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DE1206111B - Vorrichtung zum hydraulischen oder pneumatischen Betaetigen der Umstellorgane von Regenerativkoksofenbatterien - Google Patents

Vorrichtung zum hydraulischen oder pneumatischen Betaetigen der Umstellorgane von Regenerativkoksofenbatterien

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Publication number
DE1206111B
DE1206111B DEK47386A DEK0047386A DE1206111B DE 1206111 B DE1206111 B DE 1206111B DE K47386 A DEK47386 A DE K47386A DE K0047386 A DEK0047386 A DE K0047386A DE 1206111 B DE1206111 B DE 1206111B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
gas
control
circuit
drive motor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK47386A
Other languages
English (en)
Inventor
Guenter Brandenbusch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heinrich Koppers GmbH
Original Assignee
Heinrich Koppers GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinrich Koppers GmbH filed Critical Heinrich Koppers GmbH
Priority to DEK47386A priority Critical patent/DE1206111B/de
Priority to GB3028663A priority patent/GB1055983A/en
Publication of DE1206111B publication Critical patent/DE1206111B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B21/00Common features of fluid actuator systems; Fluid-pressure actuator systems or details thereof, not covered by any other group of this subclass
    • F15B21/08Servomotor systems incorporating electrically operated control means
    • F15B21/085Servomotor systems incorporating electrically operated control means using a data bus, e.g. "CANBUS"
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B21/00Heating of coke ovens with combustible gases
    • C10B21/10Regulating and controlling the combustion
    • C10B21/14Devices for reversing the draught
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Programme-control systems
    • G05B19/43Programme-control systems fluidic

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum hydraulischen oder pneumatischen Betätigen der Umstellorgane von Regenerativkoksofenbatterien Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum hydraulischen oder pneumatischen Betätigen der Umstellorgane von Regenerativkoksofenbatterien, wobei die Druckmittelzufuhr zu den einzelnen Kolbenmotoren über eine Steuerwalze mittels elektromagnetischer oder mechanischer Steuerschieber nacheinander derart erfolgt, daß erst nach beendetem Kolbenweg jedes Kolbenmotors der nächste Druckmittel erhält.
  • Es ist bekannt, Absperrvorrichtungen mittels Kolbenmotoren hintereinander derart zu betätigen, daß die Kolben gleichzeitig als Steuerorgane für das Druckmittel dienen, wobei die Einstellung der Steuerzylinder jeweils durch den auf die Kolben einwirkenden Druckmittelstrom erfolgt.
  • Es ist ferner bekannt, die Kolbenmotoren zur Betätigung der Absperrvorrichtung von einer gemeinsamen Druckmittelquelle über parallele Zuführungsleitungen zu betätigen, wobei in diesen Leitungen den Kolben derart zugeordnete Steuerorgane angeordnet sind, daß die Druckmittelzufuhr zu den einzelnen Kolbenmotoren nacheinander gesteuert wird. Die Steuerorgane sind dabei mit Endschaltern verbunden, die bei Gasmangel die Druckmittelzufuhr absperren.
  • Bei während des Umstellvorganges auftretendem Gasmangel, beispielsweise wenn die Gashähne sich im Öffnungsvorgang befinden, werden bei der bekannten Umstellvorrichtung die Gashähne somit zunächst vollständig geöffnet, so daß die Gefahr von Luftzutritt und Explosionen besteht, wenn nicht sogleich eine Schließung der Hähne vorgenommen wird, was aber eine längere Zeit erfordert, in der sich bereits explosive Gemische gebildet haben können.
  • Aufgabe der Erfindung ist nun, eine Umstellvorrichtung für hydraulischen oder pneumatischen Betrieb zu schaffen, bei der in jeder Stellung die Gashähne während des Umstellvorganges bei plötzlich auftretenden Störungen sofort selbsttätig geschlossen werden.
