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DE1211768B - Vorrichtung zum Biegen von Glastafeln - Google Patents

Vorrichtung zum Biegen von Glastafeln

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Publication number
DE1211768B
DE1211768B DEP29055A DEP0029055A DE1211768B DE 1211768 B DE1211768 B DE 1211768B DE P29055 A DEP29055 A DE P29055A DE P0029055 A DEP0029055 A DE P0029055A DE 1211768 B DE1211768 B DE 1211768B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tensioning
protective cover
curved
glass
edge
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP29055A
Other languages
English (en)
Inventor
Lee Ralph Robinson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PPG Industries Inc
Original Assignee
Pittsburgh Plate Glass Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pittsburgh Plate Glass Co filed Critical Pittsburgh Plate Glass Co
Publication of DE1211768B publication Critical patent/DE1211768B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/02Re-forming glass sheets
    • C03B23/023Re-forming glass sheets by bending
    • C03B23/03Re-forming glass sheets by bending by press-bending between shaping moulds
    • C03B23/031Re-forming glass sheets by bending by press-bending between shaping moulds the glass sheets being in a vertical position

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Moulding By Coating Moulds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C03b
Deutsche Kl.: 32 a - 23/02
Nummer: 1211768
Aktenzeichen: P 29055 VI b/32 a
Anmeldetag: 26. März 1962
Auslegetag: 3. März 1966
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Biegen von Glastafeln mittels zweier komplementärer, zylindrisch gekrümmter Formteile mit einer Schutzdecke aus biegsamem Stoff, die an wenigstens einer der der Glastafel zugewandten Formflächen anliegt.
Die Erfindung beabsichtigt, das Verziehen der Schutzdecke, die als trennender Teil zwischen dem Formteil und der durch Wärme erweichten, zu biegenden Glastafel liegt, und das dadurch bewirkte Entstehen von Falten während des Biegens sowie das Sichabdrücken derselben in Form von Mustern auf die dem Formvorgang unterworfene Glastafel zu verhindern und auch die letzten durch dieses Ver- , ziehen entstehenden Biegeungenauigkeiten zu beseitigen, ferner die Lebensdauer der Schutzdecken zu verlängern. Bisher wurde, wenn zum Schütze des Formteils vor der durch Wärme erweichten Glastafel und zur Wahrung der optischen Eigenschaften der letzteren während des Biegens eine wärmebeständige, biegsame Schutzdecke, z.B. aus Asbest- oder Glasfasergewebe, zwischen Glas und Formteil anzubringen war, diese Decke vor dem Biegen einer Spannung unterworfen, um Faltenbildung beim Pressen und das erwähnte Sichabdrücken zu vermeiden. Zum Beispiel werden bei der in der deutschen Patentschrift 963 367 beschriebenen Erfindung unter Spannung auf biegsamen Metallrahmen befestigte Faserglasbahnen zwischen die Glastafelflächen und die Formteile gebracht. Bei der in der deutschen Patentschrift 1 075 293 beschriebenen Einrichtung, durch die die Entstehung von Ungleichheiten der Plattenstärke und Unregelmäßigkeiten der Krümmung vermieden werden sollen, legt sich die Glastafel durch die Wirkung einer zwischen federbelasteten Rollen ausgespannten, wärmebeständigen Bahn, die mit der Glastafel mitgeht, um den sich gegen beide vorschiebenden starren, konvexen Formteil. Schließlich wird ein Verziehen der Glastafel und die Ansammlung von Luftresten zwischen Glastafel und konkavem Formteil bei der in der USA.-Patentschrift 2 570 309 beschriebenen Einrichtung dadurch vermieden, daß die erweichte Glastafel zuerst auf eine sie ringsum stützende Tragvorrichtung aufgebracht wird, so daß ihr mittlerer Teil derart in der Tragvorrichtung durchsacken kann, daß die Tafel fast die Form annimmt, zu der sie gebogen werden soll, und dann nach oben gegen das darüberliegende konvexe, auf seiner der Glastafel zugewandten Seite mit einer Schutzdecke versehene Formteil geführt wird, an dem sie durch Anlegen des darunterliegenden konkaven Formteils in die endgültige Form gepreßt wird.
