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DE1204415B - Hochvakuumofen zur Herstellung sehr reiner Metalle - Google Patents

Hochvakuumofen zur Herstellung sehr reiner Metalle

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Publication number
DE1204415B
DE1204415B DET23696A DET0023696A DE1204415B DE 1204415 B DE1204415 B DE 1204415B DE T23696 A DET23696 A DE T23696A DE T0023696 A DET0023696 A DE T0023696A DE 1204415 B DE1204415 B DE 1204415B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hearth
furnace
melting
vacuum furnace
molten metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET23696A
Other languages
English (en)
Inventor
Charles D Ancona Hunt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Temescal Metallurgical Corp
Original Assignee
Temescal Metallurgical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Temescal Metallurgical Corp filed Critical Temescal Metallurgical Corp
Publication of DE1204415B publication Critical patent/DE1204415B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/16Remelting metals
    • C22B9/22Remelting metals with heating by wave energy or particle radiation
    • C22B9/228Remelting metals with heating by wave energy or particle radiation by particle radiation, e.g. electron beams
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/04Refining by applying a vacuum

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Description

  • Hochvakuumofen zur Herstellung sehr reiner Metalle Die Erfindung betrifft einen Hochvakuumofen zur Herstellung sehr reiner Metalle, mit einem Gehäuse, einem darin angeordneten länglichen horizontalen Herdteil zur Aufnahme von geschmolzenem Metall und Bildung eines Schmelzsumpfes sowie Einrichtungen zur Aufnahme des gereinigten Metalls aus dem Herdteil und zum Abführen aus dem Ofen.
  • Es ist bei der Behandlung von Metallen wohlbekannt, hohe Temperaturen zum Schmelzen des Produktes zu verwenden, so daß das Metall auf verschiedene Arten bearbeitet werden kann, wie beispielsweise zur Entfernung der Schlacke daraus und zum Vergießen des Metalls zu Gußblöcken oder in geeignete Formen. Die üblichen Schmelzöfen sind so eingerichtet, daß durch rohe Kontrolle der Temperaturen ein gewisser Reinigungsgrad erzielt werden kann, wobei die in festem Zustand verbleibenden Verunreinigungen entfernt werden und außerdem die Verunreinigungen, die gewöhnlich auf der Metallschmelze schwimmen, abgeschöpft werden können. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß die üblichen Lichtbogenöfen beispielsweise zur Entfernung von flüchtigen Verunreinigungen völlig ungeeignet sind, wenn eine bessere Reinigung angestrebt wird, da in dieser Art von Öfen eine besondere Atmosphäre aufrechterhalten werden muß, um die Erhitzung des Metalls durch den Lichtbogen zu ermöglichen. Es wurden daher verschiedene Arten von Vakuumöfen entwickelt, in welchen flüchtige Verunreinigungen und eingeschlossene Gase in dem Ausmaß, in dem sie sich aus dem behandelten geschmolzenen Metall entwickeln, aus dem Ofen entfernt werden können.
  • Vakuumöfen, wie sie zum bekannten Stand der Technik zählen, besitzen gewöhnlich elektrische Heizvorrichtungen, die beispielsweise die Wärme auf das Metall strahlen können; verbesserte Typen von Vakuumöfen verwenden Elektronenstrahlen, um dem Metall die benötigte Energie zum Schmelzen zuzuführen. Elektronenstrahlöfen haben sich auf bestimmten Gebieten ziemlich weitgehend durchgesetzt, insbesondere dort, wo nur relativ geringe Metallmengen zu bearbeiten sind. Es hat sich gezeigt, daß ein unterbrochenes Verfahren möglich ist, wenn größere Produktionsmengen an Metall geschmolzen, vergossen und gereinigt werden sollen, indem man das Schmelzgut mit einem oder mehreren Elektronenstrahlen beschießt und gleichzeitig auch einen Schmelzsumpf des Metalls, in welchen dieses vom Schmelzgut heruntertropft, ebenfalls beschießt. Die Elektronenener-ie wird so zunächst zum Schmelzen des Metalls verwendet und dann zur weiteren Wärmezufuhr an dieses, um es zusätzlich zu reinigen. Mit den relativ hohen Pumpgeschwindigkeiten, die bei diesen Ofenarten verwendet werden, kann man eine beträchtliche Menge der aus dem Metall in Freiheit gesetzten Gase und Dämpfe bei dessen Erhitzung und Schmelzen entfernen. Diese Ofenart hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen, insbesondere bei hochschmelzenden Metallen, bei welchen damit ein sehr hoher Reinigungsgrad erreicht werden kann.
  • Wie oben ausgeführt, arbeiten Elektronenstrahlvakuumöfen für Schmelz- und Gießverfahren in größerem Maßstab nach dem sogenannten unterbrochenen Abschmelzverfahren, wobei das Material in einen oder mehrere Elektronenstrahlen geführt wird, welche dieses beschießen, dadurch erhitzen und schmelzen, so daß das Metall dann in eine unterhalb des Schmelzgutes angeordnete Form tropft oder fließt. Innerhalb dieser Form wird weitere Wärme durch Elektronenbeschuß zugeführt, um die Temperatur des Metalls weiter zu steigern und dadurch eine weitere Reinigung zu erzielen. In dieser Art von Öfen ist ein relativ kontinuierliches Verfahren möglich, wenn man den in der gekühlten Form gebildeten Gußblock kontinuierlich entfernt und das Schmelzgut kontinuierlich in den oder die Elektronenstrahlen führt.
  • Eine sorgfältige Prüfung der Elektronenstrahlvakuumöfen ergibt, daß sich, obwohl durch Verwendung von Elektronenstrahlen für Heizzwecke und durch Verwendung des Hochvakuums für weitgehende Reinigung beträchtliche Vorteile erzielt werden, auch bestimmte Nachteile daraus ergeben. Die vorliegende Erfindung zielt insbesondere darauf ab, einen verbesserten Vakuumofen vorzusehen, bei welchem Beschußenergie zur Wärmezufuhr an das zu verarbeitende Metall verwendet wird und sowohl flüchtige Verunreinigungen als auch unlösliche Schlacken während der Bearbeitung entfernt werden, während gleichzeitig ein wirklich kontinuierliches Verfahren erzielt wird, welches sich ausgezeichnet zum Schmelzen und zur Reinigung sowohl von niedrig als auch von hoch schmelzenden Metallen eignet. Außerdem kann gemäß der vorliegenden Erfindung ein wesentlich höherer Reinigungsgrad erzielt werden, als dies bei den üblichen Elektronenstrahlvakuumöfen möglich ist. In dieser Beziehung ist es bei der Vakuumreinigung gewöhnlich nötig, daß diese des öfteren beim gleichen Metall wiederholt wird, um eine wirklich hohe Reinheit des Metalls zu erzielen. Infolge der Art der bekannten Verfahren ist das Ausmaß der Reinigung, das iA einem einzigen Durchgang durch den Ofen erzielt werden kann, beschränkt. Die vorliegende Erfindung weist diese Einschränkung nicht auf.
  • Die Erfindung besteht darin, daß zwischen den Enden des Herdteiles eine im wesentlichen lotrechte Schranke zur Teilung des Gehäuses in eine Schmelz-und eine Reinigungskammer angeordnet ist, daß im Gehäuse ein Elektronenstrahlerzeuger zum Schmelzen einer Menge von Rohmaterial und zum Erhitzen des Schmelzsumpfes in der Schmelzkammer des Herdteiles sowie ein weiterer Elektronenstrahlerzeuger zum Erhitzen des Schmelzsumpfes in der Reinigungskammer des Herdteiles vorgesehen sind und daß Einrichtungen zum Evakuieren der Schmelz-und der Reinigungskammer vorhanden sind, um flüchtige Verunreinigungen zu entfernen.
  • Dadurch ermöglicht der erflndungsgemäße Ofen eine wirklich kontinuierliche Arbeitsweise, wobei auch schwimmende Verunreinigungen vom behandelten Metall entfernt werden können, während sich dieses noch in flüssigem Zustand befindet, und ein maximaler Schutz für die Quelle der Beschußenergie gewährleistet ist. Bezüglich des letzteren Punktes sei bemerkt, daß beim Bearbeiten von Metallen mit hohen Dampfdrücken oder mit größeren Mengen an besonderen Verunreinigungen die Bildung von Gasausbrüchen bewirkt wird und ein äußerst unerwünschtes Spritzen im Ofen stattfindet. Diese Umstände wirken sich äußerst schädlich bezüglich der Erhaltung der Beschußquelle, wie beispielsweise Elektronenkanonen, aus. Durch die Anordnung von Dampfschranken und verschiedenen Druckzonen innerhalb des erfindungsgemäßen Vakuumofens mit Abschmelzanode wird ein maximaler Schutz für die Quelle der Beschußenergie, die hierin verwendet wird, erzielt.
