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DE1215063B - Mischung zur Bodenbefestigung - Google Patents

Mischung zur Bodenbefestigung

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Publication number
DE1215063B
DE1215063B DEC15871A DEC0015871A DE1215063B DE 1215063 B DE1215063 B DE 1215063B DE C15871 A DEC15871 A DE C15871A DE C0015871 A DEC0015871 A DE C0015871A DE 1215063 B DE1215063 B DE 1215063B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
soil
weight
aggregate
percent
pozzolan
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC15871A
Other languages
English (en)
Inventor
Jules Edward Havelin
Frank Kahn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
G&WH Corson Inc
Original Assignee
G&WH Corson Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by G&WH Corson Inc filed Critical G&WH Corson Inc
Priority to DEC15871A priority Critical patent/DE1215063B/de
Publication of DE1215063B publication Critical patent/DE1215063B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/18Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing mixtures of the silica-lime type
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K17/00Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials
    • C09K17/02Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials containing inorganic compounds only
    • C09K17/06Calcium compounds, e.g. lime
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2111/00Mortars, concrete or artificial stone or mixtures to prepare them, characterised by specific function, property or use
    • C04B2111/00474Uses not provided for elsewhere in C04B2111/00
    • C04B2111/0075Uses not provided for elsewhere in C04B2111/00 for road construction
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/91Use of waste materials as fillers for mortars or concrete

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Soil Conditioners And Soil-Stabilizing Materials (AREA)
  • Consolidation Of Soil By Introduction Of Solidifying Substances Into Soil (AREA)

Description

  • Mischung zur Bodenbefestigung Die Erfindung betrifft eine Mischung zur Bodenbefestigung, insbesondere für den Straßenbau, die ein Puzzolan, einen plastischen Boden und Kalk enthält.
  • Der Ausdruck »Straßenbau«, wie er hierin gebraucht wird, schließt lasttragende Fundamente zahlreicher Arten, wie z. B. Parkplätze, Startbahnen, Autobahnen, Autostraßen u. ä., ein. Zahlreiche Böden, einschließlich hochplastischer Böden, können mit Erfolg mit Ätzkalk und einem Puzzolan, wie Flugasche, umgesetzt werden, wodurch das erhaltene Produkt erhärtet und dabei ein sehr brauchbares, hartes, steinartiges Material ergibt. Obgleich derartige Zusammensetzungen relativ langsam erhärten, zeigen sie gute 'Druckfestigkeit auch während der ersten Abschnitte der Härtungsperiode. Nach einer ausreichenden Härtungszeit entwickeln derartige Zusammensetzungen ausgezeichnete Druckfestigkeit. Sie besitzen genügend Stabilität als belastbares Fundament zum Straßenbau und für andere Maßnahmen.
  • Es wurde jedoch gefunden, daß gewissen der stärker plastischen Böden nach der Umsetzung mit Ätzkalk und einem Puzzolan unter ungünstigen Wetterbedingungen während der ersten Abschnitte der Härtungsperiode die Dauerhaftigkeit fehlt. Wünschenswert ist die Herstellung einer Straßenunterlage, die unmittelbar nach ihrer Herstellung gute Druckfestigkeit aufweist. Diese Eigenschaft muß sie auch dann behalten, wenn sie ungünstigen Wetterbedingungen ausgesetzt ist, wie Feuchtwerden und Trocknen im Wechsel, Frosteinbruch oder Frieren und Tauen im Wechsel. Die Fähigkeit einer Straßenunterlage oder anderer belastbarer Fundamente, ungünstigen Wetterbedingungen während der ersten Abschnitte der Härtung zu widerstehen, während eine derartige Unterlage bzw. ein derartiges Fundament auch schwerer Maschinenbelastung ausgesetzt ist, wird im folgenden als die Dauerhaftigkeit des Bodens bezeichnet.
