DE1210101B - Schutzgaslichtbogenschweissverfahren - Google Patents
SchutzgaslichtbogenschweissverfahrenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
BIBLIOTHEK
DES DEUTSCHEIi
PATENTiWtS
Int. α.:
B23k
Deutsche KL: 21h-30/12
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Anmeldetag:
Auslegetag:
1210101
Y661VHId/21h
19. Dezember 1962
3. Februar 1966
Y661VHId/21h
19. Dezember 1962
3. Februar 1966
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schutzgaslichtbogenschweißen von Stahl.
Im allgemeinen wird beim Lichtbogenschweißen unter Schutzgas, das Stickstoff enthält, ein ungünstiges
Ergebnis erzielt. Es entstehen gewöhnlich Poren im abgeschiedenen Metall, da der Stickstoff nicht in die
Atmosphäre entweichen kann, wenn sich die Löslichkeit von Gasen in dem Schweißgut bei seinem Erstarren
vermindert. Es wurde jedoch festgestellt, daß beim Bogenschweißen unter Schutzgas sich bessere Ergebnisse
erzielen lassen, wenn dem Schutzgas Stickstoff zugemischt wird und gleichzeitig dem Schweißdraht
ein metallisches Element zugegeben wird, das ein Nitrid bilden kann. Es bildet sich dann ein stabiles Nitrid
dieses metallischen Elementes im abgeschiedenen Metall, das die Bildung von Poren verhütet und festes,
zähes Schweißgut erzeugt.
Es ist daher das Ziel der vorliegenden Erfindung, zähes, festes Schweißgut zu erhalten, das eine hohe
Kerbzähigkeit aufweist, indem die Bildung eines Nitrides in der Schweißnaht bewirkt wird. Es ist
insbesonders zum Schweißen von hochzugfesten Stählen und kaltzähen Stählen mit hoher Kerbzähigkeit
geeignet.
Die Erfindung besteht darin, daß man zusätzlich zu den gewöhnlichen Schweißzusatzwerkstoffen ein
nitridbildendes Metall und Stickstoff während . des Schweißens an die Schweißstelle bringt, damit der
Stickstoff mit dem Metall Nitrid bildet, das wenigstens teilweise in dem Schweißgut fein verteilt in fester
Phase abgeschieden wird.
Eine zweckmäßige Weiterbildung der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Schutzgasbogenschweißung
mit einem Schutzgas durchführen, das keinen Stickstoff enthalten muß, jedoch einen Schweißdraht mit einer
Seele zu verwenden, die eines oder mehrere nitridbildende Metalle und/oder eine oder mehrere Legierungen
davon in gepulverter Form und eine Substanz enthält, die gasförmigen Stickstoff abgibt, wenn sie in
heißem Zustand ist, so daß sich das Nitrid dieses Metalls im abgeschiedenen Metall ausbilden kann.
Ein Teil dieses Metallnitrides wird als eine feine, feste Phase im abgeschiedenen Metallteil während des
Schweißens oder während einer anschließenden Wärmebehandlung abgelagert, wodurch ein zähes, festes
Schweißgut erzielt wird.
Als Schutzgas kann ein inertes Gas, wie beispielsweise Argon, Helium, eine Mischung von Argon oder
Helium mit Sauerstoff oder Kohlendioxyd, Kohlendioxyd oder eine Mischung von Kohlendioxyd und
Sauerstoff verwendet werden.
Als nitridbildende Metalle können Aluminium, Schutzgaslichtbogenschweißverfahren
Anmelder:
Yawata Iron & Steel Company, Ltd., Tokio
Vertreter:
Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann
und Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
Als Erfinder benannt:
Sadayoshi Morita,
Teiji Ito,
Takeshi Nishi,
Tsuguro Kikuno, Tokio
Sadayoshi Morita,
Teiji Ito,
Takeshi Nishi,
Tsuguro Kikuno, Tokio
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 29. Dezember 1961 (48 065)
Titan, Zirkon, Beryllium, Columbium, Vanadium und Legierungen davon, allein oder in Mischung, verwendet
werden.