  • Erfindungsgemäß wird unter anderem die Aufrechterhaltung einer Vielzahl evakuierter Zonen oder Regionen vorgesehen. Innerhalb einer ersten dieser Regionen wird das zu behandelnde Metall durch Beschuß erhitzt und geschmolzen, und dieses geschmolzene Metall fließt dann durch den erfindungs-(Ye , mäßen Ofen. Die vorerwähnte erste Vakuumregion ist vom übrigen Teil des Ofens getrennt, und außer-C, dem wird die Oberfläche des darin geschmolzenen Metalls ebenso von der ersten Region getrennt gehalten, so daß relativ leichte Verunreinigungen, die auf dem geschmolzenen Metall schwimmen, in dieser Region leicht davon entfernt werden können. Das fließende Metall oder, wie es im folgenden genannt werden kann, die Anode, strömt dann durch eine zweite evakuierte Region, in welcher es zusätzlich mit Elementarteilchen wie Elektronen oder anderen geladenen Teilchen beschossen wird. Kontinuierliche und schnelle, Evakuierung dieser zweiten Region gestattet die Entfernung von flüchtigen Verunreinigungen, die aus dem weiter erhitzten durchfließenden Metall entwickelt werden. Diese zweite Region kann weiterhin in getrennte Vakuumstufen unterteilt werden. Das fließende Metall wird dann beispielsweise in eine wassergekühlte Form od. dgl. zur Bildung von Gußblöcken gewünschter Größe und Gestalt geleitet. Eine dritte Vakuumregion des erlmdungsgemäßen Ofens umgibt die Quellen der Beschußenergie. Diese letztere Region wird auf dem höchsten Vakuum aller Regionen gehalten und ist lediglich mit der vorerwähnten ersten und zweiten Region durch kleine Schlitze od. dgl. in der Wandung der dritten Region verbunden. Auf diese Weise werden erfindungsgemäß optimale Arbeitsbedingungen in jeder der drei getrennten Regionen des Ofens vorgesehen, d. h. eine ursprüngliche Schmelzregion, die durch eine Dampfschranke vom übrigen Teil des Ofens getrennt ist, eine weitere Heizregion, in welcher das geschmolzene Metall einen längeren Weg fließt und mehrfachem Beschuß ausgesetzt ist, um die Temperatur dieses Metalls wie gewünscht zu erhöhen und dieses darin während eines aewünschten Zeitraumes zu halten, und eine dritte hochevakuierte Region, in welcher die Beschußquellen wie Elektronenkanonen angeordnet sind, um diese möglichst gut zu schützen und eine lange Lebensdauer und eine verbesserte Leistung zu erzielen. In der ersten Region können kondensierte Verunreiniaungen entfernt oder »abgepumpt« und in der zweiten Region verflüchtigte oder nicht kondensierte Verunreinigungen abgepumpt werden.
  • Unter den besonderen erzielten Vorteilen seien die Möglichkeit von außerordentlicher Reinigung bei einem einzigen Materialdurchgang durch den Ofen erwähnt. Es wird ein im allgemeinen rechteckiger Materialschmelzsumpf aufrechterhalten, vorzugsweise mit Materialfluß entlang der längsten Ausdehnung, so daß eine maximale Materialfläche und Behandlungszeit bei großen Durchsatzmengen für den Ofen erzielt werden. Dieser großflächige Sumpf wird erhitzt und bewegt, wodurch die bestmögliche Entfernung von eingeschlossenen Gasen und flüch- tigen Verunreinigungen erreicht wird, ohne die bisher vorhandenen Beschränkuncren bezüglich der verfügbaren Erhitzungszeit, die sich aus der Abhängigkeit des Ausstoßes von der Oberfläche des gegossenen Ingots ergab.
  • Der erfindungsgemäße verbesserte Vakuumofen wird beispielsweise in besonders bevorzugten Ausführungsforinen in den Zeichnungen erläutert. Hierin bedeutet F i g. 1 eine Seitenansicht im Schnitt, die eine vorzugsweise Ausführungsform des erfindungsgemäßen verbesserten Vakuumofens zeigt, F i g. 2 eine teilweise Draufsicht im Schnitt längs der Ebene 2-2 von F i g. 1, F i g. 3 eine Seitenansicht im Schnitt einer der Elektronenkanonen, die im Ofen von F i g. 1 verwendet werden können und darin nur in Blockforin angedeutet sind, F i g. 4 eine Draufsicht auf die in F i g. 3 gezeigte Elektronenkanone, F i g. 5 eine Seitenansicht im Schnitt einer mehrfachen Kanone, wie sie beim erfindungsgemäßen Ofen zweckmäßig verwendet wird, F i g. 6 eine schematische Illustration der gleichen Kanone wie in F i g. 5, wobei jedoch der Schnittpunkt der Elektronenstrahlen an anderer Stelle liegt, F i g. 7 eine seitliche Ansicht im Schnitt einer anderen Ausführungsform des verbesserten erfindungsgemäßen Vakuumofens, der besonders zum Schmelzen, zur Reinigung und zum Vergießen von hochschmelzenden Metallen eingerichtet ist, F i g. 8 einen Querschnitt durch den Herd des Ofens mit Metall darin, welcher zusätzlich Vorrichtungen zur Bewegung der Elektronenstrahlen über die Oberfläche des geschmolzenen Metalls im Ofen zeigt, F i g. 9 einen teilweise vertikalen Längs-schnitt des Herdes von einer anderen Ausführungsform des Ofens und F i g. 10 eine schematische Darstellung einer Vielfach-Herdanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Es sei zunächst auf die F i g. 1 und 2 verwiesen, in welchen eine vorzugsweise Ausführungsform des erfindungsgemäßen Vakuumofens gezeigt ist, die insbesondere zum Schmelzen, Reinigen und Vergießen von relativ niedrig schmelzenden Metallen geeignet ist. Der Ofen weist einen im allgemeinen rechteckigen Herd 11 auf, der innerhalb eines vakuumdichten Gehäuses 12 angeordnet ist. Der Herd kann aus einer äußeren wassergekühlten Schale 13 und einer inneren hochtemperaturfesten Auskleidung 14 und dazwischen angeordnetem Isoliermaterial 16 bestehen. Geeignete Befestigungsvorrichtungen sind unterhalb der Schale 13 vororesehen, so daß der Herd horizontal, wie gezeigt, innerhalb des Vakuumgehäuses 12 angeordnet ist. Das Gehäuse 12 ist im Inneren in drei getrennte Regionen geteilt, die in F i g. 1 mit 1-7, 18 und 19 bezeichnet sind, und diese Regionen sind durch Dampfschranken 21 und 22, die später genauer beschrieben sind, getrennt. Der oben beschriebene Herd erstreckt sich in beide der getrennten Regionen 17 und 18, und es sind Mittel vorgesehen, um ein Schmelzgut 23 in die Region 17 oberhalb des Herdes zu bringen, um das Material des Schmelzgutes darin zu schmelzen, so daß das geschmolzene Material abwärts in den offenen Oberteil des Herdes tropft oder fließt. Diese Zufuhr- und Unterstützungsvorrichtungen für das Schmelzgut können zahlreiche Formen aufweisen und das Schmelzgut selbst kann wie gewünscht, entweder vertikal, schräg oder horizontal zugeführt werden. In F i g. 1 ist eine horizontale Zufuhr des Schmelzgutes gezeigt, wobei das Schmelzgut 23 auf einem wassergekühlten Tisch 24 aufruht und mit einer Zufuhreinrichtung in Berührung steht, die das Schmelzgut einstellbar weiter in die Region 17 oberhalb des Herdes bewegt in dem Maße, in welchem nach und nach das Schmelzgut von der vorderen Kante27 weggeschmolzen wird. Das Schmelzgut kann zur Gänze innerhalb des Gehäuses angeordnet sein oder kann durch Vakuumdichtungen, die in der Zeichnung schematisch bei 26 angedeutet sind, sich vom Gehäuse auswärts erstrecken. Da die tatsächliche Zufuhreinrichtung des Schmelzgutes keinen Teil der vorliegenden Erfindung bildet, sondern nur dessen besondere Anordnung gegenüber dem übrigen Teil des Ofens, ist die Angabe von weiteren Einzelheiten dieses Ofenteils nicht nötig.
  • Wie bereits erwähnt, ist das Vakuumgehäuse 12 in drei separate Regionen geteilt, die durch Dampfschranken getrennt sind, und es wird weiterhin festgehalten, daß diese drei Regionen auf verschieden starken Vakua gehalten werden. Das Schmelzen des über den Herd in die Region 17 geführten Schmelzgutes verursacht eine beträchtliche Entwicklung von Gasen und Dämpfen zusätzlich zum flüssigen Metall und den anderen damit gemischten Verunreinigungen, die in den Herd tropfen. Die Evakuierung der Region 17 wird durch Vakuumpumpen mit großer Kapazität, wie bei 31 angedeutet, bewerkstelligt. Durch Anordnung von Vakuumpumpen mit entsprechender Kapazität wird in der Region 17 trotz der obenerwähnten Entwicklung von beträchtlichen Mengen Gasen und Dämpfen während des Schmelzens ein starkes Vakuum in der Größenordnung von 1 bis 20 1iHg aufrechterhalten. Diese Region 17 ist von den anderen Vakuumregionen 18 und 19 des Ofens durch die obenerwähnte Dampfschranke 21 getrennt, die sich als im wesentlichen vertikale Wandung von der Decke des Gehäuses 12 abwärts in einen durch Schmelzen des Schmelzgutes im Herd gebildeten Sumpf 33 aus flüssigem Metall erstreckt. Die Dampfschranke erstreckt sich auch vom Herd auswärts zu den Seitenwänden und zum Boden des Gehäuses 12, hat jedoch eine öffnung, so daß flüssiges Metall durch die Wandung der Schranke vom Herd abfließen kann. Durch die Ausdehnung dieser Wandung der Dampfschranke in den Sumpf 33 wird eine Dichtung gebildet, und der untere Teil der Wandung oder der Schranke, die in den Sumpf reicht, kann aus einem eigenen hochtemperaturfesten Metall oder Material, wie bei 34 angedeutet, bestehen.
