DE1201719B - Wahlweise elektromotorisch oder von Hand betaetigbarer Rolladen od. dgl. - Google Patents
Wahlweise elektromotorisch oder von Hand betaetigbarer Rolladen od. dgl.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Wahlweise elektromotorisch oder von Hand Die vorliegende Erfindung betrifft einen wahlweise betätigbarer Rolladen od. dgl. elektromotorisch oder von Hand betätigbaren Rollladen od. dgl. mit einem Untersetzungsgetriebe, das mit dem elektromotorischen Antrieb und dem Handantrieb in ständiger Wirkverbindung steht.
- Bei einem bekannten Rolladenantrieb dieser Art ist die Rolladenwelle mit dem Schneckenrad und die Motorwelle mit der Schnecke eines Schneckengetriebes verbunden. Auf der Schneckenwelle sitzt außerdem ein Stirnzahnrad, das über weitere Zahnräder mit einer Handkurbel in Verbindung steht. Diese Verbindung zwischen dem elektromotorischen Antrieb und dem Handantrieb hat den Vorteil, daß besondere Einrichtungen zum wahlweisen Kuppeln der Trommel für den Laden, mit dem elektromotorischen Antrieb oder mit dem Handantrieb, wie dies bei einem bekannten Rolladen der Fall ist, entbehrlich sind. Dieser bekannte Rolladenantrieb hat jedoch den Nachteil, daß beim wahlweisen Betätigen des elektromotorischen Antriebs oder des Handantriebs der jeweilige andere Antrieb mitläuft. Beim Betätigen des elektromotorischen Antriebs stellt die mitlaufende Handkurbel eine Gefahrenquelle dar, während beim Betätigen des Handantriebs zum Mitdrehen des Rotors ein zusätzlicher Kraftaufwand nötig ist.
- Der vorliegenden Erfindung ist die Aufgabe zugrunde gelegt, einen wahlweise elektromotorisch oder von Hand betätigbaren Rolladen zu bauen, bei dem ohne Umkuppeln der eine oder andere Antrieb benutzt werden kann, ohne daß der zweite Antrieb mitläuft.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einem an sich bekannten, in einer den Elektromotor aufnehmenden Trommel des Ladens untergebrachten Umlaufrädergetriebe mit einem oder mehreren hintereinander angeordneten Umlaufrädersätzen mit gestellfestem Zahnkranz für das Untersetzungsgetriebe Gebrauch gemacht, bei dem das innere Zentralrad der treibende, der Umlaufräderträger der getriebene Teil ist. Ein derartiges Rolladengetriebe ergibt eine gute Raumausnutzung. Es eignet sich besonders für den elektromotorischen Antrieb, jedoch weniger gut für einen hilfsweisen Antrieb von Hand. Da die Trommel für den Laden das Getriebe umgibt, besteht keine Möglichkeit, an einem der Getriebeteile einen Handantrieb anzusetzen. Ein unmittelbarer Antrieb der Trommel ist bei einem derartigen Getriebe jedoch nicht ohne weiteres möglich, da die Bremswirkung des Elektromotors dies weitgehend verhindert. Dieses Umlaufrädergetriebe ist nach der Erfindung auf der öffnungsseite der Trommel und der Elektromotor im Trommelinnenraum untergebracht, wobei der Umlaufrädersatz oder - bei mehreren Umlaufrädersätzen -der abtriebseitige, der C9ffnung der Trommel zu gelegene Umlaufrädersatz das Drehmoment des Elektromotors an den weiteren, außerhalb der Trommel angeordneten und mit einem drehbaren Zahnkranz ausgestatteten Umlaufrädersatz überträgt, der mit einem gestellfesten, das Drehmoment auf die Trommel übertragenden, vorzugsweise im Trommelinnenraum untergebrachten Getriebe zusammenwirkt, und der drehbare Zahnkranz des außerhalb der Trommel angeordneten Umlaufrädersatzes steht mit einer von Hand betätigbaren Antriebsschnecke in Wirkverbindung.
