-
Vorrichtung zum Aufschrumpfen von durch Wärme schrumpfbare Umhüllungen
auf Packungen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufschrumpfen
von durch Wärme schrumpfbare Umhüllungen auf Packungen mit einer ein Gebläse und
eine Heizvorrichtung aufweisenden Einrichtung, die einen Heißluftstrom gegen eine
auf einer Drehscheibe angeordnete Packung richtet.
-
Es ist bekannt, zum Aufschrumpfen von Umhüllungen auf Packungen letztere
auf einem Förderband durch ein Gehäuse hindurchzuführen, an dessen Oberseite Heißluft
einströmt. Die in dem Gehäuse zirkulierende Heißluft überstreicht die obere Seite
sowie die Seitenflächen der Packungen, jedoch nicht deren Unterseite, die auf dem
Transportband aufliegt.
-
Diese Anordnung ist daher nur begrenzt zum Aufschrumpfen von Umhüllungen
auf Packungen anwendbar, die keine Beheizung der Unterseite erfordern.
-
Es ist ferner bekannt, auf mit beispielsweise Nahrungsmitteln gefüllten
Behältern eine Folie als Abschlußdecke aufzuschrumpfen. Die Aufschrumpfung der Folie
erfolgt hier am Umfangsrand des Behälters, der zu diesem Zweck auf einer Drehscheibe
ninläuft wobei ein von einem Gebläse mit einer Heizvorrichtung erzeugter Heißluftstrom
gegen den Rand des Behälters mit der Folie gerichtet ist. Es können mit dieser Vorrichtung
also nur Umhüllungen an den Ränder von Packungen aufgeschrumpft werden, da der Wirkungsbereich
des Heißluftstrome; auf diese Randzone beschrtinkt ist.
-
Bei Heißve!siebelvorrichtunge;l für Packungen ist es ferner bekannt,
in der Art von Förderbändern angeordnete Drahtgitter zu verwenden.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichttlng zum Aufschrumfea
von Umhüllungen auf Packungen zu schaffen, bei der der Heißluftstrom sämtliche Flächen
der Umhüllung der Packung umstreichen kann und bei der die Strömung der Heißluft
so gelenkt wird, daß die Vorrichtung einen minimalen HeizenerEgieverbratlch hat.
-
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einer
Vorrichtung der eingangs genannten Gattung die Drehscheibe eine Halterung aufweist,
die die Packung in der Weise hält, daß Heißluft gegen die Seitenflächell die obere
und untere Deckfläche der Packungsumhullung strömen kann, und daß eine Heißluftaufnahmevorriclltung
mit einem Einlaß in der Nähe der Drehscheibe vorgesehen ist, die die auf die Packung
zur Einwirkung gebrauchte Luft aufnimmt und sie zurück in den Einlaß des Gebläses
richtet.
-
Mittels einer derartigen Vorrichtung ist das Aufschrumpfen einer
Umhüllung auf Packungen unter-
schiedlicher Form und Größe in besonders zweckmäßiger
und wirtschaftlicher Weise möglich, da einmal der Heißluftstrom auf alle Seiten
der Packungen einwirkt und zum anderen die Heißluft nach dem Überstreichen der Packung
wieder in das Gebläse zurückgeführt und auf diese Weise ein geschlossener Wärme
kreislauf erreicht wird. Die Vorrichtung ist dadurch vielseitig und kostensparend
einsetzbar.
-
Patentschutz wird jedoch nur für die erfindungsgemäße Gesamtkombination
der teilweise an sich bekannten Merkmale beansprucht.
