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DE1200235B - Verfahren zur Verbesserung des Brauwertes von Hopfen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung des Brauwertes von Hopfen

Info

Publication number
DE1200235B
DE1200235B DEW31512A DEW0031512A DE1200235B DE 1200235 B DE1200235 B DE 1200235B DE W31512 A DEW31512 A DE W31512A DE W0031512 A DEW0031512 A DE W0031512A DE 1200235 B DE1200235 B DE 1200235B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hops
brewing
treatment
air
negative pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW31512A
Other languages
English (en)
Inventor
Pavel Weiner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1200235B publication Critical patent/DE1200235B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C3/00Treatment of hops
    • C12C3/04Conserving; Storing; Packing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung des Brauwertes von Hopfen Der Einfluß der in frisch geerntetem und alsbald oder nach nicht zu langer sachgemäßer Lagerung zu Brauzwecken verwendeten Hopfen enthaltenen ätherischen Öle ist für den Geschmack des Bieres von besonderer Bedeutung. Da es jedoch nicht immer möglich ist, den Hopfen alsbald nach der Ernte zu verarbeiten, bietet die Lagerung des Hopfens ein besonderes Problem, denn in freier Atmosphäre gelagerter Hopfen beginnt, auch wenn ihm in üblicher Weise durch Trocknen sein Wassergehalt bis auf etwa 10 bis 12 % entzogen worden ist, sich alsbald zu zersetzen. Diese Zersetzung schreitet um so schneller fort, je feuchter die den Hopfen umgebende Luft und je höher die Temperatur ist, bei der er gelagert wird.
  • Bekannte Methoden, dem Hopfen auch während längerer Lagerung die Eigenschafte* des frischen Hopfens soweit wie möglich zu erhalten, bestehen deshalb darin, den Hopfen bei niedriger Temperatur und in trockener Luft zu lagern oder ihn für die Dauer der Lagerung einschließlich seiner Beförderung zur Braustelle von der Außenluft dadurch abzuschließen, daß er in gasdichten Behältern untergebracht wird, aus denen die beim Einbringen des Hopfens miteingeschlossene Luft abgesaugt und durch ein neutrales Gas, meist Kohlendioxyd, ersetzt ist. Ein weiteres bekanntes Verfahren zur Verbesserung der Lagerfähigkeit von Hopfen besteht darin, den in üblicher Weise zu einem harten Formkörper gepreßten und in eine gasdurchlässige Hülle eingeschlossenen Hopfen vorübergehend einem hohen, zwischen etwa 25 und 15 Torr liegenden Unterdruck auszusetzen, worauf er längere, aber eben immerhin beschränkte Zeit in freier Atmosphäre gelagert werden kann. Alle diese Methoden zur Lagerung oder zur Verbesserung der Lagerfähigkeit des Hopfens sind aufwendig, verteuern den Hopfen und können doch ein allmähliches Fortschreiten der alsbald nach der Ernte im Hopfen einsetzenden Zersetzungsvorgänge nicht verhindern. Diese Zersetzungsvorgänge führen im Hopfen zur Bildung und Ansammlung von unerwünschten Geruchs- und Geschmacksstoffen, die sich dem mit einem solchen Hopfen gebrauten und gegenüber derartigen Stoffen sehr empfindlichen Bier sehr schnell mitteilen. Obwohl diese flüchtigen Stoffe sich während des Kochens der mit dem Hopfen versetzten Maische zum Teil mit dem Wasserdampf verflüchtigen, bleibt eine ungünstige Geschmacksbeeinflussung der Maische zurück, die auch im fertigen Bier deutlich wahrnehmbar ist.
  • Man unterscheidet mehrere Arten von nachteilig auf das Bier wirkenden Geschmacksstoffen, 1. solche, die gewissen Hopfenarten von Natur aus anhaften, 2. solche, die auf das natürliche Altern des Hopfens zurückzuführen sind, 3. solche, die ihre Ursache in besonders ungünstigen Lagerungsbedingungen haben.
  • Schließlich kommen noch Geschmacksstoffe hinzu, die der Hopfen während seiner Lagerung aus der ihn umgebenden Luft oder aus Verpackungsmitteln, z. B. mehrfach verwendeter Sackleinwand, angenommen hat.
