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DE1208731B - Vorrichtung zur Fluessig-Fluessig-Extraktion - Google Patents

Vorrichtung zur Fluessig-Fluessig-Extraktion

Info

Publication number
DE1208731B
DE1208731B DEA35448A DEA0035448A DE1208731B DE 1208731 B DE1208731 B DE 1208731B DE A35448 A DEA35448 A DE A35448A DE A0035448 A DEA0035448 A DE A0035448A DE 1208731 B DE1208731 B DE 1208731B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pulsation
liquid
extraction
transport
arrangement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA35448A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Techn Olle Lindstroem
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ABB Norden Holding AB
Original Assignee
ASEA AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ASEA AB filed Critical ASEA AB
Publication of DE1208731B publication Critical patent/DE1208731B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/04Solvent extraction of solutions which are liquid
    • B01D11/0426Counter-current multistage extraction towers in a vertical or sloping position
    • B01D11/0438Counter-current multistage extraction towers in a vertical or sloping position comprising vibrating mechanisms, electromagnetic radiations

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Flüssig-Flüssig-Extraktion Zusatz zum Patent: 1 161 538 Die Flüssig-Flüssig-Extraktion mit organischen Lösungsmitteln wird in der Petroleumindustrie und auch in der Kernenergieindustrie angewendet, unter anderen zur Wiedergewinnung von Plutonium, Uran oder Thorium aus bereits verwendeten Kernbrennstoffen und zum Reinigen der Kernbrennstoffe, hauptsächlich auf Grund des hohen Dekontaminierungseffektes. Dabei ist man wegen der erforderlichen Abschirmung gegen radioaktive Strahlung bestrebt, kompakte Konstruktionen zu erhalten.
  • Eine vorteilhafte Vorrichtung zur Flüssig-Flüssig-Extraktion ist Gegenstand des deutschen Patentes 1 161 61 538. Bei ihr werden die Flüssigkeiten in mehreren reihengeschalteten Gefäßen einer pulsierenden Bewegung unterworfen, wobei das obere und das untere Ende zweier aufeinanderfolgender Gefäße durch eine oder mehrere Leitungen verbunden ist, die beide Phasen führt bzw. führen und deren Volumen kleiner ist oder dieselbe Größenordnung hat wie das Volumen. das bei jedem Impuls verdräns;t wird.
  • Da bei einer derartigen Vorrichtung eine einzige Pulsierung sowohl den Transport zwischen den Kolonnenelementen als auch den Extraktionseffekt bestimmt, können in einer zur Verfügung stekenden Apparatur optimale Bedingungen für beide Vorgänge nur für gewisse Flüssigkeitspaare erhalten werden.
  • Bei Extraktion mit anderen Flüssigkeitspaaren kann es -orkoinmen. daß die den Transport bestimmende Pulsierung keinen guten Extraktionseffekt, abgibt.
  • Beim Bemessen der Apparatur ist man weiter gezwungen, eine verhältnismäßig große Anzahl Kolonnenelemente zu wählen. Dies ist nicht möglich, wo eine für die Vorrichtung erforderliche Bodenfläche nicht zur Verfügung steht. Diese Nachteile werden vermieden, wenn erfindungsgmäß zusätzlich zu der den Transport der Phasen in aufeinanderfolgende Cefäße bewirkenden Pulsierungsanordnung wenigstens eine an sich bekannte Pulsierungsanordnung vorgeschen ist, die eine wesentlich höhere Frequenz und eine niedrigere amplitude erzeugt als die den Transport bewirkende Pulsierungsanordnung.
  • Der Einfachheit halber wird im folgenden eine Apparatur mit nur zwei Pulsierungsanordnungen behandelt, von denen diejenige, die für den Flüssigkeitstransport zwischen den Gefäßen vorgesehen ist, Transportpulsierungsnnordnung und diejenige, die zum Beschlennigen der Extraktionsverlaufes vorgesehen ist, Extraktionspulsierungsanordnung genannt wird.
  • In dem folgenden ist die Erfindung unter Hinweis aud die Zeichnungen näher erklärt.
  • F i g . 1 zeigt Pulsierungen mit sinusförmigem Charakter, und F i g. 2 zeigt schematisch eine Extraktionsapparatur, die mit drei reihengeschalteten Kolonnenelementen und zwei Pulsierungsanordnungen ausgerüstet ist.
  • Die Transportpulsierung 1 geschieht mit einer niedrigeren Frequenz und größerer Amplitude als die Extraktionspulsierung 2, was aus F i g. 1 hervorgeht, wo die Abszisse die Zeit und die Ordinate die Vorwärtsbewegung eines kleinen Flüssigkeitselementes in der schwingenden Flüssigkeitssäule dar tellt. Die resultierende Schwingungsbewegung 3 wird durch Addieren dieser Schwingungsbewegungen erhalten.
  • Füi- die Transportpulsierung kann einz -Frequenz gewählt werden, daß sie ganz unwirksam ware, um den Extraktionsverl aber dagegen für den effektiven Flüssigkeitstransport zwischen den Gefäßen, auch wenn diese lange Elemente ausmachen und die Verbundungsleitungen klein sind, gut geeignet wäre. Die Extraktionspulsierung kann wiederuin eine hohe Frequenz til Amplitude haben, -vas optimalen Extraktionsbedingungen entspricht. In vielen Fällen ist es zweckmäßig, eine Transportpulsierung mit einer Frequenz von rund 5 bis 30 Zyklen pro Minute und eine Extraktionspulsierung mit einer Frequenz von rund 40 bis 200 Zyklen pro Minute zu verwenden.