-
Im folgenden wird an Hand eines Ausführungsbeispieles die Erfindung
in Verbindung mit den Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine perspektivische
Ansicht der Vorrichtung gemäß der Erfindung, F i g. 2 einen senkrechten Schnitt
längs der Linie 2-2 nach F i g. 1, F i g. 3 einen horizontalen Schnitt längs der
Linie 3-3 nach der Fig. 2, F i g. 4 einen horizontalen Schnitt längs der Linie 44
der F i g. 2, F i g. 5 einen senkrechten Schnitt im vergrößerten Maßstab längs der
Linie 5-5 nach F i g. 2,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie 6-6
nach Fig. 5, F i g. 7 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform einer
Heizvorrichtung für die erfindung gemäße Vorrichtung, F i g. 8 eine Seitenansicht
der Heizvorrichtung nach F i g. 7 in vergrößertem Maßstab und F i g. 9 ein elektrisches
Schaltdiagramm für die Steuerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
-
Der Deutlichkeit halber wird zwar nahezu die ganze Vorrichtung und
ihre Funktion beschrieben. Der Patentschutz soll sich aber nur auf die Erfindung
gemäß den Ansprüchen erstrecken, weil z. B. die Maßnahmen nach F i g. 7 bis 9 nicht
Gegenstand der Erfindung sind.
-
In den Figuren weist die Vorrichtung 10 ein hohles Grundteil 12,
eine horizontale umlaufende Drehscheibel4, die über der Oberfläche 16 des Grundteiles
versetzt ist, und eine Heizvorrichtung 18 auf, die über der Oberfläche des Grundteiles
in der Nähe der Drehscheibe an einer Seite davon angebracht ist und einen kontinuierlichen
Heißluftstrom auf die Packung P aufbringt, während sich diese Packung auf der Drehscheibe
dreht. Der Motor 20 zur Drehung der Drehscheibe ist in dem hohlen Grundteil 12 befestigt
und ist mit der Antriebswelle 22 der Drehscheibe verbunden. Wie gezeigt, ist die
Drehscheibe kreisförmig ausgebildet, und eine Reihe von Drähten aufnehmenden Bauteilen
24 ist längs des Umfanges der Drehscheibe im Abstand angeordnet. Diese Bauteile
haltern eine gitterförmige Haltefläche 26. Die Packung, deren Umhüllung durch Wärme
aufgeschrumpft werden soll, wird auf der Oberseite der Haltefläche so angeordnet,
daß die Bodenfläche der Packung über der Oberseite der Drehscheibe im Abstand angeordnet
ist, damit die aufgeheizte Luft unter der Packung hindurchströmen kann. Benachbarte
Teile der Haltefläche sind seitlich voneinander im Abstand angeordnet, so daß ein
großer Teil der Bodenfläche der Packung der beheizten Luft ausgesetzt ist. Die Drehscheibe
14 ist so ausgebildet, daß Heißluft von der Heizvorrichtung 18 gegen die Seiten
der Packungsumhüllung und zwischen die Umhüllung und die gitterförmige Haltefläche
26 strömt.
-
Die Heizvorrichtung 18 weist ein längliches hohles Gehäuse 28 auf,
das etwa rechteckförmigen Querschnitt besitzt und mit einer Lufteinlaßöffnung 30
versehen ist, die durch ein Gebläse 32 eingeführt wird.
-
Eine rechteckförmig ausgebildete Auslaßöffnung 34 ist für die abströmende
Heißluft vorgesehen, und die Auslaßöffnung ist am gleichen Ende der Heizvorrichtung
18 wie die Einlaßöffnung 30 angebracht. Eine zylindrisch ausgebildete rohrförmige
Heizkammer 36 ist an ihren Enden im Gehäuse 28 über Bügel 38 und 40 gehalten, wobei
die äußere Oberfläche der Heizkammer von den Seitenwandungen des Gehäuses 28 einen
Abstand aufweist, so daß die Heizkammer von einem die Luft vorheizenden Raum 42
umgeben ist.