  • Versuche, die anfänglichen Dauerhaftigkeitseigenschaften von plastischen Böden durch Zufügen von Ätzkalk und Flugasche zu verbessern, waren nicht erfolgreich. Vereinigt man einen A-6- oder A-7-tonhaltigen Boden beispielsweise mit Flugasche, so nimmt mit dem fortschreitenden Zusatz von Ätzkalk tatsächlich das Rückhaltevermögen für Wasser der Zusammensetzung ab. Dies zeigt, daß der Ätzkalk nicht gleichmäßig mit den anderen Bestandteilen wirkt, um die anfängliche Dauerhaftigkeit der Mischung zu verbessern.
  • Die Bodenklassen A-6 und A-7 gehören zu einer Gruppe natürlich vorkommender Böden mit einem Feinheitsgrad unter 1,7. Unter »Feinheitsgrad« wird eine Standard-Teilchengröße-Bezeichnung verstanden, die durch Siebanalyse ermittelt worden ist.
  • Folgende Standardsiebe werden verwendet: Millimeter Sieböffnung (Sieb Nr. ASTM) 4,76 .................... 4 2,38 .................... 8 1,19 .................... 16 0,59 .................... 30 0,297 ................... 50 0,149 ................... 100 Der Feinheitsgrad eines Materials wird errechnet durch Addition des von jedem der einzelnen Siebe zurückgehaltenen Prozentsatzes des Materials und Division der Summe durch 100.
  • Derartige Böden entsprechen in der Klassifizierung der USA. Public Roads Administration classification. Die A-6-Böden sind im wesentlichen plastische Tonböden, von denen im allgemeinen 75 % oder mehr durch ein Sieb von 0,07 mm Sieböffnung hindurchgehen.
  • Auch die A-7-Böden sind tonige Materialien mit unerwünschten Elästizitäts- und räumlichen Schrumpfungseigenschaften. Die A-6- und A-7-Böden werden im allgemeinen als schlechte, minderwertige Materialien für den Straßen- und Autobahnbau betrachtet.
  • Die erfindungsgemäße Mischung zur Bodenbefestigung enthält einen im wesentlichen wasserunlöslichen und gegen das Puzzolan und den Kalk chemisch inerten, anorganischen Zuschlagstoff, dessen Teilchendurchmesser hauptsächlich in einem Größenbereich von etwa 0,42 bis etwa 12,7 mm liegt, und das Mischungsverhältnis ihrer Anteile beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht von Puzzolan, plastischem Boden und Zuschlagstoff als 100 %, 5 bis 25 % Puzzolan, 35 bis 75 % plastischen Boden und 20 bis 50 % Zuschlagstoff und- gleichfalls in Gewichtsprozent des obigen Gesamtgewichts 2 bis 9 % Kalk.
  • Es wurde nun gefunden, daß sehr plastische Böden, wenn man sie mit bestimmten Mengen Ätzkalk, eines chemisch inerten Zuschlagstoffs und eines Puzzolan behandelt, bemerkenswert verbesserte Dauerhaftigkeit während der ersten Abschnitte der Härtungsperiode zeigen.
  • Die Verhältnisse der Bestandteile zueinander sind wesentlich, wie im folgenden gezeigt wird. Es wurde gefunden, daß das Rückhaltevermögen für Wasser der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen mit der Ätzkalkzugabe abnimmt, wenn den Zusammensetzungen eine geringe Menge eines Zuschlagstoffs einverleibt wird, daß aber andererseits überraschenderweise das Rückhaltevermögen für Wasser mit der Ätzkalkzugabe ansteigt, wenn der Zuschlagstoffanteil 20 bis 50 Gewichtsprozent beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht von Puzzolan plus Boden plus Zuschlagstoff.
  • Unter dem Ausdruck »Ätzkalk«, wie er hier verwendet wird, sollen gebrannter Kalk, Hydratkalk und gelöschter Kalk verstanden werden.