Vorrichtung zum Biegen von Glastafeln
Anmelder:
Pittsburgh Plate Glass Company,
Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Ruschke, Patentanwalt,
Berlin 33, Auguste-Viktoria-Str. 65
Als Erfinder benannt:
Lee Ralph Robinson, Tarentum, Pa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 27. März 1961 (98 667)
Die bisher angewandten Verfahren des Biegens von Glastafeln haben jedoch das Entstehen von Falten in der Schutzdecke nicht ganz verhindern können, außerdem war bisher die Lebensdauer dieser Schutzdecken außerordentlich kurz, da sie sich sehr schnell abnutzten, insbesondere an den Teilen, wo sie zuerst die Formflächen der Formteile berührten. Und zwar konnte die Faltenbildung deswegen nicht ganz verhindert werden, weil sich mit den bisherigen Einrichtungen keine ganz gleichmäßige Spannung durch die ganze Schutzdecke hindurch erzielen ließ, wenn nach Anlegen der Formteile an die Schutzdecke die unter dem Druck der ersteren stehenden Berührungsflächen der zu biegenden Glastafel beim Biegen allmählich zunahmen. Zur Entstehung der vorliegenden Erfindung hat die Erkenntnis Anlaß gegeben, daß der Hauptgrund, weshalb sich mit den bisherigen Einrichtungen nicht ganz befriedigend arbeiten ließ, der war, daß diese Einrichtungen die Schutzdecken, die sie unter Spannung halten, nicht in die letzten Endes gewünschte Form überführen. Wenn nämlich die Schutzdecke in der bisher üblichen Art und Weise in einer Ebene ausgespannt wird und dann zwischen die Flächen der durch Wärme erweichten Glastafel und die komplementären gekrümmten Flächen der Formteile zu liegen kommt, ändert sich beim Biegen die Spannung der Schutzdecke an einigen Stellen, da jedes Anwachsen der Schutzdeckenfläche unter Berührung der Glastafel erfolgt. Durch diese örtliche Änderung der Zugspannung wird jedoch in der Schutzdecke eine Faltenbildung bewirkt, und die in ihr bei ihrem Übergang von einer ebenen
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zu einer gekrümmten Form erzeugten Falten ergeben F i g. 2 einen Schnitt längs Linie H-II in F i g. 1, auf den Flächen der durch Wärme erweichten Glas- F i g. 3 eine bruchstückweise wiedergegebene, von tafel ein Faltenmuster. Die Faltenbildung in der Linie III-III der Fig.2 aus gesehene vergrößerte Schutzdecke und die kurze Lebensdauer derselben Endansicht der Rückseite eines der Formteile und müssen daher auf die Formveränderung derselben 5 F i g. 4 eine von der Linie IV-IV der F i g. 3 aus zurückgeführt werden, die auftritt, wenn sie zwecks gesehene Seitenansicht der Vorrichtung.
Ausführung des Biegens zwischen eine ebene, ver- Der in der Fig. 1 im Schnitt wiedergegebene formbare Glastafel und ein gekrümmtes Formteil ge- tunnelförmige Glasofen 12 läßt einen Waagerechtlegt wird. förderer 10 erkennen, längs dessen die gewöhnlich in
Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, zur Ab- io einer die Bahn des Förderers schneidenden Vertikalstellung der genannten Erscheinungen die Schutz- ebene (s. F i g. 2) an Zangen 18 der Wagen 16 aufdecke bzw. die Schutzdecken mit dem zylindrisch ge- gehängten Glastafeln G nach Passieren des Ofenauskrümmten Formteil bzw. den Formteilen durch ganges 19 zur Biegestation 14 wandern. In F i g. 2 Spannmittel (Zugfedern) zu verbinden, die auf die sind die beiderseits der Glastafeln angeordneten und Formteile eine zur Krümmungsachse derselben im 15 senkrecht zu diesen durch die sich synchron gegenwesentlichen parallele Spannkraft ausüben. Zweck- einander bewegenden Kolben 24 und 30 vorgetriebemäßigerweise werden die Spannmittel an einem Paar nen komplementären, zylindrisch gekrümmten Form-Spannschienen befestigt, die das entsprechende Form- teile 26 und 20 in gestrichelten Linien wiedergegeben, teil in Kantennähe desselben flankieren und so ge- Gewöhnlich betätigen die