DE1297904B - Probengeber fuer Gaschromatographen - Google Patents
Probengeber fuer GaschromatographenInfo
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Description
Das Patent 1208 523 betrifft einen Probengeber und schiebt den Zylinder gegen die Wirkung der
für Gaschromatographen, insbesondere zum periodi- Feder nach oben. Hierbei sticht die Kanüle erst
sehen Aufgeben von flüssigen Proben für präparative durch die den Zylinder abschließende Membran
Zwecke, bei welchem ein abgeschlossenes Vorrats- und durchsticht anschließend die Membran des
gefäß über eine drosselnde Verbindungsleitung mit 5 Probengefäßes. Nach Aufgeben der Probe in der
einer zum Eingang der Trennsäule geführten Träger- beschriebenen Weise wird das Probengefäß nach
gasleitung verbunden ist. In der Trägergasleitung ist unten abgezogen, worauf der Zylinder sich autovor
der Mündung der Verbindungsleitung eine Dros- matisch wieder über das offene Ende der Kanüle
sei eingebaut, die durch eine Umgehungsleitung über- schiebt und dessen Membran sich selbst abdichtet,
brückt wird. In der Umgehungsleitung ist ein io Es kann dann kein Trägergas unkontrolliert ausMagnetventil
angeordnet. Es wird dann die Atmo- strömen. Jedoch kann zum Reinigen der Kanüle der
Sphäre über der Probe bei geöffnetem Magnetventil Zylinder von Hand- für eine gewisse Zeit zurückauf
den Eingangsdruck des Trägergases vor der gedrückt werden, so daß deren Ende ins Freie ragt
Drossel und Umgehungsleitung gebracht. Wenn dann und ein kräftiger Trägergasstrom durch die Kanüle
das Ventil in der ungedrosselten Umgehungsleitung 15 fließt und diese von unerwünschten Rückständen
abgesperrt wird, dann tritt an der Drossel ein dyna- säubert.
mischer Druckabfall auf. Der Druck am Eingang der Der Probengeber nach der ersten Zusatzanmel-
Trennsäule sinkt, und da in dem Vorratsgefäß noch dung P 12 84 660.5-52 ist besonders gut für die Aufder
bisherige, ungedrosselte Trägergasdruck herrscht, gäbe von Proben nach der sogenannten »Headwird
die Probe durch die Verbindungsleitung in die ao space«-Methode geeignet. Dabei wird Dampf aus
Trennsäule gesaugt. dem abgeschlossenen Gasraum oberhalb der flüssigen
Während das Patent 1208 523 als Ausführungs- Probe aufgegeben. Diese Methode wird beispielsbeispiel
eine Anordnung zum wiederholten Auf- weise für Blutalkoholanalysen tienutzt.
geben ein und derselben Probe, etwa für präpara- Es ist häufig wünschenswert, eine größere Anzahl
tive Zwecke, betrifft, hat die Zusatzanmeldung 25 von Proben automatisch nacheinander zu analysieren.
P 12 84 660.5-52 eine Apparatur zum Gegenstand, Es ist zu diesem Zweck bekannt, flüssige Proben in
welche die Aufgabe wechselnder Proben nach dem oben offenen Gefäßen in einem Kranz auf einem
gleichen Prinzip ermöglicht. Die Zusatzerfindung ge- Drehtisch anzuordnen, der schrittweise um den
maß Patentanmeldung P 12 84 660.5-52 sieht des- Winkelabstand zwischen benachbarten Gefäßen
halb vor, daß zwecks Entnahme der Probe aus einem 30 weitergedreht wird. Dabei gelangt nacheinander jedes
mit einer selbstdichtenden Membran abgeschlossenen Gefäß in den Bereich eines seitlich außerhalb von
Probengefäß die kapillare Verbindungsleitung als dem Gefäßkranz schwenkbar angeordneten geboge-Stechkanüle
ausgebildet ist. Es können dann in nen Ansaugrohres, das jeweils bei Stillstand des
einem oder mehreren solchen Probengefäßen nach- Drehtisches mit seinem Ende in das danebenliegende
einander verschiedene Proben aufgegeben werden, 35 Gefäß gesenkt wird. Durch eine Dosierpumpe wird
indem die als Stechkanüle ausgebildete Verbindungs- aus jedem Gefäß eine abgemessene Probenmenge
leitung durch die selbstdichtende Membran des abgesaugt und in eine Analysenvorrichtung gefördert.
