DE1216411B - Bimetallschalter - Google Patents
BimetallschalterInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/12—Automatic release mechanisms with or without manual release
- H01H71/14—Electrothermal mechanisms
- H01H71/16—Electrothermal mechanisms with bimetal element
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H37/00—Thermally-actuated switches
- H01H37/02—Details
- H01H37/32—Thermally-sensitive members
- H01H37/52—Thermally-sensitive members actuated due to deflection of bimetallic element
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Thermally Actuated Switches (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES '/MTm* PATENTAMT
Int. Cl.:
HOIh
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 21c-40/05
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
L33734VIIId/21c
15. Mi 1959
12. Mai 1966
15. Mi 1959
12. Mai 1966
Bimetallschalter
Die bekannten Energieregler für elektrische Raumheizgeräte arbeiten nach dem Prinzip des Elektrohahns,
d. h. die Energiezufuhr zu den Verbrauchern erfolgt impulsmäßig. Die Verbraucher, die die
Wärmequelle bilden, werden also nach einem bestimmten Taktrhythmus an die Netzspannung angeschlossen
und wieder abgeschaltet. Die Zu- und Abschaltung der Verbraucher erfolgt dabei nach einem
früheren Vorschlag automatisch durch ein Arbeitsbimetall, das von einem Teil des Verbraucherstromes
beheizt wird und das auf den Schaltmechanismus einwirkt. Durch die Lage des Arbeitsbimetalls zum
Schalter läßt sich die Taktung des Schalters verändern, so daß eine stufenlose Temperaturreglung
möglich ist. Für die Energieregler wird auch eine Einrichtung gefordert, die eine Abschaltung der
Wärmequelle bewirkt, wenn die Raumtemperatur eine bestimmte Grenze übersteigt. Es sind daher
schon Übertemperaturauslöser vorgeschlagen worden, die in Abhängigkeit von der Raumtemperatur auf
den Schaltmechanismus des Reglers einwirken. Nach einem solchen Vorschlag wird ein Bimetall verwendet,
das einseitig fest eingespannt ist und mit dem freien Ende an dem Schaltmechanismus angreift. Das
Bimetall trägt eine Heizwicklung, die über ein Kontaktthermometer an eine Spannungsquelle gelegt
werden kann. Das Kontaktthermometer schließt bei einer bestimmten Temperatur den Stromkreis für die
Heizwicklung des Bimetalls, das durch seine Auslenkung den Schaltmechanismus betätigt und somit
den Verbraucher, d. h. die Wärmequelle, abschaltet. Die Beheizung des Bimetalls wird nach der Abschaltung
des Verbrauchers allerdings noch nicht abger schaltet, da die Raumtemperatur noch nicht wieder
unter die Schaltgrenze des Kontaktthermometers abgesunken ist. Das Bimetall krümmt sich also weiter,
d.h. es legt mit seinem freien Ende einen Weg zurück, der für die Schaltung verloren ist. Dieser Totweg
wird durch einen am Bimetallende federnd gelagerten Stößel aufgefangen. Es ist einleuchtend, daß
der Totweg nachteilig ist, denn einmal erfordert die federnde Lagerung des Stößels am Bimetallende verhältnismäßig
viel Aufwand und zum anderen Mal muß bei der Abschaltung der Bimetallheizung das Bimetall
diesen Totweg nochmals zurücklegen, bis es in der Lage ist, den Schalter zu betätigen. Es treten
bei solchen Anordnungen Abkühlungszeiten von mehreren Minuten auf, was besonders ungünstig ist,
weil schon das Absinken der Raumtemperatur unter die Abschaltgrenze des Kontaktthermometers gewisse
Zeit erfordert.
