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Schaltungsanordnung zur- selbsttätigen Erfassung der von Rollenzählern
angezeigten Zählerstände, z. B. von Gebührenzählern in Fernsprechanlagen Die Erfindung
bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur selbsttätigen Erfassung der von Rollenzählern
angezeigten Zählerstände, z. B. von Gebührenzählern in Fernsprechanlagen. Zu diesem
Zweck ist es bereits bekannt, die einzelnen Zähler der Reihe nach in periodischen
Abständen, z. B. jeweils am Monatsende, über Auswahlschaltglieder anzusteuern und
die von den einzelnen Rollen des jeweils angesteuerten Zählers angezeigten Ziffern
in Form von Impulsreihen oder analogen elektrischen Werten zu einer zentralen Registriereinrichtung
zu übertragen. Zur Markierung der einzelnen Ziffern auf den einzelnen Rollen sind
demzufolge zusätzliche Kontakte oder elektrische Markierungen vorgesehen, so daß
sich die Herstellung der einzelnen Zähler dadurch wesentlich verteuert. Darüber
hinaus sind Vorkehrungen zu treffen, damit von den abzutastenden Zählern eingenommene
Zwischenstellungen nicht zu Fehlanzeigen führen.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher; eine Schaltungsanordnung zu schaffen,
die eine einfachere und sichere Erfassung der von Rollenzählern angezeigten Zählerstände
ermöglicht. Erreicht wird dieses durch die Verwendung von binär zählenden Rollenzählern,
deren Rollen zur Kennzeichnung einer binären »1« jeweils mit einem Kontakt ausgerüstet
sind, wobei die allen Kontakten desselben Zählers gemeinsame Gegenfeder jeweils
an einem Ausgang eines Zählerauswahlschaltgliedes und die Arbeitsfedern der gleichnamigen
Rollen aller Zähler über richtungsabhängige Schaltelemente, z. B. Dioden, miteinander
vielfachgeschaltet jeweils an einen Ausgang eines Stellenauswahlschaltgliedes angeschaltet
sind, dessen Eingang über ein Auswerteschaltglied und eine Spannungsquelle mit dem
Eingang des Zählerauswahlschaltgliedes verbunden ist.
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Infolge der binären Zählweise lassen sich die einzelnen Ziffernwerte
je Zählerrolle durch die Schaltstellung eines einzigen Rollenkontaktes markieren.
Die Ausbildung der Zähler kann dadurch sehr einfach gestaltet werden. Weiterhin
bleiben infolge der starren Kopplung der jeweils fortzuschaltenden Rollen untereinander
Zwischenstellungen ohne Auswirkung auf das Abfrageergebnis, so daß sowohl schrittweise
als auch kontinuierlich angetriebene Zählwerke Verwendung finden können. Die Verwendung
binärer Zähler ermöglicht zudem die koordinatenmäßige Ansteuerung durch Ausschaltglieder
mit jeweils nur einem Satz von Ausgängen, so daß sich gegenüber den bekannten Anordnungen,
die mit mehrteiligen Auswahlschaltgliedern arbeiten oder aber ein zusätzliches drittes
Auswahlschaltglied benötigen, der Aufwand weiterhin vermindert. Als Auswerteschaltglied
kann in einfacher Weise ein Relais verwendet werden.
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Die Weiterleitung der durch das Auswerteschaltglied ermittelten binären
Ziffernfolge kann in an sich bekannter Weise erfolgen. Ist die Registriereinrichtung
an entfernter Stelle angeordnet und erfolgt die Übertragung zu dieser über eine
Fernmeldeleitung, so ist es zweckmäßig, die binäre Ziffernfolge im bekannten Zwei-Frequenzen-Binärcode
zu senden. Dieses kann in einfacher Weise dadurch -erreicht werden, daß ein mit
dem Eingangskreis der Registriereinrichtung gekoppelter Oszillator zur Kennzeichnung
der binären »0« mit einer bestimmten Grundfrequenz schwingt, die durch Zuschalten
einer Zusatzkapazität zur Schwingkreiskapazität durch einen Kontakt des Auswerteschaltgliedes
geändert wird.
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Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung ist in dem mit dem Auswerteschaltglied
verknüpften Eingangsstromkreis der Registriereinrichtung ein Ruhekontakt eines das
Stellenauswahlschaltglied zyklisch fortschaltenden Steuerrelais geschaltet. Auf
diese Weise wird sichergestellt, daß aufeinanderfolgende gleichartige Zeichen sicher
voneinander getrennt werden können.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung seien nachfolgend an Hand des in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels. erläutert. Der obere Teil der
Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung die Rollenzähler TZ1 bis TZx, jeweils
mit der gemeinsamen Gegenfeder g und den den Rollen individuell zugeordneten Arbeitsfedern
s 1 bis s16 für 16stellige Binärzähler. Die gemeinsamen Gegenfedern g der
einzelnen Zähler sind jeweils mit einem Ausgang 1 bis x des Zählerauswahlschaltgliedes
WZ verbunden.
