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Zumeßzählwerk für eine Einrichtung zur Abgabe vorbestimmter Flüssigkeitsmengen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Zumeßzählwerk für eine Einrichtung zur Abgabe
vorbestimmter Flüssigkeitsmengen mit einem auf Null einstellbaren Walzenzähler,
dessen einzelne Walzen zum Einstellen der abzugebenden Flüssigkeitsmenge frei betätig
bar sind, und mit einer Einrichtung zur Wiederholung der Abgabe der zuvorbestimmten
Menge und mit einem Steuerventil, welches über das Zählwerk in zwei Zeiten schließbar
ist.
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Bei einem bekannten Zumeßzählwerk wird das Zapfventil über Hebelverbindungen
beim Übergang des rückwärts zählenden Anzeigewerkes von der Zehnerstelle zur Einerstelle
teilweise und beim Erreichen der gesamten voreingestellten Menge ganz geschlossen.
Die bekannte Anlage ist derart aufgehaut, daß das Ventil beim ersten Schließschritt
durch eine während der Öffnung des Ventils gespannte Feder geschlossen wird. Dieses
teilweise Schließen erfolgt durch eine Lösung dieser Feder praktisch schlagartig.
Bei dieser bekannten Vorrichtung wird der Zählwerksmotor des. Zählers lediglich
dazu ver wendet, die Leistung aufzubringen, die erforderlich ist, um die Schließeinrichtung
auszulösen.
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Dieses plötzliche Schließen bringt den Nachteil mit sich, daß erhebliche
Stöße auftreten können, und es müssen bei Verwendung vieler Zähler bestimmte Vorkehrungen
getroffen werden, um diese Stöße auf zufangen. Der vorliegenden Erfindung liegt
die Aufgabe zugrunde, ein Zumeßzählwerk zu schaffen, welches derartige Nachteile
nicht aufweist.
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Erfindungsgemäß ist das Ventil zunächst von einer vorbestimmten Restmenge
ab fortschreItend durch den Motor des Zählwerks und daraufhin in Abhängigkeit von
der niedrigstwertigen Zifferurolle (Einerrolle) plötzlich in an sich bekannter Weise
durch das Auslösen einer vorgespannten Feder schließbar, und das Ventil ist gegen
Offnen gesperrt, solange das Voreinstellen der abzugebenden Flüssigkeitsmenge nicht
beendet ist und sich der Betätigungshebel für die Walzen nicht in der Betriebsstellung
befindet, wobei der Hebel andererseits bei geöffnetem Ventil arretiert und gegen
unvollständige Betätigung ge sichert ist.
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In vorteilhafter Weise ist es durch die Erfindung möglich, während
des ersten Schließschrittes in ganz exakt vorherbestimmter Weise das Ventil so weit
zu schließen, daß die dann noch erfolgende Abgabe außerordentlich gering ist. Die
Gesamtabgabe kann auf diese Weise wesentlich genauer erfolgen, als es mit den bisher
bekannten Einrichtungen möglich ist.
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Es ist möglich, daß die Abgabemenge, auf die sich beim Erfindungsgegenstand
das Ventil fortlaufend schließt, derart gewählt werden kann, daß die Abgabezeit
nicht allzu groß ist. Bei den bekannten Einrichtungen beträgt im allgemeinen der
Abgabewert nach dem ersten Schließschritt 30°/o der normalen Abgabe. Beim Erfindungsgegenstand
kann dieser Abgabewert bis auf 10 ovo herabgesetzt werden.
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Ein Ausführnngsbeispiel der Erfindung ist in der folgenden Beschreibung
an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine perspektivische Darstellung
der Vorrichtung mit einem Zähler, einer Volumenanzeige, dem erfindungsgemäßen Bemesser
und einem Abgabeventil, Fig. 2 eine Vorderansicht des Bemessers bei abgenommenem
Schutzgehäuse, Fig.3 einen Schnitt durch den Bemesser nach Linie ITI-III' in F i
g. 2, F i g. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV' in F i g. 2, F i g. 5 eine Seitenansicht
des Bemessers von der der F i g. 2 entgegengesetzten Seite mit in Öffnungsstellung
befindlichem Ventilsteuerheb ei, Fig. 6 die gleiche Seite des Bemessers mit in Schließstellung
befindlichem Ventilsteu erheb ei, Fig. 7 die Ansicht VII in Fig. 2, Fig. 8 die Ansicht
VIII in Fig. 2, F i g. 9 eine Einzelheit der Nullstelivorrichtung der Walzen, F
i g. 10 eine Einzelheit der Schließvorrichtung des Ventils,
F i
g. 11 einen Horizontalschnitt durch eine Walze, Fig. 12 einen Schnitt senkrecht
zur Achse nacl LinieXII-XII' in Fig. 11 und Fig. 13 einen Schnitt senkrecht zur
Achse nach LinieXIll-XllI' in Fig. 11.
