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Elektronisches Kodiergerät mit einem Zähler, der eintreffende Impulse
akkumuliert Die Erfindung bezieht sich auf elektronisches Kodiergerät mit einem
aus mehreren in Serie geschalteten dekadischen Stufen bestehenden Zähler, der in
beliebiger Folge eintreffende Impulse akkumuliert sowie mit einer zum Auslesen des
akkumulierten Zahlenwertes dienenden, zusätzlichen dekadischen Speicherstufe für
die Einerstelle, deren Inhalt sich normalerweise mit dem des Zählers ändert.
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In verschiedenen Zweigen der Industrie benötigt man oft Überwachungssysteme,
die bestimmte Zustände und Betriebswerte einer Anlage, wie z. B. eine Durchflußgeschwindigkeit,
messen und dementsprechende Daten einer zentral gelegenen Station übermitteln, wo
die Messungen angezeigt, überwacht und/oder aufgezeichnet werden. Dort, wo die obere
tragung von kommerziellen Daten, wie z. B. von Rechnungsbeträgen od. dgl., von einem
in der Zentrale aufgestellten Rechner gesteuert werden, ist selbstverständlich eine
außerordentlich exakte Datenübertragung an den Rechner erforderlich. Bei Durchflußmessungen
höchster Genauigkeit werden im allgemeinen Meßwerke mit zwangläufiger Bewegung verwendet,
da diese genauer sind als andere Typen.
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Grundsätzlich weisen derartige Durchflußmesser einen einfachen Kolben
oder einen Drehkolben auf, wobei elektrische Kontakte derart angeordnet sind, daß
sie sich bei jedem Kolbenhub oder bei jeder Drehung des Kolbens um einen bestimmten
Winkel schließen. Ein mit dem Kontakt verbundener elektrischer Kreis erhält dadurch
Impulssignale in wahlloser Folge, wobei die bestimmte Folgezahl während eines Zeitintervalls
die Durchflußgeschwindigkeit während dieser Zeit angibt und die Zahl der während
der Zeit von der elektrischen Schaltung empfangenen Impulse ein Maß für die durch
das Meßwerk geflossene Flüssigkeitsmenge ist.
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Wie der Fachmann leicht einsieht, werden Durchflußmesser der beschriebenen
Art, d. h. solche, bei denen einzelne Ausgangsimpulse erzeugt werden, dann gewählt,
wenn eine Übertragung der Meßdaten über eine größere Entfernung nötig ist. Gegenüber
Durchflußmessern mit analogem Ausgangssignal werden dadurch mögliche Fehler vermieden,
die aus Spannungsverlusten während der Übertragung resultieren.
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Im allgemeinen ist der in der Zentralstation stehende Rechner, der
die Meßwerte von einem oder mehreren Durchflußmessern erhält, ein Digitalrechner
mit einem bestimmten Kodeschema und einem gespeicherten Programm, das in aufeinanderfolgenden
Abschnitten der Zeitsteuerung verschiedene Berechnungen durchführt. Aus diesem Grund
können die
von dem Meßgerät in wahlloser Folge abgegebenen Werte nicht direkt als
Eingangsdaten für den Digitalrechner verwendet werden, sondern müssen zuerst in
Digitalzahlen eines Binärkodes verwandelt werden, der mit dem speziellen Rechner
in der Zentrale abgestimmt ist.
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Um weiterhin Durchflußzahlen in einem größeren Bereich genau zu übertragen,
sind natürlich für die Wiedergabe digitale Signale mit vielen Binärstellen nötig.
Aus Wirtschaftlichkeitsgründen ist es zusätzlich von Vorteil, zwischen dem Kodiergerät
und dem zentralen Rechner eine möglichst geringe Anzahl von Übertragungskanälen
oder Leitungen zu verwenden, was darauf hinausläuft, daß die Ausgangsdaten des Kodiergeräts
an den Rechner in Serie übertragen werden.
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Das Problem, die Impulssignale, die bei dem Durchflußmesser in wahlloser
Folge anfallen, in digitale Signale in einem vom Rechner akzeptierten Binärkode
umzuwandeln, wird durch die Tatsache erschwert, daß die zu messende Durchflußgeschwindigkeit
vom Rechnerprogramm vollkommen unabhängig ist. Deshalb kann es vorkommen, daß der
Rechner Meßdaten während solcher Zeitintervalle anfordert, in denen die Durchflußgeschwindigkeit
relativ hoch ist, oder umgekehrt während solcher Zeitintervalle, in denen sie Null
ist. Im ersten Fall muß ein brauchbares Kodiergerät ständig die vom Meßwert abgegebenen
Impulssignale aufnehmen und
akkumulieren, während gleichzeitig die
an den Rechner abzugebenden Daten von den während der Übertragungszeit am Kodiergerät
eintreffenden Signale unabhängig bleiben müssen, damit an den übertragenen Daten
nicht die größten Fehler auftreten können.
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Diese letztere Eigenschaft ist am besten an Hand eines speziellen
Beispiels zu verstehen. Unter der Voraussetzung, daß die Daten vom Kodiergerät allgemein
in Serie und die einzelnen Stellen einer Digitalzahl nach fallenden Potenzen übertragen
werden, könnte es vorkommen, daß der Wert 09999 irrtümlicherweise als 00000 übertragen
wird, und zwar dann, wenn gerade in dem Moment, in dem die oberste Stelle kodiert
wird, ein einziger Impuls an das Kodiergerät gelangte, der den Zahlenwert tatsächlich
auf 10 000 erhöhen würde; vorausgesetzt natürlich, daß nicht der Übertragerteil
des Kodiergeräts während der Übertragungszeit unabhängig vom Empfängerteil arbeitet.
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Es ist bereits ein aus einem Zähl- und einem Speicherteil bestehender
dekadischer Zähler bekannt, bei dem jeder einzelnen Zählerdekade ein eigener Speicherkreis
zugeordnet ist. Zur Übertragung des jeweils akkumulierten Zahlenwertes werden sämtliche
Speicherkreise von den Zählstufen getrennt und abgefragt.
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Weiterhin ist ein Zähler bekannt, der mit der ganz bestimmten Frequenz
eines Taktgebers zählt. Bei diesem Zähler wird die Zählung während der Abfrage unterbrochen.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches
elektronisches Gerät zur Zählung in beliebiger Folge eintreffender Impulse, beispielsweise
aus einem Durchflußmesser, zu schaffen, wobei gleichzeitig mit der Übertragung eines
bereits im Zähler enthaltenen Wertes die Zählfunktion des Zählers erhalten bleiben
muß.
