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DE1211141B - Verfahren zur Herstellung von Salpetersaeure-estern gemischter AEther aus Cellulose und Polyolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Salpetersaeure-estern gemischter AEther aus Cellulose und Polyolen

Info

Publication number
DE1211141B
DE1211141B DEE24874A DEE0024874A DE1211141B DE 1211141 B DE1211141 B DE 1211141B DE E24874 A DEE24874 A DE E24874A DE E0024874 A DEE0024874 A DE E0024874A DE 1211141 B DE1211141 B DE 1211141B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cellulose
nitric acid
polyols
acid esters
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE24874A
Other languages
English (en)
Inventor
Yves Lacroix
Nives Bugat Geb Lion
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Direction General de lArmement DGA
Gouvernement de la Republique Francaise
Original Assignee
Delegation Ministerielle pour lArmement
Gouvernement de la Republique Francaise
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Delegation Ministerielle pour lArmement, Gouvernement de la Republique Francaise filed Critical Delegation Ministerielle pour lArmement
Publication of DE1211141B publication Critical patent/DE1211141B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B13/00Preparation of cellulose ether-esters
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B25/00Compositions containing a nitrated organic compound
    • C06B25/18Compositions containing a nitrated organic compound the compound being nitrocellulose present as 10% or more by weight of the total composition