  • In F i g. 2 sind drei reihengeschaltete Kolonnenelement 4 gezeigt. Bei Extraktion wird z. B. eine Komponente von einer schweren Lösung, die bei 5 eingeführt wird, von einem leichteren organischen Lösungsmittel extrahiert, das bei 6 eingeführt wird.
  • Die Pulskolonnenelemente sind mit dünnen perforierten Böden 7 versehen. Bei Pulsierung werden die beiden Phasen durch diese perforierten Böden hin- und hergetrieben, wodurch eine wirksame Extraktion zustande kommt. Die beiden Pulsierungsanordnungen sind schematisch angegeben, wobei 8 die Anordnung für die Transportpulsierung bezeichnet und 9 die für die Extraktionspulsierung. Jede solche Pulsierungsanordnung kann aus einem Kolben bestehen, der in einem Zylinder mit einer hin- und hergehenden Bewegung arbeitet, oder aus einer Membran. Oft, besonders bei radioaktiven Lösungen, wirkt die Pulsierungsanordnung nicht direkt auf den Kolonneninhalt, sondern eine indifferente Flüssigkeit oder ein indifferentes Gas können als Zwischenglied dienen. Besonders bei der Transportpulsierung, die ja durch eine niedrige Frequenz und ein großes Pulsvolumen charakterisiert ist, ist es oft zweckmäßig, ein Gas als Zwischenglied zu benutzen, wobei das Gas mit Hilfe eines Kolbens komprimiert und expandiert wird, oder durch abwechselndes Anschließen an Behälter, die Gas mit niedrigerem oder höherem Druck enthalten.
  • 10 ist ein Zapfrohr für die leichtere Komponente, die von der schwereren, im selben Behälter eingeführten Komponente getrennt wird. Die leichtere Komponente wird bei 6 zugeführt. Die schwerere Komponente wird bei 11 abgezapft.
  • Man muß die Flüssigkeitsgeschwindigkeit in den Verbindungsleitungen 12 derart wählen, daß keine Emulgierung stattfindet, daß aber das Gas, das im System vorhanden sein kann, zusammen mit der leichten Phase weiterbefördert wird. Die Spitze jedes Kolonnenelementes muß in diesem Fall mit Lüftung vorrichtungen versehen sein, in denen das Gas kontinuierlich oder diskontinuierlich vom System entfernt wird.
  • Bei einer Vorrichtung mittlerer Größe kann die Höhe jedes Elementes 960 mm und der Durchmesser 50 mm betragen. Die Böden 7 können aus rostfreiem Stahl hergestellt und mit 120 Löchern mit einem Durchmesser von 2 mm perforiert sein, was eine freie Fläche von 20,3 0/, ergibt. Der Abstand zwischen den Böden kann 25 mm sein. Die Länge der Verbindungsleitungen kann 1020 mm und der Innendurchmesser 7,8 mm sein, was ein Volumen von 49 cm3 ergibt. Die Anordnung 8 kann eine Pulsierung mit der Frequenz von 8 Zyklen pro Minute und einem Pulsvolumen von 65 cm3 ergeben. Die Anordnung9 kann eine Pulsierung mit der Frequenz 45 Zyklen pro Minute und dem Pulsvolumen 10cm3 ergeben. Beide Pulsierungsvorrichtungen können konventionelle Membranpumpen sein. In der oben beschriebenen Apparatur kann z. B.
  • Uran aus einer salpetersauren Urannitratlösung extrahiert werden, die 265 g U pro Liter und 3 Grammäquivalent HN03 pro Liter enthält, mit einem Lösungsmittel, das aus 30 °/0 Tributylphosphat und 70 0/, einer aromatfreien Erdölfraktion besteht. Die erstgenannte Lösung wird dabei bei S in die Vorrichtung eingeführt und die letztgenannte bei 6. Man erhält eine Raffinierung von Uran, so daß sein Eisengehalt von 10 01o auf 20 ppm sinkt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Vorrichtung zur Flüssig-Flüssig-Extraktion, bei der die Flüssigkeiten in mehreren reihengeschalteten Gefäßen einer pulsierenden Bewegung unterworfen werden, wobei das obere und das untere Ende zweier aufeinanderfolgender Gefäße durch eine oder mehrere Leitungen verbunden ist, die beide Phasen führt bzw. führen und deren Volumen kleiner ist oder dieselbe Größenordnung hat wie das Volumen, das bei jedem Impuls verdrängt wird, gemäß Patent 1 161 538, dadurch geken nz e i c h n e t, daß zusätzlich zu der den Transport der Phasen in aufeinanderfolgende Gefäße bewirkenden Pulsierungsanordnung (8) wenigstens eine an sich bekannte Pulsierungsanordnung (9) vorgesehen ist, die eine wesentlich höhere Frequenz und eine niedrigere Amplitude erzeugt als die den Transport bewirkende Pulsierungsanordnung (8).
    In Betracht gezogene Druckschriften: Ind. Eng. Chem., 1955, S. 1133 ff.
DEA35448A 1959-09-07 1960-08-30 Vorrichtung zur Fluessig-Fluessig-Extraktion Pending DE1208731B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE1208731X 1959-09-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1208731B true DE1208731B (de) 1966-01-13

Family

ID=20422040

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA35448A Pending DE1208731B (de) 1959-09-07 1960-08-30 Vorrichtung zur Fluessig-Fluessig-Extraktion

Country Status (1)

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DE (1) DE1208731B (de)

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

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