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DE1200058B - Fungicides Gemisch in fester Form - Google Patents

Fungicides Gemisch in fester Form

Info

Publication number
DE1200058B
DE1200058B DEP23655A DEP0023655A DE1200058B DE 1200058 B DE1200058 B DE 1200058B DE P23655 A DEP23655 A DE P23655A DE P0023655 A DEP0023655 A DE P0023655A DE 1200058 B DE1200058 B DE 1200058B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbonate
sodium
radical
mercury
hydroxyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP23655A
Other languages
English (en)
Inventor
Truman Clifton Ryker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Priority to DEP23655A priority Critical patent/DE1200058B/de
Priority claimed from US845667A external-priority patent/US3034949A/en
Publication of DE1200058B publication Critical patent/DE1200058B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N47/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid
    • A01N47/08Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid the carbon atom having one or more single bonds to nitrogen atoms
    • A01N47/10Carbamic acid derivatives, i.e. containing the group —O—CO—N<; Thio analogues thereof
    • A01N47/26Oxidation products of dithiocarbamic acid derivatives, e.g. thiuram sulfides
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N55/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, containing organic compounds containing elements other than carbon, hydrogen, halogen, oxygen, nitrogen and sulfur
    • A01N55/02Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, containing organic compounds containing elements other than carbon, hydrogen, halogen, oxygen, nitrogen and sulfur containing metal atoms
    • A01N55/06Mercury

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Fungicides Gemisch in fester Form Es wurde gefunden, daß ein fungicides Gemisch in fester Form, welches als wesentliche Bestandteile A. Tetramethylthiuram-monosulfid, Tetramethylthiuramdisulfid, Tetraäthylthiuram-monosulfid und/ oder -disulfid, B. wenigstens eine wasserunlösliche Phenylquecksilberverbindung der Formel in welcher X ein Wasserstoff-, Chlor- oder Bromatom oder einen Hydroxyl- bzw. Nitrorest, Y ein Wasserstoff-, Chlor oder Bromatom oder einen Hydroxylrest, Z einen negativen Rest, nämlich einen Hydroxyl-, Halogenid-, Acetat-, Carbonat-, Sulfat- oder Phosphatrest, n die Wertigkeit von Z und p O oder 1 bedeutet, wobei das Verhältnis von A zu B 1 : 1 bis 10 : 1 beträgt und C. eine feste, wasserlösliche, organische Base, nämlich Natriumhydroxyd, Calciumhydroxyd, Kaliumhydroxyd, Natriumcarbonat bzw. Kaliumcarbonat, in einer Menge, welche derjenigen der Phenylquecksilberverbindung mindestens molar äquivalent ist, enthält, lange Zeit gelagert werden kann, ohne daß dabei Wirksamkeitsverluste eintreten.
  • Unter *wasserunlöslich« ist eine Wasserlöslichkeit von weniger als 0,1 % bei 20°C zu verstehen, während »wasserlöslich« eine Wasserlöslichkeit von wenigstens 0,1 °/o bei 20°C bedeutet. Die anorganische Base bewirkt eine Neutralisation der Phenylquecksilberverbindung. Sie soll eine stärkere Löslichkeit als die Phenylquecksilberverbindung haben.
  • Als Phenylquecksilberverbindungen kann man z. B. verwenden: Phenylquecksilberacetat, Phenylquecksilbersulfat, Phenylquecksilberchlorid, Phenylquecksilbercarbonat, Phenylquecksilberphosphat, Oxyphenylquecksilberchlorid, Oxy-chlorphenylquecksilbersulfat, 4 - Oxy - chlorphenyl -1,3 - diquecksilbersulfat, 4-Oxy-chlorphenyl-1,3-diquecksilberchlorid, 4-Oxy-chlor-phenyl-1,3 -diquecksilberacetat, Oxychlorphenylquecksitberacetat, Oxy-nitrophenylquecksübersulfat, 2,4-Dichlor-phenylquecksilbersulfat, Oxybromphenylquecksilbersulfat, Oxy-chlorphenylquecksilberhydroxyd.
