DE1204295B - Vorrichtung zum Anbringen von Kabeldraehten an Anschlussstuecke - Google Patents
Vorrichtung zum Anbringen von Kabeldraehten an AnschlussstueckeInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
HOIb
Deutsche Kl.: 21c-7/05
Nummer: 1204 295
Aktenzeichen: C 26746 VIII d/21 c
Anmeldetag: 13. April 1962
Auslegetag: 4. November 1965
Die Erfindung betrifft Verbesserungen an Vorrichtungen zum Anbringen von Kabeldrähten an
Anschlußstücke.
Im Hauptpatent 1152 457 ist eine Vorrichtung
zum Abmanteln und Einhängen eines Kabeldrahtes in ein Anschlußstück beschrieben, die ein Messer
mit einer Öffnung in Form eines Tunnels besitzt, dessen Durchmesser demjenigen des blanken Leiters
entspricht. Die Vorrichtung nach dem Hauptpatent ist gekennzeichnet durch eine dem Anschlußstück
angepaßte Führung, innerhalb der ein Messer angeordnet ist, dessen Höhe die Summe aus dem
Durchmesser des blanken Leiters und der Dicke des Isoliermantels ist und einen mit einer Ausnehmung
versehenen, dem Anschlußstück zugewandten Teil aufweist, wobei der Kabeldraht am Ende des Anschlußstückes
rechtwinklig zu dessen Ebene so angeordnet wird, daß er beim Gleiten der Vorrichtung
auf das Anschlußstück schlaufenförmig gebogen und gegen das Anschlußstück gedrückt wird und gleichzeitig
sein Isoliermantel tunnelförmig durchschnitten und von dem Leiter in einer der gewünschten Abmantelung
entsprechenden Länge entfernt wird.
Obwohl diese Vorrichtung allen in der Praxis vorkommenden Fällen genügt, hat sich dennoch herausgestellt,
daß Vorkehrungen getroffen werden müssen, um die Achse der Schneid- und Abmantelungsvorrichtung
zur Achse des Anschlußstückes vor Beginn des Abmantelungsvorganges festzulegen. Damit
wird die Verformung oder der Bruch der Anschlußstücke vermieden.
Die neue Vorrichtung ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch einen beweglich gelagerten Aufnehmer
für das Anschlußstück, der, wenn die Vorrichtung nach vorn geschoben wird, längs des Anschlußstückes
gleitet, bis er an dessen Befestigungsbasis anschlägt und anschließend gemeinsam mit
dem Anschlußstück in die Führungsbahn der Vorrichtung zwecks Abmantelung eintritt.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung wird die Vorführung durch einen geschlitzten, ausgebauchten
Teil gewährleistet, der auf dem Werkzeug selbst aufsitzt und in bezug zu ihm derart verschiebbar
ist, daß einerseits das Anschlußstück, das über den Schlitz hinwegläuft, während des gesamten
Vorganges dauernd gehalten wird und andererseits das Werkzeug imstande ist, die benachbarten Anschlußstücke,
die während des Vorganges hinderlich wären, auseinanderzuspreizen.
In einer abgewandelten Ausführungsform kann durch die Form des Gleitstückes eine, sich am Ende
des Anschlußstückes befindliche Kabeldrahtader fest-Vorrichtung zum Anbringen von Kabeldrähten
an Anschlußstücke
Zusatz zum Patent: 1152 457
Anmelder:
C. J. T. Compagnie Industrielle
des Telecommunications, Paris
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Leinweber
und Dipl.-Ing. H. Zimmermann, Patentanwälte,
München 2, Rosental 7
Als Erfinder benannt:
Henri Gladieu, Malakoff, Seine;
Gustave Lhomme, Paris (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 13. April 1961 (858 673)
gehalten werden, während die andere Ader abgemantelt und an dem Anschlußstück angebracht
wird.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung. In der
Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Teilseitenansicht der Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Teildraufsicht der Vorrichtung nach
Fig. 2a eine Schnittansicht durch den Aufnehmer gemäß der Linie A-A nach F i g. 2,
F i g. 3 einen Aufriß des gesamten Vorrichtungsäußeren nach der Erfindung,
F i g. 4 eine Ansicht der wesentlichen Teile der Vorrichtung nach der Erfindung, und
Fig. 5 das Gleitstück gemäß einer besonderen Ausführungsform der Vorrichtung.
