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DE1215667B - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kaliumsulfat aus Kainit ueber Schoenit als Zwischenprodukt - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kaliumsulfat aus Kainit ueber Schoenit als Zwischenprodukt

Info

Publication number
DE1215667B
DE1215667B DEM50266A DEM0050266A DE1215667B DE 1215667 B DE1215667 B DE 1215667B DE M50266 A DEM50266 A DE M50266A DE M0050266 A DEM0050266 A DE M0050266A DE 1215667 B DE1215667 B DE 1215667B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stage
mother liquor
kainite
sulphate
schönite
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM50266A
Other languages
English (en)
Inventor
Michele Maggiore
Giacinto Veronica
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Montedison SpA
Original Assignee
Montedison SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Montedison SpA filed Critical Montedison SpA
Publication of DE1215667B publication Critical patent/DE1215667B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D5/06Preparation of sulfates by double decomposition
    • C01D5/10Preparation of sulfates by double decomposition with sulfates of magnesium, calcium, strontium, or barium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kaliumsulfat aus Kainit über Schönit als Zwischenprodukt Es ist bekannt, Kaliumsulfat aus Kainit in einem zweistufigen Verfahren zu gewinnen. Bei diesem Verfahren wird in einer Stufe a) Kainit mittels der in Stufe b) erhaltenen Sulfatmutterlauge bei einer Temperatur von vorzugsweise 25°C in Schönit umgewandelt, der in einer Stufe b) mit Wasser ausgelaugt wird, wobei Kaliumsulfat und eine Gleichgewichtslösung, die sogenannte Sulfatmutterlauge, erhalten werden. Letztere enthält das gesamte M9S04 und einen Teil des im Ausgangsmaterial enthalten gewesenen Sulfats. Günstigste Temperatur = 48'C.
  • Diese Lösung wird im allgemeinen zur Umwandlung des Kainits in Schönit gemäß a) verwendet.
  • Die aus der Umwandlung erhaltene, nicht weiter verwendbare Gleichgewichtslösung bildet die sogenannte Endmutterlauge, deren Kaliumgehalt, bezogen auf das Kainitkalium, dem Verfahren selbst verlorengeht.
  • Soll ein geschlossener Kreislauf der beiden Stufen a) und b) durchgeführt werden, so müssen die Menge und Zusammensetzung des nach a) gewonnenen Schönits konstant gehalten werden, damit die Menge der Sulfatmutterlauge im Kreislauf konstant bleibt, wobei natürlich Voraussetzung ist, daß die Zusammensetzung des eingeführten Kainits stets die gleiche ist.
  • Die für das befriedigende Arbeiten des obengenannten Kreislaufsystems notwendige Menge Sulfatmutterlauge scheint stets größer zu sein als die zur Umwandlung der im Kreislauf befindlichen Menge Kainit unbedingt notwendige.
  • Nimmt man z. B. 17 °/o K20 als Menge an, so sind die Gleichgewichtsbedingungen zwischen Stufe a) und Stufe b) die folgenden: eingebrachter Kainit . . . . . . . . . . . . . . . . 100 kg im Umlauf befindliche Sulfatmutterlauge bei 48'C ........................ 155 cm3 erhaltener 21°/oiger Schönit . . . . . . . . . . 125 kg Wird diese Schönitmenge mit Wasser bei 48°C behandelt, so erhält man wieder 155 cm3 Sulfatmutterlauge, womit der Kreislauf wieder aufgenommen wird. Diese 155 cm3 Sulfatmutterlauge könnten praktisch in der gleichen Reaktionszeit bedeutend größere Mengen Kainit, z. B. bis 155 kg, umwandeln.