  • Durch Beschuß des Schmelzgutes schmilzt dieses in der Region 17 und zwar, indem ein oder mehrere Strahlen aus subatomaren Teilchen an die Vorderkante des Schmelzgutes gerichtet werden, wenn dieses über den Herd gebracht wird. Der hierfür vorgesehene Strahl 36 kann beispielsweise aus Elektronen oder Ionen gebildet werden, die durch eine Quelle 37 erzeugt und ausgerichtet werden, welche Quelle in der Vakuumregion 19 an der anderen Seite der Dampfschranke 21 von der Region 17 angeordnet ist. Der Strahl 36 wird durch eine kleine öffnung 38 in dieser Dampfschranke fokussiert und, wie weiter unten gezeigt, erlaubt eine möglichst kleine Ausführung dieser öffnung die Aufrechterhaltung von verschiedenen Drücken an beiden Seiten der Dampfschranke.
  • Wenn nun das Schmelzgut durch Beschuß erhitzt wird und in den Herd tropft, werden verschiedene Verunreinigungen des Metalls in Form einer Schlackenschicht 39 darauf schwimmen. Da nun der untere Teil 34 der Dampfschranke 21 in den Herd unter die Oberfläche des Metallschmelzsumpfes 33 reicht, ist es ersichtlich, daß die schwimmende Schlacke 39 nicht entlang des Herdes weiterschwimmen kann, sondern in der Region 17 auf dem Teil des Metallschmelzsumpfes darin zurückgehalten wird. Es sind Mittel im Ofen vorgesehen, um diese Schlacke periodisch von der Oberfläche des geschmolzenen Metalls zu entfernen und diese Mittel sind in F i g. 2 schematisch bei 41 angedeutet. Diese schwimmenden Verunreinigungen, die durch die Schlackenentfernungsvorrichtung 41 entfernt werden, können von der Oberfläche des geschmolzenen Metalls abgeschoben oder -gestoßen werden mittels eines Schiebers od. dgl., welcher vakuumdicht durch das Gehäuse durchgeführt sein kann und weiterhin durch geeignete regulierbare Antriebsmechanismen betätigt werden kann. Die Schlacke wird von der Oberfläche des Sumpfes in einen weiteren Sumpf 42 geschoben, aus welchem sie abgezogen oder auf andere Weise aus dem Ofen entfernt werden kann. Das gezeigte Abzugsrohr 43 kann für eine derartige Entfernung geeignet sein, wenn die Schlacke hinreichend flüssig ist, sonst können andere Einrichtungen verwendet werden, um die Feststoffe zu entfernen. Es soll darauf hingewiesen werden, daß dieses Abzugsrohr 43 natürlich nahe dem Boden des Sumpfes 42 angeordnet ist, damit darin eine Flüssigkeitsdichtung aufrecht erhalten wird, um das Vakuum in der Region 17 des Ofens zu erhalten.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird vorgesehen, daß das Metall oder das andere hierin zu bearbeitende Material zunächst in einer Vakuumregion des Ofens geschmolzen wird, die aus vakuumtechnischen Gründen von der übrigen Region getrennt ist. Dieses geschmolzene Material oder Metall fließt dann zur weiteren Erhitzung entlang des offenen Herdes 11, um zusätzlich flüchtige Verunreinigungen darin zu verdampfen unddadurch eine bessere Reinigung des Metalls zu erzielen. Alle gemäß der vorliegenden Erfindung verwendeten Quellen an Beschußenergie sind innerhalb der Vakuumregion 19 angeordnet, die auf dem höchsten Vakuum aller Ofenteile gehalten wird. Diese Region 19 ist von der ersten Schmelzregion 17, die oben beschrieben wurde, durch die Dampfschranke21 und vom restlichen Teil des Herdes und anderen Ofenteilen durch die im wesentlichen horizontale Dampfschranke22, die sich längs des Ofens oberhalb des Herdes erstreckt, getrennt. Innerhalb der Region 19 sind verschiedene Strahlenquellen angeordnet, wie beispielsweise Elektronenstrahlenquellen51, wie dies schematisch illustriert ist. Jede Quelle erzeugt wenigstens einen Elektronenstrahl 52, der durch eine kleine Öffnung 53 in der Dampfschranke 22 fokussiert wird. Diese Elektronenkanonen können direkt auf der Dampfschranke 22 angeordnet sein, die dann als Decke für den Herdteil des Ofens, worin die Reinigung des Metalls hauptsächlich stattfindet, und auch als Boden für die Region 19, worin sich die Elektronenkanonen befinden, dient. Die Evakuierung der Region 19 wird durch starke Vakuumpumpen 54 bewerkstelligt, die mit der Region 19 durch öffnungen des Gehäuses 12 in Verbindung stehen und innerhalb der Region 19 ein Vakuum in der Größenordnung von 0,02 bis 0,2 #t Ilg aufrechterhalten. Um ein Vakuum dieser Größenordnung in der Region 19 zu erzielen und insbesondere aufrechtzuerhalten, ist es notwendig, die Größe, der Öffnungen zwischen der Region 19 und den anderen Regionen, die bei einem niedrigeren Vakuum arbeiten, zu begrenzen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Größe der Elektronenstrahlöffnungen 53, die zum Durchtritt der Elektronenstrahlen in die Region 18 vorgesehen sind, und auch die Größe einer ähnlichen Öffnung 38, welche die Region 19 mit der Anfangsschmelzregion 17 verbindet, auf ein Minimum beschränkt ist. Bezüglich der Art und Weise, wie diese Öffnungen auf eine minimale Größe gebracht werden, wird auf einen späteren Teil der Beschreibung verwiesen, der sich auf mögliche Gestaltungen von Elektronenkanonen bezieht.
  • Bezüglich der weiteren Verarbeitung des in diesem Ofen zu schmelzenden, zu reinigenden und zu gießenden Metalls wird bemerkt, daß nach dem erstmaligen Schmelzen des Schmelzgutes 23, wobei dieses nach unten in den Herd 11 tropft, ein Metallschmelzsumpf gebildet wird, der sich durch den Herd erstreckt und eine maximale Oberfläche an geschmolzenem Metall ergibt. Auf die Oberfläche dieses Sumpfes werden Beschußstrahlen hoher Energie gerichtet, um das Metall zusätzlich zu erhitzen. Dieser Beschuß dient nicht nur dazu, das Metall in geschmolzenem Zustand zu erhalten, sondern außerdem dazu, dessen Temperatur zusätzlich zu erhöhen, um so die Entfernung von flüchtigen Verunreinigungen darin zu unterstützen. Diese Unterstützung wird zusätzlich gefördert, indem eine wesentliche Bewegung oder Rührung in geschmolzenem Metall vorgesehen wird, das vom Einlaßende des Herdes zu dessen Auslaßende durch den vorerwähnten Sumpf fließt. Diese Rührwirkung wird auf einfache Weise durch thermische Gradienten im geschmolzenen Metall erzielt, die durch örtlich begrenzten Beschuß der Oberfläche des geschmolzenen Metalls verursacht werden.
  • Das Einlaßende des Herdes kann als das Ende bezeichnet werden, in welches das anfänglich geschmolzene Metall vom Schmelzgut tropft, und das Auslaßende des Herdes ist in einiger Entfernung davon nach einem Fließweg des geschmolzenen Metalls durch den Herd angeordnet und ist mit Auslaßeinrichtungen, um das geschmolzene Metall in eine Form zu gießen, versehen. Wie in F i g. 1 angedeutet, ist ein Trichter oder eine Rinne 61 vorgesehen, die sich vom Auslaßende des Herdes über eine Form 62 erstreckt, in die das geschmolzene Metall fließt. Um den Fluß des geschmolzenen Metalls durch diese Rinne oder diesen Gießtrichter sicherzustellen, ist deren Oberseite offen und es ist, wie gezeigt, ein Elektronenstrahl hineingerichtet. Außerdem ist die Möglichkeit vorgesehen, einen Elektronenstrahl in den offenen Oberteil der Form 62 zu richten, so daß das vom Herd in die Gußform fließende geschmolzene Metall zusätzlich in der Gußform selbst beschossen wird. Dadurch wird dann ein Schmelzsumpf des Metalls am Oberteil einer Pfanne in der Form aufrechterhalten, wodurch verfestigtes Metall kontinuierlich aus dem Unterteil der Form herausgezogen werden kann. In F i g. 1 ist ein verfestigter Ingot 63 gezeigt, der innerhalb der Gußform 62 durch Verfestigung des aus dem Herd über die Gießrinne 61 hineinfließenden geschmolzenen Metalls gebildet wird. Dieser Ingot kann durch den Boden des Ofengehäuses 12 reichen, und in der Praxis wird unterhalb dieses Ofens ein beträchtlicher Raum vorgesehen, so daß ein relativ langer Ingot in einem Arbeitsgang geformt und kontinuierlich aus dem Ofen in dem Maß, in dem sich das Metall in der Gußform bzw. Kokille verfestigt, herausgezogen werden kann. Selbstverständlich muß die Geschwindigkeit, mit welcher das verfestigte Material herausgezogen wird, der Geschwindigkeit des erstmaligen Schmelzens des Schmelzgutes entsprechen sowie der tatsächlichen Fließgeschwindigkeit des geschmolzenen Metalls vom Herdende in die Kokille. Evakuierung der Region 18 über dem Großteil des Herdes, worin der Beschuß des geschmolzenen Metalls zu dessen Reinigung durchgeführt wird, und um die Gießeinrichtungen für den Ingot am Ende des Herdes können durch starke Vakuumpumpen, wie schematisch bei 64 angedeutet, durchgeführt werden. Die Stärke des innerhalb der Region 18 aufrechterhaltenen Vakuums liegt zwischen dem außerordentlich hohen Vakuum, das in der Elektronenkanenenregion 19 und dem Vakuum, das in der Anfangsschmelzregion 17 des Ofens aufrechterhalten wird.
