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DE1213405B - Verfahren zur Herstellung von 13-Alkylgonatetraenen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 13-Alkylgonatetraenen

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Publication number
DE1213405B
DE1213405B DES80015A DES0080015A DE1213405B DE 1213405 B DE1213405 B DE 1213405B DE S80015 A DES80015 A DE S80015A DE S0080015 A DES0080015 A DE S0080015A DE 1213405 B DE1213405 B DE 1213405B
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DE
Germany
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dehydro
methyl ether
homo
mixture
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DES80015A
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DE1213405C2 (de
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Dr G A Hughes
Dr Herchel Smith
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C07c
Deutsche Kl.: 12 ο-25/07
1 213 405
S80015IVb/12o
20.Juni 1962
31. März 1966
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 13-Alkylgonatetraenen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist ein solches zur Herstellung von 13-Alkylgonatetraenen und der entsprechenden D-Homo-Verbindungen der allgemeinen Formel
Verfahren zur Herstellung von
13-Alkylgonatetraenen
in welcher R Wasserstoff oder eine gesättigte Alkylgruppe ist, R1 eine gesättigte Alkylgruppe, Vorzugsweise Methyl- oder Äthylgruppe, Q eine Methylenoder Äthylengruppe ist, Y eine ketalisierte Oxogruppe, vorzugsweise eine Äthylendioxygruppe, ist; H OH, H Acyloxy oder H Alkoxy ist und der Ring A weiter vorzugsweise mit einer 3-Hydroxy-, 3-Acyloxy- oder 3-Alkoxygruppe substituiert sein kann, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man nach an sich bekannten Methoden eine entsprechende Verbindung der allgemeinen Formel
in welcher R, R1 und Q die zuvor erwähnte Bedeutung haben, Y entweder die zuvor erwähnte Bedeutung hat und T eine äthylenische Bindung oder Y eine Oxogruppe und T eine gesättigte Bindung ist, selektiv reduziert.
Die Reduktion von Steroiden, welche äthylenische Bindungen in verschiedenen Stellungen in dem Kern aufweisen durch katalytische Hydrierung derselben sind bereits in der Literatur beschrieben worden: jedoch gegen Fieser und Fieser in »Natural Products related to Phenanthrene«, 1949,
Anmelder:
Dr. Herchel Smith,
Wayne, Delaware, Pa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. M. Eule
und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. W. J. Berg,
Patentanwälte, München 2, Hilblestr. 20
Als Erfinder benannt:
Dr. Herchel Smith,
Dr. G. A. Hughes,
Wayne, Delaware, Pa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 22. Juni 1961 (22 637)
auf S. 624 an, daß von Doppelbindungen, welche in der 7(8)-, 8(9)-, 8(14)- oder 14(15)-Stellung angeordnet sind, gewöhnlich nur diejenigen in der letztgenannten Stellung einer katalytischen Hydrierung zugänglich sind. Untersuchungen von B a r t ο η und C ο χ, J. Chem. Soc, 1949, S. 214, über die katalytische Hydrierung eines Ergostanderivates mit zwei Doppelbindungen in 8(9)- und 14(15)-Stellung gaben an, daß ein solches System schwierig zu hydrieren ist und daß, wenn die Hydrierung erfolgreich ist, ein großer Anteil durch 1,4-Addition gebildeter Verbindungen und unter nur teilweiser Sättigung vor sich geht. Im Gegensatz hierzu werden verfahrensgemäß die 8(9)-ungesättigten Verbindungen mit einem gesättigten Ring D in hoher Ausbeute gebildet, und es ist hierbei weder eine 1,4-Addition noch ein Widerstand gegen Reduktion beobachtet worden.
Die 13-ständige Gruppe R1 hat vorzugsweise weniger als 20, insbesondere weniger als 10 Kohlenstoffatome; z.B. kann sie eine Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, η-Butyl-, Isobutyl- oder eine Cetylgruppe sein. Eine Alkylgruppe mit weniger als 5 Kohlenstoffatomen ist sehr geeignet. Von besonderer Bedeutung sind Verbindungen mit R1, wenn dieses wenigstens 2 Kohlenstoffatome hat.