  • Die Erfindung löst die Aufgabe dadurch, daß die Steuerwalze mit einem dem Öffnungsvorgang der Gashähne zugeordneten Kontaktsegment versehen ist, das im Stromkreis von Gasmangelkontakten liegt, die Impuls zur derartigen Betätigung von Hilfsschützen und einem Wendeschütz geben, daß der Stromkreis des Antriebsmotors der Steuerwalze bei Gasmangel sofort unterbrochen wird und der Motor die Steuerwalze in die Schließstellung der Gashähne zurückdreht.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Steuerwalze auch mit dem Schließvorgang der Gashähne und dem Umstellvorgang der Umstellorgane für Abgas und Luft zugeordneten Kontaktsegmenten versehen, die derart im Stromkreis der Gasmangelkontakte liegen, daß der Stromkreis des Antriebsmotors mittels Hilfsschütze erst nach Ablauf der Kontaktsegmente mit Beendigung des jeweiligen Umstellvorganges unterbrochen wird.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die die Druckmittelzufuhr zu den Kolbenmotoren steuernden Steuerschieber beiderseits mit Elektromagneten versehen, die je nach der über die Steuerwalze gesteuerten Stromzufuhr das Druckmittel zu einer der beiden Seiten des zugehörigen Kolbenmotors steuern und bei Spannungslosigkeit eine mittlere Sperrlage des Steuerschiebers bewirken. Dadurch wird die Druckmittelzufuhr zu dem Kolbenmotor bei einer mittleren Stellung unterbrochen, so daß die im Umstellvorgang befindlichen Gashähne durch elektrische Umsteuerung der Steuerwalze sogleich in die Schließstellung gebracht werden können.
  • Die den Stromkreis des Antriebsmotors unterbrechenden und die Steuerwalze in die Schließstellung zurückdrehenden Schütze erhalten sowohl in der Beheizungsstellung als auch in jeder Stellung des Umstellvorganges bei Gasmangel von den Gasmangelkontakten Impuls, so daß die Gashähne in jedem Fall selbsttätig schließen.
  • Gemäß der Erfindung ist ferner den Entrußungsklappen der Starkgaszuführungen jeder Beheizungsseite je ein von einem Steuerschieber derart beeinflußter Kolbenmotor zugeordnet, daß mindestens die Entrußungsklappen der zuletzt Starkgas führenden Zuleitungen beim Wechselvorgang in einem kurzen Zeitraum voll geöffnet sind, in dem sämtliche Abgasventile teilweise geöffnet und sämtliche den Regeneratoren Luft zuführenden Klappen und sämtliche Starkgashähne geschlossen sind.
  • Eine derartige Steuerung der Entrußungsklappen ermöglicht eine wahlweise programmgemäße Betätigung der Entraßungsklappen, die dabei so gesteuert werden können, daß die Klappen zunächst nur wenig und erst nach einem weiteren kurzen Zeitraum voll geöffnet werden, um die Bildung von explosiven Gemischen zu vermeiden. Ferner kann die Betätigung der Entrußungsklappen durch einfaches Abschalten des Wahlschalters bei Beheizung mit Schwachgas vermieden werden.
  • Schließlich besteht die Erfindung noch darin, die Kontaktsegmente im Stromkreis des Antriebsmotors und im Endweg der Kolbenstange der Kolbenmotoren Endschalter für das Einschalten des Antriebsmotors anzuordnen, so daß bei etwaigem Zurückbleiben eines Kolbens die Steuerwalze stillgesetzt und nach Betätigen des Endschalters in Gang gesetzt wird. Auf diese Weise wird vermieden, daß bei einem etwaigen Zurückbleiben eines Kolben und Voreilen der Steuerwalze der nächste Kolbenmotor vorzeitig betätigt wird.
  • Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung ist somit das selbsttätige sofortige Schließen der Gashähne bei Gasmangel in jeder Stellung gesichert, so daß ein Eindringen von zur Bildung explosiver Gemische führender Luft in die Gaskanäle verhindert wird. Ferner bildet die gleiche Vorrichtung beim Nachlauf des Kolbens eines Kolbenmotors eine Sicherung gegen gleichzeitiges Betätigen zweier Kolbenmotoren. In jedem Falle erfolgt die Unterbrechung des Motor-Stromkreises mittels im Stromkreis zugeordneter Schütze, ohne daß besondere Vorrichtungen, beispielsweise für das Rückholen des im öffnungsvorgang stehenden Gashahnes in die Schließstellung, erforderlich sind.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht.
  • F i g. 1 ist eine schematische Darstellung der Kolbenmotoren mit den zugeordneten Steuerschiebern; F i g. 2 zeigt den Ablauf der Umstellvorgänge in einem Diagramm; F i g. 3 ist eine ausschnittsweise Darstellung einer weiteren Ausführungsform.