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Dies wird dadurch erreicht, daß die dekadische Speicherstufe der
ersten Dekadenstufe nachgeschaltet ist und während eines aus ihr und den nachgeschalteten
Dekadenstufen erfolgenden Lesevorgangs durch einen Inhibitionskreis gegen Veränderungen
ihres Zählstandes geschützt ist, während die erste Zähldekade ununterbrochen auf
eintreffende Signale anspricht.
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Hierdurch entsteht ein verbessertes elektronisches Kodiergerät, welches
in wahlloser Folge empfangene Eingangsimpulse zählt und speichert. Die gespeicherte
Information wird dann in Serie während einer ausgewählten Periode abgelesen, während
der die Information gegen Veränderung geschützt wird und trotzdem weitere Informationen
aufgenommen und gezählt werden. Damit die im Zählwerk gespeicherten Werte unabhängig
vom gleichzeitigen Empfang weiterer Eingangssignale abgelesen werden können, ist
außerdem eine gesonderte Speicherstufe vorgesehen, die normalerweise in Abhängigkeit
von der unmittelbar vorausgehenden Zählerstufe geschaltet ist. Während eines Lesevorgangs
ist der Wert in dieser Speicherstufe jedoch gegen Veränderungen geschützt, auch
dann, wenn der Wert in der vorhergehenden Stufe durch das Eintreffen eines oder
mehrerer Impulssignale von dem Durchflußmesser verändert wird. Das Gerät ist mit
einer neuartigen Abtastung versehen, die nicht nur die erforderlichen Daten in Serie
aufbereitet, sondern auch den im Zähler gespeicherten Wert in den 2-aus-5-Prüfkode
umsetzt. Es werden also in wahlloser Folge eintreffende Signale kontinuierlich angenommen
und
eine Vielzahl von in geeigneter Weise modifizierten, in einen ausgewählten Informationskode
umgesetzte Ausgangssignale in Serie abgegeben. Das Gerät kann vorzugsweise in Verbindung
mit einem Durchflußmesser nach dem Prinzip der zwangläufigen Bewegung verwendet
werden, um angesammelte Meßwerte als digitale Daten darzustellen.
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Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist ein Prüfbiterzeuger
vorgesehen, der den in den Zählstufen verwendeten sieben-vier-zwei-eins-, 7-4-2-1-Kode
zur Informationsübertragung in einen 2-aus-5-Kode umsetzt. Da zur Prüfung der 7-4-2-l-O-Prüfkode
verwendet wird, werden die einzelnen Zählerstellen nicht in dem standardmäßigen
8-4-2-1-Kode, sondern in einem Binärkode gespeichert, dessen einzelne Stellenwerte
7-4-2-1 sind. Deshalb wird für jede Zählerstufe ein neuartiger Schaltkreis verwendet,
der dafür sorgt, daß in der Einerstelle jeder gespeicherten Zahl nicht mehr als
2 Bits auftreten und die Stelle, wenn sie den Wert 9 enthält, bei Empfang des nächsten
Impulses auf Null gesetzt wird. Der Prüfbiterzeuger setzt den im Zählwerk verwendeten
binären 4-Bit-Kode am Ausgang in einen 2-aus-5-Kode um. Um die Daten in Serie aus
dem dekadischen Zähler herauszulesen, wird eine neue Abtastschaltung vermittelt.
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Das Kodiergerät, von dem eine bevorzugte Ausführungsform nachstehend
im einzelnen beschrieben wird, besteht aus einem fünfstelligen Dezimalzähler, der
die vom Durchflußmesser abgegebenen Impulse zählt und akkumuliert. Für die Übertragung
der digitalen Daten wird eine hohe Genauigkeit durch den 2-aus-5-Kode erreicht,
trotzdem ist die Konstruktion des Zählers einfach, weil nämlich jede Dekade die
Daten im herkömmlichen Binärkode speichert und ein Prüfbiterzeuger für jede Dekade
den binären 4-Bit-Kode in den gewünschten 2-aus-5-Kode umwandelt.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
folgenden Beschreibung an Hand der Zeichnung, in der F i g. 1 das Blockschaltbild
einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kodiergeräts ist, Fig. 2
ein zum Teil als Blockschaltbild ausgeführtes elektrisches Schaltschema der Zählerstufe
des in F i g. 1 gezeigten Geräts wiedergibt, Fig. 3 ähnlich wie Fig. 2 den in Fig.
1 gezeigten Einerspeicher darstellt, Fig. 4 ähnlich wie F i g. 2 den in F i g. 1
gezeigten Stellenabtaster veranschaulicht und F i g. 5 ähnlich wie F i g. 2 den
in Fig. 1 gezeigten Ausgangsabtaster und Prüfbiterzeuger darstellt.
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Obwohl das erfindungsgemäße Gerät allgemeine Verwendbarkeit aufweist,
ist es insbesondere an eine bekannte Vorrichtung zur Fernübertragung von Meßwerten
angepaßt, die aus einer Zentrale und räumlich entfernten Unterstationen besteht.
Jede Unterstation enthält Vorkehrungen zur Messung und Überwachung ausgewählter
Betriebsgrößen und zur Steuerung mehrerer dort installierter Instrumente und Geräte.
Auf Befehl der Zentrale gibt die aufgerufene Unterstation digitale Daten - bei spezieller
Ausführung dieser Vorrichtung im 2-aus-5-Kode - ab, die die verschiedenen Meßwerte
oder Stellungen der einzelnen Steuerorgane wiedergeben. Aus den oben aufgezählten
Gründen, wie der wahllosen Folgefrequenz oder dem Problem, gleichzeitig Daten zu
empfangen und zu übertragen, ist es notwendig, daß jede Unterstation
Kodiergeräte
enthält, um die von Durchflußmessern oder ähnlichen Geräten empfangenen Daten richtig
zu übertragen. Wie aus der folgenden Beschreibung hervorgeht, ist das erfindungsgemäße
Gerät vorzugsweise zur Verwendung in solchen ausgedehnten Systemen bestimmt.
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Wie in F i g. 1 gezeigt, wird die durch die Leitung 10 fließende
Flüssigkeitsmenge mittels eines Durchflußmessers gemessen, der am Ausgang 14 eine
Folge von Signalen erzeugt, deren Folgefrequenz proportional der Durchflußgeschwindigkeit
in der Leitung 10 ist. Bei dem Meßgerät 12 handelt es sich um einen bekannten Durchflußmesser
nach dem Prinzip der zwangläufigen Bewegung. und ein am Ausgang 14 entstehendes
Signal zeigt an, daß eine vorbestimmte Flüssigkeitsmenge das Meßwerk 1.2 passiert
hat.
