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Antriebsvorrichtung für Tonbandgeräte Die Erfindung bezieht sich auf
eine Antriebsvorrichtung für ein Tonaufnahme- und Wiedergabegerät mit bandförmigem
Tonträger, dessen Aufwickelspule auf einen Aufwickelspulenträger aufsetzbar ist,
der über eine Reibungskupplung mit einer koaxialen Antriebsscheibe in antriebsmäßiger
Verbindung steht, und bei der parallel zur Drehachse des Aufwickelspulenträgers
eine mit konstanter Drehzahl laufende Antriebswelle vorgesehen ist, die über Antriebsverbindungen
die Aufwickelspule sowohl mit einer normalen Betriebsdrehzahl als auch mit einer
höheren Drehzahl antreiben kann, wobei die Antriebsverbindung für die höhere Drehzahl
ein zwischen der Antriebswelle und dem Aufwickelspulenträger in einer verschwenkbaren
Unterstützung frei drehbar gelagertes Reibrad aufweist, das über eine Betätigungseinrichtung
gleichzeitig in Eingriff mit der Antriebswelle und den Aufwickelspulenträger gebracht
werden kann.
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Antriebsvorrichtungen dieser Art sind bereits bekannt. So ist beispielsweise
eine Antriebsvorrichtung mit zwei axial einstellbaren Reibrädern bekannt, welche
durch einen Drehnocken steuerbar sind und von denen jeweils eines mit jedem Spulenträger
zusammenwirkt. Dabei sind zwei Antriebsmotore vorgesehen. Eine Geschwindigkeitsänderung
kann dabei entweder durch Einwirkung des Steuernockens oder durch die Änderung der
Motorbetriebsspannungen erfolgen.
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Ferner ist bereits eine Antriebsvorrichtung bekannt, bei welcher die
Antriebsscheibe der Aufwickelspule während des normalen Betriebes über die Tonwelle
mit Hilfe eines Riementriebes angetrieben wird. Zum schnellen Vorlauf ist der Aufwickelspulenträger
durch ein Reibrad unmittelbar mit der Antriebswelle bzw. dem auf dieser Welle drehfest
angeordneten Reibrad verbunden. Bei dieser bekannten Anordnung erfolgt der Antrieb
der Tonwelle seinerseits über einen Keilriemen. Es hat sich in der Praxis gezeigt,
daß derartige Keilriemenantriebe auf die Dauer keinen zuverlässigen und gleichmäßigen
Antrieb gewährleisten, insbesondere dann nicht, wenn Teile des Getriebes verschwenkbar
gelagert sind. Dies beruht darauf, daß die Keilriemen während der Dauer des Betriebes
einer natürlichen Abnutzung unterliegen und außerdem in ihrer Spannung ermüden,
so daß mit der Zeit ein beträchtlicher Schlupf auftreten kann. Außerdem besteht
die Gefahr, daß ein Keilriemen bei der engen Anordnung und der Kleinheit der Keilriemenräder
leicht aus seinen Rädern herausspringt.
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Es ist auch schon eine Einrichtung zum Umschalten der Tonbandlaufgeschwindigkeit
bei Geräten dieser Art bekannt, bei welcher zum Umschalten der Geschwindigkeit ein
axial verschiebbares Reibrad dient, das mit der gestuften Antriebswelle und dem
Schwungrad des Antriebes in Reinigungseingriff gebracht werden kann. Bei dieser
bekannten Anordnung wirkt wiederum das Reibrad zwischen Antriebswelle und dem Schwungrad.
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Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art ist ohne komplizierte Sicherheitsmaßnahmen
eine unabhängige Umschaltung aller möglichen Antriebsgeschwindigkeiten nicht möglich.