  • Der Kolbenmotor 1 dient beispielsweise zur Betätigung der Gashähne der Maschinenseite MS, der Kolbenmotor 2 beispielsweise zur Betätigung der Gashähne der Koksseite KS, während der Kolbenmotor 3 die Umstellung der Umstellorgane für Luft und Abgas auf beiden Beheizungsseiten bewirkt.
  • Eine solche Umstellung erfolgt bei halbgeteilten Öfen, bei denen die Beheizung einmal von der Maschinenseite zur Koksseite und nach Umstellung von der Koksseite zur Maschinenseite vorgenommen wird. Dabei sind die nicht dargestellten Gashähne der Maschinenseite mit der Kolbenstange 4 des Kolbenmotors 1 und die Gashähne der Koksseite mit der Kolbenstange 5 des Kolbenmotors 2 über je ein Zugorgan 6, 7 verbunden.
  • Bei Zwillingszugbeheizung sind jeder Ofenbatterieseite jeder Heizwand je zwei Starkgaszuführungen zugeordnet, von denen jeweils eine geöffnet und die andere geschlossen ist, so daß die Hähne beider Batterieseiten durch Zugorgane 6, 7 und 6a, 7a mit Kolbenstangen 4, 5 und 4a, 5 a verbunden sind. Die Kolben 8 der einzelnen Kolbenmotoren 1, 2, 3 erhalten je nach Betätigung Druckmittel durch Leitungen 9, 10, 11, 12, 13 und 14. Der Kolbenmotor 1 ist von einem Steuerschieber 15, der Kolbenmotor 2 von einem Steuerschieber 16 und der Kolbenmotor 3 von einem Steuerschieber 17 gesteuert.
  • Ferner sind noch den nicht dargestellten Entrußungsklappen Kolbenmotoren 18, 19 zugeordnet, die von Steuerschiebern 20, 21 gesteuert werden und die nur einseitig von durch Leitungen 22, 23 zugeführten Druckmittel betätigt werden. Die Rückführung der Kolben erfolgt unter Abfluß des Druckmittels durch Gegengewichte 24, 25.
  • Die Steuerschieber 15, 1617 sind mit Kolben versehen, die aus drei Abschnitten 26, 27, 28 bestehen. Der Abschnitt 26 des Kolbens gibt den Durchfluß durch Bohrungen 32 zu den einzelnen Kolbenmotoren zur Bewegung in Richtung der Pfeile 29 und der Abschnitt 28 den Durchfluß durch Schrägbohrungen 28 a und 28 b zur Bewegung in entgegengesetzter Richtung der Kolben frei. Der mittlere Abschnitt 27 dient zum Absperren des Durchflusses.
  • Der Kolben der Steuerschieber 20, 21 ist im oberen Abschnitt mit je einer waagerechten Bohrung 20a bzw. 21a und im mittleren Abschnitt mit einer Schrägbohrung 20!b bzw. 21b versehen, während der untere Abschnitt zum Absperren dient. An sämtlichen Steuerkolben sind beiderseits Kolbenstangen 30, 31 angeordnet, die als Magnetwicklungen A - K versehene Elektromagnete ausgebildet sind. Entsprechend der Stromzufuhr zu einem der beiden Magnetwicklungen eines Steuerschiebers wird der Steuerkolben entweder in die in F i g. 1 dargestellte Lage der Steuerschieber 15, 16, 17 gebracht, wobei der Abschnitt 26 den Durchgang des Drucköles durch die Bohrungen 32 freigibt, oder aber in die entgegengesetzte Stellung gebracht, wobei im Abschnitt 28 das Druckmittel durch die Schrägbohrungen 28 a, 28 b den Kolbenmotoren so zugeführt wird, daß diese im entgegengesetzten Sinne der Pfeile 29 bewegt werden.
  • Bei Spannungslosigkeit der beiden Magnetwicklungen eines Steuerschiebers gelangt der Steuerkolben unter Vermittlung eines nicht dargestellten Federzuges in eine Lage, bei der der mittlere Abschnitt 27 den Durchfluß absperrt.