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In Fig. 1 ist mit A der Bemesser bezeichnet, der Druckknöpfe 34,
einen Hebelgriff 33 sowie einen Druckhebel 77 aufweist. Das Gestänge 118 verbindet
den Bemesser mit dem Ventil D. Dieses Gestänge überträgt die von dem Bemesser A
hervorgerufene Schließbewegung auf den mit dem Handgriff 122 verbundenen Hebel des
Ventils D.
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Dieses Ventil ist ein DifferentiaWentil bekannter Art, wie es in
diesen Vorrichtungen gewöhnlich verwendet wird. Die Bewegung des Mengenmessers C
wird auf die Anzeige B übertragen, die die Bewegung auf den Bemesser A überträgt.
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In den Fig.2 bis 13 ist die Antriebswelle des Bemessers mit 1 bezeichnet.
Das konische Ritzel 2 ist fest mit der Welle 1 verbunden und kämmt mit dem ebenfalls
konischen Ritzel 3, welches auf der Welle 58 sitzt. Das fest mit der Welle 58 verbundene
Zahnrad 4 (F i g. 3) steht mit den Zahnrädern 5 und 6 im Eingriff. Das Zahnrad 6
ist mit dem Zahnrad 7 verbunden, welches die Bewegung über die Verbindung 8 auf
das mit der ersten Walze 10 verbundene Zahnrad 9 überträgt. Die anderen Walzen 11,
12, 13 (Fig.2), welche übergeordnet sind, werden durch ein System von tSbersetzungsritzelnl4,
15 und 16 angetrieben. Das Zahnrad 8 und die tJbersetzungsritzel 14, 15 und 16 laufen
frei auf der Welle 17 um.
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Diese Welle ist auf einer Haube 18 (F i g. 2, 3) gelagert, die um
die Welle 19 verschwenkbar ist. Das Anheben dieser Haube über ein später zu beschreibendes
Hebelsystem rückt diese tSbersetzungsritzel aus, so daß die Nullstellung der Walzen
erreicht werden kann.
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Jede der Walzen 10, 11, 12 und 13 weist eine Nabe 25 (s. Fig. 11),
einen Kranz 20 mit den Zahlen 0 bis 9, einen Zahnkranz 21 und eine Platte22 mit
zwei Zähnen auf, die mit einem der tSbersetzungsritzel in Eingriff gelangen können.
Mit 23 ist ein an seinem Umfang mit einer Nut versehener Nocken bezeichnet, während
das mit zehn Zähnen versehene Ratschenrad mit 24 bezeichnet ist. Dieses Ratschenrad
dient zur Betätigung der Walze bei der Einstellung einer vorbestimmten Menge, und
die Nabe 25 kann sich frei auf der Nabe 26 drehen, die fest mit einem zentralen
Nocken 27 und einem zehn Zähne aufweisenden Zahnkranz 28 verbunden ist.
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Zwei diametral gegenüber angeordnete und an Zapfen 30 angelenkte Klinken
29 stehen mit den Zähnen des Zahnkranzes 28 im Eingriff, um den Kranz 20 der Walze
gegenüber dem zentralen Nocken 27 einzustellen.
