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DE1202307B - Einrichtung zur Falschlaeuferanzeige in selbst-taetigen Ablaufstellwerken - Google Patents

Einrichtung zur Falschlaeuferanzeige in selbst-taetigen Ablaufstellwerken

Info

Publication number
DE1202307B
DE1202307B DE1961ST018008 DEST018008A DE1202307B DE 1202307 B DE1202307 B DE 1202307B DE 1961ST018008 DE1961ST018008 DE 1961ST018008 DE ST018008 A DEST018008 A DE ST018008A DE 1202307 B DE1202307 B DE 1202307B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wrong
relay
switch
runner
track
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1961ST018008
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Schmitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Elektrik Lorenz AG filed Critical Standard Elektrik Lorenz AG
Priority to DE1961ST018008 priority Critical patent/DE1202307B/de
Publication of DE1202307B publication Critical patent/DE1202307B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L17/00Switching systems for classification yards

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Falschläuferanzeige in selbsttätigen Ablaufstellwerken Die Erfindung befaßt sich mit Einrichtungen zur Falschläuferanzeige in selbsttätigen Ablaufstellwerken, bei denen das Fortschalten und Löschen der mittels Auswahl von Coderelais gespeicherten Fahrweg-Stellaufträge von Staffel zu Staffel von den ablaufenden Wagen abhängig ist und beim Auftreten eines Falschläufers selbsttätig dasjenige Gleis angezeigt wird, in das der falschlaufende Wagen geleitet wurde.
  • Bei den zur Zeit üblichen selbsttätigen Ablaufstellwerken dieser Art wird der den ablaufenden Wagen zugeordnete Fahrweg-Stellauftrag erst dann für einen nachfolgenden Wagen von Staffel zu Staffel weitergegeben, wenn der vorauslaufende Wagen die Wirkzone der dem Nachläufer in Ablaufrichtung folgenden Staffel verlassen hat. Der in einer Staffel eingespeicherte Auftrag muß spätestens mit dem Freifahren der zugehörigen Wirkzone gelöscht werden, um zu verhindern, daß durch die nicht gelöschte Stellauftragsspeicherung eines Falschläufers die nachfolgenden Wagen falschgeleitet werden. Unter »Falschläufer« ist hierbei eine Wagengruppe verstanden, die eine Wirkzone befährt, bevor ihr Vorläufer diese verlassen hat.
  • Es sind Systeme von selbsttätigen Ablaufstellwerken bekanntgeworden, die beim Auftreten von Falschläufern dem Bedienenden anzeigen, in welches Gleis ein Falschläufer geleitet wurde. Damit allein ist jedoch dem Wärter des Stellwerks nicht gedient; er verlangt zusätzlich zu wissen, in welches Gleis der betreffende Falschläufer eigentlich geleitet werden sollte. Es muß nämlich dafür gesorgt werden, daß diese Wagengruppe aus dem Gleis, in das sie falsch gelaufen ist, herausgeholt und in das Gleis ihrer Laufbestimmung überstellt wird.
  • Aus einer anderen bekannten Schaltung für Ablaufanlagen mit selbsttätiger Weichensteuerung, in der bei zu geringer Geschwindigkeit des Vorläufers die selbsttätige Löschung des Fahrweg-Stellauftrags für den Nachläufer vor der Weitergabe dieses Auftrags vorgenommen wird, sind Möglichkeiten zur Anzeige des Ist-Gleises eines Falschläufers bekanntgeworden. Diese Anzeige wird in der bekannten Schaltung jedoch nur in derjenigen Weichenstaffel vorgenommen, in der festgestellt wird, daß der Vorläufer eine zu geringe Geschwindigkeit hat.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, nicht nur anzuzeigen, in welches Gleis ein Falschläufer gelaufen ist, sondern auch das Gleis anzuzeigen, in das der Wagen eigentlich laufen sollte, um dem Wärter in einfacher Weise zu ermöglichen, den Falschläufer in sein vorbestimmtes Gleis umzurangieren. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zum Speichern der Falschläuferanzeige zwei Schaltungsvielfache verwendet werden, von denen beim Auftreten eines Falschläufers das eine Schaltungsvielfach über Kontakte der fahrwegkennzeichnenden Coderelais des Falschläufers und das andere Schaltungsvielfach über Kontakte der fahrwegkennzeichnenden Coderelais des Vorläufers angeschaltet wird, wobei durch die Auswahl der Coderelais in den entsprechenden Vielfachen einerseits das Soll-Gleis und andererseits das Ist-Gleis des Falschläufers gespeichert wird.