So ist es beispielsweise bei der einen der obengenannten bekannten Vorrichtung nicht
möglich, beispielsweise die Umschaltung von schnellen Rücklauf auf schnellen Vorlauf
durch Betätigung des entsprechenden Handhebels vorzunehmen, ohne daß dabei eine
weitere Betriebsstellung, beispielsweise die Stellung für normalen Vorlauf sowie
die vorgesehene Nullstellung, durchlaufen wird.
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Um a11 diese Nachteile der bekannten verschiedenartigsten Vorrichtungen
dieser Art zu vermeiden, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das Reibrad in
Richtung seiner Drehachse zwischen einer unteren Stellung, in der es zum normalen
Antrieb der Aufwickelspule an der Antriebsscheibe angreift, und einer oberen Stellung,
in der es zum Antrieb mit hoher Drehzahl an dem Aufwickelspulenträger angreift,
mittels der Betätigungseinrichtung wahlweise verschiebbar und in den beiden Stellungen
mit
der Antriebswelle und nur mit der Antriebsscheibe oder mit dem
Aufwickelspulenträger in Reibeingriff verbringbar ist. Vorzugsweise ist dabei das
Reibrad in einer schwenkbaren längs der Reibradachse axial verschiebbaren Unterstützung
gelagert, und die Betätigungseinrichtung weist ein durch einen Handgriff längsverschiebbares
und verschwenkbares Element mit einer an der Unterstützung angreifenden schrägen
Steuerfläche auf, und der Handgriff ist aus einer Mittelstellung wahlweise direkt
in eine von drei Stellungen verschiebbar, von denen die erste dem schnellen Rücklauf
des Abwickelspulenträgers, die zweite dem normalen Vorlauf des Aufwickelspulenträgers
und die dritte dem schnellen Vorlauf des Aufwickelspulenträgers entspricht.
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Mit der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung kann auf einfache Weise
jede beliebige Geschwindigkeitseinstellung vorgenommen werden, ohne daß dabei zwischendurch
eine andere mögliche Geschwindigkeitsstellung durchlaufen werden muß. Die erfindungsgemäße
Maßnahme erlaubt auch einen sehr einfachen und gedrungenen Aufbau. Die vorgesehene
Antriebsart verringert die Reibung auf ein Minimum und sowohl die Antriebsleistung
wird damit besser ausgenutzt, als auch die Einstellung und Umschaltung ist mit weniger
Kraftaufwand möglich. Auch die Abnutzung der Teile wird verringert, da bei der einen
Geschwindigkeit jeweils der Antrieb für die andere Geschwindigkeit abgekuppelt ist.
Auch die Lebensdauer der erfindungsgemäß aufgebauten Geräte ist damit größer.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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F i g. 1 zeigt im Grundriß ein erfindungsgemäßes Gerät, dessen Teile
sich im Ruhezustand befinden; F i g. 2 zeigt im Grundriß das gleiche Gerät, wobei
die Stellung der Teile dem Betriebszustand während der Aufnahme oder Wiedergabe
entspricht; F i g. 3 zeigt die Teile des Geräts in ihrer Stellung für den schnellen
Vorlauf des Magnetbandes; F i g. 4 ist ein Grundriß, der die Teile in ihrer Stellung
während des schnellen Zurückspulens des Magnetbandes zeigt; F i g. 5 ist eine Ansicht
der Rückseite des Geräts, wobei die Teile eine Stellung entsprechend F i g. 4 einnehmen;
F i g. 6 zeigt in einer Rückansicht einige der aus F i g. 5 ersichtlichen Teile
in ihrer Stellung entsprechend F i g. 2.
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Gemäß den Zeichnungen umfaßt das Gerät eine Grundplatte 1, an deren
Unterseite ein mit konstanter Drehzahl laufender Elektromotor 2 aufgehängt ist,
dessen Welle 3 senkrecht nach oben ragt und oberhalb der Grundplatte 1 eine Reibrolle
4 trägt.
