DE1200929B - Ausloesevorrichtung fuer Schalter - Google Patents
Ausloesevorrichtung fuer SchalterInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
HOIh
Deutsche Kl.: 21 c - 69
Nummer: 1 200 929
Aktenzeichen: A 37922 VIII b/21 c
Anmeldetag: 19. Juli 1961
Auslegetag: 16. September 1965
Die Erfindung bezieht sich auf eine Auslösevorrichtung für Schalter, die mit einem oder mehreren
beweglichen, mit Kontakten versehenen und mit feststehenden Kontakten zusammenwirkenden Kontakthebeln
ausgestattet sind. Bei bekannten Auslösevorrichtungen nimmt der die beweglichen Kontakte tragende
Kontakthebel zwei getrennte Stellungen ein, nämlich die Einschaltstellung und die Ausschaltestellung,
wobei der Übergang von einer Stellung in die andere bei der Auslösung durch das Zurücktreten
eines Anschlages, eines Hakens od. dgl. herbeigeführt
wird, der während der Schließung des Schalters den Kontakthebel in einer Stellung hält, in der die Kontakte
geschlossen werden. Das Zurückholen dieses Anschlages oder Hakens wird im allgemeinen durch
einen Finger gesteuert, der von außen oder auch durch einen beispielsweise auf einen Überstrom ansprechenden
Bimetallstreifen betätigt wird.
Bei derartigen Schaltern ist es auch schon bekanntgeworden, ein schwingendes Schlagglied vorzusehen,
das in der Einschaltstellung des Schalters gesperrt ist und zur Verstellung des oder der Kontakthebel beim
Ausschalten dient. Das bei den bekannten Schaltern verwendete Schlagglied wirkt unmittelbar so auf den
Kontakthebel ein, daß dieser mitgenommen wird. Diese Ausführungsform ist insofern nachteilig, als,
wenn dieser Kontakthebel eine erhebliche Trägheit aufweist, zur Durchführung einer momentanen Unterbrechung
des Stromes eine verhältnismäßig große Feder erforderlich ist, was baulich und auch kostenmäßig
einen gewissen Aufwand erfordert. Außerdem wird bei diesen bekannten Vorrichtungen die die
Schwenkbewegung des Auslösehebels bewirkende Energie nicht von einer Feder, sondern von einem
Bimetallstreifen geliefert, der wegen seiner thermischen Trägheit eine gewisse zeitliche Verzögerung
beim Arbeiten bedingt, so daß die Drehbewegung des Auslösehebels nicht so schnell und schlagartig
erfolgen kann wie bei Verwendung einer Feder. Außerdem muß bei dieser bekannten Ausführungsform der Bimetallstreifen gegen die Wirkung einer
Rückholfeder arbeiten, was zu einer weiteren Verzögerung in der Arbeitsweise und damit in der
Schaltschnelligkeit führt.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese den bekannten Vorrichtungen anhaftenden
Nachteile zu vermeiden und eine Auslösevorrichtung zu schaffen, die mit einer größtmöglichen
Arbeitsgenauigkeit betrieben werden kann und zu ihrer Auslösung eine möglichst geringe Kraft und
damit einen geringen Überstrom erforderlich macht.
Dies wird bei einer vorstehend beschriebenen Aus-Auslösevorrichtung
für Schalter
Anmelder:
Georges Allard, Bois-Colombes, Seine
(Frankreich)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Seiler und Dipl.-Ing. H. Stehmann,
Patentanwälte, Berlin 19, Oldenburgallee 10
Als Erfinder benannt:
Georges Allard, Bois-Colombes, Seine
(Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 20. Juli 1960 (833 659)
lösevorrichtung erfindungsgemäß erreicht durch mindestens einen beweglichen Anschlag, der in Einschaltstellung
den oder die Kontakthebel sperrt, so daß die von ihm bzw. ihnen getragenen Kontakte gegen
die feststehenden Kontakte gehalten werden, wobei das Schlagglied dazu vorgesehen ist, beim Auslösen
den Anschlag aus der Stellung zurückzustoßen, in der er den oder die Kontakthebel sperrt.