  • Hierbei werden nach einem weiteren Erfindungsmerkmal eine Anzahl Stufen von Meldefeldern für die Falschläuferanzeige verwendet, die nacheinander beim Auftreten von Falschläufern angeschaltet werden; in derjenigen Stufe, die der Anzahl aufgetretener Falschläufer entspricht, werden sowohl die Nummer des Gleises, in das der Falschläufer laufen sollte, als auch die Nummer des Gleises, in das der Falschläufer gelaufen ist, angezeigt.
  • Die erfindungsgemäß ausgebildete Einrichtung zur Falschläuferanzeige geht von einer bekannten Ausführungsform der selbsttätigen Weichenstellung in Ablaufstellwerken aus. Bei diesem bekannten System sind jeder Weichenstaffel Schaltmittel, z. B. Coderelais, zugeordnet, die das Laufziel (das Soll-Gleis) für jede über eine Weiche dieser Staffel laufende Wagengruppe verschlüsselt in Form eines Fahrweg-Stellauftrags kennzeichnen oder bei dem für jedes Gleis, das über die Weiche erreicht werden kann, ein Laufwegrelais vorgesehen ist. Die Fortschaltung des Stellauftrags von einer Weichenstaffel zur nächsten geschieht bei solchen Systemen zumeist dadurch, daß der isolierte Gleisabschnitt oder die sonstwie abgegrenzte Wirkzone dieser Weiche befahren wird; der Auftrag für den Wagen wird gelöscht, wenn dieser mit seiner letzten Achse die Wirkzone räumt. Es besteht jedoch kein Zwang, die Löschung erst dann eintreten zu lassen. Die Löschung kann frühestens dann erfolgen, wenn der Auftrag in die Schaltmittel der nächsten Weichenstaffel übernommen ist. Wählt man das letztere Verfahren, so erhält man ein System, bei dem bei normalem Ablaufbetrieb der Fahrweg-Stellauftrag für einen Wagen beim Räumen der Wirkzone bereits gelöscht ist. Da die übernahme des Auftrags in die Schaltmittel der nächsten Weichenstaffel erst möglich ist, wenn diese vom Vorläufer geräumt wird, erfolgt die Löschung des Fahrweg-Stellauftrags nicht, wenn ein Falschläufer auftritt. Der Falschläufer räumt nämlich die Wirkzone einer Weiche schon, bevor sein Vorläufer die Wirkzone der nächsten Weiche geräumt hat. Damit ist ein eindeutiges Kennzeichen für den Falschläufer gegeben, nämlich das Räumen der Wirkzone einer Weiche durch einen Wagen, für den der Fahrweg-Stellauftrag noch in der betreffenden Weichenstaffel gespeichert ist.
  • Werden diese beiden Bedingungen - das Vorliegen eines Fahrweg-Stellauftrags in einer Weichenstaffel und das Räumen der Weiche - erfaßt, so läßt sich damit nicht nur feststellen, daß ein Falschläufer vorliegt; vielmehr kann aus dem Schaltzustand der betreffenden Weichenstaffel auch das Laufziel des Falschläufers (das Soll-Gleis) sowie aus dem Schaltzustand der nächsten Weichenstaffel das Laufziel des Vorläufers (das Ist-Gleis des Falschläufers) festgestellt werden, weil ja der Falschläufer seinem Vorläufer in dessen Zielgleis folgt. Diese beiden Bedingungen sollen erfindungsgemäß gespeichert und dem Wärter sichtbar zur Anzeige gebracht werden.
  • Zur weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es zweckmäßig, für jede Weiche oder jeden Zwischenabschnitt mit Ausnahme der letzten Weichenstaffel ein Relais anzuordnen, das beim Verlassen der Wirkzone dieser Weiche angeschaltet wird, wenn sich in dieser Weichenstaffel noch ein Auftrag befindet, und das seinerseits unter Zwischenschaltung von Kontakten der Coderelais, die den in die betreffende Weichenstaffel eingegebenen Fahrweg-Stellauftrag kennzeichnen, das Anschalten der Falschläufermeldung einleitet. Hierbei kann nach einem weiteren Erfindungsmerkmal mit dem Anschalten der beiden Vielfachen zum Speichern der Falschläuferanzeige ein der betreffenden Weiche zugeordnetes Relais wirksam werden, das im Schaltsystem der Weiche den ursprünglichen Fahrweg-Stellauftrag des falschlaufenden Wagens löscht.