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Auf ortsfesten senkrechten Lagerbolzen 5 und 6 an der Grundplatte
1, die auf entgegengesetzten Seiten der Motorwelle 3 angeordnet sind, sind zwei
einander ähnelnde Hebel ? und 8 gelagert, und in annähernd in der Mitte dieser Hebel
vorgesehenen Lagern sind zwei senkrechte Wellen 9 und 10 drehbar gelagert. Die im
folgenden als Vorratsspulenwelle bezeichnete Welle 9 trägt eine Scheibe 11, auf
der ein ebenfalls auf das obere Ende der Welle 9 aufgeschobener Vorratsspulenträger
12 ruht, wobei zwischen der Scheibe 11 und dem Spulenträger 12 eine Reibscheibe
13 aus Filz od. dgl. angeordnet ist. Mit der im folgenden als Aufspulwelle bezeichneten
Welle 10 ist eine Scheibe 14 verbunden, auf der ein ebenfalls auf das obere Ende
der Welle 10
aufgeschobener Träger 15 für die Aufwickelspule ruht, wobei gemäß
F i g. 1 zwischen der Scheibe 14 und dem Spulenträger 15 eine Reibscheibe 16 aus
Filz od. dgl. angeordnet ist. Die Scheibe 14 hat etwa den gleichen Durchmesser
wie der Träger 15 für die Aufwickelspule, und sie bildet die weiter oben
erwähnte Antriebsscheibe.
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Eine Stange 17 erstreckt sich in der Querrichtung über die Grundplatte
1. Diese Stange ist nahe ihren Enden mit Langlöchern 18 und 19 versehen, die Stifte
20 und 21 an den freien Enden der beiden Hebel 7 und 8 aufnehmen; Zugfedern 22 und
23 verbinden geeignete Verankerungspunkte an der Grundplatte 1 mit den Hebeln 7
und 8 und spannen diese Hebel um ihre Lagerungen 5 und 6 in Richtung aufeinander
zu vor, so daß die Stifte 20 und 21 an den einander am nächsten benachbarten Enden
der beiden Schlitze 18 und 19 angreifen.
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Auf einem von der Grundplatte 1 aus nach oben ragenden ortsfesten
senkrechten Säulenteil 24 ist ein Bügelteil 25 so angeordnet, daß es sich sowohl
nach oben und unten verschieben läßt als auch Drehbewegungen ausführen kann; an
der Unterseite des Endes des oberen Schenkels des Bügelteils 25 ist ein Reibrad
26 so gelagert, daß es sich um eine senkrechte Achse und in einer Ebene drehen kann,
die im wesentlichen mit derjenigen Ebene zusammenfällt, welche die Achsen der Motorwelle
3 und der Spulenträgerwellen 9 und 10 enthält.
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Wenn das Bügelteil 25 seine obere Stellung einnimmt, liegt
das Reibrad 26 in der Drehebene des Trägers 15 für die Aufwickelspule, und wenn
sich das Bügelteil in seiner unteren Stellung befindet, liegt das Reibrad 26 in
der Drehebene der Antriebsscheibe 14.
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Eine das Bügelteil 25 mit einem Verankerungspunkt auf der Grundplatte
1 verbindende Feder 27 spannt das Bügelteil mit dem Reibrad 26 nach unten und in
Richtung auf die Reibrolle 4 auf der Motorwelle 3 vor.
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Ferner ist ein Verbindungsstück 28 vorgesehen, das auf der Grundplatte
1 gleitend beweglich ist; das Verbindungsstück 28 weist einen Schlitz 29 auf, mit
dem es an dem Säulenteil 24 angreift, so daß das betreffende Ende des Verbindungsstücks
geführt ist; an dem dem Säulenteil 24 benachbarten Ende des Verbindungsstücks ist
eine geneigte Rampe 30 ausgebildet, die gemäß F i g. 5 und 6 an der Unterseite
des unteren Schenkels 31 des Bügelteils 25 angreifen kann, um das Reibrad 26 nach
oben oder unten zu bewegen, wenn das Verbindungsstück 28 auf eine noch zu beschreibende
Weise allgemein in Richtung seiner Längsachse in der einen oder anderen Richtung
bewegt wird.