  • Die bekannte, von manchen Brauereien geübte Methode, den Brauwert eines mit unerwünschten Geschmacksstoffen behafteten Hopfens dadurch zu verbessern, daß man diesen vor seiner Zugabe zur Maische brüht oder sogar kocht, führt keineswegs zu einer restlosen Beseitigung dieser unerwünschten Stoffe und hat im übrigen den Nachteil, daß dem Hopfen auch Bestandteile entzogen werden, die für seine Verwendung zu Brauzwecken besonders wichtig sind. Diese für die Brauerei wichtigen Bestandteile des Hopfens sind nämlich ebenso wie die unerwünschten Zersetzungsprodukte ätherische Öle oder in Wasser leicht lösliche Harze, die beim Brühen oder Kochen in das dazu verwendete Wasser übergehen und mit diesem vom Hopfen getrennt werden.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe es gelingt, dem Hopfen jede Art von nachteilig auf das Bier wirkenden Geschmacksstoffen zu entziehen, und zwar nur diese, d. h. ohne den Gehalt des Hopfens an für die Brauerei wichtigen Geschmacksstoffen zu verringern. Ausgehend von der bekannten Arbeitsweise, wobei der Hopfen in einem gasdichten Behälter der Einwirkung von Unterdruck und Luft oder inerten Gasen ausgesetzt wird, gelingt das erfindungsgemäß dadurch, daß man losen Hopfen einem Unterdruck von 15 bis 5 Torr aussetzt und diesen Druck unter Ersatz weiter aus dem Behälter abgesaugter Atmosphäre durch reine Luft oder ein inertes Gas während einer Dauer von 15 bis 60 Minuten aufrechterhält.
  • Im Gegensatz zur bekannten Unterdruckbehandlung, die der Verbesserung der Lagerfähigkeit von Hopfenpreßlingen dient, genügt es hier also nicht, den Unterdruck während einer bestimmten Zeitspanne durch gasdichten Abschluß des evakuierten Behälters aufrechtzuerhalten, sondern es ist nötig, das Absaugen der Behälteratmosphäre nach Erreichen des gewünschten Restdrucks einige Zeit lang fortzusetzen und zur Vermeidung einer weiteren Druckabsenkung dabei die weiterhin abgesaugte Atmosphäre durch reine Luft oder durch ein neutrales Gas zu ersetzen. Es entsteht also ein ausgesprochener Spüleffekt, der bei hartgepreßtem Hopfen nicht erreicht werden kann, bei losem Hopfen aber bewirkt, daß alle durch die Unterdruckbehandlung aus ihm freigemachten flüchtigen Bestandteile um so restloser entfernt werden, je länger die Behandlung nach Erreichen eines ausreichend geringen Drucks fortgesetzt wird. Durch diese Behandlungsweise gelingt es insbesondere, aus dem Hopfen das Myrcen, ein in ihm von Natur aus enthaltenes besonders flüchtiges und sich durch Oxydation außerordentlich schnell zersetzendes ätherisches Öl zu entfernen, das nach den Ergebnissen jüngster wissenschaftlicher Untersuchungen dafür verantwortlich ist, wenn dem fertigen Bier ein nachhaltiger, unangenehmer scharfbitterer Geschmack statt des erwünschten, nur während des Genusses wahrnehmbaren milden rein-bitteren Geschmacks anhaftet. Dieses Myrcen wird - wie durch in mehreren wissenschaftlichen Instituten unabhängig voneinander angestellte Versuche ermittelt wurde - bei der bekannten, der Hopfenkonservierung dienenden Vakuumbehandlung von hart gepreßten Hopfenballen mit konserviert, also nicht entfernt. Seine bei Entnahme des Hopfens aus dem Ballen sehr schnell beginnende und fortschreitende Zersetzung, die durch die in Brauereien häufig anzutreffende feucht warme Atmosphäre noch gefördert wird, liefert diejenigen Stoffe, die dem Bier den unangenehmen, nachhängenden scharfbitteren Geschmack geben, wobei geringste Mengen dieser Zersetzungsprodukte genügen, um die Qualität des Bieres nachteilig zu beeinflussen. Wenn auch ein wesentlicher Teil des mit dem Hopfen in die Braupfanne gelangten Myrcens und der bei seiner in der Braupfanne fortschreitenden Zersetzung entstehenden Produkte mit dem Brauschwaden durch den Dunstabzug verschwindet, so gelangen doch immer wieder gewisse Myrcenmengen mit aus dem Schwadenniederschlag von den Abzugwänden herabfallenden Tropfen in die Braupfanne zurück, die für die Verschlechterung des Bieres ausreichen.
  • Das angemeldete Verfahren gewährleistet, daß im Hopfen vorher noch vorhandene Myrcen oder Zersetzungsprodukte des Myrcens nicht in die Braupfanne gelangen. Das Verfahren nach der Erfindung ist auf einfache Weise in einem gasdicht verschließbaren druckfesten Behälter durchführbar, der außer dem Anschluß für die Saugpumpe einen weiteren Anschluß aufweist, der ihn mit einer Luft- oder Gasquelle verbindet und in den ein Ventil eingebaut ist, das sich bei Erreichen des im Behälter aufrechtzuhaltenden Restdrucks öffnet und dadurch der Luft oder dem Gas den Eintritt in den Behälter freigibt, sobald und solange der am Ventil eingestellte Druck im Behälter vorhanden ist.