609 540/433
Wenn eine oder beide R-Gruppen in einer Gruppe CR.2 eine Alkylgruppe ist, wie Methyl oder Äthyl, oder eine andere gesättigte Alkylgruppe mit weniger als 5 Kohlenstoffatomen, können Steroide mit 6- und 7-ständigen Alkylgruppen hergestellt werden. Vorzugsweise ist jede Gruppe R Wasserstoff.
Beispiele für Acyloxy-nnd Alkoxygruppen, welche Teile der Gruppe Y bilden, sind Acetoxy-, Benzyloxy- und Methoxymethylenoxygruppen, und" wenn Y eine ketalisierte Oxogruppe ist, kann es z. B. eine Dialkoxy- oder Alkylendioxygruppe, insbesondere eine Äthylendioxygruppe sein.
Der Ring A enthält vorzugsweise nur einen weiteren Substituenten, und zwar in 3-Stellung. Dieser weitere Substituent ist geeigneterweise eine Hydroxy-, Acyloxy-(z. B. Acetoxy-), Alkoxy- (ζ. B. Methoxy-), Amino-, Acylamino-, möno-Alkylamino- oder Dialkylamino- (z. B. eine Diäthylamino-)Gruppe.
Vorzugsweise werden erfindungsgemäß Verbindungen hergestellt, in welcher das 14-ständige Wasserstoffatom sich in trans-Stellung zu der Gruppe R1 befindet, so daß die C : D-Ring-Verknüpfung trans ist. Die verfahrensgemäß eingesetzten Ausgangsverbindungen tragen vorzugsweise die 17-Hydroxygruppe in cis-Stellung zu der Gruppe R1 und zeigen die Konfiguration wie die durch Borhydridreduktion des entsprechenden Ketons hergestellten 17-Hydroxyverbindungen. Die Ausgangs-17-ketale tragen vorzugsweise die ketalisierte Carbonylgruppe symmetrisch bezüglich der Ebene des Cyclopentanringes.
Die selektive Reduktion der 14(15)-ständigen Doppelbindung kann durch katalytische Hydrierung unter Benutzung einer Katalysator-Lösungsmittel-Kombination, welche eine angemessene Selektivität zeigt, und Beendigung der Hydrierung, wenn die theoretische Menge an Wasserstoff absorbiert worden ist, erreicht werden. Lösungsmittel, welche die Selektivität unterstützen, sind die nichtprotonischen Lösungsmittel, d. h. Lösungsmittel, welche nicht sofort Wasserstoffionen bilden, z. B. aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe und Äther, wie Benzol, Toluol und Dioxan. Andererseits scheinen im allgemeinen protonische Lösungsmittel, wie Essigsäure und Äthanol, unzureichende Selektivität zu gewährleisten.
Es wurde gefunden, daß ein mäßig aktiver Raney-Nickel-Katalysator in einem geeigneten Lösungsmittel im erfindungsgemäßen Verfahren eine gute Selektivität entfaltet. Wenn ein Raney-Nickel-Katalysator mit geringer Aktivität benutzt wird, geht die Hydrierung zu langsam: andererseits tendiert ein kräftiger Katalysator dazu, geringe Selektivität zu zeigen, und dadurch kann eine gewisse Sättigung der 8(9)-ständigen Doppelbindung [gleichzeitig mit der Hydrierung in der 14(15)-Stellung] hervorgerufen werden. • Wahlweise ist ein Palladiumkatalysator, z. B. Palladium auf Bariumsulfat, Calciumcarbonat oder Holzkohle sehr geeignet. Wo eine besondere Katalysator-Lösungsmittel-Kombination eine unzureichende Hydrierung bewirkt, ist es möglich, das Verfahren ohne ernstliche Verminderung der Selektivität durch Zugabe einer Spur von Äthanol zum Hydrierungsgemisch zu beschleunigen.