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Über den vorderen Teil der Grundplatte 1 erstreckt sich parallel zu
der Grundplatte und in einem Abstand oberhalb derselben eine ortsfeste Brückenplatte
32 (F i g. 1), in der in geeigneten ortsfesten Lagern eine senkrechte Tonwelle 33
(F i g. 1) gelagert ist, die sich nach oben durch die Brückenplatte 32 erstreckt
und unterhalb der Brückenplatte eine Schwungscheibe 34 trägt. Ein weiteres Reibrad
35 ist oberhalb der Grundplatte 1 so gelagert, daß es eine Antriebsverbindung zwischen
der Reibrolle 4 auf der Motorwelle 3 und der Umfangsfläche der
Schwungscheibe
34 herstellen kann, um die Tonwelle 33 mit konstanter Drehzahl anzutreiben.
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Auf dem Brückenteil 32 sind Magnettonköpfe 36 und 37 bekannter Konstruktion
sowie ortsfeste Führungsstifte 38, 39 und 40 angeordnet, welch letztere zum Führen
der Tonbandschleife 41 dienen, die sich zwischen den Bandspulen (nicht dargestellt)
auf den Spulenträgern 12 und 15 erstreckt und an den Köpfen 36 und 37 sowie der
Tonwelle 33 vorbeiläuft.
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Das Brückenteil 32 trägt ferner einen bei 43 drehbar gelagerten Rahmen
42 als Unterstützung für eine nachgiebig angeordnete Andruckrolle 44 aus Gummi od.
dgl.
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In der Unterseite des Rahmenteils 42 ist ein langgestreckter Schlitz
46 ausgebildet, in den ein Stift 45
hineinragt, der an einer Stange
47 befestigt ist und von dieser aus nach oben vorspringt; die Stange 47 ist so angeordnet,
daß sie sich in der Längsrichtung verschieben läßt und in einer waagerechten Ebene
begrenzte Schwenkbewegungen um den ortsfesten Lagerbolzen 43 des Rahmens 42 ausführen
kann, wobei der Lagerbolzen 43 in einen weiteren Längsschlitz 49 der Stange 47 eingreift.
Die Schwenkbewegungen der Stange 47 bewirken über den Stift 45 und den Schlitz 46
eine Bewegung des Rahmens 42 um seinen Lagerbolzen 43, und zwar entweder
in einer solchen Richtung, daß die Rolle 44 gegen das Tonband 41 gedrückt
wird, um es durch die Tonwelle 33 transportieren zu lassen, oder in der umgekehrten
Richtung, um den Antrieb des Tonbandes durch die Tonwelle zu unterbrechen.
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Es sind mit der Hand zu betätigende Mittel vorgesehen, um die erforderlichen
Bewegungen der Stange 17, des Verbindungsstücks 28 und der Stange
47 hervorzurufen. Diese Mittel umfassen einen flachen Hebel 50, der sich
längs der Unterseite des Brückenteils 32 und von dort aus über die Grundplatte 1
hinweg erstreckt und sowohl in der Längsrichtung bewegt als auch geschwenkt werden
kann.
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An einem Ende des Hebels 50 ist ein nach oben ragender Stift 51 befestigt,
der durch den Benutzer des Geräts mit der Hand betätigt werden kann und bei seiner
Bewegung jeweils durch einen von drei Schenkeln 52, 53 und 54 eines T-förmigen Schlitzes
in dem Brückenteil 32 geführt wird. Die bereits beschriebene Stange 47 ist
an dem Hebel 50 gleichachsig mit dem Stift 51 angelenkt.