  • Der Ausdruck »Puzzolan«, wie er hier verwendet wird, soll ein silicium- oder aluminiumhaltiges, mineralisches Material bezeichnen, das entweder künstlich oder natürlich sein kann und das selbst wenig oder keinen Wert als Bindemittel besitzt; das jedoch in feinzerteilter Form und in Anwesenheit von Feuchtigkeit sich chemisch bei gewöhnlichen Temperaturen mit Calciumhydroxyd umsetzen kann und dabei Verbindungen bildet, die Bindeeigenschaften besitzen.
  • Ein besonderes Beispiel für ein feinzerteiltes Puzzolan ist das in der Technik als Flugasche bekannte künstliche Material. Der Ausdruck »Flugasche« wird hier für feinzerteilte Ascherückstände verwendet, die durch Verbrennung von pulverisierter Kohle entstehen, deren Asche mit den vom Verbrennungsofen kommenden Gasen abgeblasen wird. Die Flugasche ist so fein zerteilt, daß wenigstens ungefähr 70% durch ein Sieb mit 0,074 mm lichter Maschenweite hindurchgehen. Die aus den Abgasen gesammelte Flugasche wird im folgenden als rohe Flugasche bezeichnet.
  • Andere Formen von Puzzolan sind in der Natur vorkommende Puzzolane und vulkanische Asche, wie man sie bei Puzzuoli in Italien findet. Weiter gehören hierzu rohe oder kalzinierte Tuffsteine, Diatomeenerde, Bimssteine, Opal, Schiefer und Trasse (trasses). Künstlich hergestellte Arten sind beispielsweise Flugasche, Kesselschlacke und Flugstaub. Andere Puzzolane sind Kieselgür, Diatomeenerde und Schiefertonpuzzolane;`die ungefähr 50 bis 70 Gewichtsprozent Si02, ungefähr 5 bis 10 Gewichtsprozent Fe203, ungefähr 10 bis 30 Gewichtsprozent A1203 und geringe Mengen CaO und MgO enthalten.
  • Der Ausdruck »plastische Böden«, wie er hier verwendet wird, bezeichnet natürliche, im wesentlichen -anorganische Materialien, wie Ton, Lehm oder Schlamm, deren Bestandteile so fein sind, daß das normale Verfahren zur Bodenschätzung nicht diesen Feinheitsgrad erfaßt. Die Hauptmenge des Bodens geht durch ein Standardsieb von 0,149 mm lichter Maschenweite. Obgleich dieses Material als »anorganisch« bezeichnet wird, soll damit die Anwesenheit von geringeren Anteilen organischer Materialien nicht ausgeschlossen sein, wenn nur das feine Material vorwiegend anorganisch ist. Der Ausdruck »plastischer Boden«, wie er oben definiert wurde, umfaßt alle Böden, die einen Plastizitätsindex von mehr als 15 haben, alle Böden mit einem Plastizitätsindex von ungefähr 9 bis 15, wenn mehr als ungefähr 15 Gewichtsprozent dieser Böden durch ein Standardsieb von 0,074 mm lichter Maschenweite hindurchgehen, und alle Böden, die einen Plastizitätsindex geringer als ungefähr 9 haben, wenn mehr als ungefähr 35 Gewichtsprozent der Böden durch ein Standardsieb mit 0,074 mm lichter Maschenweite hindurchgehen.
  • Der Plastizitätsindex eines Bodens ist die zahlenmäßige Differenz zwischen der Flüssiggrenze und der plastischen Grenze des Bodens. Die Flüssiggrenze des Bodens ist der Wassergehalt, bei dem der Boden vom plastischen oder halbfesten Zustand in den flüssigen Zustand übergeht. Die plastische Grenze des Bodens ist der niedrigste Wassergehalt, bei dem der Boden plastisch wird, oder der Wassergehalt, bei dem der Boden vom festen in den halbfesten Zustand übergeht. Teste für die Flüsügkeitsgrenze und die plastische Grenze sind in -der Technik bekannt.
