleischmehlherstellung, sondern
um die Gewinnung einer hauptsächlich als Fischfutter dienenden, noch feuchten Fleischpaste.
Außerdem ist es bekannt, bei der Verarbeitung von Tierkörpern oder Tierkörperteilen das Fett mit
Hilfe eines Lösungsmittels, beispielsweise mit Perchloräthylen oder Benzin, zu extrahieren. Hier macht jedoch
die Rückgewinnung des Lösungsmittels erhebliche Schwierigkeiten, so daß eine komplizierte Rückgewinnungsanlage,
die nur unter erheblichen Kosten betrieben werden kann, erforderlich ist. Ferner sind
die verwendeten Lösungsmittel gesundheitsschädlich und feuergefährlich.
Schließlich sind noch Verfahren zur Verwertung von Fischen und Fischabfällen bekannt. Hierbei
werden größere Teile zunächst in einem Zerreißwolf zerkleinert und dann bei einer Temperatur von etwa
70 bis 8O0C gekocht bzw. sterilisiert. Nach genügender
Sterilisation gelangt das Material in eine
Schneckenpresse, wo das Fett-Leimwasser-Gemisch ausgepreßt wird. Der hierbei entstehende Preßkuchen
muß anschließend in einem gesonderten Brecher zerkleinert werden. Dann wird das zerkleinerte Material
getrocknet. Dieses getrocknete Gut wird in einer weiteren Mühle fertiggemahlen. Die durch die
Schneckenpresse ausgepreßte Flüssigkeit wird zunächst durch ein Sieb gereinigt.
Eine weitere Reinigung der Flüssigkeit findet in einer Schneckenzentrifuge statt. Es sind also bei den
bekannten Verfahren außer dem Zerreißwolf zwei weitere Zerkleinerungsmaschinen und außer der
Schneckenpresse auch noch eine Schneckenzentrifuge erforderlich. Hierdurch werden nicht nur die Anlagekosten
teuer, sondern es ist auch ein erhöhter Energieverbrauch zu verzeichnen. Außerdem wird auch die
Verarbeitungsdauer verlängert. Entscheidend jedoch ist, daß sich dieses für die Verarbeitung von Fisch
und Fischabfällen geeignete Verfahren nicht zur Herstellung von getrocknetem Fleisch aus Tierkörpern
und Tierkörperteilen anwenden läßt. Ein Auspressen des Fett-Leimwasser-Gemisches mittels einer Schnekkenpresse
ist bei Fleisch- und Knochenteilen nicht möglich. Gekochte Fleisch- und Knochenteile bilden
eine breiige Masse, die sich nicht in einer Schneckenpresse verarbeiten läßt, da die Fleisch- und Knochenteile
infolge ihrer breiigen Beschaffenheit sofort sämtliche Öffnungen der Schneckenpresse verstopfen, so
daß ein Auspressen von Fett und Leimwasser unmöglich wird. Ferner ist zu erwähnen, daß die bei
der Fischverarbeitung übliche Kochtemperatur für die Verarbeitung von Knochen- und Fleischabfällen
nicht ausreicht, um diese aufzuschließen und zu sterilisieren.
Die Nachteile der bekannten Verfahren zum kontinuierlichen
Herstellen von getrocknetem Fleisch in Form von Mehl oder Körnchen aus Tierkörpern oder
Tierkörperteilen werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vermieden, indem zunächst die Ausgangsstoffe
in würfelförmige Stücke grob zerkleinert, dann in an sich bekannter Weise kurzzeitig, etwa 30 Minuten
lang, erhitzt werden, die Masse dann unter Kondensierung des Dampfes abgekühlt und in einer
Schneckenzentrifuge in wasserhaltige Feststoffe einerseits sowie Fett und Leimwasser andererseits kontinuierlich
getrennt wird und schließlich die in Form weicher schwammartiger Klümpchen anfallenden
Feststoffe auf einen Wassergehalt von etwa 5fl/o getrocknet
und gegebenenfalls zu Fleischmehl vermählen werden.