Wie in Fig. 1 dargestellt, ist die gesamte Vorrichtung 1 zwischen zwei, mittels Schrauben 3 festgelegten Flanschen 2 angeordnet. Die Vorrichtung
Wie in Fig. 1 dargestellt, ist die gesamte Vorrichtung 1 zwischen zwei, mittels Schrauben 3 festgelegten Flanschen 2 angeordnet. Die Vorrichtung
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selbst besteht aus drei unabhängigen Teilen: einem das Abmanteln des Kabeldrahtes und dessen Befestivorbereitenden
Aufnehmer 4 und einer Anbring- gung am Anschlußstück. In dem Augenblick also, und Abmantelungsvorrichtung nebst einer Schneid- wenn die dem wirksamen Teil des Bewegungsablaufes
vorrichtung, wie sie beim Hauptpatent verwendet entsprechende Druckbelastung auftritt, ist das Anwerden.
Der Aufnehmer 4 ist auf einer Gleitstange 5 S schlußstück festgehalten, und es besteht keinerlei Gebefestigt,
die selbst in den Pfeilrichtungen Jx gleitbar fahr, daß es sich verformt oder zerreißt,
ist; die Anbring- und Abmantelungsvorrichtung ist Die Vorrichtung nach der Erfindung gestattet also im Innern der Vorrichtung 1 angeordnet und weist ein sicheres Arbeiten.
ist; die Anbring- und Abmantelungsvorrichtung ist Die Vorrichtung nach der Erfindung gestattet also im Innern der Vorrichtung 1 angeordnet und weist ein sicheres Arbeiten.
keine zusätzliche Besonderheit in bezug auf die im Das in F i g. 5 dargestellte Gleitstück ist für einen
Hauptpatent 1152 457 beschriebene auf; schließlich io besonderen Fall ausgebildet: Es kann nämlich vorist
die Vorrichtung zum Schneiden des Kabeldrahtes kommen, daß mehrere Anschlußstücke an einem
eine aus zwei Schneiden 6 und 7 gebildete Schere, Draht angeschlossen werden sollen, ohne daß dieser
die von einem, auf einem Hebel 9 befestigten Hand- Draht geschnitten wird. Folglich würde sich das norgriff
8 betätigt wird. male Werkzeug gemäß den Fig. 1 und 4, bei dem
Die Draufsicht der Fig. 2 entspricht der Fig. 1. 15 vorausgesetzt wird, daß ein Drahtende am Anschluß-
In dieser Figur kommt besonders die V-Form des stück aufgenommen wird, schlecht dazu eignen, das
Aufnehmers 4 zur Darstellung, durch die die be- Anbringen eines am unteren Teil der ösen verlau-
nachbarten Anschlußstücke auseinanderrückbar sind, fenden Vielfachdrahtes am Anschlußstück sicherzu-
und ein Schlitz 10, durch den das mit einem Ende stellen.
festsitzende Anschlußstück eingeführt und gehaltert 20 Die Vorrichtung gemäß F i g. 5 unterscheidet sich
werden soll. Der Schlitz 10 des Aufnehmers weist von dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel ledig-
Besonderheiten auf, die in Fig. 2a, einer Schnitt- lieh durch die Form des Gleitstückes,
ansicht gemäß der Linie A-A des Teiles 4 in Fig. 2 Dies besteht aus drei unterschiedlichen, einen
dargestellt sind. Eine erweiterte Zuführung 35 er- rechten Winkel miteinander einschließenden Flan-
möglicht ein leichtes Einführen des Anschlußstück- 25 sehen. Der Mittelflansch 22 weist eine Aussparung 23
Vorderteiles, und ein verengter, das Profil des An- auf, um den Kabeldraht zu ergreifen und ihn auf der
schlußstückfußes, z.B. eine Öse, aufweisender Teil Basisebene der Anschlußstücke festzulegen; die
36 dient dazu, diese an Ort und Stelle mit einem Seitenflansche 24 und 25 laufen an ihrem Ende in
Mindestspiel festzulegen. eine Rundung 28 aus; die Breite L des Flansches 24
Eine Achse 11 dient als Anlenkung für die beweg- 30 entspricht der Breite L des strichpunktiert dargeliche
Schneide 7 der Schere. Wie in F i g. 3 ferner stellten Anschlußstückes; die Breite des Flansches 25
dargestellt, kommt der Hebel 9, wenn auf ihn in ist auf dessen ganzer Länge vermindert. Die fest-Pfeilrichtung/2
eingewirkt wird, auf der Oberseite stehende Hülse 26, in der das Gleitstück 21 gleitet,
der Vorrichtung 1 zur Anlage und hebt das hintere besteht ebenfalls aus drei einen rechten Winkel mit-Ende
der oberen Schneide 7 der Schere an, die über 35 einander einschließenden Flanschen: der Mitteldie
Anlenkung 12 mit dem Hebel 9 fest verbunden flansch weist eine Aussparung 27 auf, und der Seitenist.
