DE1212990B - Analog-Digital-Wandler - Google Patents
Analog-Digital-WandlerInfo
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03M—CODING; DECODING; CODE CONVERSION IN GENERAL
- H03M1/00—Analogue/digital conversion; Digital/analogue conversion
- H03M1/12—Analogue/digital converters
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
H03k
Deutsche Kl.: 21 al-36/00
Nummer: 1212990
Aktenzeichen: W 30843 VIII a/21 al
Anmeldetag: 6. Oktober 1961
Auslegetag: 24. März 1966
Die Erfindung betrifft einen Analog-Digital-Wandler.
Eine bekannte Art von Analog-Digital-Wandlern ist in der USA.-Patentschrift (reissue) 23 686 von
R. A. Heising vom 14.7.1953 beschrieben. Im
wesentlichen besteht der Heising-Wandler aus einem binären Zähler umkehrbarer Zählrichtung, dessen
Zähler durch eine bipolare Impulse fester Wiederholungsfrequenz erzeugende Quelle unter dem Einfluß
eines Fehlerverstärkers selektiv erhöht oder erniedrigt wird, wobei der Ausgang des Fehlerverstärkers
eine Funktion einer ersten Spannung ist, die den Zustand des Zählers darstellt, ferner einer zweiten
Spannung, die dem umzuwandelnden analogen Nachrichtensignal proportional ist.
Bei der Heising-Anordnung erfordert die genaue Umwandlung eines analogen Nachrichtensignals mit
einer Bandbreite von etwa 100 kHz einen Fehlerverstärker mit einer Bandbreite von etwa 200 MHz.
Offensichtlich bietet der Aufbau eines derartigen Breitbandverstärkers zahlreiche schwierige Probleme
der Stabilisierung und Kompensation.
Der Erfindung liegt daher allgemein die Aufgabe zugrunde, einen Analog-Digital-Wandler des Heising-Typs
zu schaffen, der keinen Breitbandverstärker erfordert, und der eine hohe Zuverlässigkeit und
äußerste Einfachheit des Aufbaus aufweist. Diese Aufgabe ist für ein System zur Umwandlung analoger
Signalteilstücke in entsprechende Digitaldarstellungen, mit einer ein Analogsignal in die Signalteilstücke
unterteilenden Tastschaltung, einem Zähler umkehrbarer Zählrichtung zum Erzeugen einer der Signalteilstückamplitude
proportionalen digitalen Darstellung, einer dem Vergleich der Signalteilstückamplitude
mit einer der Zählereinstellung proportionalen Größe dienenden Vergleichsschaltung zum Erzeugen
eines Vergleichssignals und einer auf das Vergleichssignal ansprechenden Korrekturschaltung zum Ändern
der Zählereinstellung unter gleichzeitig erfolgender Änderung des Vergleichssignals, bis das Vergleichssignal
einen vorbestimmten Wert annimmt, dadurch gelöst, daß die Korrekturschaltanordnung
eine bipolare Impulse mit veränderlicher und zur Größe des Vergleichssignals direkt proportionalen
Wiederholfrequenz (/0—/2—Z0) erzeugende Quelle
zum Zuführen von Impulsen vorbestimmter Polarität an den Zähler aufweist.
Sonach kann die Wiederholfrequenz der Impulsquelle ihrerseits durch die Amplitude des Ausgangs
eines Fehlerverstärkers geregelt werden, dessen Eingänge aus einem ersten, den Zustand des Zählers
darstellenden Signal und einem zweiten, die Ampli-Analog-Digital-Wandler
Anmelder:
Western Electric Company Incorporated,
New York, N.Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Fecht, Patentanwalt,
Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
Als Erfinder benannt:
Reginald Alfred Kaenel, Murray Hill, N. J.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 1. November 1960
(66 512)
V. St. v. Amerika vom 1. November 1960
(66 512)
tude des umzuwandelnden analogen Nachrichtensignals darstellenden Signal bestehen. Weiterhin gibt
eine positive oder negative Abweichung des Fehlerverstärkerausgangs von einem Gleichgewichtszustand
an, ob das erste oder das zweite Signal größer als das andere ist. Diese Abweichung wird verwendet, um
festzulegen, ob der positive .oder der negative Impulsausgang der bipolare Impulse veränderlicher
Wiederholfrequenz erzeugenden Quelle zum Eingang des umkehrbaren binären Zählers gegeben wird, wodurch
dieser bei positiven Impulsen eine Addition und bei negativen Impulsen eine Subtraktion durchführt,
und zwar je mit einer Zählgeschwindigkeit, die sich mit der Wiederholgeschwindigkeit der Impulse
ändert.