  • Das Druckmittel, beispielsweise Drucköl, wird durch eine Druckölpumpe 33 dem System über Leitungen 38 zugeführt und einem zur Aufnahme des rückgeführten Aböles dienenden Behälter 34 entnommen. Bei Stromausfall können Druckölspeicher 35 eingeschaltet werden, die durch Leitungen 36 mit dem System verbunden sind. Als weiteres Notaggregat ist eine von Hand zu betätigende Pumpe 37 angeordnet.
  • In dem dargestellten Schaltzustand sind auf der MS-Seite die Gashähne geöffnet, die Luftklappen geöffnet und die Abgasventile geschlossen. Auf der KS-Seite sind dann die Starkgashähne geschlossen, die Luftklappen geschlossen und die Abgasventile geöffnet.
  • Beim Umstellen der Beheizungsrichtung wird die mit Kontaktsegmenten 39 für die einzelnen Steuervorgänge versehene, in F i g. 2 nur funktionell diagrammatisch dargestellte Steuerwalze mittels eines nicht dargestellten Elektromotors gedreht, wobei zunächst ein Anlaufweg von etwa 5°-Winkelstellung bis zur Betätigung des Kolbenmotors 1 zwecks Schließens der Gashähne der MS-Seite erforderlich ist. Der zugehörige nicht dargestellte Kontaktfinger läuft dann auf dem Kontaktsegment 39a, wodurch die Spule a der Kolbenstange 31 des zugehörigen Steuerschiebers 15 Spannung erhält und die Kolbenstange 31 den Kolbenschieber in eine Stellung zieht, bei der der Abschnitt 28 in den Bereich der Durchflußöffnungen 32 des Kolbenzylinders gelangt. Den Spulen A -K entsprechen die Kontaktsegmente A'- K' des Steuerschiebers im Diagramm der F i g. 2.
  • Dadurch wird das Drucköl aus der .Leitung 38 über die Schrägbohrung 28 a des Kolbens der Leitung 9 zugeführt, die das Drucköl vor den Kolben 8 des Kolbenmotors 1 bringt und diesen entgegen der Richtung des Pfeiles 29 bewegt. Aböl fließt dann durch die Leitung 10 und Schrägbohrung 28 b in die Leitung 40 ab. Der Druck bleibt auf dem Kolben 8 nach beendetem Kolbenweg stehen.
  • Die Gashähne der MS-Seite sind somit geschlossen. Diese Schließung ist bei einer Winkelstellung der Steuerwalze von 85° beendet.
  • Bei 80°-Winkelstellung erhält der Steuerschieber 20 des Kolbenmotors 18 für das öffnen der Entrußungsklappen der KS-Seite Drucköl dadurch, daß das Kontaktsegment 39b mit einem Kontaktfinger in Berührung gelangt, wodurch die Spule H, die bisher ebenso wie die Spule G spannungslos war, Spannung erhält und die Kolbenstange 30 des Steuerschiebers so bewegt, daß das Drucköl aus der Leitung 38 durch die waagerechte Bohrung 20 a in die Leitung 22 zum Kolbenmotor 18 gelangt.
  • Bei einer Winkelstellung von 95° der Steuerwalze wird die Druckmittelzufuhr zu dem Kolbenmotor 18 dadurch abgesperrt, daß die Spule G Spannung erhält, so daß der Steuerkolben in die Sperrstellung des unteren Kolbenabschnitts gelangt und die Entrußungsklappen nur teilweise geöffnet bleiben.
  • In einer Winkelstellung von 115° der Steuerwalze erhält die Magnetspule C des Steuerschiebers 17 Spannung, so daß Drucköl von der Leitung 38 durch die Schrägbohrung 28 b in die Leitung 12 vor den Kolben 8 des Kolbenmotors 3 gelangt. Das Aböl fließt durch die Schrägbohrung 28a in die Leitung 40 ab. Damit erfolgt die Umstellung der Luftklappen und Abgasventile auf beiden Ofenbatterieseiten, die bei einer Winkelstellung von 215° C beendet ist.
  • In einer Winkelstellung von 120° C wurde inzwischen der öldurchfluß durch den Steuerschieber 20 zum Kolbenmotor 18 der Entrußungsklappen dadurch wieder freigegeben, daß die Spule H der Kolbenstange 30 wieder Spannung erhält und den Steuerkolben in die Lage bringt, in der das Drucköl durch die waagerechte Bohrung 20a in die Leitung 22 gelangt. Die Entrußungsklappen der KS-Seite öffnen sich vollständig.