Diese Nachteile werden mit einem bekannten BiAnmelder:
Licentia Patent-Verwaltungs-G. m. b. H.,
Frankfurt/M., Theodor-Stern-Kai 1
Frankfurt/M., Theodor-Stern-Kai 1
Als Erfinder benannt:
Helmut Brand, Hameln
Helmut Brand, Hameln
metallschalter vermieden, bei dem ein Bimetall an
*5 seiner Befestigungsstelle mit einer einstellbaren, in
seiner Auslenkungsebene wirkenden Reibungskraft gegen die Befestigungsunterlage schwenkbar ist. Bei
Anwendung dieses bekannten Bimetallschalters auf den eingangs beschriebenen Energieregler ist allerdings
noch unbefriedigend, daß die Reibungskraft verhältnismäßig hoch gemacht werden muß, damit
der mit dem Bimetall zu steuernde Schaltmechanismus auch sicher betätigt wird. Die hohe Reibkraft
verhindert, daß das Bimetall bei Abkühlung wieder vollständig in seine gestreckte Lage zurückkehrt. Es
legt sich bei Abkühlung gegen einen Festanschlag und verdreht sich infolge der ihm innewohnenden
Federenergie gegenüber seiner Unterlage, jedoch bleibt eine Restkrümmung zurück, die bei erneutem
Temperaturanstieg eine sofortige Betätigung des Schaltmechanismus verhindert.
Die Erfindung betrifft einen Bimetallschalter mit einem beheizten Bimetallarm, insbesondere für Übertemperaturauslösung
bei Energiereglern für elektrische Raumbeheizung, bei dem der mit seinem
freien Ende auf einen Schaltmechanismus einwirkende Bimetallann an seiner Befestigungsstelle mit
einer einstellbaren, in seiner Auslenkungsebene wirkenden Reibungskraft gegen die Befestigungsunterlage
schwenkbar ist. Erfindungsgemäß ist zur Vergrößerung der am Schaltmechanismus wirksamen
Kraft und zur Erleichterung der späteren Streckung des Bimetallarmes in der Nähe der Befestigungsstelle
des Bimetallarmes eine an diesem angreifende Zugfeder vorgesehen, oder eine mit dem Bimetall verbundene
Platte und die Reibunterlage sind so leicht verdrillt, daß die Reibdruckfederung im Betätigungssinne ihre Kraft erhöht und im Rückstellsinn vermindert.
Bei dieser Anordnung braucht die Reibkraft nur geringfügig größer als die Betätigungskraft für den
Schaltmechanismus zu sein. Der bei Abkühlung auf-
609 568/406
tretenden Spannung wirkt die Zusatzkraft entgegen, so daß der Bimetallarm bei wieder einsetzendem Temperaturanstieg
nur noch geringen Kräften unterliegt.
An Hand der Zeichnung sei die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
In Fig. la und Ib ist die Bimetallbefestigung unter Verwendung einer Friktionsfeder dargestellt,
während die Fig. 2a bis 2c die Befestigung des Bimetalls mit Hilfe eines starren Reibungsteiles zeigen.
Die F i g. 3 zeigt eine weitere Befestigungsmöglichkeit.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 ist ein Bimetallarm 1, der eine nicht dargestellte Heizwicklung
trägt, an einer Lasche 2 befestigt, die einen Schraubbolzen 3 umfaßt. Die Lasche 2 ist fest mit
einer Friktionsfeder 4 verbunden, die dreiflüglig ausgebildet ist und mit den Flügelenden auf einer
Reibunterlage 5 aufliegt. Der Schraubbolzen 3 ist gegen die Unterlage 5 verdrehungssicher angeordnet,
indem er an der Lagerstelle der Unterlage vierkantig ao ausgebildet ist. An seinem oberen Teil ist er mit Gewinde
versehen, auf dem Muttern 6, 7 aufgeschraubt sind. Durch die Einschraubtiefe der Muttern wird die
Spannung der Friktionsfeder 4 bestimmt, d. h. die Kraft, mit der die Friktionsfeder mit ihren Flügelenden
auf die Unterlage 5 einwirkt, ist durch die Muttern einstellbar. Der Schraubbolzen ist im Reglergehäuse
befestigt und trägt somit sämtliche Teile. Der Bimetallarm 1 besitzt an seinem freien Ende einen
