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DE1203493B - Vorrichtung zur Halterung, Justierung und Verschiebung mindestens einer von zwei nach Fabry-Perot angeordneten optischen Platten - Google Patents

Vorrichtung zur Halterung, Justierung und Verschiebung mindestens einer von zwei nach Fabry-Perot angeordneten optischen Platten

Info

Publication number
DE1203493B
DE1203493B DEJ25902A DEJ0025902A DE1203493B DE 1203493 B DE1203493 B DE 1203493B DE J25902 A DEJ25902 A DE J25902A DE J0025902 A DEJ0025902 A DE J0025902A DE 1203493 B DE1203493 B DE 1203493B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hollow body
fabry
webs
perot
optical disks
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ25902A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gerhard Hesse
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Jenoptik AG
Original Assignee
Jenoptik Jena GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jenoptik Jena GmbH filed Critical Jenoptik Jena GmbH
Priority to DEJ25902A priority Critical patent/DE1203493B/de
Publication of DE1203493B publication Critical patent/DE1203493B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B9/00Measuring instruments characterised by the use of optical techniques
    • G01B9/02Interferometers

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectrometry And Color Measurement (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Halterung, Justierung und Verschiebung mindestens einer von zwei nach Fabry-Perot angeordneten optischen Platten Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung in Form eines offenen prismatischen Hohlkörpers zur Halterung, Justierung und Verschiebung mindestens einer von zwei nach Fabry-Perot angeordneten optischen Platten auf elektromechanischem Wege.
  • Es sind schnellregistrierende Fabry-Perot-Interferometer bekanntgeworden, bei denen der Plattenabstand magnetostriktiv oder elektrostriktiv geändert wird. Dabei wird die Abstandsänderung durch geeignete Schwinger hervorgerufen. Infolge der unvermeidbaren Trägheitskräfte werden die Fabry-Perot-Platten durchgebogen, und die Apparatefunktion eines derartigen Interferometers wird unkontrollierbar verändert. Die Änderung des Plattenabstandes ist genaugenommen nur in der unmittelbaren Umgebung der Gleichgewichtslage zeitlich konstant. Ein Teil der Schwingungsenergie wird durch die innere Reibung in Wärme umgewandelt und verursacht eine Längenänderung des Plattenträgers bzw. eine Abstandsänderung der Fabry-Perot-Platten. Die angeführten Störgrößen erhöhen die Meßunsicherheit dieser Interferometer, die deshalb nur für Routineuntersuchungen geeignet sind.
  • Für spektroskopische und metrologische PräzXisionsmessungen sind dagegen Interferometer mit einer größeren Meßgenauigkeit und mit erfaßbaren und ausschaltbaren Störgrößen erforderlich.
  • Es ist auch schon eine Laseranordnung bekanntgeworden, bei der jede Fabry-Perot-Platte mit Hilfe von drei federnden Klammern gegen eine Trägerplatte gepreßt wird und bei der die Trägerplatten über vier magnetostriktive Stäbe verbunden sind.
  • Die Trägerplatten sind an die Stäbe geschraubt.
  • Eine derartige Anordnung gewährleistet wegen der bei der mechanischen Verbindung der einzelnen Teile zwischen den Teilen sich ausbildenden Luftpolster und anderer, durch Drücke, Temperaturdifferenzen und Materialhomogenitäten bedingter mechanischer Störgrößen die für Präzisionsmessungen erforderliche Genauigkeit und Reproduzierbarkeit nicht. Die Luftpolster haben ihre Ursache in differentiellen Unebenheiten der Andruckflächen und in mikroskopischen Partikeln zwischen den Andruckflächen. Sie könnten nur durch höhere, zu größeren Verspannungen Anlaß gebende Drücke beseitigt werden.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung einer einfachen und zugleich stabilen Vorrichtung zur Halterung, Justierung und Verschiebung von Fabry-Perot-Platten, bei der einerseits Schwingungen nicht auftreten und andererseits mechanische Halterungselemente zwischen den elektro- mechanisch veränderbaren Teilen und der bzw. den Fabry-Perot-Platten vermieden werden.