  • Bei einer Winkelstellung von 160° C wurde die Spule K der Kolbenstange 30 des Steuerschiebers 21 spannungslos, so daß der Kolben in die neutrale Mittelstellung gelangt, wodurch der bisherige Ölzufluß durch die Bohrung 21a zu dem Kolbenmotor 19 der Entrußungsklappen der Maschinenseite unterbrochen wird und das Aböl aus der Leitung 23 durch die Schrägbohrung 21 b in die Ableitung 40 gelangt. Die bisher geöffneten Entrußungsklappen der Maschinenseite beginnen nunmehr durch die Einwirkung des Gegengewichtes 24 auf den Kolben des Kolbenmotors 19 sich zu schließen.
  • Bei einer Winkelstellung von 210° C wird der Ölabfluß aus dem Kolbenmotor 19 durch Stromzufuhr zu der Spule 1 des Steuerschiebers 21 der Kolben-Stange 31, die den Kolben in die Sperrstellung bringt, wieder unterbrochen.
  • Bei einer 235° C-Winkelstellung wird diese Absperrung des Ölabflusses dadurch wieder aufgehoben, daß die Spule I spannungslos wird, so daß die Entrußungsklappen der Maschinenseite sich vollständig schließen.
  • Schließlich wird bei einer Winkelstellung von 245° C die Spule E der Kolbenstange 31 des Steuerschiebers 16 beaufschlagt, so daß das Drucköl aus der Leitung 38 zu der Leitung 14 gelangt. Dadurch wird der Kolben in die dem Pfeil 29 entgegengesetzte Richtung bewegt und die Starkgashähne der Koksseite werden geöffnet, womit der Umstellvorgang beendet ist.
  • Nach einer bestimmten Beheizungszeit wird nunmehr die Umstellung in der entgegengesetzten Richtung durch Umkehr der Drehrichtung des Antriebsmotors der Steuerwalze vorgenommen.
  • Die Kontaktschienen für diesen Umstellvorgang sind zu diesem Zweck spiegelbildartig gegenüber denen des vorhergehenden Umstellvorganges angeordnet, wie aus der unteren Hälfte des Diagramms F i g. 2 ersichtlich.
  • In einem bestimmten kurzen Zeitraum, der in dem Diagramm nicht dargestellt ist, während des Umstellens der Luftabgasumstellorgane, also in der Winkelstellung zwischen 115 und 215° C, in der sämtliche Luftklappen geschlossen sind und sämtliche Abgasventile etwa zur Hälfte und sämtliche Entrußungsklappen der MS- und KS-Seite geöffnet sind, wird durch den Kaminzug Luft mit hoher Geschwindigkeit durch die Starkgasleitungen unmittelbar in die zu sämtlichen Regeneratoren führenden öffnungen der Heizzugsohle im Kurzschluß durch die Regeneratoren in den Kamin abgesaugt. Dadurch werden Rußablagerungen mitgerissen und verbrannt.
  • Wie aus dem Diagramm F i g. 2 ersichtlich, ist auf der Steuerwalze ferner im Bereich des Schließweges der Gashähne ein Kontaktsegment 41 angeordnet, das bis zu einer Winkelstellung der Steuerwalze von 105° C reicht. Im Bereich des Schließweges für die Umstellung von Abgas und Luft ist ein weiteres Kontaktsegment 42 bis zu einer Winkelstellung von 225° C und im Bereich des Öffnungsweges der Hähne schließlich ein Kontaktsegment 43 angeordnet, das bis zum Ende des Öffnungsweges reicht.
  • Bei etwa auftretendem Gasmangel während des Schließvorganges der Gashähne werden über den Gasdruckschreiber Kontakte betätigt, die auf ein Schütz einwirken, das über den auf dem Kontaktsegment schleifenden Kontaktfinger einem Schütz Spannung gibt, das aber erst nach Ablaufen des Kontaktfingers von dem Kontaktsegment 41 den Stromkreis des Antriebsmotors der Steuerwalze bei Erreichen der 105° C-Winkelstellung, also nach Schließen der Gashähne, stillsetzt.
  • In gleicher Weise wird bei auftretendem Gasmangel während der Umstellung der Abgas- und Luft-Umstellorgane durch den auf dem Kontaktsegment 42 schleifenden Kontaktfinger das Stillsetzen des Antriebsmotors über ein Schütz nach Ablaufen von dem Kontaktsegment 42 nach Erreichen der 225° C-Winkelstellung bewirkt.