Stößel 8, der auf ein Betätigungsglied 9 eines nicht dargestellten Schalters einwirkt. Es ist außerdem
noch ein Festanschlag in Form einer Schraube 10 vorgesehen, die in einem Gehäuseansatz 11 gelagert
ist und durch eine Mutter 12 festgestellt werden kann. Die SchraubelO ist so eingestellt, daß im unbeheizten
Zustand des Bimetallarms der Stößel mit dem freien Ende an den Mechanismusteil 9 und mit der anderen
Seite an der SchraubelO anliegt. Der Bimetallarm steht unter der Wirkung einer Zugfeder 13, die in der
Nähe der Befestigungsstelle angreift und mit ihrem anderen Ende im Gehäuse angebracht ist. Die Spannung
der Friktionsfeder gegen ihre Unterlage ist so gewählt, daß die zwischen Feder und Unterlage bei
Verschwenkung auftretende, am freien Ende des Bimetalls wirksame Reibungskraft größer als die für die
Betätigung des Schalters nötige Kraft ist. Die Feder 13 wird so gewählt, daß die am freien Bimetallannende
hierdurch erzeugte Kraft kleiner als die Betätigungskraft für den Schalter ist. Es sei beispielsweise
angenommen, daß für die Betätigung des Schalters 500 g notwendig sind und daß die Zugfeder 13 am
Bimetallende eine Kraft von 300 g ausübt. Die Reibung der Friktionsfeder soll am Bimetallende mit
700 g wirken. Der Bimetallarm sei bis etwa 4000 g belastbar. '
Wird durch eine Übertemperatur die Heizwicklung des Bimetallarms an Spannung gelegt, so erfolgt
durch die einsetzende Erwärmung eine Krümmung des Bimetallarms, d. h. der Stößel 8 drückt gegen das
Betätigungsglied 9 und löst dadurch einen Schaltvorgang an dem Schalter aus, der die Wärmequelle für
die Raumheizung abschaltet. Da die Betätigungskraft für den Schalter kleiner als die durch die Reibung
der Friktionsfeder erzeugte Kraft ist, erfolgt die Auslösung
des Schalters, ohne daß die Friktionsfeder ihre Lage verändert. Das Betätigungsglied 9 ist nach Abschaltung
der Wärmequelle in die gestrichelt gezeichnete Lage übergegangen und ist an einem nicht dargestellten
Anschlag zur Anlage gekommen. Es wird von dem Stößel in dieser Lage gehalten. Da die Beheizung
des Bimetallarms fortdauert, krümmt sich der Bimetallarm auch weiter, d. h. es drückt mit dem
Stößel jetzt mit einer Kraft von 1000 g gegen das Betätigungsglied 9. Diese Kraft setzt sich aus dem Reibungsanteil
an der Befestigungsstelle, der 700 g beträgt und dem von der Zugfeder 13 stammenden Anteil
von 300 g zusammen. Der Bimetallarm geht bei Drehung der Friktionsfeder in Richtung des Pfeiles
14 in die gestrichelt gezeichnete Lage über. Der Totweg des Bimetallarms wird also durch eine Veränderung
seiner Befestigungslage kompensiert. Unterschreitet die Raumtemperatur die Abschaltgrenze des
Kontaktthermometers, so wird die Beheizung des Bir metallarms abgeschaltet, d. h., er beginnt sich allmählich
wieder zu strecken und gibt dabei das Betätigungsglied 9 frei, das unter eigener Federwirkung
nachfedert. Infolge des besonders starken Temperaturgefälles nach Abschaltung der Beheizung geht
die Streckung des Bimetallarms in der ersten Phase nach Abschaltung verhältnismäßig schnell vor sich,
so daß das Betätigungsglied sofort freigegeben wird, das seinerseits die Schließung des Schalters für die
Wärmequelle veranlaßt. Der Stößel legt sich mit seiner Rückseite auf das Ende der Schraube 10, die
jetzt als Abstützstelle für die Rückführung der Friktionsfeder dient. Bei der Streckung des. Bimetallarms
bewegt sich die Friktionsfeder in Richtung des Pfeiles 15 wieder in die Ursprungslage zurück.