  • Diese Quecksilberverbindungen sind z. B. nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 1618 370 erhältlich. Die Tetraalkylthiuramsulfide sind bequem beispielsweise nach den Verfahren der USA.-Patentschriften 2 751415, 2 751416 und 2 777 878 erhältlich.
  • Die erfindungsgemäßen Mittel können zusätzlich zu den drei wesentlichen, obengenannten Komponenten feste Hilfsstoffe, wie Verdünnungsmittel, Schutzkolloide, Antischaummittel, Antistäubemittel, Farbstoffe oder Netz- und Dispergiermittel, enthalten. Gewöhnlich werden etwa 1 bis 95 Gewichtsprozent des gesamten fungiciden Gemisches von den drei wesentlichen Bestandteilen A, B und C gebildet.
  • Wie erwähnt, muß die Menge der anorganischen Base ein Gemisch der Menge der Phenylquecksilberverbindung zumindest molar äquivalent sein. Nach oben ist die Menge der anorganischen Base nicht begrenzt. Im allgemeinen liegt das molar äquivalente Verhältnis Phenylquecksilberverbindung zu anorganischer Base zwischen 1:1 bis 40, insbesondere zwischen 1:10 bis 30. Ganz besonders bevorzugt werden Mittel mit einem Moläquivalenzverhältnis von 1: 15 bis 20.
  • Die Tetraalkylthiuramsulfidverbindung wird wenigstens in der gleichen Gewichtsmenge wie die Phenylquecksilberverbindung verwendet. Das Gewichtsverhältnis von Phenylquecksilberverbindung zu Tetraalkylthiuramsulfid kann sogar 1: 10 betragen.
  • Die überraschende Beständigkeit der im wesentlichen wasserfreien Gemische gemäß der Erfindung zeigt sich bei vierjähriger Aufbewahrung. Dabei tritt keine bemerkbare Zersetzung, Verschlechterung oder Verringerung der fungiciden Eigenschaften ein, während bei fungiciden Gemischen aus Dithioca.rbaminsäurederivaten und Organoquecksilberverbindungen, insbesondere den Alkylquecksilberverbindungen, die außerhalb des erfindungsgemäßen Rahmens liegen, eine rasche Zersetzung auftritt und die fungitoxische Wirksamkeit sich unter gleichzeitiger Freisetzung störender Gerüche und Dämpfe stark verringert.
  • Es sind auch bereits Schädlingsbekämpfungsmittel aus Umsetzungsprodukten von Thiuramsulfiden mit anorganischen Kupfer- oder Zinksalzen bekannt. Man kennt weiterhin aus der deutschen Auslegeschrift 1011221 Saatgutbeizmittel, welche Umsetzungsprodukte von Alkylquecksilberverbindungen mit Dithiocarbaminaten enthalten. Erfindungsgemäß handelt es sich dagegen nicht um Umsetzungsprodukte von Alkylquecksilberverbindungen mit Dithiocarbaminaten, sondern um trockene Gemische, welche Phenylquecksilberderivate und bestimmte Thiurammono- oder -disulfide enthalten. Wie erwähnt, zersetzen sich Alkylquecksilberverbindungen leicht bei der Lagerung, wobei ihre fungicide Wirksamkeit stark abnimmt.
  • Die neuen Mittel eignen sich besonders zur Behandlung von Pflanzen, wie Saat, Gemüse, Zierpflanzen, und fruchttragenden Bäumen, wie Apfel- und Pfirsichbäumen. Einige dieser Mittel dienen zur Bekämpfung von Pflanzenpilzen direkt auf dem Boden.
  • Besonders geeignet sind die erfindungsgemäßen Gemische als Rasenfungicide für Rasengräser, z. B. auf Golfplätzen, zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen, wie Sclerotinia homococarpa, Pellicularia filamentosa, Fusarium nivali, Gleocercospora sorghi, und die auf Helminthosprorium spp. zurückgehende Erkrankung.
