DE1299375B - Giessereiformkasten - Google Patents
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft einen Gießereiformkasten. Fig. 3 eine Ansicht dieses Formkastens von oben,
Gießereiformkästen dienen bekanntermaßen zur und
Ausbildung von Sandformen. Sie bestehen in der Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 3.
Regel aus einer geschlossenen umlaufenden Seiten- Der in der Zeichnung dargestellte Formkasten hat
wand ohne Boden, so daß die Kräfte zum Verdichten 5 gegenüber bekannten vergleichbaren Formkästen
des das Modell umhüllenden Formsandes durch die einen wesentlich verbesserten Luftabzug und ermögoffenen
Enden des Kastens, d. h. von oben und unten licht eine beliebige Anpressung und Verdichtung des
auf den Formsand übertragen werden müssen. Meist Formsandes gegen das Modell, ohne daß die Gefahr
kommt hierbei eine unmittelbare mechanische Kraft- einer Beschädigung während eines Preßvorganges beeinwirkung
zur Anwendung. Diese besteht unter io steht. Das tragende Element des Formkastens besteht
anderem auch in der Verwendung von Druckmem- im gezeigten Beispiel aus einem rechteckigen Rahmen
branen oder Druckkissen, die bei hochgefahrener, 24, der eine große Mittenöffnung aufweist, die durch
das Modell tragender Modellplatte an der freien angeschweißte, U-förmig gebogene Stäbe 38 überOberfläche
des Formsandes angreifen und sich dabei brückt ist. Die Stäbe 38 sind in zwei in sich parallelen
auch unregelmäßigen Flächenbereichen des Form- 15 Scharen rechtwinklig zueinander auf dem Rahmen 24
sandes anpassen. befestigt und bilden mit dem Steg des U in ihrer Ge-Um eine bessere Druckverteilung zu erreichen, samtheit den normalerweise obenliegenden Boden des
wurde der im Kasten befindliche Formsand auch Formkastens in Gestalt eines waagerechten Gitters,
schon mittels Druckkissen von der Seite her ver- Der Querschnitt der Stäbe ist langgestreckt und verdichtet.
Hierzu sind in den Seitenwänden des Form- 20 jungt sich von seinem mittleren Teil weg nach den
kastens einander gegenüberliegende Aussparungen abgerundeten Endabschnitten hin. Diese Verjüngung
vorgesehen, durch welche hindurch die Druckkissen erleichtert das Einfüllen des Sandes in den Formunmittelbar am Formsand angreifen. Da in diesen kasten und beim Preßvorgang und unterstützt ferner
Fällen der Preßdruck jedoch nur unmittelbar im Be- das Festhalten des Sandes in der fertiggestellten
reich der Öffnungen des Formkastens wirksam wird, as Gießform.
läßt sich der Sand nicht mit genügender Gleichförmig- In allen Stäben sind beidseitig angesenkte Durchkeit
von allen Seiten her verdichten. gangsbohrungen 55 in gleichförmigen Abständen vorAufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es somit, gesehen, die untereinander fluchten. Diese Bohruneinen
Formkasten zu schaffen, der ein weitgehend gen 55 bilden wiederum eine Halterung für den Sand
gleichmäßiges Verdichten des Formsandes von prak- 30 im Formkasten. Durch einzelne dieser fluchtenden
tisch allen Seiten zuläßt. Diese Aufgabe wird dadurch Bohrungen 55 können in horizontaler Richtung
gelöst, daß Boden- und Seitenwände des Gießerei- Rundstäbe 56 hindurchgesteckt werden, so daß daformkastens
aus gitterförmig sich kreuzenden Stäben durch vor allem in den die Seitenwände des Formbestehen,
kastens bildenden stehenden Schenkeln der gebogein einer besonders vorteilhaften Ausführungsform 35 nen Stäbe 38 Gitter gebildet werden, die zu einer
ist vorgesehen, Stäbe mit einem in Richtung auf das weiteren Verankerung zwischen Sand bzw. verdich-Kasteninnere
langgestreckten Querschnitt zu verwen- teter Form und Kasten dienen. Die genaue Zahl und
den, der sich vom Mittelteil weg nach den beiden Lage dieser zusätzlichen Stäbe 56 hängt von der
vorzugsweise abgerundeten Seiten hin verjüngt. In Form des Modells und der Zusammensetzung des
einer bevorzugten Ausführungsform besitzen die 40 verwendeten Formsandes ab.