Das Schlagglied besteht hierbei zweckmäßig aus einem Hebel, von dem das eine Ende elastisch gegen
ein Anschlagglied gehalten wird, das seinerseits durch einen Bimetallstreifen oder einen von außen betätigbaren
Knopf gesteuert wird. Der Hebel wirkt mit seinem Ende mit dem oder den Kontakthebeln in der
Weise zusammen, daß ihr Einschalten das erneute Spannen des Hebels bewirkt.
Der Anschlag kann um einen Festpunkt schwenkbar angeordnet und der Einwirkung einer Rückholfeder
ausgesetzt sein, die bestrebt ist, ihn in die Stellung zurückzuführen, in der er den oder die Kontakthebel
sperrt.
Eine Auslösevorrichtung mit einem durch eine Lamelle, einen Stab od. dgl. gebildeten Anschlag des
Kontakthebels, die um einen ihrer Punkte schwenkbar sind und mit einem anderen ihrer Punkte eine
Abstützung oder eine Verklinkung für den Kontakthebel bilden, ist in weiterer Ausbildung der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß das Schlagglied auf einen Punkt des Anschlags so einwirkt, daß es
diesen durch seine Schlagbewegung in dem Sinn ver-
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schwenkt, welcher das Zurücktreten der Abstützung Fig. 5 zeigt schematisch eine Auslösevorrichtung
oder der Verklinkung bewirkt. Der das Schlagglied für einen Schalter mit einem schwenkbaren und
bildende Hebel wirkt auf eine Kante oder ein freies gleitenden Kontakthebel;
Ende des schwenkbaren Anschlages mittels eines F i g. 6 ist eine schematische Ansicht der gleichen
Hakens od. dgl. ein, welcher an einem seiner Arme 5 Vorrichtung in der Ausschaltstellung;
befestigt ist. F i g. 7 ist eine Draufsicht eines mit einer Auslöse-
Ein weiteres kennzeichnendes Merkmal besteht vorrichtung gemäß den Ansprüchen versehenen
darin, daß ein Arm des das Schlagglied bildenden zweipoligen Schalters;
schwenkbaren Hebels bei der Auslösung oder der F i g. 8 ist ein Schnitt längs der Linie VIII-VIII
Wiedereinschaltung des Schalters durch den Kontakt- io der Fig. 7;
hebel oder die Kontakthebel des Schalters so ver- Fig. 9 ist ein Schnitt längs der LinieIX-IX der
schwenkt wird, daß sich ein Arm des Hebels von Fig. 7;
neuem an dem Anschlagglied verklinkt, F i g. 10 zeigt eine Einzelheit im Schnitt X-X der
Der das Schlagglied bildende Hebel trägt einen F i g. 7;
Bimetallstreifen, mit welchem er sich in der Ruhe- 15 Fig. 11 zeigt eine Einzelheit im Schnitt längs der
stellung an dem ihn festhaltenden Anschlagglied ab- Linie XI-XI der F i g. 7;
stützt. Das Anschlagglied kann seinerseits durch F i g. 12 ist eine schaubildliche Ansicht einer Eineinen
Bimetallstreifen gebildet werden, wobei die zelheit der F i g. 7, welche den Kontakthebel, seinen
Ausbildung so getroffen ist, daß die beiden Bimetall- Anschlag und die benutzte Auslösevorrichtung zeigt,
streifen durch Schwankungen der Umgebungstempe- 20 Der in Fig. 1 und 2 dargestellte Schalter^ trägt
ratur parallel und gleichsinnig verformt werden, der- einen Sockel 1 mit einem festen Kontakt 2 und einen
art, daß die für die Auslösung erforderliche Verstel- bei 4 schwenkbaren Kontakthebel 3, der an einem
lung des Anschlaggliedes praktisch konstant bleibt. Ende den beweglichen Kontakts trägt. In der Ein-
Der Auslösewert des von dem das Schlagglied schaltstellung legt sich der Kontakthebel mit seinem
bildenden Hebel getragenen Bimetallstreifens ist von 25 anderen Ende gegen einen Anschlag 6, welcher bei 7
außen durch eine Schraube einstellbar. schwenkbar ist und in der in F i g. 1 dargestellten
Bei einem mehrpoligen Schalter sind zweckmäßig Stellung durch eine Feder 8 gehalten wird. Dem
ein oder mehrere einem oder mehreren Polen züge- einen Anschlag für den Kontakthebel 3 bildenden
ordnete Schlagglieder vorgesehen, deren jedes mit Ende des Anschlags 7 gegenüber befindet sich eine
einem getrennten Anschlagglied zusammenwirkt, das 30 Nase 9, die von einem bei 11 schwenkbaren Winkeleinen
Bimetallstreifen, ein elektromagnetisches Glied hebel 10 getragen wird. Dieser Hebel legt sich mit
od. dgl. enthält. dem Ende eines seiner Arme 12 gegen die Rand-
Die Pole des mehrpoligen Schalters werden von leiste 13 eines Bimetallstreifens 14, während sein
getrennten Armen getragen, welche an einem ge- anderer Arm 15 mit einer Zugfeder 16 verbunden ist,
meinsamen beweglichen Halter angebracht sind, der 35 welche normalerweise das Ende des Arms 12 an diein
der Einschaltstellung mit einem Anschlag zu- ser Randleiste 13 hält.