Als Substanzen, die in heißem Zustand Stickstoff abgeben, können Mangannitrid, Calciumnitrid, Molybdännitrid,
Chromnitrid und Nitrate, wie beispielsweise Ca(NO3)2, verwendet werden.
Beim erfindungsgemäßen Lichtbogenschweißen kann jedes herkömmliche pulverförmige Flußmittel zusätzlich
zum Schutzgas verwendet werden, so daß die Schweißbarkeit weiter erhöht werden kann.
Der Seele des Schweißdrahtes, die erfindungsgemäß verwendet wird, können weiter noch herkömmliche
Legierungselemente, wie beispielsweise Nickel, Molybdän und Chrom, zugesetzt werden, um die Eigenschaften
der Schweißung weiterzuverbessern.
Das Schweißverfahren wird auf die gleiche Weise durchgeführt wie eine gewöhnliche Schutzgasschweißung.
Es wird jedoch bevorzugt, den Gehalt an Metallin-
609 503/313
trid im abgeschiedenen Metall praktisch innerhalb eines Bereiches von 0,01 bis 1,00 % zu halten. Beim Schweißen
wird das nitridbildende Metall oder die nitridbildende Legierung, die im Schweißdraht enthalten
ist, zusammen mit dem Schweißdraht durch die Hitze des Lichtbogens geschmolzen und bildet ein schmelzflüssiges
Schweißbad zusammen mit dem zu schmelzenden Material, das gleichzeitig schmelzflüssig gemacht
wird. Da gelöster Stickstoff vom Schutzgas oder von den Stickstoff abgebenden Substanzen, wie beispielsweise
Mangannitrid, im schmelzflüssigen Bad gelöst ist, bildet das nitridbildene Metall oder die nitridbildende
Legierung während des ZusammenÖießens des Bades ein Nitrid. Weiter wird unter dem Einfluß
einer nachfolgenden Wärmebehandlung oder der Hitze des schmelzflüssigen Bades selbst ein Teil dieses
Nitrides in feiner Form in der festen Phase abgeschieden. Daher weist das abgeschiedene Metall eine
feine Struktur auf und besitzt eine hohe Zähigkeit und Festigkeit.
Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der Erfindung, ohne sie zu beschränken.
In den Beispielen 1 bis 3 werden drei Schweißdrähte verwendet, die folgende Zusammensetzung aufweisen:
Tabelle 1
Chemische Zusammensetzungen der Schweißelektroden (Seele)
Chemische Zusammensetzungen der Schweißelektroden (Seele)
| Schweiß elektroden |
C | Si | Mn | E P |
lemente in ° S |
Cu | Al | Ti | Fe |
| A B C |
0,15 0,13 0,12 |
0,368 0,364 0,68 |
1,34 1,32 1,80 |
0,035 0,034 0,010 |
0,024 0,024 0,007 |
0,194 0,215 0,150 |
0,55 0,34 |
0,52 0,23 |
Rest Rest Rest |
| Beispie | 1 1 |
Ein kohlenstoffarmer, beruhigter Stahl für niedrige von 4% Stickstoff zum Schutzgas aus Kohlendioxyd
Temperaturen wurde mit einer einzigen Schweiß- 25 verschweißt und dabei das Schutzgas mit einer Geschwindigkeit
von 251 pro Minute zugeführt. Die chemische Zusammensetzung der Schweißnähte war
auflage unter Verwendung jeder der Schweißelektroden A, B und C mit den in der Tabelle 1 gezeigten chemi
schen Zusammensetzungen und durch Zumischen wie in Tabelle 2 gezeigt.