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Wenn z. B. die Durchflußgeschwindigkeit in der Leitung 10 Null ist,
erscheinen natürlich auch auf der Leitung 14 keine Impulse. Ist dagegen die Durchflußgeschwindigkeit
maximal, so hat auch die Zahl der pro Zeiteinheit auf der Leitung 14 erscheinenden
Signale ein Maximum, das bei einem typischen System einer Folgefrequenz von 100
Hz entspricht.
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Bei anderen Durchflußgeschwindigkeiten liegt die Folgefrequenz demgemäß
zwischen den Grenzen von 0 und 100 Hz.
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Nach F i g. 2 empfängt das Relais 15 Impulse vom Durchflußmesser
12 über die Klemmen der Leitung 14. Gewöhnlich haben das Meßwerk, die Wicklung des
Relais 15 und die Zuleitungen zwischen dem Meßwerk und dem Relais stark induktiven
Charakter, so daß der Stromverlauf eine beträchtliche Einschwingzeit erfordert und
scharfe Impulse nicht direkt aus dem Durchflußmesser erhalten werden können.
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Das Relais 15 spricht auf den vom Meßgerät erzeugten Strom an und
erzeugt durch das Schließen seines Kontakts die gewünschten steilen Impulsflanken.
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Eine Diode parallel zur Relaiswicklung stellt einen Strompfad für
den Stromstoß dar, der dann auftritt, wenn der induktive Kreis der Relaiswicklung
unterbrochen wird. Bei geöffnetem Kontakt liegt ein Punkt 19 über einen verbindenden
Widerstand 21 auf Erdpotential; schließt sich der Kontakt, so wird eine positive
Spannung von 6 Volt direkt an den Punkt 19 und an den dekadischen Zähler 16 der
F i g. 1 angelegt. Auf diese Weise spricht also das Relais 15 auf das vom Durchflußmesser
12 erzeugte Signal an und erzeugt am Eingang der ersten Stufe des Zählers 16 einen
scharfen Impuls.
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Der Zähler 16 enthält die herkömmlichen dekadischen Zählstufen 18,
20, 22, 24 und 26 und die Einerspeicherstufe 28. Jede der Zählstufen zählt von Null
bis Neun und wird mit dem nächsten empfangenen Impuls auf Null zurückgesetzt, wobei
ein Übertrag in die nächsthöhere Stufe erzeugt wird. Im ganzen sind fünf Stufen
vorgesehen, die bis 99999 zählen.
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Die im Zählwerk 16 vorhandene Einerspeicherstufe 28 ist normalerweise
dem Zähler der Einerstelle 18 direkt nachgeschaltet, d. h., der in der Speichereinheit
28 gespeicherte Wert ist genau der gleiche wie der in der Einerstelle 18. Wie jedoch
weiter unten im einzelnen dargelegt werden soll, wird der Wert in der Speichereinheit
28 während eines Lesevorgangs unter Steuerung einer Zählunterdrükkungsschaltung
30 »eingefroren«, d. h. gegen Veränderungen geschützt, auch dann, wenn über die
Leitung 14 am Punkt 19 erscheinende weitere Impulse
bewirken, daß sich der in der
Einerstelle 18 befindliche Wert ändert. Am Ende des Lesevorgangs wird der Unterdrückungskreis
30 abgeschaltet, was zur Folge hat, daß die Speichereinheit 28 automatisch den in
diesem Moment in der Einerstelle 18 vorhandenen Wert annimmt. Außerdem registriert
die Speichereinheit 28 auch, ob während des Lesevorgangs von der Einerstelle 18
ein Übertrag erzeugt wurde, so daß der jetzt in der Speichereinheit 28 und den Dekadenstellen
20, 22, 24 und 26 gespeicherte Wert genau derselbe ist wie der in den Stellen 18,
20, 22, 24 und 26 einschließlich der Impulse, die während des Lesevorgangs vom Meßwerk
12 abgegeben wurden. In dieser Weise trennt die Speichereinheit 28 den Zähler 16
vom Meßgerät 12 während eines Kodierzyklus, so daß Fehler im Ausgangssignal verhindert
werden und außerdem mit Sicherheit kein Eingangsimpuls ungezählt bleibt, was natürlich
ebenfalls ein fehlerhaftes Ausgangssignal zur Folge hätte.
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Während eines Lesevorgangs wird der in der Speichereinheit 28 und
den dekadischen Zählstufen 20, 22, 24 und 26 gespeicherte Wert der Reihe nach durch
einen Stellenabtaster abgefragt, der mit den verschiedenen Stufen durch die Vielfachleitungen
34, 36, 38, 40 und 42 verbunden ist. Der Ausgang des Datenkodeerzeugers, der in
dem Kodiergerät normalerweise vorher eingestellt wird, ist ebenfalls mit dem Stellenabtaster
32 über eine Mehrstellenleitung 46 verbunden, um am Anfang der übertragenen Nachricht
ein digitales Ausgangssignal zur Kennzeichnung der Datenart zu erzeugen. Da jede
Dekadenstufe, wie auch der Ausgang des Datenkodeerzeugers 42 durch den Stellenabtaster
32 angewählt wird, werden die Ausgänge der Schalterelemente in der betreffenden
Stelle der Reihe nach durch den Ausgangsabtaster 48 abgefragt. Der Abtaster 48 bewirkt
zusätzlich, daß der 7-4-2-1-Kode, in dem die Daten in jeder Stelle gespeichert sind,
automatisch in den gewünschten 2-aus-5-Ausgangskode umgesetzt wird. Die Zuordnung
zwischen dem 7-4-2-1-Kode und dem 2-aus-5-Kode zeigt Tabelle 1.
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Tabelle 1
| 7-4-2-1-Kode 2-aus-5-Kode |
| Dezimal- Stellenwert Stellenwert |
| wert 7 4 2 1 7 4 2 1 O |
| 0 0000 11000 |
| 1 0001 00011 |
| 2 0010 00101 |
| 3 0011 00110 |
| 4 0100 01001 |
| 5 0101 01010 |
| 6 0110 01100 |
| 7 7 1000 10001 |
| 8 1001 10010 |
| 9 1010 10100 |
Außerdem ist ein Nachrichtenende-Zeichen-Erzeuger 51 vorgesehen, der über die Leitung
52 mit der Ausgangsleitung 50 vom Ausgangsabtaster 48 verbunden ist und in bestimmten
Zeitpunkten ein digitalkodiertes Signal liefert, welches das Ende des Lesevorgangs
anzeigt. Man sieht also, daß das auf der Leitung 50 erscheinende Ausgangssignal
während eines Umwandlungsvorgangs aus sieben Zeichengruppen besteht, nämlich aus
einem Funktionszeichen, den fünf Stellen der gespeicherten Zahl und
dem
Nachrichtenende-Zeichen. Die Einzelheiten der dafür benötigten besonderen Schaltkreise
werden im folgenden beschrieben.