-
Die Heizkammer ist an ihren entgegengesetzten Enden offen. Diese Enden
stellen einen Einlaß 44 und einen Auslaß 46 für die Luft dar. Eine Abschirmung 48
umschließt das Einlaßende 44 der Heizkammer und ist gegenüber diesem im Abstand
versetzt. Die Kammer enthält elektrische Widerstandsheizelemente (Fig.5 bis 8),
und die Abschirmung weist einen Verbinder 50 für die Zuführleitungen 52 auf. Die
Abschirmung 48 und die Drähte 52 werden durch die Umhüllung 54 bedeckt, die mit
einer Öffnung 56 für die Drähte ver-
sehen ist. Während des Betriebs des Gebläses
32 tritt die Luft, die beheizt werden soll, in die Heizvorrichtung 18 durch den
Einlaß 30 ein und strömt durch den Vorheizraum42 in Richtung des Einlasses 44 der
Heizkammer 36. Bei diesem Durchgang wird die einströmende Luft durch die Wärme beheizt,
die von der Heizkammer 36 übertragen wird, ferner auch durch Wärme, die in den Seitenwandungen
des Gehäuses 28 vorhanden ist. Diese Vorheizung der Luft stellt nicht nur eine wirksame
und wirtschaftliche Methode der Beheizung der einströmenden Luft dar, sondern trägt
zusätzlich dazu bei, die Seitenwandungen des Gehäuses kühl zu halten, so daß die
Notwendigkeit der Isolierung dafür entfällt. Die vorbeheizte Luft gelangt in die
Heizkammer 36 über den Einlaß 44 und strömt in Längsrichtung über die darin enthaltenen
elektrischen Widerstandsdrähte, wo sie auf die geeignete Temperatur gebracht und
aus der Kammer durch den Auslaß 46 und durch eine Leitung 58, die durch das Übergangsglied
60 gebildet wird, wieder herausgeführt wird. Von der Heizvorrichtung 18 gelangt
die Luft in Form eines kontinuierlichen Stromes beheizter Luft durch den Auslaß
34. Der Luftstrom durch die Vorrichtung 18 erfolgt im Gegenstromprinzip.
-
Nach den F i g. 5 und 6 weist die Heizkammer 36 mehrere Heizelemente
62 auf, die übereinandergestapelt untergebracht sind. Jedes Heizelement besitzt
ein hohles zylindrisches Bauteil64, das an den entgegengesetzten Enden offen ist.
Ein Ende des Bauteiles 64 hat einen inneren Durchmesser, der etwas größer ist als
der Außendurchmesser seines entgegengesetzten Endes, so daß das kleinere Ende eines
Bauteiles einfach in das entgegengesetzte größere Ende des benachbarten Beuteiles
1 eingesetzt und eine Heizkammer 36 aus einer beliebigen Anzahl von Heizelementen
62 ausgebildet werden kann. Die Heizkapazität der Heizkammer kann dabei einfach
über einen weiten Bereich geändert werden, so daß verschiedene Wärmemengen zum Schrumpfen
der Umhüllungen von Packungen verschiedener Größen zur Verfügung stehen.
-
Jedes Heizelement weist einen spiralförmig gewickelten Widerstandsdraht
66 auf, der, wie in F i g. 5 gezeigt, die Form einer abgebogenen Schleife hat. Die
Enden des Drahtes sind mit den isolierten Anschlüssen 68 verbunden, die am zylindrischen
Bauteil 64 angebracht sind. Zwei Rahmenbauteile 70 sind in geeigneter Weise miteinander
und mit dem zylindrischen Bauteil 64 verbunden und halten den Draht 66 in seiner
Lage. Der Draht verläuft durch die Öffnungen72, die mit Isolierbuchsen 88 versehen
sind, um den Draht66 gegenüber den Rahmenteilen zu isolieren.