Chemische Zusammensetzung einer einzigen Schweißauflage, die mit einem Kohlendioxyd-Stickstoff-Schutzgas
auf einem kohlenstoffarmen beruhigten Stahl hergestellt war
| Schweiß elektroden |
C | Si | Mn | Elemei Al |
ite in 7o AlN J Ti |
0,14 0,05. |
TiN | Fe |
| A B C |
0,10 0,10 0,08 |
0,26 0,24 0,48 |
1,08 1,10 1,41 |
0,16 0,11 |
0,043 0,030 |
0,089 0,081 |
Rest Rest Rest |
Zum Vergleich sei angeführt, daß beim Verschweißen von Stahl mit einer einzigen Schweißauflage unter
Verwendung eines Lichtbogens mit Kohlendioxyd als Schutzgas und einer gewöhnlichen kohlenstoffarmen,
silizium- und manganhaltigen Elektrode Poren erhalten wurden, wenn etwa 4% Stickstoff mit dem
Kohlendioxydschutzgas vermischt waren. Jedoch bei Verwendung des Elektrodendrahtes A der Tabelle 1,
der 0,55% Aluminium enthält, wurde festgestellt, daß keine Poren gebildet wurden, wenn bis 8%
Stickstoff dem Schutzgas zugemischt waren. Ähnlich wurden beim Bogenschweißen mit Argon als Schutzgas
und einem Schweißdraht, der kein Aluminium enthält, sogarmitnurl% Stickstoff im SchutzgasPoren erzeugt.
Wenn jedoch der Schweißdraht A der Tabelle 1, der 0,55% Aluminium enthielt, verwendet wurde,
wurden keine Poren erzeugt, bis 4% Stickstoff im Schutzgas vorhanden waren. Wenn eine Elektrode
verwendet wurde, die Titan enthielt, das eine höhere
Affinität gegenüber Stickstoff aufweist als Aluminium, dann war es möglich, die Stickstoffmenge, bei welcher
keine Poren erzeugt wurden, zu erhöhen. So waren beispielsweise beim Lichtbogenschweißen unter Kohlendioxyd
als Schutzgas mit dem Schweißdraht B der Tabelle 2, der 0,52% Titan enthielt, sogar wenn
bis zu 12% Stickstoff dem Kohlendioxyd zugemischt wurden, keine Poren feststellbar. Bs ist daher ersichtlich,
daß die Bindung des Stickstoffes an ein nitridbildendes Element, beispielsweise Aluminium oder
Titan, wirksam ist, die Ausbildung von Poren zu verhüten, wenn gasförmiger Stickstoff dem Schutzgas
zugemischt wird.
Die Stähle der Schweißungen mit den chemischen Zusammensetzungen, wie sie in Tabelle 2 gezeigt sind,
nach Luftkühlung von 9000C herunter und eine
Schweißung, die unter Verwendung der Elektrode C, jedoch nur mitKohlendioxyd als Schutzgas, hergestellt
war, hatten die folgenden mechanischen Eigenschaften:
Mechanische Eigenschaften einer Emzelaufiäge-Lichtbögenschweißung,
die unter Verwendung von Kohlendioxyd—Stickstoff als Schutzgas hergestellt waffen
| Zugfestigkeit | Fließgrenze | Dehnung | Querschnitts verminderung |
Schlägfe mkg |
stigkeit, /cm2 |
Chärpyprüfung mit V^Kerbe VTrI 5 VTrs |
°C | |
| kg/mm2 | kg/mm2 | °/o | °/o | -6O0C | Ö°C | 0C | <-60 | |
| A | 59,6 | 50,1 | 36S7 | 69,0 | 9,0 | 20,3 | <-60 | <-60 |
| B | 62,7 | 56,1 | 34ä5 | 66,3 | 11,1 | 22,2 | <-60 | <-60 |
| C | 68,3 | 58,8 | 33,0 | 65,7 | 9,9 | 22,6 | <-60 | -10 |
| C | 61,8 | 53,2 | 30,1 | 62,6 | 1,1 | 19,1 | -46 |
Die Elektroden C und C haben die gleiche chemische Zusammensetzung. In der Tabelle wird jedoch zwischen C und C unterschieden,
da C die mechanischen Eigenschaften bei Verwendung dieser Elektrode und Anwendung von Kohlendioxyd—Stickstoff
als Schutzgas angibt, während in der Zeüe C die mechanischen Eigenschaften bei Verwendung der gleichen Elektrodenseele,
jedoch unter Anwendung von Kohlendioxyd als Schutzgas allein angegeben sind.