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Wie schon in Fig.1 angedeutet, wird der Umwandlungsvorgang durch
Anlegen eines Lesebefehls-Signals von der Zentrale über die Leitung 54 eingeleitet.
Dieser Befehl setzt einen K-Zeit-Generator 56 in Tätigkeit, der bei der hier beschriebenen
Ausführungsform der Erfindung so arbeitet, daß er auf ein solches Signal hin insgesamt
sechs gleich lange Zeitintervalle K, bis K6 festlegt. Mit dem einen Ausgang des
K-Zeit-Generators 56 ist ein B-Zeit-Generator 58 verbunden, der jedes Zeitintervall
K in fünf Abschnitte B1 bis Bs unterteilt. Die Ausgänge des Generators 56 sind mit
dem Stellenabtaster 32 über ein Vielfachkabel 60 verbunden, und die des Generators
58 sind über ein weiteres Vielfachkabel 62 mit dem Ausgangsabtaster 48 verbunden.
Auf diese Weise werden die nötigen Zeitsignale für die richtige Folge der abgehenden
Nachricht erzeugt. Die Einleitung eines K-Zeitintervalls bewirkt, daß an dem anderen
Ausgang des Generators56 entsprechende Signale abgegeben werden, welche die Zählunterdrückung
30 und den Datenkodeerzeuger 44 einschalten. Das gleichzeitige Auftreten eines K,;-Zeitintervalls
und eines Bs-Abschnitts betätigt über das »Und«-Gatter 64, das damit leitend wird,
nach einer vorbestimmten Zeitverzögerung den Nachrichtenende-Zeichen-Erzeuger 51
und schaltet die Zählunterdrückung 30 und den Datenkodeerzeuger 44 ab.
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Für alle in dem erfindungsgemäßen Gerät vorkommenden Dekadenzähler,
wie sie in Fig. 1 im Blockschaltbild als 18, 20, 22, 24 und 26 bezeichnet sind,
kann irgendeiner der bekannten Schaltkreise gewählt werden. Eine bevorzugte Ausführungsform
für eine solche Zählstufe, die speziell geeignet ist, binäre Daten in 7-4-2-1-Kode
zu speichern, ist jedoch in Fig. 2 gezeigt. Danach enthält eine Zählerstufe vier
in Reihe geschaltete Flip-Flops 70, 72, 74 und 76, wobei nur für das erste das Schaltbild
gezeigt ist, während die übrigen in blockweiser Darstellung wiedergegeben sind.
Die in F i g. 2 gezeigte Schaltung gehört zur Einerstelle 18, wobei zu bemerken
ist, daß die übrigen Dekadenstufen mit Ausnahme des Relais 15 identisch sind. Alle
Flip-Flops dieser Stufe werden zu Anfang durch einen Rückstellungsimpuls über die
Leitung 78 in den Zustand der binären Null zurückversetzt. Dieser negative Rückstellungsimpuls
wird über eine Diode 80 an die Basis eines Transistors 82 im Flip-Flop 70 und parallel
dazu über die Leitungen 84, 86 und 88 an ähnliche Schaltungen der Flip-Flops 72,
74 und 76 angelegt. Da alle Flip-Flops gleich sind, wird auf die entsprechenden
Schaltkreise der in Blockform dargestellten Flip-Flops hier weiter nicht Bezug genommen,
wenn es nicht erforderlich ist.
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Der an die Basis des Transistors 82 angelegte negative Rückstellungsimpuls
bewirkt, daß dieser Transistor leitfähig wird und das Potential des Kollektors,
das in diesem Fall Erde ist, über einen Kondensator92 und einen Widerstand 94 an
die Basis eines komplementären Transistors 90 angelegt wird, um diesen in den nichtleitenden
Zustand zu schalten oder darin zu erhalten und dadurch das Flip-Flop in den Zustand
»Null« zu versetzen. Die vom Durchflußmesser 10 über die Leitung 14 eintreffenden
positiven Impulse bewirken abwechselnde Anderung der Leitfähigkeitzustände der Transistoren
82 und 90 nach dem herkömmlichen Flip-Flop-Verfahren, und
zwar über einen Kondensator
96 und eine erste Steuerdiode 98, einen Kondensator 105 und eine Zweitsteuerdiode
102. Dabei ist zu beachten, daß der zweite auf der Leitung 14 eintreffende Impuls
ebenso wie jeder nachfolgende geradzahlige Impuls den Transistor 82 aus dem nichtleitenden
in den leitenden Zustand umschaltet und dabei das Potential des Kollektors von minus
12 Volt auf ungefähr Erdpotential anhebt. Diese positiv werdende Welle wird über
die Leitung 104 an den Eingang des Flip-Flop 72 gelegt, um die Leitfähigkeitszustände
der darin befindlichen Transistoren zu steuern. Auf diese Weise entsteht aus der
Kombination der Flip-Flops 70, 72, 74 und 76 ein Zähler, der von selbst bis zu fünfzehn
Impulsen zählen und speichem kann, sich beim Empfang eines sechzehnten Impulses
auf Null zurückstellt und auf der Leitung 106 einen Übertragimpuls abgibt.
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Wie oben erwähnt, soll jedoch ein dekadischer Zähler angewandt werden,
d. h. ein solcher, bei dem jede Zählerstufe beim Empfang eines zehnten Impulses
einen Übertragungsimpuls abgibt und bei dem ferner der binäre Wert in jeder Stufe
gemäß dem in Tabelle 1 gezeigten 7-4-2-1-Kode gespeichert wird.
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Beide Eigenschaften sind in der Schaltung der F i g. 2 durch Einfügen
eines Paares gleichartiger negativer »Oder«- oder »Weder-Noch«-Gatter 108 und 110
gewährleistet, wobei nur das »Oder«-Gatter 108 als vollständige Schaltung gezeichnet
ist. Diese Schaltungsweise ist eine wichtige Eigenschaft der Erfindung; anstatt
daß nämlich eine Folge von Rückkopplungsimpulsen erzeugt und an die einzelnen Stufen
des Zählers angelegt wird, um einen Dezimalzähler mit Hilfe einer komplexen Schaltung
herzustellen, ist hier ein Paar relativ einfacher »Weder-Noch«-Gatter ausreichend,
um sowohl eine Dezimalzählung als auch eine Umwandlung des standardmäßigen 8-4-2-1-Kode
in den gewünschten 7-4-2-1-Kode zu erreichen.
