DE1201106B - Einzelkornsaemaschine - Google Patents
EinzelkornsaemaschineInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C7/00—Sowing
- A01C7/04—Single-grain seeders with or without suction devices
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Sowing (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
AOIc
Deutsche Kl.: 45 b - 7/04
Nummer: 1201106
Aktenzeichen: Sch 26648 ΠΙ/45 b
Anmeldetag: 5. September 1959
Auslegetag: 16. September 1965
Die Erfindung betrifft eine Einzelkornsämaschine, die mindestens eine Sävorrichtung aufweist, welche
aus einem unterhalb eines Saatgutbehälters angeordneten, in einem festen Gehäuse drehbaren, mit Vertiefungen
versehenen Särad besteht.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine besonders gleichmäßige Einzelkornsaat zu ermöglichen, wobei
die aus dieser Saat hervorgegangenen, beispielsweise in einem Abstand von 40 mm stehenden Rübenpflanzen
durch Einwirkung eines üblichen Rübenausdünners auf einen Abstand von 200 mm gebracht
werden sollen.
Bei der eingangs erwähnten Einzelkornsämaschine sind napfartige Vertiefungen zur Aufnahme je eines
Saatkornes sowie eine diese Vertiefungen miteinander verbindende Umfangsnut mit eingreifendem
Auswerfer vorgesehen. Hierbei ist die Umfangsnut von der Innenseite des Säradkranzes in radialer Richtung
über den Grund der napfartigen Vertiefungen hinausgeführt und der Auswerfer radkranzinnenseitig
vorgesehen. Dabei ist der Auswerfer als eine in der Nut geführte Rolle ausgebildet.
Solche Sämaschinen arbeiten in der Weise, daß sich das Särad in der Fahrtrichtung der Sämaschine
dreht, wobei das Säschar durch das geringe Eigengewicht der Vorrichtung nur seicht in den Boden
gedrückt wird. Durch die geringe Belastung ist kein gleichmäßiger Tiefgang gewährleistet. Bei losem
Boden dringt das Säschar tiefer, bei festem Boden dagegen seichter in den Boden ein. Da der Boden am
selben Feld in der Struktur wechselt, ergibt sich eine ungleichförmig verlaufende Saattiefe. Ganz hoch liegende
Samenkörner keimen unter Umständen überhaupt nicht aus, tiefer liegende beginnen erst später
zu keimen. Hierdurch bilden sich unregelmäßige und lückenhafte Pflanzenbestände, was für die nachfolgende
Ausdünnarbeit von besonderem Nachteil ist.
Dies alles wird durch eine Einzelkornsämaschine der eingangs genannten Art vermieden, die im wesentlichen
aus einer an sich bekannten Ausdünnmaschine gebildet ist, deren Werkzeuge in ihrer Eindringtiefe
in den Boden unter Zwischenschaltung einer Stützfeder durch einen Stützhebel sowie durch
eine Stützrolle einstellbar sind und deren Antriebswelle für die Ausdünnwerkzeuge statt dieser das quer
zur Fahrtrichtung drehbare Särad trägt, wobei am Tragrohr für die Antriebswelle das feststehende Säradgehäuse
befestigt ist.
Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß auf jedem Säschar über die Stützhebel und Federn der Ausdünnmaschine
ein erhebliches Gewicht lastet, so daß ein sicheres Eindringen des Säschars in den Boden
Einzelkornsämaschine
Anmelder:
Ing. Fritz Schümann, Wien
Vertreter:
Dipl.-Ing. C. Köchling, Patentanwalt,
Hagen, Fleyer Str. 135
Als Erfinder benannt:
Ing. Fritz Schürmann, Wien
Ing. Fritz Schürmann, Wien
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 6. September 1958 (A 6241/58)
ao gewährleistet ist, und zwar auch bei wechselnder
Bodenbeschaffenheit. Dabei verhindert die dem Säschar vorlaufende Stützrolle der Ausdünnmaschine,
die auch als Druckrolle wirkt, ein tieferes Eindringen. Der Tiefgang ist mit der Schraubenspindel
einfach und rasch auch während der Arbeit einstellbar und wird mit Sicherheit eingehalten.