Beim Vergleich mit der Schweißung, die unter 20 bei welchem Nitrid in der Schweißnaht erzeugt wird,
Verwendung von Kohlendioxyd allein als Schutzgas bemerkenswert. Bei der mikroskopischen Untersuchung
für den Lichtbogen hergestellt war, sind die Verbesse- des Stahls der Schweißnaht wurde festgestellt, daß
rungen in der Kerbzähigkeit durch das Verfahren, sich eine sehr feine Struktur ausgebildet hatte.
Eine Vielschichtschweißtmg wurde hergestellt, wobei des Metalls der Schweißstellen und des Metalls einer
jeder der Schweißdrähte A, B und C zum Bogen- Schweißstelle, das mit einem Schweißdraht C und nur
schweißen unter Kohlendioxyd—Stickstoff als Schutz- Kohlendioxyd als Schutzgas hergestellt war, waren
gas verwendet wurde. Die mechanischen Eigenschaf ten 30 wie folgt:
Mechanische Eigenschaften einer Vielschichtschweißung, die mittels eines Lichtbogens und Kohlendioxyd-—Stickstoff als Schutzgas hergestellt waren
| Zugfestigkeit | Fließgrenze | Dehnung | V4 UCi al/JUULL Ho" Verminderung |
Schlagfestigkeit, | /ciö2 | Charpyprüfung | Kerbe VTfs |
|
| kg/mm2 | kg/mm2 | °/o | °/o | mkg | 00C | mit V- VTrIS |
°C | |
| 60,2 | 51,0 | 35,2 | 67,9 | —6O0C | 18,5 | °C | <-60 | |
| A | 64,1 | 57,9 | 33,3 | 66,8 | 6,8 | 19,2 | <-60 | <-60 |
| B | 67,8 | 57,8 | 32,9 | 63,4 | 9,4 | 19,6 | <-60 | <-60 |
| C | 64,7 | 54,9 | 28,5 | 60,3 | 7,6 | 11,2 | <-60 | -18 |
| C | 1,8 | -50 | ||||||
C bedeutet die mechanischen Eigenschaften bei Verwendung der gleichen Elektrode C, jedoch unter Verwendung von Argon
allein als Schutzgas.
Die mechanischen Eigenschaften des Stahls der Schweißung sind das Ergebnis des gleichen Schweißverfahrens,
wie es im Beispiel 1 verwendet wurde, und der Wärmebehandlung, die durch die Hitze des
Lichtbogens hervorgerufen war, die der Bildung der nächsten Schicht der Schweißung diente. Dieser Stahl
weist ausgezeichnete mechanische Eigenschaften auf, weil er einer normalisierenden Wirkung wegen der
Hitze der übereinander gebildeten Schichten unterzogen worden war. Bei einer solchen Schweißung
waren die mechanischen Eigenschaften einer Schweißnaht, die mittels eines Bogens erzeugt war, bei dem
kein Stickstoff dem Schutzgas zugemischt war, schlechter.
SS Eine Vielschichtsehweißung wurde durchgeführt, Wobei jeder der Schweißdrähte A, B und C in Tabelle 1
verwendet, jedoch 4% Stickstoff in Argon als Schutzgas angewandt wurde und dieses mit einer Menge
von 25 1 pro Minute zugefügt wurde. Die mechanischen Eigenschaften der Schweißungen sind in Tabelle 5
wiedergegeben, wobei die Schweißung C mit dem Schweißdraht C und reinem Argon als Schützgas
hergestellt war. Die mechanischen Eigenschaften dieser Schweißungen waren, wie auch im obigen
Beispiel 2, ausgezeichnet und überlegen den Schweißungen, die ohne Stickstoffzumischung im Schutzgas
hergestellt waren.