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In bezug auf Tabelle 1 und unter Berücksichtigung, daß das Flip-Flop
70 die Stelle mit dem Wert 1 und das Flip-Flop 76 die Stelle mit dem Wert 7 verkörpern,
kann man sehen, daß beim Empfang des siebten Impulses zwischen den normalen und
den gewünschten Flip-Flop-Zuständen folgender Unterschied besteht: Tabelle 2
| Normaler Zustand Gewünschter Zustand |
| Impuls der Flip-Flops der Flip-Flops |
| Nr. 70 72 74 76 70 72 74 76 |
| 6 1 0110 |
| 7 1110 0001 |
Fig. 2 ist zu entnehmen, daß über die Leitungen 112, 114 und 116 je ein Ausgang
der Flip-Flops 70, 72 und 74 parallel mit der Basis eines normalerweise leitenden
Transistors 118 des »Weder-Noch«-Gatters 108 verbunden sind. Wenn jedes dieser Flip-Flops
im Zustand »1« ist, was in dem hier nicht gewünschten 8-4-2-1-Kode die Ziffer 7
bedeutet, so führen die Leitungen 112, 114 und 116 Erdpotential. Die an der Basis
des Transistors 118 auftretende Kombination dieser Potentiale bewirkt, daß der Transistor
nichtleitend wird und die Kollektorspannung auf minus 12 Volt abfällt. Diese negativ
werdende Welle gelangt über einen Emitterfolger 120 und eine Diode 122 auf die Leitung
124, die in Verbindung mit der Leitung
78 an die Löscheingänge der
Flip-Flops 70, 72 und 74 angeschlossen, vom Löscheingang des Flip-Flops 76 jedoch
durch eine Diode 126 getrennt ist. Das Eintreffen eines siebten Impulses auf der
Leitung 14 setzt also die Flip-Flops 70, 72, 74 und 76 zunächst normalerweise in
die Zustände 1110. Unter dieser Bedingung spricht das »Weder-Noch«-Gatter 108 an
und setzt die Flip-Flops 70, 72 und 74 in den Zustand »0«, wobei durch das Rücksetzen
des Flip-Flops 74 auf der Leitung 128 ein Übertragungsimpuls entsteht, der das Flip-Flop
76 in den Zustand >1 « setzt. Auf diese Weise bewirkt in der Schaltung der F
i g. 2 das Auftreten eines siebten Impulses die gewünschte Binärfolge 0001.
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Ähnlich arbeitet das »Weder-Noch«-Gatter 110 beim Empfang des zehnten
Impulses, um sämtliche Flip-Flops in den Zustand »0« zurückzusetzen. Wie in Tabelle
1 gezeigt, speichern die Flip-Flops 70 bis 76 die Ziffer 9 in der Folge 0101, und
der nächste Impuls ergibt in der in F i g. 2 gezeigten Schaltung die Folge 1101.
Diese besondere Folge bewirkt jedoch über die mit den Flip-Flops 70, 72 und 76 verbundenen
Leitungen 112, 114 und 130, daß das >Weder-Noch«-Gatter 110 anspricht und über
die mit der Leitung 78 verbundene Leitung 172 ein Rückstellungssignal erzeugt.
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Schließlich soll vermerkt werden, daß an den Flip-Flops 70 bis 76
jeweils Löscheingänge 134, 136, 138 und 140 vorgesehen sind, um spezielle Zählfolgen
zu ermöglichen, die von der hier gezeigten abweichen. Des weiteren weist jedes Flip-Flop
komplementäre Ausgänge 142, 144, 146, 148, 150, 152, 154 und 156 auf, wobei die
Leitungen 144, 148, 152 und 156 jeweils zu Vielfachleitungen 36, 38, 40 und 42 (F
i g. 1) zusammengefaßt sind, die abhängig von der jeweiligen Zählstufe mit dem Stellenabtaster
32 verbunden sind.
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F i g. 3 zeigt in schematischer Darstellung den Einerspeicher 28,
von dem ähnlich wie bei der Beschreibung der F i g. 2 nur einer der gleichartigen
Schaltkreise im einzelnen erörtert werden soll. Zur Speicherung der in der Einerstelle
18 enthaltenen Information werden vier getrennte Flip-Flops verwendet, deren jeweiliger
Zustand einem entsprechenden Flip-Flop der Stufe 18 mittels der komplementären Ausgänge
nachgeschaltet ist. Man beachte, daß die Ausgänge 142 und 144 des in F i g. 2 dargestellten
Flip-Flops 70 mit den Basiselektroden zweier über Kreuz geschalteter Transistoren
168 und 170 über die Eingänge zweier »Und«-Gatter, die allgemein mit 172 und 174
bezeichnet sind, und weiter unten im einzelnen beschrieben werden, und die Dioden
176 und 178 verbunden sind. Wenn z. B. im »0«-Zustand des Flip-Flops 70 der Transistor
82 leitend ist, so führt die Leitung 142 ein Potential von minus 12 Volt, macht
den Transistor 168 leitend und versetzt damit das Flip-Flop 160 in den Zustand »0«.
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Andererseits liegt im Zustand »1« des Flip-Flops 70 an der Leitung
144 negatives Potential, wodurch der Transistor 170 leitend und das Flip-Flop 160
in den Zustand »1« geschaltet wird. Man sieht also, daß jedes der Flip-Flops des
Einerspeichers 28 normalerweise den Zustand desjenigen Flip-Flops in der Einerstelle
18 annimmt, dem es zugeordnet ist.
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Wie oben ausgeführt, muß ein Kodiergerät für die hier beabsichtigte
Verwendung fähig sein, den Empfangsteil einer Schaltung vom Übertragungsteil zu
isolieren. Diese Eigenschaft wird in der Speicherstufe
28 dadurch vermittelt, daß
von dem Zähl-Unterdrückungskreis 30 auf der Leitung 184 ein Unterdrückungsimpuls
eintrifft. Dieser negative Impuls wird der Basis eines Transistors 186 zugeführt
und schaltet diesen aus seinem normalerweise nichtleitenden Zustand in die Sättigung,
wobei das Potential einer Unterdrückungsleitung 188 von minus 12 Volt auf Null angehoben
wird. Die Leitung 188 ist mit den beiden »Und«-Gattern 172 und 174 im Eingang des
Flip-Flops 160 und mit ähnlichen Paaren von »Und«-Gattern in den Eingängen der Flip-Flops
162, 164 und 166 verbunden, und das dadurch angelegte Wertpotential bewirkt während
eines Lesevorgangs, daß der Zustand der Flip-Flops unabhängig davon, ob sich während
dieser Zeit der Zustand des zugeordneten Flip-Flops ändert, »eingefroren« wird.