-
Der Heizdraht 66 kann elektrisch beliebig angeschlossen sein. Wenn
drei Heizelemente 62 vorgesehen sind, können die Drähte 66 mit einer Dreiphasenleitung
dadurch verbunden sein, daß jeder Draht 66 an einem Leitungspaar liegt. Sind sechs
Heizelemente 62 vorgesehen, kann jedes Paar von Drähten 66 aus einem Paar von Heizelementen
parallel an ein Leitungspaar des Dreiphasensystems gelegt werden. Die Heizdrähte
können jedoch auch in beliebiger anderer Weise elektrisch geschaltet sein.
-
Die F i g. 7 und 8 zeigen eine weitere Ausführungsform einer Heizkammer
36', der zwei spiralförmig gewickelte elektrische Widerstandsdrähte 74 und 76 aufweist,
die die Form einer Spirale besitzen, welche in Längsrichtung durch das hohle, rohrförmige
Gehäuse 78 mit offenem Ende reichen. Der Heizdraht
76 umgibt den
Draht 74, urd die Enden der Drähte 74 und 76 sind an Anschlüsse 80 und 82 gelegt,
die in geeigneter Weise am Gehäuse 78 befestigt und gegenüber diesem isoliert sind.
Die Drähte werden im Gehäuse auf Rahmentei1en 84 gehalten, die mit dem Gehäuse verbt?ndeil
und mit ()ffnungen 86 versehen sind. Die oeffnungen weisen Isolierbuchsen 88 auf,
die die Drähte gegenüber den anderen Teilen der Heizt kammer isolieren.
-
Die Heizvorrichtung 18 ist einstellbar auf dem Grundbauteil 12 angebmeht,
so daß die Richtung des Heißluftstromes einfach verschiedenen Größen von Packungen
anpaßbar ist.
-
Vorzugsweise soll der Luftstrom so gerichtet sein, daß er auf die
Seite der Packung an einer Stelle auftrifft die etwas unterhalb der Deckfiäche liegt
und nachfolgende Teile der Seite der Packung werden dadurch beheizt. daß die Packung
auf der Drehscheibe 14 gedreht wird. Indem ein konzenirierter Heißluftstrom auf
die Seite der Packung genehtet wird, die etwas unterhalb der Deckfläche liegt, nehmen
die Ecken und die Oberkanten der Packung die größte Wärmemenge auf, und das Material
der Umhüllung schrumpft an diesen Stellen stärker als an anderen Teilen der Umhüllung,
die weniger Wärme aufnehmen.
-
Die größere Schrumpfung an den Ecken und den Oberkanten der Packung
zieht das Material der Umhüllung an den anderen Teilen der Packung ein, wobei eine
geringe oder gar keine Anhäufung von Material an den Kanten der Packungen auftritt,
so daß die Umhüllung der Packung sauber iind straff gespannt ist.
-
Die Befestigungsvorrichtung 90 für die Heizvorrichtung 18 ermöglicht
eine Einstellung der Lage der uslaßöffnung 34 der Vorrichtung gegenüber dem Drehteller
14 t;nd der Packung sowohl in Längs- als auch in Vertilvalliclltu:lg zum Drehteller,
ferner ermöglicht sie eine Drehung der Vorrichtung 18 in einer senkrechten Ebene.
Illsbesondere weist die Befestigungsvorrichtu:lg 90. die an jeder Seite der Vorrichtung
18 vorgesehen ist, einen l.-förmigen Bügel 92 mit einem senkrechten Schenkel, der
einen senkrechten Schlitz 94 enthält, und einem horizontalen Schenkel, der mit einem
iu Längsrichtung verlaufenden Schlitz 96 versehen ist, auf. Ein nicht dargestellter
Ansatz erstreckt sich von der Deckfläche 16 des Grundteiles 12 durch einen Schlitz
96 nach oben, und eine Befestigunosschraube9X hält den Bügel 92 am Grundteil. Durch
den Schlitz 94 greift eine ebenfalls nicht dargestellte Nase deren Ende an einer
Befestigungsplatte ]00 angebracht ist. Das andere Ende der Nase weist eine Befestigungsschraube
102 auf. Die Heizvorrichtung 18 ist bei 104 drehbar am einen Ende der Befestigungsplatte
100 angebracht. und das esltgegengesetzte Ende der Befestigungsplatte enthält einen
bogenförmigen Schlitz 106, durch den ein nicht dargestellter Ansatz reicht, der
mit der Heizvorrichtung 18 verbunden ist. Der Ansatz besitzt eine Befestigungsschraube
108. Die w förmig ausgebildeten Bügel 92 halten die Befestigungsplatten 100, die
ihrerseits die Heizvorrichtung 18 aufnehmen.