sammenwirkt, wobei jedes der verschiedenen Schlag- Bei 17 ist schematisch ein Betätigungsknopf zum
glieder getrennt das Zurücktreten dieses Anschlags Einschalten des Schalters und bei 18 eine Feder darfür
die gleichzeitige Unterbrechung aller Kontakte gestellt, welche bei der Auslösung den Kontakthebel
des Schalters bewirken kann. 40 in dem Sinn des Pfeils / in die Stellung 3' kippt. Die
Ein oder mehrere Nebenschlüsse sind parallel zu Auslösung kann durch den Bimetallstreifen 14 ge-
dem den Bimetallstreifen enthaltenden Stromkreis- steuert werden, welcher sich unter der Einwirkung
abschnitt angeordnet, die wahlweise einschaltbar eines Überstroms in dem Sinn des Pfeils g verformt
sind. und dabei den Hebel 12 freigibt, der in dem Sinn des
Die Auslösevorrichtung gemäß den Ansprüchen 45 Pfeils h schwenkt und mit seinem Haken 9 gegen den
ermöglicht die Verwendung eines Schlaggliedes von Anschlag 6 schlägt und ihn zurückdrückt,
großer Schlagkraft, das unmittelbar den Anschlag Der Kontakthebel 3 kippt dann nach 3'. Nach der betätigt und dessen Zurückholen die Trennung der Auslösung des Schalters nehmen die verschiedenen Kontakte nach sich zieht. Die Freigabe dieses Teile die in F i g. 2 dargestellte Stellung ein. Bei Be-Schlaggliedes kann mit äußerster Genauigkeit bei 50 tätigung des Knopfs 17 in entgegengesetztem Sinn sehr geringen Überströmen erreicht werden. Schließ- wird der Kontakthebel von 3' auf 3 gebracht und der lieh ermöglicht die Einschaltung des in beanspruch- Kontakt wiederhergestellt. Dabei stellt man die Beter Weise ausgebildeten Schlaggliedes die Auslösung triebsbereitschaft der Auslösevorrichtung wieder her, mehrerer Pole bei mehrpoligen Schaltern unter ge- indem man den Hebel 10 in dem dem Pfeil g entnauer Steuerung und trotz der großen Masse und 55 gegengesetzten Sinn verschwenkt, so daß das Ende Trägheit der zu verwendenden Teile mit hoher des Arms 12 von neuem in die Randleiste 13 des Schaltgeschwindigkeit. Bimetallstreifens 14 eingreift. Hierfür weist die Rand-
großer Schlagkraft, das unmittelbar den Anschlag Der Kontakthebel 3 kippt dann nach 3'. Nach der betätigt und dessen Zurückholen die Trennung der Auslösung des Schalters nehmen die verschiedenen Kontakte nach sich zieht. Die Freigabe dieses Teile die in F i g. 2 dargestellte Stellung ein. Bei Be-Schlaggliedes kann mit äußerster Genauigkeit bei 50 tätigung des Knopfs 17 in entgegengesetztem Sinn sehr geringen Überströmen erreicht werden. Schließ- wird der Kontakthebel von 3' auf 3 gebracht und der lieh ermöglicht die Einschaltung des in beanspruch- Kontakt wiederhergestellt. Dabei stellt man die Beter Weise ausgebildeten Schlaggliedes die Auslösung triebsbereitschaft der Auslösevorrichtung wieder her, mehrerer Pole bei mehrpoligen Schaltern unter ge- indem man den Hebel 10 in dem dem Pfeil g entnauer Steuerung und trotz der großen Masse und 55 gegengesetzten Sinn verschwenkt, so daß das Ende Trägheit der zu verwendenden Teile mit hoher des Arms 12 von neuem in die Randleiste 13 des Schaltgeschwindigkeit. Bimetallstreifens 14 eingreift. Hierfür weist die Rand-
Der Gegenstand der Ansprüche ist nachstehend leiste 13 einen umgebogenen Teil 13' auf, an welchem
unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber das Ende des Arms 12 gleitet, bevor es seine in
erläutert. 60 Fig. 1 dargestellte Stellung wieder einnimmt. Der
F i g. 1 zeigt schematisch eine Auslösevorrichtung Bimetallstreifen 14 kann natürlich auch von außen
für einen Schalter mit schwenkbarem Kontakthebel; durch einen Betätigungsknopf betätigt werden.
