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Überwachungseinrichtung für eine elektronisch gesteuerte Blinklichtsignalanlage
zur Fahrtrichtungsanzeige bei Kraftfahrzeugen Gegenstand der Erfindung ist eine
Überwachungseinrichtung für eine elektronisch gesteuerte Blinklichtsignalanlage
zur Fahrtrichtungsanzeige bei Kraftfahrzeugen mit mindestens zwei: gleichzeitig
aufleuchtenden Signallampen auf jeder Seite des Fahrzeugs, die wahlweise mittels
Handschalter einschaltbar sind, und mit einem aus einem astabilen Multivibrator
und einem durch einen Transistor des Multivibrators gesteuerten Leistungstransistor
bestehenden Blinkgeber: Bei den bekannten Blinklichtsignalanlägen dieser Art wird
als Überwachungseinrichtung für die Funktion der Anlage meist ein Relais verwendet,
das im Blinklampenstromkreis liegt und den Ausfall einer Glühbirne durch Dauerlicht
der Kontrollampe anzeigt.
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Die Erfindung hat demgegenüber zum Ziel eine kontaktlose Überwachungseinrichtung,
bei der der Ausfall einer Glühbirne durch schnelleres Blinken der noch intakt befindlichen
Glühlampen und der Kontrolllampe angezeigt wird. Zu diesem Zweck wird zwischen dem
Kollektor des Leistungstransistors und der Basis des ihn steuernden Multivibrator-Transistors
eine Diode mit Durchlaßrichtung vom Leistungstransistor zum Multivibrator-Transistor
angeordnet.
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Die Erfindung geht dabei von der bekannten Eigenschaft einer Diode
aus, die darin besteht, daß sie einen elektrischen Strom in Abhängigkeit von der
angelegten Polarität sperrt und leitet. Liegt an der Kathode der Diode positives
und an ihrer Anode negatives Potential, so sperrt sie den Stromdurchgang. Bei Umkehrung
der Polarität wird sie dagegen leitend.
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Die Erfindung soll an Hand des Schaltschemas näher erläutert werden.
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Der astabile Multivibrator besteht aus den Transistoren T, und T2
und den dazugehörigen Schaltelementen R,, R2, R3, R4, C, und C2. In bekannter Weise
ist jeweils einer der beiden Transistoren der Multivibratorschaltung gesperrt, während
der andere leitend ist. Nimmt man beispielsweise an, daß zu Beginn der Betrachtung
der Transistor T, leitend ist, so wird der Kondensator C, über den Widerstand R4
und den kleinen Widerstand der Emitter-Basis-Strecke des Transistors T, aufgeladen.
Der Minuspol des (aufgeladenen) Kondensators C2 ist über den leitenden Transistor
T, mit dem Emitter des Transistors T2 verbunden. Die Basis des Transistors TZ ist
also positiv gegenüber seinem Emitter, und der Transistor T2 ist deshalb gesperrt.
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Der Kondensator C2 entlädt sich über den Widerstand R2 und den Transistor
T,. Ist der Kondensator C2 so weit entladen, daß die Basis des Transistors T2 ein
geringes negatives Potential gegenüber seinem Emitter erhält, wird der Transistor
T2 leitend. Damit wird der Transistor T, über den inzwischen aufgeladenen Kondensator
Cl gesperrt, weil über den Transistor T2 der Emitter des Transistors T, mit dem
negativen Pol des Kondensators Cl leitend verbunden wird. Nun wird also der Kondensator
C2 über den Transistor T2 und den Widerstand R3 aufgeladen und der Kondensator C,,
über den Widerstand R, entladen, bis die Entladung bzw. Umladung des Kondensators
C, so weit forgteschritten ist, daß die Basis des Transistors T, negativ gegenüber
-seinem Emitter wird. Nun wird wieder der Transistor T, leitend und der Transistor
T2 gesperrt. Das Spiel wiederholt sich. Die Taktfrequenz wird durch die Zeitkonstanten
T, = R, - Cl und T2 = R2 - C2 bestimmt.
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Der Leistungstransistor T3 wird von dem Transistor T2 des Multivibrators
gesteuert. Ist der Transistor T2 leitend, so wird auch der Transistor T3 ausgesteuert
und ist leitend. Über den Transistor T3 sind deshalb periodisch die Blinklampengruppen
L, oder L2 von Strom durchgossen. Durch Betätigung des Richtungsschalters S kann
wahlweise die linke oder rechte Blinklampengruppe eingeschaltet werden.
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Gemäß der Erfindung ist die Diode D, zwischen die Punkte
A und B des Blinkgeberstromkreises eingeschaltet. Bei Betrieb mit
dervorgeschriebenenLampenzahl, im vorliegenden Beispiel also von zwei Glühlampen
gleichzeitig, ist das Spannungspotential in Punkt A an der Basis des Transistors
T2 etwa genauso groß wie das Potential aus der Summe des Spannungsabfalls an der
Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors T3 (im Punkt B) und der Schwellspannung
der Diode D,. Es fließt also wegen der annähernden Potentialgleichheit praktisch
kein oder nur ein sehr geringer Strom über die Diode D,. Bei Ausfall einer
Lampe
wird das Spannungspotential im Punkt B positiver gegenüber dem vorherigen Zustand
und damit positiv gegenüber dem Punkt A. Die Diode D,_ wird also leiteng
bzw. stärker leitend. Es kann ein Strom durch die Diode D, fließen, wodurch das
Potential im Punkt A, also an der Basis des Transistors T2, verändert wird. Die
Basisdes Transistors TZ liegt auf einem etwas höheren Potential als im Fall des
Betriebs mit der Gesamtzahl der Blinklampen einer Blinklampengruppe. Deshalb wird
der Basisstrom dieses Transistors kleiner, und der Transistor T2 wird nicht mehr
voll ausgesteuert. Das hat zur Folge, daß an der Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors
T2 ein merklicher Spannungsabfall eintritt. Während bei Betrieb mit zwei Glühlampen
praktisch die gesamte Betriebsspannung am Widerstand R4 abfällt (z. B. etwa 5,7
von 6 Volt) und nur ein sehr geringer Spannungsabfall an der Emitter-Kollektor-Strecke
des Transistors T2 zu messen ist, fällt bei Ausfall einer Glühlampe die Batteriespannung
etwa zur Hälfte am Widerstand R4 und zur Hälfte an der Emitter-Kollektor-Strecke
des Transistors T2 ab. Deshalb entlädt sich der Kondensator Cl auch nur um eine
geringere Spannung über den Widerstand R1. Man erhält. deshalb einen schnelleren
Nulldurchgang an der Basis des Transistors T,, und damit ein schnelleres Durchschalten
dieses Transistors. In der kürzeren Zeit wird auch der Kondensator C2 nur auf einen
geringeren Spannungswert aufgeladen, so daß anschließend seine Entladezeit ebenfalls
verkürzt wird, und zwar bei jedem Takt des Multivibrators. Die Frequenz der Multivibratorschaltung
wird also erhöht. Somit wird der Ausfall einer Blinklampe durch schnelleres Blinken
der verbliebenen Glühlampe und der Kontrollampe K, die in Serie mit der nicht eingeschalteten
Blinklampengruppe L,. und parallel zu der eingeschalteten Blinklampengruppe L2 liegt,
angezeigt.