  • Zweckmäßigerweise wird nach der weiteren Erfindung jeder Speicherstufe der Falschläuferanzeige für das Soll- bzw. Ist-Gleis ein Relais zugeordnet, das wirksam wird, wenn in dieser Speicherstufe die Speicherung vollzogen und der Anschaltkreis der Coderelais wieder abgeschaltet ist, und das bei seinem Wirksamwerden mit einem Kontakt die Verbindung zu dieser ersten Speicherstufe auftrennt und über einen weiteren Kontakt das Anschalten der zweiten Speicherstufe vorbereitet.
  • Es ist erforderlich, daß nach Beendigung des Ablaufbetriebs die Einrichtung zur Falschläuferanzeige wieder in die Grundstellung zurückgeführt wird. Dies kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch erfolgen, daß zum Löschen der eingespeicherten Falschläuferanzeigen für jede Speicherstufe ein Kontakt einer jeder Speicherstufe zugeordneten Löschtaste vorgesehen ist; auch kann zum Löschen der eingespeicherten Falschläuferanzeige für alle Speicherstufen gemeinsam ein Kontakt einer einzigen, allen Speicherstufen zugeordneten Löschtaste vorgesehen sein.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Hierbei stellt dar F i g. 1 mit der Wirkzone jeder Weiche verbundene Schaltmittel, F i g. 2 Schaltmittel der ersten Weichenstaffel, F i g. 3 Schaltmittel der beiden folgenden Weichenstaffeln, F i g. 4 ein Schaltungsbeispiel der beiden Vielfachen für die Anzeige der Soll- und Ist-Gleise der Falschläufer, F i g. 5 die Anschaltung der Speicherung der Falschläufermeldungen, F i g. 6 die Anschaltung der Meldelampen, F i g. 7 die Anzeigefelder der Soll- und Ist-Gleise für vier Falschläufer.
  • Für die Darstellung wurde ein einfaches Beispiel mit drei Weichen gewählt, um die Erfindung leichter beschreiben zu können. Das System ist jedoch auch für große Ablaufstellwerke mit einer Vielzahl von Weichen geeignet. In F i g. 2 bis 7 sind nur diejenigen Schaltmittel dargestellt, die zur Erläuterung der Erfindung unbedingt erforderlich sind.
  • F i g. 1 stellt die aus zwei aufeinanderfolgenden isolierten Gleisabschnitten bestehende Wirkzone einer Weiche dar. Diese isolierten Gleisabschnitte sind mindestens jeder Verzweigungsweiche zugeordnet. Mit den Anhängeziffern »0« in F i g. 1 ist angedeutet, daß die dargestellten Schaltmittel einer beliebigen Weiche zugeordnet sind. Diejenigen Schaltmittel, die in den Schaltungen nach F i g. 2 bis 6 einer bestimmten Weichenstaffel zugeordnet sind, haben die Kennzeichnung der Weichenstaffeln, in denen diese Schaltmittel angeordnet sind; z. B. gehören die in F i g. 2 dargestellten Kontakte Sp 11 bzw. JII11 und JI11 zu Relais der ersten Weichenstaffel, die den RelaisSp0, JIO oder JIIO nach F i g. 1 entsprechen.