  • Im vorhergehenden wurde kurz ein verbesserter Vakuumofen beschrieben, der sich außerordentlich gut zum Schmelzen, zur Reinigung und zum Vergießen von relativ niedrig schmelzenden Metallen wie Kupfer eignet.
  • Wenn beispielsweise Kupfer in dem Ofen bearbeitet wird, besteht die Herdauskleidung vorzugsweise aus Graphit. Diese wird durch Kontakt mit dem geschmolzenen Kupfer erhitzt, so daß dadurch der Sauerstoff aus dem Kupfer entfernt wird. Die äußere Schale des Herdes kann beispielsweise aus Kupfer bestehen mit Wasserkühlrohren darin oder darum, während die Zwischenisolierung 16 zwischen Auskleidung und Schale beispielsweise aus porösen Kohlenblöcken bestehen kann. Die Dampfschranke 21 besteht in diesem Fall aus Kupfer mit einer Graphitspitze 34, und ebenso kann die andere Dampfschranke 22 aus Kupfer bestehen. Da im Ofen sehr hohe Temperaturen herrschen, sind vorzugsweise Einrichtungen zum Kühlen verschiedener Teile vorgesehen, wie beispielsweise die Wandungen der Dampfschranken; dies kann leicht dadurch erfolgen, daß Wasserkühlrohre in wärineleitender Verbindung angeordnet werden. Bei der Bearbeitung von Kupfer besteht der Auslaß oder die Rinne 61 ebenfalls vorzugsweise ausGraphit, und es kann derGuß in der kalten Kokille durchgeführt werden, wobei die Kokille 62 zur Verfestigung des Kupfers, wenn es durch die Rinne des Herdes fließt, auf hinreichend niedriger Temperatur gehalten wird.
  • Es ist äußerst vorteilhaft für diesen Ofen, einen ziemlich langen Fließweg für das in der Region 18 des Ofens zu reinigende Metall vorzusehen, um eine maximale Reinigung des Metalls zu erzielen. Die Weglänge kann durch Verwendung von Teilungen 66, z. B. aus Graphit erhöht werden, die sich seitlich über dem Herd von einander gegenüberliegenden Seiten jeweils bis knapp vor die andere Seite erstrecken, so daß dadurch ein serpentinenartiger Pfad für das geschmolzene Metall vom Einlaßende des Herdes zu dessen Auslaßende vorgesehen wird. Wie oben erwähnt, wird das Schmelzgut 23 aus relativ unreinem Kupfer in den Beschußstrahl 36 gebracht, wodurch es über dem Herd- erhitzt und geschmolzen wird, dadurch abwärts in diesen tropft und den Herd mit einem Sumpf oder Strom 33 aus geschmolzenem Kupfer füllt. Am Oberteil dieses ersten Teils des Herdes zwischen dessen Einlaßende und der Dampfschranke 21, die sich wenigstens teilweise in den geschmolzenen Strom erstreckt, werden die Verunreinigungen des Kupfers gefangen, die darauf schwimmen; dies ist als Schlackenschicht od. dgl. 39 auf dem geschmolzenen Kupfer in diesem Teil des Ofens angedeutet. Die Entfernung dieser fließenden Verunreinigungen wird durch das Führen eines Schiebers od. dgl. über die Oberfläche des geschmolzenen Kupfers erzielt, wobei die Schlacke in entsprechende Einrichtungen wie die Grube 42 ge- stoßen wird, und es wird besonders darauf hingewiesen, daß die Fortsetzung der Dampfschranke 21 in dem Kupferschmelzsumpf verhindert, daß diese schwimmenden Verunreinigungen über die Länge des Herdes schwimmen und schließlich den Kupferingot, der nach der Behandlung im Herd gegossen wird, verunreinigen.
  • Zusätzlich zum Beschuß des Schmelzgutes um dieses zu schmelzen ist auch vorgesehen, daß ein Beschußstrahl in den offenen Herd in der Region 17 gerichtet wird, um das Metall darin zusätzlich zu erhitzen um sicherzustellen, daß das Kupfer darin in flüssigem Zustand bleibt. Die öffnung im unteren Teil 34 der Dampfschranke 21 gestattet dem geschmolzenen Kupfer im Herd der Länge nach von rechts nach links zu fließen, und die Trennwände 66 im Herd ergeben einen verlängerten Fließweg, so daß das geschmolzene Kupfer serpentinenartig vom Einlaß zum Auslaßende des Herdes fließt. Nach Passage durch die Dampfschranke 21 wird das geschmolzene Kupfer zusätzlich durch Beschuß erhitzt, wie beispielsweise mittels Elektronenstrahlen 52, die in den Herd auf die Oberfläche des Kupfers gerichtet werden. Diese zusätzliche Erhitzung erzeugt wesentliche thermische Gradienten im Kupfer, so daß dadurch eine Materialbewegung oder ein Rühren des Kupfers entsteht. Die Zufuhr von weiterer Wärine an das Kupfer längs des verlängerten Fließweges und auf dessen vergrößerte Oberfläche gestattet insofern eine sehr weitgehende Reinigung des Kupfers als ein sehr hoher Prozentsatz an flüchtigen Verunreinigungen im Kupfer daraus entfernt wird. Solche Verunreinigungen sind nicht nur die Verbindungen, die bei Temperaturen unterhalb des Schmelzpunktes von Kupfer flüchtig werden, sondern außerdem solche Gase, die im Kupfer, wie es in den Ofen eingeführt wird, eingeschlossen sein können. Durch diese zusätzliche Behandlung, d. h. Zufuhr von wesentlichen Wärinemengen an das geschmolzene Kupfer über einen wesentlichen Teil seiner Fließstrecke und die kontinuierliche Evakuierung des Volumens über dem geschmolzenen Kupfer, so daß alle Gase und Dämpfe, die sich aus dem Kupfer entwickeln, schnell aus dem Volumen entfernt werden, wird eine sehr weitgehende Reinigung des Kupfers erzielt. Dieses gereinigte Kupfer fließt dann aus dem Herd durch den offenen Gießtrichter oder die Rinne 61 am linken Ende des Herdes und strömt in eine kalte Kokille 62. Dadurch, daß Beschußenergie in Form eines Elektronenstrahls 52 beispielsweise in die Rinne 61 gerichtet wird, wird sichergestellt, daß das Kupfer darin in geschmolzenem Zustand bleibt und tatsächlich durch den Auslaß in die Kokille fließt. Außerdem ist es in diesem Ofen möglich, Beschußenergie in den offenen Oberteil der Kokille 62 zu richten, so daß sich das Kupfer am Boden eines Schmelzsumpfes innerhalb dieser Kokille verfestigt und somit ein sehr dichter Ingot ohne Hohlstellen u. dgl. erhalten wird, die sich sonst bei anderen Gußverfahren bilden könnten.
  • Die verschiedenen Materialien, die sich zur Verwendung im erfindungsgemäßen Ofen eignen, worin beispielsweise Kupfer bearbeitet werden soll, wurden oben angegeben, und es soll nochmals darauf hingewiesen werden, daß die Verwendung einer Graphitauskleidung 14 für den Herd und die Trennwände darin insofern äußerst vorteilhaft ist, als durch Kontakt des geschmolzenen Kupfers mit dem erhitzten Graphit eine wesentliche Menge Sauerstoff aus dem Kupfer entfernt wird. Bezüglich der Dimensionen eines Ofens, wie er zum Schmelzen, Reinigen und Vergießen von Kupfer verwendet wird, sei bemerkt, daß der rechteckige Kupferschmelzsumpf, der sich im Herd befindet, im Vergleich mit der Tiefe des geschmolzenen Metalls eine wesentlich größere Dimension der Läge nach aufweist. So kann beispielsweise der innere offene Teil des Herdes eine Dimension von 1,20 m - 1,80 in besitzen, während das geschmolzene Metall wie beispielsweise Kupfer eine Tiefe von ungefähr 5 cm darin aufweist. Bezüglich der Graphitabteilungen im Herd sei bemerkt, daß diese nur deshalb vorgesehen sind, um den Fließweg des Metalls vom Einlaßende zum Auslaßende des Herdes zu verlängern und zur Durchführung der vorliegenden Erfindung nicht unbedingt notwendig sind, obwohl sie den Vorteil zeigen, den Fließweg des geschmolzenen Metalls genauer zu bestimmen und gleichzeitig einen möglichst langen Fließweg bei möglichst kleinen Herddimensionen in bezug auf die verfügbare Weglänge zum Beschuß während der Reinigung zu gestatten.