Ebenso sind die gleichnamigen Rollenkontakte,
z. B. 1s1 bis xsl, der durch das Zählerauswahlschaltglied WZ aassteuerbaren Zähler
TZ1 bis TZx über individuelle Dioden, z. B. 1G1, untereinander vielfachgeschaltet
mit jeweils einem Ausgang 1 bis 16 des Stellenauswahlschaltgliedes WS verbunden,
Die individuellen Gleichrichter dienen der Entkopplung der Markierstromkreise und
verhindern eine Verfälschung des Abfrageergebnisses. Weiterhin sind die Eingänge
beider Auswahischaltglieder über. das Auswerterelais F und die Gleichstromquelle
zusammengeschaltet. Kontakt f des Auswerterelais F steuert die Weiterleitung der
ausgewerteten binären Ziffernfolge durch den Oszillator OZ.
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Ist der in dem jeweils ausgewählten Steuerstromkreis liegende Rollenkontakt
geschlossen, so wird, da dann Relais F -erregt ist; die frequenzbestimmende Schwihgkreiskapazität
C 1 durch Schließen des Kontaktes f = die Kapazität des Kondensators- C 2 vergrößert
und demzufolge die Sendefrequenz des Oszillators OZ geändert. Der Ausgang des 0@syzillators
OZ ist über den Ausgangsübertrager A(l mit dem Eingangskreis - E der Registriereinrichtung
Reg gekoppelt. Der Impulsgeber JG steuert in Verbindung mit dem Steuerrelais J die
zyklische Förtschal= tung des Stellenauswahlschaltgliedes WS und bewirkt mit- Kontakt
12 im Eingangsstromkreis E für die Registriereinrichtung Reg eine Trennung der aufeinanderfolgend
ausgesendeten Binärzeichen.
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Die Arbeifsweise der gezeigten Anordnung ist folgende: über den Steuereingang
AN des Zählerauswahlschaltgliedes WZ gesteuert wird der Eingang des Auswahlschaltgliedes
mit einem der Ausgänge verbunden und auf diese Weise einer der abzufragenden Zähler
TZ1 bis TZx.: ausgewählt. Sobald. diese Einstellung erfolgt ist, wird über den.
Ausgang JG der Impulsgeber JG angelassen,. der abwechselnd das Steuerrelais
J ein- und ausschaltet. Mit jedem-Ansprechen des Steuerrelais wird, über den Kontakt
i 1 das Stellenauswahlschaltglied um einen Schritt: weitergeschaltet, bis die Ausgangsstellung
O' wieder erreicht ist und der Impulsgeber JG stillgesetzt wird. Gleichzeitig mit
dem Anlassen des Impulsgebers wird auch der Oszillatör OZ freigegeben, der zunächst
auf' der durch die Kapazität C 1 bestimmten Frequenz schwingt. Diese über. den Ausgangsübertrager
A ü auf @ den Eingangskreis der Registriereinrichtung einwirkende Signalspannug,
bleibt jedoch ohne Auswirkung,. da. der Kontakt i2 zunächst geöffnet ist. Erst wenn
das Stellenauswahlschaltglied WS auf den ersten Ausgang 1. eingestellt ist und das
Steuerrelais J wieder, abgefallen ist; wird die vom Oszillätor OZ abgegebene Signalwechselspannung
zur Registriereinrichtung Reg weitergeleitet. Söbald- das Steuerrelais J wieder,
anspricht,. wird. die Aussendung des ersten. Binärzeichens beendet. und gleichzeitig
das Stellenauswahlschaltglied. WS. auf den zweiten Ausgang durchgeschaltet. Mit.
Rückkehr des Steuerrelais J in. die Ruhelage wird dann. das zweite Binärzeichen-
zur Aussendung freigegeben: Dieses Spiel wiederholt sieh nun so lange; bis mit dem
17. Steuerimpuls das...Stellenauswahlschaltglied WS die Ruhelage wieder erreicht
hat und damit den. Impulsgeber JG und den Oszillator OZ sperrt.
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D.ie Auswahl der einzelnen Zähler TZ -1 bis TZx durch das Zählerauswahlschaltglied
WZ: kann nun, selbsttätig fortlaufend nacheinander erfolgen oder gesteuert werden,
beispielsweise durch Eingabe der Zählernummer über den Eingang AN. Die zuletzt
genannte Art der Fortschaltung des Zählerauswahlschaltgliedes ist besonders dann
angebracht, wenn die Auswahlschaltglieder und die Registriereinrichtung an getrennten
Stellen angeordnet sind und sich der Eingangskreis der Registriereinrichtung. über
eine Fernmeldeleitung erstreckt. Um in einem solchen Anmeldungsfall sicherzustellen;
daß die der Registriereinrichtung übermittelten. Zählerstände dem, richtigen Teilnehmer
angelastet werden, erfolgt die Einstellung, des Zählerauswahlschaltgliedes zweckmäßig.
von. der Registriereinrichtung aus, über- die angeschlossene-Fernmeldeleitung, indem.
vor jeder. Zählerabtastung die Nummer des abzulesenden Zählers in an, sich bekannter
Weise zur Abfragestelle übermittelt und von der gestrichelt gezeigten. Auswerteinrichtung
A.E aufgenommen wird,. die dann über, den- Eingang- AN
die entsprechende Einstellung
des- Zählerauswahlschaltgliedes WZ steuert.