  • Unter den ASTM-Ziffern D 423-54.T und D 424-54T (American Society for Testing Materials, Philadelphia, Pennsylvania, 1954) werden Standardverfahren zur Bestimmung der Flüssigkeitsgrenze und der plastischen Grenze eines Bodens und damit seines Plastizitätsindex wiedergegeben.
  • Der Ausdruck »Zuschlagstoff«, wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf natürliche oder künstliche anorganische Materialien, die gegenüber Flugasche und Ätzkalk im wesentlichen chemisch inert sind und im wesentlichen unlöslich in Wasser sind. Hierzu gehören Kalksteinabsiebungen, natürlicher Sand, aus Stein hergestellter Sänd, Hochofenschlacke, Kies oder andere Stoffe mit ähnlichen Eigenschaften. Ein relativ grobkörniges Aggregat wird ebenso wie feines Aggregat hiervon umfaßt. Im Sinne des hier verwendeten Ausdrucks ist ein Zuschlagstoff eine Mischung von feinzerteilten Teilchen, die begrenzte Mengen relativ grober Teilchen, sogar Teilchen bis zu einer Größe von ungefähr 1,27 cm umfassen können. Annähernd die Hauptmenge des Zuschlagstoffs besteht vorzugsweise aus Teilchen mit einer Größe von ungefähr 0,42 bis 12,7 mm. Vorzugsweise fällt die Größe des Zuschlagstoffs in den folgenden Bereich:
    Sieb Durchgehender Anteil
    (Millimeter lichte Maschenweite) in Gewichtsprozent
    12,7 90 bis 100
    4,76 (Nr. 4) 75 bis 100
    2,00 (Nr. 10) 40 bis 90
    0,42 (Nr. 40) 5 bis 35
    0,074 (Nr. 200) 0 bis 15
    Die relativen Anteile der Hauptbestandteile der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind wesentlich. Wenn die Anteile innerhalb des angegebenen Bereichs gehalten werden, so wird in den ersten Abschnitten der Härtungsperiodeeine erstaunliche Verbesserung der Dauerhaftigkeit erzielt. Vorzugsweise werden die folgenden Mischungen verwendet:
    Gewichtsprozent
    Material (berechnet von der Gesamt-
    menge an Puzzolan, Boden
    und Zuschlagstoff)
    Puzzolan ............ 5 bis 25
    Boden .............. 35 bis 75
    Aggregat ............ 20 bis 50
    Ätzkalk ............. 2 bis 9
    Wie schon angegeben, beträgt die Summe der Prozentanteile von Puzzolan plus Boden plus Zuschlagstoff im wesentlichen ungefähr 100. Dies ist die Berechnungsgrundlage, die bei Angabe der Verhältnisse der Bestandteile der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet wird.
  • Die Dauerhaftigkeitseigenschaften der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden dadurch bestimmt, daß man bei Proben den Zerfall unter Wasser untersucht.
  • Die Zerfallversuche unter Wasser zeigen, daß bei ungefähr 20 Gewichtsprozent des Zuschlagstoffes der Zuschlagstoff mit dem Ätzkalk, dem Puzzolan und dem Boden derart gleichsinnig reagiert, daß die vier Bestandteile sich mehr wie eine Mischung als wie getrennte, voneinander unterschiedene Materialien verhalten. Bei weniger als ungefähr 20 Gewichtsprozent Zuschlagstoff bewirkt die fortschreitende Zugabe von Ätzkalk zum Boden plus Puzzolan plus Zuschlagstoff einen Abfall des Zurückhaltevermögens für Wasser der Zusammensetzung. Steigert man jedoch den Anteil des Zuschlagstoffes über 20 Gewichtsprozent, so erhöht die fortschreitende Zugabe von Atzkalk zum Boden plus Puzzolan plus Zuschlagston das Zurückhaltevermögen für Wasser. Dieses Ergebnis ist völlig überraschend. Vielleicht erklärt es, warum die erfindungsgemäßen Zusammensetzung sich derartig günstig verhalten. Wiederholte Versuche haben die Tatsache dieses Phänomens erhärtet ebenso wie seinen praktischen Wert.