  • Die Zufuhr von Beschußenergie im vorliegenden Ofen zum anfänglichen Schmelzen des zugeführten Materials und die Zugabe von weiterer Wärme an das geschmolzene Metall, das durch den Herd des Ofens fließt, kann durch Energiestrahlen von subatomaren Teilchen durchgeführt werden. In bezug auf die Leichtigkeit der Erzeugung und der Kontrolle ist es vorteilhaft, hierfür entweder Elektronen-oder Ionenstrahlen zu verwenden. In den F i g. 3 bis 6 sind bestimmte Konstruktionen von Elektronenkanonen gezeigt, die sich für die vorliegende Erfindung sehr gut eignen. Das wichtigste Merkmal der damit erzeugten Strahlkonfigurationen ist dabei, daß sie fokussiert werden um durch sehr kleine öffnungen in den Dampfschranken des Ofens treten zu können. Da die Technologie der Elektronenstrahlen sehr weit fortgeschritten ist und die Erzeugung und Steuerung von energiereichen Elektronenstrahlen sehr leicht durchgeführt werden kann, wird hier als Beispiel angeführt, daß zur Erzeugung der Beschußenergie in den erfindungsgemäßen öfen Elektronenstrahlen verwendet werden sollen.
  • In F i g. 3 ist eine Elektronenquelle 71 schematisch dargestellt, die einen Elektronen emittierenden Draht 72 aufweist, der wenigstens teilweise innerhalb einer Schirmelektrode 73 angeordnet ist, und im Abstand vom Faden eine Beschleunigungselektrode 74 besitzt. Beim Fließen eines geeigneten Stroms durch den Draht 72 wird dieser auf eine Elektronen emittierende Temperatur erhitzt, so daß eine größere Menge an Elektronen davon emittiert wird. Die Beschleunigungselektrode 74 wird auf positivem Potential gegenüber dem Draht gehalten und zieht somit die von der Quelle als Strahl emittierten Elektronen an. Diese Quelle 71 kann auch als Elektronenkanone bezeichnet werden, da die Elektronen davon gerichtet und in Form eines Strahls emittiert werden. Der Elektronenstrahl 76, der dem jeweiligen Strahl 52 von F i g. 1 entsprechen kann, wird eine bestimmte Divergenz aufweisen, und es sind daher zwei getrennte Elektronenwege gezeichnet, die beispielsweise die Grenzen des Strahls darstellen soUen. Es ist von größerer Wichtigkeit bei Elektronenstrahlöfen, daß die Elektronenkanone vor dem Beschuß von positiven Ionen geschützt wird, die innerhalb des Ofens und auch von Dämpfen od. dgl. entwickelt werden, da sich diese sonst auf den Teilen der Kanone niederschlagen und die Wirkung der Kanone beeinträchtigen und eventuell völlig zunichte machen. Der erfindungsgemäße Ofen kann kontinuierlich betrieben werden und sieht einen maximalen Schutz für seine Elektronenkanonen vor, da die Kanonenregion 19 von den Regionen 17 und 18 des Ofens, in welchen wesentliche Mengen an Gasen und Dämpfen entwickelt werden können, getrennt ist. Außerdem ist ersichtlich, daß die Elektronenkanone 71 seitlich von der relativ kleinen öffnung 53 in der horizontalen Dampfschranke 22 verschoben ist. Der Elektronenstrahl 76 ist gekrümmt und fokussiert und wird mittels eines magnetischen Feldes, das zwischen einem Paar von Polschuhen 81 und 82 durch eine geeignete Spule 83 über die Enden dieser Polschuhe erzeugt wird, durch diese kleine öffnung 53 gelenkt. Die Polschuhe können beispielsweise aus Eisen od. dgl. bestehen und haben die Form von im wesentlichen flachen Platten, die sich von der Oberseite der Dampfschranke 22 zur Elektronenkanone 71 von der Spule 83 aufwärts erstrecken, so daß das magnetische Feld quer über den Oberteil der öffnung 53 erzeugt wird.
  • Im Unterschied zu anderen Arten der Fokussierung von Elektronenstrahlen wird gemäß der vorliegenden Erfindung der Strahl in ein konvexes magnetisches Feld gerichtet und dann in einem im wesentlichen bei der öffnung 53 liegenden Brennpunkt konzentriert. Der Strahl wird in einem Gebiet eines relativ schwachen magnetischen Feldes erzeugt und durch ein »faßartiges« Feld im stärksten Teil des magnetischen Feldes fokussiert. Diese Art der Strahlsteuerung ergibt eine seitliche Zusammendrängung des Strahls, wie in F i g. 4 gezeigt, infolge der Krümmung der Feldlinien und der daraus resultierenden Ablenkkräfte auf die Elektronen. Auf diese Weise wird ein maximaler Fokussierungseffekt erzielt, und dies ist äußerst erwünscht, um den Strahl durch eine möglichst kleine öffnung in der Dampfschranke zu führen. Auf diese Weise werden die Dimensionen der Öffnung 53 bei einem absoluten Minimum gehalten. Der durch die öffnung 53 tretende Elektronenstrahl wird dann, wie auch in F i g. 3 gezeigt, divergieren und wird dann etwa eine konische Gestalt annehmen, wenn er abwärts von der Dampfschranke 22 bis zur Oberfläche des geschmolzenen Materials im Herd fortschreitet.
  • Auf diese Art wird erfindungsgemäß ein maximaler Schutz der Elektronenkanonen von möglichen Verunreinigungen aus dem Herdgebiet des Ofens erzielt. In den Dampfschranken 21 und 22 sind außerordentlich kleine öffnungen vorgesehen, und es ist daher auch die Möglichkeit des Durchtretens von Metalldämpfen durch die öffnungen sehr gering. Außerdem vermindert noch zusätzlich die große Elektronenmenge, die im Fokus durch die kleine öffnung 53 durchtritt, die Möglichkeit, daß Dampf durch die Öffnungen aufwärts strömt, ohne ionisiert zu werden. Es ist klar, daß der Durchtritt von Ionen durch die öffnung 53 dann bewirkt, daß diese Ionen dann in ein magnetisches Feld treten, welches zwar die entsprechende und geeignete Feldstärke besitzt, um die Elektronen durch die öffnung zu leiten, jedoch zu schwach ist, um die Ionen zurück in die Elektronenkanone zu leiten. Infolge der seitlichen Verschiebungen der Kanonen von den Öffnungen 53 existieren keine direkten Wege zwischen Dampfquellen im Ofen und den Elektronenkanonen.
  • Obwohl Elektronenstrahlbeschuß nur beispielsweise angegeben ist, wurde gefunden, daß sehr dichte Elektronenstrahlen auf die vorhergehende Art durch außerordentlich kleine Öffnungen wie beispielsweise in der Größenordnung von 4 cm2 fokussiert werden können. Um nicht einen Weg mit kleinem magnetischem Widerstand vorzusehen, der das fokussierende Magnetfeld kurzschließt, müssen die Dampfschranken 21 und 22 aus nichtmagnetischem Material, wie beispielsweise Kupfer, bestehen, und es ist ersichtlich, daß eine bestimmte Menge an Dampf, der vom geschmolzenen Metall im Herd des Ofens entwickelt wird, auf diese Dampfschranken auftreffen wird. Es ist daher vorteilhaft, für diese Schranken Kühlvorrichtungen vorzusehen; solche sind schematisch als Kühlrohre 84 auf der Schranke 22 in F i g. 3 dargestellt, wobei die Rohre Kühlwasser entlang der Oberfläche der Dampfschranke leiten können. Diese Kühlrohre können je nach den besonderen Konstruktionserfordemissen oberhalb oder unterhalb der Dampfschranke angeordnet sein, und so sind beispielsweise in F i g. 5 die gleichen Kühlrohre oberhalb der Dampfschranke in Kontakt damit gezeigt.
  • Erfindungsgemäß ist es höchst vorteilhaft, Beschußquellen für sehr hohe Energie vorzusehen, um die gewünschten Energiemengen dem geschmolzenen Metall im Ofen zuzuführen. Eine Art, die Beschußenergie zu erhöhen, ist die Zahl der Beschußquellen zu erhöhen. Ein Verfahren, um dieses Ergebnis zu erzielen, ist in F i g. 5 illustriert, aus welcher ersichtlich ist, daß zwei getrennte Elektronenkanonen 91 und 92 angeordnet sind. Die Kanone 91 ist in größerem Abstand vom Zentrum des Magnetfeldes als die Kanone 92 angeordnet, und es werden daher die von der Kanone 91 emittierten Elektronen durch ein schwächeres Feld laufen und somit durch das Feld weniger gekrümmt werden, so daß sie in Kurven mit geringerer Krümmung laufen. Dies ist schematisch durch die Grenzen 93 und 94 der Elektronenstrahlen dargestellt, die von den Drähten jeder der beiden Elektronenkanonen 91 und 92 kommen. Es ist ersichtlich, daß bei geeigneter Anordnung der Kanonen die Elektronenstrahlen von jeder in der Öffnung 53 in der Dampfschranke 22 fokussiert werden. Durch die Verwendung einer Anzahl von Elektronenkanonen und durch Fokussierung ihrer Strahlen durch individuelle Öffnungen ist es somit möglich, die Anforderungen für die einzelnen Kanonen zu reduzieren und trotzdem einen Beschuß von außerordentlich hoher Energie zu erhalten.