-
Um die Heizvorrichtung 18 und die Gffnung 34 in Längsrichtung zur
Drehsc1neibe 14 zu verschieben, braucht nur die Befestigungsschraube 98 gelöst zu
werden, die ermöglicht, daß die Bügel 92 und infolge dessen auch die Vorrichtung
18 in Längsrichtung zur Drehscheibe hin und von dieser weg bewegt werden können.
Um die Heizvorrichtung 18 in senkrechter Richtung zur Drehscheibe zu verschieben.
wird die
Befestigungsschraube 102 gelöst, wodurch die Heizvorrichtung und die Platten
100 sich in senkrechter Richtung frei bewegen können. Während der in Vertikal- und
in Längsrichtung erfolgenden Einstellbewegung bleibt die Befestigungsmutter 108
in ihrer gesperrten Stellung. Soll die Heizvorrichtung 18 in einer senkrechten Ebene
gedreht werden, wird die Befestigungsmutter 108 gelöst, so daß die Vorrichtung sich
um die Drehzapfen 104 drehen kann. Während dieser Schwenkbewegung bleiben die Platten
100 ortsfest, da sie an Arrnen 92 befestigt sind.
-
Gegenüber der Heizvorrichtung 18 ist seitlich von der Drehscheibe
eine Heißluftaufnahmevornchtung 110 im Verlauf des Heißluftstromes vorgesehen, so
daß letzterer gesammelt wird, nachdem er über die Packung geführt und auf den Einlaß
112 des Gebläses 32 zurückgeführt worden ist. Die Saugwirkung die durch das Gebläse
ausgeübt wird, unterstützt die Abführung der Luft aus dem Auslaß 34 über die Packung
P und in die Heißluftaufnahmevorrichtung 110. Auf diese Weise tritt nur ein geringer
oder gar kein Verlust an Heißluft auf, nachdem die Luft über die Packung geströmt
ist. Die Heißluftaufnahmevorrichtung 110 erstreckt sich seitlich über die Drehscheibe
nach unten auf den Grundteil 12 der Einrichtung zu. Sie ist hohl ausgebildet und
stellt einen Durchtrittsweg 114 dar, der die Einlaßöffnung 116 der Vorrichtung mit
dem offenen Ende 118 einer Leitung 120 im Grundteil 12 der Vorrichtung verbindet.
Das andere Ende der Leitung ist mit dem Einlaß 112 des Gebläses 32 verhunden. Es
sind Vorkehrungen getroffen, um eine Packung automatisch zu entfernen, wenn die
Umhüllung aufgeschrumpft ist. Insbesondere ist ein Schwer.karm 122 in der Nähe der
Drehscheibe 14 etwas oberhalb der gitterförmigen Halteflächen schwenkbar angebracht,
der von der in den F i g. 1 und 4 gezeigten Stellung im Uhrzeigersinn um 90 quer
zur Drehscheibe verschoben werden kann, so daß er die Packung erfaßt und sie vom
Drehteller in den Schacht 124 schiebt, wobei er sich dann im Gegenuhrzeigersinn
um 90 über die Drehscheibe zurück in die ursprüngliche Stellung bewegt. Diese Rückführbewegung
tritt automatisch ein, wenn eine bestimmte Drehung der Drehscheibe für die Wärmeschrumpfung
erfolgt ist.