  • Im allgemeinen werden die drei wesentlichen Bestandteile der erfindungsgemäßen Gemische in einer Dosierung von etwa 1 bis 112 kg/ha aufgebracht. Bei direkter Aufbringung auf Rasengräser als Rasenfungicid beträgt die Dosierung in den meisten Fällen etwa 4,5 bis 44,8 kg/ha. Die günstigste Dosierung läßt sich in jedem Falle in herkömmlicher Weise ermitteln. Sie richtet sich nach den jeweils verwendeten fungiciden Verbindungen der Aufbringeart und, bei der Aufbringung auf Wachstum, nach dem Zustand und den Bedingungen des zu behandelnden Wachstums und den klimatischen Bedingungen.
  • Die erfindungsgemäßen festen Mittel sind vorzugsweise benetzbare Pulver. Sie werden als homogene Pulver zubereitet, die man entweder als solche verwenden, mit inerten Feststoffen zu Stäuben verdünnen oder zur Aufbringung durch Spritzen in einem geeigneten flüssigen Medium suspendieren kann. Die Verdünnungsmittel können natürliche Tone, und zwar absorptionsfähige Tone, wie Attapulgit, oder verhältnismäßig nichtabsorptionsfähige Tone, wie Kaolin, Kieselgur, Walnußschalenmehl, Tabakstaub, Rotholzmehl, synthetisches Bindesiliciumdioxyd, Calciumsilicat oder andere übliche, inerte, feste Träger sein. Die homogenen Pulver enthalten im allgemeinen 10 bis 9011/0 der drei wesentlichen Bestandteile.
  • Zur Überführung der Pulver in Stäubemittel oder granulierte Mittel verwendet man gewöhnlich Talkum, Pyrophyllit, Tabakstaub, Vulkanasche und andere .dichte, sich rasch absetzende, inerte Feststoffe. In den Stäubemitteln beträgt der Gehalt an den drei wesentlichen Bestandteilen gewöhnlich etwa 1 bis 10"/, vom Gewicht dieser Mittel.
  • Wenn die neuen, fungiciden, trockenen Gemische als benetzbare Pulver eingesetzt werden sollen, kann man ihnen ein oder mehrere oberflächenaktive Mittel, wie Netz-, Dispergier- oder Emulgiermittel, zusetzen. Man verwendet die benetzbaren Pulver in einem Verhältnis von 0,1 bis 2,4, vorzugsweise 0,2 bis 1,2 kg Pulver je Hektoliter Wasser. Die oberflächenaktiven Mittel können anionisch, kationisch oder nichtionogener Natur sein. Beispiele sind Natriumoleat, sulfonierte Erdöle, Alkylarylsulfonate, Natriumlaurylsulfat, Polyäthylenoxyde und Ligninsulfonate. Eine detaillierte Aufstellung solcher Mittel ist in einem Aufsatz von M c C u t c h e o n in »Soap and Chemical Specialtiese, Vol. 31, Nr. 7 bis 10 (1955), enthalten.
  • Beispiele für andere, in den erfindungsgemäßen Mitteln verwendbare Konditionierungsmittel sind Schutzkolloide (oder Pflanzengummis), wie Casein, Methylcellulose und Oxyäthylcellulose. In Pulvern, die wenig stauben und sich dennoch rasch benetzen und in Wasser dispergieren lassen sollen, kann man Glykole oder Paraffinöle verwenden.
    Beispiel 1
    Gewichtsteile
    Oxy-chlorphenylquecksilbersulfat ..... 11,4
    Tetramethylthiuramdisulfid .......... 45,0
    gelöschter Kalk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13,9
    Natriumcarbonat ................. 13,2
    Kaolinit .......................... 12,0
    Casein ............................ 0,7
    Natriumligninsulfonat .............. 1,2
    Natriumalkylarylsulfonat ...... ..... . 1,0
    gedeckter Farbstoff, grün . . . . . . . . . . . . 1,0
    Äthylenglykol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,6
    Diese Bestandteile werden gut miteinander vermengt und dann in einer Hammermühle auf eine geringe Korngröße von im wesentlichen feiner als 50 Mikron gemahlen. Das Mittel wird dann 4 Jahre in einem geschlossenen Behälter aus Faserplatten bei gewöhnlichen Bedingungen aufbewahrt. Die fungitoxische Wirksamkeit des Mittels wird nach der üblichen Agarplattentechnik bewertet. Hierzu werden abgewogene Mengen des Mittels gründlich mit solchen Mengen flüssigen Malzextraktagars vermischt, daß man Konzentrationen des Mittels von 0,2 bis 0,008 °/o erhält. Der Agar zuzüglich des Chemikaliengemisches wird in Petrischalen eingegeben. Um die Inhibierungskonzentration des Mittels gegen Pilze zu bestimmen, wird der Agar nach Erhärtungmit vier verschiedenen Pilzen geimpft. Die Pilze werden unter Berücksichtigung ihrer Bedeutung für Rasenerkrankungen und der Häufigkeit ihres Vorkommens auf organischem Material ausgewählt. Die Impfung des Agars erfolgt mit einer Schlinge, die eine Suspension von Sporen und Hyphen trägt, worauf die Platten 6 Tage bei 28'C bebrütet werden.