  • Tritt während der anschließenden öffnungsbewegung der Gashähne Gasmangel auf, so wird über die Gasmangelkontakte und den auf dem weiteren Kontaktsegment 43 laufenden Kontaktfinger Spannung auf ein Schütz gegeben, das augenblicklich den Antriebsmotor stillsetzt. Hierdurch wird ein Wendeschütz betätigt, das die Umkehrung der Drehrichtung des Antriebsmotors bewirkt, wodurch die Gashähne wieder in die Schließstellung zurückbewegt werden und nach Ablaufen des Kontaktfingers von der Kontaktschiene 43 in die 225° C-Winkelstellung der Antriebsmotor stillgesetzt wird.
  • Mit den Gasmangelkontakten ist in jedem Falle ein Signalgeber verbunden, wodurch von dem Bedienungspersonal nach wieder einsetzender voller Gaszufuhr durch elektrische Betätigung oder von Hand die Steuerwalze je nach Stellung entweder vor-oder zurückgedreht werden kann.
  • Im Bereich der Endstellung der Kolben der drei Kolbenmotoren 1, 2, 3 sind, wie aus F i g. 1 ersIchtlich, Endschalter 44 angeordnet, die bei erreichter Endstellung des Kolbens von einem am Ende der Kolbenstange angeordneten Nocken 45 betätigt werden. Erst nach Betätigen des Endschalters 44 ist eine Weiterschaltung möglich.
  • Für den Fall, daß in dem gerade zu betätigenden Kolbenmotor der Öldruck nachgelassen haben sollte, die Steuerwalze aber bereits von dem der zugehörigen Magnetspule Spannung gebenden Kontaktsegment abgelaufen ist, wird durch Ablauf des Kontaktfingers von dem zugehörigen Kontaktsegment die Steuerwalze stillgesetzt, bis daß der betreffende Kolben des Kolbenmotors die Endstellung erreicht und der Endschalter betätigt ist. Durch die Betätigung dieses Endschalters wird dann die Steuerwalze wieder in Umdrehung versetzt.
  • Bei einer etwaigen Voreilung des Kolbens eines Motors kann der nächste Kolbenmotor erst Drucköl erhalten, wenn der Kontaktfinger auf dem Kontaktsegment angelangt ist, das der Magnetspule des Steuerschiebers zugeordnet ist, die den Steuerschieber in die den Druckölweg freigebende Stellung bewegt.
  • Die Endschalter 44 sind so untereinander verriegelt, daß bei Ausfall eines Endschalters und gleichzeitigem Nachlauf eines Kolbens der Umstellablauf durch die Steuerung unterbrochen wird, so daß auch für diesen äußersten Fall die Folgeschaltung ohne Gefahr gleichzeitiger Betätigung zweier Kolbenmotoren gesichert ist.
  • Der Umstellablauf kann in jeder Stellung durch Drücken eines Tasters und Abschalten des Antriebsmotors der Steuerwalze unterbrochen werden.
  • Die Drehzahl des Antriebsmotors der Steuerwalze kann durch einen Vorschaltwiderstand beliebig verändert werden, wodurch die Drehzahl ohne Schwierigkeit bei Inbetriebnahme oder auch im Laufe des Betriebes auf eine gewünschte Umstellzeit eingestellt werden kann.
  • Nach der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform wird die Steuerung der Steuerschieber mechanisch mittels zweier Nockenwellen 47, 48 vorgenommen, wobei zwischen den Nockenscheiben 49, 50 der beiden Nockenscheibenwellen die Steuerschieber liegen und mittels ihrer Schieberstangen 51, 52 die Steuerschieber in ihre die beiden Bewegungsrichtungen bewirkenden Abschnitte 26, 28 steuern.
  • Die Nockenscheibenwelle 47 wird von einem Motor 53 über ein Vorgelege 54 angetrieben und ist von diesem durch eine Kupplung 55 abschaltbar. Die Nockenscheibenwelle 48 wird durch auf den beiden Wellen angeordnete Zahnräder 56 mitgenommen. Im übrigen erfolgt die Überwachung und Steuerung bei Störungen in gleicher Weise wie bei der Ausführungsform nach F i g. 1 und 2 mittels eines zusätzlichen nicht dargestellten Kopierwerkes.