Die um die Achse 11 schwenkbare Schneide 7 flansch 26 ist kürzer als der ihm gegenüberliegende
senkt ihren Schneideteil 13, der bei seiner Bewegung Seitenflansch 32. Die Verfahrensschritte sind wie
auf die Gegenschneide 6 zu den Kabeldraht 14 ab- folgt: Man stellt das Gleitstück des Werkzeuges über
trennt. Die bewegliche Schneide 7 und der Hebel 9 40 den Rücken, d. h. den Zentralflansch oben in der entwerden
von einer auf der Oberseite der Vorrichtung 1 gegengesetzten Lage zu der nach Fig. 5, und der
befestigten Blattfeder 15 in ihre Ausgangsstellung Kabeldraht wird in den kleinen Schlitz 23 des Gleitzurückgeführt.
Stückes eingelegt. Nun wird das Werkzeug derart um
Gemäß der Darstellung in Fig.4 wird angenom- 90° gedreht, daß der in seiner Breite verminderte
men, daß die gesamte Vorrichtung in Längsrichtung 45 Flansch 25 gegen das und über dem Anschlußstück
offen, d. h. noch nicht in Arbeitsstellung ist; der eine 29 zu liegen kommt (letzteres in in Fig. 5 strichder
Flanschen 16 der Vorrichtung 1 weist innere punktiert dargestellt); dann läßt man den Kabeldraht
Hohlräume auf, die die Messer 17, die Gleitstange 5 30 vor den Schlitz 33 des Anschlußstückes gleiten,
und ihre Rückstellfeder 18 aufnehmen. Aus der Anschließend wird das Werkzeug nach vorn ge-Zeichnung
geht hervor, daß die Gleitstange 5 in eine 50 schoben, und es gleitet unter Auflage auf dem AnAusbauchung
19 ausläuft, die in einem inneren Hohl- schlußstück, bis sein Ende 28 auf die Basisebene 31
raum 34 gleitet und an der Wand 20 des inneren auftrifft, auf der die Anschlußstücke festgestellt sind.
Hohlraumes anliegt. Da sich der Teil 21 in diesem Augenblick in An-
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung Schlagstellung befindet, ist es nun die Hülse 26, die
ist folgende: Nach Anordnen des Kabeldrahtes im 55 die Bewegung des Werkzeuges weiterführt und die
Anschlußstück wird ein Abschnitt des Anschluß- sich in bezug auf das Gleitstück 21 verschiebt; wähstückes
derart in den Schlitz 10 des Aufnehmers 4 rend dieser Bewegung gelangt das freie Ende des Aneingebracht,
daß seine untere Längskante parallel schlußstückes unter die Hülse 26, und der Kabeldraht
und in Anlage an die Gleitstange 5 gelangt. Dann wird für sein Anbringen am Anschlußstück immer
läßt man den beweglichen Teil des Werkzeuges vor- 60 mehr umgeschlagen.
