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DE1209480B - Verfahren zum Herstellen von poroesen feuerfesten keramischen Erzeugnissen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von poroesen feuerfesten keramischen Erzeugnissen

Info

Publication number
DE1209480B
DE1209480B DEC23554A DEC0023554A DE1209480B DE 1209480 B DE1209480 B DE 1209480B DE C23554 A DEC23554 A DE C23554A DE C0023554 A DEC0023554 A DE C0023554A DE 1209480 B DE1209480 B DE 1209480B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
porous
impregnated
drying
suspension
ceramic products
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC23554A
Other languages
English (en)
Inventor
Ivor James Holland
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Consolidated Beryllium Ltd
Original Assignee
Consolidated Beryllium Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Consolidated Beryllium Ltd filed Critical Consolidated Beryllium Ltd
Publication of DE1209480B publication Critical patent/DE1209480B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
    • C04B38/06Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by burning-out added substances by burning natural expanding materials or by sublimating or melting out added substances
    • C04B38/0615Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by burning-out added substances by burning natural expanding materials or by sublimating or melting out added substances the burned-out substance being a monolitic element having approximately the same dimensions as the final article, e.g. a porous polyurethane sheet or a prepreg obtained by bonding together resin particles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von porösen feuerfesten keramischen Erzeugnissen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von porösen feuerfesten keramischen Erzeugnissen durch Einbringen von durch Hitzeeinwirkung zerstörbaren, organischen Stoffen in eine keramische Masse, die nach dem Trocknen gebrannt wird.
  • Bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung eines dünnen fest zusammenhängenden Blattes aus einem pulverförmigen, sinterfähigen Material wird nach einem Papierherstellungsverfahren aus keramischem Pulver und Zellulose ein Blatt hergestellt, das zuerst zwecks Abtrennens der Zellulose erhitzt und danach bei höherer Temperatur bis zum Sintern des Pulvers erhitzt wird. Als Mittel zum Hervorbringen von Poren in keramischen Massen sind ferner die verschiedensten Stoffe vorgeschlagen worden, die entweder ausbrennen, verdampfen, sich lösen oder Gas oder Schaum entwickeln. Bei der Verwendung aller dieser bekannten Mittel zum Porigmachen besteht jedoch der Nachteil, daß die Lage und Verteilung der Poren im fertigen Werkstück von der Durchmischung der keramischen Masse mit den Zusatzstoffen abhängt und nicht mit Sicherheit vorherbestimmbar ist. Es kommt hinzu, daß sich die gasförmigen Produkte der ausbrennenden Zusatzstoffe selbst einen Weg nach außen bahnen müssen und hierbei dünne Kanäle öffnen, die sich unkontrollierbar verzweigen und deren Verlauf nicht beeinflußbar ist, so daß unbeabsichtigte Schwachstellen im Werkstück auftreten können.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, das die Nachteile der bisher bekannten Verfahren vermeidet und die Herstellung von feuerfesten porösen keramischen Erzeugnissen mit genau vorher bestimmbarer Porenstruktur gestattet. Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß ein poröses organisches Material in eine Suspension aus feuerfesten Materialteilchen eingetaucht, darauf die Flüssigkeit durch Trocknen entfernt und der so erhaltene imprägnierte Körper bis zum Sintern der Materialteilchen erhitzt wird. Hierdurch ergibt sich zusätzlich der Vorteil, daß das poröse Material vor dem Imprägnieren in die Form gebracht werden kann, die das fertige Erzeugnis aufweisen soll, so daß ein besonderer Formgebungsvorgang entfällt. Darüber hinaus ist es bei Verwendung von schwammförmigem porösem Material auch möglich, die Porosität des fertigen Erzeugnisses durch mehr oder weniger vollständiges Füllen der Hohlräume mit keramischer Masse zu beeinflussen, denn der Schwammkörper kann zum Imprägnieren zusammengedrückt werden, um hierdurch Luft auszutreiben, bevor er in die Suspension eingetaucht wird. Wenn der Schwammkörper in der Suspension vom Druck entlastet wird, kann er sich wieder zu seinen ursprünglichen Abmessungen ausdehnen und saugt sich dabei voll.