Infolge der nur kurzzeitigen Erhitzung bleiben sämtliche Eiweißstoffe in verdaulicher Form erhalten,
und das Fett verfärbt sich nicht, ist also leicht Weich- und verseifbar. Durch die Trennung der Feststoffe
von Fett und Leimwasser im Dekantierverfahren läßt sich eine vollständige Ausscheidung
des Leimwassers erreichen. Die fleischhaltigen Feststoffe sind also im wesentlichen leimfrei, so daß sie
ohne besondere Schwierigkeiten getrocknet werden können. Es ergibt sich also mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren ein trocknes, körniges Fleischmehl, das einen hohen Anteil an verdaulichem Eiweiß
enthält und daher sehr nahrhaft ist. Analysen haben einen Proteingehalt von 78°/» ergeben. Der
Fleischcharakter bleibt vollständig erhalten, so daß das anfallende Trockenfleisch bzw. Fleischmehl sehr
schmackhaft ist. Ferner ist die Wirtschaftlichkeit der zum Durchführen des Verfahrens erforderlichen Anlage
gegenüber dem bekannten Verfahren stark verbessert, da die Gesamtbearbeitungszeit von 4
bis 5 Stunden auf etwa 1 Stunde verkürzt wird.
An Stelle der bei der Fischverarbeitung üblichen Schneckenpresse wird nach vorliegender Erfindung
eine Schneckenzentrifuge zur Scheidung von Fleisch- und Knochenteilen von dem Fett-Leimwasser-Gemisch
verwendet. Eine solche Schneckenzentrifuge wurde bisher bei der Verarbeitung von Fisch lediglich zum
ίο Reinigen der durch die Schneckenpresse ausgepreßten
Flüssigkeit verwendet. Die direkte Anwendung einer Schneckenzentrifuge für die Scheidung von Fleisch-
und Knochenteilen von dem Fett-Leimwasser-Gemisch erschien Fachleuten bisher unmöglich. Die
is Anwendung einer solchen Schneckenzentrifuge würde
auch normalerweise nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen. Werden nämlich die Fleisch- und
Knochenteile zu klein zermahlen oder auch zu lange erhitzt oder beim Erhitzen zu stark umgerührt, so
ao zerfallen diese Teile so weit, daß sie sich nicht mehr richtig in einer Schneckenzentrifuge verarbeiten
lassen. Aus diesem Grund wird auch nach dem vorliegenden Verfahren vorgeschlagen, die Ausgangsstoffe
zunächst in würfelförmige Stücke grob zu zerkleinern und dann kurzzeitig zu erhitzen. Die Schnekkenzentrifuge
hat weiterhin den Vorteil, daß die Fleisch- und Knochenteile in lockerer Form anfallen,
so daß sie ohne Verwendung einer Mühle weiterverarbeitet werden können.
Der Ablauf des Verfahrens wird im folgenden näher beschrieben:
Als Ausgangsstoffe kommen Tierkörper oder Tierkörperteile in Frage, und zwar sowohl Fleisch als
auch Knochen, sowie Kadaver, Schlachthofabfälle, Konfiskate, Häute, Leimleder, Schabefleisch u. dgl.
Es sind nicht nur Warmblüter verarbeitbar, sondern auch Fische, wobei »Fleischmehl« im Sinne
vorliegender Erfindung mit »Fischmehl« gleichzusetzen ist.
Im ersten Arbeitsgang werden die Ausgangsstoffe beispielsweise mittels einer Zahnscheibenmühle zerkleinert.
Es entstehen dabei Würfel einer durchschnittlichen Größe von 1 bis 1,5 cm Kantenlänge.
Die zerkleinerten Stoffe werden nunmehr in einem Druckkessel auf etwa 120 bis 1300C erhitzt. Das
Material verbleibt dabei etwa 30 Minuten im Kessel, wodurch einerseits eine gewisse Auflösung und andererseits
eine vollständige Sterilisation erreicht wird.
Ist es nicht erforderlich, das Fleisch zu sterilisieren, dann genügt eine weniger lange Erhitzungszeit von
etwa 15 Minuten, und die Temperatur braucht 120 bis 130° C nicht zu erreichen.
