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Durchflußmesser Die Erfindung betrifft einen Durchflußmesser, insbesondere
mit einem konischen Meßrohr und Schwimmer, und speziell die einfache, billige undleicht
zusammensetzbare Ausgestaltung des Gehäuses für die Befestigung der Armaturen und
des Meßrohres des Durchflußmessers.
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Die bekannten Gehäuse für Durchflußmesser mit einem vom zu messenden
Medium (Flüssigkeit oder Gas) durchströmten Meßrohr mit Schwimmer, das zwischen
Zu- und Abflußwege enthaltende Armaturen gegen diese abgedichtet gehaltert ist,
bestehen aus sondergefertigten Teilen, die für die einzelnen Größen der Durchflußmesser
verschieden sind, hohe Fertigungskosten und einen komplizierteren Zur am menbau
erfordern. Hauptaufgabe der Erfindung ist es, ein Gehäuse zu schaffen, das einfach
in seiner Konstruktion ist, aus Formteilen besteht, die leicht durch Abschneiden
von gezogenen Profllstücken, insbesondere aus Aluminium, gewonnen werden können
und die besonders einfach zusammenfügbar sind. Dies gelingt nach der Erfindung besonders
einfach dadurch, daß das Gehäuse aus einem länglichen Hauptformteil mit etwa U-förmigem
Querschnitt und an seinen Enden angesetzten Endformteilen mit ebenfalls etwa U-förmigem
Querschnitt besteht, wobei die Formteile lediglich durch in Längsrichtung verlaufende,
ineinandergreifende Nuten und Vorsprünge mit ihren Schenkeln miteinander durch Ineinanderschieben
verbunden sind und die Öffnungen zwischen dem Hauptformteil und den Endformteilen
die Armaturen aufnehmen.
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Die vorgenannte Aufgabe und weitere Einzelheiten der Erfindung sind
an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles nachfolgend näher
erläutert. In F i g. 1 ist ein Längsschnitt durch das Gehäuse und die damit verbundenen
übrigen Teile des Durchflußmessers gezeigt, während F i g. 2 einen Querschnitt nach
der Linie 1-1 der Fig.1 und Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie II-II in Fig.
1 zeigt.
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Der Durchflußmesser 1 hat ein Gehäuse mit einem Hauptformteil 2,
das in bestimmter Länge von einem gezogenen Profilstück abgeschnitten ist. Es hat
einen in den Fig. 2 und 3 näher gezeigten, etwa U-förmigen Querschnitt. Der Hauptformteil
2 weist zwischen den Schenkeln eine halbzylindrische Längsausnehmung 3 auf. Längs
der beiden Kanten seiner Schenkel sind in Längsrichtung verlaufende Innennuten 4
sowie parallel dazu etwas zurückgesetzte, ebenfalls über die ganze Länge sich
erstreckende
und nach innen gerichtete Vorsprünge 5 vorgesehen.
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Mit dem Hauptformteil 2 sind an seinen Enden zwei kürzere, unter
sich identische Endformteile 6 und 7 von ähnlichem Querschnitt wie der Hauptformteil
2 in nachfolgend noch näher beschriebener Weise verbunden. Die Endformteile 6 und
7 sind ebenfalls zwischen den Schenkeln mit einer halbzylindrischen Längsausnehmung
8 von gleichem Radius wie die der Längsausnehmung3 versehen. An den Schenkeln sind
in Längsrichtung verlaufende außenliegende Nuten 9 und parallel dazu nach außen
gerichtete VorsprüngelO vorgesehen, wie aus Fig.2 und 3 im einzelnen ersichtlich
ist. Die Endformteile 6, 7 sind durch einfaches Ineinanderschieben am Hauptformteil
befestigt, wobei die Vorsprünge 10 in die Innennuten 4 und die Vorsprünge 5 in die
Außennuten 9 eingreifen. Die Nuten und Vorsprünge sind einander angepaßt, so daß
das Ineinanderfügen zwar leicht geschehen kann, die Formteile aber durch den an
den Eingriffsstellen vorhandenen Steg in der jeweiligen Stellung miteinander verbunden
bleiben und durch einen Kerbstift oder Verformung sogar ein unverrückbar fester
Sitz der Formteile aneinander ohne weitere Maßnahmen erreicht wird.