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Die Wiederholungsnocken 31 (Fi g. 9), die fest mit der Mehrfachwelle
32 verbunden sind, liegen in der gleichen Ebene wie die herzförmigen zentralen Nocken
27 der Walzen. Die Drehung dieser Welle 32 im Sinne des Pfeils f (Fig. 7) hat zur
Folge, daß die zentralen Nocken 27 in die Nullstellung gebracht werden. Der Hebel
33 (F i g. 8) ist fest an der Mehrfachwelle32 angebracht. Daraus folgt, daß bei
Betätigung des Hebels von der StellungM in die StellungR die Wiederholungsnocken
auf die mittleren Nocken 27 einwirken und die Nulleinstellung der Walzen des Bemessers
bewirken. Die Bewegung des Hebels 33 wird durch Anschläge 89 und 90 begrenzt,
auf
denen sich ein Zahnsektor 88- ab stützt, der fest mit der Wiederholungswelle 32
verbunden ist. Diese Welle ist an ihrem anderen Ende mit einem Angriff 91 versehen,
der an einer Feder 92 angreift, die in den beiden Stellungen M und R eine Betätigung
des Zahnsektors 88 gegenüber dessen Anschlägen auslöst. Daraus ergibt sich, daß
die Nullstellung der Walze nicht erreicht werden kann, wenn die Haube 18 mit den
Übersetzungsritzein 14, 15 und 16 sowie das Zahnrad 8 angehoben sind (wie später
noch beschrieben wird).
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Aus Fig.9 geht hervor, daß in dieser Stellung (der Hebel 33 befindet
sich im Punkt R) der Wiederholungsnocken 31 an einer Nut des herzförmigen bzw. mittleren
Nockens 27 der Walze anliegt. Ebenso werden die mit dem herzförmigen Nocken verbundenen
Organe in der Nullstellung festgehalten.
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Die Druckknöpfe 34 (F i g. 2, 3) weisen eine Sperrklinke 35 im Eingriff
mit der Zahnung des Ratschenrades 24 auf. Wenn der Druckknopf 34 in dem durch den
Pfeil g angedeuteten Sinn betätigt wird, tritt die Sperrklinke34 aus der Zahnung
des Ratschenrades 34 aus. Der Druckknopf wird unter der Wirkung der Federn 36 in
die Ausgangsstellung zurückgeführt, während die Klinke das Ratschenrad 24 um einen
Zahn weiterdreht, beispielsweise um einen Winkel von 360, was dem Winkelabstand
von einer Zahl zur anderen entspricht.
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Auf der Wiederholungswelle 32 sind außerdem die Wiederholungsnocken
31 sowie zwei Nocken 37 und 38 (Fig.4) befestigt, die auf die Rollen 42 und 43 der
beiden Hebel 39 und 40 einwirken. Diese können sich auf der Welle 41 der Ziffemrollen
frei drehen.
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Die Federn 44 und 45 drücken die Rollen auf die beiden Nocken 37 und
38. Die Sperrklinke46, die an dem mit dem Hebel 40 fest verbundenen Zapfen 47 angelenkt
ist, wird durch die Feder 48 in die Nut 49 des Hebels 39 eingelegt. Der Hebe 40
weist außerdem eine Nut auf, in Welche der mit der Haube 18 verbundene Finger 50
eingreift. Der gleichfalls an der Haube befestigte Finger 115 stützt sich auf den
Hebel 39 ab, um zu verhindern, daß die Verbindungsritzel 14, 15 und 16 sowie das
Zahnrad 8 während der Arbeit des Zählers außer Eingriff gelangen.
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Diese Anordnung verringert außerdem die Spannung der Feder 45, die
die Haube 18 auf die Walzen drückt. Schließlich kann der Hebel 39 über den Finger
51 den mit der Welle 53 verbundenen Hebel 52 drehen. An der Welle 53 sind außerdem
die vier Hebel 54 starr befestigt. Diese Hebel liegen infolge der Feder 55 an dem
Nocken 23 der Walzen an.
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Die Welle 57 weist an ihrem Ende den Angriff 117 auf (Fig. 4). Dieser
ist fest mit der Scheibe 56 verbunden. Die Scheibe 56 und der Hebel 117 können sich
frei auf der Welle 57 drehen; Das Gestänge 118 ist fest an dem Hebel 117 angelenkt.
Dieses Gestänge überträgt die Drehbewegung des Hebels auf die Steuerorgane des Abgabeventils.
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Das Zahnrad 61 ist fest mit der Welle 58 verbunden. Die Haube des
Kopfes 59 trägt das Zahnrad 61, welches ständig mit dem Zahnrad 60 im Eingriff steht,
und sie ist frei an der Welle 58 angelenkt. Der Kopf 59 weist einen Finger 62 auf,
auf den der Hebel 52 einwirkt. Das durch den Hebel 52 hervorgerufene Verschwenken
des Kopfes bewirkt den Eingriff bzw. das Ausrücken der beiden Räder 60 und 63. Dieses
letztere ist fest mit der Welle 65 verbunden sowie
mit der Schnecke
66. Diese Schnecke steht mit dem Tangentenrad 67 im Eingriff. Innerhalb dieses Rades
ist eine einsinnige Kupplung angeordnet, die die Bewegung auf den Kern 116 überträgt,
der fest mit der Welle 57 verbunden ist, welche ihrerseits an dem Betätigungshebel
68 befestigt ist.