  • Die oben beschriebene Elektronenstrahlenfokussierung, wobei die Elektronen in ein konkaves oder »faßförn-liges« Magnetfeld gerichtet werden, durch den stärksten Teil des Feldes laufen und darin zu einem außerordentlich kleinen Querschnitt fokussiert werden, ergibt tatsächlich, daß der Strahlfokus etwas oberhalb der Dampfschranke 22 und nicht direkt in der Öffnung 53 dieser Schranke entsteht. Dies ist in F i g. 6 illustriert, woraus ersichtlich ist, daß die beiden Strahlen 93 und 94 tatsächlich an einem Punkt unmittelbar über der Öffnung 53 fokussiert werden. Die Darstellung der F i g. 6 ist nur gezeigt, um ein Mißverständnis hinsichtlich der Fokussierung der Strahlen zu vermeiden, da in der Praxis gefunden wurde, daß der Fokus des Strahls oder der Strahlen nur leicht in Richtung oberhalb der Dampfschranke verschoben ist und daß daher die kleinen Dimensionen der öffnung 53 in der Schranke trotzdem beibehalten werden können.
  • Im vorhergehenden wurde eine vorzugsweise Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben, die sich besonders zum Schmelzen, Gießen und Reinigen von relativ niedrig schmelzenden Metallen der Art, wie sie gewöhnlich heute in der Industrie verwendet werden, eignet. Es wurde ein Beispiel eines Ofens zum Schmelzen von Kupfer gezeigt, wobei jedoch durch dieses Beispiel oder die obige Beschreibung und Illustration die vorliegende Erfindung nicht auf konventionelle Metalle beschränkt werden soll. Ganz im Gegenteil ist die vorliegende Erfindung sehr gut zum Schmelzen und Vergießen von allen Metallarten einschließlich nicht nur Eisen und Legierungen auf Nickelbasis, sondern auch sehr hochschmelzender Metalle, die oft als feuerfeste Metalle bezeichnet werden, geeignet. In dieser Gruppe von hochschmelzenden Metallen finden sich Elemente mit außerordentlich hohen Schmelzpunkten, so daß deren Eigenschaften denen von relativ wohlbekannten feuerfesten Materialien ähnlich sind. Beispiele dieser Metallarten sind Niob, Hafnium, Titan, Zirkon und Wolfram. Während die allgemeine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in gleicher Weise auf alle Metallarten anwendbar ist, soll doch darauf hingewiesen werden, daß gewisse physikalische Abänderungen der Ofenkonstruktion wünschenswert und auch notwendig sind, um die Metalle zu verarbeiten, die nur bei Temperaturen weit über 10001 C schmelzen oder die mit typischen Behälterrnaterialien wie Oxyden reagieren. In F i g. 7 ist eine Abänderung der vorliegenden Erfindung gezeigt, die sich besonders zur Anwendung bei der Behandlung von feuerfesten Metallen eignen.
  • Wie in F i g. 7 gezeigt, enthält der erfindungsgemäße Ofen einen länglichen im allgemeinen rechtwinkligen Herd 101, der in diesem Fall aus einem Material wie z. B. Kupfer besteht und Kühleinrichtungen wie die gezeigten Wasserdurchlässe 102 aufweist. Dieser längliche Herd oder oben offene Behälter 101 ist durch geeignete Fußstücke innerhalb eines Vakuumgehäuses 103 montiert. Ebenso wie bei der vorher beschriebenen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist auch der in F i g. 7 gezeigte Ofen in drei getrennte Vakuumregionen geteilt. Die erste Region 104 wird durch geeignete Pumpen 106 evakuiert und umschließt die erste Schmelze eines Schmelzgutes 107, das über den Oberteil des Herdes 101 gebracht wird. Hier wiederum kann das Schmelzgut 107 vertikal oder horizontal in einen Elektronenstrahl 108 zur ersten Schmelze des Schmelzgutes gebracht werden, so daß dieses abwärts in den Herd tropft. Eine Dampfschranke in Form einer im allgemeinen vertikalen Wand 109 trennt die Vakuumregion 104 vom Rest des Ofens. Diese Wand oder Schranke 109 erstreckt sich vom Oberteil des Ofens abwärts in den Herd 101 und umschließt auch den Herd an beiden Seiten und am Boden, so daß die erste Vakuumregion 104 vom restlichen Teil des Ofens praktisch völlig getrennt ist. Innerhalb des Herdes 101 befindet sich ein hochschmelzendes Metall in geschmolzenem Zustand, erhalten durch Schmelzen des Schmelzguts 107. Infolge der wesentlichen Kühlung des Herdes 101 wird sich eine verfestigte Schicht 111 aus dem Metall entlang des Bodens und der Wände des Herdes bilden. Kontinuierliche Wärinezufuhr durch Beschuß mit Elektronen oder anderen Partikeln auf die Oberfläche des in den Herd tropfenden Metalls, wie durch den Strahl 108 angedeutet, dient dazu, eine dünne Schicht oder einen Film an geschmolzenem Metall im Oberteil des Herdes oberhalb des verfestigten Materials 111 aufrechtzuerhalten. Dieses geschmolzene Metall 112 fließt der Länge nach durch den Herd vom Einlaßende zu einem Auslaßende. Die Dampfschranke 109, die auch aus einem Material wie Kupfer bestehen kann und die mit einer Wasserkühlung versehen ist, erstreckt sich in die geschmolzene Metallschicht 112. Es bildet sich daher ein verfestigter Teil 113 des Metalls über dem Ende oder der Spitze dieser Schranke, die in das geschmolzene Metall reicht.
  • An der dem Einlaßende der Schranke 109 gegenüberliegenden Seite des Herdes befindet sich eine zweite Vakuumregion 116, um den Herd und diese Region wird durch eine im allgemeinen horizontale Dampfschranke 117 von einer oberen Region 118 des Ofens, in welcher die Kanonen angeordnet sind, getrennt. Das in Form einer Schicht 112 entlang des Herdes 101 zu dessen Auslaßende fließende geschmolzene Metall wird z. B. durch Elektronenstrahlen 121, die auf die Oberfläche dieses Metalls gerichtet sind, beschossen. Dieser zusätzliche Elektronenbeschuß dient dazu, Wärmeverluste zu vermeiden und das Metall weiter auf eine außerordentlich hohe Temperatur zu erhitzen, um zusätzlich flüchtige Verunreinigungen daraus zu entfernen. Durch die Einwirkung von großen Wärmernengen auf die Oberfläche der geschmolzenen Metallschicht 112 und durchWärmeabfuhr aus demBoden dieser fließenden Metallschicht werden wesentliche thermische Gradienten im Metall erzeugt, so daß dieses bei seinem Lauf entlang des Herdes ziemlich heftig gerührt wird. Dies ist äußerst vorteilhaft, um die Entfernung der Verunreinigungen aus dem Metall zu fördern.
  • Am Auslaßende des Herdes ist ein wassergekühlter Gußtrichter bzw. eine Rinne 122 gebildet, durch welche geschmolzenes Metall aus dem Herd fließt und abwärts in eine wassergekühlte Kokille 123 tropft. Starke Vakuumpumpen 124 evakuieren kontinuierlich die Vakuumregion 116 des Ofens, so daß ein beträchtliches Vakuum innerhalb dieses Ofenteils aufrechterhalten wird und die schnelle Entfernung von Gasen und Dämpfen, die aus dem darin bearbeiteten, bei außerordentlich hoher Temperatur geschmolzenen Metall entweichen, sichergestellt wird. Durch Kühlen der Kokille 123 wird das aus dem Herd hineintropfende Metall verfestigt, und auf die Oberfläche dieses in die Form tropfenden Metalls wird Wärme einwirken gelassen, so daß ein Schmelzsumpf des Metalls innerhalb der Kokille oberhalb dem Ingot aufrechterhalten wird.
  • In der gleichen Weise wie vorher bereits beschrieben, dient dieses am Oberteil des Ingots 126 gehaltene geschmolzene Metall bei seiner Verfestigung dazu, das Auftreten von Hohlstellen oder Dichteunregelmäßigkeiten im Ingot zu vermeiden. Durch kontinuierlichen Beschuß der Oberfläche der Rinne oder des Gußtrichters 122, durch welche(n) die Metallschmelze aus dem Herd fließt, wird sichergestellt, daß dieses Metall in der Rinne geschmolzen bleibt. Auf die gleiche Weise wie vorher bereits beschrieben, ist bei der Ofenkonstruktion gemäß F i g. 7 eine Höchstvakuumregion 118 vorgesehen, innerhalb welcher eine Vielzahl von Beschußquellen 131 angeordnet sind. Eine dieser Quellen richtet einen Strom 108 subatomarer Teilchen durch die Dampfschranke 109, um das Schmelzgut 107 erstmals zu schmelzen und außerdem dem Metall innerhalb des Herdes am Eingang Wärme zuzuführen. Eine Vielzahl von Beschußquellen 131 richtet ihre Strahlen abwärts durch kleine öffnungen in der im allgemeinen horizontalen Dampfschranke 117, so daß dadurch die Oberfläche der geschmolzenen Metallschicht 112, die entlang des Herdes fließt, beschossen wird. Diese Zufuhr von zusätzlicher Wärme dient, wie vorher festgestellt wurde, dazu, das bearbeitete Metall weiter zu reinigen. Verschiedene andere Beschußquellen 131, die auch innerhalb der Hochvakuumregion 118 angeordnet sind, richten Strahlen abwärts durch öffnungen in der Dampfschranke 117, um die Aufrechterhaltung eines Schmelzsumpfes an der Spitze des sich verfestigenden Ingots 126 zu gewährleisten und außerdem den kontinuierlichen Fluß der Metallschmelze durch den Auslaß 122 des Ofens sicherzustellen. Diese Beschußquellen 131 können beispielsweise wie die in den F i g. 3 und 4 gezeigten und oben beschriebenen Elektronenkanonen konstruiert sein und deren Fokussierungseinrichtungen aufweisen. Auch sei festgestellt, daß hinreichend starke Evakuierungseinrichtungen 132 mit der Hochvakuumregion 118 des Ofens in Verbindung stehen, um das darin gewünschte extreme Vakuum aufrechtzuerhalten. Auch in diesem Fall kann ein Vakuum in der Größenordnung von 0,02 bis 0,2 R Hg erzeugt und aufrechterhalten werden.