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können in irgendeiner üblichen Weise hergestellt werden, beispielsweise durch einfaches Mischen der Festbestandteile, vorzugsweise in Anwesenheit von Wasser. Wasser gibt man zu der Mischung in ungefähr der Menge, die für die Erzielung des bekannten optimalen Feuchtigkeitsgehalts erforderlich ist.
  • Der optimale Feuchtigkeitsgehalt wird durch die gut bekannte modifizierte Proctorprobe bestimmt. Der optimale Feuchtigkeitsgehalt einer Bodenmischung ist derjenige Feuchtigkeitsgehalt, bei dem die Boden-Wasser-Mischung die maximale Dichte (trocken) - bzw. das maximale Trockengewicht der Feststoffe pro Volumeneinheit besitzt. In der Praxis schwankt der optimale Feuchtigkeitsgehalt mit jedem bestimmten Boden und jeder bestimmten Bodenmischung, und zwar im allgemeinen zwischen 8 und 25 Gewichtsprozent Feuchtigkeit, berechnet auf das Gesamttrockengewicht der Feststoffe. Beim Zugeben von Wasser zu den erfindungsgemäßen Mischungen sollte der Wassergehalt vorzugsweise auf einen Bereich von 70 bis 130:1/o des optimalen Wassergehalts eingestellt werden. So kann der Wassergehalt der erhaltenen Zusammensetzung von ungefähr 5 bis 32 Gewichtsprozent schwanken, bezogen auf das Gesamtgewicht von Ätzkalk, Puzzolan, Boden und Aggregat für verschiedene Böden.
  • Nach dem Mischen kann man der Bodenzusammensetzung die gewünschte Form geben. Nach einer sehr kurzen Härtezeit, beispielsweise 2 bis 5 Tagen, entwickelt das Material eine beträchtliche Festigkeit, auch wenn es feucht ist. Jedoch entwickelt sich die zementartige Bindung der Mischung so langsam, daß auch noch nach einer Woche die geformte Mischung leicht deformiert und neu geformt werden kann. Nach Härtung während einer beträchtilchen Zeit, beispielsweise einem Monat, weist die Mischung eine sehr beachtliche Druckfestigkeit auf. Nach einem Jahr ist das erhaltene Produkt außergewöhnlich fest.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Beispiel 1 Ein Boden, der aus einem plastischen A-6-Ton aus dem Südosten Pennsylvanias stammt, hat die folgende Siebanalyse:
    Sieb Durchgehender Anteil
    (Millimeter lichte Maschenweite) in Gewichtsprozent
    19,05 100,0
    9,53 99,0
    4,76 (Nr.4) 98,0
    2,00 (Nr.10 97,6
    0,42 (Nr.40) 97,2
    0,250 (Nr.60) 97,0
    0,074 (Nr.200) 96,5
    Der Boden hat einen Plastizitätsindex von 14 und eine Flüssiggrenze von 32. Der Boden war mit Hydratkalk, Flugasche und Dolomitkalksteinabsiebungen zusammen mit der optimalen Wassermenge gemischt worden. Die Verhältnisse der Feststoffe waren wie folgt:
    Gewichtsprozent (berech-
    net auf Gesamtgewicht an
    Boden, Flugasche und