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Die Fig. 6 gibt die Scheibe 56 wieder sowie den Betätigungshebel
68 und die Sperrklinke 70 in der Schließstellung des Ventils. Der Ansatz 80 der
Scheibe 56 liegt dem Anschlag 81 an, und die auf dem Betätigungshebel 68 befestigte
und um den Zapfen 69 verschwenkbare Sperrklinke 70 wird durch die einerseits am
Finger 72 und andererseits am Finger 83 des Betätigungshebels befestigte Feder 82
in der aus F i g. 6 ersichtlichen Ausrückstellung gehalten. Diese Feder hält die
Sperrklinke in einer Stellung entweder oberhalb oder unterhalb der durch die Achsen
des Fingers 83 und den Zapfen 89 gelegten Ebene. Die F i g. 5 gibt die gleichen
Teile in der Öffnungsstellung des Ventils wieder. Infolge der Drehbewegung der Scheibe
56 ist der Betätigungshebel 68 durch den fest mit der Scheibe 56 verbundenen Finger
79 mitgenommen worden. Der Finger 72 trifft während der Drehung auf den Anschlag
73 des Hebels 74, die Sperrklinke 70 bewirkt eine Drehbewegung um den Zapfen 69,
bis sie durch die Feder 82 zur Mitte der Scheibe 56 gezogen wird. Der Finger 71
greift so in die Nut der Scheibe 56 ein. In dieser Stellung ist die mit dem Angriff
117 fest verbundene Scheibe 56 verriegelt, und das Ventil bleibt in Öffnungsstellung.
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Während des progressiven Schließens des Ventils führen die Welle
57 und der Betätigungshebel 68 eine langsame Drehbewegung in dem durch den Pfeil
i angegebenen Sinn aus. Sobald der Ansatz 120 der Sperrklinke 70 unterhalb des Ausklinkhebels
84 anlangt, fällt dieser ab und ruft ein Kippen der Klinke sowie ein Ausrücken des
Fingers 71 hervor.
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Dies hat ein Auskuppeln der Scheibe 56 zur Folge, die den Rest des
Wegs frei unter der Zugwirkung der Feder 121 zurücklegt. Auf diese Weise wird das
Schließen des Ventils plötzlich vollendet.
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Der Ausklinllhebel 84 erhält seine Bewegung vom Hebel 54, der mit
der genuteten Scheibe der ersten Walze durch die Stange 87, den Hebel 85 und die
Welle 86 (s. F i g. 3) zusammenwirkt, wenn sämtliche Walzen wieder bei Null angekommen
sind.
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Die Welle 106 trägt in fester Verbindung die drei Nocken 94, 95 und
96 (Fig. 7 und 8). Der Nocken 94 arbeitet mit dem Hebel 97 zusammen, der über die
Stange 98 mit dem Kopf 59 fest verbunden ist.
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Der Hebel 99 stützt sich mit seinem einen Ende auf dem Nocken 95 ab,
während das andere Ende in der Nut des Nockens100 liegt, der wiederum fest mit der
Wiederholungswelle 32 verbunden ist. Der Nokken 96 vermag in seiner Nut das eine
Ende des Hebel 101 aufzunehmen, dessen anderes Ende dem Finger 102 des Zahnsektors
88 anliegt. Die Hebel 99 und 101 stehen unter Einfluß der Feder 119, die an beiden
angreifen.
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Der Stiftl04 kann in die Nuten 105 eines jeden Druckknopfs 34 eingreifen,
und dieser Stift wird durch den Nockenlll, der fest mit der Wiederholungswelle 32
verbunden ist, aus der Nut ausgestoßen, wenn sich der Steuerhebel 33 in der Stellung
R befindet.
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Hieraus ergibt sich die folgende Wirkungsweise: Die Fig. 2, 3, 4,
5, 7 und 8 geben den Bemesser bei geöffnetem Abgabeventil wieder. Die Fig. 6, 9
und
10 stellen verschiedene Organe des Bemessers in ihrer der Schließstellung des
Ventils entsprechenden Stellung dar.