Bei einer derartigen Ausführung kann eine naturgetreue Kodierung eines analogen Signals mit einer
Bandbreite von 100 kHz durch Verwendung eines schmalbandigen Fehlerverstärkers verhältnismäßig
einfacher Bauart durchgeführt werden, d.h. eines Verstärkers mit einer Bandbreite von nur etwa 500 kHz.
Für Fehlersignale verhältnismäßig kleiner Amplitude reicht der Verstärker aus, um den Wandler in der
Art einer herkömmlichen Heising-Anordnung arbeiten zu lassen, d. h. in einer Art, bei der der Verstärker
schnell genug arbeitet, um der stufenweisen Zählung des umkehrbaren Zählers zu folgen. Für Fehlersignale
verhältnismäßig hoher Amplitude wird jedoch die Zählgeschwindigkeit des umkehrbaren Zählers
erhöht, wobei dann der Verstärker auf Grund seiner
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einfachen Bauart nicht mehr in der Lage ist, den stufenweisen Änderungen des Ausgangspegels des
Zählers mit höherer Frequenz zu folgen. Trotzdem ist der Wandler, da er während des Vorhandenseins
von Fehlersignalen hoher Amplitude wie ein Servosystem mit stabiler Lage arbeitet, noch voll in der
Lage, schnelle Änderungen des umzuwandelnden analogen Eingangssignal« naturgetreu in digitaler
Form zu kodieren.
Die obigen Ausführungen zeigen, daß es sich bei der Erfindung — kurz gesagt — um eine in bestimmter
und vorteilhafter Form durchgeführte Steuerung des Analog-Digital-Wandlers nach Art einer integral
wirkenden Regelung handelt. Das Prinzip der integral wirkenden Regelung, der sogenannten I-Regelung,
ist aus der Regeltechnik bekannt.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnungen beschrieben; es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung eines speziellen
Analog-Digital-Wandlers, der das Prinzip der Erfindung verkörpert,
Fig. 2A, 2B und 2C graphische Darstellungen,
welche für das Verständnis der Arbeitsweise des in F i g. 1 dargestellten Wandlers nützlich sind,
Fig. 3A einen spannungsgesteuerten Oszillator
veränderlicher Frequenz, wie er im Wandler der F i g. 1 enthalten sein kann,
Fig.3B graphisch die Arbeitsweise des Oszillators
der F i g. 3 A.
Fig. 3C in graphischer Form die Differenz zwischen
der Ausgangsfrequenz des Oszillators der Fig,3A und der Frequenz eines Oszillators fester
Frequenz als Funktion des an den Oszillator veränderlicher Frequenz angelegten Steuer- oder Fehlersignals,
F i g. 4 verschiedene Signalformen der Quelle bipolarer
Impulse mit veränderlicher Wiederholfrequenz, die im Wandler der Fi g. 1 enthalten ist,
Fig. 5 ein Rückkopplungssystem für den in Fig. 1
dargestellten Wandler.
Aus der Fig. 1 ist ersichtlich, daß der dargestellte Wandler von einer Quelle 100 die umzuwandelnden
analogen Eingangssignale erhält und an Ausgangsleiter 190,191 und 192 digitale Signale liefert, welche
die dem Wandler von der Quelle 100 eingegebenen Analogsignale darstellen.