Bei dem Erhitzen treten aus den Fleisch- und Knochenteilen sämtliche Leimstoffe aus, und zwar ist
dies bekanntlich bei einer Temperatur von etwa 7O0C der Fall. Die Masse besteht dann aus Festteilen,
die zwar noch in erheblichem Maße Wasser enthalten, wobei dieses eingeschlossene Wasser jedoch
leimfrei ist, ferner aus freiem, stark leimhaltigem Wasser und aus Fett.
Die sterilisierte Masse wird dann vorteilhafterweise in ein Kondensiergefäß geleitet und dort auf etwa
90° C abgekühlt. Hierbei kondensiert der beim Kochen entstandene Wasserdampf. Dadurch kommt
das Ablassen des Dampfes aus dem Druckkessel, das, wie oben erwähnt, besondere Vorsichtsmaßnahmen
erfordert, in Wegfall. Als Kondensiergefäß
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kann ein einfacher, mit einem von Kühlwasser durch- können auch unvermahlen in Form von Trocken-
flossenen Kühlmantel umgebener Kessel verwendet fleisch verpackt und geliefert werden.
werden. Das bei der Verarbeitung in der Schneckenzentri-
Die abgekühlte Masse wird daraufhin mit einer fuge anfallende Fett-Leimwasser-Gemisch wird in
Dosierpumpe kontinuierlich in eine Schnecken- 5 einen Separator oder Absetzkessel gebracht und Fett
zentrifuge gepumpt. Als Dosierpumpe muß eine und Leimwasser in an sich bekannter Weise von-
drehzahlunempfindliche Pumpe verwendet werden, einander getrennt. Das Fett kann dann in beliebiger
die auch bei Förderung groben Gutes störungsfrei Weise weiterverarbeitet, beispielsweise verseift wer-
läuft. Als zweckmäßig hat sich die Verwendung einer den. Für die Weiterverwendung des Leimwassers gibt
sogenannten Mohno-Pumpe erwiesen. io es mehrere Möglichkeiten:
Eine Schneckenzentrifuge besteht aus einer zweck- Das Leimwasser kann in ganz feinen Mengen auf
mäßig konischen Trommel, die in rasche Drehung die im Trocknen begriffenen fleischhaltigen Feststoffe
mit Drehgeschwindigkeiten von etwa 3000 U/min gesprüht werden. Hierbei muß jedoch für eine außerversetzt
werden kann. In der Trommel ist eine ordentlich feine Dosierung gesorgt werden, damit die
Transportschnecke angeordnet, deren Durchmesser 15 Feststoffe nicht nach Verdampfen des aufgesprühten
um weniges geringer ist als der Innendurchmesser Wassers durch den zurückbleibenden Leim verklebt
der Trommel und deren Kontur der Trommelkontur werden. Das Aufsprühen erfolgt erst zu einem Zeitangepaßt
ist. Die Schnecke wird ebenfalls in punkt, zu dem das Gut schon weitgehend getrocknet
Drehung versetzt, jedoch mit einer Drehgeschwindig- ist, so daß die Gefahr einer Verklebung der einzelnen
keit, die geringfügig von der Drehgeschwindigkeit der 20 Teilchen nicht mehr groß ist.
Trommel abweicht. Beide Stirnseiten der Trommel Das Leimwasser kann auch in an sich bekannter sind mit Auslaßöffnungen versehen. Die Öffnungen Weise einer neuen Charge, bevor diese erhitzt wird, in derjenigen Stirnwand, auf die die Schnecke zu beigefügt werden, besonders dann, wenn die Charge transportiert, sind an einem kleineren Durchmesser aus wasserarmen Ausgangsstoffen, wie z. B. Knochen, angeordnet als die Öffnungen in der entgegen- 25 besteht.
