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Wickelwelle mit mehreren unabhängig voneinander friktionierbaren Tragkörpern
für Wickelhülsen Die Erfindung betrifft eine Wickelwelle, auf der mehrere Tragkörper
für Wickelhülsen aufgeschoben sind, die mittels auf der Wickelwelle axial gleit-
und verschiebbaren Friktionsmitnehmerorganen, deren mit der Wickelwelle gemeinsam
umlaufende Distanzringe mittels Vorsprünge in Längsnuten der Wickelwelle eingreifen,
mit der Wickelwelle in Abhängigkeit von dem auf die Einzelfriktionen gemeinschaftlich
ausgeübten und mittels Scheiben aus Filz, Fiber oder Kunststoff auf die Wickelkerne
übertragenen Axialdruck friktionskuppelbar sind.
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Bekannte Einzelfriktionswickelwellen der vorstehend genannten Gattung
arbeiten in den meisten Anwendungsfällen sehr gut. Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist eine Einzelfriktionswickelwelle zu schaffen, die feinfühliger, trägheitsfreier
und verlustfreier als bekannte Einzelfriktionswickelwellen arbeitet Diese Aufgabe
wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß seitlich mehr oder weniger reibschlüssig
an jedem Distanzring ein Schulterringgehäuse anliegt, das mit dem Schulterring eines
zwischen je zwei Distanzringen auf die Wickelwelle aufgeschobenen Wälz- oder Kugellagers
verbunden ist und seitlich von diesem vorsteht, daß am Außenumfang des Schulterringgehäuses
eine Spannvorrichtung für die Wickelhülsen angeordnet ist und daß der Innenring
des Wälz- oder Kugellagers drehfest mit der Welle verbunden ist.
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Damit werden die bei bekannten Einzelfriktionswickelwellen auftretenden
störenden Reibungsverluste und das Verkanten zwischen Wickelhülsen und den Aufnahmeringen
oder der Wickelwelle weitgehend vermieden. Es wird der Vorteil erzielt, daß sich
sogar sehr empfindliche Folienbändchen, auch solche von sehr geringer Stärke und
geringer Breite, einwandfrei aufwickeln lassen.
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Es wird Patentschutz nicht für die Anordnung von Wälz- oder Kugellagern
in Verbindung mit Reibungskupplungen bei Wickelvorrichtungen begehrt, sondern für
die besondere Ausbildung einer Wickelwelle mit mehreren xmabhängig voneinander friktionierbaren
Tragkörpern für Wickelhülsen, wie sie im Patentbegehren niedergelegt ist.
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Eine bevorzugte Ausbildungsform der neuen Einzelfriktionswickelwelle
ist dadurch gekennzeichnet, daß die Innenringe der Wälz- oder Kugellager je auf
einem ihnen zugeordneten und auf der Wickelwelle axial gleit- und verschiebbar aufgeschobenen
Aufnahmering fest aufgezogen sind, der zwischen Distanzringen angeordnet mittels
einer Nase in eine Längsnut der Wickelwelle eingreift.
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Bei der neuen Einzelfriktionswickelwelle können die Schulterringe
mit den ihnen zugeordneten Schulterringgehäusen mittels Sprengringe verbunden sein.
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Die neue Einzelfriktionswickelwelle kann ferner so ausgebildet sein,
daß die Wickelhülsen mit ihnen zugeordneten Schulterringgehäusen mittels einer elastischen
Kupplung oder Gummiringes kuppelbar sind.
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Es wird empfohlen, daß die Gummiringe in den Schulterringgehäusen
gelagert und mittels Druckringen in ihre die Kupplung von Schulterringgehäusen und
Wickelhülsen bewirkenden Stellung preßbar sind und dabei gegen Bewegung relativ
zu Schulterringgehäusen gesichert werden können.
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Die Erfindung kann zweckmäßigerweise so ausgeführt sein, daß der
Gummiring am Außenumfang des Schulterringgehäuses zwischen einem felgenwulstformähnlichen
Vorsprung des Außenumfanges und dem Druckring angeordnet ist.
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Die Schulterringgehäuse der Einzelfriktionswickelwelle können vorteilhafterweise
so ausgebildet sein, daß Druckringe mittels ihrer Nasen in axial bzw. parallel zur
Drehachse gerichteten Nuten der ihnen zugeordneten Schulterringgehäusen geführt
sind.