Der Wandler der Fig. 1 enthält einen verhältnismäßig
schmalbandigen Fehler- oder Vergleichsverstärker 110, der in einem speziellen FaIl3 in dem die
Bandbreite der analogen Eingangssignale etwa 10OkHz betragt, nur eine Bandbreite von etwa
500 kHz zu haben braucht. Die Eingänge des Verstärkers 110 sind Signale der analogen Quelle 100,
wobei der Verstärker 110 in der Lage ist, ohne Zeitverzögerung diesen Signalen zu folgen oder auf sie
anzusprechen, ferner Rückkopplungssignale, welche die Zählung eines umkehrbaren binären Zählers 175
darstellen, wobei der "Verstarker 110 in der Lage
oder nicht in der Lage sein kann, den Rückkopplungssignalen stufenweise zu folgen, je nachdem, ob
die Zählgeschwindigkeit des Zählers 175 verhältnismäßig
niedrig oder hoch ist
Die Kollektorelektrode eines Transistors 111 des
Verstärkers 110 ist mit einem Knotenpunkt 115 verbunden,
der über einen Trennwiderstand 116 mit der Basiselektrode eines Transistors 131 eines Gattersteuerkreises
130 verbunden ist. Der Knotenpunkt 115 ist ferner mit einer "bipolare Impulse veränderlicher
Wiederholfrequenz erzeugenden Quelle 120 verbunden, wobei die Quelle einen spannungsgesteuerten
Oszillator 121 veränderliche Frequenz enthält, dessen Aufbau und Arbeitsweise nachstehend im Zusammenhang
mit der Erläuterung der Fig. 3 A, 3B und 3 C eingehend beschrieben werden wird.
Der Ausgang der Quelle 120 geht zu einem bipolaren Gatterkreis 140, der, je nachdem, ob der Gattersteuerkreis
130 sich im leitenden oder nichtleitenden ίο Zustand befindet, in der Lage ist, nur positive oder
nur negative Impulse über einen bipolaren Verstärker 150 zum umkehrbaren Zähler 175 durchzulassen.
Der Ausgang des Zählers 175 erscheint an binär be-
- .Gm Ungenauig-
-werteten Widerständen jR, -=--
keiten bei der Abnahme der digitalen Ausgangssignale vom Zähler 175 klein zu halten, führt man
vorteilhafterweise den Ausgang des Zählers einem Binärkode-Gray-Kode-Wandler 180 herkömmlicher
ao Form zu und dann einem herkömmlichen Speicherkreis
185, der unter dem Einfluß jedes an einem Leiter 186 erscheinenden Tastimpulses bewirkt, daß eine
digitale Darstellung des analogen Eingangssignals an den Ausgangsleitern 190,191 und 192 erscheint. Bekannüich
sollen die dem Kreis 185 zugeführten Tastimpulse mit einer Frequenz auftreten, die etwas
größer ist als das Doppelte der höchsten, in dem analogen Emgangsnachrichtensignal vorhandene Frequenz.
In dem Kreis 140, der in dem hier beschriebenen Wandler enthalten ist, unterscheidet sich der Strom
in einer Tunneldiode stets von dem Strom in einer anderen. Diese asymmetrische Vorspannungsanordnung
bereitet gleichzeitig nur eine der Dioden auf das Ansprechen auf Eingangsimpulse vor. Im einzelnen
spricht der Kreis 140 nur auf positive Impulse an, wenn die Diode 141 den größeren Strom führt,
und nur auf negative Impulse, wenn die Diode 142 den größeren Strom führt.
Normalerweise, d. h., wenn der Pegel des analogen Eingangssignals und die Zählung des umkehrbaren
Zählers 175 beide Null sind oder, allgemeiner, wenn das analoge Eingangssignal und das Rückkopplungssignal des Zählers die Emitterelektrode des Tran-
sistors 111 des Fehlerverstärkers 110 um gleiche oder fast gleiche Betrage positiv oder negativ zu
machen suchen, ist die Spannung des Knotenpunktes 115 in bezug auf die Erde eine vorbestimmte positive
Spannung V0, die eine Funktion der Vorspannungen
und der mit den Elektroden des Transistors 111 verbundenen Widerstände ist.
Die am Knotenpunkt 115 erscheinende positive Spannung F„ bewirkt, daß der Transistor 131 des
Gattersteuerkreises 130 nichtleitend ist. Die Spannung V0 wird ferner an den spannungsgesteuerten
Oszillator veränderlicher Frequenz 121 der Quelle bipolarer Impulse 120 angelegt, so daß die Ausgangsfrequenz
des Oszillators 121 den Wert /0 hat. Der
Ausgang des Oszillators 121 wird in einem herkömmliehen Misch- oder Filterkreis 122 mit der Ausgangsfrequenz
jf0 eines Oszillators 123 konstanter Frequenz
vereinigt. Der Filterteil des Kreises 122 ist so bemessen, daß nur die Differenz zwischen den Frequenzen
der Oszillatoren 121 und 123 zu einem herkömmlichen Differenzierkreis 124 gehen können.