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Der Hebel 50 ist annähernd in der Mitte zwischen seinen Enden
gelenkig mit dem freien Ende des Verbindungsstücks 28 verbunden, und zwar durch
einen Stift 55, der durch einen Schlitz 56 in der Grundplatte 1 geführt wird,
welcher allgemein in Richtung der Längsachse des Hebels 50 verläuft.
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Das freie Ende des Hebels 50 ist mit einem Schlitz 57 versehen, dessen
größerer Teil sich in Richtung der Längsachse des Hebels erstreckt, während sein
dem Stift 55 an dem Hebel 50 benachbartes Ende in der in F i g. 1 bei 58
gezeigten Weise gegenüber dem Hauptteil des Schlitzes versetzt ist und sich parallel
zu dem Hauptteil erstreckt. Der Schlitz 57, 58 arbeitet mit einem am Ende der Stange
17 urgebrachten Stift 59 zusammen.
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Nachstehend ist die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Anordnung beschrieben.
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Wenn sich der mit der Hand zu betätigende Stift il an dem Hebel
50 an der Verbindungsstelle der frei Schenkel 52, 53 und 54 des T-förmigen
Schlitzes befindet, wie es in F i g. 1 gezeigt ist, befindet sich das Gerät im Ruhezustand.
Hierbei wird der Rahmen 42 durch den Stift 45, der in den Schlitz 46 in der mit
dem Stift 51 verbundenen Stange 47 eingreift, in der aus F i g. 1 ersichtlichen
Stellung gehalten, bei der die Andruckrolle 44 von dem Tonband 41 und der Tonwelle
33 abgehoben ist.
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Der den Hebel 50 mit der Verbindungsstange 28
verbindende
Stift 55 befindet sich an einem Ende des Schlitzes 56 in der Grundplatte 1, d. h.
gemäß den Zeichnungen im unteren Ende des Schlitzes, wobei die Verbindungsstange
28 so festgehalten wird, daß die Rampe 30 am unteren Schenkel 31 (F i g.
5) des Bügelteils 25 angreift, wobei das Bügelteil zusammen mit dem Reibrad 26 in
seiner oberen Stellung gehalten wird, bei der sich das Reibrad 26 in der Drehebene
des auf der Antriebsscheibe 14 ruhenden Trägers 15 für die Aufwickelspule befindet.
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Der Stift 59 auf der Stange 17 greift in den größeren
Längsabschnitt des Schlitzes 57 in dem Hebel 50 ein, so daß die Stange 17 in ihrer
aus F i g. 1 ersichtlichen mittleren Stellung gehalten wird, bei der die einander
benachbarten inneren Enden der Schlitze 18 und 19 in dieser Stange als Anschläge
für die Stifte 20 und 21 an den unter Federspannung stehenden, die
Spulenträger unterstützenden Hebel 7 und 8 wirken, wobei der Träger
12 für die Vorratsspule außer Antriebsberührung mit der Reibrolle 4 der Motorwelle
3 gehalten wird, während der Träger 15 für die Aufwickelspule und die drehbare Antriebsscheibe
14 in einer Stellung gehalten werden, bei der keine Antriebsverbindung zwischen
dem Aufwickelspulenträger 15, dem Reibrad 26 und der Reibrolle 4 auf der Motorwelle
3 besteht.
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Um den Aufnahme- oder Wiedergabevorgang einzuleiten, wird der Stift
51 in den Schaftabschnitt 52
des T-förmigen Schlitzes hinein bewegt,
d. h. aus seiner Stellung nach F i g. 1 in die in F i g. 2 gezeigte Stellung.
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Hierbei bewegt sich der Hebel 50 gemäß F i g. 2 geradlinig
nach oben.
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Der Stift 55 an dem Hebel 50 bewegt sich
zum oberen Ende des Schlitzes 56 in der Grundplatte 1, und die durch Verbindungsstange
28 übertragene Schubkraft bewirkt, daß die Rampe 30 von der Unterseite des
unteren Schenkels des Bügelteils 25 weg bewegt wird, und sich das Reibrad 26 damit
nach unten in die Drehebene der Antriebsscheibe 14 bewegt.