  • Ofensichtlich wird in diesen Fällen eine größere Menge Schönit erhalten, wovon jedoch nur ein aliquoter Teil als Sulfat ausgelaugt wird, während das Gleichgewicht verschieden eingestellt sein muß. In Übereinstimmung damit nimmt die durch die Umwandlung erhaltene Menge Kainit K20 zu, während das Umwandlungsverhältnis abnimmt, was soviel bedeutet, daß mit ansteigender Ausbeute das gebildete K20 zur Schönitform hinüberwechselt, zuungunsten der wertvolleren K2S04-Form.
  • Alle diese Überlegungen werden durch das Gleichgewicht der Salzpaare:
    K2C12 -E- M9S04 -+- K2S04 -i- M9Cl2
    (vgl. I.d.ANS) darstellende Diagramm theoretisch bestätigt.
  • In der Praxis freilich kommen bezüglich der durch diese Diagramme festgelegten Gleichgewichtsbedingungen Abweichungen vor, und zwar in der Hauptsache deswegen, weil verkürzte Reaktionszeiten angewandt werden und die Ausgangs-, Zwischen- und Endprodukte niemals ganz rein sind.
  • Die Arbeitsbedingungen für die Umwandlung von Kainit entweder zu Sulfat oder Schönit -[- Sulfat werden in nachfolgender Tabelle als Funktion sowohl des prozentualen K20-Gehaltes des Kainits als auch der während der Umwandlung aufrechterhaltenen Temperatur beispielsweise dargestellt.
  • Als Beispiel seien die Werte der ersten Zeile betrachtet: 800 g Kainit (Kolonne 2) mit 17 °/o Gehalt an K20 (Kolonne 1) werden mit 1130 cm3 Sulfatmutterlauge behandelt (Kolonne 3), die bei 40°C gemessen wurden; die Umwandlung erfolgt bei 25°C (Kolonne 4) und ergibt 950 g Kolonne 5) Schönit mit einem Gehalt an K20 von 210/0 und 1085 cm3 Schönitmutterlauge (Kolonne 7), die 29,5 g/1 K20 (Kolonne 6) .aufweist. Von dem. erzeugten Schönit werden 880 g entnommen (Kolonne 8) und mit H20 ausgelaugt, wobei 30 g KZS04 (Kolonne 9), die 50 % K20 enthalten, und ferner 500 cm3 Sulfatmutterlauge erhalten werden. Der Gehalt an Kz0, in Gramm ausgedrückt, in den verschiedenen traktionen ist: 136 g im Ausgang Aüsgangskainit (Kolonne 10), 14 g im verbliebenen Schönit (Kolonne 11), 90 g im hergestellten KZS04 (Kolonne 12) und 32 g in der Abfall-Lösung (Kolonne 13).
  • Die Gesamtausbeute an K20 als KZS04 beträgt (14 + 90) : 136 = 6601, (Kolonne 14).
    Sulfat- Schönit-
    Kainit mutter- Schönitbildung (Stufe 1) Auslaugung Gramm K20 im K20-Aus-
    lauge (Stufe 2a) beute in 0/0
    Schönit Schönit- Schönit
    0/0 400 C ö 21% mutterlange 21% KZS 04 Schönit Kalium-
    9 g cm 3 C K20 g/1 K20 50 /0 g Kaiamt für Sulfat Abfall als K2S04
    g K20 cm 3 g K20 Stufe 2b
    1 2 3 4 5 6
    7 8 9 10 11 12 13 14
    17 800 1130 25 950 29,5 1085 880 30 136 14 90 32 66
    17 500 750 2,3 628 30 732 604 116 85 5 58 22 68
    17 375 450 40 435 38 400 350 64 63,7 16,5 32 15,2 50,2
    17 500 750 40 595 38 750 595 113 85 0 56,2 28,5 66,5
    16 347 400 25 390 30,9 350 310 56,4 55,5 16,5 28,2 10,8 il.
