DE1208221B - Verschlussspanneinrichtung fuer automatische und halbautomatische Feuerwaffen - Google Patents
Verschlussspanneinrichtung fuer automatische und halbautomatische FeuerwaffenInfo
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- F41A3/00—Breech mechanisms, e.g. locks
- F41A3/64—Mounting of breech-blocks; Accessories for breech-blocks or breech-block mountings
- F41A3/72—Operating handles or levers; Mounting thereof in breech-blocks or bolts
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
F07k
Deutsche Kl.: 72 h-1/01
Nummer: 1208 221
Aktenzeichen: W 31909 I c/72 h
Anmeldetag: 23. März 1962
Auslegetag: 30. Dezember 1965
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschlußspanneinrichtung für automatische und halbautomatische
Feuerwaffen mit einem Spanngriff, der mit dem Verschluß ein- und ausrückbar zum Spannen
der Waffe verbunden ist.
Zweck der Erfindung ist es, eine Verschlußspanneinrichtung von verhältnismäßig einfachem Aufbau
zu schaffen, die größtmöglichste Sicherheit im Falle des Versagens der Waffe gegenüber den bekannten
Ausführungen gewährleistet.
Es ist bereits bei den eingangs genannten Waffenarten bekannt, den Verschlußspanngriff in der vorderen
Stellung während des automatischen Schießens zu arretieren, um eventuell den gegebenen Gefahren
von Handverletzungen bei dem bekannten zwangsweisen Mitgehen des Spanngriffs vorzubeugen. Zu
diesem Zweck wurde der Verschlußspanngriff mit dem Spannschieber mittels einer Zug- oder Druckfeder
in der vorderen Stellung gehalten. Als nachteilig stellte sich hierbei heraus, daß keine Möglichkeit
mehr gegeben war, zusammen mit den Verschlußteilen mittels des Spanngriffs im Falle einer Ladehemmung
usw. zwangläufige axiale Rüttelbewegungen durchzuführen, da bei dieser Anordnung der
Spanngriff praktisch nur den Verschluß zurückbewegen konnte.
Weiter sind Einrichtungen an sogenannten Selbstladern zum Handrückzug der Verschlußkammer bekannt,
bei denen die grifflose Kammer an ihrem vorderen Teil eine Prismenausfräsung aufweist, in
die der Boden einer Patrone oder eines ähnlich geformten Werkzeuges als Spanngriff eingreift und abnehmbar
zum Zweck des ersten Durchladens dient bzw. bei aufgetretenen Störungen der Waffe das Zurückziehen
der Verschlußkammer gewährleistet.
Auch dieser Lösungsweg wurde in der Praxis als ein Provisorium betrachtet und konnte auf die Dauer
nicht befriedigen. Um alle aufgezeigten Nachteile zu vermeiden, ist gemäß der Erfindung der Spanngriff
auf einen Spannschieber angeordnet, der vor dem geschlossenen Verschluß sitzt und den Verschluß
nur in Öffnungsrichtung mitnimmt, wobei zeitweise je nach Bedarf zusätzlich durch Niederdrücken,
Drehung oder Schwenkung des Spanngriffs in jeder beliebigen Verschlußstellung ein Sperrorgan in eine
Verschlußmuldenausnehmung an der Stirnseite des Verschlusses eingreift und eine zwangsweise Rüttelbewegung
in axialer Richtung und die Mitnahme des Verschlusses in die vordere Ausgangsstellung ermöglicht.
• Durch diese besonders einfache Ausbildung ist es nunmehr möglich, den Verschlußspannknopf mit
Verschlußspanneinrichtung für automatische
und halbautomatische Feuerwaffen
und halbautomatische Feuerwaffen
Anmelder:
Fritz Walther, Ulm/Donau, Wettersteinweg 4
dem Verschluß wahlweise in jeder beliebigen Verschlußstellung zu kuppeln, und zwar insbesondere
dann, wenn der Verschluß während des Gebrauchs der Waffe infolge äußerer Einwirkung, beispielsweise
Schmutzteileindringung zwischen den Gleitflächen des Verschlusses, Ladehemmung oder sonstiger Störungen,
in einer Zwischenstellung festsitzt. Durch Einrückung der Kupplung und zwangsweiser Rüttelbewegung
mit dem Verschluß ist die Möglichkeit gegeben, den Verschluß durch Mitnahme in die vordere
Stellung wieder gängig und damit einsatzbereit zu machen.