  • Bei Störungen ist auch eine Handabstellung nach Auskuppeln der Kupplung 55 möglich, wobei die Steuerung mechanisch durch Riegelbolzen verriegelt ist, die in den Endstellungen der Kolbenmotoren erst nach beendetem Kolbenweg freigegeben werden. Dadurch ist eine gleichzeitige Betätigung zweier Kolbenmotoren durch etwaige falsche Bedienung von Hand ausgeschlossen.
  • Zur Handbedienung ist auf der Steuerwelle 48 ein Handrad 57 vorgesehen.
  • Die Kolbenmotoren können vor Kopf der Ofenbatterie angeordnet sein, wobei zumindest der Kolbenmotor 3 mit einem geschlossenen Zugorgan verbunden ist. Eine einfachere Anordnung ergibt sich, wenn auf jeder Ofenbatterieseite je ein Kolbenmotor für die Umstellung der Gashähne und der Luft-Abgas-Umstellorgane angeordnet ist.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum hydraulischen oder pneumatischen Betätigen der Umstellorgane für Regenerativkoksofenbatterien, wobei die Druckmittelzufuhr zu den einzelnen Kolbenmotoren über eine Steuerwalze mittels elektromagnetischer oder mechanischer Steuerschieber nacheinander derart gesteuert wird, daß erst nach beendetem Kolbenweg jedes Kolbenmotors der nächste Druckmittel erhält, dadurch gekennzeichn e t, daß die Steuerwalze mit einem dem Öffnungsvorgang der Gashähne zugeordneten Kontaktsegment (beispielsweise 43) versehen ist, das im Stromkreis von Gasmangelkontakten liegt, die Impuls zur derartigen Betätigung von Hilfsschützen und einem Wendeschütz geben, daß der Stromkreis des Antriebsmotors der Steuerwalze bei Gasmangel sofort unterbrochen wird und der Motor die Steuerwalze in die Schließstellung der Gashähne zurückdreht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwalze auch mit dem Schließvorgang der Gashähne und dem Umstellvorgang der Umstellorgane zugeordneten Kontaktsegmenten (41, 42) versehen ist, die derart im Stromkreis der Gasmangelkontakte liegen, daß der Stromkreis des Antriebsmotors mittels Hilfsschütze erst nach Ablauf der Kontaktsegmente mit Beendigung der Umstellvorgänge unterbrochen wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß die Steuerschieber beiderseits mit Elektromagneten versehen sind, die je nach der gesteuerten Stromzufuhr die Druckmittelzufuhr zu einer der beiden Seiten des zugehörigen Kolbenmotors freigeben und bei Spannungslosigkeit eine mittlere Sperrlage des Steuerschiebers bewirken.
  4. 4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß den Entrußungsklappen der Starkgaszuführung jeder Beheizungsseite je ein von einem Steuerschieber derart beeinfiußter Kolbenmotor zugeordnet ist, daß mindestens die Entrußungsklappen der zuletzt Starkgas führenden Zuleitungen beim Wechselvorgang in einem kurzen Zeitraum voll geöffnet sind, in. dem sämtliche Abgasventile teilweile geöffnet und sämtliche die Luftzufuhr zu den Regeneratoren steuernden Klappen und sämtliche Starkgashähne geschlossen sind.
  5. 5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Steuerwalze Kontaktsegmente für mehrere Programme angeordnet sind, die mittels Wahlschalter einschaltbar sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktsegmente (41, 42, 43) der Steuerwalze unmittelbar im Stromkreis des Antriebsmotors der Steuerwalze liegen und im Endweg der Kolbenstange der Kolbenmotoren (1, 2, 3) Endschalter (44) für das Einschalten des Antriebsmotors angeordnet sind, derart, daß bei Zurückbleiben eines Kolbens die Steuerwalze stillgesetzt und nach Betätigen des Endschalters wieder in Gang gesetzt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1098 963; schweizerische Patentschrift Nr. 162 093.
DEK47386A 1962-07-31 1962-07-31 Vorrichtung zum hydraulischen oder pneumatischen Betaetigen der Umstellorgane von Regenerativkoksofenbatterien Pending DE1206111B (de)

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GB1055983A (en) 1967-01-25

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