  • Das Wachstum von drei Pilzen (Fusarium nivale, Helminthosphorium sativum und Gibberella saubinetti) wird bei einer Konzentration des obigen Produktes von Beispiel 1 von 0,0008 °/o vollständig inhibiert. Das Wachstum von Aspergillus terreus wird bei 0,01250/, inhibiert. Auf unbehandeltem Kartoffeldextroseagar wachsen alle vier Pilze in überreichem Maße. Beispiel 2 Es wird eine frische Probe des Mittels nach Beispiel 1 hergestellt und wie im Beispiel 1 auf ihre biologische Wirksamkeit geprüft. Die Ergebnisse sind mit der Ausnahme identisch, daß das Wachsen auch des Aspergillus terreus bei 0,00625 °/o inhibiert wird. Die Ergebnisse des Beispiels 1 zeigen, daß die fungicide Wirksamkeit des Mittels selbst bei vierjähriger Lagerung im wesentlichen unverändert bleibt.
    Beispiel 3
    Gewichtsteile
    Oxy-chlorphenylquecksilbersulfat ..... 11,4
    Tetramethylthiuramdisulfid .......... 45,0
    gelöschter Kalk .................... 10,0
    Natriumcarbonat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16,3
    Kaolinit .......................... 12,0
    Casein ............................ 0,8
    Natriumligninsulfonat .............. 1,2
    Natriumalkylarylsulfonat ............ 1,1
    gedeckter Farbstoff, grün . . . . . . . . . . . . 1,2
    Äthylenglykol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,6
    Das Mittel wird wie im Beispiel 1 und 2 hergestellt und auf seine fungitoxische Wirksamkeit bewertet. Die erhaltenen Ergebnisse sind mit denjenigen des Beispiels 2 identisch.
  • Beispiel 4 Die fungicide Wirksamkeit des Mittels nach Beispiel 3 wird mit zwei anderen ähnlichen Mitteln verglichen, von denen das eine Oxy-chlorphenylquecksilbersulfat und das andere Tetramethylthiuramdisulfat und das andere Tetramethylthiuramdisulfid als einzigen aktiven fungiciden Bestandteil enthält. Ergebnisse:
    Zur Inhibrerung des Wachsens von Aspergillus Zur Inhibierung des Wachsens von
    Helminthosporium sativum, Fusarium nivale
    Mittel terreus erforderliche Menge, °lo und Gibberella saubinetti erforderliche Menge, °(o
    Phenylquecksilbermittel Tetramethylthiuram- Phenylquecksilbermittel Tetramethylthiuram-
    disulfidmittel I disulfidmittel
    nach Beispiel 3, enthält
    sowohl eine Phenyl-
    quecksilberverbindung
    als auch Tetramethyl-
    thiuramdisulfid 0,00071 0,0028 < 0,00009 < 0,00035
    enthält die Phenyl-
    quecksilberverbindung 0,013 - 0,0033 -
    enthält Tetramethyl-
    thiuramdisulfid - 0,00468 - 0,00234
    Diese Ergebnisse zeigen, daß das wasserfreie Mittel nach Beispiel 3 eine fungitoxische Wirkung ausübt, die im Vergleich mit der fungitoxischen Wirksamkeit der einzelnen Bestandteile (Tetramethylthiuramdisulfid und Chlorphenylquecksilbersulfat) synergistisch ist. Beispiel s 4-Oxy-chlorphenyl-1,3-diquecksilberacetat ......................... 50/0 Tetramethylthiuram-monosulfid ..... 450/0 gelöschter Kalk . . ... . . . . . . . . . . . . . 140/0 Natriumcarbonat .................. 140/0 Kaolinit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200/0 Natriumligninsulfonat . . ... . . . . .. . . . 10/0 Natriumalkylarylsulfonat ........... 10/0 Die vorstehenden Stoffe werden gut vermischt und dann in einer Hammermühle auf eine Feinheit von im wesentlichen weniger als 50 Mikron gemahlen.