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Die Funktionsweise des Bemessers wird unter der Annahme erläutert,
daß eine Abgabe abgeschlossen ist. Während des Schließens des Ventils haben sich
die Welle 106 und die Nocken 95 und 96 im entgegengesetzten Sinn zum Pfeil 1 gedreht,
und der Ansatz des Nockens 95 hat den Hebel 99 zurückgelegt, dessen anderes Ende
aus der Nut des Nockens 100 austritt. Ebenso ist der Steuerhebel 33 entriegelt (Stellung
in Fig. 8).
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Wird der Steuerhebel 33 aus der Stellung M in die Stellung R gedreht,
werden die folgenden Vorgänge ausgelöst: a) Der sich in Pfeilrichtung f drehende
Nocken 37 stößt entgegen der Wirkung der Feder 44, die fest mit dem Hebel 39 verbundene
Rolle 42 zurück. Diese wiederum wirkt mittels des Fingers 51 auf den fest mit der
Welle 53 verbundenen Hebel 52 ein und überwindet dabei den Zug der Feder 55. Die
ebenfalls fest mit der Welle 53 verbundenen Hebel 54, die in die Nuten der Nocken
23 der Walzen 10, 11, 12 und 13 im Moment des Schließens des Ventils einfallen,
werden aus diesen Nuten zurückgezogen.
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Andererseits hat die Bewegung des Hebels 52 gleichfalls den Finger
62 entgegen der Wirkung der Feder 64 vom Kopf 59 zurückgezogen. Außerdem sind die
Zahnräder 60 und 63 voneinander entkuppelt.
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Nachdem der Hebel 39 einen bestimmten Schwenkwinkel beschrieben hat,
gelangt die Nut 49 des Hebels an der Sperrklinke des Hebels 40 zur Anlage und setzt
diesen um die Welle 41 in Drehung. Die Nut des Hebels 40 wirkt auf den Finger 50
der Haube 18 ein, hebt diese an und bewirkt damit das Ausrücken der Zahnräder 9,
7 und 8 und der Verbindungsritzei 14, 15 und 16 mit den Walzen. Die Hebel 54 treten
aus den Nuten der Nocken 23 der Walzen aus, und die Wiederholungsritzel sowie die
Zahnräder 9, 7 und 8 werden ausgekuppelt. Die Wiederholnngsnocken 31 können an den
herzförmigen Nocken 27 der Walzen zur Anlage gelangen, um die Nulleinstellung des
Innenteils der Walzen zu bewirken. Wie aus Fig. 9 hervorgeht, greift ein Umfangsteil
des Wiederholungsnockens 31 in eine Ausnehmung von der Form des herzförmigen Nockens
identischer Form ein und verriegelt diesen in dieser Stellung.
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Kurz bevor der Steuerhebel 33 in der StellungR anlangt, wirkt der
am Nocken 37 befestigte Finger 112 auf den Ansatz der Klinke 46 ein, so daß der
Hebel40 des Hebels 39 freigegeben wird. Der Zug der Feder 45 zieht die Rolle43,
die fest mit dem Hebel 40 verbunden ist, auf den Umfang des Nockens 38, und gleichzeitig
wirkt der Nocken 111 (F i g. 3) der Wiederholungswelle 32 auf den Stift 104 unter
Freigabe der Druckknöpfe 34 ein. Gegen Ende der Bewegung des Steuerhebels 33 tritt
die Sperrklinke93, kurz bevor der Hebel in der Stellung R ankommt, aus der Zahnung
des Zahnsektors 88 aus. Dieser gelangt an dem Anschlag 89 unter der Wirkung der
Feder 92 zur Anlage.
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Es ist offensichtlich, daß, wenn die inneren Teile der fest mit den
herzförmigen Nocken 27 verbundenen Walzen sich in Nullstellung befinden, die in
F i g. 9 dargestellt ist, in den Fenstern dieser Walzen die der vorhergehenden Bemessung
entsprechenden Ziffern wieder erscheinen. Soll die gleiche Menge
wie
vorher abgegeben werden, genügt es, den Hebel 33 in die Stellung M zurückzuführen.