Fig. 2 zeigt schematisch die gleiche Vorrichtung Anstatt das Schlagglied durch unmittelbare Bein
der Ausschaltstellung; tätigung durch den Kontakthebel 3 wieder betriebs-
F i g. 3 zeigt schematisch eine Auslösevorrichtung 65 bereit zu machen, kann man auch einen mit dem
für einen Schalter mit gleitendem Kontakthebel; Kontakthebel starr verbundenen Teil vorsehen, wel-
Fig. 4 ist eine schematische Ansicht der gleichen eher das Schlagglied in entsprechender Weise beVorrichtung
in der Ausschaltstellung; tätigt.
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Bei der Ausführung der F i g. 3 und 4 führt der Der andere Ansatz 32 besitzt eine Rast 38, die den
Kontakthebel 3 des Schalters B eine Gleitbewegung Druckknopf 21 in der Einschaltstellung verriegelt,
aus und weist hierfür z. B. zwei Achsen 19 und 19' wenn sie mit einem Vorsprung 39 eines bei 41
auf, welche in Gleitbahnen 20 und 20' gleiten. Er schwenkbaren und unten mit einer Zugfeder 42 verträgt
zwei bewegliche Kontakte 5, 5', die mit zwei S bundenen Hebels 40 zusammenwirkt, der von der
festen Kontakten 2 und 2' zusammenwirken. Er wird Zugfeder normalerweise in der in F i g. 8 dargestelldurch
einen Druckknopf 21 betätigt, dessen Schaft ten Stellung gehalten wird.
in einer Gleitbahn 22 geführt ist. Der Kontakthebel Der Kontakthebel 3 stützt sich in der Einschaltwird
in der Einschaltstellung durch eine Haltenase 23 stellung an einem durch eine Platte gebildeten Angehalten,
die von einem nachgiebigen Stift 24 ge- ίο schlag 6 ab, dessen untere Schwenkkante 43 in
tragen wird, welcher eine ähnliche Aufgabe wie der einem in der Basis des Gehäuses vorgesehenen Einobige
Anschlag 6 erfüllt. Dieser Stift besitzt eine ab- schnitt 44 liegt. Auf diesen Anschlag können zwei
gewinkelte Lasche 25, welche gegenüber dem Ende Schlaghebel 10 a und 10 b einwirken, die voneinander
des Arms 12 des Hebels 10 der Auslösevorrichtung unabhängig um ihre Achsen 11 α und 11 b schwenkliegt.
Der Bimetallstreifen 14 betätigt hier mit seiner 15 bar sind und deren Schlagbewegungen durch zwei
Randleiste 13 den anderen Arm 15 des Hebels 10 verschiedene Bimetallstreifen 14 a und 14 b gesteuert
über eine von diesem Arm getragene Nase 26. werden, die in die Stromkreise eines jeden Kontakts
In F i g. 4 ist strichpunktiert die Stellung der ver- eingeschaltet sind.
schiedenen Teile während der Auslösung und voll- Der Stromkreis verläuft z. B. für den beweglichen
ausgezogen ihre Stellung in der Ausschaltstellung 20 Kontakt 3 b über die Eingangsklemme 45, die leitende
dargestellt. Man sieht, daß der Kontakthebel bei Platte 46, den festen Kontaktklotz 2 b, den beweg-
seinem Übergang von 3' nach 3" den Hebel 10 in liehen Kontaktklotz 3 b, den Arm 296, die leitende
seine Ausgangsstellung zurückführt, wodurch die Litze 47 zur Verbindung des Arms 29 b mit dem
Nase 26 von neuem mit der Randleiste 13 des Bi- Bimetallstreifen 14 b, die leitende Platte 48 und die
metallstreifens 14 in Eingriff gebracht wird, so daß 25 Ausgangsklemme 49.