-
Dieser automatische Betrieb wird nunmehr im folgenden in Verbindung
mit F i g. 9 näher erläutert.
-
Der Schwenkarm 122 wird von einem Umkehrmotor 126 angetrieben, der
auf dem Grundteil 12 der Einrichtung befestigt ist. Ein Ende des Armes ist mit der
Anfliebswelle 1128 des Motors verbunden. Tn der Normalsteflung des Armes, die in
den F i g. 1 und 4 gezeigt ist, greift das entgegengesetzte Ende des Armes in das
Betätigungsglied eines Grenzschaltens 130 ein, so daß in dieser Stellung die Kontakte
des Schalters 130 geöffnet sind, wie die F i g. 9 zeigt. Ein weiterer Grenzschalter
132 mit normalerweise offenen Kontakten ist in den Bewegungsverlauf des Schwenkarmes
122 eingeschaltet, so daß er von dein Arm betätigt wird, wenn letzterer eine Drehung
um 90' im Uhrzeigersinn ausführt, wobei die Kontakte des Schalters 132 geschlossen
werden. Ein weiterer Grenzschalter 134 spricht auf die Drehung der Drehscheibe 14
an. Insbesondere ist die Antriebswelle des Motors 20, die die Drehscheibe antreibt,
mit einem Nocken 136 versehen, der eine Erhöhung 138 besitzt, ferner ist ein weiterer
Nocken 140 vorgesehen, der eine Vertiefung 142 entgegengesetzt zu der Erhöhung 138
aufweist. Der Nocken 136 steuert den Betrieb des Betätigungsteiles
für
die Kontakte 144 des Schalters 134. In der stationären Stellung der Drehscheibe
sind die Kontakte 144 offen und die Kontakte 146 geschlossen, wie in F i g. 9 gezeigt
ist. Die Steuerung und der Betrieb der Vorrichtung werden nunmehr im einzelnen erläutert.
-
Die Packung, deren Umhüllung durch Wärmeeinwirkung aufgeschrumpft
werden soll, wird auf die stillstehende Drehscheibe 14 gelegt und der Anlaßknopf
148 gedrückt. Nunmehr fließt Strom von der Leitung L1 über die Leitung 150, den
Anlaßknopf 148, die Leitungen 152, 154 und 156, den Motor 20, die Leitungen 157
und 158 und die Leitung L2. Der Motor wird erregt, und die Drehscheibe beginnt umzulaufen.
Das Relais 160 wird durch einen Strom erregt, der über die Leitung L1, die Leitung
150, den Druckknopf 148, die Leitungl52, die Leitung 162, das Relais 160, die Leitungen
164 und 158 und die Leitung L2 fließt. Sobald die Drehscheibe 14 angelaufen ist,
schließen die Kontakte 144 des Schalters 134, und die Kontakte 146 des Schalters
öffnen. Ein Schließen der Kontakte 144 bewirkt das Schließen eines Haltestromkreises
für das Relais 160, so daß dieses Relais eingeschaltet bleibt, auch wenn der Anlaßknopf
148 losgelassen wird. Der Haltestromkreis kann wie folgt ausgebildet sein: Leitung1,
Leitung 150, geschlossene Kontakte a, b des Relais 160, Leitung 166, geschlossene
Kontaktel44 des Schalters 134, Leitungen 168, 154 und 162, Relais 160, Leitungen
164 und 158 und Leitungen L2.
-
Wenn die Drehscheibe 14 eine bestimmte Drehung ausgeführt hat, die
im dargestellten Ausführungsbeispiel eine ganze Umdrehung ist, werden die Kontakte
144 des Schalters 134 geöffnet; dadurch wird der Erregerstromkreis zum Motor 20
geöffnet und die Drehung der Drehscheibe eingestellt, gleichzeitig werden die Kontakte
146 des Schalters 134 geschlossen, was eine Erregung des Relais 170 über die normalerweise
geschlossenen Kontakte c, ddes Relais 172 bewirkt.