  • Jedem dieser in bekannter Weise einer Weiche zugeordneten zwei isolierten Gleisabschnitte ist je ein Freimelderelais J10 bzw. J110 zugeordnet. Um eine Sicherheit gegen kurzzeitige Unterbrechungen eines Achskurzschlusses zu erzielen, ist das Freimelderelais JIO abfallverzögert. Die Verzögerungszeit wird zweckmäßigerweise so groß bemessen, daß bei schnellaufenden Wagen die Relais J10 und J110 gemeinsam abfallen; die Verzögerungszeit entspricht also der Zeit, die eine Achse eines Schnelläufers zum Durchlaufen des zweiten isolierten Gleisabschnitts benötigt. Bei langsamer laufenden Wagen fällt das Relais JIO vor dem Relais JIIO ab. Abhängig von der Wirkstellung dieser Freimelderelais wird ein weiteres Relais Sp 0 über die Kontakte J 101 und JII01 angeschaltet. Hierdurch wird überprüft, daß auch beide Freimelderelais JIO und JIIO bei jedem Ablauf mitwirken. Das Speicherrelais Sp0 bildet durch seinen Kontakt Sp 01 einen Selbstschlußkreis, der so lange bestehen bleibt, wie in der Schalteinrichtung dieser Weichenstaffel ein Fahrweg-Stellauftrag eingespeichert ist. Dies wird durch den Kontakt BP 01 in dem Selbstschlußkreis des Relais Sp 0 erreicht, der einem Relais der Weichenstaffel, das z. B. dem in F i g. 2 dargestellten Relais BP 1 entspricht, zugeordnet ist.
  • F i g. 2 zeigt die Coderelais zum Steuern der ersten Weiche, nämlich die Relais A 1, B 1 und Z1 mit ihren Selbstschlußwicklungen A 1 S, B 1 S und Z 1 S, wobei die Selbstschlußkreise über die Kontakte A 11, B 11 bzw. Z 11 dieser Coderelais geführt sind. Die Anschaltung der Coderelais erfolgt entsprechend dem gewünschten Fahrweg-Stellauftrag über die Kontakte A 0, B 0 und Z 0 von nicht dargestellten Grundrelais. Die Anschaltstromkreise der Relais A 1, B 1 bzw. Z 1 sind nur dann geschlossen, wenn die Weiche nicht besetzt ist und die zugehörige Weichenstaffel nicht bereits durch einen Fahrweg-Stellauftrag belegt ist. Das Freisein der Weiche wird durch die Kontakte JIll, 11111 und Sp11 von Freimelderelais sichergestellt, die den Relais JIO, JIIO und Sp0 nach F i g. 1 entsprechen. Ist in der Weichenstaffel bereits ein Fahrweg-Stellauftrag eingespeichert, so daß sich die entsprechenden Coderelais über das Belegungsprüfrelais BP 1 und die Kontakte EP 11 bzw. A 13 und BP 22 bzw. BP 32 sowie den Kontakt FL 11 einen Selbstschlußkreis gebildet haben, so zieht das Relais BP 1 an und unterbricht mit seinem Kontakt BP 11 den Anschaltstromkreis der Coderelais.
  • Der Fahrweg-Stellauftrag in einer Weichenstaffel wird gelöscht, sobald er in die nächste Weichenstaffel übernommen ist. Davon wird mit der übergabe des Stellauftrags das Relais EP (F i g. 3) erregt und unterbricht mit seinem Konatkt EP 11 (F i g. 2) den Selb'stschlußkreis der Coderelais vorbereitend. Ist der Fahrweg-Stellauftrag in einer der beiden Weichenstaffeln gespeichert, so spricht hierdurch das Belegungsprüfrelais BP 2 bzw. BP 3 (F i g. 3) an. Da die Auswahl eines dieser Relais bereits durch das Coderelais A 1 (F i g. 2) getroffen wurde (entsprechend der Lage des Kontaktes A 13), wird jetzt det Selbstschlußkreis der in F i g. 2 dargestellten Coderelais durch den entsprechenden Kontakt BP 22 bzw. BP 32 unterbrochen. Der im Selbstschlußkreis befindliche Kontakt FL 11 bewirkt die Löschung des Auftrags bei einem Falschläufer, weil dann der Auftrag nicht in die folgende Weichenstaffel aufgenommen werden kann; die Feststellung, ob ein Falschläufer vorliegt, übernimmt das Relais M 1 (F i g. 2). Dieses Relais wird dann angeschaltet, wenn ein Fahrweg-Stellauftrag vorliegt und eingespeichert wurde, ferner die Freimelderelais nach dem Freifahren der zugehörigen Weiche wieder angezogen haben, aber das von den Freimelderelais abhängige Speicherrelais über seinen Selbstschlußkreis noch gehalten ist. In diesem Schaltzustand sind die Kontakte BP 12, J 112, J 11 12 und Sp 12 geschlossen. Wie das Relais FM1 die Falschläufermeldung weitergibt, wird an Hand von F i g. 4 erläutert.