    16 256 400 25 315 31,3 385 315 57.,8 41 0 28,9 12,1 70,5
    16 347 400 35 377 34 392 310 56,4 55,5 14 28,2 13,2 51
    16 300 390 35 338 35,5 370 305 56 48 6,9 28 13,1 58,3
    15 247 450 40 362 43 409 355 66 52 1,4 33 17,6 63,5
    15 320 450 40 340 44 410 340 60 48 0 30 18 62,5
    In der Tabellenkolonne »Auslaugung<c ist diejenige Schönitmenge angegeben, die notwendig und ausreichend ist, um das in jedem Arbeitsgang bei 48°C verbrauchte Volumen Sulfatmutterlauge wiederherzustellen.
  • Es ist zu beobachten, daß 1. die Ausbeute der Umwandlung zu K2S04 oder KZSO4 + Schönit zunimmt, wenn Umwandlungstemperatur und Kainittiter abnehmen; 2. bei gleichen Temperatur- und Titerb6dingungen die niedrigste Gesamtausbeute erhalten wird, wenn nur Sulfat hergestellt wird; die Ausbeute liegt günstigstenfalls bei etwa 71 (16°/o Kainit, Umwandlungstemperatur = 25°C); 3. dagegen die höchste Gesamtausbeute erzielt wird bei niedrigstem Verhältnis KZS04: Schönit.
  • Ein einfacher Weg, um das im Schönitüberschuß enthaltene K20 ebenfalls in K2S04 umzuwandeln, wäre der, diesen Schönit in Wasser zu lösen, darauf Kalium als Syngenit (K,S04 - CaS04 - 3 H20) oder als Pentasulfat (K,S04 - 5 CaS04 - H20) auszufällen und es hernach als verdünnte KZS04-Lösung wiederzugewinnen, indem man den Syngenit (oder das Pentasulfat) bei 50°C mit der Wassermenge wäscht, die der normale Kreislauf in der Schönit-Auslaug-Stufe beansprucht.
  • Aber selbst dann würde keine wesentliche Zunahme der Gesamtausbente bei der Umwandlung zu K2S0 erreicht werden, weil ein weiterer Verlust das K20-Gleichgewicht belasten würde: Die mit Syngenit im Gleichgewicht befindliche 25 g je Liter K20 enthaltene Lösung, die dem Verfahren verlorengeht. Es wurde nun gefunden, daß die - bezogen auf die zum Kreislaufverfahren Umwandlung -Auslaugung erforderliche - überschüssige Schönitmenge in dei festen Phase mit Calciumsulfat reagieren kann und Syngenit und/oder Pentasulfat ergibt in der gleichen Mutterlauge, mit der der Schönit nach beendeter Umwandlung im Gleichgewicht ist.
  • Ferner wurde gefunden, daß innerhalb der praktisch möglichen der Reaktionszeiten K20-ärmere, mit der praktisch schönitfreien Syngenitkristallphase im Gleichgewicht befindliche Lösungen durch Anwendung hoher Arbeitstemperaturen, z. B. 35 bis 40°C erhalten werden. Das bedeutet, daß die Menge gebildeten Calcium-Kahum-Doppelsulfats mit der Temperatur mehr ansteigt als die Kaliumgleichgewichtskonzentration der flüssigen Phase, so daß innerhalb der praktischen Kontaktzeiten, 2 bis 3 Stunden, Resultate erzielt werden, die zu den theoretisch erwarteten - daß bei sehr langen Reaktionszeiten mit dem allmählichen Anstieg der Temperatur mit K20 angereicherte Gleichgewichtslösungen erhalten werden -im Gegensatz stehen.
  • Außer dem festen Schönit nimmt auch die Schönitmutterlauge selbst an der Ausfällung von Calcium-Kalium-Doppelsulfat teil, wenn, wie üblich, die Schönitmutterlauge, die einen höheren K20-Gehalt aufweist, als in Gegenwart einer Syngenitkristallphase zulässig ist.