Die selektive Reduktion der Ausgangsmaterialien kann, wenn Y eine Oxogruppe und T eine gesättigte Bindung ist, z. B. auch mit einem Borhydrid oder mit Lithiumaluminiumhydrid bewirkt werden.
Die erfindungsgemaß herstellbaren Verbindungen sind als Zwischenprodukte in der Synthese von 18-homologenisierten und 8-Isosteroiden nützlich.
Einige von ihnen haben wertvolle hormonale Wirksamkeiten, z. B. als blutcholesterolsenkende Mittel. So zeigt (±)-8-Dehydro-18-homoestradiol-3-methyläther diese Eigenschaft bei geringer Feminisierungswirkung.
Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben, die Infraabsorptionsangaben (IR) beziehen sich auf die Lage der Maxima in cm-1 und die Ultraviolettabsorptionsangaben (UV) auf die Lage der Maxima in πΐμ, wobei die Zahlen in Klammern die molekularen Extinktionskoeffizienten bei diesen Wellenlängen angeben.
Beispiel 1
Natriumborhydrid (0,5 g in Äthanol (60 cm3) wurde unter Rühren zu (±)-3-Methoxy-13-methylgona -1,3,5(10),8 - tetraen -17 - on [(±) - 8 - Dehydrooestron-methyläther] (2,0 g) in Äthanol (150 cm3) bei 14 bis 15° hinzugegeben. Das Gemisch wurde 1 Stunde bei Zimmertemperatur belassen, mit Eisessig angesäuert und bis zur Trockene unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde mit Wasser behandelt, extrahiert und die gewaschenen und getrockneten Extrakte eingedampft. Die Umkristallisation des Rückstandes aus einem Gemisch aus Methanol (15 cm3) und Wasser (3 cm3) ergab (±) - Methoxy - 13ß - methylgony -1,3, 5(10),8 - tetraen -17/3- öl [(±) - 8 - Dehydro - oestradiol-3-methyläther] (0,90 g); Schmelzpunkt 110 bis 112°. Eine Probe sublimierte bei 110°/10-4mm; UV 277 (14 500); die Analyse ergab 79,3% C, 8,4% H, die Bruttoformel C19H24O2, berechnet 80,2% C, 8,5% H.
Beispiel 2
(±)-13j8-Äthyl-3-methoxygona-l,3,5(10),8,14-pentaen-17/S-ol [(±)-8,14-Bisdehydro-18-honio-oestradiol-3-methylätherJ (2,0 g) in Benzol (200 cm3) wurde mit 10%iger palladisierter Holzkohle (0,3 g) in einer Wasserstoffatmosphäre geschüttelt, bis die für die Halbhydrierung notwendige Menge Wasserstoff absorbiert worden war. Filtration des Katalysators und Verdampfung des Lösungsmittels ergaben einen Rückstand, welcher aus wäßrigem Methanol umkristallisiert wurde, um (±)-13/S-Äthyl-3-methoxygona -1,3,5(10),8 - tetraen -17/3 - öl [(±) - 8 - DehydrolS-homo-oestradiol-S-methyläther] (1,2 g) zu ergeben; Schmelzpunkt 108 bis 115°; UV 180 (14 900).
Beispiel 3
(±)-13/S-Äthyl-3-methoxygona-l,3,5(10),8-tetraen-17-on [(±)-8-Dehydro-18-homo-oestron-methyläther] (16,8 g) wurde zu einer Lösung von Natriumborhydrid (6 g) in Methanol (500 cm3) hinzugegeben. Das Gemisch wurde gerührt und kochte bald spontan. Als alles Material hinzugefügt war und die Reaktion abgeklungen war, wurde Essigsäure (15 cm3) hinzugegeben. Das Gemisch wurde eingedampft, Wasser hinzugefügt und das Erzeugnis mit Äther extrahiert. Der Rückstand der verdampften gewaschenen und getrockneten Extrakte ergab rohen kristallinen (±) -13β - Äthyl - 3 -methoxygona -1,3,5(10),8 - tetraen-17j8-ol f(±)-8-Dehydro-18-homo-oestradiol-3-methyläther] (16,8 g); Schmelzpunkt 102 bis 105° nach Umkristallisieren aus Acetonitril.