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Es ist von Vorteil, wenn die Druckringe mittels Andrückmuttern in
Richtung auf die Gummiringe vordrückbar sind.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachstehend an Hand der
Zeichnung erläutert.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dar.
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Die Aufwickelwelle 1 trägt die auf ihr aufgeschobenen Distanzringe
2, Aufuahmeringe 3 und Stellring 4.
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Die Distanzringe 2 und Aufnahmeringe 3 greifen je mit einer Nase24
in eine parallel zur Längsachse 5 der Aufwickelwelle 1 gerichtete Nut 6 der Aufwickelwelle
1 und sind so mit der Aufwickelwelle 1 gekuppelt, daß sie auf der Aufwickelwelle
1 axial verschiebbar
gelagert sind und mit der Aufwickelwellel
gemeinsam um die Längsachse5 der Aufwickelwellel umlaufen, wenn die Aufwickelwelle
1 rotiert.
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Der Stellring4 greift mittels einer Schraube7 so in die Längsnut
6, daß der Stellring 4 axial nicht ungewollt verschiebbar auf der Aufwickelwelle
1 fest verklemmt ist.
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Auf den Aufnahmering 3 sind die Innenringe 8 fest aufgezogen. Die
Innenringe 8 können auch in anderer Weise mit den Aufnahmeringen 3 fest verbunden
sein.
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Die Innenringe 8 bilden mit den ihnen zugeordneten Schulterringen
9 und Wälzkörpern oder Kugeln 10 Lager. Die Schulterringe9 tragen felgenformähnlich
ausgebildete Schulterringgehäuselt. Jedes Schulterringgehäuse 11 greift mittels
eines ringscheibenförmigen Innenkranzes seitlich über die Stirnseite des ihm zugeordneten
Schulterringes 9, die dem ihm zugeordneten Distanzring 2 zugewandt ist.
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Der ringscheibenförmige Innenkranz des Schulterringgehäuses 11 ragt
so weit an die Aufwickelwelle 1 radial heran, daß der ringscheibenförmige Schulterringgehäuse-Innenkranz
sich in axialem Abstand von der Stirnseite des Lagerinnenringes 8 mehr oder weniger
in radialer Richtung entlang der Stirnseite des Lagerinnenringes 8 erstreckt. An
ihren anderen Stirnseiten, an denen die Schulterringe9 nicht von einem ringscheibenförmigen
Schulterringgehäuse-Innenkranz seitlich abgedeckt sind, ist die Lage der Schulterringe9
innerhalb der Schulterringgehäuse 11 mittels Sprengringe 12 gesichert.
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Die Schulterringgehäuse 11 reichen nicht bis an die ihnen zugeordneten
Aufnahmeringe 3 heran. Auch sind die Aufnahmeringe3 gegenüber den ihnen zugeordneten
Distanzringen 2 axial so zurückgesetzt bzw. in solchem Abstand von ihnen angeordnet,
daß auch dann, wenn die Distanzringe 2 reibschlüssig fest an den ihnen zugeordneten
Schulterringgehäusen 11 anliegen, Distanzringe 2 und Aufnahmeringe 3 in axialem
Abstand voneinander angeordnet sind.
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Entgegengesetzt vom Stellring 4 drückt die Friktionsanstellfederl3
in Richtung auf den Stellring 4 gegen ihr zunächst angeordneten Distanzring 2, wobei
der von ihr ausgeübte Druck sich auf alle einzelnen Friktionen überträgt. Die nabenformähnlich
ausgebildeten Schulterringgehäuse 11 tragen an ihrem peripherischen Außenumfang
elastische Gummiringe 14 od. dgl., die je einerseits von einem felgenwulstformähnlichen
Vorsprung 15 der Schulterringgehäuse 11 und andererseits von einem Druckring 16
begrenzt sind. Am Außenumfang bzw. Außenkranz der Schulterringgehäuse 11 sind Andrückmutternl7
aufgeschraubt, und zwar so, daß die Andrückmuttern 17, die ihnen zugeordneten Druckringe
16 gegen die Gummiringel4 verschieben und damit die Gummiringe 14 zwischen peripherischen
Außenumfang der Schulterringgehäuse 11, den felgenwulstformähnlichen Vorsprüngen
15 der Schulterringgehäuse 11 und sich klemmen bzw. quetschen.