Trommel abweicht. Beide Stirnseiten der Trommel Das Leimwasser kann auch in an sich bekannter sind mit Auslaßöffnungen versehen. Die Öffnungen Weise einer neuen Charge, bevor diese erhitzt wird, in derjenigen Stirnwand, auf die die Schnecke zu beigefügt werden, besonders dann, wenn die Charge transportiert, sind an einem kleineren Durchmesser aus wasserarmen Ausgangsstoffen, wie z. B. Knochen, angeordnet als die Öffnungen in der entgegen- 25 besteht.
gesetzten Stirnwand. Bringt man nun in eine solche Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich nicht
Schneckenzentrifuge in der Mittelachse der Trommel nur zum Herstellen von Fleischmehl, das als Futterein
Flüssigkeits-Festkörper-Gemisch ein, dann lagern mittel dient; es kann vielmehr auch aus gesundem
sich die Feststoffe bei der Rotation infolge ihres Fleisch ein für die menschliche Ernährung brauchgrößeren
spezifischen Gewichtes an der Trommel- 30 bares Fleischmehl hergestellt werden,
wandung ab. Die Flüssigkeit bildet dagegen eine Ein weiterer Vorteil des Verfahrens bei dessen weiter innen liegende Schicht, deren Innendurch- Anwendung in einer Tierkörperverwertungsanstalt messer ein gewisses Maß nicht unterschreitet. Die besteht darin, daß das Reinigungswasser des Schlacht-Zufuhr wird so bemessen, daß der Flüssigkeitsspiegel hauses der Tierkörperverwertungsanstalt nicht mehr, auf der Innenseite der Flüssigkeitsschicht immer 35 wie bisher, in einer kostspieligen Kläranlage geaußerhalb der auf dem kleineren Durchmesser an- säubert zu werden braucht, sondern den nach dem geordneten Öffnungen der einen Stirnwand liegt. In- Verfahren zu behandelnden Ausgangsstoffen beifolge der Relativdrehung zwischen Trommel und gegeben werden kann. Durch die sorgfältige Tren-Schnecke werden die Feststoffe auf die eben er- nung der Feststoffe von Fett und Leimwasser in der wähnte Stirnwand zu transportiert, wobei sie sich an 40 Schneckenzentrifuge ergibt sich eine ausreichende der Stirnwand stauen und die Flüssigkeitsschicht »Klärung«.
wandung ab. Die Flüssigkeit bildet dagegen eine Ein weiterer Vorteil des Verfahrens bei dessen weiter innen liegende Schicht, deren Innendurch- Anwendung in einer Tierkörperverwertungsanstalt messer ein gewisses Maß nicht unterschreitet. Die besteht darin, daß das Reinigungswasser des Schlacht-Zufuhr wird so bemessen, daß der Flüssigkeitsspiegel hauses der Tierkörperverwertungsanstalt nicht mehr, auf der Innenseite der Flüssigkeitsschicht immer 35 wie bisher, in einer kostspieligen Kläranlage geaußerhalb der auf dem kleineren Durchmesser an- säubert zu werden braucht, sondern den nach dem geordneten Öffnungen der einen Stirnwand liegt. In- Verfahren zu behandelnden Ausgangsstoffen beifolge der Relativdrehung zwischen Trommel und gegeben werden kann. Durch die sorgfältige Tren-Schnecke werden die Feststoffe auf die eben er- nung der Feststoffe von Fett und Leimwasser in der wähnte Stirnwand zu transportiert, wobei sie sich an 40 Schneckenzentrifuge ergibt sich eine ausreichende der Stirnwand stauen und die Flüssigkeitsschicht »Klärung«.
nach innen zu durchwandern. Sie können dann durch Das erfindungsgemäße Verfahren wird im folgen-
die innerhalb des inneren Flüssigkeitsspiegels liegen- den nochmals an Hand der schematischen Zeichnung
den Auslaßöffnungen austreten. Die Flüssigkeit tritt beschrieben, in der
dagegen am anderen Ende durch die auf einem 45 F i g. 1 einen Gesamtüberblick über die zur Durch-
größerenDurchmesser angeordneten Auslaßöffnungen führung des Verfahrens erforderliche Anlage und
aus. Solche Schneckenzentrifugen sind bekannt und Fig. 2 einen schematischen Schnitt durch eine
handelsüblich und werden bislang hauptsächlich bei Schneckenzentrifuge darstellt,
der Abwasserklärung verwendet. F i g. 3 ein Schema einer anderen vollkontinuier-
Führt man in die Schneckenzentrifuge kontinuier- 50 liehen Anlage zum Durchführen des Verfahrens be-
lich die aus Festteilen, Fett und Leimwasser be- trifft.