Mechanische Eigenschaften von Vielschichtschweißungen, die mit Argon—Stickstoff als Schutzgas nachdem Lichtbogenverfahren hergestellt sind
| Zugfestigkeit | Fließgrenze | Dehnung | veiminderung | Schlagfestigkeit, | /cm2 | Charpyprüfung | °C | |
| kg/mm2 | kg/mm2 | °/o | % | mkg | 0°C | mit V-Kerbe VTrI 5 VTrs |
<-60 | |
| 63,4 | 55,2 | 37,1 | 68,3 | —60° C | 25,9 | °C | <-60 | |
| A | 66,7 | 58,8 | 36,0 | 67,1 | 10,2 | 25,4 | <-60 | <-60 |
| B | 72,0 | 63,9 | 34,5 | 66,8 | 13,7 | 23,8 | <-60 | <-60 |
| C | 69,1 | 60,5 | 26,4 | 61,3 | 11,4 | 14,5 | <-60 | |
| C | 3,8 | <-60 | ||||||
C bedeutet, daß nur gewöhnliches Argon als Schutzgas verwendet wurde.
B eis pi
Eine Seelenelektrode wurde hergestellt, indem eine hohle Seele mit einem Außendurchmesser von 3,2 mm,
die durch Biegen eines sehr weichen Stahlbleches gebildet war; mit einem Pulver gefüllt, das durch
Mischen von 0 5% Aluminium, 0,3% Titan und Mangannitrid in genügender Menge zur Bildung der
Nitride von Aluminium und Titan durch Stickstoffentwicklung, zusammen mit Ferrosilicium und Ferro-
el 4 mangan als Desoxydationsmittel und einem Flußmittel
zur- Verbesserung der Bearbeitbarkeit, hergestellt war. Eine Einzelauflagenschweißung und eine Vielschichtschweißung
wurden mittels eines Schutzgasbogens hergestellt. Als Schutzgas wurde Kohlendioxyd allein
mit, einer Menge von 201 pro Minutezugeführt. DiechemischenZusammensetzungenundmechanischen
Eigenschaften der Schweißungen sind in Tabelle 6 angegeben.
Chemische Zusammensetzungen (in Prozent) und mechanische Eigenschaften der Schweißungen, die
unter Verwendung einer besonders angefertigten Hohlseele hergestellt waren
| C | Si | Mn | Al | Ti | AlN | TiN | Fe | |
| Einzelauflagenschweißung | 0,08 0,11 |
0,35 0,42 |
1,27 1,36 |
0,13 0,22 |
0,06 0,10 |
0,037 0,032 |
0,062 0,068 |
Rest Rest |
| Vielschichtschweißung |
Zugfestigkeit kg/mm2
Fließgrenze
kg/mm2
Dehnung Querschnittsverminderung
Schlagfestigkeit,
mkg/cm2 —6O0C 0°C
Charpyprüfung
VTr 15
Einzelauflagenschweißung
Vielschichtschweißung ...
Vielschichtschweißung ...
63,5 67,2
54,7 59,1
60,4
58,2
58,2
7,6
5,4
5,4
17,4 18,3
<-60 <-60
Es ist zu ersehen, daß die gleiche Wirkung, wie sie in den Beispielen 1 und 2 erzeugt wurde, mit einem
Lichtbogen unter Kohlendioxyd als Schutzgas und einer Hohlseele als Schweißdraht erzielt wird, die
nitridbildende Elemente und eine Stickstoff abgebende Verbindung enthält.
Claims (17)
1. Verfahren zum Schutzgas-Lichtbogenschweißen von Stahl, dadurch gekennzeichnet,
daß man zusätzlich zu den gewöhnlichen Schweißzusatzwerkstoffen ein nitridbildendes Metall
und Stickstoff während des Schweißens an die Schweißstelle bringt, damit der Stickstoff mit dem
Metall Nitrid bildet, das wenigstens teilweise in dem Schweißgut fein verteilt in fester Phase abgeschieden
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als nitridbildendes Metall Aluminium,
Titan, Zirkon, Beryllium, Columbium, Vanadium und Legierungen dieser Metalle, allein oder in
Mischung, verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise der
Stickstoff der Schweißung mit dem Schutzgas zugeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stickstoff der Schweißung durch
eine abschmelzende Elektrode zugeführt wird, deren Bestandteile beim Erhitzen Stickstoff
liefern.
