DE1203191B - Schraubenklassierer zum Reinigen und Entwaessern von Sand - Google Patents
Schraubenklassierer zum Reinigen und Entwaessern von SandInfo
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Description
- Schraubenklassierer zum Reinigen und Entwässern von Sand Die Erfindung betrifft einen Klassierer zum Reinigen und Entwässern von Sand mit einer schräg ansteigend angeordneten Förderschnecke, der im unteren Bereich das noch abschwemmbare Bestandteile enthaltende Wasser-Sand-Gemisch zugeführt wird, aus dem oberhalb des von dem rücklaufenden Schmutzwasser gebildeten Wasserspiegels gereinigter Sand gewonnen werden kann, und einer zusätzlichen Frischwasserzone, in der der schon abgesetzte Sand von unten mit Frischwasser durchspült wird.
- Bei den Vorrichtungen der vorgenannten Art ist im allgemeinen die Frischwasserzufuhr am Austragende der Schnecke oberhalb des Wasserspiegels vorgesehen. Bei einer solchen Anordnung ergibt sich, daß der schon weitgehend vom Wasser befreite Sand noch einmal aufgelockert wird und in die schon passierten Zonen zurücktreibt. Hieraus resultiert eine nochmalige Waschung. Es wird aber keinerlei Einfluß genommen auf eine Klassierung des Sandes.
- Das Ziel der vorliegenden Erfindung liegt darin, bei dem Reinigen und Entwässern des Sandes sogleich eine Klassierung vorzunehmen und die Möglichkeit zu schaffen, sehr fein regelbar Feinstsandteile unterhalb einer zuvor bestimmbaren Körnung auszuscheiden, indem man lediglich auf die je Zeiteinheit zugeführte Frischwassermenge einwirkt.
- Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird erfindungsgemäß so vorgegangen, daß die Wasserzufuhr für die Frischwasserzone unterhalb des Wasserspiegels erfolgt, daß das Schneckengehäuse zwischen Schmutzwasserzone und Frischwasserzone eine die Schnecke umgebende Trennwand enthält und daß dem Frischwasserzufluß etwa gegenüberliegend ein mit regelbarem Absperrschieber versehener Frischwasserabfluß zum Austragen der feineren Sandteile angeordnet ist.
- Vorzugsweise enthält die Frischwasserzone am Schneckengehäuse ein Düsenaggregat, das sich über etwa 45 bis 90° des Schneckenumfanges erstreckt, eine axiale Länge von etwas mehr als einer Schnekkenganghöhe hat und, entsprechend der durch die Schneckendrehung verschobenen Sandablagerung, gegenüber dem Boden des Schneckengehäuses in Drehrichtung versetzt ist.
- Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und der Zeichnung, in der eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beispielsweise veranschaulicht ist. In der Zeichnung zeigt F i g. 1 eine teilweise aufgebrochen und abgebrochen dargestellte perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Reinigungs- und Entwässerungs-Sandschnecke und F i g. 2 einen Schnitt gemäß der Schnittlinie II-II der F i g. 1.
- Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung besteht aus dem eigentlichen Schneckengehäuse 1 von muldenförmiger Gestalt, welches die Förderschnecke 2 aufnimmt. Die Schnecke 2 ist schräg ansteigend angeordnet. Der Antrieb der Schnecke ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Er befindet sich in dem oberen Abschnitt des Schneckengehäuses 1, in dem sich auch die Abgabeöffnung für den gereinigten Sand befindet.
- Der untere Teil des Schneckengehäuses 1 ist als Wanne 3 ausgebildet, deren oberer Rand sich entsprechend dem dort einstellenden Schmutzwasserspiegel horizontal ausgerichtet ist.
- In der Wanne 3 wird das zu reinigende und zu entwässernde Wasser-Sand-Gemisch wahlweise oberhalb oder unterhalb des in der Wanne vorhandenen Wasserspiegels zugeführt. Durch die Drehung der Schnecke 2, welche von unten nach oben fördernd angetrieben wird, bewegt sich der im Wasser-Sand-Gemisch enthaltene Sandanteil nach oben in den muldenförmigen Gehäuseteil 1, wo er mit etwa 20°/o Schmutzwassergehalt abgenommen werden kann. Das aus dem Wasser-Sand-Gemisch abgesonderte Schmutzwasser strömt in der Wanne am Abflußstutzen 4 wieder ab. In der Wanne 3 angeordnete Vertikalbleche 5 sorgen für eine Beruhigung der Wasseroberfläche. Ein Schieber 6 ermöglicht die Einstellung der Höhe des Wasserspiegels. Zum Schutz der bedienenden Personen ist der muldenförmige Teil des Gehäuses 1 und die Wanne 3 mit einem Schutzgitter 7 od. dgl. abgedeckt.
- Die vorstehend beschriebene Sandentwässerungsschnecke ist an sich bekannt. Das Neue liegt nun darin, daß mit geringstem Aufwand eine Vorkehrung getroffen wird, die es ermöglicht, mit der gleichen Entwässerungsschnecke einen Sand mit noch größerem Reinheitsgehalt zu gewinnen und gegebenenfalls auch noch eine weitere Klassierung des Sandes zu ermöglichen.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung ist in der Nähe des Schmutzwasserspiegels in dem Schneckengehäuse eine senkrecht zur Schneckenachse ausgerichtete Trennwand 8 vorgesehen, die in ihrer Mitte eine dem Querschnitt der Schnecke angepaßte Öffnung 9 aufweist. Unmittelbar hinter dieser Trennwand 8 befindet sich am Boden des muldenförmigen Gehäuses 1 ein Düsenaggregat 10, dem über einen Anschlußstutzen 11 Frischwasser mit regelbarem Druck zugeführt werden kann.