    Kalksteinabsiebungen)
    A-6-Boden ................ 70
    Hydratkalk ............ . ... 9
    Flugasche ................. 10
    Kalksteinabsiebungen ...... 20
    Die erhaltene Mischung ließ man nach Zusammenpressung unter natürlichen Bedingungen 3 Tage lang härten. Die Proben des erhaltenen Produkts (zusammengepreßte Würfel) wurden für 3 Stunden unter Wasser getaucht. Sie zeigten pratisch keinen Gewichtsverlust. Außerdem hatte die Mischung genügend Dauerhaftigkeit, um schwere Wagen zu tragen, die auch dann über die Mischung gefahren wurden, wenn sie einem abwechselnden Befeuchten und Wiedertrocknen unterworfen wurde. Dies ergibt den Gegensatz zu der sehr geringen Festigkeit des natürlichen A-6-Bodens wieder. Testwürfel aus natürlichem A-6-Boden zerfielen praktisch vollständig innerhalb weniger Minuten, wenn sie 3 Tage lang atmosphärischen Bedingungen unterworfen und anschließend auf Zerfall unter Wasser geprüft wurden. Nach 21tägigem Härten unter natürlichen Umgebungsbedingungen zeigte das erhaltene Produkt ausgezeichnete Druckfestigkeit von ungefähr 21 kg/cm2 im Gegensatz zur Druckfestigkeit des natürlichen Bodens, die praktisch gleich Null ist. Das erhaltene Produkt zeigte stark verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen Frieren und Tauen sowie gegen Befeuchten und Trocknen, wie es durch einen Standarddrahtbürstentest angezeigt wird; dieser erwies, daß ein derartiges Produkt zahlreichen Arbeitszyklen widerstand, im Gegensatz zum natürlichen Boden, der schon einen einzigen Arbeitszyklus nicht überstand. Beispiel 2 Die folgenden Zusammensetzungen haben frühzeitig eine hohe Festigkeit (3 Tage) und zeigen ausgezeichnete Bearbeitungseigenschaften nach 21tägiger Härtung.
    Beispiel 3 Eine Mischung aus 90 Gewichtsprozent eines plastischen A-7-Bodens, 10 Gewichtsprozent Flugasche und 5 Gewichtsprozent Ätzkalk wurde hergestellt. Nach Mischen mit der optimalen Wassermenge und dreitägigem Härten unter natürlichen Umgebungsbedingungen wurde die Mischung auf Dauerhaftigkeit durch Untertauchen von Standardversuchswürfeln in Wasser untersucht. Die Testwürfel zerfielen so schnell, daß keine quantitative Messung des Verlustes möglich war.
  • Eine Zusammensetzung aus 60 Gewichtsprozent desselben A-7-Bodens, 10 Gewichtsprozent Flugasche, 5 Gewichtsprozent Ätzkalk, 30 Gewichtsprozent Kalksteinabsiebungen wurde hergestellt. Nach Mischen mit der optimalen Wassermenge und dreitägigem Härten unter natürlichen Umgebungsbedingungen wurden Testwürfel der erhaltenen Mischung unter Wasser getaucht und auf ihren Zerfall geprüft. Nach 3stündigem Untertauchen der Würfel wurde praktisch kein Gewichtsverlust festgestellt.