Die Feder 13 soll die infolge der Reibung der Friktionsfeder an ihrer Unterlage auftretende Verformung
des Bimetallstreifens im Ruhezustand möglichst gering halten. Bei der Rückführung der
Friktionsfeder wirkt nämlich auf den sich am Festanschlag abstützenden Bimetallarm ohne die Feder
13 eine Kraft von 700 g, wenn die obengenannten Kraftverhältnisse zugrunde gelegt werden. Die am Bimetallarm
wirksame Kraft beträgt jedoch infolge der Wirkung der Feder 13 nur 400 g, da ja 300 g durch
diese Feder kompensiert werden. Die Feder sorgt also dafür, daß der Bimetallarm im Ruhezustand
weitgehendst entspannt ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 ist der Bimetallarm 1 an einem Winkel 16 angebracht,
dessen einer Schenkel durch eine leicht gekrümmte Platte 17 gebildet wird. Die Platte wird mit Hilfe
eines Schraubbolzens 18 an einer Unterlage 19 festgehalten. Der Schraubbolzen besitzt an seinem Gewindeteil
Muttern 20, 21, die die Platte 17 mit HiUe von Tellerfedern 22 an die Unterlage 19 andrücken.
Die Unterlage 19 ist ihrerseits mit HiKe von Schrauben 23 am Gehäuse befestigt. Wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach F i g. 1 besitzt der Bimetallarm an seinem freien Ende einen Stößel 8, der auf ein
Betätigungsglied 9 für einen Schalter einwirkt und nach der anderen Seite hin durch einen Festanschlag
in Form einer Schraube 10, die mit einer Mutter 12 am Gehäuse feststellbar ist, in seiner Bewegung begrenzt
wird. Die Platte 17 ist bei diesem Ausführungsbeispiel starr gebildet, jedoch hat sie dieselbe
Funktion wie die Friktionsfeder bei dem Ausführungsbeispiel nach Fi g. 1. Die Reibungskraft an der
Unterlage wird durch Veränderung der Tellerfederspannung eingestellt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 ist die Anordnung im wesentlichen dieselbe wie in F i g. 2,
jedoch sind hier die Platte 17 und die Unterlage 19
leicht verdrillt, so daß bei der Bewegung der Platte 17 auf der Unterlage die Tellerfedem in der einen
Bewegungsrichtung der Platte stärker und in der anderen Richtung weniger gespannt werden. Die Verdrillung
von Platte und Unterlage hat den Zweck, die durch die Reibung bedingte Verspannung des Bimetallarms
bei dessen Streckung weitgehend aufzuheben. Die Verdrillung wirkt also ähnlich, wie die
Feder 13 beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 1.
IO
Claims (1)
- Patentanspruch:Bimetallschalter mit einem beheizten Bimetallarm, insbesondere für Übertemperaturauslösung bei Energiereglern für elektrische Raumbeheizung, bei dem der mit seinem freien Ende auf einen Schaltmechanismus einwirkende Bimetallarm an seiner Befestigungsstelle mit einer einstellbaren, in seiner Auslenkungsebene wirkenden Reibungskraft gegen die Befestigungsunterlage schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vergrößerung der am Schaltmechanismus wirksamen Kraft und zur Erleichterung der späteren Streckung des Bimetallarmes (1) in der Nähe der Befestigungsstelle des Bimetallarmes eine Zugfeder (13) an diesem angreift oder eine mit dem Bimetall verbundene Platte (17) und eine .Reibunterlage (19) so leicht verdrillt sind, daß die Reibdruckfederung (22) im Betätigungssinn ihre Kraft erhöht und im Rückstellsinn vermindert.In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 306 568.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen609 568/406 5.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL33734A DE1216411B (de) | 1959-07-15 | 1959-07-15 | Bimetallschalter |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL33734A DE1216411B (de) | 1959-07-15 | 1959-07-15 | Bimetallschalter |
| GB3083260A GB896534A (en) | 1960-09-07 | 1960-09-07 | Improvements in and relating to bimetallic switches |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1216411B true DE1216411B (de) | 1966-05-12 |
Family
ID=25985235
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL33734A Pending DE1216411B (de) | 1959-07-15 | 1959-07-15 | Bimetallschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1216411B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2306568A (en) * | 1940-07-25 | 1942-12-29 | Jacob H Rubenstein | Quick breaking thermal relay |
-
1959
- 1959-07-15 DE DEL33734A patent/DE1216411B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2306568A (en) * | 1940-07-25 | 1942-12-29 | Jacob H Rubenstein | Quick breaking thermal relay |
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