Wenn sich der Knotenpunkt 115 auf der vorbestimmten Gleichgewichtsspannung V0 befändet, beträgt die
zum Kreis 124 gehende Ausgangsfrequenz /0—/0, sie
ϊ 212 990
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ist dann einfach ein Gleichstromsignal. Ein derartiges nungsquelle 145 über die untere Diode 142 in Rich-Signal
bewirkt, daß keine Zählimpulse über den tung des Pfeils 144, wodurch der bipolare Gatter-Kreis
140 und den Verstärker 150 zum umkehrbaren kreis 140 so vorgespannt wird, daß nur negative Im-Zählerl75
gelangen. Daher wird die Zählung des pulse von der bipolare Impulse veränderlicher
Zählers 175 weder erhöht noch erniedrigt, wie es für 5 Wiederholfrequenz erzeugenden Quelle 120 zum biein
Signal sein soll, das sich aus einem Zustand er- polaren Verstärker 150 gehen können,
gibt, bei dem der Ausgang des Zählers 175 bereits Weiterhin bewirkt die am Knotenpunkt 115 ergenau oder fast genau das analoge Eingangssignal scheinende Spannung V2, daß die Frequenz des Osdarstellt, das durch die Quelle 100 dem Wandler zu- zillators 121 auf einen Wert f2 zunimmt, so daß bigeführt wird. io polare Impulse mit einer Wiederholfrequenz Z2-Z0
gibt, bei dem der Ausgang des Zählers 175 bereits Weiterhin bewirkt die am Knotenpunkt 115 ergenau oder fast genau das analoge Eingangssignal scheinende Spannung V2, daß die Frequenz des Osdarstellt, das durch die Quelle 100 dem Wandler zu- zillators 121 auf einen Wert f2 zunimmt, so daß bigeführt wird. io polare Impulse mit einer Wiederholfrequenz Z2-Z0
Es sei nun angenommen, daß der Pegel des analo- am Ausgang der Quelle 120 erscheinen. Wie oben
gen Eingangssignals momentan größer als der Pegel angegeben wurde, werden jedoch nur die negativen
wird, der durch das vom Zähler 175 über den Rück- Ausgangsimpulse durch den Kreis 140 zum Verstärkopplungsweg
176 an den Transistor Ul des Fehler- ker 150 durchgelassen. Hierbei sprechen die oberen
Verstärkers 110 angelegte Signal dargestellt wird. Ein 15 Transistoren 153 und 154 auf negative Eingangsderartiger
Zustand bewirkt, daß die Leitung durch impulse an, wodurch verstärkte Abbilder der Imden
Transistor Ul hindurch kleiner wird und daß pulse zum Zähler 175 geliefert werden. Der Zähler
die Spannung des Knotenpunkts 115 demgemäß auf spricht seinerseits auf das Anlegen negativer Impulse
einen Pegel, z. B. auf V1, abnimmt, der weniger posi- durch Erniedrigung seiner Zählung an, wodurch die
tiv als die Gleichgewichtespannung V0 ist. Die Diffe- 20 Größe des Rückkopplungssignals herabgesetzt wird,
renz V0-V1 stellt den Fehlersignalausgang des Ver- das über den Weg 176 an die Emitterelektrode des
stärkers 110 dar. V1 bewirkt seinerseits, daß der Transistors 111 des Fehlerverstärkers 110 angelegt
Transistor 131 des Gattersteuerkreises 130 leitet, wo- wird. Schließlich kehrt die Spannung des Knotendurch
ein Strom durch die Tunneldioden 141 und punktes 115 zum Gleichgewichtswert V0 zurück, der,
142 in der durch den Pfeil 143 angegebenen Rieh- 25 wie oben dargelegt worden ist, keine Änderung des
rung fließt und den bipolaren Gatterkreis 140 so vor- Zustandes des Zählers 175 bewirken kann,
spannt, daß nur positive Impulse von der bipolare Fig. 2A zeigt graphisch die Änderung der Span-Impulse veränderlicher Wiederholfrequenz erzeugen- nung des Knotenpunktes 115 als Funktion der reladen Quelle 120 zum bipolaren Verstärker 150 gehen tiven Größen des Rückkopplungssignals und des können. Weiterhin bewirkt die Spannung V1, daß die 30 analogen Eingangssignals.