  • Die K20-Gewinnung ist infolgedessen höher, als dem festen Schönit entspricht. Die Grenze der zu erreichenden Gesamtmenge ist durch den Umstand gegeben, daß das ganze mit CaS04 ausgefällte Kalium wieder in Umlauf gebracht werden muß, in der Zersetzungsstufe 3 als durch warmes Auswaschen (50 bis 70°C) des Syngenits erhaltene verdünnte K,S04-Lösung unter Verwendung nur der für die normale Auslaugphase 2a erforderlichen Wassermenge, wobei dem Umstand Rechnung zu tragen ist, daß innerhalb der genannten Temperaturgrenze das Auswaschen des Syngenits zu Lösungen mit einem Gehalt von 30 g K20 je Liter in Form von K,S04 führt.
  • Gemäß vorliegender Erfindung besteht das Verfahren zur Umwandlung von Kainit ausschließlich zu Kaliumsulfat aus folgenden Hauptstufen: a) Umwandlung von Kainit bei 35 bis 40°C mit der Sulfatmutterlauge (vgl. nächste Stufe) und Gewinnung von Schönit und der entsprechenden Mutterlauge (Schönitmutterlauge); b) Auslaugen eines Teils des in Stufe 1 erhaltenen Schönits mittels aus Stufe 3 stammender schwacher K,S04-Lösung, wobei festes K2S04 und die in 1 verwendete Sülfatmutterlauge erhalten werden (Stufe 2a); c) Behandlung einer aus in 1 erhaltenen Schönitmutterlauge und in 2a nicht verwendeten Schönits bestehenden Suspension mit CaS04 in Gegenwart von vorgebildeten Syngenitkristallen, um die Ausfällung des Calcium-Kalium-Doppelsulfats zu beschleunigen (Stufe 2b). In dieser Stufe wird die Abfall-Lösung des Verfahrens erhalten, die den niedrigsten K20-Gehalt (etwa 27 g je Liter) bei relativ hohen Temperaturen aufweist; d) Waschen des in 2b erhaltenen Syngenits mit dem für die Stufe 2a erforderlichen heilen Wassers (Stufe 3). Auf diese Weise wird festes Calciumsulfat erhalten, das wiederverwendet werden kann, ferner eine in 2a zu verwendende, 50 g K2S04 und 2 g CaS04 je Liter enthaltende Lösung. Die so in Stufe 2a eingeführte absolute Menge K,.S04 wird vollständig wieder ausgefällt und gesellt sich zu dem durch die normale Auslaugung des Schönits erhaltenen Kaliumsulfat. Der kleine Prozentsatz an CaS04 beeinfiußt das Auslaugeverfahren in keiner Weise. Die Vorteile des vorstehend beschriebenen Verfahrens, gegenüber den bekannten Umwandlungs-Auslaugungs-Verfahren, bestehen hauptsächlich in: 1. einer höheren Ausbeute an aus Kainit durch Umwandlung erhaltenen Kaliumsulfat; 2. einem höheren Temperaturgefälle in der Umwandlungsstufe (35 bis 40°C gegenüber 23°C), daher geringere Kosten für Abkühlung der Sulfatmutterlauge die immer bei der optimalen Temperatur von 48°C erhalten werden; 3. befriedigenden Umwandlungsausbeuten, auch bei Verwendung von Kainit mit einem Titer von weniger als 17 °/o; 4. Verarbeitung kleinerer Stoffmengen pro Einheit umgewandelten Kainits, da, verglichen mit dem normalen Cyclus, ein kleineres Verhältnis Sulfatmutterlauge zu Kainit erhalten wird; 5. höhere MgS04-Konzentration in der Schönitmutterlauge bis zur theoretischen Sättigung nach der Reaktion:
    K,S04 - MgS04 - 6 H20 + CaS04 - 2 H20
    > Schönitmutterlauge
    K,S04 - CaS04 - 3 H20 + M9S04 - 7 11,0
    (fest) (Lösung)
    So erhält man eine höhere Ausbeute an kristallisiertem Salz je Volumeinheit, wenn die Schönitmutterlauge zum Zweck der Gewinnung von Bittersalz, einem interessanten Nebenprodukt der Kaliumverarbeitung, abgekühlt wird.