- Entsprechend der durch die Schneckendrehung verschobenen Sandablagerung (s. F i g. 2) ist das Düsenaggregat 10 in Drehrichtung der Schnecke gegenüber dem Boden des Schneckengehäuses 1 versetzt. Die axiale Länge des Düsenaggregates ist nicht sonderlich kritisch; es hat sich aber in der Praxis eine Länge von 11/z Ganghöhe der Schnecke als zweckmäßig erwiesen. In einfachster Ausführungsform ist das Düsenaggregat ein Blech mit einer Vielzahl, z. B. 40 bis 50, Bohrungen in einer Größe von etwa 6 mm.
- Die Trennwand 8 verhindert, daß das Schmutzwasser in der Wanne 3 mit dem bei 11 zugeführten Frischwasser vermischt wird. Das von unten in der Sandablagerung aufströmende Frischwasser führt die noch vorhandenen, abschwemmbaren Bestandteile und auch je nach der Einstellung des Wasserdruckes am Anschlußstutzen 11 Feinstsand mit sich fort, so daß man durch Einregeln des Wasserdruckes die Körnungsgrenzen des am oberen Ende des Schneckengehäuses 1 abgeführten Sandes sehr genau einstellen kann.
- Vorzugsweise ist gegenüber dem Frischwasserzufluß 11 ein Frischwasserabfluß 12 vorgesehen, dem ein regelbarer Absperrschieber 13 zugeordnet ist. Der Schieber 13 ermöglicht eine sehr genaue Regelung des abfließenden Frischwassers, aus dem je nach Ein-Stellung der »Frischwasser«-Spiegelhöhe und des Druckgefälles mehr oder weniger Feinstsandteile wiedergewonnen werden können.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Schraubenklassierer zum Reinigen und Entwässern von Sand mit einer schräg ansteigend angeordneten Förderschnecke, der im unteren Bereich das noch abschwemmbare Bestandteile enthaltende Wasser-Sand-Gemisch zugeführt wird, aus dem oberhalb des von dem rücklaufenden Schmutzwasser gebildeten Wasserspiegels gereinigter Sand gewonnen werden kann, und einer zusätzlichen Frischwasserzone, in der der schon abgesetzte Sand von unten mit Frischwasser durchspült wird, dadurch gekennzeichn e t, daß die Wasserzuleitung (11) für die Frischwasserzone unterhalb des Wasserspiegels angeordnet ist, daß das Schneckengehäuse (1) zwischen Schmutzwasserzone und Frischwasserzone eine die Schnecke umgebende Trennwand (8) enthält und daß dem Frischwasserzufluß (11) etwa gegenüberliegend ein mit regelbarem Absperrschieber versehener Frischwasserabfluß (12) zum Austragen der feineren Sandteile angeordnet ist.
- 2. Schraubenklassierer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Frischwasserzone am Schneckengehäuse (1) ein Düsenaggregat (10) enthält, das sich über etwa 45 bis 90° des Schneckenumfanges erstreckt, eine axiale Länge von etwas mehr als einer Schneckenganghöhe hat und entsprechend der durch die Schneckendrehung verschobenen Sandablagerung gegenüber dem Boden des Schneckengehäuses in Drehrichtung versetzt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr.1984 362, 2 460 801.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM59840A DE1203191B (de) | 1964-02-07 | 1964-02-07 | Schraubenklassierer zum Reinigen und Entwaessern von Sand |
| FR4648A FR1424132A (fr) | 1964-02-07 | 1965-02-06 | Appareil pour l'épuration et l'assèchement du sable |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM59840A DE1203191B (de) | 1964-02-07 | 1964-02-07 | Schraubenklassierer zum Reinigen und Entwaessern von Sand |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1203191B true DE1203191B (de) | 1965-10-21 |
Family
ID=7309639
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM59840A Pending DE1203191B (de) | 1964-02-07 | 1964-02-07 | Schraubenklassierer zum Reinigen und Entwaessern von Sand |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1203191B (de) |
| FR (1) | FR1424132A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2617372A1 (de) * | 1975-05-02 | 1976-11-11 | Geb Hilsheimer Ingeborg Held | Maschine zum ausscheiden von verunreinigungen aus koernigen stoffen |
| EP1025907A1 (de) * | 1999-02-05 | 2000-08-09 | Werkstoff + Funktion Grimmel Wassertechnik GmbH | Wäscher zum Abtrennen feiner Stoffe von groben Bestandteilen mittels einer Flüssigkeit |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1984362A (en) * | 1931-07-01 | 1934-12-18 | Colorado Iron Works Co | Ore classifier |
| US2460801A (en) * | 1944-04-21 | 1949-02-08 | Colorado Iron Works Co | Method and means for hindered settling classification |
-
1964
- 1964-02-07 DE DEM59840A patent/DE1203191B/de active Pending
-
1965
- 1965-02-06 FR FR4648A patent/FR1424132A/fr not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1984362A (en) * | 1931-07-01 | 1934-12-18 | Colorado Iron Works Co | Ore classifier |
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| EP1025907A1 (de) * | 1999-02-05 | 2000-08-09 | Werkstoff + Funktion Grimmel Wassertechnik GmbH | Wäscher zum Abtrennen feiner Stoffe von groben Bestandteilen mittels einer Flüssigkeit |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1424132A (fr) | 1966-01-07 |
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