5. Elektrode nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Stickstoff lieferndes Material
Mangannitrid, Calciumnitrid, Molybdännitrid, Chromnitrid, allein oder in Mischung, und/oder
die Nitrate der vorstehend erwähnten Metalle verwendet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise das
nitridbildende Metall der Schweißstelle durch deine abschmelzende Elektrode zugeführt wird.
7. Elektrode nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kerndraht 0,55% Aluminium
enthält.
8. Elektrode nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kerndraht 0,52 % Titan enthält.
9. Elektrode nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kerndraht 0,34% Aluminium
und 0,23 % Titan enthält.
10. Elektrode nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenseele ein Pulver aus
Aluminium, Titan und Mangannitrid enthält.
11. Elektrode nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie als nitridbildendes Metall Aluminium,
Titan, Zirkon, Beryllium, Niob und/oder Vanadium und/oder Legierungen dieser Metalle
enthält.
12. Elektrode nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen dem Gewicht
nach aus 0,15% C, 0,368% Si, 1,34% Mn, 0,035% P, 0,024% S, 0,194% Cu, 0,55% Al und
als Rest aus Eisen besteht.
13. Elektrode nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen dem Gewicht
nach aus 0,13% C, 0,364% Si, 1,32% Mn, 0,034% P, 0,024% S, 0,215% Cu, 0,52% Ti und
als Rest aus Eisen besteht.
14. Elektrode nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen dem Gewicht nach
aus 0,12% C, 0,68% Si, 1,80% Mn, 0,010% P, 0,007%S, 0,150%Cu, 0,34%Al, 0,23%Ti
und als Rest aus Eisen besteht.
15. Elektrode nach den Ansprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenseele
ίο
als nitridbildendes Metall Al, Ti, Zr, Be, Nb und/oder V oder deren Legierungen enthält sowie
ein Material, das beim Erhitzen Stickstoff abgibt, wobei dieses Material Mangannitrid, Calciumnitrid,
Molybdännitird und/oder Chromnitrid oder igendein Nitrat ist.
16. Elektrode nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen dem
Gewicht nach aus 0,08 % C, 0,35 % Si, 1,27 % Mn, 0,13% Al, 0,06% Ti, 0,037% AlN, 0,062% TiN
und als Rest aus Eisen besteht.
17. Elektrode nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen dem
Gewicht nach aus 0,11 % C, 0,42 % Si, 1,36 % Mn, 0,22% Al, 0,10% Ti, 0,032% AlN, 0,068% TiN
und als Rest aus Eisen besteht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
so Deutsche Patentschrift Nr. 496 337;
so Deutsche Patentschrift Nr. 496 337;
österreichische Patentschrift Nr. 174 268;
USA.-Patentschriften Nr. 2 142 045, 2 851 581,
988 627;
USA.-Patentschriften Nr. 2 142 045, 2 851 581,
988 627;
William M. Conn, Die Technische Physik der Lichtbogenschweißung, Berlin—München, 1959, S.
211/212;
T. N ο r e n, Werkstoffkunde für die Lichtbogenschweißung von Eisen und Stahl, Solingen, 1955, S. 37;
K. L. Zeyen und W. Lohmann, Schweißen
der Eisenwerkstoffe, Düsseldorf, 1948, S. 75 bis 77.
609 503/313 1.66 1.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| JP4806561 | 1961-12-29 |
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| DE1210101B true DE1210101B (de) | 1966-02-03 |
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|---|---|---|---|
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1962
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- 1962-12-18 US US245404A patent/US3258842A/en not_active Expired - Lifetime
- 1962-12-19 DE DEY661A patent/DE1210101B/de active Pending
Patent Citations (5)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1030675A (en) | 1966-05-25 |
| US3258842A (en) | 1966-07-05 |
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