Kolben 24 und 30 das konkrümmt sind, daß sie zu der Kantenkrümmung der 20 vexe bzw. das konkave Formteil in waagerechten von ihnen flankierten gekrümmten Formfläche Bahnen, deren Achsen senkrecht zu der Vertikalpassen. Dabei wird jede Spannschiene einstellbar so ebene stehen, in der die Glastafeln G getragen werauf dem ihr zugeordneten Formteil getragen, daß sie den, aufeinander zu und voneinander weg. An den gegen die Kante der benachbarten gekrümmten Seite zylindrisch gekrümmten Formflächen 28 und 22 der desselben seitwärts bewegbar ist. Die die Schutz- 25 Formteile 26 und 20 (oder mindestens an einer derdecke straffenden Spannmittel sind an den einander selben) liegen biegsame Schutzdecken 40, 40 (oder gegenüber angeordneten Spannschienen so befestigt, liegt eine Schutzdecke 40) aus Faserglas, Asbest oder daß sie paarweise miteinander fluchten. Unter irgendeinem anderen Gewebe an, das eine Berüh- »zylindrisch gekrümmt« ist jede Fläche zu verstehen, rung der durch Wärme erweichten Glastafel aushaldie durch eine Folge zueinander paralleler Linien ge- 30 ten kann und die Eigenschaft hat, die Glasfläche nicht bildet wird. zu beschädigen. Zu F i g. 4 ist in diesem Zusammen-
Dieser Erfindungsvorschlag beruht auf der Über- hange zu sagen, daß die beiden Flächen 40 nicht im legung, daß das Verziehen der Schutzdecke und Schnitt, sondern in der Ansicht wiedergegeben sind dessen Folge, die Faltenbildung, herabgesetzt werden (in F i g. 3 ist also unter Teil 40 noch ein zweiter, können, wenn man die Schutzdecke zur Vermeidung 35 gleichartiger Teil 40 zu denken) und daß die an ihnen des Faltenbildens in dieser, wenn sie gegen eine ver- anliegenden Teile 32 dem gebrochen wiedergegebenen formbare Glastafel und ein festes Formteil gepreßt Teil 32 in F i g. 3 entsprechen, so daß also zu Teil 32 wird, gleich von Anfang an durch Anspannen in ihre in F i g. 3 noch der zu ihm komplementäre, darunterendgültige Form bringt. Die Spannung der Schutz- liegende Teil 32 hinzuzudenken ist. Das Anliegen der decke bleibt also bei dem Biegen, wenn die Flächen 40 Schutzdecken an den Formteilen wird durch Spannder einander ergänzenden Formteile ihre Berührungs- federn 46 (F i g. 3) herbeigeführt, die an einem zonen mit dem Glas vergrößern, bis zum Ende des Spannschienenpaar 36, 36 befestigt sind und auf die Vorgangs konstant. Nach einer besonderen Ausfüh- Schutzdecke eine zur Krümmungsachse der Formrungsform der Erfindung ist die Fläche jeder Schutz- teile im wesentlichen parallel gerichtete Spannkraft decke größer als das von ihr bedeckte Formteil. Durch 45 ausüben. Die Spannschienen 36, 36 flankieren jeweils die vorgeschlagene Einrichtung wird ein einwand- eines der Formteile 20, 26 in der Nähe der Kanten freies Formen der Glastafeln und gleichzeitig ein desselben und sind so gekrümmt, daß ihre Krümmung Spannen der Schutzdecke auf ihrer ganzen Länge und derjenigen der Kante der von ihnen flankierten Formdurch ihren gekrümmten Teil hindurch herbeigeführt. fläche entspricht, so daß also die beiden in F i g. 3 Es wird auch dabei dafür gesorgt, daß die gleich- 50 eben dargestellten Spannschienenpaare 36 in Wirkmäßige, der Schutzdecke mitgeteilte Spannung beim lichkeit konvex gegen die Zeichnungsebene gekrümmt Auseinandergehen der Formteile und Sichtrennen sind (s. F i g. 4). Dadurch, daß jede Spannschiene derselben von der Glastafel nicht dadurch gestört von der Kante der von ihr flankierten Formfläche in wird, daß die die Formteile berührenden Schutz- Rückwärtsrichtung einen gewissen Abstand besitzt, decken während des Biegens dauernd zunehmende 55 wird die Schutzdecke straff gegen die betreffende Zonen der einander gegenüberliegenden Glastafel- Formfläche angelegt. Die Spannschienen erfassen den flächen berühren. Diese Freiheit vom Verziehen der über die Formflächen der Biegeeinrichtung hinaus-Schutzdecken beim Berühren des Glases ist es, die ragenden Rand 41 der betreffenden Schutzdecke bei der vorliegenden Erfindung die Freiheit von einer (F i g. 3, oben rechts) über die Federn 46, die Greifer Faltenbildung bewirkt, also ein besseres Arbeiten als 60 44, in deren Löcher 45 die Federn 46 eingehängt bei Benutzung bisheriger Einrichtungen zur Folge hat sind und für die beispielsweise Keilklemmen gewählt