  • Einige Beispiele für die erfindungsgemäße Kainitbehandlung zwecks Herstellung von Kahumsulfat sollen im folgenden gebracht und beschrieben werden. Beispiel 1 1000g Kainit mit 17 °/Q K20 werden bei 40°C zu Schönit umgewandelt, indem man ihn unter Rühren 2 Stunden lang mit 1330 ml einer aus der Auslaugstufe (2a) stammenden Lösung (Sulfatmutterlauge), Temperatur: 48'C, deren K20-Gehalt 92 g/1 beträgt, in Kontakt läßt.
  • 1320 ml Gleichgewichtslösung von 40°C (Schönitmutterlauge) und 1095 g Schönit mit 38,9 g/1 bzw. 220/, K20 werden erhalten.
  • 50 g dieses Schönits werden in der Schönitmutterlauge (Stufe 2b) suspendiert, 55 g CaS04 - 2 H20 und 50 g vorgebildete Syngenitkristalle mit einem K,0-Gehalt von 18,5 °/a (diese zur Beschleunigung der Ausfällung) zugefügt und 2 Stunden bei 40°C gerührt. Durch Filtration und Waschen der festen Phase mit etwa 50 ml Wasser werden 1340 ml einer 26,3 g K20 je Liter enthaltenden zu verwerfenden Lösung erhalten, desgleichen 195 g einer praktisch schönitfreien, aus Syngenit bestehenden kristallisierenden Phase. 50 g dieser Substanz werden zum Impfen einer nachfolgenden Charge benutzt und der Rückstand mit 935 ml Wasser von 70°C in Berührung gebracht, so daß man eine 29 g/1 K20 enthaltende K2S04-Lösung und einen Rückstand Calciumsulfat, der für eine nachfolgende Fällung wiederverwendet werden kann, erhält. Diese Lösung wird zum Auslaugen der verbliebenen Menge von 1045 g Schönit verwendet (Stufe 2a) (die Temperatur geht, infolge der negativen Lösungswärme des Schönits und der normalen Dispersion, spontan auf den Bestwert von 48°C hinauf); beim Auslaugen werden die 1330-ml-Sulfatmutterlauge mit einem Gehalt von 92 g/1 K20 wiedergewonnen; sie werden dem Kreislauf wieder zugeführt und befinden sich im Gleichgewicht mit einer aus 293g K2S04 bestehenden, leicht mit M9S04 und CaS04 verunreinigten (nicht mehr als 10/0, bezogen auf Mg) Kristallphase; unmodifiziert hat sie einen K20-Gehalt von 46 °/o. Das Kainit-K20-Gleichgewicht ist daher das folgende: K20 zu Beginn (1000 - 0,17) . . . . . . . . . . 170 g entstandene Lösung (1340 - 0,263) ..... 35,4 g Kaliumsulfat (293 - 0,46) . . . . . . . . . . . . . 134,6 g mit einem Umwandlungskoeffizienten von 79,2 °/o.
  • Vergleicht man damit die Angaben von der Tabelle, so sieht man, daß die höchste, durch Umsetzung (40°C) und Überführung nur in Sulfat erreichbare Ausbeute bei normalen Zyklus 66,5 °/a beträgt. Im Gegensatz hierzu wird das absolute Maximum mit 70,5 °/a erreicht, wenn man die Umwandlung bei einer Temperatur von 25°C durchführt.
  • Beispiel 2 Es werden 1000g Kainit mit 160/, K20 (d. h. 84,50/, KCl - M9S04 - 3H20, die übrigen 14,50/, bestehen hauptsächlich aus NaCI) durch etwa 2stüdiges Rühren bei 35°C mit 1280 ml Sulfatmutterlauge, enthaltend 92 g K20 und aus der Auslaugphase stammend, umgewandelt. Man erhält 1280 ml Gleichgewichtslösung (Schönitmutterlauge) bei 35°C, mit einem Gehalt von 36 g K20 je Liter und 1053 g Schönit mit 22 % K20.