Stäbe die Form eines U mit ebenem Steg und seitlich Das Pressen des eingefüllten Formsandes wirdz. B. nach außen geneigten Schenkeln, wobei die Stege den mittels einer um den Formkasten herumgelegten etwa zur Modellplatte parallelen Boden des Gießerei- Membran vollzogen. Dabei muß der Formkasten formkastens bilden. Zweckmäßigerweise sind die nicht notwendigerweise an allen Stellen eine Gitter-Stäbe mit ihren Enden an einem gemeinsamen, vor- 45 form haben, insbesondere nicht bei kleinen Abmeszugsweise rechteckigen Rahmen befestigt. sungen; es ist jedoch normalerweise wünschenswert, Aus der schweizerischen Patentschrift 120 309 ist dabei wenigstens einige Querstangen vorzusehen. Die bereits ein Gießkasten bekanntgeworden, dessen Öffnungen an den Seiten des Formkastens müssen Seitenwände eine Anzahl von langgestreckten off- groß und nahe beieinander angeordnet sein, um den nungen aufweisen. Da dieser Gießkasten jedoch be- 50 nach innen gerichteten Preßdruck einer umgebenden stimmungsgemäß dazu dient, die aus dem Formkasten Membran den geringst möglichen Widerstand entherausgenommene Form während des Gießvorganges gegenzusetzen. In der Regel werden die Gitteröffzu halten und die langgestreckten Öffnungen in den nungen durch Anordnung der Stäbe 38 mit einem Seitenwänden des Gießkastens dazu vorgesehen sind, Abstand von 10 bis 13 cm (4 bis 5 Zoll) an ihren das Abziehen von beim Gießen entstehenden Gasen 55 engsten Stellen gebildet. Der Formkasten muß auch zu fördern, bestehen zwischen dem erfindungsgemäß nicht unbedingt die dargestellte Rechteckform haben, vorgeschlagenen Gießereiformkasten und dem be- sondern kann dem Umriß eines bestimmten Modells kannten Gießkasten keine Berührungspunkte hin- entsprechend unregelmäßig geformt sein, wodurch sichtlich der zu lösenden Aufgabe. Gewicht eingespart und die Menge des zum Formen Aus der nachfolgend durchgeführten Beschreibung 60 notwendigen Formsandes verringert wird. In einigen eines Ausführungsbeispieles der vorliegenden Erfin- Fällen genügt der durch eine umschließende Memdung an Hand der Zeichnungen gehen weitere Merk- bran von der Seite her ausgeübte Druck zur Hermale und Vorteile ebenso wie aus den Unter- stellung einer zufriedenstellenden Gießform, ohne daß ansprüchen hervor. Es zeigt besondere Preßkräfte von oben oder unten aufge-Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäß 65 bracht werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, ausgebildeten Formkastens, wenn der Sand von oben auf das Modell aufgeblasen
Stäbe die Form eines U mit ebenem Steg und seitlich Das Pressen des eingefüllten Formsandes wirdz. B. nach außen geneigten Schenkeln, wobei die Stege den mittels einer um den Formkasten herumgelegten etwa zur Modellplatte parallelen Boden des Gießerei- Membran vollzogen. Dabei muß der Formkasten formkastens bilden. Zweckmäßigerweise sind die nicht notwendigerweise an allen Stellen eine Gitter-Stäbe mit ihren Enden an einem gemeinsamen, vor- 45 form haben, insbesondere nicht bei kleinen Abmeszugsweise rechteckigen Rahmen befestigt. sungen; es ist jedoch normalerweise wünschenswert, Aus der schweizerischen Patentschrift 120 309 ist dabei wenigstens einige Querstangen vorzusehen. Die bereits ein Gießkasten bekanntgeworden, dessen Öffnungen an den Seiten des Formkastens müssen Seitenwände eine Anzahl von langgestreckten off- groß und nahe beieinander angeordnet sein, um den nungen aufweisen. Da dieser Gießkasten jedoch be- 50 nach innen gerichteten Preßdruck einer umgebenden stimmungsgemäß dazu dient, die aus dem Formkasten Membran den geringst möglichen Widerstand entherausgenommene Form während des Gießvorganges gegenzusetzen. In der Regel werden die Gitteröffzu halten und die langgestreckten Öffnungen in den nungen durch Anordnung der Stäbe 38 mit einem Seitenwänden des Gießkastens dazu vorgesehen sind, Abstand von 10 bis 13 cm (4 bis 5 Zoll) an ihren das Abziehen von beim Gießen entstehenden Gasen 55 engsten Stellen gebildet. Der Formkasten muß auch zu fördern, bestehen zwischen dem erfindungsgemäß nicht unbedingt die dargestellte