stehende Masse ein, so lagern sich die fleischhaltigen In Fig. 1 ist 1 eine Mühle, beispielsweise eine
Festteile am Trommelumfang ab und werden, bevor __ Zahnscheibenmühle, in die bei A die Ausgangsstoffe
sie sich zu einer festen Schicht zusammenballen eingefüllt werden. In der Mühlei werden sie grob
können, durch die Schnecke ausgetragen. Dabei wird 55 zu Würfeln von 1 bis 1,5 cm Durchschnittskanteneine
vollständige Trennung der Feststoffe vom Fett länge zerkleinert und gelangen durch einen Auslaufund
vom Leimwasser erzielt. Die Feststoffe fallen in stutzen 2 in einen Kessel 3 mit einem Heizmantel 4.
Form weicher, schwammartiger Klümpchen an, die In diesem Kessel wird das Material erhitzt, und zwar
noch einen nicht unbedeutenden Prozentsatz an für etwa 30 Minuten auf eine Temperatur von
Wasser enthalten, wobei dieses Wasser jedoch leim- 60 130° C oder mehr, wenn eine Sterilisation erforderfrei
ist. lieh ist, oder für kürzere Zeit und auf eine niedrigere
Diese Klümpchen werden nun zweckmäßigerweise Temperatur, wenn eine Sterilisation nicht notwendig
auf einem endlosen Transportband getrocknet, bis ihr ist. In dem Kessel 3 ist zweckmäßig ein Rührwerk 5
Wassergehalt etwa 5°/» erreicht hat. Ein Verkleben angeordnet. Aus dem Kessel gelangt das auftritt
beim Trocknen nicht auf, da, wie erwähnt, die 65 geschlossene Gut zusammen mit dem beim Erhitzen
Feststoffe keinen Leim mehr enthalten. entstandenen Wasserdampf über eine Leitung 6, die
Schließlich werden die Feststoffe zu Fleischmehl mit einem Ventil 7 versehen ist, in ein Kondensiervermahlen
und in Säcke abgefüllt. Die Feststoffe gefäß 8. Dieses besteht aus einem einfachen, mit
einem Kühlmantel 9 versehenen Kessel. Dem Kühlmantel wird bei C Kühlwasser zugeführt und dieses
bei D abgeführt. In dem Kondensiergefäß 8 werden die Ausgangsstoffe auf etwa 90° C abgekühlt, so daß
der Dampf kondensiert. Eine Pumpe 10, zweckmäßigerweise eine Mohno-Pumpe, saugt die Stoffe
über die mit einem Ventil 11 versehene Leitung 12 und die Druckleitung 13 in dosierbaren Mengen in
die Schneckenzentrifuge 14. Diese Schneckenzentrifuge wird weiter unten an Hand der Fig. 2 noch
näher erläutert.
In der Schneckenzentrifuge 14 werden die fleischhaltigen
Festteile von Fett und Leimwasser getrennt. Fett und Leimwasser verlassen die Schneckenzentrifuge
bei E und gelangen von dort in einen Separator 15. Im Separator wird das Fett vom Leimwasser getrennt.
Die Feststoffe verlassen die Schneckenzentrifuge bei F und werden auf ein Trockenband 16 gebracht.
Sie haben hier die Form schwammartiger Klümpchen, die auf dem Trockenband auf einen Wassergehalt
von etwa 5% herabgetrocknet und in einer Mühle 17 zu Fleischmehl vermählen werden können.
Das Fleischmehl 18 wird mittels einer Füllschnecke 19 in Säcke gefüllt.
In F i g. 2 ist eine mögliche Ausführangsform einer Schneckenzentrifuge 14 dargestellt. Es ist hierbei
eine kegelstumpfförmige Trommel 20 verwendet, die in Rotation versetzt werden kann. In der Trommel
ist eine in ihrer Kontur der Trommelkontur angepaßte Transportschnecke 21 angeordnet, die ebenfalls
antreibbar ist, und zwar mit einer Drehzahl, die von der Drehzahl der Trommel 20 etwas abweicht.