  • Als schwammartiges Material kann jeder Stoff verwendet werden, der bequem, durch Erhitzen in einer inerten Atmosphäre, zerstört und verflüchtigt werden kann. Als besonders zweckmäßig hat sich die Verwendung von Polyurethan erwiesen, dessen Schaum bei etwa 60° C erweicht, so daß die durch die verschiedene Ausdehnung des schwammartigen Materials und der getrockneten keramischen Masse auftretenden Spannungen entlastet werden, bevor .die ungesinterte keramische Masse reißen kann. Andere geeignete Schaumkunststoffe sind Polystyrole, Polyäthylene, Polyvinylchloride und Latex.
  • Die Menge des feuerfesten Materials, welches sich ablagert, hängt von dem spezifischen Gewicht der Suspension oder Dispersion und von dem Umfang .der Zusammendrückung und der Wiederausdehnung des Werkstückes ab. Durch Änderung dieser Faktoren ist es möglich, die Porosität und die Porengröße des fertigen Gegenstandes innerhalb weiter Grenzen zu variiren.
  • Das Werkstück wird unter Vermeidung eines Verbrennens in einer inerten Atmosphäre oder zunächst bei niedrigen Temperaturen getrocknet, wodurch ein poröser Gegenstand hergestellt wird, welcher aus einer großen Anzahl von hohlkugelförmigen mit Partikeln aus feuerfestem Material bedeckten Gebilden entsteht. Beim anschließenden Erhitzen wird der Schaumkunststoff vollständig verflüchtigt, ohne- daß Asche zurückbleibt, -die als Flußmittel wirken könnte, so daß die Feuerfestigkeit des fertigen Gegenstandes unbeeinflußt bleibt.
  • Gegenstände wie z. B. Hochtempera-turisolierkörper mit abgestufter Porengröße und Porosität können dadurch hergestellt werden, daß eine Anzahl von imprägnierten Werkstücken aus Schaumkunststoff vor der Trocknung und dem Brennen miteinander vereinigt werden, so daß die verschiedenen zusammengesinterten Schichten die jeweils gewünschten Eigenschaften aufweisen. Fernerhin kann eine undurchlässige Schicht entweder vor oder nach dem Brennen aufgebracht werden.
  • Es ist auch möglich, einen erfindungsgemäß hergestellten, fertiggebrannten Gegenstand anschließend nochmals zu imprägnieren und zu brennen, um ihm hierdurch eine größere Dichte zu verleihen. Dieses letztere Verfahren ist insbesondere zur Herstellung von großen Gegenständen. anwendbar. Beispiel l Ein Stück Polyätherschaum mit den Abmessungen 10,5 - 11,0 -11,8 cm wurde in eine flockenfreie Suspension von Aluminiumoxyd in verdünnter Salzsäure eingetaucht. Das spezifische Gewicht der Suspension betrug 2,3 und ihr pH-Wert 3,0, wobei die Korngrößenverteilung etwa wie folgt war:
    Teilchengröße
    Durchmesser in Mikron Anteil
    -I-10 ...................... 35%
    -10 bis 5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30%
    -5 bis 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30%
    -2 bis 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4%
    - 1 ........................... 1%
    Das Schaumkunststoffstück wurde soweit als möglich zusammengedrückt, um alle eingeschlossene Luft zu entfernen. Darauf wurde das Stück während es völlig in die Suspension eingetaucht war vom Druck entlastet, so daß es sich zu seiner ursprünglichen Größe wieder ausdehnte. Auf diese Weise wurde ein etwa dem Rauminhalt des Schaumkunststoffstücks entsprechendes Volumen der Suspension aufgenommen und in dem porigen Körper festgehalten.
  • Das völlig getränkte Stück, welches 470 g wog, wurde aus der Suspension herausgenommen und zwischen zwei ebene Platten aus perforiertem Holz gelegt. Sodann wurde das Stück, dessen Höhe zunächst 1,8 cm betrug, auf eine Höhe von 0,8 cm zusammengedrückt.
  • Sodann wurde der Druck aufgehoben, woraufhin das Werkstück seine ursprünglichen Abmessungen wieder einnahm. Das Gewicht des Stückes betrug nunmehr etwa 210 g.
  • Das Werkstück wurde sodann in eine Trockenvorrichtung gebracht und dort 2 Stunden bei einer Temperatur von etwa 100° C getrocknet. Nach dem Abkühlen war das Stück verhältnismäßig hart und konnte ohne Beschädigung oderVerformung gehandhabt werden.
  • Das Werkstück wurde sodann in einer inerten Atmosphäre bei einer Höchsttemperatur von 17000 C gebrannt, wobei man die Höchsttemperatur etwa 2 Stunden aufrechterhielt. Die Abmessungen des Werkstückes hatten sich nach dem Brennen etwas geändert und betrugen nunmehr 10 - 10,5 - 1,7 cm, was einer linearen Zusammenziehung von etwa 5 0/0 entspricht.