Beispiel 4
(±)-13-Äthyl-17,17-äthylendioxy-3-methoxygonal,3,5(10),8,14 - pentaen [(±) - 8,14 - Bisdehydro-18 - homo - oestron - 3 - methyläther -17 - äthylenketal] (2,0 g) wurde in Benzol (70 cm3) unter atmosphärischem Druck unter Benutzung eines 5%igen Palladium-auf-Calcium-Carbonat-Katalysators (0,70 g) hydriert. Die Aufnahme von Wasserstoff hörte auf, nachdem 150 cm3 absorbiert worden waren. Das Erzeugnis ergab nach Isolierung und Umkristallisation aus 95%igem Äthanol (±)-13-Äthyl-17,17-äthylendioxy - 3 - methoxygona - l,3,5(10),8 - tetraen C(±) - 8 - Dehydro -18 - homo - oestron - 3 - methyläther-17-äthylenketal] (1,3 g); Schmelzpunkt 135 bis 137°; UV 278 (15 100). Die Analyse ergab 77,5% C, 8,6% H; die Bruttoformel C22H28O3 berechnet für 77,6% C, 8,3% H.
Beispiel 5
^
(±)-3-Acetoxy-13/S-äthylgona-l,3,5(10),8-tetraen-
17 - on [(±) - 8 - Dehydro -18 - homo - oestronacetat] (0,9 g) wurde in einer Lösung von Natriumborhydrid (0,5 g) in Äthanol (100 cm3) aufgelöst. Nachdem die Mischung 16 Stunden lang bei Raumtemperatur gehalten worden war, wurde sie in Eiswasser gegossen, und der aufgetretene Niederschlag wurde gesammelt und ergab nach Umkristallisieren aus wäßrigem Äthanol als ein Halbhydrat (±)-13/3-Äthylgona-l,3,5(10),8-tetraen-3,17/?-diol [(±)-8-Dehydro-
18 - homo - oestradiol] als ein Halbhydrat (0,6 g); Schmelzpunkt 180 bis 182°; UV 276,5 (15 000); gefunden C 77,6, H 8,6; C19H24O2 1Iz H2O erfordert C 77,7, H 8,6%.
Beispiel 6
M) - 3,17/5 - Diacetoxy - 13,3 - äthylgona - 1,3, 5(10),8,14 - pentaen [(±) - 8,14 - Bisdehydro-18-homo-oestradiol-diacetat] (0,24 g) in Benzol (10 cm3) wurde mit einem 10%igen Palladiumauf-Holzkohle-Katalysator (0,1 g) in einer Wasserstorfatmosphäre geschüttelt, bis etwas mehr als das Wasservolumen für eine Halbhydrogenierung absorbiert worden war. Abfiltrieren des Katalysators und Evaporierung des Lösungsmittels ergaben das Produkt, welches aus Äthanol umkristallisiert wurde, in Prismen als (±)-3,17^-Diacetoxy-13/?-äthylgonal,3,5(10),8 - tetraen [(±) - 8 - Dehydro - 18 - homooestradioldiacetat] (0,18 g); Schmelzpunkt 141 bis 143°; UV 277 (15 900); gefunden 74,7% C, 7,7% H; C23H28O4 erfordert 75,0% C, 7,7% H.