- Durch die gemeinsame Anwendung der vorgenannten Merkmale bei einem Rolladenantrieb der eingangs beschriebenen Art ergibt sich der Vorteil, daß die wahlweise Betätigung von Hand oder elektromotorisch ohne Umkuppeln möglich ist. Im Bedarfsfalle kann beim Betätigen des Rolladens mit dem elektromotorischen Antrieb dieser durch den Handantrieb unterstützt werden. Die selbsthemmende Schnecke bewirkt, daß der elektromotorisch umlaufende Teil des Getriebes ohne Einfluß auf den dem Handantrieb dienenden Getriebezweig bleibt. Im umgekehrten Falle, nämlich beim Betätigen von Hand, steht der selbsthemmende Elektromotor zusammen mit den zunächst dem Elektromotor angeordneten Getriebeteilen still, wobei lediglich über den der C)ffnung der Trommel zu gelegene Umlaufrädersätz das Getriebe der Trommel bewegt wird.
- Zweckmäßig kann die Antriebsschnecke, die vorzugsweise mit dem außerhalb der Trommel angeordneten und mit dem drehbaren Zahnkranz ausgestatteten Umlaufrädersatz zu einer Baueinheit zusammengebaut ist, mit einer federnd längsverschiebbar gelagerten Schneckenwelle vereinigt sein, die eine Schalteinrichtung aufweist, die den Motor bei überlast des Rolladens unter der Einwirkung der erhöhten Reaktionskraft auf die Schneckenwelle selbsttätig abschaltet. Diese Einrichtung bringt den Vorteil einer selbsttätigen Ausschaltung des Rolladenantriebs bei Überlast, beispielsweise beim Klemmen des Ladens.
- In der Zeichnung ist der wahlweise elektromotorisch oder von Hand betätigbare Rolladen od. dgl. nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt F i g. 1 einen eingebauten Rollädenantrieb im Längsschnitt und F i g. 2 den Rolladenantrieb nach F i g. 1 im Querschnitt durch den Handantrieb.
- Innerhalb der zum Aufwickeln des Ladens bestimmten Trommel 14 ist der Elektromotor 1 zusammen mit dem Untersetzungsgetriebe untergebracht. _ Elektromotor 1 und Untersetzungsgetriebe sind gemeinsam in einem ortsfesten Gehäuse 15 untergebracht, das mit seinem außerhalb der Trommel 14 angeordneten Gehäuseteil 17 auf einer Wandkonsole 18 befestigt ist. Die Trommel 14 ist auf dem Gehäuse 15 mittels Drehlager 16 gelagert. Die Antriebswelle des Elektromotors 1 trägt das treibende Zentralrad 2 eines Umlaufrädergetriebes. Zwischen dem Zentralrad 2 und einem koaxial dazu am Gehäuse 15 befestigten Zahnkranz 4 ist ein Umlaufrädersatz 3 angeordnet, dessen Zahnräder an einem Umlaufräderträger 5 drehbar befestigt sind. Am Umlaufräderträaer 5 ist radial mit der Antriebswelle des Elektromotors 1 ausgerichtet eine Getriebewelle 6 befestigt, die an ihrem aus der Trommel 14 ragenden Ende ein Zentralrad 7 eines zweiten Umlaufrädersatzes 8 trägt. Zentralrad 7 und Umlaufrädersatz 8 befinden sich in dem außerhalb der Trommel 14 angeordneten Gehäuseteil 17. Koaxial zum Umlaufrädersatz 8 ist ein Zahnkranz 10 drehbar angeordnet. Der Umlaufräderträger 9 des Umlaufrädersatzes 8 besitzt ein koaxial zur Getriebewelle angeordnetes Glied, das das auf den Umlaufrädersatz 8 ausgeübte Drehmoment auf ein innerhalb der Trommel 14 zwischen ihren Drehlagern 16 angeordnetes, aus einem Zentralrad 1.1, einem koaxial dazu am Gehäuse 15 drehbar gelagerten Umlaufrädersatz 12 und einem mit der Trommel 14 drehfest verbundenen Innenzahnkranz 13 bestehenden Getriebe überträgt und dabei die Trommel 14 in Drehbewegung versetzt. Den Zahnkranz 10 mit Innenzahnung tangiert eine im Gehäuseteil 17 gelagerte Antriebsschnecke 10a für den Antrieb von Hand. Beim Betätigen der Antriebsschnecke 10a von Hand bleibt der Elektromotor 1 zusammen mit den Teilen 2 bis 7 stehen, wobei der Umlaufrädersatz 8, bewegt durch den von der Antriebsschnecke 10a gedrehten Zahnkranz 10, auf dem Zentralrad 7 abrollt und dabei über das Zentralrad 11, den Umlaufrädersatz 12 und den Innenzahnkranz 13 die Trommel 14 dreht.
