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Fernbetätigbare Zündsicherungsvorrichtung für 1-asbeheizte Geräte
Die Erfindung bezieht sich auf eine fernbetätigbare Zündsicherungsvorrichtung für
gasbeheizte Geräte mit mindestens einem Hauptbrenner und einem mit einer selbsttäticen
Zündvorrichtuna versehenen Zündbrenner, bei der die Zündvorrichtung durch einen
vom Hauptbrenner entfernt liegenden Hauptschalter über eine an das Stromversorgungsnetz
angeschlossene, von einem Elektromotor -esteuerte Schaltvorrichtuna betäti(-#bar
ist und mit der Schaltvorrichtung ein in der Z#ind##zisleittin- angeordneter Ventilkörper
gegen die WirkLing einer Feder in seine Offenstellun- -ebracht werden kann, wobei
der Ventilkörper in der Offenstellung durch einen mit dem Ventilkörper verbundenen
Anker von einem Elektromagneten festgehal-C C
teti wird, der durch Thermostrom
von einem von der Flamme des Zündbrenners beaufschlagten Thermoelenleiit erregt
wird, nach Patent 1 186 814.
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Die Zündsicherunasvorrichtung nach dem Hauptpatent enthält ein Magnetventil
in der HauptgasleitUng, das erst am Ende einer Schaltfolge Strom erliä
, t und dann die Gaszufuhr zum Hauptbrenner frei-,ibt.
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Der Erfinduii(Y lieo, die Aufgabe zu-runde, in wei-'t C
terer
Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes des obenerwähnten Hauptpatentes eine Zündsicherungs-C
vorrichtuno zu schaffen, die einen einfacheren Aufbau dadurch aufweist, daß das
getrennt von der Zündsicherungsvorrichtung angeordnete aufwendige Magnetventil wegfällt.
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Die Erfindung besteht darin, daß der Ventilkörper nicht nur die Zünd-aszufuhr,
sondern auch noch die Gaszufuhr zum Hauptbrenner beherrscht und daß, in Strömungsrichtung
des Gases gesehen, dem Ventilkörper ein Hilfsventilkörper nachgeschaltet ist, der
nur die Gaszufuhr zum Hauptbrenner beherrscht und ebenfalls durch den Elektromotor
gesteuert wird. Dabei kann der Hilfsventilkörper durch eine Schließfeder belastet
sein und durch ein auf der Welle des Elektromotors anaeordnetes Schaltelement (Exzenter)
gegen die Wirkung der Schließfeder in seine Offenstellung angehoben werden. Ferner
kann der Exzenter den Ventilkörper und den Hilfsventilkörper gegenläufig zugleich
betätigen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in der
Ruhelage dargestellt.
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Der zu sichernde Hauptbrenner 10 ist an eine Gaszuleitung
11 und 11' angeschlossen unter Zwischenschaltum# einer bekannten thermoelektrischen
Zündsicherun« 1.3. Diese ist durch drei Zwischenwände in vier Kammern unterteilt,
von denen eine einen U-förmigen Elektromagneten 14 enthält, der über eine Doppelleitung
15 mit einem Thermoelement 16 verhundert ist. Geaenüber den Magnetpolen
ist eine C C Ankerplatte 17 vorgesehen, die an einer durch die Kammerwände
geführten Ventilstange 18 befestigt ist. Diese Ventilstange ist ferner mit
einem durch eine Schließfeder 19 belasteten Ventilkörper 20 und außerhalb
des Zündsicherun-sphäuses 13 mit einem Mitnehmer 21 versehen. Von der Zündsicherung
13
führt eine Zündgasleitung 22 zum Zündbrenner 23.
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Von einem nicht gezeichneten Wechselstromnetz führen zwei Leitungen
24 und 25 zu der im Schalt-0 gebrachten Schaltvorrichtung. Dabei "ehäuse
26 unter., ist in der Leitung 24 ein Hauptschalter 27 angeord-I
C
riet. Von den Leitungen 24 und 25 zweigen Leitungen zu einem Relais
28 ab. Die Leitung 24 ist weiter-e,
,-eführt zu einem Umschaltkontakt
29 zwischen zwei Festkontakten 29, und 29". Der Umschaltkontakt
29
liegt dabei federnd an dem Mitnehmer 21 der Ventilstange 18 an.
Ein zweiter Umschaltkontakt 30 drückt federnd auf eine Nockenrolle oder einen
Kontaktstift 321 und ist im Wechsel mit den Festkontakten 301
oder
30., in Berührung. über die Umschaltkontakte 29 und j0 führt eine
Leitung 36 zum Motoranschluß 311 an einem Elektromotor 31.
Der zweite Motoranschluß 31., ist dabei mit der Leitung 25 verbunden. Aui
einer Welle des Elektromoltors 31 sind eine Nokkenscheibe 32 und ein
Exzenter 33 aufgesetzt. Der Exzenter 33 kann über eine Feder 34 die
Ventilstange 18 axial verschieben. Am Exzenter 33 hängt ein Rahmen
44, der mit einem unter der Wirkung einer Sebließfeder 43 stehenden Hilfsventilkörper
42 übei einen Führungsteil 45 fest verbunden ist. Von der Leitun- 36 führt
ein Abzweig zu der Primärwicklung C,
37, eines Zündtransforinators
37 und weiter zur Leitung 25.