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Wenn der Hebel 50 gemäß F i g. 2 in seine oberste Stellung gelangt,
greift der seitlich versetzte Teil 58 des Schlitzes 57 in diesem Hebel
an dem Stift 59 der Stange 17 an, so daß diese Stange in Richtung ihrer Längsachse
geschoben wird, d. h. aus ihrer Stellung gemäß F i g. 1 nach links in die aus F
i g. 2 ersichtliche Stellung, bei der der Vorratsspulenträger 12 noch weiter
von der Reibrolle 4 der Motorwelle 3 entfernt ist; diese Bewegung erfolgt
entgegen der Zugkraft der Feder 22, die an dem das Lager für die Vorratsspule tragenden
drehbaren Hebel 7 angreift; gleichzeitig wird das den Aufwickelspulenträger 15 und
die drehbare Antriebsscheibe 14 umfassende Aggregat auf die Motorwelle 3 zu bewegt,
wobei der Umfang der Antriebsscheibe 14 in Berührung mit dem Reibrad 26 und das
Reibrad 26 in Berührung mit der Reibrolle 4 auf der Motorwelle 3 kommt, so daß die
Antriebsscheibe 14 nunmehr gedreht wird.
Die Aufwärtsbewegung des
Stiftes 51 nach F i g. 2 bewirkt außerdem eine Schwenkbewegung der Stange
47, und der Rahmen 42 wird infolge des Eingreifens des Stiftes 45
in den Schlitz 46 derart geschwenkt, daß die Andruckrolle 44 das Tonband 41 gegen
die Tonwelle 33 drückt, die jetzt von der Motorwelle aus über das andere Reibrad
35 und die Schwungscheibe 34 auf der Tonwelle angetrieben wird.
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Während des Aufnahme- oder Wiedergabevorgangs befinden sich die Teile
in der aus F i g. 2 ersichtlichen Stellung, und das Tonband wird durch die Zugkraft
zwischen der Tonwelle 33 und der Andruckrolle 44 von der auf dem Spulenträger 12
befindlichen Vorratsspule abgezogen und auf die Aufwickelspule auf dem Spulenträger
15 aufgespult, da der Spulenträger 15 durch die Antriebsscheibe 14 angetrieben wird,
deren Antrieb von der Reibrolle 4 auf der Motorwelle 3 aus über das jetzt seine
untere Stellung einnehmende Reibrad 26 erfolgt, wobei der Antrieb zwischen der Antriebsscheibe
14 und dem Aufwickelspulenträger 15 durch die Reibungs- bzw. Rutschkupplungsscheibe
16 zwischen diesen beiden Teilen vermittelt wird, so daß sich die Umlaufgeschwindigkeit
der Aufwickelspule der Laufgeschwindigkeit des Tonbandes 41 anpassen kann, die sich
nach der Drehzahl der Tonwelle 33 richtet.
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Um das Tonband schnell vorlaufen zu lassen und es auf die Spule auf
dem Spulenträger 15 aufzuwickeln, wird der Stifte 51 zuerst in seine Stellung nach
F i g. 1 an der Verbindungsstelle zwischen den drei Schenkeln 52, 53 und 54 des
T-förmigen Schlitzes zurückgeführt, so daß die Teile ihre schon beschriebene Ruhestellung
einnehmen; hierbei wird die Verbindungsstange 28 so bewegt, daß die Rampe
30 wieder unter dem Bügelteil 25 liegt, und das Reibrad 26 wird wieder
gehoben, so daß es sich in der Drehebene des Spulenträgers 15 befindet. Hierauf
wird der Stift 51 in den Schenkel 54 des T-förmigen Schlitzes hinein bewegt, d.
h. gemäß F i g. 3 nach rechts.