  • In F i g. 3 sind die Schaltmittel der der ersten Weichenstaffel folgenden beiden Weichenstaffeln dargestellt. Jede dieser beiden Weichenstaffeln hat im dargestellten Beispiel nur zwei Coderelais. Der einen sind die Coderelais B 2 und Z2 mit den Selbstschlußwicklungen B 2S und Z2S und ihren Kontakten B21 bzw. Z21 zugeordnet. Entsprechend sind der anderen Weichenstaffel die CoderelaisB3 und Z3 mit ihren Selbstschlußwicklungen B 3 S und Z 3 S und ihren KontaktenB31 bzw. Z31 zugeordnet. In den Anschaltstromkreisen liegen entsprechend, wie in F i g. 2 für die erste Weichenstaffel dargestellt ist, die KonatkteBP21 bzw. BP31 der Belegungsprüfrelais BP 2 bzw. BP 3 und die Kontakte der nicht dargestellten Freimelde- und Speicherrelais der Wirkzonen, nämlich die Kontakte J 121, J 11 21 und Sp 21 bzw. die KontakteJI31, JII31 und Sp31. Ob die eine Weichenstaffel oder die andere Weichenstaffel angeschaltet wird, bestimmt das Coderelais A 1 (F i g. 2) der ersten Weichenstaffel durch den Kontakt A 12. Die weitere Auswahl des Fahrwegs erfolgt durch die Kontakte B 12 und Z 12 bzw. B 13 und-Z13 der entsprechenden, der ersten Weichenstaffel zugeordneten Coderelais. Weiterhin wird die Anschaltung der Coderelais für beide Weichenstaffeln durch den Kontakt Sp 13 des der ersten Weichenstaffel zugeordneten Relais vorgenommen. Ferner liegt in diesem Kreis das Anschaltprüfrelais EP, das durch seinen Kontakt EP 11, wie bereits zu F i g. 2 beschrieben, die Schaltmittel der ersten Weichenstaffel beeinflußt.
  • Im beschriebenen Beispiel ist angenommen, daß diese beiden Weichenstaffeln die jeweils letzte Weichenstaffel im Ablaufweg sein mögen. Deshalb wird der gespeicherte Fahrweg-Stellauftrag in diesen Weichenstaffeln durch die Kontakte Sp22, J122 und J1122 bzw. Sp32, J132 und JII32 der den Staffeln zugeordneten Freimelderelais gelöscht. Dies geschieht dadurch, daß beim Befahren des ersten Teils der Wirkzone die Kontakte J I 22 bzw. J132 und beim Befahren des zweiten Teils der Wirkzone die Kontakte J1122 bzw. J1132 schließen, wodurch dann auch der Kontakt Sp 22 bzw. Sp 32 umgelegt wird. Nach dem Freifahren der Weichenzone werden zuerst die Kontakte J I 22 und J1122 bzw. J132 und J 1132 in die in F i g. 3 dargestellte Lage zurückgelegt; sie unterbrechen damit den Selbstschlußstromkreis der Coderelais. Das Relais BP 2 bzw. BP 3 fällt ab und verursacht dadurch, daß die Kontakte Sp 22 und Sp 32 wieder schließen. Jetzt kann in die Weichenstaffel ein neuer Fahrweg-Stellauftrag aufgenommen werden.