Beispiel 7
(±)-3-Methoxy-13;S-n-propylgona-l,3,5(10,8-tetraen-17-on [(±)-8-Dehydro-18-nor-13^i-n-propyloestronmethyläther] (3,5 g) wurde zu einer Lösung von Natriumborhydrid (1,16 g) in Methanol (120 cm3) hinzugefügt. Das Reaktionsgemisch wurde dann unter Rühren am Rückfluß 1Iz Stunde erhitzt. Die sich ergebende Lösung wurde konzentriert, ihr pH-Wert wurde mit wäßriger Essigsäure auf 6 eingestellt und der weiße ausgefallene Niederschlag als (±)-3-Methoxy-13/9-n-propylgona-l,3,5(10),8-tetraen-17^-öl [(±)-8-Dehydro-18-nor-13/?-n-propyloestradiol-3-methyläther] abfiltriert. Schmelzpunkt 134 bis 138°;UV 278(15 350); IR zeigte eine Hydroxybande, aber kein Vorhandensein von Keton; die Analyse ergab 80,5% C, 9,0% H; die Bruttoformel C2xH28O2 berechnet 80,7% C, 9,0% H.
Beispiel 8
gona-l,3,5(10),8,14-pentaen [(±)-8,14-BisdehydrolS-nor-O-n-propylbestron-S-methyläther-n-äthylenketal] (2,5 g) in Benzol (80 cm3) wurde mit Wasserstoff unter atmosphärischem Druck in Gegenwart eines 2%igen Palladium-auf-Calciumcarbonat-Katalysators (0,9 g) geschüttelt. Die Aufnahme von Wasserstoff hörte auf, nachdem die für die Monohydrierung erforderliche Menge (161 cm3) absorbiert worden war. Die Filtration und Verdampfung ergaben ein gummiartiges Harz, welches aus Äthanol umkristallisiert wurde, und ergaben (±)-17,17-Äthylendioxy-3-methoxy-13-n-propylgona-l,3,5(10,8-tetraen [(±)-8-Dehydro-18-nor-13-n-propyloestron-3-methyläther-17-äthylenketal] (1,8 g); Schmelzpunkt 119 bis 120°; UV 278 (15 300); die Analyse ergab 77,7% C, 8,5% H; die Bruttoformel C23H30O3 berechnet 77,9% C, 8,5% H.
Beispiel 9
Natriumborhydrid (12,1 g) wurde zu (±)-13-n-Butyl - 3 - methoxygona - l,3,5(10),8 - tetraen - 17 - on [(±)-13ß-n-Butyl-8-dehydro-18-noroestron-methyläther] (36,2 g) in Äthanol (1200 cm3) hinzugegeben und das Gemisch 1 Stunde unter Rückflußbedingungen behandelt. Beim Abkühlen wurde das Gemisch mit wäßriger Essigsäure angesäuert und unter vermindertem Druck bis zur Trockene eingedampft. Dann wurde Wasser hinzugefügt, das Erzeugnis mit Äther isoliert und aus Hexan umkristallisiert, um (±)-13-n-Butyl-3-methoxygona-l,3,5(10),8-tetraen-17iö-ol [(±)-13/3-n-Butyl-8-dehydro-18-noroestradiol-3-methyläther] (26,9 g) zu ergeben. Schmelzpunkt 90 bis 100°; UV 279 (15 600); IR 3470 (mit keiner Absorbtion im 1750-1700-Bereich); die Analyse ergab 81,0% C, 9,0% H; die Bruttoformel C22H30O2 berechnet 80,9% C, 9,3% H.
Beispiel 10
Zu einer gerührten Lösung von Natriumborhydrid (6,0 g) in Methanol (500 cm3, unter Stickstoff) wurde (±)-13/S-Isobutyl-3-methoxygona-1,3,5(10), 8-tetraen-17-on [(±)-8-Dehydro-13/S-isobutyl-18-noroestron-methyläther] (17 g) hinzugefügt. Das Reaktionsgemisch wurde leicht 1 Minute erhitzt, um die Reaktion in Gang zu setzen, und dann 1 Stunde bei Zimmertemperatur stehengelassen. Nach vorsichtiger Hinzugabe von Eisessig (20 cm3) wurde die Lösung unter vermindertem Druck auf ein Drittel ihres Volumens konzentriert, anschließend erfolgte die Zugabe von Wasser. Die Isolierung mit Äther ergab (±)-13/3-Isobutyl-3-methoxygona-l,3,5(10),8-tetraen-17/3 - öl [(±) - 8 - Dehydro -13/9 - isobutyl -18 - noroestradipl-3-methyläther] als ein gummiartiges Harz (17,0 g); UV 278 (14 560).