In der Stirnwand 20 a der Trommel sind Auslaßöffnungen 22 angeordnet, die weiter von der Achse I-I
der Trommel entfernt sind als die am anderen Trommelende angeordneten Auslaßöffnungen 23.
In die Trommel werden von der Dosierpumpe 10 die Fett, Leimwasser und Festteilchen enthaltenden
Ausgangsstoffe hineingepumpt, wobei die Einführung in der Achse I-I erfolgt. Infolge der verschiedenen
spezifischen Gewichte lagern sich die Feststoffe 24 (in der Zeichnung gekörnt) direkt an
der Trommelwandung, Fett und Leimwasser 25 dagegen weiter innen ab. Infolge der Relativdrehung
zwischen Schnecke 21 und Trommel 20 werden die Feststoffe 24 im Sinne der Pfeile G transportiert und
verlassen die Schneckenzentrifuge durch die Öffnungen 23 bei F. Die Zufuhr der Stoffe wird dabei
so dosiert, daß der innere Flüssigkeitsspiegel 26 die Ausgangsöffnungen 23 nicht erreicht. Dagegen erreicht
er die Ausgangsöffnungen 22, so daß Fett und Leimwasser die Schneckenzentrifuge durch diese
Öffnungen bei E verlassen können. In der Schneckenzentrifuge findet daher eine saubere Trennung der
Feststoffe 24 einerseits von Fett und Leimwasser 25 andererseits statt.
Statt einer konischen Trommel 20 kann auch eine zylindrische Trommel verwendet werden, wobei die
Auslaßöffnungen 23 in der den Öffnungen 22 gegenüberliegenden Stirnwand und mit geringerem Abstand
von der Achse I-I als die Öffnungen 22 angeordnet sind.
Die Feststoffe werden dann von der Schnecke gegen diese Stirnwand transportiert, stauen sich
dort, durchdringen den Flüssigkeitsspiegel 26 nach innen zu und werden wiederum durch die Auslaßöffnungen
ausgepreßt.
In Fi g. 3 ist schematisch eine Anlage zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens abgebildet,
die vollkontinuierlich arbeitet. Mit der Anlage nach F i g. 1 übereinstimmende Teile dieser Anlage sind
mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Der Aufschließapparat der Anlage nach F i g. 1 ist bei der vollkontinuierlichen Anlage durch ein Aufschließrohr
27 ersetzt, durch das die Ausgangsmaterialien hindurchgepumpt werden. Dieses zweckmäßig
schlangenförmig gebogene Rohr weist eine Aufheizzone 28 auf, in der die Ausgangsstoffe auf
130° C bzw., wenn keine Sterilisation erforderlich ist, auf eine entsprechend niedrigere Temperatur erhitzt
werden. An die Aufheizzone schließt sich eine Sterilisationszone 29 an. Die sterilisierten Stoffe
werden über ein Regelventil 30 in ein Kühlrohr 31 gepumpt, in dem der entstandene Dampf kondensiert
wird. Von dort werden die Stoffe in die Schneckenzentrifuge 14 gebracht, und die Weiterverarbeitung
erfolgt in der gleichen Weise wie bei der Anlage nach il
Der Durchmesser und die Länge des Aufschließrohres sind so bemessen, daß die Stoffe 30 Minuten
lang in der Sterilisationszone verbleiben. Beim Übertritt von dem Kühlrohr 31 zur Schneckenzentrifuge
soll der Stoff eine Höchsttemperatur von etwa 90° C haben. Um die Einhaltung dieser Temperatur sicherzustellen,
kann im Eintrittsstutzen der Schneckenzentrifuge 14 ein Thermostat angeordnet werden, der
ein Regelventil 32 so steuert, daß die Stoffe mit der gewünschten Temperatur in die Schneckenzentrifuge
eintreten.