Gemäß einer besonderen Ausbildung der nach der Erfindung gebauten Sämaschine, bei der das Särad
von einem umfangseitig anliegenden, gegen den Saatgutbehälter und nach unten zu offenen Gehäuse umschlossen
und mit napfartigen Vertiefungen zur Aufnahme je eines Saatkornes sowie einer diese Vertiefungen
untereinander verbindenden Umfangsnut mit eingreifendem Auswerfer versehen ist, wobei die Umfangsnut
von der Innenseite des Säradkranzes in radialer Richtung über den Grund der napfartigen Vertiefungen
hinausgeführt und der Auswerfer radinnen-■ seitig als eine in der Nut geführte Rolle ausgebildet
ist, ist in der unteren Öffnung des Gehäuses ein Federblech angeordnet, das von den Vertiefungen des
Särades jeweils nur eine und zwar die am weitesten unten befindliche freiläßt. Besonders vorteilhaft ist
es, gegenüber dem Federblech ein nach unten gerichtetes Führungsblech für die herabfallenden Saatkörner
vorzusehen, weil die Auswurfbahn der Körner wegen deren trotz Kalibrierung verschiedener Größe
und Form unterschiedlich ist, so daß erst durch dieses Führungsblech die Körner senkrecht zum Boden geleitet
werden.
Ferner können am Särad zwei parallel verlaufende Reihen oder Umfangsnuten mit vorzugsweise gegeneinander
versetzten, napfartigen Vertiefungen vor-
509 687/41
gesehen sein. Es ist auch denkbar, eine voneinander verschiedene Anzahl von Vertiefungen in den einzelnen
Reihen anzuordnen. Auch können mehrere solcher benachbarter Reihen vorhanden sein. Diese
Maßnahmen in Verbindung mit der Rotation des Särades quer zur Fahrtrichtung ermöglicht die Erzielung
beliebiger Abstände zwischen den in den einzelnen Saatreihen abgelegten Saatkörnern. Es können
also durch Freilassen von nur einer Lochreihe (d. h. Abdecken der übrigen Reihen) verschiedene Abstände
erzielt werden, ohne, wie dies sonst üblich ist, das Särad austauschen oder dieses mit einer anderen
Drehzahl laufen lassen zu müssen. Hierbei ist immer die Ablage der Körner längs einer Geraden gewährleistet.
Die Erfindung soll an Hand einer Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
F i g. 1 zeigt die erfindungsgemäß gestaltete Sämaschine im Schema von der Seite;
F i g. 2 und 3 sind Teilansichten der Maschine von hinten bzw. von oben;
F i g. 4 veranschaulicht im Schnitt die eigentliche Sävorrichtung der Maschine;
F i g. 5 ist ein Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 4.
Mit 1 sind die Antriebsräder einer bekannten Rübenausdünnmaschine bezeichnet, welche im vorliegenden
Fall Gitterräder sind. Diese treiben über ein Kegelgetriebe 2 eine Antriebswelle 3 an, die in
einem um die Radachse schwenkbaren Tragrohr 4 gelagert ist. Zur Gewährleistung der Eindringtiefe des
SäscharsS in den vorbereiteten Ackerboden ist ein Stützhebel Aa am Tragrohr 4 angelenkt, der sich am
Maschinenrahmen 4 b unter Zwischenschaltung einstellbarer Federn 4 c, 4 d abstützt. Das Säschar S wird
damit nicht nur durch das nicht unerhebliche Eigengewicht der ganzen Sävorrichtung, sondern verstärkt
oder abgeschwächt durch die Wirkung der Federn 4 c, 4 d in den Boden gedrückt. Der Tiefgang wird andererseits
durch ein in der Nähe des Säschars S angeordnetes, stufenlos einstellbares Stützrad 5 begrenzt.
Die eigentliche Sävorrichtung besteht aus einem Gehäuse 6, das am Tragrohr 4 angeflanscht ist. Das
Gehäuse 6 ist mit einem oberen Einlaß 7 für das in einem Saatgutbehälter 8 befindliche Saatgut und
einem unteren Auslaß 9 für die einzeln austretenden Saatkörner versehen.