  • Die Größe des im Behandlungsbehälter aufrechterhaltenen Restdrucks innerhalb der genannten Grenzen ist abhängig von dem Ausmaß, in dem unerwünschte Geschmacksstoffe im Hopfen enthalten sind. Bei einem Naturprodukt wie Hopfen ist dieser Gehalt naturgemäß je nach Hopfenart und äußeren Bedingungen, denen er vor und nach der Ernte ausgesetzt war, verschieden. Die Unterdruckbehandlung muß deshalb den jeweiligen Gegebenheiten angepaßt werden, wobei jedoch die untere Grenze der Druckabsenkung von 5 Torr nicht unterschritten werden sollte, weil dort der Hopfen beginnt, auch die seinen Brauwert bestimmenden wertvollen flüchtigen Aromastoffe abzugeben. Auch die Behandlungsdauer ist in weiten Grenzen abhängig von dem Gehalt des Hopfens an für die Brauerei unerwünschten Geschmacksstoffen, jedoch ist es besser, den Hopfen bei einem höheren Restdruck im Behälter während einer längeren Zeit zu behandeln, als diesen Restdruck bis auf die genannte untere Grenze oder darüber hinaus zu verringern, um eine kürzere Behandlungsdauer zu*erreichen.
  • Der durch die genannte Behandlung erzielte Erfolg ist unmittelbar nach dieser Behandlung deutlich durch Geruchprobe festzustellen. Falls eine solche Geruchprobe nicht befriedigt, steht nichts im Wege, die Unterdruckbehandlung ein oder mehrere Male zu wiederholen.
  • Um zu verhindern, daß in dem erfindungsgemäß behandelten Hopfen erneut Zersetzungserscheinungen mit ihren unerwünschten Folgen auftreten, ist es angebracht, das Verfahren unmittelbar vor der Zugabe des Hopfens zur Maische anzuwenden.
  • Falls - wie vielfach üblich - der Hopfen in gemahlenem Zustand zur Maische zugegeben wird, empfiehlt es sich, das Verfahren erst nach dem Mahlen des Hopfens anzuwenden, da infolge der beim Mahlen im Hopfen entstehenden Wärme sich leicht unerwünschte Geschmacksstoffe bilden, die dann bei der nachfolgenden Unterdruckbehandlung mit entfernt werden.
  • Ausgedehnte Versuche und die praktische Anwendung des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens haben bestätigt, daß alle dem Hopfen anhaftenden Mängel verschwinden, sein Aroma ganz wesentlich verfeinert wird und infolgedessen keinerlei unerwünschten Geschmacks- oder Geruchstoffe in das Bier gelangen, dieses vielmehr ein ausgesprochen feines Aroma enthält. Beispiel Eine aus einem mehrere Monate lang gelagerten Hopfenballen entnommene Teilmenge, die einen unangenehmen käseartigen Geruch aufwies, wurde nach Auflockerung durch Zerkrümeln während 15 Minuten einem Unterdruck von 10 Torr ausgesetzt, wobei die nach Erreichung dieses Drucks durch Weiterarbeit der Pumpe ständig weiterhin abgesaugte Atmosphäre durch nachströmende Frischluft ersetzt wurde. Nach dieser Behandlung war der käseartige Geruch nicht mehr wahrnehmbar, und das mit dem behandelten Hopfen gebraute Bier war frei von jedem unerwünschten Beigeschmack.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Verbesserung des Brauwerts von Hopfen, wobei der Hopfen in einem gasdichten Behälter der Einwirkung von Unterdruck und Luft oder inerten Gasen ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß man losen Hopfen einem Unterdruck von 15 bis 5 Torr aussetzt und diesen Druck unter Ersatz weiter aus dem Behälter abgesaugter Atmosphäre durch reine Luft oder ein inertes Gas während einer Dauer von 15 bis 60 Minuten aufrechterhält.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung des Hopfens unmittelbar vor seiner Verwendung erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung nach dem Vermahlen des Hopfens durchgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1070121.
DEW31512A 1961-01-30 1962-01-22 Verfahren zur Verbesserung des Brauwertes von Hopfen Pending DE1200235B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
LU1200235X 1961-01-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1200235B true DE1200235B (de) 1965-09-09

Family

ID=19734849

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW31512A Pending DE1200235B (de) 1961-01-30 1962-01-22 Verfahren zur Verbesserung des Brauwertes von Hopfen

Country Status (1)

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DE (1) DE1200235B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2754187A1 (de) * 1977-12-06 1979-06-07 Lupofresh Allfeld & Egloff Kg Verfahren zur herstellung einer hopfenpulver oder hopfenpellets enthaltenden packung

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1070121B (de) * 1959-12-03

Patent Citations (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1070121B (de) * 1959-12-03

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2754187A1 (de) * 1977-12-06 1979-06-07 Lupofresh Allfeld & Egloff Kg Verfahren zur herstellung einer hopfenpulver oder hopfenpellets enthaltenden packung

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