  • Das Gewicht des gebrannten Werkstücks betrug 157 g, was einer Dichte von 0,88 g/cms oder 78% Porosität entspricht.
  • Nach dem beschriebenen Verfahren wurde eine Anzahl von leichten Aluminiumoxydkörpern hergestellt, wobei jedoch die Menge der nach dem Absorbieren verdrängten Suspension verändert wurde und sich hierdurch fertiggebrannte Gegenstände mit den nachfolgend aufgeführten verschiedenen Dichten ergaben:
    Abmessungen nach dem Brennen Dichte Bruch-
    ch dem festi keit
    Länge Breite Dichte Gewicht nach g
    cm I cm I cm I g g/ems kg/cmE
    4,3 2,0 1,7 7,0 0,48 33
    4,0 1,7 1,7 8,0 0,69 58
    10,5 10,0 1,7 157,0 0,88 92,5
    6,0 4,3 0,8 38,7 1,39 141,6
    4,3 2,0 1,7 30,0 2,05 251
    Die lineare Zusammenziehung wurde in allen Fällen mit etwa 5 % festgestellt. Beispiel II Weitere Versuche wurden mit poröser Beryllerde, welche nach dem gleichen Verfahren bearbeitet wurde, unternommen. Hierbei wurde eine Suspension von Beryllerde in verdünnter Salzsäure mit einem spezifischen Gewicht von 1,9 und einem pH-Wert von 2,2 verwendet, deren Teilchengröße folgendermaßen verteilt war:
    Teilchengröße
    Durchmesser in Mikron Anteil
    -I-10 ...................... 25%
    -10 bis 5 . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . 30%
    -5 bis 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28%
    -2 bis 1 ...................... 100/a
    - 1 ........................... 7%
    Weitere Angaben zu den auf diese Weise hergestellten Körpern ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:
    Abmessungen nach dem Brennen Dichte
    nach dem
    Länge Breite Dicke 1 Gewicht Brennen
    cm cm cm g g/cm$
    22,0 11,0 7,3 1650 0,93
    7,5 7,0 6,0 350 1,10
    6,4 2,8 2,2 51 1,29
    Die lineare Schrumpfung der oben aufgeführten Körper betrug annähernd 3 0/0. Beispiel IH Es wurden ferner Körper aus einer Suspension von Kaolin in Wasser hergestellt, wobei 0,25 % Natriumhexametaphosphat als Entflockungsmittel zugesetzt war. Das spezifische Gewicht der Suspension betrug 1,6. Die Werkstücke wurden bei 1350° C gebrannt, wobei eine lineare Zusammenziehung von 7% beobachtet wurde. Die Dichte lag zwischen 0,45 und 1,2 g/cms.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen von porösen feuerfesten keramischen Erzeugnissen durch Einbringen von durch Erhitzen zerstörbaren, organischen Stoffen in eine keramische Masse, die nach dem Trocknen gebrannt wird, d a d u r c h gekennzeichnet, daß ein poröses, organisches Material in eine Suspension aus feuerfesten Materialteilchen eingetaucht, darauf die Flüssigkeit durch Trocknen entfernt und der so erhaltene imprägnierte Körper bis zum Sintern der Materialteilchen erhitzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von imprägnierten Werkstücken vor der Trocknung und dem Brennen miteinander vereinigt werden.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das fertig behandelte Werkstück nochmals imprägniert und gesintert wird.
  4. 4. Verfahern nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Erhitzen in einer inerten Atmosphäre durchgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 888 973; französische Patentschrift Nr. 935 609; Zeitschrift: »Glas-Email-Keramo-Technik«, 1956, S. 326 bis 328.
DEC23554A 1960-03-09 1961-03-02 Verfahren zum Herstellen von poroesen feuerfesten keramischen Erzeugnissen Pending DE1209480B (de)

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GB1209480X 1960-03-09

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DEC23554A Pending DE1209480B (de) 1960-03-09 1961-03-02 Verfahren zum Herstellen von poroesen feuerfesten keramischen Erzeugnissen

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2932614A1 (de) * 1978-08-12 1980-03-06 Bridgestone Tire Co Ltd Keramisches filtermaterial und verfahren zu dessen herstellung
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DE3227201A1 (de) * 1982-07-21 1984-01-26 Wester Mineralien A.& H. Wester KG, 5305 Alfter Verfahren zur herstellung von keramischen, poroesen formkoerpern

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FR935609A (fr) * 1946-11-06 1948-06-24 P Henry Ets Perfectionnements aux moyens destinés à donner toute porosité voulue aux meules et produits céramiques
DE888973C (de) * 1950-03-09 1953-09-07 British Dielectric Res Ltd Verfahren zur Herstellung von dielektrischem Material in Form duenner Blaetter oderPlatten

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