  • In F i g. 4 ist das Anschalten der Falschläufermeldung dargestellt. Hierbei wird über das Schaltungsvielfach F die Anzeige für das Laufziel des Falschläufers (das Soll-Gleis) und über das Schaltungsvielfach V die Anzeige für das Laufziel des Vorläufers (das Ist-Gleis) gegeben. Wie aus F i g. 2 hervorgeht, zieht das Relais FM 1 in der ersten Weichenstaffel an, wenn in der zugehörigen Wirkzone ein Falschläufer auftritt. Durch das Ansprechen des Relais FM1 werden die Kontakte FM11 und FM12 (F i g. 4) geschlossen. In Reihe mit dem Kontakt FM 11 liegt in dem Vielfach F das Relais FLF und die Kontakte A 14, B14 bzw. Z14 der Coderelais A 1, B 1 bzw. Z 1 der ersten Weichenstaffel (F i g. 2). Mit dem Kontakt FM 12, dem Relais FL V und dem Kontakt A 15 der ersten Weichenstaffel liegen Kontakte B 22 und Z 22 bzw. B 32 und Z 32 der Coderelais B 2 und Z 2 bzw. B 3 und Z 3 der jeweils ausgewählten folgenden Weichenstaffel in Reihe, wobei in diesem Vielfach wiederum der Kontakt A 15 auswählt, ob die Coderelais der einen oder der anderen Weichenstaffel für die Soll-Gleis-Anzeige maßgebend sind. Weiterhin ist ein Relais FL 1 vorgesehen, das anzieht, wenn in den Schaltungsvielfachen F und V die Relais FLF und FLV angezogen und ihre Kontakte FLF 1 bzw. FLV 1 geschlossen haben. Tritt ein Falschläufer auf, so wird in dem Vielfach F über die Kontakte A 14, B 14 bzw. Z 14 und Kontakt FM11 das Relais FLF eingeschaltet. Weiterhin wird das Relais FLV in dem Vielfach V über die KontakteFM12 und B22 oder Z22 bzw. B32 oder Z32 entsprechend der Lage des Kontakts A 15 angeschaltet. Da die Kontakte der Coderelais entsprechend dem eingegebenen Fahrweg-Stellauftrag geschlossen bzw. geöffnet sind, erhält das Vielfach F das Kennzeichen des Soll-Gleises und das Vielfach V das Kennzeichen des Ist-Gleises des Falschläufers. Durch das Anschalten des Relais FL 1 wird nach F i g. 2 der Fahrweg-Stellauftrag des Falschläufers mit dem Kontakt FL 11 gelöscht.
  • Sowohl an das Vielfach F als auch an das Vielfach V sind die Coderelais zum Speichern der Falschläuferanzeige angeschlossen. F i g. 5 zeigt die Schaltung für das Vielfach F. Für das Vielfach V wird eine zweite gleiche Schaltung angewandt, die jedoch nicht dargestellt ist. Werden nach F i g. 4 in der beschriebenen Weise von einer der Weichenstaffeln die Relais FLF und FLV angeschaltet, die von jeder der Weichen mit Ausnahme der letzten Staffel angeschaltet werden können, so wird der Fahrweg-Stellauftrag des Falschläufers entsprechend dem angeschalteten Coderelais in das Vielfach F übernommen. Wie F i g. 5 zeigt, werden entsprechend die Coderelais AF1, BF1 und ZF1 der Falschläuferanzeige erregt und schalten über ihre eigenen Kontakte AF11, BF11 und ZF11 ihre Selbstschlußkreise über die Selbstschlußwicklungen AF 1 S, BF 1 S und ZF1S an. Sowohl im Anschaltkreis als auch im Selbstschlußkreis sind Prüfrelais EPF1 bzw. BPF1 in Reihe mit den Coderelais geschaltet. Der Anschaltkreis ist nur so lange eingeschaltet, wie das Relais FM1 (F i g. 2) erregt ist und mit seinem Kontakt FM 11 (F i g. 4) die entsprechenden Leitungen des Schaltungsvielfachs durchgeschaltet hat. Die Selbstschlußkreise bleiben dagegen bestehen. Mit dem Abschalten des Anschaltstromkreises wird das Prüfrelais EPF1 stromlos und erregt das Relais SpF 1 über die Kontakte LT, BPF 11 und EPF 11. Mit seinem Kontakt SpFll unterbricht dieses Relais zusätzlich die Anschaltung der ersten Speicherstufe und bereitet die Anschaltung durch den Kontakt SpF12 in der zweiten Speicherstufe mit den Coderelais AF2, BF2 und ZF2 vor. Diese zweite Speicherstufe entspricht in ihrem Aufbau der ersten Stufe; die Coderelais AF2, BFZ und ZF2 besitzen also gleichfalls SelbstschlußwicklungenAF2S,BF2S und ZF2S, die über Kontakte AF21, BF21 und ZF21 dieser Coderelais angeschaltet werden können. Desgleichen sind Prüfrelais EPF2 und BPF2 in den Anschalt- wie in den Selbstschlußkreisen vorgesehen. Wird nun entsprechend F i g. 4 durch irgendeine Weichenstaffel eine weitere Falschläuferanzeige eingeleitet, so ziehen jetzt entsprechend dem eingegebenen Fahrweg-Stellauftrag die betreffenden Coderelais AF2, BF2 bzw. ZF2 an und halten sich über ihre Selbstschlußwicklungen. In gleicher Weise wird dann das Relais SpF2 über die Kontakte LT, BPF21 und EPF21 angeschaltet. Durch den Kontakt SpF21 wird wiederum der Anschaltstromkreis der zweiten Speicherstufe unterbrochen; das Relais SpF2 bereitet mit einem nicht dargestellten Kontakt eine weitere, nicht dargestellte Speicherstufe vor. So können beliebig viele Falschläuferanzeigestufen vorgesehen werden.
