DE1201654B - Verwendung von Nitronaphthalin als Korrosionsinhibitor fuer Eisen und Stahl - Google Patents
Verwendung von Nitronaphthalin als Korrosionsinhibitor fuer Eisen und StahlInfo
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- DE1201654B DE1201654B DEN13081A DEN0013081A DE1201654B DE 1201654 B DE1201654 B DE 1201654B DE N13081 A DEN13081 A DE N13081A DE N0013081 A DEN0013081 A DE N0013081A DE 1201654 B DE1201654 B DE 1201654B
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- C23F11/00—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
- C23F11/02—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in air or gases by adding vapour phase inhibitors
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- C23F11/00—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
- C23F11/08—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
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Description
- Verwendung von Nitronaphthalin als Korrosionsinhibitor für Eisen und Stahl Die Erfindung betrifft die Verwendung von Nitronaphthalin als Korrosionsinhibitor für Eisen und Stahl in gasförmiger und flüssiger saurer Phase.
- Es sind Korrosionsinhibitoren oder Rostschutzmittel in großer Anzahl bekannt. So wurden beispielsweise für diesen Zweck aromatische Nitrile, aromatische Mono- oder Polyamine, Benzaldehyd, Salze der Tetraborsäure, Bariumnitrophthalat, nitrierte Heterophene u. a. vorgeschlagen. Manche dieser Verbindungen eignen sich nur für Rostschutzanstriche. Andere Verbindungen, die zwar in der Gasphase wirksam sind, sind beispielsweise säureempfindlich oder sehr teuer. Weitere Verbindungen, welche üblicherweise in flüssiger Phase, also als Zusatz zu korrodierenden Flüssigkeiten verwendet werden, sind umgekehrt in der Gasphase nicht wirksam.
- Gemäß der Erfindung wird nun ein Korrosionsinhibitor vorgeschlagen, welcher den Vorteil hat, daß er sowohl in der Gasphase als auch in sauren Flüssigkeiten wirksam ist, und der darüber hinaus sehr preiswert ist.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung wird Nitronaphthalin als Korrosionsinhibitor für Eisen und Stahl in gasförmiger und flüssiger saurer Phase verwendet. Vorzugsweise wird dem Korrosionsinhibitor Ammoniak zugesetzt. Zweckmäßigerweise kann sich der Korrosionsinhibitor auch auf Verpackungspapier befinden oder in dieses eingearbeitet sein.
- Das gemäß der Erfindung vorgeschlagene Nitronaphthafin läßt sich billig und leicht herstellen. Es ist ein sich in Wasser wenig auflösendes,jedoch inAlkohol, Fett, Öl und Petroleum leichtlösliches gelbbraunes Pulver, das dadurch erzeugt wird, daß man in bekannter Weise durch Nitrierung des Naphthalins erhaltenes Nitronaphthalin in Ammoniakwasser bringt, überflüssiges Ammoniak entfernt und dann trocknet. Die wäßrige Lösung des vorgeschlagenen Korrosionsinhibitors besitzt ungefähr einen pH-Wert von 8.
- Hinsichtlich seiner Wirkungsweise in der Gasphase läßt sich der Korrosionsinhibitor gemäß der Erfindung mit Dicyclohexyl-Ammonium-Nitrit vergleichen, welches weitverbreitete Verwendung gefunden hat. Der Korrosionsinhibitor gemäß der vorliegenden Erfindung hat einerseits den Vorteil, daß er dem Dicyclohexyl-Ammonium-Nitrit noch etwas hinsichtlich seiner Wirksamkeit in der Gasphase überlegen ist und daß er andererseits in sauren Lösungen wirksam ist, während in diesen das Dicyclohexyl-Ammonium-Nitrit die Rostbildung sogar noch fördert.
- In der Zeichnung und in den Beispielen wurde der Korrosionsinhibitor gemäß der Erfindung mit dem Dieyelohexyl-Ammonium-Nitrit, welches als Marktware bezeichnet wird, verglichen. Die Zeichnung zeigt ein Diagramm von Versuchsergebnissen, welchen als Korrosionsprobe ein Stück Stahl mit den Abmessungen 12 x 25 x 50 mm (13 bis 14 g) aus 0,05 % C, 0,30 % Mii, 0,08 0/, Si, 0,018 0/0 P, 0,013 0/, S zugrunde lag.
- Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Wirkungsweise des Korrosionsinhibitors gemäß der Erfindung. Beispiel 1 Korrosionssehutzbehandlung in Gasphase innerhalb eines abgeschlossenen feuchten Behälters Man füllt für Vergleichsversuche eine 500-ccm-Flasche mit 20 ccm Leitungswasser, so daß also gerade der Boden bedeckt ist, und setzt jeweils 1 g Korrosionsschutzmittel für die Gasphase zu. Nach dem Einbringen des Probestückes in den feuchten Luftraum der Flasche wird diese für 10 Tage verschlossen und auf 20 bis 25'C gehalten. Folgende Ergebnisse werden erzielt: Gewichts- Prozentsatz Korrosionsschutzmittel zunahme Ko der rroslons-(9) - behandlung Nicht verwendet ........... 0,0084 0 Nitronaphthalin ........... 0,0004 95,2 Nitronaphthalin - Ammoniak (10: 1) ........ 0,0003 964 Marktware ................ 0,0007 91:7 Wie man aus obiger Tafel sieht, hat die Mischung aus Nitronaphthalin und Ammoniak eine bessere Wirkung als Nitronaphthalin allein. Sowohl die Mischung als auch das Nitronaphthalin allein übertreffen die Marktware an Korrosionssehutzfähigkeit. Beispiel 2 Korrosionsschutzbehandlung in Gasphase mittels Verpackungspapier, welches mit dem Mittel imprägniert ist Da sich das Verpackungspapier schwierig mit der Mischung aus Ammoniak und Nitronaphthalin beschichten läßt, wird das Ammoniak in Salzform, z. B. als Ammoniumnitrit, auf das Nitronaphthalin angewendet. Das Imprägnieren des Packpapiers kann durch Eintauchen desselben in eine alkoholische Lösung des Nitronaphthalins erfolgen.
- Man verpackt das Probestück mit dem entsprechend imprägnierten Papier und erhält nach 50 Tagen folgendes Resultat:
Durch Verpackung der Eisen- oder Stahlprodukte mit diesem Verpackungspapier kann man eine vollständige Korrosionsschutzbehandlung erreichen. Infolgedessen bedarf es keines Ölens als auch keiner Mühe zum Entölen beim Gebrauch, was bisher unvermeidlich war.Gewichts- pO",t"t, Korrosionsschutzmittel zunahme der nach Korrosions- 50 Tagen behandlung (9) Nicht verpackt ............ 0,0384 0 Verpackungspapier, das mit Nitronaphthalin imprä- - gniert war ............... 0,0004 99,0 - Beispiel 3 Korrosionssehutzbehandlung in Wasser Es wurde ein vergleichender Versuch vorgenommen, wobei sich das Probestück während 5 Tagen in 250 ccm Leitungswasser bei 20 ± 3'C befand, mit folgendem Resultat:
Wie oben dargestellt, hatten in Wasser das Nitronaplithalin oder das Ammoniakwasser einzeln auch eine Korrosionsschutzwirkung, jedoch bei gleichzeitiger Verwendung der beiden Mittel wurde ein noch ausgezeichneterer Korrosionsschutzeffekt durch Zusammensetzung der beiden Korrosionsschutzwirkungen erzielt.Gewichts- Prozent- Zusatz- abnahme satz der Korrosionsschutzmittel menge nach Korro- 5 Tagen sionsbe- (9) (g) handlung Nicht verwendet .... 0 0,0171 0 Nitronaphthalin ... 0,15 0,0142 17,0 Ammoniakwasser auf pH 8 0,0052 69,6 eingestellt Nitronaphthalin -4- Ammoniak (10 : 1) ......... 0,15 0,0004 97,7 (pH 8) - B e i s p i e 1 4 Korrosionsschutzbehandlung in wäßriger Säurelösung In der Zeichnung ist der Korrosionsgrad des Probestückes, welches sich in 250 cem einer 5 0/,igen Salzsäure befand, im Vergleich zu demselben mit 0,1 0/,igem und 0,5 0/,igem Zusatz von erfindungsgemäßen Mitteln oder Marktware dargestellt. Bei 100/, Schwefelsäure wurden dieselben Resultate erhalten.
- Der Zeichnung nach ist es klar, daß die Marktware nicht nur keinen Effekt für wäßrige Säurelösung hat, sondern die Korrosion fördert, daß dagegen aber das erfindungsgemäße Mittel seine Funktion sogar in Wasser erfüllt.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Verwendung von Nitronaphthalin als Korrosionsinhibitor für Eisen und Stahl in gasförmiger und flüssiger saurer Phase.
- 2. Verwendung von Nitronaphthalin nach Anspruch 1, welches einen Zusatz von Ammoniak aufweist. 3. Verwendung von Nitronaphthalin nach An- spruch 1, welches von Verpackungspapier absorbiert ist.
- In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 818 146, 708 835.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP1201654X | 1955-12-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1201654B true DE1201654B (de) | 1965-09-23 |
Family
ID=14779542
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN13081A Pending DE1201654B (de) | 1955-12-12 | 1956-12-12 | Verwendung von Nitronaphthalin als Korrosionsinhibitor fuer Eisen und Stahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1201654B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE708835C (de) * | 1937-12-15 | 1941-07-30 | Johann Karl Wirth Dipl Ing | Verfahren zur Herstellung eines Rostbildung verhuetenden Anstrichmittels |
| DE818146C (de) * | 1948-01-12 | 1951-10-22 | Bataafsche Petroleum | Verfahren zum Schuetzen von Eisen, Stahl und Eisenlegierungen vor Korrosion |
-
1956
- 1956-12-12 DE DEN13081A patent/DE1201654B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE708835C (de) * | 1937-12-15 | 1941-07-30 | Johann Karl Wirth Dipl Ing | Verfahren zur Herstellung eines Rostbildung verhuetenden Anstrichmittels |
| DE818146C (de) * | 1948-01-12 | 1951-10-22 | Bataafsche Petroleum | Verfahren zum Schuetzen von Eisen, Stahl und Eisenlegierungen vor Korrosion |
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