  • Gemäß der Erfindung wird die genannte Aufgabe dadurch gelöst, daß die Mantelfläche des Hohlkörpers Ausnehmungen aufweist, daß an den Enden des Hohlkörpers Ringe und zwischen ihnen in Richtung der Mantellinien verlaufende Stege bestehen, die wesentlich schmaler sind als die Ausnehmungen, daß die Stege innen und außen mit elektrisch leitfähigen Belägen versehen sind, daß die Leiterbeläge auf einer Fläche der Stege miteinander verbunden und auf der anderen Fläche voneinander isoliert sind und daß sich in Verlängerung der Stege am Rande des Hohlkörpers die Auflageflächen für die optischen Platten befinden. Beispielsweise sind die Leiterbeläge auf den Innenflächen der Stege direkt miteinander verbunden, während sie auf der Außenfläche voneinander getrennt sind.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch als Etalon zwischen zwei Fabry-Perot-Platten zur Anwendung kommen. In jedem Fall besteht die Vorrichtung aus einem isolierenden, beispielsweise keramischen Material, das unter Einfluß eines elektrischen Feldes an den vorbestimmten Stellen in Richtung der Mantellinien des Hohlkörpers Längenänderungen erfährt.
  • Die Festigkeit und Steifigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist besonders hoch, wenn der Hohlkörper die Form eines Zylinders besitzt, der mathematisch als Grenzfall des Prismas anzusehen ist.
  • Die Fabry-Perot-Platten haben die günstigste Auflage und erfahren in einfacher Weise wohldefinierte Verschiebungen, wenn der Zylindermantel bis auf drei um 1200 gegeneinander versetzte Stege ausgespart ist und dementsprechend an den Rändern des Hohlkörpers für jede Platte drei Auflageflächen geringer Ausdehnung vorgesehen sind. Zur Vermeidung jeglicher mechanischer Haltemittel zwischen dem elektrostriktiven Hohlkörper und den Fabry-Perot-Platten sind diese angesprengt.
  • Die nach Fabry-Perot angeordneten Platten können eben, sphärisch oder asphärisch gekrümmt sein.
  • Außerdem ist es vorteilhaft, in dem Material der erfindungsgemäßen Vorrichtung mindestens einen hochempfindlichen Temperaturmesser zur Anzeige und gegebenenfalls selbsttätigen Berücksichtigung des Temperaturganges vorzusehen.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist überall anwendbar, wo es um Messungen höchster Genauigkeit und die Erzielung maximaler Kohärenzlängen geht. Er ist mit Vorteil insbesondere anwendbar in hochauflösenden Spektrometern, bei der Raman-Spektroskopie, als Laser-Resonator mit elektrostriktiver Justierung und Kompensation thermisch und mechanisch bedingter Abstandsänderungen der Fabry-Perot-Platten oder als optisches Filter zur Erzeugung einer extrem monochromatischen Strahlung mit einem definierten Wellenlängenschwerpunkt.
  • Der Gegenstand der Erfindung wird an Hand der F i g. 1 bis 3 der Zeichnung erläutert.
  • Fig. 1 zeigt ihn als Etalon in perspektivischer Darstellung; in F i g. 2 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung als Halterung für eine Fabry-Perot-Platte im Längsschnitt dargestellt; F i g. 3 beinhaltet ein elektrisches Schaltbild zur elektromechanischen Beeinflussung des Gegenstandes der Erfindung.
  • Ein zylindrischer Hohlkörper aus piezoelektrischer Keramik besteht nach F i g. 1 aus drei Stegen 1, 2 und 3 und zwei durch die Stege verbundenen Ringen 4 und 5. In den Steg 1 ist ein Thermoelement 37 eingelassen. In Verlängerung der Stege besitzen die Ringe an ihren entgegengesetzten- Rändern jeweils drei möglichst gleich lange Vorsprünge6, 7 und 8 bzw. 9, 10 und 11, deren Auflageflächen jeweils eine zur geometrischen Achse des Zylinders zumindest annähernd rechtwinklige Ebene bestimmen. Zwei Fabry-Perot-Platten 12 und 13 sind in den Auflageflächen der Vorsprünge 6, 7 und 8 und 9, 10, 11 an den zylindrischen Hohlkörper angesprengt. Im Bedarfsfall können die Fabry-Perot-Platten durch der Einfachheit halber nicht dargestellte, mittels Spiralfedern verbundene Überwurfkappen gesichert werden. Auf der Innenfläche des Zylindermantels befindet sich eine elektrisch leitfähige Schicht 14.