  • In gleicher Weise ist das Schaltungsvielfach V ausgeführt, so daß abhängig von der vorhandenen Anzahl von Anzeigestufen entsprechend viele Falschläufer angezeigt werden können.
  • In F i g. 6 sind beispielsweise für zwei Speicherstufen sowohl die Lampenanschaltung für die Soll-Gleis- als auch für die Ist-Gleis-Anzeige dargestellt. So werden beispielsweise über die Kontakte ZF12, AF 12 und BF 12 bzw. BF 13 der in F i g. 5 dargestellten Coderelais wahlweise vier Lampen F 11, F12, F13 bzw. F14, die den Gleisen 1 bis 4 zugeordnet sein mögen, angeschaltet.
  • Diese Lampen zeigen das Soll-Gleis des Falschläufers an; die Lampen V 11, V 12, V 13 bzw. V 14, die wahlweise über die Kontakte ZV 12, AV 12 und BV 12 bzw. BV 13 angeschaltet werden können, zeigen das Ist-Gleis des Falschläufers an. In derselben Weise werden die Meldelampen F21 bis F24 und V21 bis V24 der zweiten Speicherstufe über die Kontakte ZF22, AF22 und BF22 bzw. BF23 sowie ZV 22, AV 22 und BV 22 bzw. BV 23 wahlweise für die Soll- und Ist-Gleis-Anzeige eines weiteren Falschläufers eingeschaltet.
  • Diese in F i g. 6 dargestellten Meldelampen können entsprechend der schematischen Anordnung nach F i g. 7 in Anzeigefeldern angeordnet werden. F i g. 7 zeigt vier Speicherstufen 1 bis 4 für vier Falschläuferanzeigen, und zwar links jeweils zur Anzeige des Soll-Gleises mit den Kennzeichnungen F 11 bis F14 für die erste Speicherstufe, F21 bis F24 für die zweite Speicherstufe, F31 bis F34 für die dritte Speicherstufe und F41 bis F44 für die vierte Speicherstufe sowie entsprechend auf der. rechten Seite zur Anzeige des Ist-Gleises für die Falschläufer durch die Kennzeichnungen V 11 bis V14, V21 bis V24, V31 bis V34 bzw. V41 bis V44.
  • Bei dem dargestellten Beispiel, das nur vier Sammelgleise und somit auch nur eine geringe Anzahl Weichenstaffeln umfaßt, kann nur zwischen der ersten und den beiden folgenden Weichen ein Falschläufer auftreten. Im allgemeinen bestehen die sebsttätigen Ablaufstellwerke aus sehr vielen Weichenstaffeln, so daß auch die Schaltung für die Falschläuferanzeige wesentlich umfangreicher wird. Jedoch ist es nach der Erfindung möglich, von jeder Weichenstaffel aus die Falschläuferanzeige durchzuführen, da, wie das Schaltungsbeispiel zeigt, die Anzeigen des Soll- und Ist-Gleises der Falschläufer über die Schaltungsvielfache F bzw. V parallel anschaltbar sind.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Einrichtung zur Falschläuferanzeige in selbsttätigen Ablaufstellwerken, bei denen das Fortschalten und Löschen der mittels Auswahl von Coderelais gespeicherten Fahrweg-Stellaufträge von Staffel zu Staffel von den ablaufenden Wagen abhängig ist und beim Auftreten eines Falschläufers selbsttätig dasjenige Gleis angezeigt wird, in das der falschlaufende Wagen geleitet wurde, dadurch gekennzeichnet, daß zum Speichern der Falschläuferanzeige zwei Schaltungsvielfache (Gruppe F und Gruppe V, F i g. 4) verwendet werden, von denen beim Auftreten eines Falschläufers (z. B. Ansprechen des Relais FM 1, F i g. 2) das eine Schaltungsvielfach (Gruppe F) über Kontakte (A 14 bis Z 14) der fahrwegkennzeichnenden Coderelais des Falschläufers und das andere Schaltungsvielfach (Gruppe V) über Kontakte (B22 und Z22 bzw. B32 und Z32) der fahrwegskennzeichnenden Coderelais des Vorläufers angeschaltet wird, wobei durch die Auswahl der Coderelais in den entsprechenden Vielfachen