die Auslösevorrichtung von neuem betriebsbereit ist. Die Einschaltung des Schalters erfolgt durch Ein-
Bei der Ausführung der F i g. 5 und 6 ist ange- drücken des Druckknopfs 21. Hierdurch wird die
nommen, daß die Achse 4 des Kontakthebels 3 des Platte 28 um die obere Kante des Anschlags 6 verSchalters
C in einer Gleitbahn 27 gleiten kann, und schwenkt, an der sie sich abstützt. Am Ende der
bei 3' und 3" (F i g. 5) sind strichpunktiert die auf- 30 Abwärtsbewegung des Druckknopfs wird der Ansatz
einanderfolgenden Stellungen des Kontakthebels 32 von dem Hebel 40 erfaßt, und der Kontakthebel
während der Auslösung dargestellt. Die grundsätz- wird festgehalten. Bei einem Überstrom, z. B. in dem
liehe Arbeitsweise der Auslösevorrichtung ist die Stromkreis der Kontakte 2 a bis 5 a, tritt der Bigleiche
wie bei den vorhergehenden Beispielen, sie metallstreifen 14 a zurück und gibt die Schlagbeweist
jedoch hier mit einem Schalter mit Freiauslösung 35 gung des Hebels 10 a frei, der den Anschlag 6 gekombiniert,
maß dem gleichen Arbeitsprinzip wie bei den vor-
Der Schwenkhebel 10 kann durch einen gleitenden hergehenden Beispielen zurückdrückt. Infolge der
Teil ersetzt werden, welcher unter der Einwirkung Anordnung eines Schlaggliedes für den Stromkreis
einer oder mehrerer Federn eine entsprechende eines jeden Pols löst der Schalter sofort aus, wenn
Schlagbewegung ausführen kann, wobei ihn die 40 ein Überstrom in einem dieser Stromkreise auftritt.
Federn normalerweise gegen einen Anschlag drücken, Ein von außen betätigter Auslöseknopf 57 kann
dessen Zurücktreten in gleicher Weise durch einen das Zurücktreten des Anschlags bewirken, wenn er
Bimetallstreifen oder einen von außen betätigten eingedrückt wird.
Finger od. dgl. gesteuert werden kann. Wenn der Schalter von der Umgebungstemperatur
In Fig. 7 bis 11 ist ein mit einer Auslösevorrich- 45 unabhängig sein soll, kann die Nase 9 des Schlagtung
der obigen Art versehener zweipoliger Schalter gliedes durch einen Bimetallstreifen50 (Fig. 11) erdargestellt.
Die den vorhergehenden Beispielen ent- setzt werden, dessen Verformungen nur durch die
sprechenden Teile sind mit den gleichen Bezugs- Änderungen der Umgebungstemperatur hervorzeichen
bezeichnet. Der Kontakthebel 3 kann eine gerufen werden. Dieser z. B. an dem Schlaghebel 10 b
Schwenk- und Gleitbewegung ausführen. Er weist 50 angebrachte Bimetallstreifen 50 steht mit der Randeine
isolierende Platte 28 auf, an der zwei zwei be- leiste 13 des Bimetallstreif ens 14 & im Eingriff, und
wegliche Kontakte 3 α und 3 b tragende Arme 29 α seine Höhe kann mittels einer Stellschraube 51 ein-
und 29 b befestigt sind, sowie Abreißkontakte 3' α gestellt werden. Diese Schraube ermöglicht die sehr
und 3'b, die von an den Armen 29 α und 29 b be- genaue Einstellung der Auslösestromstärke. Die Bifestigten
Lamellen 30 a und 30 & getragen werden. 55 metallstreifen 146 und 50 können unter der Ein-Die
Platte 28 wird von außen durch einen Einschalt- wirkung der Schwankungen der Umgebungstempeknopf
21 betätigt, der zwei Ansätze 31 und 32 trägt, ratur parallel und gleichsinnige Verformungen haben,
die durch zwei Ausnehmungen 33 und 34 in der wodurch die Wirkungen dieser Temperaturschwan-Platte
28 treten, in denen sie gleiten können. An kungen aufgehoben und die die Auslösung bedem
vollen Teil zwischen den Öffnungen der Platte 60 wirkende Verformung des Bimetallstreifens 14 b,
stützt sich während der Einschaltbewegung ein d. h. die Auslösestromstärke, genau konstant gemesserförmiger
Vorsprung 35 ab, der zwischen den halten wird.
