DE1212911B - Vorrichtung zur pneumatischen Aufbereitung von Feststoffteilchen - Google Patents
Vorrichtung zur pneumatischen Aufbereitung von FeststoffteilchenInfo
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Description
- Vorrichtung zur pneumatischen Aufbereitung von Feststoffteilchen Die vorliegende Erfindung betrifft pneumatische Trennvorrichtungen, welche die Zentrifugalkraft, hervorgerufen durch den Transport der von einem Trägermedium in Schwebe gehaltenen Teilchen durch eine gekrümmte Leitung, zur Sortierung oder Klassierung dieser Teilchen verwerten.
- In einer Trennvorrichtung dieser Art werden die großen Teilchen durch die Zentrifugalkraft in Richtung auf ,die Außenwand der Leitung mit dem größeren Krümmungsradius schneller als die kleinen Teilchen geschleudert. Durch geeignete Wahl der Länge und des mittleren Krümmungsradius der Leitung sowie der Durchtrittsgeschwindigkeit des Trägermediums kann man den Hauptanteil der großen Teilchen im äußeren Abschnitt des Querschnittes des Leitungsausganges auffangen, während die Mehrzahl der kleinen Teilchen im inneren Abschnitt dieses Querschnittes aufgefangen werden kann.
- Bei den bekannten pneumatischen Trennvorrichtungen werden die zu trennenden Teilchen dem gesamten Querschnitt des Leitungseinganges zugeführt. Nun zeigen aber diejenigen Teilchen -mit kleinen Abmessungen, die in die Leitung in der Nähe ihrer Außenwand im Bereich des größeren Krümmungsradius eingeführt werden, keinesfalls die Neigung, sich von dieser Wand zu lösen. Folglich findet man diese Teilchen mit kleinen Abmessungen am Leitungsausgang mit den großen Teilchen vermischt. Andererseits treffen die Teilchen mit größeren Abmessungen, die in der Nähe der Außenwand eingeführt werden, bereits lange vor dem Erreichen des Leitungsausganges auf diese Wand auf. Wenn die Wucht, mit der sie auftreffen, groß ist, können diese Teilchen von der Wand abprallen und sich neuerdings mit den kleinen Teilchen vermischen. Aus diesen Gründen kann man bei den herkömmlichen pneumatischen Trennvorrichtungen keine gute Trennung der Teilchen erreichen.
- Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile der bekannten Vorrichtungen zu beseitigen und ihren Wirkungsgrad zu erhöhen.
- Zu diesem Zweck speist man die gekrümmte Leitung nur in dem Abschnitt ihres Eintrittsquerschnittes, der in der Nähe ihrer Innenwand mit geringerem Krümmungsradius liegt, und man führt vorzugsweise in den anderen Abschnitt des Eintrittsquerschnittes ein geeignetes Medium (Gas) ein, das im wesentlichen dieselbe Geschwindigkeit wie das Trägermedium (Trägergas) hat.
- Zum besseren Verständnis der Erfindung wird eine ihrer Ausführungsformen an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Die Trennvorrichtung nach der Figur weist - eine Leitung 2 mit rechteckigem Querschnitt auf, die kreisbogenförmig gekrümmt ist. Zwei Rohre 4 und 6 sind mit dem Einlaß 2 und zwei andere Rohre 8 und 10 mit dem Auslaß der Leitung- verbunden. Eine Schließklappe 7 ermöglicht -es, die Geschwindigkeit des in das Rohr 6 einströmenden Mediums (Gases) zu regulieren. -Die Rohre 8- und -10 sind- an Zyklone 12 und 14 angeschlossen,: deren-Ausgang=Aurch,ein gemeinsames Rohr 16 mit der Saugseite eines Ventilators 18 verbunden ist. Schließklappen 20 ermöglichen. eine Mengenregulierung der Strömung des Mediums in den Röhren 8 und 10.
- Eine in Längsrichtung verlaufende Scheidewand 21 teilt den Ausgang der Leitung 2 in einen inneren und äußeren Kanal, der jeweils den Leitungen 8 und 10 entspricht. Die Länge, mit der diese Scheidewand in das Innere der Leitung 2 reicht, ist von außen mit nicht abgebildeten Mitteln regulierbar, wodurch die effektive Länge der Trennvorrichtung eingestellt werden kann. Die radiale Lage der Scheidewand 21 kann ebenfalls einstellbar sein, aber in diesem Falle müßte man gleichzeitig mit dem Querschnitt der Rohre 8 und 10 diejenigen der Ausgangskanäle, die durch die Scheidewand gebildet sind, abändern.
- Das Trägermedium, gewöhnlich Luft, dringt bei A in das Rohr 4 ein, und das zu sortierende pulverförmige Material wird bei C in das Rohr 4 eingeführt, wo es vom Luftstrom mitgerissen wird. Gleichzeitig dringt Luft bei B in das Rohr, und man reguliert die Schließklappe 7 derart, daß diese Luft im wesentlichen mit der gleichen Geschwindigkeit in die Leitung 2 eindringt wie das Gemisch aus Luft und festen Teilchen, das aus dem Rohr 4 kommt.
