DE1299877B - Verfahren zur Herstellung von schlagfesten Vinylchlorid-Pfropfpolymerisaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von schlagfesten Vinylchlorid-PfropfpolymerisatenInfo
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- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F255/00—Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of hydrocarbons as defined in group C08F10/00
- C08F255/02—Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of hydrocarbons as defined in group C08F10/00 on to polymers of olefins having two or three carbon atoms
- C08F255/023—On to modified polymers, e.g. chlorinated polymers
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Description
Es ist bekannt, schlagfestes Polyvinylchlorid durch Mischen mit Kautschuk oder kautschukartigen
Mischpolymerisaten, z.B. von Polymerisaten aus Butadien-Acrylnitril oder Butadien-Styrol, oder ähnlichen
Mischpolymeren herzustellen. Die Verwendung dieser noch Doppelbindungen enthaltenden
Komponenten ergibt jedoch Produkte, die nicht alterungsbeständig sind und außerdem geringe Wärmebeständigkeit
zeigen. Man hat auch schon vorge-
in dem monomeren Vinylchlorid gelöst und diese Lösung in Wasser unter Zusatz der Schutzkolloide
bzw. Pigmente und der Katalysatoren suspendiert. Die anderen mit Vinylchlorid polymerisierbaren
Verbindungen werden als Polymerisatemulsion der Suspension zugesetzt.
Man erhält ein vollkommen homogenes, in kleinen Perlen anfallendes Polymerisat, das direkt durch Verwalzen
oder Verpressen weiterverarbeitet werden
schlagen, Polyvinylchlorid mit chlorierten Poly- io kann. Die Polymerisate zeigen eine ausgezeichnete
olefinen zu vermischen. Diese bekannten Verfahren Kerbschlagzähigkeit und eine gute Wasserbeständighaben
den Nachteil, daß die Polymeren bei hohen keit. Ein weiterer Vorteil der erhaltenen Produkte ist
Temperaturen auf der Mischwalze eingearbeitet ihre Schwerentflammbarkeit und ihre Transparenz,
werden und daher wegen der langen Walzzeit und Außerdem besitzen sie den Vorteil, daß sie alterungsder
dabei entstehenden hohen Temperaturen ther- 15 beständig sind. Die Polymerisate lassen sich direkt
mische Schädigungen des Materials nicht vermieden zu Formkörpern, wie Folien, Bändern, Rohren oder
werden können. Es ist auch bekannt, daß man Spritzgußteilen, verarbeiten. Selbstverständlich können
Mischungen von Polyvinylchlorid und den genannten auch Weichmacher, Füllstoffe, Farbstoffe oder Pig-Polymeren
herstellen kann, indem man die getrennt mente je nach dem gewünschten Einsatz vor der
hergestellten Polymeremulsionen vermischt und ge- 20 Verformung eingearbeitet werden. Stabilisatoren
meinsam ausfällt. Dieses Verfahren hat den Nach- können ebenfalls eingearbeitet werden, jedoch ist die
teil, daß die erhaltenen Produkte wegen des hohen verbesserte Thermostabilität der Polymerisate gegen-Emulgatorgehaltes
eine schlechte Wasserfestigkeit über Normalpolyvinylchlorid hervorzuheben,
besitzen. Die in dem Beispiel angegebenen Teile sind
besitzen. Die in dem Beispiel angegebenen Teile sind
Es wurde gefunden, daß man schlagfeste Vinyl- 25 Gewichtsteile.