  • Desgleichen ist die Außenfläche der Stege 1, 2 und 3 mit einer elektrisch gut leitenden Schicht 15 belegt.
  • Die Schichtteile auf den Außenflächen der Stege sind gegeneinander isoliert. Aus Darstellungsgründen ist in F i g. 1 nur der auf dem Steg 1 befindliche Leiterbelag sichtbar.
  • Durch Anlegung unterschiedlicher elektrischer Spannung an die auf den Außenflächen der Stege 1, 2 und 3 befindlichen Schichtteile 15 ist es möglich, zu Justierzwecken unterschiedliche Längenänderungen der Stege und damit eine Veränderung des Keilwinkels zwischen den Fabry-Perot-Platten 12 und 13 herbeizuführen. Außerdem kann durch Anlegung einer gleichen Spannung an alle drei Schichtteile der Abstand der Fabry-Perot-Platten 12 und 13 bei gleichem Keilwinkel verändert werden. Bei geeigne- ten Abmessungen des zylindrischen Hohlkörpers beträgt die Abstandsänderung der Fabry-Perot-Platten ein Vielfaches der Wellenlängen des sichtbaren Spektralbereichs.
  • In F i g. 2 ist auf einem Träger 16 in einer Führung 17 ein Schlitten 18 verschiebbar gelagert, an dem zwei zueinander im wesentlichen parallele und zur Verschiebungsrichtung rechtwinklige Lagerkörperl9 und 20 mit Ausnehmungen 21 und 22 befestigt sind. Ein zylindrischer Hohlkörper 23, wie er nach F i g. 1 beschrieben ist, befindet sich zwischen den Lagerkörpern 19 und 20 und ist mit einem Ende an die Stütze 20 angekittet, derart, daß seine geometrische Achse X-X die Ausnehmungen 21 und 22 in ihren Mitten durchstößt. An das andere Ende des Hohlkörpers 23 ist eine Fabry-Perot-Platte 24 angesprengt, die in der Ausnehmung21 des Lagerkörpers 19 gleiten kann. In einer ebenfalls in ihrer Mitte von der geometrischen Achse X-X durchstoßenen Fassung 25 am Träger 16 befindet sich eine zweite Fabry-Perot-Platte 26, die auf diese Weise starr mit dem Träger verbunden ist. Die Vorrichtung nach F i g. 2 ist als Teil eines Interferometers mit kontinuierlich veränderbarem Dispersionsgebiet zu denken.
  • In F i g. 3 sind mit 27 und 28 zwei erdfreie, elektronisch stabilisierte Hochspannungsquellen bezeichnet, von denen die eine zwei in Reihe geschaltete Potentiometer 29 und 30 und die andere drei parallelgeschaltete Potentiometer 31, 32 und 33 speist.
  • Die elektrisch leitenden Beläge auf der äußeren Mantelfläche sind mit 34, 35 und 36 bezeichnet. Der leitende Belag auf der inneren Mantelfläche ist mit dem Schleifer 39 des Potentiometers 30 verbunden.
  • Das in den Mantel des zylindrischen Hohlkörpers 23 eingelassene Thermoelement 37 beeinflußt über einen Regler 38 das Potentiometer 29.