spannt, daß nur positive Impulse von der bipolare Fig. 2A zeigt graphisch die Änderung der Span-Impulse veränderlicher Wiederholfrequenz erzeugen- nung des Knotenpunktes 115 als Funktion der reladen Quelle 120 zum bipolaren Verstärker 150 gehen tiven Größen des Rückkopplungssignals und des können. Weiterhin bewirkt die Spannung V1, daß die 30 analogen Eingangssignals.
Frequenz des Ausgangs des Oszillators 121 auf einen Wie oben angegeben worden ist, reicht für Fehler-Wert^
abnimmt, so daß bipolare Impulse mit einer signale verhältnismäßig geringer Amplitude (mit an-Wiederholfrequenz
Z0-Z1 am Ausgang der Quelle deren Worten: für verhältnismäßig geringe Änderun-120
erscheinen. ledoch gehen, wie oben angegeben gen der Amplitude des umzuwandelnden analogen
wurde, nur positive Ausgangsimpulse durch den 35 Eingangssignals) die Kennlinie des Fehlerverstärkers
Kreis 140 zum Verstärker 150. 110 einfacher Bauart des in Fig. 1 dargestellten
Der Verstärker 150 weist eine Gegentaktanord- Wandlers aus, um dem Wandler zu erlauben, der
nung herkömmlicher Form auf. Transistoren 151 Zählungsgeschwindigkeit des umkehrbaren Zählers
und 152 sprechen auf positive Eingangsimpulse des 175 stufenweise nach Art einer Heising-Anordnung
Kreises 140 an, wodurch verstärkte Abbilder der Im- 40 zu folgen. Für Fehlersignale verhältnismäßig großer
pulse an den Zähler 175 geliefert werden. Der Zäh- Amplitude wird jedoch die Zählgeschwindigkeit des
ler 175j der vorteilhafterweise als umkehrbarer Zäh- umkehrbaren Zählers 175 wesentlich erhöht, so daß
ler hoher Zählgeschwindigkeit ausgebildet ist, spricht der vergleichsweise schmalbandige Fehlerverstärker
auf das Anlegen positiver Impulse durch Vergröße- 110 dann nicht mehr in der Lage ist, den höherrung
seiner Zählung an, wodurch der Wert des Rück- 45 frequenten stufenweisen Änderungen des Ausgangskopplungssignals
vergrößert wird, das über den Weg pegels des Zählers 175 zu folgen. Trotzdem ist der
176 an die Emitterelektrode des Transistors 111 des hier beschriebene Wandler, da er während des Vor-Fehlerverstärkers
HO angelegt wird. Infolgedessen handenseins von Fehlersignalen hoher Amplitude kehrt die Spannung des Knotenpunkts 115 zur rech- wie ein Servosystem mit stabiler Lage arbeitet, noch
ten Zeit zum Gleichgewichtswert V0 zurück, der, wie 50 voll in der Lage, schnelle Änderungen des analogen
oben beschrieben worden ist, keine Änderung des Eingangssignals naturgetreu zu kodieren.
