DE1209353B - Vorrichtung zum Fangen von Fischen - Google Patents
Vorrichtung zum Fangen von FischenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
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Int. α.:
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AOIk
1209 353
K54215III/45h
9. Oktober 1964
20. Januar 1966
K54215III/45h
9. Oktober 1964
20. Januar 1966
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fangen von Fischen, bestehend aus einer Angelrute,
einer Angelschnur und einem über beide bis zum Fisch gleitbaren, an einer Zugleine befestigten
Kescher, der an seiner dem Fisch zugewandten Seite einen das Einführen des Fisches gestattenden, ein
selbständiges Herausbewegen desselben jedoch verhindernden Verschluß besitzt.
Bei einer bekannten solchen Vorrichtung ist der Kescher in einer auf der Angelrute dauernd befestigten
trompetenförmigen Hülle angeordnet. Dies hat zunächst den Nachteil, daß der Fischer beim Angeln,
vor allem aber beim Flugangeln auch noch dauernd den Kescher und die Hülle tragen muß, was ihn natürlich
bei längerem Halten und Werfen viel eher ermüdet, als wenn er nur die Angelrute allein zu tragen hat.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung besteht darin, daß der fest an der Angelrute angeordnete
Kescher den Fischer bei dem sogenannten bekannten Drillen zum Zweck des Ermüdens des Fisches nach
seinem Anbeißen stark behindert. Das Drillen ist insbesondere dann notwendig, wenn ein schwerer Fisch
angebissen hat. Dabei ist es zweckmäßig, daß der Kescher während des Drillens noch nicht verwendet
wird. Beim Drillen muß man nämlich, mit der einen Hand die Angelrute haltend, Angelschnur geben und
nehmen entsprechend den Bewegungen des Fisches, und zwar so lange, bis der Fisch ermüdet ist. Erst
dann ist es angezeigt, den Kescher zum Fisch zu bewegen, da andernfalls die Gefahr eines Bruches des
Vorfaches besteht. Letzteres ist bekanntlich des letzte sehr dünne Ende (0,1 bis 0,3 mm) der Angelschnur.
Wenn nun der Kescher wie bei der bekannten Vorrichtung schon vorher, d. h. also auch während des
Fischens auf der Angelrute sitzt, wird das Drillen sehr stark behindert, weil auch jetzt der Fischer wieder
ein größeres Gewicht schwingen muß, als wenn er nur die Angelrute allein schwingt. Nun ist es aber beim
Werfen und Drillen von außerordentlicher Wichtigkeit, daß die Angelrute gut durchfedern kann. Bei der
bekannten Vorrichtung ist dies aber zum Teil dadurch verhindert, daß die Hülle, die starr mit der Angelrute
verbunden ist, auf ihrer ganzen Länge auch somit die Angelrute starr macht, so daß diese nicht mehr
in ihrer ganzen Länge frei schwingen kann. Zu einem erfolgreichen Drillen gehört aber bekanntlich ein
möglichst großes Durchfedern der Angelrute.
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die bekannte Vorrichtung folgende Nachteile hat:
1. Der Fischer wird durch das zusätzliche Gewicht vor allem beim Werfen, z. B. mit einer bekannten Flugangel, stark ermüdet;
1. Der Fischer wird durch das zusätzliche Gewicht vor allem beim Werfen, z. B. mit einer bekannten Flugangel, stark ermüdet;
Vorrichtung zum Fangen von Fischen
Anmelder:
Dr. med. Hans Kellner,
München 2, Jägerstr. 2
Als Erfinder benannt:
Dr. med. Hans Kellner, München
2. er wird durch Form und Größe des an der Angelrute fest angeordneten Keschers mit der
Hülle sowohl beim Werfen als auch beim Drillen stark behindert;
3. die federnde Aktion der Angelrute wird durch die starr angebrachte Hülle beeinträchtigt;
4. die Ausgewogenheit einer sogenannten bekannten »Fliegengerte« wird gestört, da sie
kopf sch wer wird;
5. die Vorrichtung muß eine Länge von 0,5 bis 1 m besitzen, um große Fische landen zu können,
was aber das Gewicht noch mehr vergrößert und die federnde Aktion noch stärker behindert;
6. die im Kescher angeordneten Metallspitzen können den Fisch verletzen.
Zur Vermeidung dieser Nachteile besteht die Erfindung darin, daß der Kescher am Körper des
Fischers gehalten und nach dem Anbeißen des Fisches auf die Angelrute aufschiebbar ist.
Mit der Vorrichtung nach der Erfindung ist es nun möglich, ohne Behinderung durch das Gewicht der
Hülle und des Keschers mit voll federnder Angelrute zu werfen und zu drillen, weil der Kescher erst nach
dem Drillen auf die Angelrute aufgeschoben wird. Dem Fischer steht also in einem sehr wichtigen Abschnitt
des Fischens die Angelrute mit der Angelschnur in ihrer vollen Beweglichkeit zur Verfügung.