  • Das Mittel wird in einem Spritztank in einer Menge von 15,0 g auf 51 mit Wasser vermischt. Beim Aufspritzen auf steife Gräser (Agrostis) in einer Dosierung von 18,91 Zubereitung je 1000m2 Rasen in Abständen von 7 Tagen während der gesamten Wachstumsperiode wird Sclerotinia homoescarpa bekämpft.
  • Beispiel 6 Oxy-chlorphenylquecksilberacetat .... 120/0 Natriumcarbonat .................. 20/0 Tetraäthylthiuramdisulfid ........... 12% Kaolinit .......................... 72% Natriumligninsulfonat . . . . . . . . . . .. . . l0/0 Natriumalkylarylsulfonat ........... l0/0 Die vorstehenden Stoffe werden gut vermischt und dann in einer Hammermühle auf eine Feinheit im wesentlichen unterhalb 50 Mikron gemahlen. Das Mittel wird in einem Spritztank in einem Verhältnis von 37,4 g auf 51 mit Wasser vermischt. Beim Aufspritzen auf Riedgras (Poa, insbesondere Poa pratensis; »blue grass«) in einer Dosierung von 18,91 Zubereitung je 1000m2 Rasenfläche wird Pellicularia filamentosa bekämpft.
  • Beispiel ? 4-Oxy-chlorphenyl-1,3-diquecksilbersulfat .......................... 7% Tetraäthylthiuram-monosuffid ....... 701)/o Natriumcarbonat . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70/0 Kaolinit . ... ... ... ... .. ..... ..... . 14% Natriumligninsulfonat . . . . . . . . . . . .. . 10/0 Natriumalkylarylsulfonat ........... 10/0 Aus diesen Stoffen wird gemäß Beispiel 5 ein fungicides Spritzmittel hergestellt. Bei Aufbringung auf Schwingelgras (Festuca) in dem Beispiel s beschriebenen Dosierungen und Zeitabständen wird die durch Helminthosporium spp. hervorgerufene Erkrankung (Meltau) bekämpft.
  • Bei Herstellung, Zubereitung und Aufbringung auf Schwingelgras wie im Beispiel 5 wird auch eine Bekämpfung von Gleocercospora sorghi erhalten.
  • Beispiel 8 Phenylquecksilbersulfat ............ 100/0 Tetramethylthiuramdisulfid ......... 450/0 gelöschter Kalk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 711/0 Natriumcarbonat . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70/0 Kaolinit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 290/, Natriumligninsulfonat . . . . . . . . . . . . . . 10/0 Natriumalkylarylsulfonat ........... l0/0 Diese Stoffe werden wie im Beispiel 6 zu einem fungiciden Spritzmittel verarbeitet. Bei Aufbringung auf ein Gemisch von Ried-, Schwingel- und steifen Gräsern in den Dosierungen nach Beispiel 6 wird eine Bekämpfung von Fusarium nivale erhalten.
  • Beispiel 9 Oxy-chlorphenylquecksilbersulfat .... 11,40/0 Tetramethylthiuramdisulfid . . . . . . . . . 45,00/, gelöschter Kalk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13,90/,) Natriumcarbonat .................. 13,20/0 Kaolinit .......................... 12,00/0 Kasein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,70/0 Natriumligninsulfonat .............. 1,2°/0 Natriumalkylarylsulfonat ........... 1,00/0 gedeckter Farbstoff, grün . . . . . . . . . . . 1,0010 Äthylenglykol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,60/, Man mischt diese Bestandteile gut und mahlt sie dann in einer Hammermühle auf eine geringe Korngröße von im wesentlichen feiner als 50 #t.