rücken. Der Aufnehmer 4 gleitet auf diese Weise an Bei Fortführen der Vorwärtsbewegung des Werkdem
festen Anschlußstück entlang, bis sein Ende auf Stückes wird der Draht abgemantelt und auf das Ander
Isolierung des Drahtes anliegt. Sobald das freie schlußstück geklemmt; in diesem Augenblick nun geEnde
des Anschlußstückes in die Vorrichtung ein- langt das Ende des Hülsenflansches 32 auf der Basisgedrungen
ist, das Anschlußstück sicher zwischen 65 ebene 31 für die Befestigung der Anschlußstücke in
dem Aufnehmer 4 und der Werkzeugnase festgelegt Anschlag, und die Aussparung 27 befindet sich im
ist und der Kabeldraht sich am Boden des Anschluß- wesentlichen gegenüber der in den Mittelflansch des
Stückschlitzes befindet, erfolgt bei Weiterbewegung Gleitstückes angebrachten Krümmung 23; der bei 23
ankommende Kabeldraht kehrt durch die Aussparung 27 wieder um, nachdem er abgemantelt, umgebogen
und am Anschlußstück angebracht wurde; er kehrt also auf gleicher Höhe, in der er ankommt, in
bezug auf die Basisebene 31 zurück; so hat es den Anschein, daß er nach seiner Vervielfachung auf dem
Anschlußstück weiterläuft.
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehenden Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern es sind auch
andere Ausgestaltungen möglich, ohne vom Grundgedanken der Erfindung abzuweichen.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Abmanteln und Einhängen eines Kabeldrahtes in ein Anschlußstück, die ein
Messer mit einer öffnung in Form eines Tunnels besitzt, dessen Durchmesser demjenigen des
blanken Leiters entspricht, eine dem Anschlußstück angepaßte Führung, innerhalb der ein
Messer angeordnet ist, dessen Höhe die Summe aus dem Durchmesser des blanken Leiters und
der Dicke des Isoliermantels ist und einen mit einer Ausnehmung versehenen, dem Anschlußstück
zugewandten Teil aufweist, wobei der Kabeldraht an Ende des Anschlußstückes rechtwinklig
zu dessen Ebene so angeordnet wird, daß er beim Gleiten der Vorrichtung auf das Anschlußstück
schlaufenförmig gebogen und gegen das Anschlußstück gedrückt wird und gleichzeitig
sein Isoliermantel tunnelförmig durchschnitten und von dem Leiter in einer der gewünschten Abmantelung
entsprechenden Länge entfernt wird, nach Patent 1152457, gekennzeichnet durch einen beweglich gelagerten Aufnehmer
(4, 5; 21) für das Anschlußstück, der, wenn die Vorrichtung nach vorn geschoben wird, längs des
Anschlußstückes gleitet, bis er an dessen Befestigungsbasis anschlägt und anschließend gemeinsam
mit dem Anschlußstück in die Führungsbahn der Vorrichtung zwecks Abmantelung eintritt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnehmer aus einem geschlitzten,
auf einer Gleitstange befestigten Teil besteht und das Anschlußstück in diesen Schlitz
eingreift und darin gleitet.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnehmer eine
nach außen verlaufende Ausbauchung aufweist zum Abspreizen der benachbarten Anschlußstücke.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz des Aufnehmers
eine erweiterte Zuführung für ein erleichtertes Anbringen und einen verengten Teil mit dem
Profil des Anschlußstückes aufweist, wodurch ein gutes Festhalten sichergestellt wird.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkörper
eine Aussparung aufweist, in der das Gleitstück gleitet, das in einer Ausbauchung ausläuft,
die am Ende des Streckbewegungslaufes einen Anschlag bildet, wobei eine Feder auf das
Gleitstück einwirkt und es in der am weitesten ausgestreckten Lage festlegt.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das im allgemeinen
vorzugsweise pistolenförmige Werkzeug eine den Kabeldraht abtrennende Schneidzange aufweist,
die von einem am vorderen oberen Teil des Werkzeugs angeordneten Drücker betätigt wird.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitteil aus
einer Zunge mit U-förmigem Querschnitt besteht, deren einer Seitenflansch niedriger ist als der
andere und deren Mittelflansch an seinem Ende einen Schlitz aufweist, wobei die in einer Metallhülse
gleitende Zunge das Abmantelmesser derart trägt, daß ein Kabeldraht ergreifbar ist und
das eine der Trümer in tiefer Lage haltbar ist, während das andere Trum herbeigeführt, abgemantelt
und am Anschlußstück angebracht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 720/312 10.65 © Bundesdruckerei Berlin
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