Zusätzlich hat die Vorrichtung noch die Vorteile der bekannten Vorrichtung, nämlich daß das Bergen von
insbesondere großen Fischen auch von hohen Uferböschungen her oder von einer Brücke aus oder wenn
andere ungünstige Verhältnisse vorliegen, durch das Hinführen des Keschers zum Fisch wesentlich erleichtert
ist.
In vorteilhafter Weise ist der Kescher parallel zu seiner Achse auf die Angelrute aufsteckbar. Dies hat
den weiteren Vorteil, daß der Kescher schnell und mühelos auf die Angelrute gebracht werden kann.
Der Kescher kann nach Art eines Lampions zusammenfaltbar oder teleskopartig zusammenschieb-
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Claims (2)
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3 4bar sein. Das hat den Vorteil, daß für den Kescher eines Leibgürtel§. bekannter Art ttiit.dem: Fischer6 wenig Platz benötigt wird. Et !kann dann besonders verbunden ist, über die Angelrute 2 aufgeschoben leicht am Leibgürtel getragen und im Bedarfsfall oder aufgesteckt. Dann gleitet der Kescher 4 durch leicht mit einer Hand gelöst werden. Senken der Angelrute 2 über diese und die Angel-Das Auseinanderfalten des Keschers kann dann 5 schnur3 dem Fisch 1 entgegen (Abb. 2) ins Wasser, durch Aufblasen erfolgen; Damit erhält-der Kescher und zwar auf beliebige Entfernung vom Fischer 6. sehr schnell seine endgültige Form. . Der Kescher 4, der zunächst lampion-oder teleskop-Zweckmäßigerweise besitzt das dem Fisch züge- artig (A b b. 4 oder 5) zusammengeklappt ist, kann wandte Ende des Keschers eine trompetenhafte, höhle auf verschiedene Weise gestreckt werden. Er kann Erweiterung mit. Löchern. Dies hat den weiteren io z. B. über ein Ventil 8, 8' aufgeblasen (Abb. 6) oder Vorteil, daß sich die Erweiterung mit Wasser füllt auseinandergezogen werden. Es ist aber auch möglich, und daher der Kescher sich schnell zum Fisch be- bei teleskopartigem Kescher 4 diesen zunächst in das wegt. Durch die Löcher wird der Kescher auch Wasser zu tauchen und dann durch Zug an der Zugleichter. Durch das eindringende Wasser neigt sich leine 5 gegen.den Wasserwiderstand zu strecken. Derder Kescher nach unten, so daß der Fisch schwerer 15 Fisch 1 wird nun durch Zug an der Angelschnur 3 entgleiten kann. .-.....- in den Kescher hineingezogen. Der Kescher 4 ist anAn der Erweiterung ist zweckmäßig ein über die der dem Fischer 6 zugewandten Seite bis auf eine Zugleine gleitbares Gewicht anbringbar. Dies bedingt kleine Öffnung geschlossen (Abb. 11 oder 13). ein noch schnelleres Sinken des Keschers. Dieser Verschluß erfolgt entweder durch ein aufblas-Schließlich ist in vorteilhafter Weise an der dem 20 bares Teil (Abb. 10) oder durch mechanische Fisch zugewandten Seite ein reusenartiger Verschluß Teile 4', 4" (Abb. 12). Der dem Fischer 6 zugevorgesehen. Durch diesen ist ein Entkommen. des wandte Teil des Keschers 4 kann aber auch kegel-Fisches aus dem Kescher nicht mehr möglich. Dem förmig ausgebildet sein (A b b. 17), so daß von selbst Einführen des Fisches wird dabei aber kein Wider- eine kleine Öffnung entsteht. Der Kescher 4 besteht stand geleistet. Der Fisch kann dabei auch nicht ver- 25 dann aus einer Reihe von Ringen, die nicht ganz geletzt werden, schlossen sind (Abb. 17 und 18). An den Öffnungs-Die Vorrichtung nach der Erfindung soll nun an stellen der Ringe sind federnde Klappen 13 ange-Hand der Zeichnungen näher erläutert werden. Es bracht, die im Ruhezustand den Ring verschließen, zeigt ' Es ist nun möglich, den Kescher 4 quer zu seinerAbb. 1 Angelrute und Angelschnur mit bereits 30 Achse auf die Angelrute2 zu stecken. Die Klappen aufgebrachtem Kescher nach dem Drillen, 13 verschließen sich dann wieder von selbst. FürA b b. - 2 Angelrute mit Kescher vor dem Fisch, diesen Fall muß dieses Ende des Keschers 4 mit einemA b b. 3 den Beginn des Einholens des Keschers Teil 11 aufklappbar oder abziehbar sein (A b b. 19). mit dem Fisch, um den Fisch 1 entfernen zu können. An der demAbb. 