Im Gehäuse 6 ist ein Särad 10 drehbar angeordnet, das mit der Antriebswelle 3 in beliebiger Form drehfest
gekuppelt ist. Das Särad 10 weist, an seinem Umfang gleichmäßig verteilt, eine Reihe von Vertiefungen
11 auf, die durch eine innere Umfangsnut 12 untereinander verbunden sind. Im dargestellten Beispiel
sind zwei solcher parallel verlaufender Reihen von Vertiefungen 11 vorhanden. In das Innere des
Särades 10 greift eine Tragbüchse 13 für das Auswerferrad 14 ein, das auf einer Achse 15 gelagert ist.
Entsprechend der Anordnung von zwei Reihen von Vertiefungen 11 ist das Auswerferrad mit zwei Scheiben
versehen. Die Tragbüchse 13 ist am Gehäuse 6 mittels Flanschen 16 befestigt. Die Austrittsöffnung 9
ist so bemessen, daß mehrere Vertiefungen im Särad freiliegen. In der Öffnung 9 ist eine Feder 17 befestigt,
die sich angenähert tangential gegen den tiefsten Punkt der Öffnung 9 erstreckt. Ferner ist ein
ίο Führungsblech 18 vorgesehen, dessen Bestimmung
noch erläutert werden wird.
Die Wirkungsweise der geschilderten Sävorrichtung ist folgende: Das Särad 10 wird quer zur Bewegungsrichtung
der Maschine mittels der Antriebswelle 3 gedreht. Aus dem Behälter 8 gelangen kontinuierlich
kalibrierte Saatkörner in die Vertiefungen 11, um der Auslaßöffnung 9 zugeführt zu werden. Das Auswerferrad
14 drückt die Saatkörner gegen die anliegende Feder 17, welche jedes Korn an einer bestimmten
Stelle freigibt. Würde, wie dies bisher der Fall war, keine Feder vorgesehen sein, so wäre der Punkt des
tatsächlichen Herausfallens des Kornes aus dem Särad wegen der Breite der Öffnung 9 nicht immer
gleich. Die Folge hiervon ist bei den bekannten Geraten, weil sich diese in Fahrtrichtung drehen, ein
ungleichmäßiger Abstand der Körner in der Reihe. Die Feder 17, die zweckmäßig nach unten leicht geknickt
ist, ermöglicht auch, daß die Körner praktisch ohne Streuung längs einer Geraden fallen. Das Führungsblech
18 begünstigt diesen Vorgang.
Claims (1)
- Patentanspruch:Einzelkornsämaschine, die mindestens eine Sävorrichtung aufweist, welche aus einem unterhalb eines Saatgutbehälters angeordneten, in einem festen Gehäuse drehbaren, mit Vertiefungen versehenen Särad besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Sämaschine aus einer an sich bekannten Ausdünnmaschine gebildet ist, deren Werkzeuge in ihrer Eindringtiefe in den Boden unter Zwischenschaltung einer Stützfeder (4d) durch einen Stützhebel (4 a) sowie durch eine Stützrolle (5) einstellbar sind, und deren Antriebswelle (3) für die Ausdünnwerkzeuge statt dieser das quer zur Fahrtrichtung drehbare Särad (10) trägt, wobei am Tragrohr (4) für die Antriebswelle das feststehende Säradgehäuse (6) befestigt ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 446 618, 804 968, 821 861;österreichische Patentschrift Nr. 181 109;
schweizerische Patentschrift Nr. 110 050;
USA.-Patentschrift Nr. 2 685 390.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen509 687/41 9.65 © Bundesdruckerei Berlin
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1201106X | 1958-09-06 | ||
| AT1205329X | 1958-12-04 |
Publications (1)
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| DE1201106B true DE1201106B (de) | 1965-09-16 |
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ID=34701632
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DESCH26648A Pending DE1201106B (de) | 1958-09-06 | 1959-09-05 | Einzelkornsaemaschine |
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