  • 63 g dieses Schönits werden in der Schönitmutterlauge (Stufe 2b) suspendiert und die Suspension bei 35°C mit 50 g CaS04 - 2 H20 (zwecks Beschleunigung der Reaktion in Gegenwart von Syngenit) 2 Stunden lang reagieren gelassen.
  • Durch Filtrieren und Waschen, wie im vorhergehenden Beispiel, wird eine zu verwerfende Lösung (1290 m1) mit 27,2 g K20 je Liter sowie eine aus Syngenit bestehende, praktisch schönitfreie kristallisierte Phase erhalten; nach Abtrennung der verwendeten Impfmenge wird die Substanz mit Wasser bei etwa 70°C behandelt und 895 g Lösung mit 27,7 g K20-Gehalt im Liter, hauptsächlich in Form von K,S04, außerdem CaS04, das durch Filtrieren abgetrennt wird, erhalten. Mit diesen 895 ml Lösung werden die verbleibenden 990 g Schönit bei 48°C ausgelaugt und die 1280-ml-Sulfatmutterlauge erhalten, mit denen der Verfahrenskreislauf erneut in Gang gesetzt wird, ferner 271 g feuchtes K,S04 mit einem Gehalt.von 46 % K20.
  • Es werden daher 124,9 g in Sulfat umgewandeltes K20 erhalten und außerdem 35,1 g in der zu verwerfenden Lösung (insgesamt also 160 g entsprechend der mit dem Kainit eingebrachten K20-Menge) erhalten; Ausbeute = 78 0/0.
  • Ein Vergleich mit den Zahlen der Tabelle zeigt die durch das erfindungsgemäße Verfahren erzielten Vorteile auf: Höhere Ausbeuten bei geringerem Verbrauch an Wärme- und Kältekalorien, bei gleichen Mengen behandelten Kainits.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kahumsulfat aus Kainit, bei dem Kainit zunächst in einer ersten Stufe unter Verwendung einer Sulfatmutterlauge zu Schönit umgesetzt und letzterer dann in einer zweiten Stufe mit Wasser bei 48'C unter Zurückbleiben von Kaliumsulfat und einer für die Kainit-Schönit-Umsetzung zu verwendenden Sulfatmutterlauge ausgelaugt wird, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Stufen: 1. Der Ausgangskainit wird mit der in Stufe 2a anfallenden Sulfatmutterlauge bei 35 bis 40°C zu Schönit und einer in Stufe 2b zu verwendenden Mutterlauge umgesetzt; 2. ein Teil des in Stufe 1 erhaltenen Schönits wird mit dem in Stufe 3 anfallenden Waschwasser zum Endprodukt Kahumsulfat und der in Stufe 1 zu verwendenden Sulfatmutterlauge umgesetzt (Stufe 2a), während der Rest-Schönit mit der in Stufe 1 anfallenden Schönitmutterlauge und dem Calciumsulfat der Stufe 3 bei 35 bis 40°C zu Syngenit und einer zu verwerfenden Abfall-Lösung umgesetzt werden (Stufe 2b). 3. der in Stufe 2b anfallende Syngenit wird mit Wasser zu in Stufe 2b wiederzuverwendendem Calciumsulfat und einer in 2a einzusetzenden Lösung umgesetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mit einem 80- bis 100o/oigen Kainit, dessen eventuelle Verunreinigung Natriumchlorid ist, durchgeführt wird.
DEM50266A 1960-09-15 1961-09-11 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kaliumsulfat aus Kainit ueber Schoenit als Zwischenprodukt Pending DE1215667B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102014005630A1 (de) 2014-04-16 2015-10-22 Jürgen Bach Verfahren zur Herstellung von Langbeinit und Kaliumchlorid durch Verarbeitung von Kainit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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