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Am unteren Ende des Gehäuses ist als Armatur ein Einlaß-Fitting 12
vorgesehen, das mit seinem Zylinderteil 13 in die kreisförmige Öffnung, wie sie
durch die aneinanderstoßenden Längenausnehmungen 3 und 8 der Formteile 2 und 7 gebildet
wird, eingepaßt ist. Das Einlaß-Fitting hat im Zylinderteil 13 einen zentralen Flüssigkeitsdurchlaß
14, der in Verbindung mit einer Zuflußöffnung 15 des Einlaß-Fittings
12
steht, in die ein Anschlußstück für die Zuleitung mündet.
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Ein entsprechendes Auslaß-Fitting 16 ist am oberen Ende des Gehäuses
vorgesehen. Es ist mit seinem Zylinderteil 17 in die durch die aneinanderstoßenden
Längenausnehmungen 3 und 8 der Formteile 2 und 6 gebildete kreisförmige Öffnung
eingepaßt. Im Zylinderteil 17 ist ein zentraler Flüssigkeitsdurchlaß 19 angeordnet,
der mit einer Öffnung 21 des Auslaß-Fittings 16 in Verbindung steht, an die die
Ableitung angeschlossen ist. Um die Fittings 12 und 16 gegen ein axiales Verschieben
gegenüber dem Hauptformteil 2 zu sichern, sind beide mit Ringnuten 25 versehen.
Im Hauptformteil 2 ist an passender Stelle oben und unten eine Querbohrung angeordnet,
die in die Ringnuten 25 münden, so daß durch Einfügen eines Stiftes 27 die Fittings
15 und 16 an dem Hauptformteil 2 längsverschieblich gesichert, aber drehbeweglich
gehalten sind. Auf diese Weise sind die Fittings 12 und 16 am Gehäuse ohne gesonderte
Schraub-, Niet- oder sonstige Verbindungen befestigt. Durch die Drehbeweglichkeit
der Ein- und Auslaß-Fittings wird eine leichte Installation der Zu-und Ableitungen
ermöglicht, und nach fertigerInstallation kann der Durchflußmesser in jede für die
Ablesung geeignete Stellung verdreht werden.
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Das Einlaß-Fitting 12 ist mit einem den Durchlaß 14 enthaltenden
zentralen Zylinderansatz 18 versehen, der aus der Stirnseite des Fittings 12 senkrecht
herausragt. Der Zylinderansatz 18 hat in der Nähe seines freien Endes außen eine
Ringnut 20, in die ein Dichtring22 eingelegt ist. In entsprechender Weise ist auch
das Auslaß-Fitting 16 mit einem zentralen Zylinderansatz 23 versehen, der ebenfalls
an seiner Außenfläche eine Ringnut 24 zur Aufnahme eines Dichtringes 26 aufweist.
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Das Meßrohr 28 besteht aus einem konischen Meßteil 30 und zwei zylindrischen
Endstücken 32 und 34 und ist zwischen die Zylinderansätze 18 und 23 eingefügt und
durch die Dichtringe 22 und 26 nach außen in bekannter Weise flüssigkeitsdicht gehalten.
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Die Innendurchmesser der beiden Endstücke 32 und 34 sind zweckmäßig
gleich groß gemacht, so daß unabhängig vom Druck der Flüssigkeit während des Meßvorganges
keine Kräfte auf das Meßrohr 28 in irgendeiner Richtung wirken können. Die Endstücke
32 und 34 sind so bemessen, daß sie praktisch für alle möglichen Meßrohrgrößen gleich
sind. Das Meßrohr 28 wird, wenn es aus Glas besteht, zur Erzielung hoher Genauigkeit
im Innern über einen zweiteiligen Dorn geformt. Eine Maßhaltigkeit der Außenabmessungen
ist nicht erforderlich.