Zustandes des Zählers 175 zur Folge hat. Die Fähigkeit des in Fig. 1 dargestellten Wand-
Zustandes des Zählers 175 zur Folge hat. Die Fähigkeit des in Fig. 1 dargestellten Wand-
Es sei nun angenommen, daß der Pegel des analo- lers, schnelle Änderungen des analogen Eingangsgen Eingangssignals momentan kleiner als der Pegel signals naturgetreu zu kodieren, auch wenn der
wird, der durch das über den Rückkopplungsweg 55 Wandler einen verhältnismäßig schmalbandigen Ver-176
dem Fehlerverstärker 110 zugeführte Signal dar- stärker enthält, ist in graphischer Form in den
gestellt wird. Ein derartiger Zustand bewirkt, daß Fig. 2 B und 2 C dargestellt. In Fig. 2B ist die Sidie
Leitung durch den Transistor 111 des Verstärkers gnalform200 des analogen Eingangssignals zusam-110
hindurch zunimmt, wodurch die Spannung des men mit der Signalform 205 des digitalen Ausgangs-Knotenpunktes
115 auf einen Pegel, z. B. auf V2, an- 60 signals eines Heising-Wandlers dargestellt, der zur
steigt, der positiver als die Gleichgewichtsspan- Erläuterung so abgeändert ist, daß er einen Fehlernung
V0 ist. Die Differenz V2-V0 stellt wieder das verstärker geringer Qualität der Art enthält, wie er
Fehlerausgangssignal des Verstärkers 110 dar. V2 be- 'im Wandler der Fig. 1 vorhanden ist. Wegen der
wirkt seinerseits, daß der Transistor 131 des Gatter- schmalbandigen Kennlinie eines derartigen Fehlersteuerkreises
130 nichtleitend wird. Mit anderen 65 Verstärkers würde der Zähler des abgeänderten Hei-Worten,
es fließt kein Strom durch die Tunneldioden sing-Wandlers z. B. nach oben weiterzählen, auch
141 und 142 des Kreises 140 in Richtung des Pfeils wenn die Amplitude des umzuwandelnden analogen
143. Es fließt jedoch ein Strom von der Vorspan- Eingangssignals ihren Maximalpunkt 201 erreicht hat
und abzunehmen beginnt. Insbesondere läßt sich der F i g. 2 C entnehmen, daß das Fehlerausgangssignal
des Verstärkers 110 erst einige Zeit t2 nach der
ZeUi1 (Fig. 2B), die dem Auftreten des Maximalpunktes
201 entspricht, zum Gleichgewichtsspannungswert F0 zurückkehrt. Dementsprechend würde
der Zähler eines abgeänderten Wandlers bisheriger Art während des Zeitintervalls i2-^1 seine Zählung
weiter vergrößern, was, wie durch die Signalform 205 der Fig. 2B angedeutet ist, bewirkt, daß der
Ausgang des Zählers über die Signalform 200 des umzuwandelnden analogen Signals hinausschießt. Infolgedessen
ist der Ausgang des Zählers eines derartigen abgeänderten Wandlers bisheriger Art keine
naturgetreue Darstellung des analogen Eingangssignals in digitaler Form.
Wenn andererseits entsprechend dem Erfindungsprinzip die Wiederholfrequenz der Zählimpulsquelle
entsprechend der Größe des Fehlerausgangssignals des Verstärkers 110 selektiv geändert wird, ergibt
sich, daß der Ausgang des umkehrbaren Zählers eine naturgetreue Darstellung des analogen Eingangssignals ist, wie sich aus dem Vergleich der Signalformen
200 und 201 der F i g. 2 B ergibt, auch wenn für manche Änderungen des analogen Eingangssignals
der Verstärker 110 nicht in der Lage ist, dem Zählerausgang stufenweise zu folgen. Für solche
Änderungen arbeitet der Wandler der F i g. 1 wie ein Servosystem mit stabiler Lage, das in Fig. 5 darge- .-->
stellt ist.
In Fig. 5 stellt der Block500 die Verstärker 110
und 150, die Quelle 120, den Zähler 175 und die Kreise 130 und 140 des Wandlers der Fig. 1 dar.
Die Quelle 100, die Knotenpunkte 112 und 177 sowie der Rückkopplungsweg sind in Fig. 5 mit entsprechenden
Bezugszahlen der F i g. 1 bezeichnet. Ferner stellt in Fig. 5 u den Verstärkungsfaktor
des Blocks 500 und β das Rückkopplungsverhältnis des Systems dar. Bekanntlich ist das Rückkopplungssystem der F i g. 5 in der Lage, trotz Vorhandenseins
von NichÜinearitäten und Rauschens im Block 500 Ausgangssignale zu liefern, die getreue Abbilder der
angelegten Eingangssignale sind.