einerseits das Soll-Gleis (z. B. mittels Relais AF 1 bis ZF 1, F i g. 5) und andererseits das Ist-Gleis des Falschläufers gespeichert wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl Stufen von Meldefeldern für die Falschläuferanzeige (Stufen 1 bis 4, F i g. 7) verwendet werden, die nacheinander beim Auftreten von Falschläufern angeschaltet werden, und daß in derjenigen Stufe, die der Anzahl aufgetretener Falschläufer entspricht, sowohl die Nummer des Gleises (z. B. F11 bis F14), in das der Falschläufer laufen sollte (Soll-Gleis), als auch die Nummer des Gleises (z. B. V 11 bis V14), in das der Falschläufer gelaufen ist (Ist-Gleis), angezeigt werden.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Weiche oder jeden Zwischenabschnitt mit Ausnahme der letzten Weichenstaffel ein Relais (z. B. FM 1, F i g. 2) angeordnet ist, das beim Verlassen der Wirkzone dieser Weiche angeschaltet wird (Kontakt Sp 12 schließt), wenn sich in dieser Weichenstaffel noch ein Auftrag befindet (KontakbBP12 ist geschlossen), und das seinerseits unter Zwischenschaltung von Kontakten (z. B. A 14, B 14, Z 14, F i g. 4) der Coderelais, die den in die betreffende Weichenstaffel eingegebenen Fahrweg-Stellauftrag kennzeichnen, das Anschalten der Falschläufermeldung einleitet.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Anschalten der beiden Vielfachen (F und V, F i g. 4) zum Speichern der Falschläuferanzeige ein der betreffenden Weiche zugeordnetes Relais (FL 1) wirksam wird, das im Schaltsystem der Weiche den ursprünglichen Fahrweg-Stellauftrag des falschlaufenden Wagens löscht (Kontakt FL 11, F i g. 2, öffnet).
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Speicherstufe der Falschläuferanzeige für das Soll- bzw. Ist-Gleis (z. B. der ersten Speicherstufe mit dem Relais AF 1, BF 1 und ZF 1 zum Anzeigen des Soll-Gleises, F i g. 5) ein Relais (z. B. SpF 1) zu- geordnet ist, das wirksam wird (über Kontakte BPF11 und EPF11), wenn in dieser Speicherstufe die Speicherung vollzogen (Relais BPF1 ist erregt) und der Anschaltkreis der Coderelais wieder abgeschaltet ist (Relais EPF1 ist stromlos) und das bei seinem Wirksamwerden mit einem Kontakt (SpF 11) die Verbindung zu dieser ersten Speicherstufe auftrennt und über einen weiteren Kontakt (SpF12) das Anschalten der zweiten Speicherstufe (mit den Coderelais AF2, BF2 und ZF2) vorbereitet.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Löschen der eingespeicherten Falschläuferanzeigen für jede Speicherstufe ein Kontakt einer jeder Speicherstufe zugeordneten Löschtaste vorgesehen ist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Löschen der eingespeicherten Falschläuferanzeigen für alle Speicherstufen gemeinsam ein Kontakt einer einzigen, allen Speicherstufen zugeordneten Löschtaste (z. B. LT, F i g. 5) vorgesehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1089 004; deutsche Auslegeschriften Nr.1002384, 1008346.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1002384B (de) * 1953-08-17 1957-02-14 Siemens Ag Einrichtung bei Ablaufanlagen mit automatischer Steuerung der Weichen
DE1008346B (de) * 1952-10-17 1957-05-16 Deutsche Bundesbahn Schaltung fuer selbsttaetige elektrische Ablaufanlagen
DE1089004B (de) 1956-09-27 1960-09-15 Siemens Ag Schaltung fuer Ablaufanlagen mit selbsttaetiger Weichensteuerung

Patent Citations (3)

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