  • Über die Potentiometer 31, 32 und 33 werden an die Leiterbeläge 34, 35 und 36 Spannungen zur Justierung der Fabry-Perot-Plattenl2, 13 bzw. 24, 26 gelegt. Nach der Justierung wird den Justierspannungen über das Potentiometer 30 eine weitere Spannung, im folgenden als Steuerspannung bezeichnet, überlagert, die die Stege 1, 2, 3 gleichmäßig beeinflußt und eine oder beide Fabry-Perot-Platten verschiebt, ohne den Keilwinkel zwischen ihnen zu ändern. Auf diese Weise werden die zur linearen Erfassung der verschiedenen Interferenzordnungen erforderlichen Abstandsänderungen der Fabry-Perot-Platten erzeugt. Sollen die Interferenzordnungen kontinuierlich registriert werden, so kann der Schleiufer 39 des Potentiometers 30 mit Hilfe eines nicht dargestellten Synchromnotors angetrieben werden.
  • Die Registriergeschwindigkeit ist im Bedarfsfall über ein ebenfalls nicht dargestelltes Wechselgetriebe der Meßaufgabe anpaßbar.
  • Da ein Temperaturgang von Bruchteilen eines Grades bereits keine genauen Messungen zuläßt, ist es erforderlich, entweder die Temperatur des Hohlkörpers 23 zu stabilisieren oder, wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel geschehen, den Temperaturgang zu berücksichtigen. In der berechtigten Annahme, daß der Temperaturgang in jeden Steg des Hohlkörpers der gleiche ist, wurde nur ein Thermoelement 37 vorgesehen, dessen zur Korrektur der thermisch bedingten Längenänderungen erforderliche Regelspannungen über den Regler 38 dem die Steuerspannung in geeigneter Weise ändernden Potentiometer 29 zugeführt werden. Dadurch wird die thermisch bedingte Längenänderung des Hohlkörpers 23 elektrostriktiv kompensiert.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung in Form eines offenen prismatischen Hohlkörpers zur Halterung, Justierung und Verschiebung mindestens einer von zwei nach Fabry-Perot angeordneten optischen Platten auf elekromechanischem Wege, d a d u r c h g e -gekennzeichnet, daß die Mantelfläche des Hohlkörpers(23) Ausnehmungen aufweist, daß an den Enden des Hohlkörpers Ringe (4, 5) und zwischen ihnen in Richtung der Mantellinien verlaufende Stege (1, 2, 3) bestehen, die wesentlich schmaler sind als die Ausnehmungen, daß die Stege innen und außen mit elektrisch leitfähigen Belägen (14, 15) versehen sind, daß die Leiterbeläge auf einer Fläche der Stege miteinander verbunden und auf der anderen Fläche voneinander isoliert sind und daß sich in Verlängerung der Stege am Rande des Hohlkörpers die Auf- lageflächen (6, 7, 8, 9, 10, 11) für die optischen Platten (12, 13) befinden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper als Zylinder ausgebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Ringen (4, 5) in regelmäßigen Abständen drei Stege (1, 2, 3) bestehen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die optischen Platten an den Hohlkörper angesprengt sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen hochempfindlichen Temperaturmesser (37) in der Mantelfläche des Hohlkörpers (23). ~~~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1 119557; Appl. Optics 1 (1962), S. 411 bis 413; J. Scient. Instr. 40 (1963), S. 433 bis 437; Proc of the IRE 50 (1962), S. 1686 und 1687; Rev. Scient. Instr. 33 (1962), S. 601 bis 605; Elektronische Rundschau 1963, S. 185, 186.
DEJ25902A 1964-05-25 1964-05-25 Vorrichtung zur Halterung, Justierung und Verschiebung mindestens einer von zwei nach Fabry-Perot angeordneten optischen Platten Pending DE1203493B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220167B (de) 1964-10-03 1966-06-30 Jenoptik Jena Gmbh Elektrostriktiv abstimmbarer Fabry-Perot-Resonator
DE3244783A1 (de) * 1982-12-03 1984-06-07 Fa. Carl Zeiss, 7920 Heidenheim Verfahren und vorrichtung zur messung der brechzahl von fluessigkeiten und gasen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1119557B (de) 1958-08-30 1961-12-14 Commissariat Energie Atomique Interferometer nach Perot-Fabry mit einstellbarem Plattenabstand

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