Rechteckform haben, vorgeschlagenen Gießereiformkasten und dem be- sondern kann dem Umriß eines bestimmten Modells kannten Gießkasten keine Berührungspunkte hin- entsprechend unregelmäßig geformt sein, wodurch sichtlich der zu lösenden Aufgabe. Gewicht eingespart und die Menge des zum Formen Aus der nachfolgend durchgeführten Beschreibung 60 notwendigen Formsandes verringert wird. In einigen eines Ausführungsbeispieles der vorliegenden Erfin- Fällen genügt der durch eine umschließende Memdung an Hand der Zeichnungen gehen weitere Merk- bran von der Seite her ausgeübte Druck zur Hermale und Vorteile ebenso wie aus den Unter- stellung einer zufriedenstellenden Gießform, ohne daß ansprüchen hervor. Es zeigt besondere Preßkräfte von oben oder unten aufge-Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäß 65 bracht werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, ausgebildeten Formkastens, wenn der Sand von oben auf das Modell aufgeblasen
Fig. 2 eine andere Seitenansicht dieses Form- wird,
kastens von rechts in F i g. 1 gesehen, Der Formkasten wird vorzugsweise in Verbindung
mit einer Preßformmaschine verwendet, wie sie in der deutschen Patentschrift 1 248 238 beschrieben
ist. Dort ist der Formkasten beim Preßvorgang innerhalb eines Gürtels angeordnet, der auf der Innenseite
eine kragenförmige Membran aufweist. Von oben kann der Sand durch besondere Preßkörper gestampft
bzw. gepreßt werden oder man kann dort eine Ringmembran vorsehen, die eine Einblasöffnung umgibt;
man kann auch eine den ganzen Formkasten glockenartig übergreifende Membran verwenden. Eine obenliegende
Ringmembran ist vorzugsweise mit Flüssigkeit gefüllt und abgeschlossen, so daß die Verdichtung
durch Aufwärtsbewegen des Modellplattenträgers durchgeführt wird. Dagegen sollte in der Regel
die am Gürtel angebrachte Kragenmembran — ebenso wie eine Haubenmembran — auf übliche Weise
durch Einlassen eines Druckmediums unter Druck gesetzt und nach Abschluß des Verdichtungsvorganges
wieder entlastet werden. In jedem Fall wird aber der Formkasten während der Preßvorgänge nur ao
sehr geringen Spannungen unterworfen, und man erhält eine Gießform mit an allen Stellen weitgehend
gleichmäßiger Festigkeit.
Obwohl die Formkästen gemäß der Erfindung im wesentlichen eine Fachwerk-Gitterkonstruktion bil- as
den, ergeben sie doch eine kräftige Abstützung und einen vollkommenen Schutz der fertigen Gießform
und lassen sich daher im allgemeinen so behandeln, wie jeder andere übliche Formkasten. Die Herstellungskosten
dieser Formkästen halten sich in niedrigen Grenzen, da nur der untere Rahmen 24 an die
abstützenden oder an ihm angreifenden Flächen, z. B. der Modellplatte, angepaßt sein muß. Das Trennen
des Formsandes vom Gußteil nach erfolgtem Guß und das Abkühlen der Gußstücke wird durch die gewählte
Gitterkonstruktion besonders begünstigt.
Claims (6)
1. Gießereiformkasten, dadurch gekennzeichnet,
daß Boden- und Seitenwände aus gitterförmig sich kreuzenden Stäben (38) bestehen.
2. Gießereiformkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe einen in
Richtung auf das Kasteninnere langgestreckten Querschnitt besitzen, der sich vom Mittelteil weg
nach den beiden vorzugsweise abgerundeten Seiten hin verjüngt.
3. Gießereiformkasten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe (38) mit
ihren Enden an einem gemeinsamen, vorzugsweise rechteckigen Rahmen (24) befestigt sind.
4. Gießereiformkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stäbe (38) in Form eines U mit ebenem Steg und seitlich nach außen geneigten Schenkeln gebogen
sind, wobei die Stege den Boden des Gießereiformkastens bilden.
5. Gießereiformkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
in den Stäben (38) miteinander fluchtende Durchgangsbohrungen (55) zur Aufnahme weiterer
Stäbe (56) vorgesehen sind.
6. Gießereiformkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß alle
oberhalb des Rahmens (24) liegenden Außenkonturen des Formkastens abgerundet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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