chlorid-Pfropfpolymerisate durch Polymerisation von - B eist)iel
chlorid-Pfropfpolymerisate durch Polymerisation von - B eist)iel
Vinylchlorid in Gegenwart von polymeren alipha-
tischen Kohlenwasserstoffen in wäßriger Phase und Herstellung der Polymerisatemulsion: 200 Teile
in Gegenwart von Suspensionsstabilisatoren und Wasser, 75 Teile Acrylsäurebutylester, 1,2 Teile
radikalbildenden Katalysatoren herstellen kann, 30 Alkylsulfonat und 0,4 Teile Kaliumpersulfat werden
wenn man Mischungen aus 5 bis 30 Gewichtsprozent 7 Stunden bei 55° C polymerisiert,
eines chlorierten Äthylen-Propylen-Mischpolymeri- In einem Druckkessel werden 75 Teile chloriertes
eines chlorierten Äthylen-Propylen-Mischpolymeri- In einem Druckkessel werden 75 Teile chloriertes
sates und Emulsionen von Polyacrylsäurederivaten in. Äthylen - Propylen - Mischpolymerisat (Chlorgehalt
Mengen von 1 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf 24,0%) (Äthylen zu Propylen 50/50) in 1350 Teilen
das eingesetzte Vinylchlorid, und 95 bis 70 Gewichts- 35 Vinylchlorid bei Raumtemperatur unter Rühren geprozent
Vinylchlorid verwendet. löst. Diese Lösung wird in 6000 Teilen Wasser mit
Die chlorierten Äthylen-Propylen-Mischpolymeri- 15 Teilen Polyvinylalkohol, 3 Teilen Alkylsulfonat
sate werden bekanntlich durch Niederdruck-Poly- und 8 Teilen Benzoylperoxyd suspendiert und nach
merisation nach Ziegler und anschließendes ChIo- Zugabe der 276,4 Teile der vorstehend beschriebenen
rieren erhalten. Der Chlorgehalt dieser Misch- 40 Polymerisatemulsion 20 Stunden bei 6O0C polypolymerisate
liegt im allgemeinen zwischen 5 und merisiert.
60 Gewichtsprozent, vorzugsweise zwischen 15 und Das erhaltene Polymerisat zeigt folgende Eigen-
35 Gewichtsprozent. Die Mengen, in denen die schäften:
chlorierten Äthylen-Propylen-Mischpolymerisate eingesetzt werden, liegen im Bereich zwischen 5 bis
30 Gewichtsprozent, bezogen auf die Summe der polymerisierbaren Verbindungen. Neben Vinylchlorid
werden zusätzlich Emulsionen von PoIyacrylsäureestern,
wie Polyacrylsäurebutylester, PoIyacrylsäureoctylester oder Polyacrylsäuretridecylester,
eingesetzt. Diese Verbindungen werden in Mengen von 1 bis 30 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 1
bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das eingesetzte monomere Vinylchlorid, verwendet. Die Polymerisation
wird unter Verwendung bekannter Schutzkolloide oder Pigmente, z.B. Gelatine, Polyvinylalkohol
oder Bariumsulfat, durchgeführt. Als Katalysatoren eignen sich radikalbildende Katalysatoren,
wie Benzoylperoxyd, Di-tert.-butylperoxyd oder Azodiisobuttersäurenitril. Gegebenenfalls können dem
Polymerisationsansatz geringe Mengen eines Emulgators, wie Alkyl- oder Arylsulfonate, zugesetzt werden.
Die Emulgatormenge beträgt dann höchstens 0,2 Gewichtsprozent, bezogen auf die polymerisierbaren
Verbindungen. Die chlorierten Äthylen-Propylen-Mischpolymerisate werden im allgemeinen
Schlagzähigkeit nach DIN 53 453 kein Bruch,
Kerbschlagzähigkeit nach DIN 53 453 kein Bruch.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von schlagfesten Vinylchlorid-Pfropfpolymerisaten durch Polymerisation
von Vinylchlorid in Gegenwart von polymeren aliphatischen Kohlenwasserstoffen in
wäßriger Phase und in Gegenwart von Suspensionsstabilisatoren und radikalbildenden Katalysatoren,
dadurch gekennzeichnet, daß man Mischungen aus 5 bis 30 Gewichtsprozent eines chlorierten Äthylen-Propylen-Mischpolymerisates
und Emulsionen von Polyacrylsäurederivaten in Mengen von 1 bis 30 Gewichtsprozent,
bezogen auf das eingesetzte Vinylchlorid, und 95 bis 70 Gewichtsprozent Vinylchlorid
verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man chlorierte Äthylen-Propylen-Mischpolymerisate
verwendet, die 5 bis 60 Gewichtsprozent Chlor enthalten.
Priority Applications (3)
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| DE1962C0028334 DE1299877B (de) | 1962-11-03 | 1962-11-03 | Verfahren zur Herstellung von schlagfesten Vinylchlorid-Pfropfpolymerisaten |
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| DE1962C0028334 DE1299877B (de) | 1962-11-03 | 1962-11-03 | Verfahren zur Herstellung von schlagfesten Vinylchlorid-Pfropfpolymerisaten |
Publications (1)
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Also Published As
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