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Hierdurch wird der Hebel 50 in der Querrichtung um die Achse des Stiftes
55 geschwenkt, der sich jetzt am unteren Ende des Schlitzes 56 in der Grundplatte
1 befindet. Diese Bewegung wirkt sich nicht auf die Verbindungsstange 28 aus, so
daß das Reibrad 26 seine obere Stellung beibehält. Da der Schlitz 57 des Hebels
50 mit dem Stift auf der Stange 17 zusammenarbeitet, wird diese Stange so bewegt,
daß der Umfang des Aufwickelspulenträgers 15 in Berührung mit dem Reibrad 26 und
das Reibrad in Berührung mit der Reibrolle 4 auf der Motorwelle 3 gebracht wird.
Die mit dem Stift 51 verbundene Stange 47 bewegt sich zusammen mit dem Stift allgemein
in Richtung der Längsachse der Stange 47, wobei der Stift 45 in dem Schlitz
46 gleitet, so daß der Rahmen 42 seine Stellung nicht verändert und die Andruckrolle
44 von der Tonwelle 33 abgehoben bleibt.
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Unter diesen Umständen wird der Aufwickelspulenträger 15 relativ zu
der darunter befindlichen drehbaren Antriebsscheibe 14 unmittelbar über das Reibrad
26 und die Reibrolle 4 angetrieben, so daß das Tonband schnell von der Vorratsspule
12 auf die Aufnahmespule auf dem Spulenträger 15 überführt bzw. umgespult wird.
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Um das Tonband 41 schnell von der Aufwickelspule auf die Vorratsspule
auf dem Spulenträger 12 zurückzuspulen, wird der Stift 51 zuerst in seine Stellung
an der Verbindungsstelle der Schenkel des T-förmigen Schlitzes gebracht, so daß
die Teile wieder die Ruhestellung nach F i g. 1 einnehmen; dann bewegt man den Stift
in den Schenkel 53 des T-förmigen Schlitzes hinein, d. h. gemäß F i g. 4 nach links.
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Wiederum wird hierbei der Hebel 50 geschwenkt, ohne jedoch die Verbindungsstange
28 zu beeinflussen, so daß das Reibrad 26 seine obere Stellung beibehält, und wiederum
wird der Rahmen 42 nicht bewegt, so daß die Andruckrolle 44 von dem Tonband 41 und
der Tonwelle 33 abgehoben bleibt.
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Die Stange 17 wird jedoch entgegengesetzt zu der vorstehend erwähnten
Bewegung bewegt, d. h. gemäß F i g. 4 nach rechts, da der Stift 59 in den Schlitz
57 des Hebels 50 eingreift.
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Der Vorratsspulenträger 12 kann sich somit infolge der Zugkraft der
Feder 22, die auf den Hebel 7 wirkt, so bewegen, daß seine Umfangsfläche in unmittelbare
Berührung mit der Reibrolle 4 auf der Motorwelle 3 kommt; hierbei bewegt sich das
die Antriebsscheibe 14 und den Aufwickelspulenträger 15 umfassende
Aggregat weiter von der Motorwelle 3
weg, so daß keine Antriebsverbindung
zwischen diesem Aggregat, dem Reibrad 26 und der Reibrolle 4 auf der Motorwelle
3 besteht.
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Nunmehr wird das Tonband von der auf dem Spulenträger 15 befindlichen
Spule abgezogen und schnell auf die Spule auf dem Vorratsspulenträger 12 aufgespult,
da letzterer unmittelbar durch die Reibrolle 4 auf der Motorwelle 3 angetrieben
wird.
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Das schnelle Aufspulen des Tonbandes auf die Vorratsspule oder auf
die Aufwickelspule wird dadurch beendet, daß man den Stift 51 in seine Stellung
an dem Verbindungspunkt zwischen den drei Schenkeln des T-förmigen Schlitzes zurückführt,
d. h. dadurch, daß man die Teile des Geräts in ihre Ruhestellung bringt.