DE556301C - Trockenverfahren fuer wasserhaltige Stoffe - Google Patents
Trockenverfahren fuer wasserhaltige StoffeInfo
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- F26—DRYING
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Description
- Trockenverfahren für wasserhaltige Stoffe Es ist bekannt, Holz und andere wasserhaltige Stoffe zwecks Trocknung in einer geschlossenen Kammer durch mehrfach abwechselnde Erbitzungen bei unmittelbarer Einwirkung von Dampf und anschließendes hohes Vakuum zu behandeln.
- Dieses bekannte Verfahren wird gewöhnlich in folgender Weise ausgeführt: Nachdem das Trockengut in die mit einer Vakuumpumpe und einem Kondensator ausgerüstete Trokkenkammer eingelegt und diese Kammer geschlossen worden ist, wird Dampf unter einem Druck von beispielsweise 2 bis ¢ Atm. in die Kammer eingelassen, wobei die Luft zunächst durch einen offenen Ablaßhahn aus der Trockenkammer ausgetrieben wird und das Trockengut sowie die Wände der Trockenkammer unter Kondensierung eines Teiles des zugeführten Dampfes erwärmt werden. Gegebenenfalls wird die Heizwirkung durch indirekte Wärme unterstützt, beispielsweise durch Dampf, der in der Kammer vorgesehenen Dampfheizschlangen zugeführt wird. Nachdem das Trockengut auf die gewünschte Temperatur, die beispielsweise für Holz bei 7o bis 95° C liegt, gebracht worden ist, wird der Ablaßhahn geschlossen und die Dampfzufuhr abgestellt. Dann wird die Vakuumpumpe angelassen, und je nachdem das Vakuum steigt, verdampft Wasser aus dem Trockengut auf Kosten seiner physikalischen Wärme, wobei der entwickelte Dampf teils ausgepumpt, teils im Kondensator verdichtet wird. Wenn die Kondensierung auf ein Kleinstmaß gesunken ist, was bei einer Kühlwassertemperatur von etwa t5' C bei einer Temperatur des Trockengutes von etwa 3o bis q.0° C eintritt, wird das Evakuieren unterbrochen - und wieder Frischdampf in die Trockenkammer eingelassen, bis der Atmosphärendruck wiederhergestellt und das Trockengut wieder auf eine entsprechende Temperatur erhitzt worden ist. Diese Vorgänge werden wiederholt, bis das Trockengut den gewünschten Trockengrad erreicht hat.
- Ein Nachteil des bekannten Verfahrens besteht darin, daß eine schädliche Überhitzung des Trockengutes nicht zu vermeiden ist, wenn bei der wiederholten Heizung ausschließlich Dampf zugeführt wird, bis der Atmosphärendruck erreicht ist, indem das Trockengut dabei wenigstens oberflächlich auf etwa too° C oder höher erhitzt wird. Gewöhnlich hat man daher in der Pratis derart gearbeitet, daß bei der Wiederherstellung des Atmosphärendruckes auch Luft in großen Mengen in die Trockenkammer eingelassen und dadurch die Heizwirkung des gleichzeitig zugeführten Dampfes geregelt wurde. Damit wurde aber die Heizperiode wesentlich verlängert und auch bei dem nachfolgenden Evakuieren die Pumpenarbeit vermehrt.
- Gemäß der Erfindung wird zur Beseitigung der vorgenannten Nachteile ausschließlich mit Dampf gearbeitet, und zwar derart, daß die erste Dämpfung des Trockengutes bei Atmosphärendruck unter Austreibung der Luft aus der Trockenkammer erfolgt, während die weiteren, jeder Vakuumstufe vorangehenden Erhitzungen durch Dampfbehandlung unter Ausschluß von Luft bei vermindertem Druck in der Trockenkammer ausgeführt werden. Ein wesentlicher Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß die Behandlungszeit abgekürzt wird, ohne daß die Gefahr schädlicher Überhitzung des Trockengutes eintritt.
- Das Verfahren wird bei der Trocknung von Holz beispielsweise in folgender Weise ausgeführt: Nachdem das Holz in die zweckmäßig als Zylinder ausgebildete Trocknungskammer eingelegt und diese Kammer verschlossen worden ist, wird das Holz einer vorsichtigen Heizung durch Behandlung mit Dampf ausgesetzt. Die höchste zulässige Temperatur wechselt für verschiedene Holzsorten und beträgt beispielsweise für. Kiefer, wenn Harzausscheidungen bei der Trocknung vermieden werden sollen, etwa 55° C, während sie für harzfreies Holz etwa 6o bis 8o° C betragen kann. Gleichzeitig mit der Erwärmung des Trockengutes durch unmittelbare Dampfzufuhr kann, .besonders im Anfang des Trockenvorganges, 'Wärme in bekannter Weise auf mittelbarem Wege, z. B. durch im Trocknungszylinder vorgesehene Dampfschlangen, zugeführt werden. Diese erste Dampfbehandlung wird bei Atmosphärendruck in dem anfänglich mit Luft gefüllten Zylinder ausgeführt, wobei das Austreiben der Luft mittels des zugeführten Dampfes durch einen Ablaßhahn erfolgt. Nach dieser ersten Dämpfung, die etwa 4 Stunden dauert, wird der Ablaßhahn geschlossen und der Zylinder mittels einer Vakuumpumpe evakuiert, -bis ein Vakuum, von 700 mm Hg-Säule erreicht ist, wobei ein Kondensator zur Niederschlagung des größten Teiles des abziehenden Dampfes verwendet wird. Das Vakuum wird aufrecht gehalten, bis die Temperatur des Trockengutes auf etwa 35 bis 40°C gesunken ist. Diese Evakuierungsstufe dauert etwa 2 Stunden. Dann wird wieder Frischdampf in geregelter Menge eingelassen, derart, daß das Vakuum allmählich von 700 mm Hg-Säule auf etwa 450 mm Hg-Säule verringert und die Temperatur allmählich auf den höchsten zulässigen Wert, z. B. 6o° C, gesteigert wird. Diese Heizung kann z. B. 2 Stunden dauern, wonach wiederholt evakuiert und geheizt wird, bis der gewünschte Trocknungsgrad erreicht ist.