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Die Sekundärwicklung 37, des Zündtransforinators
37 steht durch die Doppelleitung 38 mit einer Zündwendel
39 vor dem Zündbrenner 23 in Verbindung. In der Leitung 24 kann ein
Thermostat 41 angeordnet sein.
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Die Arbeitsweise der Zündsicherungsvorrichtung ist nachstehend beschrieben.
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In der Ruhestellung kann Brenngas in der Leitung 11 zunächst
nur bis zum geschlossenen Ventilkörper 20 strömen.
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Wird der Hauptschalter 27, der weit vom Schaltgehäuse
26 und dem Brenner 10 entfernt angebracht sein kann, geschlossen,
dann erhält zunächst das Relais 28 Strom, das den noch stromlosen Thermostromkreis
schließt. Der elektrische Strom fließt in der Leitung 24, über den Thermostaten
41 zum Umschaltkontakt 29, über den Festkontakt 291, die Leitung
36 zum Motorenanschluß 311, setzt den Elektromotor 31 in Bewegung
und fließt über den Motoranschluß 31., in die Leitung 25 ab. Außerdem
erhält der Transformator 37 aus der Leitung 36 Energie und damit wird
die Zündwendel 39 glühend. Dabei strömt noch kein Gas aus dem Zündbrenner
23.
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Der Elektromotor dreht eine Nockenscheibe 32
z. B. mit zwei
Umdrehungen je Minute und hebt zu Beginn der Drehung den Kontaktstift
321 an. Der Umschaltkontakt 30 schließt den Festkontakt
301,
ohne daß hierdurch unmittelbar eine Änderun- des Stromlaufes erreicht
wird. Zusammen mit der Nokkenscheibe 32 dreht sich der Exzenter
33. Dabei hält die Schließfeder 43 den Rahmen 44 in ständiger Anlage am Exzenter
33 und schließt nach einer halben Umdrehung den Hilfsventilkörper 42. Gleichzeitig
drückt der Exzenter 33 auf seiner Kreisbahn über die Feder 34 auf die Ventilstange
18. Hierdurch öffnet sich der Ventilkörper 20 gegen die Wirkung der Schließfeder
19 und gibt das Zündgas über die Zündgasleitung 22 zum Zündbrenner
23 frei. Das Gas entzündet sich sofort an der glühenden Zündwendel
39
und erwärmt das Thermoelement 16.
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Mit dem Ventilkörper 20 bewegt sich auch die Ankerplatte
17 abwärts und legt sich an die Pole des Elektromagneten 14 an, der, durch
den vom Thermoelement erzeugten Thermostrom erregt, die Ankerplatte 17 festhält.
Außerdem drückt der Mitnehmer 21 auf den Umschaltkontakt 29, der sich vom
Festkontakt 291 trennt und sich an den Festkontakt 29,
anlegt. Nunmehr
fließt der Strom vom Festkontakt 29 , zum Umschaltkontakt 30 und über
den Festkontakt 301 zum Elektromotor 31 und zum Zündtransformator
37. Da die Ankerplatte 17 am Elektromagneten 14 festgehalten wird,
verbleibt die Ventilstange in dieser Stellung auch beim Rücklauf des Exzenters
33. Hingegen hebt der Exzenter 33 beim Rücklauf den Rahmen 44 an,
so daß entgegen der Wirkung der Feder 43 der Hilfsventilkörper 42 die Gaszufuhr
zum Hauptbrenner freigibt.
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Wenn der Exzenter 33 und die Nockenscheibe 32
eine volle
Umdrehung zurückgelegt haben, fällt der Kontaktstift 321 in die Abflachung
der Nockenscheibe 32 und öffnet damit den Kontakt 30,. Dadurch werden der
Elektromotor 31 und der Zündtransforrnator 32 stromlos. Damit ist
ein Schaltspiel beendet, die Schaltvorrichtung ist wieder in Ruhe und in Bereitschaft
für einen neuen Schaltauftrag.
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Wird der Hau tschalter 27 geöffnet, dann fällt das p
Z,
Relais 28 ab, der Therrnostromkreis wird unterbrochen, die Ankerplatte
17 löst sich vom Elektromagneten 14, die Ventilstange 18 bewegt sich
unter dem Druck der Feder 19 bis zum Anschlag an der Feder 34. Damit unterbricht
der Ventilkörper 20 die Zufuhr von Gas zum Hauptbrenner 10 und von Zündaas
zum Zündbrenner 23.
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Diese Zündsicherungsvorrichtung bietet die Gewähr, daß erstens die
am Zündvorgang des Zündbrenners 23 beteilicKten Schaltelemente für die Dauer
eines Schaltspieles in Täti-keit bleiben und vorüber-C Orehende Störungen, wie Luft
in der Zündgasleitung, C C
ohne menschliche Hilfe wirkungslos bleiben, daß
zweitens beim Erlöschen der Flammen sofort eine Wiederholung des Schaltspieles eingeleitet
wird, solange der Hauptschalter 27 geschlossen ist. Drittens wird erreicht,
daß das Abschalten allein durch öff-
nen des Hauptschalters 27 bewirkt
wird. An dem Festkontakt 30." der in keinem Stromkreis liegt, kann
eine Si-nallampe angeschlossen werden.
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