In der Zeichnung sind mehrere als Ausführungsbeispiele dienende Konstruktionsformen des Erfin-
dungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 einen Teilquerschnitt in Längsrichtung der Feuerwaffe mit den Verschlußteilen und entkuppeltem
Verschlußspanngriff,
F i g. 2 einen Querschnitt in Längsrichtung des Verschlußspanngriffs einer zweiten Ausführungsform,
F i g. 3 eine Unteransicht in Pfeilrichtung A der Fig. 2,
F i g. 4 einen Querschnitt in Längsrichtung des Verschlußspanngriffs einer dritten Ausführungsform,
F i g. 5 einen Teilquerschnitt der Verschlußteile mit in Längsrichtung umlegbarem Verschlußspannhebel
als vierte Ausführangsform,
F i g. 6 einen Schnitt in Querrichtung der Verschlußteile mit seitlich umlegbarem Spannhebel als
fünfte Ausführungsform.
Gemäß F i g. 1 ist das Sperrorgan 2 mit dem Spanngriff 3 fest verbunden, wobei letzterer mit der
inneren Bohrung durch die Buchse 4 axial gehalten und geführt wird. Eine Druckfeder 5 hält den Spanngriff
3 sowie das Sperrorgan 2, das gleichzeitig im Spannschieber 6 gleitet, in die normale obere ausgerückte
Lage fest und wird unter dem Einfluß der Zugfeder 7 in Pfeilrichtung bis an den Anschlag 8
vorgezogen und gehalten. Der vordere Teil des Verschlusses 9 weist eine Verschlußmuldenausnehmung
10 auf, in die je nach Bedarf durch Fingerdruck-
': 509 760/45
betätigung auf den Spanngriff 3 das Sperrorgan 2 eingreift und die Kupplungsverbindung mit dem Verschluß
9 herstellt. Dabei dient das Führungsgehäuse 11 als Führung des Verschlusses 9 in Längsrichtung,
wobei das hintere Lauflager 12 und der Waffenlauf 13 sowie der Abdeckschieber 14 weitere Funktionsteile
der Verschlußeinrichtung darstellen.
Der Funktionsablauf ist dabei folgender: Treten infolge Verschmutzung der Verschlußteile durch Pulverrückstände,
äußere Schmutzeinwirkungen, ζ. Β. ίο durch Fallenlassen der Waffe im Gelände, oder sonstiger
Fremdkörpereinwirkungen Störungen durch Verklemmen bzw. Festsitzen der Verschlußteilführungen
auf, die hierbei den Ausfall der Waffe verursachen, so wird der Spanngriff 3 durch Fingerdruck
in axialer Richtung nach unten bewegt. Gleichzeitig wird das Sperrorgan 2 mitgenommen,
tritt in die Bewegungsbahn der Verschlußmuldenausnehmung 10 ein und stellt somit die Verbindung mit
dem Verschluß 9 her. Durch die zwangsweise Rüttel- ao bewegung in axialer Richtung ist die Mitnahme in die
vordere Ausgangsstellung gewährleistet, ohne die üblicherweise bei diesen Waffenarten notwendige und
zeitraubende Demontage durchführen zu müssen.
Die Fig. 2 und 3 veranschaulichen dieselbe Ausführungsart
gemäß der Fig. 1, nur ist hierbei die zusätzliche Möglichkeit gegeben, durch Druck und
Drehen des Spanngriffs 3 unter gleichzeitiger selbsttätiger Mitdrehung des Sperrorgans 16 letzteres in
der gekuppelten Stellung zu arretieren.