In F i g. 3 A ist eine Oszillatoranordnung dargestellt, wie sie vorteilhafterweise für den spannungsgesteuerten
Oszillator veränderlicher Frequenz 121 der bipolaren Impulsquelle 120 verwendet wird. Der
Oszillator der Fig. 3 A enthält eine Tunneldiode 301, die in Reihe mit einer Spule 302, einem Widerstand
303 und einer positiven Spannungsquelle 305 liegt. Ferner ist die Anode einer herkömmlichen asymmetrisch
leitenden Einrichtung 304 mit der Anode der Diode 301 verbunden, während die Kathode der
Einrichtung 304 mit dem Knotenpunkt 115 der F i g. 1 verbunden ist. Somit dient die Spannung des
Knotenpunkts 115 gegenüber der Erde als Vorspannungsquelle für die Einrichtung 304.
Wenn die Einrichtung304 aus der in Fig. 3A
dargestellten Einrichtung entfernt wird, und wenn der Arbeitspunkt der Tunneldiode 301 so gewählt
wird, daß er auf dem Punkt 310 der Fig. 3B liegt,
der durch den Schnittpunkt der Belastungslinie 311 ■ mit der Sparmungsstromkennlinie 312 der Tunneldiode
301 definiert ist, kann das Schwingungsverhalten der Anordnung durch den strichpunktierten
Weg 313 dargestellt werden, wobei ein vollständiges Durchlaufen dieses Wegs einer Arbeitsperiode des
Oszillators der F i g. 3 A entspricht.
Wenn dann die Einrichtung 304 wieder in die Oszillatoranordnung der Fig. 3A eingesetzt wird, und
wenn eine positive Vorspannung von F0 an die Kathode
der Einrichtung angelegt wird, ändert sich der Schwingungsweg des Kreises der Fig. 3A über den
rechten Teil der Fig. 3B hinaus, um dem durch den ausgezogenen Pfeil 315 angegebenen Weg zu folgen.
Wenn die an die Einrichtung 304 angelegte positive Vorspannung den Wert F1 annimmt, wird der
Schwingungsweg so geändert, daß er teilweise dem durch den ausgezogenen Pfeil 316 angedeuteten Weg
folgt, wenn ferner der Wert der positiven Vorspannung F2 ist, wird der abgeänderte Weg zum Teil
durch den ausgezogenen Pfeil317 in Fig. 3B angedeutet.
Eine Untersuchung der Arbeitsweise der in Fig. 3A dargestellten Oszillatoranordnung zeigt,
daß deren Schwingungsfrequenz höher ist, wenn eine größere Vorspannung als F0 an die Einrichtung 304
angelegt wird, als wenn eine Vorspannung F1 angelegt wird, die kleiner als F0 ist. Wenn somit die
Spannung des Knotenpunktes 115 der F i g. 1 über den Wert F0 zunimmt, z. B. auf F2, wächst die Frequenz
des Oszillators 121 auf /2, und die Differenz zwischen den Ausgängen der Oszillatoren 121 und
123 nimmt ebenfalls zu, wobei die Größe der Frequenzdifferenzen
direkt proportional der Spannungszunahme des Knotenpunkts 115 über den Gleichgewichtsspannungswert
F0 hinaus ist.
Wenn die Spannung des Knotenpunkts 115 unter den Wert von F0 abfällt, z.B. auf F1, nimmt die
Frequenz des Oszillators 121 auf Z1 ab, und die Differenz
zwischen den Ausgängen der Oszillatoren 121 und 123 nimmt wieder auf einen Wert zu, der direkt
proportional der Zunahme der Knotenpunktsspannung ist. Die Wirkung der Spannungsänderungen des
Knotenpunkts 115 auf die Ausgangsfrequenz des Misch- und Filterkreises 122 ist in Fig. 3C in graphischer
Form zusammengefaßt. In Fig. 3C und auch in F i g. 4 stellt das Symbol /121 die Ausgangsfrequenz
des Oszillators 121 dar.
Der Ausgang des Misch- und Filterkreises 122 ist in Fig. 4 für einen speziellen Fall dargestellt, bei
dem die Ausgangsfrequenzen der Oszillatoren 121 und 123 verschieden sind. Ferner sind in F i g. 4 für
diesen speziellen Fall die bipolaren Impulse dargestellt, welche durch den Differenzierkreis 124 an den
bipolaren Gatteriaeis 140 geliefert werden.