- Um diese Antriebsschnecke 10a zugleich zum Abschalten des Elektromotors 1 bei Überlast benutzen zu können, ist sie axial schiebbar gelagert. In ihrer Lage wird sie dabei von einer Feder 20 gehalten, die das auf die Antriebsschnecke 10a ausgeübte Schiebemoment sowohl beim elektromotorischen als auch beim Handantrieb aufnimmt. Wird beim elektromotorischen Aufwickeln des Ladens dieses Schiebemoment erhöht, z. B. durch Hemmung des Ladens, bei der die Trommel 14 langsamer dreht oder gar stillsteht, so wird die Antriebsschnecke 10a entgegen der Wirkung der Feder 20 axial verschoben und betätigt dabei den Schalter 21, der den Stromkreislauf für den Elektromotor 1-unterbricht, so daß der Elektromotor 1 abgeschaltet ist. Sobald die Hemmung beseitigt ist, wird die Antriebsschnecke 10 a durch die Feder 20 in ihre Normalstellung gezogen; da die überlest beseitigt ist, und der Stromkreislauf ist wieder geschlossen. Im Bedarfsfalle kann die Überlast durch Betätigen des Handantriebs aufgehoben werden.
- Durch diese Anordnung ist eine sehr einfach gebildete Schalteinrichtung gegeben, die neben der schiebbaren Lagerung der für den Antrieb von Hand bestimmten Antriebsschnecke 10a lediglich einer Feder 20 und einen Schalter 21 benötigt.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Wahlweise elektromotorisch oder von Hand betätigbarer Rolladen od. dgl. mit einem Untersetzungsgetriebe, das mit dem elektromotorischen Antrieb und dem Handantrieb in ständiger Wirkverbindung steht, dadurch gekennzeichn e t, daß das Untersetzungsgetriebe aus einem an sich bekannten Umlaufrädergetriebe mit einem oder mehreren hintereinander angeordneten Umlaufrädersätzen (3) mit gestenfestem Zahnkranz (4) besteht, das in einer den Elektromotor (1) aufnehmenden Trommel (14) des Ladens untergebracht ist, wobei das innere Zentralrad (2) der elektromotorisch treibende, der Umlaufräderträger (5) der getriebene Teil ist, daß dieses Umlaufrädergetriebe auf der Öffnungsseite der Trommel (14) und der Elektromotor (1) im Trommelinnenraum untergebracht ist, daß der Umlaufrädersatz (3) oder - bei mehreren Umlaufrädersätzen -der abtriebsseitige, der Öffnung der Trommel zu gelegene Umlaufrädersatz das Drehmoment des Elektromotors (1) an den weiteren, außerhalb der Trommel (14) angeordneten und mit einem drehbaren Zahnkranz (10) ausgestatteten Umlaufrädersatz (8) überträgt, der mit einem gestenfesten, das Drehmoment auf die Trommel (14) übertragenden, vorzugsweise im Trommelinnenraum untergebrachten Getriebe (11, 12, 13) zusammenwirkt, und daß der drehbare Zahnkranz (10) des außerhalb der Trommel (14) angeordneten Umlaufrädersatzes (8) mit einer von Hand betätigbarer Antriebsschnecke (10a) in Wirkverbindung steht.
- 2. Rolladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsschnecke (10a), die vorzugsweise mit dem außerhalb der Trommel (14) angeordneten und mit dem drehbaren Zahnkranz ausgestatteten Umlaufrädersatz (8) zu einer Baueinheit zusammengebaut ist, mit einer federnd längsverschiebbar gelagerten Schneckenwelle vereinigt ist, die eine Schalteinrichtung (20, 21) aufweist, die den Elektromotor (1) bei Überlast des Rolladens unter der Einwirkung der erhöhten Reaktionskraft auf die Schneckenwelle selbsttätig abschaltet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 433 708, 1019 203, 1082 157, 1130 237; USA.-Patentschrift Nr. 2 819 628.
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