- Unter der Wirkung der- Zentrifugalkraft,. der die festen Teilchen in der Leitung 2 unterliegen, neigen diese dazu, sich zur Leitungswand 3 mit dem größten Krümmungsradius zu verlagern. Da aber die Leitungslänge 2 begrenzt ist, gelangen- nur die gröbsten Teilchen und ein sehr geringer Bruchteil der kleinen Teilchen über die Scheidewand 21 hinaus und werden vom Rohr 10 aufgenommen, während der größte Anteil der kleinen Teilchen diesseits der Scheidewand 21 verbleibt und vom Rohr 8 aufgenommen wird.
- Da--die zü.sortierenden oder klassierenden Teilchen nur in einen Abschnitt des Eingangsquerschnittes der Leitung 2 eingeführt werden, und zwar nahe seiner Innenwand 5 mit dem kleineren Krümmungsradius, werden die Teilchen gleicher Größe gruppiert, wobei sich die größeren Teilchen näher an der Außenwand 3 der Leitung 2 @ befinden. Man kann also eine sehr gute Trennung der Teilchen je nach Stoffart oder Größe erreichen.
- Die Klassierung der Teilchen hängt von der Geschwindigkeit des Luftskronmes in der Leitung 2, von der Länge der Scheidewand 21 und dem Verhältnis der Querschnitte der Rohre 4 und 8 ab.
- In den Zyklonen 12 und 14 trennen sich die festen Teilchen vom sie bewegenden Luftstrom und werden am Boden der Zyklone aufgefangen, während die Luft vom Ventilator 18 abgesaugt wird.
- Es ist klar, daß die vorstehend beschriebene Trennvorrichtung mit zahlreichen' Abänderungen ausgeführt werden kann, um sie besonderen Anwendungsgebieten anzupassen, wobei die Vorteile der vorliegenden Erfindung erhalten bleiben.
- Man könnte z. B. einen anderen als einen rechteckigen Querschnitt für die Leitung 2 und die Rohre 4 und 6 verwenden. Bei der Anwendung dieser Trennvorrichtung für eine Brecher- oder Mahlanlage kann man, anstatt die Mischung aus Luft und festem Material im Rohr 4 herzustellen, in dieses bereits eine Mischung von Luft und Teilchen aus dem Brecher- oder Mahlwerk einführen. Um die Wirksamkeit der Trennung zu erhöhen, kann man mehrere Trennvorrichtungen in Reihe schalten,-wobei der aus dem Rohr 20 der ersten Trennvorrichtung abgehende Zweig, der einen bestimmten Prozentsatz kleiner Teilchen enthält, eine andere Trennvorrichtung speist; dessen vom äußeren Kanal abgehender Zweig einen! viel geringeren -Prozentsatz an kleinen Teilchen enthält.
- Man kann ebenfalls mehrere Trennvorrichtungen in Reihe schalten, wobei das Rohr 8 oder 10 einer Trennvorrichtung die folgende speist, wenn man ein Material in mehr als zwei von der Konstruktion abhängige Zweige teilen will.
Claims (4)
- Patentansprüche: 1. Pneumatische Trennvorrichtung zur Aufbereitung von Feststoffteilchen, bestehend aus einer gekrümmten Leitung, in deren Eingang ein in einem Trägermedium (Trägergas) schwebendes pulverförmiges Material mit ungleichartiger Korngröße eingeführt wird; und deren Ausgang von einer in Längsrichtung verlaufenden Scheidewand in zwei Kanäle geteilt ist, d a d u r c h g e -k -e n n z e i c h n e t, : daß das mit den Teilchen des pulverförmigen Materials beladene Trägermedium durch ein Rohr (4) in die Iseitung (2) gelangt, dessen Querschnitt nur einen Teil des Eingangsquerschnittes der Leitung (2) ausmacht und das am Eingang der Leitung mit dieser in der Nähe ihrer Innenwand (5) verbunden ist, und daß ein Medium (Gas), das im wesentlichen dieselbe Geschwindigkeit wie das Trägermedium bei seinem Eintritt in die Leitung aufweist, dem Teil des Einganges der Leitung zugeführt wird, der nicht von dem Rohr eingenommen wird.
- 2. Pneumatische Trennvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in Längsrichtung -verlaufende Scheidewand (21) in ihrer Richtung bezüglich der Leitung (2) verschiebbar ist.
- 3. Pneumatische Trennvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Leitung (2) rechteckig ist.
- 4. Pneumatische Trennvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Ausgangskanal der Leitung mit einer zweiten Trennvorrichtung verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1212911X | 1964-04-29 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1212911B true DE1212911B (de) | 1966-03-24 |
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ID=9676286
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|---|---|---|---|
| DES96788A Pending DE1212911B (de) | 1964-04-29 | 1965-04-27 | Vorrichtung zur pneumatischen Aufbereitung von Feststoffteilchen |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1212911B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3813661A1 (de) * | 1988-04-22 | 1989-11-02 | Krupp Polysius Ag | Mahlanlage |
-
1965
- 1965-04-27 DE DES96788A patent/DE1212911B/de active Pending
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