Zweckdienlich ist hierbei am unteren Teil des Sperrorgans 16 eine Nase 17 angebracht, die in die
entsprechende Ausnehmung 18 des Spannschiebers 6 einrastet und die Kupplungsverbindung mit dem Verschluß
9 bewerkstelligt. Die Entkupplung erfolgt nach kurzem Druck nach unten und gleichzeitiger
Drehung in Pfeilrichtung nach Fig. 3 in entgegengesetzter Richtung unter Herausnahme der Nase 17
aus der Ausnehmung 18 des Spannschiebers 6 und der gleichzeitigen Rückbewegung des Sperrorgans 16
aus der Verschlußmuldenausnehmung 10 in die Ausgangsstellung, wobei der Spannschieber 6 mittels der
Zugfeder 7 bis an den Anschlag 8 selbsttätig mit zurückgeführt wird.
Gemäß der Fig. 4 erfolgt die Kupplungsverbindung durch Drehen des Spanngriffs 3 über entsprechend
steil angeordnete Gewindegänge 19 mit dem gleichen Zweck, die Kupplungsverbindung auf
diese Weise mit dem Verschluß 9 zu tätigen. Hierbei muß aber der Verschlußspanngriff 3 zum Entkuppeln go
wieder zurückgedreht werden, um beim Schließen in der vorderen Lage am Anschlag 8 in der ausgekuppelten
Stellung anzuliegen, was unter dem Einfluß der Zugfeder 7 ebenfalls selbsttätig erfolgt.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt die Fig.5,
und zwar ist hiernach als Kupplungsverbindungsteil mit dem Verschluß 9 ein in Längsrichtung der Waffe
umlegbarer Spannhebel 20 angeordnet, der ein Sperrorgan 21 in Form eines Kurventeiles aufweist, welches
sich nach Umlegen des Spannhebels in die gestrichelte Stellung 20' in die Bahn der Verschlußmuldenausnehmung
10 bewegt und auf diese Weise die Kupplungsverbindung herstellt. Letztgenannter Spannhebel 20 ist auf einem Bolzen 22 gelagert, auf
dem eine Wickelfeder 23 angebracht ist, die mit ihren
Schenkeln 24 und 25 sich hinter die Anschläge 26 und 27 legt und den Spannhebel 20 unter Federdruck
von der Stellung 20' nach Loslassen in die ausgekuppelte Ruhestellung selbsttätig zurückbewegt.
Schließlich ist nach der F i g. 6 eine weitere Ausführungsart dargestellt, ähnlich entsprechend der
Fig. 5, nur ist hierbei der Spannhebel 20 in Querrichtung der Waffe mittels des Bolzens 28 angeordnet.
Ein Kurventeil 29 des Spannhebels 20 liegt hierbei in der ausgekuppelten Stellung auf die Fläche 30
eines unter der Wirkung einer Druckfeder 31 stehenden Sperrorgans 32 auf, das nach Verschwenken des
Spannhebels 20 in die gestrichelt dargestellte Stellung 20' durch das Kurventeil 33 in die Bahn der Verschlußmuldenausnehmung
10 bewegt wird und somit die Kupplungsverbindung bewirkt. Das Kurventeil 33 beispielsweise kann so ausgebildet sein, daß der
Spannhebel 20 selbsttätig in seine Ruhelage zurückschwenken kann, um die Kupplungsverbindung zu
lösen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verschlußspanneinrichtung für automatische und halbautomatische Feuerwaffen mit einem Spanngriff, der mit dem Verschluß ein- und ausrückbar zum Spannen der Waffe verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Spanngriff (3, 20) auf einem Spannschieber (6) angeordnet ist, der vor dem geschlossenen Verschluß (9) sitzt und den Verschluß nur in Öffnungsrichtung mitnimmt, wobei zeitweise je nach Bedarf zusätzlich durch Niederdrücken, Drehung oder Schwenkung des Spanngriffs (3, 20) in jeder beliebigen Verschlußstellung ein Sperrorgan (2, 16, 21, 32) in eine Verschlußmuldenausnehmung (10) an der Stirnseite des Verschlusses eingreift und eine zwangsweise Rüttelbewegung in axialer Richtung und die Mitnahme des Verschlusses (9) in die vordere Ausgangsstellung ermöglicht.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 651364, 680 817,
721590.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen509 760/45 12.65 © Bundesdruckerei Berlin
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