Um zu zeigen, auf welche Art man sich die Erfin- werden können, und eine biegsame Stange 42 aus
dung am besten praktisch zunutze macht, soll jetzt nichtrostendem Stahl, die den Rand 41 von oben bis
eine typische Ausführungsform derselben an Hand unten durchsetzt. Durch Vergrößern des Abstandes der Zeichnung beschrieben werden. Es zeigt 65 der Spannschienen voneinander, die mit Langlöcher
F i g. 1 einen Teillängsschnitt durch einen Glas- besitzenden Metallbändern 34, welche mit Schenkeln
ofen und eine nach einer bevorzugten Ausführungs- 35 an ihnen anliegen, und Mutternschrauben 38 an
form der Erfindung gebaute Biegestation, den Formteilen der Biegestation befestigt sind
(s. F i g. 3 und 4), kann die Spannung der Schutzdecke erhöht werden, wobei die Stellung der Schrauben 38 in dem betreffenden Langloch wechselt. Dadurch, daß die Federn 46 mit den zugehörigen Greifern 44 so geringe Abstände voneinander haben, wird die der Schutzdecke mitgeteilte Spannung besser vergleichmäßigt. Die Spannschienen sind in den Zeichnungen F i g. 3 und 4 als Winkeleisen dargestellt, dadurch, daß dieselben gegen die Flächen der von ihnen flankierten Formteile etwas zurückstehen, hat die zu biegende Glasplatte genügende Bewegungsfreiheit. Der Zwischenraum zwischen den einzelnen Spannfedern beträgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 2,5 cm. Infolge der Tatsache, daß die die Enden der Federn aufnehmenden Löcher 48 in den Schenkeln 50 beider Spannschienen direkt einander gegenüberliegen, wird dafür gesorgt, daß die Spannung, die der das betreffenden Formteil bedeckenden Schutzdecke mitgeteilt wird, in einer zur Krümmungsachse der Formfläche dieses Formteils parallelen Richtung ausgeübt wird.
Die Biegsamkeit der Metallstäbe 42 erleichtert es, ihre Krümmung derjenigen der Winkeleisen 36 anzupassen. Da die letzteren so gebogen sind, daß ihre Biegung genau derjenigen der drackausübenden Fläche der Formteile entspricht, so folgt, daß die Form jeder Schutzdecke 40 auch dann, wenn die Spannschienen 36 von den Formteilen 20 und 26 weg nach außen bewegt werden, genau derjenigen der Formflächen 22 bzw. 28 entspricht. Die Gleichmäßigkeit der auf die Schutzdecke übertragenen Spannung, die dadurch hervorgerufen wird, daß die Spannschienen 36 im wesentlichen starr und die Spannmittel 46 elastisch sind, sowie durch die dichte Aufeinanderfolge der Spannmittel, daneben auch durch die waagerechte Anordnung der Langlöcher in den Stellblechen 34, ermöglicht es, die Schutzdecken 40 in innige Berührung mit den betreffenden Formflächen über die gesamte Erstreckung derselben hin zu bringen, gleichgültig, ob die Formteile eine Glastafel berühren oder nicht. Auch wird, da jede Schutzdecke mit der Formfläche des von ihr bedeckten Formteils in Berührung gehalten wird, die Schutzdecke nicht verzogen und auch beim Berühren der verformbaren Glasplatte keinen lokalisierten hohen Spannungsbeanspruchungen ausgesetzt, die bei bisherigen Ausführungen von Glasbiegevorrichtungen die Hauptschuld an der kurzen Lebensdauer der Schutzdecken trugen. Statt dessen wird bei Anwendung der vorliegenden Erfindung, da die Schutzdecke beim Berühren des Glases ihre Form nicht verändert, die in der Schutzdecke herrschende gleichmäßige Gesamtspannung in Berührungszonen mit der durch Wärme erweichten Glasplatte örtlich nicht erhöht werden.