Aus dem vorstehenden ergibt sich, daß der Analog-Digital-Wandler in der Lage ist, analoge Signale
naturgetreu in ihre digitalen Darstellungen umzuwandeln, trotzdem in der Ausführung ein einfacher
schmalbandiger Fehlerverstärker enthalten ist, dessen Kennlinie an sich nicht ausreicht, um verhältnismäßig
hochfrequenten stufenweisen Änderungen des Ausgangszustandes der Ausführung folgen zu
können.
Es sei bemerkt, daß, obwohl in F i g. 1 nur ein dreiziffriger Wandler dargestellt ist, auch ein n-ziffriger
Analog-Digital-Wandler, der nach dem gleichen Prinzip arbeitet, ohne weiteres gebaut werden kann.
Claims (6)
1. System zur Umwandlung analoger Signalteilstücke in·entsprechende Digital-Darstellungen,
mit einer ein Analogsignal in die Signalteilstücke
unterteilenden Tastschaltung, einem Zähler umkehrbarer Zählrichtung zum Erzeugen einer der
Signalteilstückamplitude proportionalen digitalen Darstellung, einer dem Vergleich der Signalteilstückamplitude
mit einer der Zählereinstellung proportionalen Größe dienenden Vergleichsschaltung
zum Erzeugen eines Vergleichssignals und einer auf das Vergleichssignal ansprechenden
Korrekturschaltung zum Ändern der Zählereinstellung unter gleichzeitig erfolgender Änderung
des Vergleichssignals, bis das Vergleichssignal einen vorbestimmten Wert annimmt, dadurch gekennzeichnet, daß die Korrekturschaltanordnung
eine bipolare Impulse mit veränderlicher und zur Größe des Vergleichssignals direkt proportionaler Wiederholfrequenz
Qq-fi, /2—/0) erzeugende Quelle (120) zum Zuführen
von Impulsen vorbestimmter Polarität an den Zähler (175) aufweist.
2. System nach Anspruch 1, bei dem die Korrekturschaltanordnung die Vergleichsschaltung
mit dem Zähler verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß die Korrekturschaltanordnung einen
bipolaren Verstärker (150) und eine Steueranordnung enthält, die die Impulsquelle (120) mit dem
Zähler koppelt, und daß die Steueranordnung einen Gattersteuerkreis (130) und einen bipolaren
Diodengatterkreis (140) zum unter dem Einfluß der Polarität des Vergleichssignals erfolgenden
Festlegen der Polarität des bipolaren Impulssignals aufweist.
3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gattersteuerkreis einen Knoten
(115), der von dem Ausgang der Vergleichsschaltung und von dem Eingang der Impulsquelle
gebildet ist, mit dem Ausgang der Imquelle verbindet und daß der Gattersteuerkreis
unter dem Einfluß der einen Polarität des Vergleichssignals leitend und unter dem Einfluß der
anderen Polarität nichtleitend ist.
4. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bipolare Gatterkreis auf den
Leitungszustand des Gattersteuerkreises anspricht, um nur Impulse der einen Polarität von der Impulsquelle
zum Zähler durchzulassen.
5. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsquelle (120) einen spannungsgesteuerten
Oszillator veränderlicher Frequenz (121), der auf die Größe des Vergleichssignals anspricht, einen Oszillator fester Frequenz
(123) und eine Überlagerungsschaltung (122) zum Erzeugen eines Frequenzdifferenzsignals aufweist.
6. System nach Anspruch 5, dadurch gekenn; zeichnet, daß die Impulsquelle einen auf die Frequenzdifferenz
ansprechenden Differienzierkreis
(124) zum Erzeugen der bipolaren Impulse aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Normenblatt DIN 19226, Januar 1954;
»Elektrotechnik—Maschinenbau«, 1959, H. 22, S. 530 bis 535.
Normenblatt DIN 19226, Januar 1954;
»Elektrotechnik—Maschinenbau«, 1959, H. 22, S. 530 bis 535.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 539/380 3.66 © Bundesdruckerei Berlin
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|---|---|---|---|
| US66512A US3127601A (en) | 1960-11-01 | 1960-11-01 | Analog-to-digital converter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1212990B true DE1212990B (de) | 1966-03-24 |
Family
ID=22069971
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW30843A Pending DE1212990B (de) | 1960-11-01 | 1961-10-06 | Analog-Digital-Wandler |
Country Status (4)
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|---|---|
| US (1) | US3127601A (de) |
| DE (1) | DE1212990B (de) |
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