Diese Beweg gung des Hebels kuppelt die Verbindungsritzell4, 15 und 16 mit den Walzen
sowie die Zahnräder 9, 7 und 8 ein. Das Einkuppeln erfolgt durch das Ab senken der
Haube 18, was abgeschlossen ist, bevor die Anfangsteile der Wiederholuugsnocken
31 aus den Verriegelungsausnehmungen der herzförmigen Nocken 21 zurückgezogen sind.
Dies wird im folgenden beschrieben.
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Wenn man dagegen eine änderung der voreingestellten Menge wünscht,
werden die der abzugebenden Menge entsprechenden Ziffern durch Druck auf die Druckknöpfe
34 eingestellt, so daß die Ziffern jeder der Walzen in den Fenstern erscheinen.
Die Druckknöpfe 34 wirken über die Sperrklinke 35 auf das Ratschenrad 24 ein, so
daß der Kranz 20 der Walze der einen Zahl vorwärtsbewegt wird. Die Sperrklinke 35
kann in das Ratschenrad 24 eingreifen, sobald der Druckknopf 34 am Ende der Bewegnngsbahn
angelangt ist. Das Ratschenrad 24 und der Kranz 20 werden durch den Zug der Feder
36 bei der umgekehrten Bewegung des Knopfes betätigt.
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Bei der in dieser Weise bewirkten Bemessung ist der Hebel 33 in der
Stellung M angelangt. Zu Beginn der Bewegung des Hebels 33 bleiben die Walzen durch
die Wiederholungsnocken31 verriegelt, und die Rolle 43 des Hebels 40 fällt auf die
Rampe 113 des Nockens 38 infolge dessen Drehung sowie infolge der durch die Feder
45 ausgeübten Zugwirkung ab.
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Dadurch führt der Hebel 40 eine Drehung aus und wirkt durch seine
Nut auf den fest mit der Haube 18 verbundenen Finger 50 ein flnd führt diesen in
die Stellung zurück, in welcher die Verbindungsritzei 14, 15 und 16 mit den Walzen
sowie das Zahnrad 8 mit den Zahnrädern 7 und 9 eingekuppelt sind. Am Ende der Bewegung
des Steüerhebels 33 fällt die Rolle des Hebels 39 in die Nut des Nockens 37 ein,
so daß der Hebel 39 wieder seine Ausgangsstellung einnehmen kann Infolgedessen unterstützt
der Finger 51 nicht mehr den Hebel 52 sowie die Hebel 54, die daher durch -die Feder
55 auf die Nocken 23 der Walzen gedrückt werden. Andwerseits gelangt das Ende des
Hebels 97 außer Eingriff mit der Nut des Nockens 94.
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Sowie sich der Hebel 33 in der Stellung R befindet, kann das Abgabeventil
nicht mehr betätigt werden.
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Dies ergibt sich dadurch, daß der Hebel 101 in die Nut des Nockens
96 eingreift, der fest mit der Welle 106 und dem konischen Ritzel 110 verbunden,
welches mit dem konischen Ritzel 109 zusannnenwirkt, welches seinerseits fest mit
dem Handgriff 108 verbunden ist, der mittels der Stange 107 mit der Scheibe 56 in
Verbindung steht. Die Scheibe 56 und der Angriff 117 sind in der Schließstellung
blockiert. Die Bewegung des Hebels 101 in Richtung des Nockens 96 wird durch den
ablaufenden Finger 102 ausgelöst sowie durch die Wirkung der Feder 119, wobei der
Finger 102 fest mit dem Zahusektor 88 und dem Steuerhebel 33 verbunden ist.
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Wenn andererseits das Abgabeventil geöffnet ist, kann der Hebel 33
nicht betätigt werden. Dies folgt daraus, daß der Hebel 99 in die Nut des Nockens
100 eingreift. Dieser ist fest mit dem Zahnsektor 88 sowie mit dem Hebel 33 verbunden
Die Bewegung des Hebels 99 wird durch den Nocken 95 sowie durch die Wirkung der
Feder 119 hervorgerufen. Der fest mit der Welle 106 verbundene Nocken 95 des konischen
Ritzels 110 greift in das konische Ritzel
109 ein, welches seinerseits, wie oben
beschrieben, mit dem Angriff 111 verbunden ist. Ist das Ventil geöffnet, so ist
auf diese Weise der Hebe133 ver riegelt.