Statt der als Beispiel hier beschriebenen Ausführungsform mit waagerechter Krümmungsachse der zylindrischen Formflächen und senkrechten Spannschienen können auch Biegevorrichtungen mit vertikaler Biegungsachse der Glastafeln Anwendung finden, bei denen die Spannschienen den oberen und unteren Rand der Formteile flankieren und sich längs waagerechter, von den Punkten einer liegenden Kurve ausgehender Richtungslinien erstrecken. Ferner sind auch schräge Anordnungen der Kurvenachsen sowie der Spannschienen möglich.
Weitere im Rahmen der vorliegenden Erfindung mögliche Anordnungen umfassen Biegevorrichtungen mit einem starren Druckglied und einem unstarren Formteil, bei denen die Gewebeschutzdecke nur für das starre Glied benutzt wird und Spannglieder Anwendung finden, die die Schutzdecke durch Streckziehen in die Form des starren Druckgliedes bringen. Ferner kann auch daran gedacht werden, zum Bedecken einer der Formflächen der komplementären
ίο Formteile mehr als eine Gewebelage anzuwenden. In solchen Fällen wird der Endteil jeder einzelnen Gewebelage um eine besondere biegsame Metallstange gelegt und die letzteren in verschiedenen Vertikalebenen angeordnet, werden jedoch an den ge-
formten Spannschienen 36 mittels miteinander abwechselnder Spannmittel 44, 46 befestigt, die die Gewebelagen abwechselnd mit der ihre Enden formenden Spannschiene 36 verbinden.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Biegen von Glastafeln mittels zweier komplementärer, zylindrisch gekrümmter Formteile mit an wenigstens einer der der Glastafel zugewandten Formflächen anliegender Schutzdecke aus biegsamem Stoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzdeckel) mit dem Formteil bzw. den Formteilen durch Spannmittel (Federn 46) verbunden wird (werden), die auf sie eine zur Krümmungsachse der Formteile im wesentlichen parallel gerichtete Spannkraft ausüben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannmittel (46) an einem Paar Spannschienen (36) befestigt sind, die den entsprechenden Formteil (20, 26) in der Nähe der Kanten desselben flankieren und so gekrümmt sind, daß sie zu der Krümmung der Kante der gekrümmten Formfläche passen, die sie flankieren, wobei jede Spannschiene (36) einstellbar so auf dem ihr zugeordneten Formteil getragen wird, daß sie gegen die Kante der benachbarten gekrümmten Seite desselben seitwärts bewegbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Spannschiene (36) von der Kante der von ihr flankierten Formfläche in Rückwärtsrichtung Abstand besitzt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in Querrichtung längs jeder Spannschiene (36) eine Anzahl Spannmittel (46) in Abständen angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schutzdecke straffenden Spannmittel (46) an den einander gegenüber angeordneten Spannschiene (36) so befestigt sind, daß sie paarweise miteinander fluchten.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannschienen (36) im wesentlichen starr und die Spannmittel (46) elastisch sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 963 367, 1 075 293; USA.-Patentschrift Nr. 2 570 309.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 510/102 2.66 © Bundesdruckerei Berlin
DEP29055A 1961-03-27 1962-03-26 Vorrichtung zum Biegen von Glastafeln Pending DE1211768B (de)

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