Wie leicht zu erkennen ist, wird dies dadurch erreicht, daß die Dioden 190 und 192
die Verbindungspunkte 194 und 196 auf Erdpotential halten und dadurch verhindern,
daß ein auf den Leitungen 142 oder 144 eintreffender negativer Impuls den Leitfähigkeitszustand
der Transistoren 168 oder 170 beeinflußt. Am Ende eines Lesevorgangs wird das Unterdrückungssignal
von der Leitung 184 entfernt, das Potential der Leitung 188 fällt wieder auf minus
12 Volt zurück, die Dioden 190 und 192 heben ihre Sperrwirkung auf und gestatten,
daß der Zustand des Flip-Flops 160 über die Leitungen 142 und 144 gesteuert wird.
Dadurch wird erreicht, daß die Flip-Flops der Speichereinheit 28 den Zustand derjenigen
der Einerstelle 18 annehmen, unabhängig davon, ob sich der Zustand der letzteren
während des Lesevorgangs geändert hat.
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Schließlich ist noch zu vermerken - und dies ist eine weitere wichtige
Eigenschaft der Erfindung -, daß der Einerzähler 18 gerade von der Ziffer 9 auf
die Ziffer 0 schaltet und dadurch ein tXbertragungssignal erzeugt, das zur richtigen
Speicherung der im Zähler 16 befindlichen Zahl abgetastet werden muß.
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Diese wichtige Aufgabe wird in der Speichereinheit 28 auf die folgende
einfache und doch wirkungsvolle Weise gelöst. Der Tabelle 1 kann man entnehmen,
daß die Stelle mit dem Wert 7, welche durch das Flip-Flop 76 in F i g. 2 repräsentiert
wird, ausschließlich dann vom Zustand »1« in den Zustand »0« umschaltet, wenn der
Wert im Zähler von 9 auf 0 wechselt, d. h., wenn ein Obertragungssignal erzeugt
werden muß. Dieser Zustand veranlaßt die Speichereinheit 28, ein Übertragungssignal
an den Zähler der Zehnerstelle 20 abzugeben, und zwar sowohl während der normalen
Zählschritte als auch am Ende eines Lesevorgangs, sofern der Zähler der Einerstelle
18 von 9 auf 0 geschaltet hat. Der Ausgang 154 des Flip-Flops 76 (F i g. 2) ist
über ein Diffenrentiationsnetzwerk, bestehend aus einem Kondensator 202 und einem
Widerstand 204, mit dem Eingang eines weiteren Flip-Flops, das die Transistoren
198 und 200 enthält, verbunden. Zu Beginn eines Zählabschnitts oder wenn der Zähler
16 auf 0 zurückgesetzt worden ist, wird der Transistor 200 über die Leitung 206
durch einen Impuls leitfähig gemacht, wobei die Kollektorspannung auf 0 Volt angehoben
wird. Eine Diode 208 hält einen Verbindungspunkt 210 auf diesem Niveau und bewirkt
dadurch, daß der Transistor 212 für den Obertragsausgang nichtleitend wird. Wenn
dann die Einerstelle 18 von 9 nach o zählt, entsteht auf der Leitung 154 als tSbertragssignal
eine negativ werdende Welle, die durch den
Kondensator 202 und den
Widerstand 204 differenziert wird, den Transistor 198 leitfähig macht und dadurch
den Transistor 200 in den nichtleitenden Zustand versetzt. Dadurch, daß die Kollektorspannung
des Transistors 200 auf minus 12 Volt abfällt, wird der Verbindungspunkt 210 freigegeben,
und die Basisspannung des Transistors 212 wird jetzt durch das Verhältnis der Widerstände
214, 216 und 218 bestimmt, der Transistor wird leitfähig und gibt auf der Leitung
220 einen positiven Übertragsimpuls ab. Es soll festgehalten werden, daß der Übertragsimpuis
über eine Leitung 222 und eine Trenndiode 224 an die Basis des Transistors 198 angelegt
wird, um das Flip-Flop in den Ausgangszustand zu versetzen und den Verbindungspunkt
210 wieder auf Erdpotential zu halten. Während der normalen Zählschritte resultiert
daher jede Übertrags anzeige auf der Leitung 154 in einem positiven Ausgangsimpuls
auf der Leitung 220.
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Wie jedoch schon oben festgestellt wurde, dürfen während eines Lesevorgangs
keine Übertragssignale in irgendeine der Stellen addiert werden, aus denen gerade
gelesen wird, damit nicht am Ausgang des Kodiergeräts schwerwiegende Fehler entstehen
können. Dies wird durch eine Diode 226 erreicht, die die Unterdrückungsleitung 188
mit dem Knotenpunkt 210 verbindet. Da während eines Lesevorgangs die Leitung 188
Erdpotential führt, zieht die Diode 226 den Verbindungspunkt 210 auf dieses Potential
und verhindert dadurch die Entstehung eines Obertrags signals unabhängig von der
Kollektorspannung des Transistors 200. Wenn der Lesevorgang beendet ist, wird die
Diode 226 gegenüber dem Verbindungspunkt 210 wirkungslos, und die Entstehung eines
Übertragsimpulses wird in der oben beschriebenen Weise nur noch durch den Zustand
des Transistors 200 bestimmt. Obwohl also eine Übertragsanzeige auf der Leitung
154 während eines Lesevorgangs auftritt, wird bis zum Ende dieses Vorgangs am Ausgang
der in F i g. 2 gezeigten Schaltung kein Übertragsimpuls erzeugt.
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Zusammenfassend gesagt, folgt der Einerspeicher 28 während normaler
Zählschritte dem im Zähler der Einerstelle 18 gespeicherten Wert und leitet ein
von der Zählstufe 18 erzeugtes Übertragssignal an die Stufe 20. Während eines Lesevorgangs
isoliert die Speichereinheit 28 sowohl den in der Zählstufe 18 vorhandenen Wert
als auch das unter Umständen entstehende Ubertragssignal und verhindert einen Einfluß
auf die aus dem Zähler 16 gelesenen Daten.
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Nach Abschluß des Lesevorgangs wird der Wert in den Ausgangskreisen
des Zählers 16 auf den Betrag korrigiert, der alle Impulse berücksichtigt, die während
des Lesevorgangs vom Durchflußmesser 10 über die Leitung 14 abgegeben wurden.