Es ist damit möglich, die Trockenfleisch- bzw. Fleischmehlherstellung vollkontinuieilich vorzunehmen,
was mit keinem der bisher bekannten Verfahren erreicht werden konnte.
Claims (4)
1. Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von getrocknetem Heisch in Form von Mehl oder
Körnchen aus Tierkörpern oder Tierkörperteilen, wobei die zerkleinerten Ausgangsstoffe auf höhere
Temperatur erhitzt werden und anschließend das Fett und Leimwasser von den Feststoffen getrennt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsstoffe zunächst in würfelförmige Stücke
grob zerkleinert, dann in an sich bekannter Weise kurzzeitig, etwa 30 Minuten lang, erhitzt werden,
die Masse alsdann unter Kondensierung des Dampfes abgekühlt und in einer Schneckenzentrifuge
in wasserhaltige Feststoffe einerseits sowie Fett und Leimwasser andererseits kontinuierlich getrennt
wird und schließlich die in Form weicher schwammartiger Klümpchen anfallenden Feststoffe
auf einen Wassergehalt von etwa 5% getrocknet und gegebenenfalls zu Fleischmehl gemahlen
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das beim Zentrifugieren anfallende
Fett-Leimwasser-Gemisch in Fett und Leimwasser getrennt und das Leimwasser während
des Trocknens der Feststoffe auf diese gesprüht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das anfallende Fett-Leimwasser-Gemisch
in Fett und Leimwasser getrennt und das Leimwasser in an sich bekannter Weise einer neuen, aus wasserarmen Ausgangsstoffen,
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wie z. B. Knochen, bestehenden Charge zugeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gekochte Masse unter
Kondensierung des Dampfes auf etwa 90° C abgekühlt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1094082; dänische Patentschrift Nr. 58 055;
Prospekt der Firma Schlotterhose & Co., 1955, S. 1 bis 4 und 12, 13.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 568/165 5.66 ® Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK42414A DE1216667B (de) | 1960-12-16 | 1960-12-16 | Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von getrocknetem Fleisch in Form von Mehl oder Koernchen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK42414A DE1216667B (de) | 1960-12-16 | 1960-12-16 | Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von getrocknetem Fleisch in Form von Mehl oder Koernchen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1216667B true DE1216667B (de) | 1966-05-12 |
Family
ID=7222742
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK42414A Pending DE1216667B (de) | 1960-12-16 | 1960-12-16 | Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von getrocknetem Fleisch in Form von Mehl oder Koernchen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1216667B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3212331A1 (de) * | 1982-04-02 | 1983-10-13 | Jörn E. 5205 St Augustin Karg | Leberaromapulver |
| DE3933479A1 (de) * | 1989-10-06 | 1991-04-18 | Walter Neumayer | Verfahren zum aufbereiten tierischer abfaelle aller art und seuchentierkoerper zu keimfreier endprodukte |
| EP2108266A1 (de) * | 2008-04-11 | 2009-10-14 | SNC Cornille | Verfahren zur Erzeugung von Eiweiß durch eine Behandlung von adipösem Gewebe |
| EP3660135B1 (de) | 2018-11-30 | 2025-03-19 | Alfa Laval Corporate AB | Verfahren zur herstellung eines fettarmen produkts und ein system zur herstellung eines fettarmen produkts |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1094082B (de) * | 1959-08-05 | 1960-12-01 | Franz Berndt | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Fett und Futtermitteln aus Tierkoerpern und Schlachtabfaellen |
-
1960
- 1960-12-16 DE DEK42414A patent/DE1216667B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1094082B (de) * | 1959-08-05 | 1960-12-01 | Franz Berndt | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Fett und Futtermitteln aus Tierkoerpern und Schlachtabfaellen |
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| FR2929807A1 (fr) * | 2008-04-11 | 2009-10-16 | Snc Cornille Snc | Procede d'obtention de proteines a partir d'un traitement de tissus adipeux |
| EP3660135B1 (de) | 2018-11-30 | 2025-03-19 | Alfa Laval Corporate AB | Verfahren zur herstellung eines fettarmen produkts und ein system zur herstellung eines fettarmen produkts |
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