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Das Einlaß-Fitting 12 ist an seinem Zylinderteil 13 um den Zylinderansatz
18 herum mit einer ringförmigen Vertiefung 36 versehen, in die eine den Zylinderansatz
umfassende Druckfeder 40 gelegt ist, die über eine Unterlegscheibe38 auf das untere
Endstück 32 drückt und dadurch das Meßrohr 28 nach oben gegen das Auslaß-Fitting
16 abstützt. Zweckmäßig ist die Feder 40 als konische Spiralfeder ausgebildet und
mit ihrem kleineren, dem Zylinderansatz 18 angepaßten Durchmesser nach unten über
diesen gestülpt.
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Dies hat neben der besseren Zentrierung noch den Vorteil, daß die
Feder mehr zusammengedrückt werden kann und damit das Meßrohr leichter auswechselbar
ist. Eine unmittelbare Abstützung der Spiralfeder 40 kann unter Fortfall der Unterlegscheibe
38 gegebenenfalls erreicht werden durch ent-
sprechende Anpassung des oberen Durchmessers
der Spiralfeder an den Durchmesser des Endstückes 32.
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Im Innern des Meßrohres 28 ist ein Schwimmer 42 angeordnet, der im
gezeigten Ausführungsbeispiel für einen kleinen Durchflußmesser eine Kugel ist,
jedoch auch andere Gestalt haben kann. An der Stirnseite des Zylinderansatzes 18
sind Rinnen 44 vorgesehen, die beim Aufsetzen des Schwimmers 42 bei geringen, unterhalb
der Meßgrenzen liegenden Durchflußmengen ein Verschließen des Durchlasses 14 verhindern.
Ansonsten steigt der Schwimmer bekanntlich mit zunehmender Durchflußmenge höher
im Meßrohr 28 und gibt durch seine Stellung ein Maß für die Durchflußmenge an. Hierzu
wird das Meßrohr 28 in seinem nach oben weiter werdenden Mittelteil 30 mit entsprechenden
Markierungen versehen.
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Um das Meßrohr 28 gegen zufällige Beschädigungen und Verschmutzungen
zu schützen, ist vorteilhafterweise eine durchsichtige Abdeckung 46 aus Plastik
vorgesehen, die in ihrem Querschnitt dem der Endformteile 6 und 7 angepaßt ist.
Die Abdeckung 46 hat an den Enden der beiden Schenkel längs der Kanten Halterungen,
z. B. Vorsprünge od. dgl., die in die Nuten 4 des Hauptformteiles 2 einschnappend
einfügbar sind durch Zusammendrücken der beiden Schenkel der Abdeckung. Auf die
gleiche Weise kann die Abdeckung zum Auswechseln des Meßrohres ebenso leicht entfernt
werden.
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Durch die Ausgestaltung des Gehäuses nach der Erfindung bedarf es
für verschiedene Größen von Durchflußmessern bei für alle Größen einheitlich gestalteten
Fittings 14 und 16 und einheitlich gestalteten Endformteilen 6 und 7 nur entsprechend
an die benötigten Meßrohrlängen angepaßter Hauptformteile 2 und Abdeckungen 46.
Auf diese Weise läßt sich für unterschiedliche Größen von Durchflußmessern der genannten
Art eine einfache Lagerhaltung sichern, und es ergibt sich der wesentliche Vorteil,
daß die gesamte Anordnung nur durch Ineinanderstecken der genannten Formteile, Fittings
und des Meßrohres zusammengebaut und durch Stifte betriebssicher zusammengehalten
werden kann, ohne daß gesonderte Schraub-, Niet- oder sonstige Verbindungen notwendig
sind. Die gesamte Anordnung kann durch Befestigungslöcher am Hauptformteil 2 an
einem Gestell, einer Wand oder einem anderen Träger, insbesondere einer Gehäusefront
befestigt werden.