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Fig. 4 ist eine schematische Darstellung des Stellenabtasters 32,
bei der wiederum identische Teile als Blockdiagramm wiedergegeben sind. Die vier
binären Ausgangssignale von der Speichereinheit 28, den Zählstufen 20, 22, 24 und
26 und dem Kodeerzeuger 44 sind in »Und«-Gatter-Weise mit den Eingängen der vier
»Weder-Noch«-Gatter 240, 242, 244 und 246 verbunden, von denen nur das Gatter 240
als vollständige Schaltung dargestellt ist. Ein weiterer Eingang in diese »Und«-Gatter
wird von der Folge von K-Zeit-Signalen Kl bis K6 benutzt, die vom K-Zeit-Generator
56 über die Leitung 60 zugeführt werden. Da jede Zählstufe identische Schaltkreise
verwendet,
sind die von diesen Schaltungen kommenden Eingangsleitungen in F i g. 4 mit doppelten
Bezugsziffern bezeichnet, von denen die erste das Vielfachkabel zwischen der betreffenden
Zählerstufe und dem Stellenabtaster, die zweite die einzelne in Fig.2 gezeigte Ausgangsleitung
angibt. Zum Beispiel bezieht sich der Eingang mit der Bezeichnung 42-156 auf den
Ausgang 156 der Zählstufe 26 mit dem Kabel 42, der Eingang 40-156 auf den Ausgang
156 der Zählstufe 24 mit dem Kabel 40 usw. Eine ähnliche Bezifferung ist für die
Ausgänge der Speichereinheit mit dem Kabel 34 gewählt, während die Ausgänge des
Datenkodegenerators 44 über das Kabel 46 durch die Bezugsziffern 1 bis 4 unterschieden
sind, wobei der Generator 44 aus einer Gruppe von Transistorstufen oder ähnlichen
Schaltkreisen besteht, die sich wahlweise in unterschiedlichen Zuständen befinden.
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Wie gezeigt, werden die vier »Weder-Noch«-Gatter durch die K-Zeit-Signale
gesteuert, die nacheinander auf den sechs Steuerleitungen des Vielfachkabels 60
auftreten. Darunter ist zu verstehen, daß jeweils nur eine dieser Steuerleitungen
während der einzelnen K-Zeit-Abschnitte angeregt ist und daß das entsprechende Signal
aus einer solchen Leitung bewirkt, daß der Zustand der vier Flip-Flops der abzutastenden
Stelle über die Ausgänge 248, 250, 252 und 254 weitergeleitet wird. Normalerweise
sind sämtliche K-Steuerleitungen positiv und trennen dadurch sämtliche Flip-Flop-Ausgangsleitungen
von den Ausgängen der »Weder-Noch«-Gatter durch die Dioden 256, 258, 260, 262, 264
und 266. Zum Beispiel wird jedoch während eines K-Zeitabschnitts die entsprechende
Steuerleitung negativ und verbindet den Eingang 42-156 mit dem Ausgang 248, den
Eingang 42-152 mit dem Ausgang 250, den Eingang 42-148 mit dem Ausgang 252 und den
Eingang 42-144 mit dem Ausgang 254. Auf diese Weise wird also durch Anregung einer
bestimmten K-Steuerleitung an den Ausgängen der »Weder-Noch«-Gatter 240, 242, 244
und 246 ein Signal erzeugt, das den Zustand der vier Flip-Flops der abzutastenden
Stufe wiedergibt. Da die K-Steuerleitungen nacheinander mit negativem Potential
beaufschlagt werden, werden nacheinander 4-Bit-Signale zur Anzeige der in den einzelnen
Stellen gespeicherten Ziffern erzeugt. Obwohl die Schaltung in F i g. 4 so gezeigt
ist, daß die einzelnen Stellen in ab steigender Folge abgetastet werden, ist es
selbstverständlich, daß entweder die Reihenfolge der K-Steuersignale oder die Eingänge
des Zählers so abgeändert werden könnten, daß die Abtastung in aufsteigender Folge
der Stellen erfolgt.
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Um die Daten vom Kodiergerät in Serie über eine einzige Leitung zur
Zentrale zu übertragen, müssen die vier Ausgangsleitungen des Stellenabtasters 32
nacheinander abgetastet werden, und ebenso muß der 7-4-2-1-Kode in den auf die Zentrale
abgestimmten 7-4-2-1-0- oder 2-aus-5-Kode umgewandelt werden. Diese beiden Funktionen
übernimmt ein Ausgangsabtaster 48, von dem F i g. 5 ein Schaltschema zeigt. Darin
sind die Ausgangsleitungen des Stellenabtasters 32, das sind die Leitungen 248,
250, 252 und 254, jeweils mit einem der Verstärker 270, 272, 274 und 276 verbunden,
deren Ausgänge auf entsprechenden Leitungen 278, 280, 282 und 284 erscheinen. Beispielsweise
aus der gegenseitigen Verknüpfung der Transistoren 286, 288 und 290 des Verstärkers
270 ist ersichtlich, daß die Polarität des
Ausgangs eines jeden
Verstärkers der Polarität des Eingangssignals entspricht, d. h., ein negatives Eingangssignal
(eine binäre 1) verursacht ein negatives Ausgangssignal, und ein relativ positives
Eingagnssignal (Erdpotential entsprechend einer binären 0) erzeugt ein relativ positives
Ausgangssignal. Die Ausgänge der Verstärker 270, 272, 274 und 276 werden der Reihe
nach durch die vom B-Zeit-Generator 58 über die Vielfachleitung 62 erzeugten Zeitimpulse
B1 bis Bg abgetastet, wobei jeder der B-Zeitimpulse, B, bis BS, während jedes K-Zeitintervalls
auftritt. Analog zu der beim Stellenabtaster 48 angewandten Schaltung sind alle
B-Steuerleitungen normalerweise positiv und werden in der gewünschten Abtastfolge
erregt. Wenn z. B. während eines Zeitabschnitts BJ die Ausgangsleitung 278 des Verstärkers
270 relativ positiv ist, so liegt dieses Potential an der Basis eines Transistors
350, und da zur gleichen Zeit alle iibrigen am Transistor 350 auftretenden Potentiale
ebenfalls relativ positiv sind, wie aus der weiteren Beschreibung hervorgehen wird,
so bleibt der Transistor 350 im nichtleitenden Zustand, und die in Serie damit verbundenen
Transistoren 352 und 354 bleiben leitend, wodurch auf der Ausgangsleitung 50 ein
relativ positives Signal erzeugt wird. Ist jedoch die Leitung 278 während eines
Zeitabschnitts B1 negativ, so tritt an der Basis des Transistors 350 ein negatives
Signal auf, das allein ausreicht, um den Transistor 350 in den leitfähigen Zustand
zu schalten und dadurch auf der Ausgangsleitung 50 eine negative Spannung zu erzeugen.
Dadurch wird verständlich, daß die auf den Leitungen 248, 250, 252 und 254 parallel
vorliegenden Daten über die Leitung 50 nacheinander durch die sukzessive Erregung
der Steuerleitungen B1 bis B4 erscheinen.