  • Die in F i g. 7 gezeigte Ausführungsforrn der vorliegenden Erfindung eignet sich wie oben beschrieben insbesondere für die Verarbeitung von Eisenlegierungen auf Nickelbasis und hochschmelzenden Metallen, und es wurde gefunden, daß es, wenn nur eine sehr dünne Metallschicht oder ein Film aus geschmolzenem Metall 112 durch den Ofen fließt, möglich ist, diese hochschmelzenden Metalle so weitgehend zu reinigen, daß nur ein einziger Durchlauf durch den Ofen notwendig ist, um Metalle mit einer bisher unbekannten Reinheit zu erhalten. Insbesondere sei bemerkt, daß eine kontinuierliche Behandlung, wobei das geschmolzene Metall wiederholter Erhitzung auf sehr hohe Temperaturen ausgesetzt wird, auf einfache Weise Resultate ergibt, die vorher nur durch wiederholten Durchlauf von Metallen durch Hochtemperaturvakuurnöfen möglich war. Es ist in der Technik bekannt, daß das erstmalige Schmelzen in einem Vakuumofen unter Verwendung von Elektronenstrahlerhitzern sehr vorteilhaft ist, und es wurde weiterhin festgestellt, daß gewöhnlich wiederholtes Schmelzen von hochschmelzenden Metallen notwendig ist, wenn hohe Reinheitsgrade erzielt werden sollen. Dies ist auf zahlreichen Gebieten der modernen Technologie, wobei die wahren chemischen Eigenschaften von hochschmelzenden Metallen von außerordentlicher Bedeutung sind, sehr wichtig. Die Anwesenheit von nur wenigen Teilen pro Million an Verunreinigungen in bestimmten Metallen verändert die physikalischen Eigenschaften derartiger Metalle sehr wesentlich und macht sie so für bestimmte Anwendungsgebiete völlig ungeeignet. Andererseits eröffnet die hinreichende Verkleinerung der Prozentsätze an Verunreinigungen, wie beispielsweise Sauerstoff, in verschiedenen hochschmelzenden Metallen zahlreiche neue Möglichkeiten für Herstellungsverfahren sowie für bisher nicht erhältliche hochschmelzende Elemente. Der erfindungsgemäße Vakuumofen gestattet die Erzielung von extremen Reinheitsgraden in einem kontinuierlichen Verfahren, wobei nur ein Durchlauf des Metalls durch den Ofen erforderlich ist.
  • Zusätzlich zu den vorhergehenden Ausführungen sei bemerkt, daß die Unterteilung des erfindungsgemäßen Ofens in getrennte Teile durch Dampfschranken innerhalb des Ofens dazu dient, die Schwierigkeiten der einzelnen Verfahrensschritte, die in diesen jeweiligen Regionen durchgeführt werden, auf ein Minimum herabzusetzen. So wird verhindert, daß die im Anfangsteil 104 stattfindende sehr wesentliche Dampf- und Gasentwicklung in andere Teile des Ofens gelangt und dadurch die Reinigung begrenzt oder beispielsweise die zur Erzeugung der teschußenergie verwendeten Elektronenkanonen beschädigL Diese Trennung der Beschußquellen von der Region mit einer gegebenenfalls auftretenden Entwicklung von Gasen und Dämpfen während der Metallreinigung, wie dies durch die im allgemeinen horizontale Dampfschranke 117 erzielt wird, dient dazu, die Arbeitsfähigkeit dieser Quellen wesentlich zu verbessern sowie deren Lebensdauer wesentlich zu verlängern. Schwierigkeiten, die sich früher beim Elektronenbeschuß ergaben, sind beispielsweise durch die vorliegende Erfindung fast völlig beseitigt.
  • Es ist klar, daß bei Durchführung der vorliegenden Erfindung zahlreiche Variationen und Abänderungen möglich sind. So kann es beispielsweise unter bestimmten Umständen wünschenswert sein, die physikaliche Konfiguration des Beschußstrahls nahe dem Ofenherd zu verändern oder auch diese Strahlen über die Oberfläche des Metalls im Ofen zu bewegen. Diesbezüglich ist eine Anzahl von verschiedenen Verfahren möglich, und es ist lediglich beispielsweise die Einrichtung einer magnetischen Strahlbewegung in F i g. 8 gezeigt. Diese Figur, die den Herd des Ofens von F i g. 7 im Querschnitt zeigt, illustriert die Anordnungen von magnetischen Polschuhen 151 und 152, die sich entlang der Herdseite aufrecht erstrecken. Diese Polschuhe erstrecken sich unter dem Herd zu gegenüberliegenden Enden einer Magnetspule 153, die bei geeigneter Erregung einen magnetischen Fluß durch die Polschuhe und somit auch quer über den Oberteil des Herdes bewirkt. Durch Erregung dieser Spule 153 mit veränderlichem Strom wird ein magnetisches Feld zwischen den Magnetstücken über dem Herd erzeugt, das in seiner Intensität schwankt, und auch, wenn gewünscht, in der Richtung schwanken kann. Ein derartiges magnetisches Feld im Weg der abwärts auf die Metallschmelze im Herd gerichteten Strahlen 121 wird diese Strahlen verschieden stark ablenken. Es können daher die Strahlen wie gewünscht und unter Kontrolle der Erregung der Magnetspule 153 über die Schmelze bewegt werden.
  • Die oben im Zusammenhang nüt einer Anzahl von verschiedenen Ausführungsformen beschriebene vorliegende Erfindung kann auf zahlreiche Weisen abgeändert werden, um besonderen Forinwünschen oder besonderen Konstruktionserfordernissen zu entsprechen. So kann beispielsweise die Befestigung des Herdes auf verschiedene Arten durchgeführt werden, und auch die konstruktive Anordnung des Vakuumgehäuses des Ofens kann geändert werden, insbesondere bezüglich eines Raumes, um einen langen Metallingot aus einem Ende des Gehäuses herauszuziehen. So kann beispielsweise das Gehäuse selbst am Boden montiert sein und eine Ausnehmung oder Grube vorgesehen sein, um den Ingot aus dem Ofen entsprechend absenken zu können oder es kann der Ofen selbst im Abstand über dem Fußboden eines Gebäudes od. dgl. montiert sein, so daß ein entsprechender freier Raum unterhalb des Gehäuses zur Entfernung des Ingots vorgesehen ist. Es sei weiter darauf hingewiesen, daß verschiedene elektrische Systeme, die mit dem erfindungsgemäßen Ofen verwendet werden können, nicht gezeigt sind, da dabei auch bekannte Schaltungen Verwendung finden können. Es ist klar, daß Stromversorgungsmöglichkeiten von beträchtlicher Kapazität verfügbar sein müssen, um die im Ofen verwendeten Beschußquellen zu speisen. Außerdem muß die Erregung der Magnetspulen zur Führung und Fokussierung der Strahlen gewährleistet sein und es müssen geeignete Pumpen und Rohrleitungen zur Abfuhr der Wänne wie oben beschrieben vorhanden sein. Die Vakuumpumpen müssen entsprechend kräftig sein, um die gewünschten Vakuumbedingungen innerhalb des Gehäuses sowie in den einzelnen Regionen des Gehäuses aufrechtzuerhalten, insbesondere wenn angenommen wird, daß beträchtliche Mengen an Gasen und Dämpfen in wenigstens bestimmten Teilen des Vakuumgehäuses entwickelt werden können.