Beispiel 11
Eine Lösung von (±)-13/S-Cetyl-3-methoxygonal,3,5(10),8-tetraen-17-on [(±)-13/S-Cetyl-8-dehydro-18-noroestron-methyläther] (0,60 g) und Natriumborhydrid (0,20 g) in Äthanol (110 cm3) wurde 2 Stunden gerührt und so über Nacht stehengelassen. Sie wurde dann unter Rühren 2 Stunden am Rückfluß behandelt, gekühlt und ein Überschuß von 50%iger
Essigsäure hinzugefügt. Das. Gemisch wurde unter vermindertem Druck bis zur Trockne eingedampft, und der Rückstand wurde aufgeteilt zwischen Äther und Wasser. Bei weiterer Aufarbeitung in der üblichen Weise ergab; die .Ätherlösung (±)-13/S-Cetyl-3-methoxygona-li3,5(10),8-tetraen-17/S-ol [(±)-13/9-Cetyl-8-dehydro-18-norqestradiol-3-methyläther] als ein gummiartiges Harz; IR 2970 (Hydroxyl) mit keiner Bande in dem. 17Ö0-l:750-Bereich; UV 278.
Bei s ρ i el 12
. (±)-6/9,13/3-Dimethyl-3-methoxygona-1,3,5(10), 8-tetraen-17-on [(±)-8-Dehydro-6/S-methyloestronmethyläther] (3,0 g) wurde in Methanol (50 cm3) suspendiert und mit einem Überschuß (etwa 0,5 g) von Natriumborhydrid behandelt. Nach 30 Minuten wurde Essigsäure (5 cm3) zugesetztund die Mischung unter reduziertem Druck konzentriert, bis Kristallisation einsetzte. Dann wurde Wasser zugesetzt und die Mischung mit Äther extrahiert. Die. Ätherlösung wurde mit wäßrigem Natriumbicarbonat und mit Salzwasser gewaschen und dann getrocknet. Evaporierung des Lösungsmittels und Umkristallisation des Rückstandes aus Acetonitril ergaben (±)-3-Methoxy-6/9,13/9 - dimethoxygona -1,3,5(10),8- tetraen -17/3 - öl [(± ) - 8 - Dehydro - oß-methyloestradiol- 3 -methyläther] (2,45 g); Schmelzpunkt 130. bis 132°, IR 3340; UV 280 (15 500). Gefunden 80,4% C, 8,65% H. C20H26O2 erfordert 80,5% C, 8,8% H.
Beispiel 13
(±) -13/3 - Äthyl -17,17 - äthylendioxy - 3 - methoxy-6-methylgQna-l,3,5(10),8,14-pentaen [(±)-8,14-Bisdehydro -18 - homo - 6 - methyloestron - 3 -methyläther-17-äthylenketal] (eine Mischung der 6a- und 6/S-Epimeren, 15,3 g) in Benzol (300 cm3) wurde in Wasserstoff mit einem vorreduzierten 2%igen Palladium-auf-Calciumcarbonat-Katalysator (5 g) geschüttelt, bis 1040 cm3 Wasserstoff absorbiert worden waren (10 Minuten). Entfernung des Katalysators durch Filtration und der Lösungsmittels durch Verdampfen, gefolgt von einer Umkristallisation des Rückstandes aus 95% Äthanol, ergaben (±)-13-Äthyl-17,17-äthylendioxy-3-methpxy-6-methylgona-l,3,5(10),8-tetraen [(±)-8-Dehydro-18-homo-6-methyloestron-3-methyläther-17-äthylenketal] (eine Mischung der 6a- und 60-Epimeren; 11,0 g); Schmelzpunkt 122 bis 124°; UV 280 (15 140).