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Unter nochmaligem Bezug auf Tabelle 1 sei vermerkt, daß der gewünschte
2-aus-5-Prüfkode eine Darstellung des Dezimalwertes 0 in dem 7-4-2-1-0-Kode durch
die binäre Zahl 11000 erfordert. In der Schaltung der F i g. 5 wird dies auf folgende
neuartige Weise erreicht: Wie gesagt, entstehen die Ausgangsdaten in absteigender
Reihenfolge der Stellen. Aus diesem Grund entspricht das Signal während des Zeitabschnitts
B1 dem Stellenwert 7, während des Abschnitts BO dem Stellenwert 4 usw. Es muß also
eine binäre 1 auf der Ausgangsleitung 50 während der Zeitabschnitte B und B2 erscheinen,
wenn alle Eingangsleitungen gleichzeitig eine binäre 0 enthalten, d. h., wenn der
Dezimalwert Null ist. Die Verstärkerausgänge 278, 280, 282 und 284 sind zusätzlich
parallel mit der Basis eines Transistors 292 verbunden. Man sieht, daß während eines
Zeitintervalls K, in dem alle diese Leitungen entsprechend einem Dezimalwert 0 im
7-4-2-1-Kode relativ positiv sind, der Transistor 292 nichtleitend ist und seine
Kollektorspannung auf minus 12 Volt liegt. Eine Diode 296 verhindert, daß dieses
Potential an einem Knotenpunkt 294 erscheint. Durch Erregung der Steuerleitung B1
wird über die Diode 298 negatives Potential an die Basis des Transistors 350 gelegt,
der dadurch leitend wird und auf der Ausgangsleitung 50 ein negatives Potential
(eine binäre 1) erzeugt. In ähnlicher Weise wird der Transistor 350 durch Erregung
der Steuerleitung B über eine Diode 300 leitend gemacht und erzeugt während dieses
B-Zeitabschnitts eine binäre 1. Wenn jedoch während eines anderen B-Zeitabschnitts
eine oder mehrere Eingangsleitungen eine binäre 1 enthalten, so liegt ein
von Null
verschiedener Dezimalwert vor; an der Basis des Transistors 292 erscheint mindestens
ein negatives Potential, die Kollektorspannung steigt auf relativ positives oder
Erdpotential, und während dieses Zeitabschnitts zieht die Diode 296 den Knotenpunkt
294 auf dieses Potential und verhindert, daß die Steuerleitungen B1 und B2 den Zustand
des Transistors 350 beeinflussen. Durch Steuerung des Transistors 292 lassen auf
diese Weise die Steuersignale B1 und B2 während der Zeitabschnitte für die Stellenwerte
7 und 4 am Ausgang eine binäre 1 erscheinen, wenn der abgetastete Dezimalwert der
Stelle Null ist.
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Außerdem ist die Erzeugung eines Prüfbits nötig, wenn eine und nur
eine Ausgangsleitung eine binäre 1 führt, was den Dezimalwerten 7, 4, 2 oder 1 entspricht.
Wenn nötig, wird das Prüfbit durch einen Transistor 203 und fünf »Und«-Gatter mit
den Diodenpaaren 304-306, 308-310, 312-314, 316-318 und 320-322 erzeugt. Man beachte,
daß diese Dioden mit denjenigen Kombinationen verbunden sind, in denen Dezimalwerte
dargestellt werden, für die kein Prüfbit erzeugt werden soll. Beispielsweise ist
die Diode 304 mit der Leitung 278, welche den Stellenwert 7 führt, und die Diode
306 mit der Leitung 282 verbunden, die den Stellenwert 2 führt, so daß die Kombination
den Dezimalwert 9 ergibt; die Diode 308 ist ebenfalls mit der Leitung 278 und die
Diode 310 mit der Leitung 284 verbunden, welche den Stellenwert 1 führt, so daß
die Kombination den Dezimalwert 8 ergibt; in ähnlicher Weise sind die übrigen Diodenpaare
für die Dezimalwerte 6, 5 und 3 angeschlossen. Wenn nun während eines bestimmten
Zeitintervalls K ein Dezimalwert 7, 4, 2 oder 1 abgetastet wird, so wird der Transistor
302 in seinen nichtleitenden Zustand versetzt. Dies tritt auf, wenn nur eine der
Leitungen 278, 280, 282 oder 284 negatives Potential führt, so daß mindestens eine
Diode jedes »Und«-Gatters durchgängig bleibt, und wenn außerdem der Kollektor des
Transistors 292, wie weiter oben ausgeführt, auf relativ positivem Potential liegt.
In dieser Kombination bleibt die Leitung 324 positiv und der Transistor 302 abgeschaltet.
Die Erregung der Steuerleitung B5 führt der Basis des Transistors 350 negatives
Potential zu und erzeugt auf der Leitung 50 eine binäre 1. Wenn jedoch während eines
anderen Zeitintervalls eine dezimale 3, 5, 6, 8 oder 9 abgetastet wird, sind beide
Dioden in dem entsprechenden »Und«-Gatter blockiert, so daß die Leitung 324 auf
negatives Potential absinkt und den Transistor 302 leitfähig macht. Eine Diode 325
zieht einen Knotenpunkt 326 auf Erdpotential und verhindert, daß die Erregung der
Leitung B5 eine binäre 1 liefert. Außerdem wird kein Prüfbit erzeugt, wenn eine
binäre 0 abgetastet wird, da während dieser Zeit der Kollektor des Transistors 292
auf negativem Potential liegt und dadurch der Transistor 302 unabhängig von den
oben beschriebenen »Und«-Gattern leitend bleibt.
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Zusammenfassend ist Gegenstand dieser Offenbarung ein verbessertes
elektronisches Kodiergerät, welches in wahlloser Folge empfangene Eingangsimpulse
zählt und speichert. Die gespeicherte Information wird dann in Serie während einer
ausgewählten Periode abgelesen, während der die Information gegen Veränderung geschützt
wird und trotzdem weitere Information angenommen und gezählt wird.
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Schließlich sind Mittel vorgesehen, um die gespeicherte
Information,
wie oben beschrieben, in eine bestimmte Kodefolge umzusetzen. Man sieht, daß alle
gesetzten Ziele unter denen, die aus der vorstehenden Beschreibung offenbar werden,
auf wirkungsvolle Weise erreicht werden. Alles, was in dieser Beschreibung und in
den Zeichnungen enthalten ist, ist nur beispielhaft und nicht einschränkend zu verstehen;
deshalb sind an der obigen Ausführungsform Änderungen möglich, ohne den Bereich
der Erfindung zu verlassen.