  • Zusätzlich zur Unterteilung des Vakuumofens in drei getrennte Vakuumregionen ist es auch möglich, den Strom des geschmolzenen Materials durch eine Mehrzahl von getrennten Vakuumregionen zu leiten. So ist in F i g. 9 ein Teil eines Vakuumofens gezeigt, in welchem geschmolzenes Material 33 während der Behandlung dieses Materials durch eine Vielzahl von getrennt evakuierten Regionen führt. Bei Verwendung der gleichen Bezeichnungsweise wie in F i g. 1 umfaßt der Ofen von F i g. 9 den Herd 11 mit einer vertikalen Dampfschranke 21, die eine Anfangsschmelzregion 17 vom restlichen Teil des Fließweges des geschmolzenen Materials innerhalb des Ofens trennt. Vertikalwände oder Trennwände 66, die sich teilweise über den Herd erstrecken, erzeugen einen serpentinenartigen Weg für das geschmolzene Material; wenigstens einige dieser Wände erstrecken sich auswärts und aufwärts und bilden Dampfschranken W. Diese Wände 66' erstrecken sich um den Herd herum wie die Schranke 21, und jede hiervon ist mit öffnungen unterhalb der Oberfläche des durch den Ofen fließenden geschmolzenen Materials 33 versehen. Die Reaktions- oder Reinigungsregion ist somit in getrennte Abschnitte 18 und ff geteilt, wobei jede der Regionen separate Evakuierungsanschlüsse 151 besitzt. Bei dieser Konstruktion wird die getrennte Evakuierung von aufeinanderfolgenden Reaktions- oder Reinigungsregionen, durch welche das geschmolzene Material 33 fließt, ermöglicht, und es kann daher ein besseres Vakuum in aufeinanderfolgenden Regionen entlang des Fließweges aufrechterhalten werden, um eine möglichst gute Reinigung des geschmolzenen Materials zu erzielen. Es sei darauf hingewiesen, daß F i g. 9 nur die Möglichkeit einer Anordnung von aufeinanderfolgenden getrennten Vakuumregionen entlang des Fließweges zeigt, und nicht alle Elemente eines kompletten Ofens; diesbezüglich sei auf die F i g. 1 und 7 verwiesen.
  • Bei außerordentlich großen öfen hat es sich als zweckmäßig erwiesen, eine Vielzahl von Herden vorzusehen, durch welche geschmolzenes Material quer von einer Anfangsschmelzregion zu einer Kokille fließt, in welcher das gereinigte Material erstarrt. Wie oben erwähnt, ist eine Verlängerung des Fließweges und eine Vergrößerung der Oberfläche des geschmolzenen Materials äußerst vorteilhaft, um sehr hohe Reinigungsgrade zu erzielen. Wenn sehr große Materialmengen zu bearbeiten sind, beseitigt die Anordnung von aufeinanderfolgenden Herden, durch welche das geschmolzene Material ohne Unterbrechung fließt, verschiedene Schwierigkeiten bezüglich Konstruktion u. dgl., die sonst auftreten würden. Eine derartige vielfache Herdanordnung ist schematisch in F i g. 10 gezeigt, worin drei aufeinanderfolgende Herde 11 a, 11 b und 11 c gezeigt sind, die durch Gießrinnen 61 a und 61 b verbunden sind und schließlich das gereinigte Material durch eine letzte Gießrinne 61 c in eine Kokille 62 leiten.
  • Obwohl in der schematischen Darstellung der F i g. 10 keine Details des Ofens gezeigt sind, sei doch bemerkt, daß ein oder mehrere Gehäuse 12' um die Herde angeordnet sind, und natürlich auch geeignete Evakuierungsvorrichtungen vorgesehen sind, um ein Hochvakuum innerhalb dieses Gehäuses herzustellen. Getrennte Teile des Gesamtgehäuses 12' können getrennt evakuiert werden, und können weiterhin von den folgenden Teilen abgetrennt werden, wie beispielsweise durch die strichlierten Linien in F i g. 10 in übereinstimmung mit der obigen Beschreibung der vorliegenden Erfindung angedeutet ist. So ist die Region um den ersten Herd lla durch Dampfschranken in getrennte Teile geteilt, wie dies bereits im Zusammenhang mit F i g. 1 erläutert wurde, und die Regionen um die weiteren Herde 11 b und 11 c können durch Dampfschranken in getrennte Vakuumregionen geteilt werden, wie dies oben in Verbindung mit F i g. 9 diskutiert wurde. Wie oben erwähnt, ist die Verwendung einer Vielzahl von Herden, die einen einzigen langen Fließweg bilden, bei sehr großen Ofenkonstruktionen besonders zweckmäßig. Es können natürlich die verschiedenen Ausführungsfonnen und Möglichkeiten der vorliegenden Erfindung, wie sie hierin beschrieben wurden, und die Variationen, die dem Fachmann geläufig sind, auf jede gewünschte Art je nach den gegebenen Umständen kombiniert werden, um besondere Probleme im Zusammenhang mit der Reinigung und dem Vergießen von anderen Materialien in beliebigen Mengen zu lösen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Hochvakuumofen zur Herstellung sehr reiner Metalle, mit einem Gehäuse, einem darin angeordneten länglichen horizontalen Herdteil zur Aufnahme von geschmolzenem Metall und Bildung eines Schmelzsumpfes sowie Einrichtungen zur Aufnahme des gereinigten Metalls aus dem Herdteil und zum Abführen aus dem Ofen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Enden des Herdteiles eine im wesentlichen lotrechte Schranke zur Teilung des Gehäuses in eine Schmelz- und eine Reinigungskammer angeordnet ist, daß im Gehäuse ein Elektronenstrahlerzeuger zum Schmelzen einer Menge von Rohmaterial und zum Erhitzen des Schmelzsumpfes in der Schmelzkammer des Herdteiles sowie ein weiterer Elektronenstrahlerzeuger zum Erhitzen des Schmelzsumpfes in der Reinigungskammer des Herdteiles vorgesehen sind und daß Einrichtungen zum Evakuieren der Schmelz- und der Reinigungskammer vorhanden sind, um flüchtige Verunreinigungen zu entfernen.
  2. 2. Hochvakuumofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schranke mit ihrem Kopfteil bis unter den normalen Spiegel des geschmolzenen Materials hinunterrag so daß sie in den im Herdteil vorhandenen Schmelzsumpf eintaucht. 3. Hochvakuumofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet ' daß in der Schmelz-kammer ein über die Oberfläche des Schmelzsumpfes bewegbarer Abstreifer zur Beseitigung schimmernder Verunreinigungen vorgesehen ist. 4. Hochvakuumofen nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schranke an einer Stelle über dem Herdteil wenigstens eine öffnung aufweist um einen Elektronenstrahl durchzulassen, daß in der Reinigungskammer zwischen dem Herdteil und den öffnungen in der lotrechten Schranke eine im wesentlichen waagerechte Schranke angeordnet ist, die mit dem Gehäuse und der lotrechten Schranke eine Kammer für Elektronenkanonen bildet, daß die waagerechte Schranke wenigstens eine öffnung zum Durchlassen eines Elektronenstrahls aufweist, daß in der Kammer für Elektronenkanonen der erste Elektronenstrahlerzeuger angeordnet ist und einen Elektronenstrahl durch die öffnung(en) in der lotrechten Schranke richtet und daß darin der zweite Elektronenstrahlerzeuger angeordnet ist und wenigstens einen Elektronenstrahl durch die öffnung(en) in der waagerechten Schranke richtet. 5. Hochvakuumofen nach Anspruch 4, gekennzeichnet, durch Einrichtungen zum Evakuieren der Reinigungskammer auf einen absoluten Druck, der niedriger ist als jener in der Schmelzkammer, und zum Evakuieren der Kammer für die Elektronenkanonen auf einen absoluten Druck, der niedriger ist als jener in der Reinigungskammer. 6. Hochvakuumofen nach Ansprach 4 oder 5, gekennzeichnet durch Einrichtungen zum Evakuieren der Schmelzkammer auf einen Druck von nicht mehr als 20 9 Hg, zum Evakuieren der Kammer für die Elektronenkanonen auf einen Druck von nicht mehr als 0,02 #t Hg und zum Evakuieren der Reinigungskararner auf einen Druck, der zwischen diesen beiden Werten liegt. 7. Hochvakuumofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Herdteil eine hitzebeständige Graphitauskleidung aufweist, die durch eine Wärmeisolationsschicht von der äußeren, gekühlten Hülle getrennt ist. 8. Hochvakuumofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Herdteil einen oben offenen, kontinuierlich gekühlten Behälter enthält, in dem sich ein Teil des geschmolzenen Metalles verfestigt und eine Hülle mit einer dünnen Schicht geschmolzenen Metalles darauf bildet. 9. Hochvakuumofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Herdteil zwischen einem Einlaß und einem Auslaß für das geschmolzene Metall ein Fließweg mit großer Oberfläche gebildet ist, wobei Breite und Länge groß im Verhältnis zur Tiefe sind und eine Vielzahl von aufrechtstehenden Trennwänden vorgesehen ist, welche Trennwände sich seitlich abwechselnd von gegenüberliegenden Wänden einwärts erstrecken und einen langen serpentinenförmigen Weg für das geschmolzene Metall durch den Herd bilden. 10. Hochvakuumofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieReinigungskamrnerdurch eine Vielzahl von zusätzlichen, im wesentlichen aufrechten Schranken, die in den Schmelzsumpf hineinreichen, in eine Vielzahl von getrennten Reinigungsregionen unterteilt ist, welche in Richtung des Fließweges des geschmolzenen Metalles ansteigend auf ein immer höheres Vakuum evakuiert sind. 11. Hochvakuumofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlen der Elektronenstrahlerzeuger auf getrennte, begrenzte Bereiche der Oberfläche des fließenden geschmolzenen Metalles im Schmelzsumpf gerichtet sind, um die einzelnen Bereiche unterschiedlich zu erhitzen, so daß im Schmelzsumpf thermische Gradienten entstehen und darin eine Rührwirkung verursachen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 638 931; deutsche Auslegeschriften Nr. 1097 590, 1111833; französische Patentschrift Nr. 661217; britische Patentschrift Nr. 619 527; Zeitschrift fär Metallkunde, 1961, S. 291 bis 307.
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Citations (5)

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