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Salpetersäureestern gemischter Äther aus Cellulose und Polyolen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Salpetersäureestern gemischter Ather aus Cellulose und Polyolen. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein Mono- oder Polyhalogenhydrin eines Polyols mit Alkalicellulose im molaren Verhältnis von Anhydroglucoseeinheit der Cellulosekette zu Halogenhydrin von 1 : 1 bis 1 : 3, vorzugsweise von etwa 1:1,5, bei allmählicher Erwärmung bis auf etwa 50 bis 700 C etwa 4 bis 5 Stunden in an sich bekannter Weise umsetzt, den gebildeten Cellulosemischäther mit Wasser, Methyl- Äthyl-oder Isopropylalkohol wäscht und trocknet und sodann in an sich bekannter Weise in einen Salpetersäureester überführt.
  • Als Polyolhalogenhydrin kann man insbesondere die Chlorhydrine von Glykol, Glycerin, Sorbit, Mannit, Erythrit oder Polyvinylalkohol verwenden.
  • Vorzugsweise wird die Verätherung mit einer Alkalicellulose durchgeführt, die durch Tränken von Holzzellstoff in Blattform in einer Natronlaugelösung von etwa 14,15 ovo während 2 bis 4 Stunden bei einer Temperatur von 15 bis 200 C unter Aufquellen der Blätter und anschließendes Abpressen der gebildeten Alkalicellulose bis etwa zum Dreifachen des Gewichtes der Ausgangscellulose hergestellt worden ist.
  • Das Polyolhalogenhydrin wird vorzugsweise in Lösung in einem geeigneten Lösungsmittel, wie z. B.
  • Aceton, Petroläther oder Dioxan, mit einem Verhältnis von Cellulose zu Lösungsmittel von etwa 1: 10 umgesetzt.
  • Die Nitrierung der gemischten Äther erfolgt in an sich bekannter Weise mit einem Gemisch aus Schwefelsäure und Salpetersäure.
  • An Stelle der Chlorhydrine kann man gleichfalls Bromhydrine oder andere Halogenhydrine verwenden. An Stelle der »Nitriersäure« kann man Nitrierbäder aus Essigsäure-Salpetersäure, Phosphorsäure-Salpetersäure und Analogen zur Erzielung eines erhöhten Stickstoffgehaltes verwenden.
  • Die erfindungsgemäß herstellbaren Salpetersäureester der gemischten Äther aus Cellulose und Polyolen sind in den üblichen Lösungsmitteln löslich oder nicht, jedoch stets thermoplastisch.
  • Nach Zugabe geringer Mengen von Plastifizierungsmitteln liegt die Thermoplastizität etwa bei Temperaturen zwischen 80 und 1000 C.
  • Die aus mit Polychlorhydrinen verätherter Cellulose erhaltenen Salpetersäureester können noch Chlorionen enthalten und daher weniger entzündbar sein als die Nitrocellulose.
  • Die erfindungsgemäß herstellbaren Salpetersäureester der gemischten Äther aus Cellulose und Polyolen können zur Herstellung wäßriger thermoplastischer Suspensionen für die Imprägnierung von z. B.
  • Papier oder Leder verwendet werden; in der Sprengstofftechnik können sie in gleicher Weise wie Nitrocellulose angewendet werden, haben jedoch den Vorteil, daß keine Ausschwitzers.cheinungen bzw.
  • Exsudationen in der Pulvermasse auftreten.
  • Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert.
  • Beispiel 1 Eine in der oben beschriebenen Weise erhaltene Alkalicellulose wird in einem doppelwandigen Mischer oder in einem dichten Mischgefäß in Gegenwart einer Lösung von Glycerirunonochlorhydrin in Aceton gemischt. Es wurden folgende Verhältnisse gewählt: Anhydroglucoseeinheiten der Cellulosekette = 1 Glycerinchlorhydrinmoleküle 1,5 Cellulose 1 Aceton = 10 Man steigert die Temperatur langsam von 25 auf 500 C. Die Verätherung dauert 5 Stunden.
  • Die erhaltene Glycerylcellulose wird zunächst mii 800/oigem Äthylalkohol, anschließend mit Isopr6pyü alkohol gewaschen und dann getrocknet.
  • Cellulose enthält pro Anhydroglucoseeinheit drei veräffierbare Hydroxylgruppen; unter den vorgenannten Bedingungen haben nur 0,8 der. in dem Glied vorhandenen Hydroxylgruppen reagiert, was einem Substitutionsgrad von 0,8 entspricht.
  • Die Glycerylcellulose wird dann mit einem~Nitriersäuregemisch (Schwefelsäure $Salpetersäure) verestert, anschließend gewaschen und stabilisiert.
  • Die Veresterung mit Salpetersäure erfolgt unter Anwendung des Verhältnisses: Modifizierte Cellulose ~~ 1 Nitrierbad = 50 Die Dauer der Veresterung beträgt im allgemeinen 30 Minuten bis 2 Stunden. Die Temperatur der NitriD>rung ist auf 300 C festgelegt, jedoch kann man die Imprägnierung der modifizierten Cellulose mit dem-Nitfierbad-bei; 00 C.durdhführen und dann die Temperatur ansteigen lassen.
  • Die Stabilisierung kann durch Behandlung mit Wasser bei 1000 C auch im Autoklav oder durch Extraktion mit Isopropylalkohol bewirkt werden.
  • Der Stickstòffgehatt und die Löslichkeit des erhaltenen Salpetersäureesters der Glycerylcellulose in üblichen Lösungsmitteln ist abhängig von dem verwendeten Gemisch aus Schwefelsäure und Salpetersäure.
  • Zum Vergleich wurden vier Gemische aus Schwefelsäure und Salpetersäure verwendet, deren Zusammensetzungen in der folgenden Tabelle wiedergegeben sind. Die Ergebnisse sind in dieser Tabelle aufgeführt.
    Nr. des Gemisches aus Schwefelsäure und Salpetersäure
    1 1 3 1 4
    Zusammensetzung des Gemisches in 0/o:
    Schwefelsäure . . 45,2 56,4 44,1 66,5
    Salpetersäure .. .. 31,0 24,4 39,5 23,0
    Wasser . . 23,8 19,2 16,4 10,5
    Stickstoffgehalt des erhaltenen Sal-
    petersäureesters in D/o . .... 10,2 11,3 12,4 13,2
    Löslichkeit in Aceton . . Anwesenheit unlös- leicht löslich leicht löslich leicht löslich
    licher, schlecht nitrierter
    Anteile
    Die Versuche mit den Nitriersäuregemischen 2, 3 und 4 führen zu Salpetersäureestern der Glycerylcellulose, die in den Lösungsmitteln löslich und bei 95 bis 1000 C thermoplastisch sind.
  • Man kann das Verhältnis zwischen den Anhydroglucose- und den Chlorhydrinmolekülen von 1:1 bis 1: 3 variieren.
  • Der Substitutionsgrad steigt an, wenn man die Chiorhydrinmenge erhöht:
    Molverhältnis von Anhydroglucose- Substitutions-
    einheiten der Cellulosekette zu grad
    Glycerinchlorhydrin
    1: 1,0 0,38
    1: 1,5 0,83
    1:2,0 0,83
    Die Thermoplastizität steigt mit dem Grad der Substitution.
  • Beispiel 2 Der Versuch Nr. 1 wird unter Ersatz von 10 0/o Monochlofhydrin durch das Dichlorhydrin wiederholt, wobei die Arbeitsbedingungen gleichbleiben.
  • Der erhaltene Ester der Glycerylcellulose ist thermoplastisch, jedoch in den üblichen Lösungsmitteln unlöslich.
  • Die Chlorhydrine von Glykol, Sorbit, Erythrit und Polyviniylalkohol können unter den gleichen Bedingungen wie das Glycerinchlorhydrin verwendet werden.
  • Das Glykolchlorhydrin führt zu Ergebnissen, die denen des Gcerinchlorhydrins sehr ähnlich sind: unter den gleichen Arbeitsbedingungen wie im Beispiel 1 erhält man einen Substitutionsgrad von 1.
  • Die Nitrierung liefert einen Salpetersäureester der Hydroxyäthylcellulose, der weniger thermoplastisch ist als das Nitrat der Glycerylcellulose.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Salpetersäureestern gemischter Äther aus Cellulose und Polyolen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Mono- oder Polyhalogenhydrin eines Polyols mit Alkalicellulose im molaren Verhältnis von Anhydroglucoseeinheit der Cellulosekette zu Halogenhydrin von 1: 1 bis 1 : 3, vorzugsweise von etwa 1:1,5, bei allmählicher Erwärmnng bis auf etwa 50 bis 700 C etwa 4 bis 5 Stunden in an sich bekannter Weise umsetzt, den gebildeten Cellulosemischäther mit Wasser, Methyl-, Äthyl- oder Isopropylalkohol wäscht und trocknet und sodann in an sich bekannter Weise in einen Salpetersäureester überführt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verätherung mit einem in einem Lösungsmittel gelösten Polyhalogenhydrin durchführt, wobei das Verhältnis von Cellulose zu Lösungsmittel etwa 1:10 beträgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verätherung mit einer Alkalicellulose durchführt, die durch Tränken von Holzzellstoff in Blattform mit einer Natronlauge von etwa 14,15 0/o und Abpressen der gebildeten Alkalicellulose bis auf das etwa dreifache Gewicht der Ausgangscellulose erhalten worden ist.
DEE24874A 1962-06-05 1963-05-22 Verfahren zur Herstellung von Salpetersaeure-estern gemischter AEther aus Cellulose und Polyolen Pending DE1211141B (de)

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DEE24874A Pending DE1211141B (de) 1962-06-05 1963-05-22 Verfahren zur Herstellung von Salpetersaeure-estern gemischter AEther aus Cellulose und Polyolen

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