  • Man prüft die Wirksamkeit des Mittels bei der Bekämpfung des Erregers von Apfelschorf, Venturi inaequalis, an jungen Apfelsämlingen, die man mit dem Mittel in Mengen von 0,767 g bzw. 3,59 g des Mittels je Liter Wasser tränkt. Nach der Besprühung der Sämlinge mit dem Fungicid werden die Sämlinge künstlich beregnet in einer Höhe von 7,6 cm. Man erhält in beiden Versuchen eine gute Bekämpfung von Apfelschorf. Nichtbehandelte Sämlinge werden dagegen stark von Apfelschorf befallen.
  • Beispiel 10 Man bringt die Zubereitung des Beispiels 9 als wäßrige Aufschlämmung auf Sorghum-Saat in einer Menge von 0,8 g der Zubereitung je Liter der Saat auf. Die behandelte Saat und unbehandelte Saat sät man in flache, mit Erde gefüllte Kästen, welche dann 2 Tage bei 7,2°C gelagert werden. Diese Temperatur schafft optimale Bedingungen für die Saatfäule. Danach werden die Kästen aus dem kalten Lagerraum entnommen, und man läßt die Saat keimen. Nach der Keimung wird der Bestand gezählt. Die behandelte Saat ergibt einen Bestand von 920/0, die unbehandelte Saat dagegen nur einen Bestand von 420/0.
  • Beispiel 11 Man bringt die Zubereitung des Beispiels 9 als trockenes Pulver in einen Boden, welcher mit Bodenorganismen der Spezies Pythium verseucht ist, in Mengen von 20,10 bzw. 5,0 kg/ha. In den behandelten Boden und in unbehandelten Boden pflanzt man dann Gurkensaat. Bezogen auf die Anzahl der Gurkenpflanzen, welche in dem behandelten Boden im Vergleich zu den Gurken, die in dem nichtbehandelten Boden überleben, ergibt die Behandlung mit 20, 10 bzw. 5,0 kg der Zubereitung je ha eine Bekämpfung von 100, 80 bzw. 70 0/0 von Pythium.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Fungicides Gemisch in fester Form, d a -durch gekennzeichnet, daß es als wesentliche Bestandteile A. Tetramethylthiuram-monosulfid, Tetramethylthiuramdisulfid, Tetraäthylthiuram-monosulfid und/oder Tetraäthylthiuramdisulfid, B. wenigstens eine wasserunlösliche Phenylquecksilberverbindung der Formel in welcher X ein Wasserstoff-, Chlor- oder Bromatom oder einen Hydroxyl- oder Nitrorest, Y ein Wasserstoff-, Chlor- oder Bromatom oder einen Hydroxylrest, Z einen negativen Rest, nämlich einen Hydroxyl-, Halogenid-, Acetat-, Carbonat-, Sulfat- oder Phosphatrest, n die Wertigkeit von Z und p 0 oder 1 bedeutet, wobei das Verhältnis von A zu B 1: 1 bis 10: 1 beträgt, und C. eine feste, wasserlösliche, anorganische Base, nämlich Natriumhydroxyd, Calciumhydroxyd, Kaliumhydroxyd, Natriumcarbonat, Calciumcarbonat bzw. Kaliumcarbonat, in einer Mengcarbonat, bzw. Kaliumcarbonat, in einer Menge, die derjenigen der Phenylquecksilberverbindung mindestens molar äquivalent ist, enthält. In Betracht gezogene Druckschriften Deutsche Auslegeschrift Nr.1011221; Patentschrift Nr. 3365 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in- der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
DEP23655A 1959-10-08 1959-10-08 Fungicides Gemisch in fester Form Pending DE1200058B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3365C (de) * R. STORSBERG in Remscheid Befestigungsmechanismus an EisscfÜiUschuhen
DE1011221B (de) * 1955-02-18 1957-06-27 Basf Ag Saatgutbeizmittel

Patent Citations (2)

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