-
Der Erregerkreis für das Relais 170 verläuft wie folgt: Leitung L1,
Leitung 174, geschlossene Kontakte 146 des Schalters 134, Leitung 176, Relais 170,
Leitung 178, geschlossene Kontakte c, d des Relais 172, Leitungen 180 und 182 und
Leitung2. Eine Erregung des Relais 170 schließt die normalerweise offenen Kontakte
e, f des Relais, wodurch der Motor 126 erregt wird und den Schwenkarm 122 betätigt,
um die Packung zu entfernen. Die Erregerschaltung für den Motor 126 kann wie folgt
ausgelegt sein: Leitung L1, Leitung 184, die jetzt geschlossenen Kontakte e, f des
Relais 170, Leitungen 186, 188, 190 und 192, normalerweise geschlossene Kontakte
g, h des Relais 194, Leitung 196, Motor 126, Leitungen 198 und 200, normalerweise
geschlossene Kontakte i, j des Relais 194, Leitung 202 und Leitung L2.
-
Der Schwenkarm 122 dreht sich im Uhrzeigersinn, wie den F i g. 1
und 4 zu entnehmen ist, und schwenkt über die Drehscheibe, wobei die Packung von
der Drehscheibe in den Schacht 124 gestoßen wird. Am Ende des Hubes werden die Kontakte
des Grenzschalters 132 geschlossen, der die Relais 172 und 194 erregt. Die Erregerschaltung
für diese Relais kann wie folgt ausgelegt sein: Leitung L1, Leitung 184, geschlossene
Kontakte e, f des Relais 170, Leitung 204, jetzt geschlossene Kontakte des Grenzschalters
132 Leitung 206, über das Relais 194 und die Leitungen 208 und 202 zur Leitung L2
und über das Relais 172 und Leitungen 210, 212 und 214 zur Leitung2. Die Erregung
des Relais 194 kehrt die Stellungen der beweg-
lichen Kontaktej und h um, so daß
die Kontakte und l des Relais 194 geschlossen werden und die Richtung des Stromdurchflusses
durch den Motor 126 umgekehrt wird, was eine Umkehr der Drehrichtung des Motors
zur Folge hat. Der Schwenkarm 122 dreht sich dann im Gegenuhrzeigersinn, wie in
den F i g. 1 und 4 gezeigt, und kehrt in seine Ausgangsstellung zurück. Die Rückkehrbewegung
des Schwenkarmes 122 gibt den Schalterl32 frei, so daß dessen Kontakte öffnen, das
Relais 194 wird jedoch auf Grund des Haltestromkreises über die jetzt geschlossenen
Kontakte m, n des Relais 172 nicht entregt. Dieser Haltestromkreis verläuft in der
Weise: Leitung L1, Leitung 184, geschlossene Kontakte e, f des Relais 170, Leitungen
186 und 188, Leitung216, geschlossene Kontakte m, n des Relais 172, Leitungen 218,
210 und 208, Relais 194, Leitung 202 und Leitung L2. Die Kontakte e, f des Relais
170 bleiben geschlossen, da das Relais über die geschlossenen Kontakte des Schalters
130 erregt wird. Der Stromkreis besteht aus: Leitung1, Leitungl74, geschlossene
Kontakte 146 des Schalters 134, Leitung 176, Relais 170, Leitungen 178 und 220,
geschlossene Kontakte des Schalters 130, Leitung 182 und Leitung L2. Wenn der Schwenkarm
122 in seine ursprüngliche Ausgangsstellung zurückkehrt, wird das Betätigungsglied
des Schalters 130 durch den Arm beaufschlagt, und die Kontakte des Schalters öffnen
sich und entregen das Relais 170, so daß die Kontakte e, f des Relais geöffnet werden
und der Motor 126 stillgesetzt wird. Die Vorrichtung nimmt nunmehr den Zustand für
einen weiteren Bewegungsablauf ein.