  • Beispiel 4 In einer Serie von Versuchen wurde ein plastisches Kaolin (A-7) mit wechselnden Mengen von Ätzkalk, Flugasche und Kalksteinabsiebungen stabilisiert. Die Proben ließ man kurze Zeit erhärten, dann wurde Wasser hinzugegeben und jede Probe auf das Rückhaltevermögen für Wasser untersucht. Jede Bodenprobe wurde auf die Oberseite eines Stückes Filterpapier gelegt, das vom flachen, perforierten Keramikboden einer Büchnernutsche getragen wurde. Darauf wurde eine Standardabsaugung vorgenommen. Nach einer gewissen Zeit wurde das Filterpapier oder die Keramikunterlage naß. Die Zeitinkremente wurden gemessen und als Wert des Rückhaltevermögens für Wasser notiert. Die folgenden Resultate wurden erhalten:
    Tabelle II
    Wirkung von Ätzkalk auf den Wert an Zurückhalte-
    vermögen für Wasser von stabilisiertem Kaolin
    (Gewichtsangaben in Kilogramm)
    Gewicht Gewicht Gewicht des Gewicht Wert des
    des der Zuschlag- des Rückhalte-
    Kaolins Flugasche Stoffs Atzkalks vermögens
    (gesiebt) für Wasser
    241,13 26,79 0 0 88,41
    241,13 26,79 0 8;04 83;06
    241,13 26,79 0 16,08 77,69
    241,13 26,79 0 24,31 I 72,43
    Tabelle II (Fortsetzung)
    Gewicht Gewicht Gewicht des Gewicht Welk des
    des der Zuschlag- des Rückhalte-
    Kaolins Flugasche Stoffs Ätzkalks vermögens
    (gesiebt) für Wasser
    187,55 26,79 53,58 0 66,98
    187,55 26,79. 53,58 8,04 64,30
    187,55 26,79 53,58 16,08 50,90
    187,55 26,79 53,58 24,31 53,58
    133,96 26,79 107,17 0 53,58
    133,96 26,79 107,17 8,04 53,58
    133,96 26,79 107,17 16,08 56,26
    133,96 26,79 107,17 24,31 61,62
    80,37 26,79 160,75 0 40,18
    80,37 26,79 160,75 8,04 45,54
    80,37 26,79 160,75 16,08 53,58
    80,37 26,79 160,75 24,31 50,90
    Das obige Beispiel zeigt folgendes: Während der Wert des Rückhaltevermögens für Wasser der Zusammensetzung mit der Ätzkalkzugabe abfällt, wenn nur ein geringer Zuschlaganteil vorhanden ist, wird dieser Effekt umgekehrt, und der Wert des Rückhaltevermögens für Wasser der Zusammensetzung steigt mit der Ätzkalkzugabe an, wenn der Zuschlaganteil zwischen 20 und 50 Gewichtsprozent liegt. Dieser Effekt zeigt, daß eine Umsetzung zwischen Ätzkalk, Flugasche, Boden und Zuschlagstoff eintritt. Beispiel s Eine Reihe von Zerfallversuchen wurde unter Verwendung von Maryland-A-7-Ton durchgeführt. Verschiedene Proben wurden hergestellt, die wechselnde Mengen von Kalksteinabsiebungen als Zuschlagstoff enthielten. Alle Proben wurden 60 Stunden lang unter Wasser getaucht, danach wurden sie auf Härte, Druckfestigkeit und Unterwasserzerfall untersucht. Die Resultate sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben:
    Diese Tabelle zeigt, daß der Unterwasserzerfall stark vermindert und praktisch völlig ausgeschaltet wird, wenn der Prozentsatz des Zuschlagstoffes sich ungefähr 20 Gewichtsprozent nähert, während die Mengen an Ätzkalk und Flugasche konstant gehalten werden. Dies zeigt, daß eine Umsetzung bei ungefähr 20 Gewichtsprozent des Zuschlagstoffes stattfindet.
  • Beispiel 6 Es wurden Mischungen hergestellt aus ungefähr 10 Gewichtsprozent eines feinpulverisierten, vulkanischen Puzzolans, erhalten von einer natürlichen Ablagerung auf den Kanarischen Inseln und aus ungefähr 60 Gewichtsprozent eines plastischen Bodens und ungefähr 30 Gewichtsprozent eines Zuschlagstoffes, zu dem ungefähr 5 Gewichtsprozent Ätzkalk hinzugegeben waren, wobei der Prozentsatz des Ätzkalks auf das Gesamtgewicht an Puzzolan, Boden und Zuschlag berechnet wurde. Nach Mischen mit der optimalen Wassermenge und dreitägigem Erhärten unter natürlichen Umgebungsbedingungen wurden die Mischungen auf Dauerhaftigkeit untersucht, indem man Standardversuchswürfel unter Wasser tauchte. Es wurde im wesentlichen kein Gewichtsverlust nach dreistündigem Untertauchen der Würfel festgestellt, was eine ausgezeichnete Dauerhaftigkeit beweist.