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Das öffnen des Abgabeventils wird durch Betätigung des Hebels 122
bewirkt (s.Fig. 1). Die Bewegung zu dieser Handhabung wird durch das Gestänge 118
sowie den Angriff 117 auf die Scheibe 56 übertragen. Der Finger 79 greift an dem
fest mit der Welle 57 verbundenen Eetätigungshebel 68 an. Der Körper 116 der einsidnigen
Kupplung des Tangens tialrades 67 ist fest mit der Welle 57 verbunden. Die einsinnige
Kupplung des Tangentialrades 67 ist derart angeordnet, daß sie ein freies Gleiten
des Körpers 116 während dieser Drehung zuläßt. Nach einer bestimmten Drehung gelangt
der Finger 12 der Sperrklinke 70 mit der Rampe 73 in Berührung, wodurch die Klinke
um den Zapfen 69 kippt. Kurz vor dem Ende des Öffnens des Ventils greift der Finger
71 der Klinke 70 in die Nut der Scheibe 56 ein und hält auf diese Weise das Ventil
geöffnet. In dieser Stellung liegt der Betätigungshebel 68 an dem Anschlag 103 an,
der zur Begrenzung der Drehbewegung dient. Der Betätigungshebel hält die Scheibe
56 mittels der Sperrklinke 70 in dieser Stellung und wird selbst durch die Wirkung
der einsinnigen Kupplung in dem Tangentialrad 67 zurückgehalten, welche mit der
Schnecke 66 im Eingriff steht.
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Solange das Ventil geöffnet ist, laufen die vom Antriebsmotor des
Zählers angetriebenen Walzen um und zählen dabei. Wenn die zweite Walze (die die
Zehner angibt) bei der Zahl 5 anlangt, sind die beiden übergeordneten Walzen 12
und 13 bereits bei Null angekommen, und der gegenüber der zweiten Walze 11 angeordnete
Hebel 54 fällt in eine Ausnehtnung 114 des Nockens 23 ein (s. F i g. 10), der die
anderen Hebel 54 mitnimmt. Die erste Bewegung des Hebels 54 erzeugt ein Einrücken
der Zahnräder 60 und 63, was eine Mitnahme der fest mit der Schnecke 66 verbundenen
Welle 65 zur Folge hat und eine Drehung des Tangentialrades bewirkt, welches mit
dem Betätigungshebel 68 gekuppelt ist Der Eingriff der Zahnräder 60 und 63 wird
durch das Ablaufen des Fingers 62 hervorgerufen, der fest mit dem Kopf 59 verbunden
ist und der von dem fest mit der Welle 53 verbundenen Hebel 52 unterstützt wird.
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Ebenso stehen die Scheibe 56 und die Scheibe 117 durch den Zähler
im Eingriff, und das Schließen des Ventils erfolgt progressiv, bis die Walze 10
(die die Einer angibt) in der Stellung Null anlangt. In diesem Moment führen die
Hebel 54 einen zweiten Abfall aus, da die Nut des Nockens 23 der Walze 10 unterhalb
des Hebels 54 liegt, der dem Nocken gegenübersteht Dieses zweite Abfallen des Hebels
54 bewirkt über die Stange 87 sowie den Hebel 85 und die Welle 86 den plötzlichen
Abfall des Auslösehebels 84, der beim Auftreffen auf den Ansatz 120 der Sperrklinke
70 deren Kippen bewirkt, was die Freigabe der Scheibe 56 durch Ablaufen des Fingers
71 zur Folge hat. Ist die Scheibe 56 auf diese Weise freigegeben, bewirkt die Feder
121 das plötzliche völlige Schließen des Ventüs. Der Schließvorgang ist beendet,
wenn der Ansatz 80 der Scheibe 56 an dem Anschlag 81 zur Anlage gelangt.
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Wenn es sich als notwendig erweist, die Abgabe zu unterbrechen, bevor
die vorbestimmte Menge vollständig abgezapft ist, wird der Drücker 77 betätigt.
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Diese Betätigung bewirkt ein Kippen des Hebels 74, der auf den Finger
72 einwirkt und das Kippen der Sperrklinke 70 sowie das Ablaufen des Fingers 71
bewirkt. Ist die Scheibe 56 so freigegeben, ist das Abgabeventil unter der Wirkung
der auf die Scheibe 56 einwirkenden Feder 121 geschlossen.