- Der Heizdampf steht zweckmäßig unter einem Druck von 2 bis 3 Atm., wodurch die hochevakuierte Trockenkammer durch den inneren Wärmegehalt des einströmenden Dampfes überhitzt wird. Diese Überhitzung kann noch durch eine Überhitzung des Dampfes durch äußere Wärmezufuhr vor dem Einlassen in die Trockenkammer verstärkt werden. Eine solche Überhitzung des Dampfes ist infolge des langsam erfolgenden Einlassens des Dampfes in die Trockenkammer für -das Trockengut unschädlich, sie hat aber den Vorteil, daß die nötige Wärmezufuhr mit einer verhältnismäßig geringen Dampfmenge erreicht werden kann und daß die Kondensation auf dem Trockengut vermindert wird; wodurch auch das Trocknen beschleunigt wird. Bei der Trocknung von Holz hat das Verfahren auch den Vorteil einer verminderten Gefahr für Rißbildungen und für die Änderung der Farbe des Holzes sowie den Vorzug der Vermeidung von nicht erwünschten Harzaustritten.
- Das Verfahren ist zur Trocknung verschiedener Stoffe verwendbar, welche unmittelbare Dampfbehandlung im Vakuum vertragen können, wie z. B. Holz, Getreide, Fisch, Fleisch und andere eiweißhaltige Stoffe, Ziegel, Porzellan usw.
Claims (3)
- PATrNTANSPRÜCHls: i. Trockenverfahren für wasserhaltige Stoffe, insbesondere für Holz, bei dem das Gut in einer geschlossenen Kammer durch mehrfach .abwechselnde Erhitzungen bei unmittelbarer Einwirkung von Dampf und anschließendes hohes Vakuum behandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Dämpfung des Trockengutes bei Atmosphärendruck unter Austreibung der Luft aus der Trockenkammer erfolgt, während die weiteren, jeder Vakuumstufe vorangehenden Erhitzungen durch Dampfbehandlung unter Ausschluß von Luft bei vermindertem Druck in der Trockenkammer ausgeführt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die nach der ersten Dämpfung folgenden Erhitzungen des Gutes bei einem Druck, der wenigstens während eines Teiles der Heizungsperiode weniger als - Zoo mm Hg-Säule beträgt, ausgeführt und unterbrochen werden, wenn das Gut auf höchstens 6o° C erhitzt worden ist, und daß die Evakuierung jedesmal fortgesetzt wird, bis die Temperatur des Gutes auf etwa 35 bis 40° C gesunken ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß überhitzter Dampf für die Heizung benutzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE71469T | 1928-11-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE556301C true DE556301C (de) | 1932-08-06 |
Family
ID=20311914
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA58508D Expired DE556301C (de) | 1928-11-29 | 1929-07-20 | Trockenverfahren fuer wasserhaltige Stoffe |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE556301C (de) |
| SE (1) | SE71469C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE952617C (de) * | 1951-02-20 | 1956-11-22 | Krantz Soehne H | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen laufender Stoffbahnen, insbesondere in Spann-, Rahmen- und Trockenmaschinen mit Luft oder Dampf als Trockenmittel |
| DE962870C (de) * | 1951-12-21 | 1957-04-25 | Siemens Ag | Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von feuchtem Gut, insbesondere von Tabak- oder Teeblaettern |
| DE1091492B (de) * | 1955-07-30 | 1960-10-20 | Wilhelm Klein | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen plastischen Gutes |
-
1928
- 1928-11-29 SE SE71469D patent/SE71469C1/xx unknown
-
1929
- 1929-07-20 DE DEA58508D patent/DE556301C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE952617C (de) * | 1951-02-20 | 1956-11-22 | Krantz Soehne H | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen laufender Stoffbahnen, insbesondere in Spann-, Rahmen- und Trockenmaschinen mit Luft oder Dampf als Trockenmittel |
| DE962870C (de) * | 1951-12-21 | 1957-04-25 | Siemens Ag | Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von feuchtem Gut, insbesondere von Tabak- oder Teeblaettern |
| DE1091492B (de) * | 1955-07-30 | 1960-10-20 | Wilhelm Klein | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen plastischen Gutes |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE71469C1 (de) | 1931-03-24 |
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