4 den Kescher mit zusammengedrücktem 35 Fisch 1 zugewandten Seite des Keschers 4 erfolgt der Balg und trompetenhafter Erweiterung, Verschluß durch eine reusenartige Anordnung 7A b b. 5 eine andere Art des Keschers in Tele- (A b b. 7 bis 9), die gestattet, daß der Fisch 1 zwar skopform, ohne weiteres in den Kescher 4 hineingezogen werdenA b b. 6 den Kescher im aufgeblasenen Zustand, kann, aus diesem selbst jedoch nicht mehr herausA b b. 7 das dem Fisch zugewandte Ende des 40 kann. Der Kescher 4 kann nun mit dem Fisch 1 durch Keschers mit geöffneter Reuse, Zug an der Zugleine 5 von Hand oder über eineA b b. 8 den Kescher mit geschlossener Reuse bei mechanische Einholvorrichtung sicher gelandet Zug an dem Kescher, werden. Der Fisch 1 kann nun aus dem Kescher 4A b b. 9 eine Aufsicht auf die Reuse, herausgezogen werden, indem man die vordereA b b. 10 das dem Fischer zugewandte Ende des 45 Öffnung wieder vergrößert oder das kegelförmige Teil Keschers vor dem Aufblasen, aufklappt oder herauszieht. Der Kescher 4 kann inAbb. 11 dasselbe Ende nach dem Aufblasen, zusammengefaltetem Zustand (Abb. 4 und 5)A b b. 12 eine andere Art des dem Fischer züge- bequem an einem Leibgürtel getragen und mit einer wandten Endes des Keschers mit einem mechani- Hand gelöst werden. Das dem Fisch 1 zugewandte sehen Verschluß in Offenstellung, 50 Ende des Keschers 4 besitzt eine trompetenförmige,Abb. 13 dasselbe Ende verschlossen, hohle Erweiterung 9 mit Löchern 10, in welche dasAbb. 14 den trompetenhaften Ansatz mit Löchern, Wasser eindringen kann (Abb. 14 und 15). AufAbb. 15 dasselbe Ende in Aufsicht, diese Weise neigt sich der Kescher 4 auf dieser SeiteAbb. 16 den Kescher mit gefangenem Fisch und nach unten. In besonderen Fällen kann es notwendig eingeströmtem Wasser im trompetenhaften Ende, 55 sein, an der Erweiterung 9 über die Zugleine 5 oderA b b. 17 eine andere Form des Keschers, der eine Zusatzleine, die an der trompetenhaften Erweisenkrecht zur Achse der Angelrute auf diese auf- terung9 befestigt ist, ein Gewicht 12 gleitbar anzubringbar ist, ordnen.Abb. 18 denselben Kescher mit Klappen, damit Patentansprüche·der Kescher auf die Angelrute gesteckt werden kann, 60 FAbb. 19 denselben Kescher mit aufklappbarem 1. Vorrichtung zum Fangen von Fischen, beVorderteil, stehend aus einer Angelrute, einer AngelschnurA b b. 20 das Gewicht vor dem Aufbringen auf den und einem über beide bis zum Fisch gleitbaren, anKescher, einer Zugleine befestigten Kescher, der an seinerA b b. 21 das Gewicht auf dem Kescher. 65 dem Fisch zugewandten Seite einen das EinführenSobald ein Fisch 1 angebissen hat (Abb. 1), wird des Fisches gestattenden, ein selbständiges Hernach Erledigung des bekannten Drillens der ausbewegen desselben jedoch verhindernden VerKescher 4, der mittels einer starken Zugleine 5 mittels Schluß besitzt, dadurch gekennzeichnet,daß der Kescher (4) am Körper des Fischers gehalten und nach dem Anbeißen des Fisches auf die Angelrute (2) aufschiebbar ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kescher (4) parallel zu seiner Achse auf die Angelrute (2) aufsteckbar ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kescher (4) nach Art eines Lampions zusammenfaltbar oder teleskopartig zusammenschiebbar ist.4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Auseinanderfalten des Keschers durch Aufblasen erfolgt.5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Fisch (1) zugewandte Ende des Keschers (4) eine trompetenförmige, hohle Erweiterung (9) mit Löchern (10) besitzt.6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Erweiterung (9) ein über die Zugleine (5) gleitbares Gewicht anbringbar ist.7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem dem Fisch zugewandten Ende des Keschers (4) ein reusenartiger Verschluß (7) vorgesehen ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 350 981.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen509 779/12 1.66 © Bundesdruckerei Berlin
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