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Tnfolge ihrer Elastizität dehnen sich die axial geklemmten Gummiringe
14 dabei zwischen dem peripherischen Außenumfang bzw. den Außenkränzen der Schulterringgehäuse
11 und den über den Schulterringgehäuse-Außenkränzen bzw. Gummiringen 14 geschobenen
Wickelhülsen 18 aus. Die Gummiringe 14 werden dabei zwischen den Schulterringgehäuse-Außenkränzen
und den Wickelhülsen 18 geklemmt bzw. gespreizt und kuppeln dabei infolge des von
ihnen in radialer Richtung ausgeübten
K!emmdruckes die Wickelhülsen 18 so mit den
ihnen zugeordneten Schulterringgehäusen 11, daß die Wikkelhülsen 18 mit den ihnen
zugeordneten Schulterringgehäusen 11 gemeinsam umlaufen.
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Einander zugeordnete Distanzringe 2 und Schulterringgehäuse 11 liegen
mittels Scheibenl9 aus Filz, Fiber oder Kunststoff entsprechend dem ausgeübten axialen
Friktionsdrnck mehr oder weniger reibschlüssig aneinander an.
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Drückt eine handbetätigte oder automatisch, z. B. von einem Friktionsverstellmotor
betätigte Friktionsverstellmutter, die der Einfachheit halber nicht dargestellt
ist, gegen die Friktionsverstellfeder 13 in Richtung auf den Stellring 4, so drückt
die Friktionsverstellfeder 13 den ihr zunächst benachbarten Distanzring 2 gegen
den ringscheibenförmigen Innenkranz des ihr zunächst benachbarten Schulterringgehäuses
11 vor. Bei entsprechendem Anpreßdruck kuppelt dabei die Friktionsverstellfeder
13 den ihr zunächst benachbarten Distanzring 2 mit dem ihr zunächst benachbarten
Schulterringgehäuse 11, so daß der mit seiner Nase 24 in eine Längsnut 6 der umlaufenden
Aufwiclielwelle 1 eingreifende und gemeinsam mit der Aufwickelwellel umlaufende
Distanzring2 entsprechend dem Anpreßdruck und der dadurch hervorgerufenen reibschlüssigen
Verbindung zwischen Distanzring 2 und Schulterringgehäuse 11 bei seinem Umlauf das
Schulterringgehäuse 11 mitnimmt.
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Der von der Friktionsverstellfeder 13 auf den der Feder zunächst
benachbarten Distanzring 2 und damit auf das der Friktionsverstellfeder 13 zunächst
benachbarte Schulterringgehäuse 11 übertragene Axialdruck wird von dem im Schulterringgehäuse
11 angeordneten Schulterring 9 über die ihm zugeordneten Kugeln 10 od. dgl. und
dem ihm zugeordneten Lagerinnenring8, also vom Kugel- bzw.
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Wälzlager auf den der Friktionsverstellfeder 13 in Druckrichtung zunächst
benachbarten Aufnahmering3 übertragen, mit dem der Lagerinnenring 8 ja fest verbunden
ist. Dieser Aufnahmering3 überträgt den Axialdruck auf den der Friktionsverstellfeder
13 zweitnächsten Distanzring2, der wiederum wie der der Friktionsverstellfeder 13
zunächst benachbarte Distanzring 2 den Axialdruck auf das ihm zugeordnete Schulterringgehäuse
11 überträgt und dabei mehr oder weniger reibschlüssig mit ihm gekuppelt wird.
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So pflanzt sich der von der Friktionsverstellfeder 13 ausgeübte Axialdruck
der Reihe nach durch alle in Richtung des Axialdruckes aufeinanderfolgenden Einzelfriktionskupplungen
bis zum Stellring4 fort.
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Die dabei bewirkte Friktionierung ist besonders feinfühlig, frei von
bei bekannten Einzelfriktionen eventuell auftretenden störenden Reibungsverlusten
zwischen Wickelhülsen und Aufnahmeringen oder der Wickelwelle. Wie schon ausgeführt,
eignet sich daher die neue Friktionskupplung in ganz besonderer Weise für Einzelfriktionswellen,
die dazu dienen sollen, empfindliche Folienbändchen aufzuwickeln. Mittels der Einzelfriktionen
nach der Erfindung und der mit den Einzelfriktionen ausgerüsteten Einzelfriktionswelle
lassen sich Folienbändchen ordnungsgemäß aufwickeln, die ganz geringe Stärke haben.
Mit 20 sind Wickelrollen bezeichnet.