Beispiel 14
(±) -13/3 - Äthyl -17,17 - äthylendioxy - 3 - methoxy-7-methylgona-l,3,5(10),8,14-pentaen [(±)-8,14-Bisdehydr ο -18 - homo - 7 - methyloestron - 3 -methyläther-17-äthylenketal] (eine Mischung der 7a- und 7/3-Epimeren; 0,22 g) in Benzol (8 cm3) wurde zu vorreduziertem 2%igem palladisiertem Calciumcarbonat (0,05 g) in Benzol (3 cm3) und Tetrahydrofuran (2 cm3) hinzugegeben. Die Mischung wurde in einer Wasserstoffatmosphäre geschüttelt, bis die' für die Halbhydrierung erforderliche Menge absorbiert worden war (3 Stunden). Entfernung des Katalysators durch Filtration und des Lösungsmittels durch Verdampfen, gefolgt von einer Umkristallisation des Rückstandes aus Methanol, ergaben (±)-13/S-Äthyl-17,17 - äthylendioxy- 3 -methoxy- 7 -methylgona-1,3, 5(10),8-tetraen [(±)-8-Dehydro-18-homo-7-methyl-
oestron - 3 - methyläther - 17 - äthylenketal] (eine Mischung der 7a- und 70-Epimeren); Schmelzpunkt bei 148 bis 151°; UV 280 (15 500).·
Beispiel 15
(±)- D.-Homo - 3 -methoxy-13/5- methylgona-1,3, 5(10),8-tetraen-17-on [(±)-8-Dehydro-D-homooestron-methyläther] (1 g, Schmelzpunkt 119 bis 124°) in Äthanol (30cm3) wurde mit Natriumborhydrid (0,4 g) 30 Minuten unter Rückflußbedingungen behandelt. Die abgekühlte Lösung wurde mit Essigsäure angesäuert und fast bis zur Trockene eingedampft; dann wurde Wasser zugesetzt, das Erzeugnis mit-Äther isoliert und- aus Äthanol umkristallisiert, um (±)-D-Homo-3-methoxy-13/3-methylgona-l,3,5(lO),8-tetraen-17a,170-ol [(±)-"8-Dehydro - D - homo - oestradiol - 3 - methyläther] (0,8 g) zu ergeben. Schmelzpunkt 83 bis 86°; UV 278 (15 800).

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 13-Alkylgonatetraenen und der entsprechenden D-HomoVerbindungen der allgemeinen Formel
    in welcher R Wasserstoff oder eine gesättigte Alkylgruppe ist, R1 eine gesättigte Alkylgruppe, vorzugsweise Methyl- oder Äthylgruppe, ist, Q eine Methylen- oder Äthylengruppe ist, Y eine ketalisierte Oxogruppe, vorzugsweise eine Äthylendioxygruppe ist; H OH, H Acyloxy oder H Alkoxy ist und der Ring A weiter vorzugsweise mit einer 3-Hydroxy-, 3-Acyloxy- oder 3-Alkoxygruppe substituiert sein kann, dadurch gekennzeichnet, daß man nach an sich bekannten Methoden eine entsprechende Verbindung der allgemeinen Formel
    in welcher R, R1 und Q die zuvor erwähnte Bedeutung haben, Y entweder die zuvor erwähnte Bedeutung hat und T eine äthylenische Bindung oder Y eine Oxogruppe und T eine gesättigte Bindung ist, selektiv reduziert.
DE1962S0080015 1961-06-22 1962-06-20 Verfahren zur Herstellung von 13-Alkylgonatetraenen Expired DE1213405C2 (de)

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