  • Wenn ein plastischer Boden mit einem hohen Rückhaltevermögen für Wasser mit einem Zuschlagstoff gemischt wird, um den Boden für die Verwendung im Straßenbau zu verbessern, so sind die Ergebnisse auch dann nicht zufriedenstellend, wenn man eine sehr große Menge Zuschlagstoff hinzufügt. Beispielsweise, wenn über 50% Zuschlagstoff zu einem plastischen Schlamm oder einem plastischen Ton hinzugegeben werden, weist das Produkt sehr schnell Mängel auf, wenn es dem wechselnden Einfuß von Befeuchten und Trocknen bzw. Frieren und Tauen unterworfen wird sowie der gleichzeitigen Einwirkung von schweren Belastungen. Es ist demgemäß überraschend, daß derselbe Boden verfestigt werden kann und ein Produkt mit ausgezeichneter Dauerhaftigkeit unter denselben Bedingungen bildet, wenn geringe Mengen Ätzkalk und Flugasche und beispielsweise nur 20 Gewichtsprozent Zuschlagstoff zum Boden gegeben werden. Während die direkte Zugabe von Zuschlagstoff zum plastischen Boden sehr kostspielig wegen der großen erforderlichen Menge ist, werden dieselben Böden erfindungsgemäß wirksam und wirtschaftlich verfestigt unter Verwendung sehr viel geringerer Mengen Zuschlagstoff zusammen mit geringen Mengen Flugasche und Ätzkalk unter erheblicher Reduzierung der Gesamtaufwendungen.
  • Es soll bemerkt werden, daß auch grobkörnige Zuschlagstoffe, wie beispielsweise 1,27-cm-Steine oder noch größere, in die Bodenmischung eingearbeitet werden können.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Mischung zur Bodenbefestigung, insbesondere für den Straßenbau, die ein Puzzolan, einen plastischen Boden und Kalk enthält, d a d u r c h gekennzeichnet, daß sie einen im wesentlichen wasserunlöslichen und gegen das Puzzolan und den Kalk chemisch inerten, anorganischen Zuschlagstoff enthält, dessen Teilchendurchdurchmesser hauptsächlich in einem Größenbereich von etwa 0,42 bis etwa 12,7 mm liegt, und daß das Mischungsverhältnis der Anteile, bezogen auf das Gesamtgewicht von Puzzolan, plastischem Boden und Zuschlagstoff als 100°/o, 5 bis 25 % Puzzolan, 35 bis 7511/o plastischen Boden und 20 bis 5011/o Zuschlagstoff und in Gewichtsprozent des obigen Gesamtgewichts 2 bis 911/o Kalk beträgt.
  2. 2. Mischung zur Bodenbefestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der plastische Boden einen Boden mit einem Plastizitätsindex unter etwa 9 enthält, wenn mehr als etwa 35 Gewichtsprozent des Bodens durch ein Standardsieb mit 0,074 mm lichter Maschenweite hindurchgehen, oder einen Boden mit einem Plastizitätsindex von etwa 9 bis 15 enthält, wenn mehr als etwa 15 Gewichtsprozent des Bodens durch ein Standardsieb mit 0,074 mm lichter Maschenweite hindurchgehen, oder einen Boden mit einem Plastizitätsindex von über etwa 15. In Betracht gezogene Druckschriften: USA. Patentschriften Nr. 2 564 690, 2 250107; französische Patentschrift Nr. 1117 781.
DEC15871A 1957-11-29 1957-11-29 Mischung zur Bodenbefestigung Pending DE1215063B (de)

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Cited By (2)

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