beiden Ansätzen 31 und 32 des Druckknopfs aus- Wie im Schnitt in F i g. 10 dargestellt, können zwei
gebildet ist und die Schwenkachse des Kontakthebels Nebenschlüsse 52 und 53 zwischen dem festen Konbildet.
Gleichachsig zu dem Ansatz 31 ist eine Druck- 65 takt 2 b und dem Bimetallstreifen 146 vorgesehen
feder 36 angeordnet, die sich mit einem Ende an der werden. Diese voneinander durch eine Isolierplatte
Platte 28 abstützt und deren anderes Ende in einer 54 isolierten Nebenschlüsse sind an einem Ende mit
Ausnehmung 37 des Gehäuses 1 des Schalters liegt. Buchsen 57 a und 58 verbunden, die normalerweise
gegen die Basis des Gehäuses durch gleichachsige Federn 59 gedrückt werden, die zwischen einem
isolierenden Teil 60 des Gehäuses und an dem Fuß der Buchsen vorgesehenen Bünden 61 angeordnet
sind.
Zu diesen Buchsen gleichachsige Schrauben 55 und 56 können in Löchern der Platte 48 gleiten,
während die Buchsen in Bohrungen 62 der Platte 60 gleitend verschieblich sind. Die Schrauben werden
normalerweise von den Buchsen 57 a und 58 durch gleichachsige Federn 63 entfernt gehalten. Mittels
dieser Schrauben kann ein Kontakt zwischen den Nebenschlüssen und der Platte 48 hergestellt werden.
Hierfür können die Schrauben 55 und 56 von außen in Gewindebohrungen der entsprechenden Buchse
eingeschraubt werden, so daß sie diese in die für die Buchse 58 dargestellte Stellung bringen. Der entsprechende
Nebenschluß 53 ist dann zu dem den Bimetallstreifen 146 enthaltenden Stromkreisabschnitt
parallel geschaltet. Hierdurch liegt der Bimetallstreifen in einem Stromkreisabschnitt, welcher
von einem Strom durchflossen wird, welcher von dem Widerstand der Nebenschlüsse 52 und 53 abhängt.
Man kann daher mittels der Nebenschlüsse 52 und 53 und der Schrauben 55 und 56 einen Schalter
für mehrere Stromstärken einstellen, wobei der Übergang von einer Stromstärke zu einer anderen durch
einfaches Ein- oder Ausschrauben der Schrauben 55 und 56 erfolgt.
Ferner kann durch entsprechende Überbrückung oder Einstellung der Bimetallstreifen eines jeden
Schlaggliedes die Auslösung des Schalters für verschiedene Stromstärken in den getrennten Stromkreisen
der verschiedenen Pole des Schalters herbeigeführt werden.
Claims (13)
1. Auslösevorrichtung für Schalter mit einem oder mehreren beweglichen, mit Kontakten versehenen
und mit feststehenden Kontakten zusammenwirkenden Kontakthebeln, die ein schwingendes
Schlagglied enthält, das in der Einschaltstellung des Schalters gesperrt und zur Verstellung
des oder der Kontaktnebel beim Ausschalten vorgesehen ist, gekennzeichnet durch
mindestens einen beweglichen Anschlag (6), der in Einschaltstellung den oder die Kontakthebel
(3) sperrt, so daß die von ihm bzw. ihnen getragenen Kontakte (5) gegen die feststehenden Kontakte
(2) gehalten werden, wobei das Schlagglied (10) dazu vorgesehen ist, beim Auslösen den Anschlag
(6) aus der Stellung zurückzustoßen, in der er den oder die Kontakthebel sperrt.
2. Auslösevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlagglied aus
einem Hebel (10) besteht, von dem das eine Ende (12) elastisch gegen ein Anschlagglied (13)
gehalten wird, das seinerseits durch einen Bimetallstreifen (14) oder einen von außen betätigbaren
Knopf gesteuert wird.
3. Auslösevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (10) mit
seinem Ende (15) mit dem oder den Kontakthebeln in der Weise zusammenwirkt, daß ihr
Einschalten das erneute Spannen des Hebels bewirkt.
4. Auslösevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (6) um
einen Festpunkt (7) schwenkbar angeordnet und der Einwirkung einer Rückholfeder (8) ausgesetzt
ist, die bestrebt ist, ihn in die Stellung zurückzuführen, in der er den oder die Kontakthebel
sperrt.
5. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 mit einem durch eine Lamelle,
einen Stab od. dgl. gebildeten Anschlag des Kontakthebels, die um einen ihrer Punkte schwenkbar
sind und mit einem anderen ihrer Punkte eine Abstützung oder eine Verklinkung für den
Kontakthebel bilden, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlagglied auf einen Punkt des Anschlags
so einwirkt, daß es diesen durch seine Schlagbewegung in dem Sinn verschwenkt, welcher
das Zurücktreten der Abstützung oder der Verklinkung bewirkt.
6. Auslösevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der das Schlagglied
bildende Hebel auf eine Kante oder ein freies Ende des schwenkbaren Anschlages (6) mittels
eines Hakens (9) od. dgl. einwirkt, welcher an einem (15) seiner Arme befestigt ist.
7. Auslösevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Arm (15) des das
Schlagglied bildenden schwenkbaren Hebels (10) bei der Auslösung oder der Wiedereinschaltung
des Schalters durch den Kontakthebel oder die Kontakthebel (3) des Schalters so verschwenkt
wird, daß sich ein Arm (12) des Hebels von neuem an dem Anschlagglied (13) verklinkt.
8. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der das Schlagglied bildende Hebel einen Bimetallstreifen (50) trägt, mit welchem er sich in
der Ruhestellung an dem ihn festhaltenden Anschlagglied (13) abstützt.
9. Auslösevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagglied
(13) durch einen Bimetallstreifen gebildet wird, wobei die Ausbildung so getroffen ist, daß die
beiden Bimetallstreifen durch Schwankungen der Umgebungstemperatur parallel und gleichsinnig
verformt werden, derart, daß die für die Auslösung erforderliche Verstellung des Anschlaggliedes
praktisch konstant bleibt.
10. Auslösevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösewert des
von dem das Schlagglied bildenden Hebel getragenen Bimetallstreifens (50) von außen durch
eine Schraube (51) einstellbar ist.
11. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
bei einem mehrpoligen Schalter ein oder mehrere einem oder mehreren Polen zugeordnete Schlagglieder
vorgesehen sind, deren jedes mit einem getrennten Anschlagglied zusammenwirkt, das
einen Bimetallstreifen, ein elektromagnetisches Glied od. dgl. enthält.
12. Auslösevorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Pole des Schalters
von getrennten Armen getragen werden, welche an einem gemeinsamen beweglichen Halter angebracht
sind, der in der Einschaltstellung mit einem Anschlag zusammenwirkt, wobei jedes der
verschiedenen Schlagglieder getrennt das Zu-
rücktreten dieses Anschlags für die gleichzeitige Unterbrechung aller Kontakte des Schalters bewirken
kann (Fig. 8 bis 11).
13. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
ein oder mehrere Nebenschlüsse (52, 53) parallel zu dem den Bimetallstreifen enthaltenden
10
Stromkreisabschnitt angeordnet sind, die wahlweise einschaltbar sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 875 225;
deutsche Auslegeschriften Nr. 1040 668, 916.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 687/327 9.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| FR833659A FR1412354A (fr) | 1960-07-20 | 1960-07-20 | Dispositif de déclenchement pour interrupteurs à fléau mobile et appareils à un ou plusieurs pôles en comportant application |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1200929B true DE1200929B (de) | 1965-09-16 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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|---|---|
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| CH (1) | CH387139A (de) |
| DE (1) | DE1200929B (de) |
| FR (1) | FR1412354A (de) |
| GB (1) | GB982544A (de) |
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- 1961-07-18 CH CH845361A patent/CH387139A/fr unknown
- 1961-07-19 DE DEA37922A patent/DE1200929B/de active Pending
- 1961-07-19 BE BE606301A patent/BE606301A/fr unknown
- 1961-07-19 GB GB2617661A patent/GB982544A/en not_active Expired
Patent Citations (3)
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