Probengefäßes hindurchgestochen wird, wobei das In dieser wird die Probe mit einem Reagenz versetzt
Ventil in der Trägergasleitung geöffnet ist und sich und anschließend photometrisch untersucht,
in dem Gefäß der Trägergasdruck aufbaut. Nach 4° Der vorliegenden Erfindung liegt di'e Aufgabe zu-Absperren
des Ventils sinkt der Druck am Trenn- gründe, bei einem Probengeber nach der ersten
säuleneingang, und es wird ähnlich wie bei dem Zusatzanmeldung P 12 84 660.5-52 die automatisch
Patent 1208 523 Probensubstanz durch die Kanüle aufeinanderfolgende Aufgabe einer größeren Anzahl
angesaugt. Der Dosiervorgang wird unterbrochen, von verschiedenen Proben zu ermöglichen und einen
indem das Ventil in der Trägergasleitung wieder ge- 45 Probengeber zu schaffen, bei welchem eine Probenöffnet
wird, aufgäbe nach der »Headspace«-Methode mit einer
Um unnötige Trägergasverluste nach dem Ab- größeren Anzahl von Proben automatisch und unter
ziehen des Probengefäßes von der Kanüle zu ver- genau definierten Bedingungen erfolgen kann,
meiden, ist gemäß Anspruch 5 der Patentanmeldung Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß
P 12 84 660.5-52 die Anordnung so getroffen, daß 5° ein Drehtisch mit einem thermostatisierten Flüssigdie
kapillare Verbindungsleitung einen Kolben gerad- keitsbad zur Aufnahme einer Mehrzahl von Probenlinig
zentral durchdringt, der in einem mit einem gefäßen vorgesehen ist, der schrittweise fortschaltbar
drosselnden Auslaß versehenen Zylinder abdichtend ist, um nacheinander jedes der Probengefäße unter
beweglich ist, daß der Zylinder an seiner Stirnfläche die feststehende Kanüle zu bringen, und der zumit
einer selbstdichtenden Membran versehen ist, 55 sammen mit dem Flüssigkeitsbad vertikal beweglich
und daß zwischen der Stirnfläche des Zylinders und geführt und anhebbar ist, um das Probengefäß auf
der des Kolbens eine Druckfeder vorgesehen ist, die Kanüle aufzuschieben, so daß die Kanüle durch
welche den Kolben bzw. Zylinder in einer solchen die Membran hindurchsticht.
Lage zu halten sucht, daß das Ende der kapillaren Es wird auf diese Weise möglich, zu Beginn der
Verbindungsleitung innerhalb des Zylinders liegt. 60 Analysenserie eine größere Anzahl von Proben in
Wenn keine Probe aufgegeben wird, ist das Ende der dem Drehtisch zu haltern, wobei sie in dem thermoals
Stechkanüle ausgebildeten Verbindungsleitung statisierten Flüssigkeitsbad auf eine genau definierte
innerhalb des Zylinders angeordnet. Das Trägergas Temperatur gebracht werden. Nacheinander gelangt
strömt nur über den gedrosselten Auslaß des Zylin- dann bei dem schrittweisen Fortschalten jedes der
ders in einem schwachen Strom in die Atmosphäre 65 durch eine selbstdichtende Membran abgeschlossenen
ab. Wenn eine Probe aufgegeben werden soll, dann Probengefäße unter die Probengeber-Kanüle. Dann
wird das Probengefäß mit seiner selbstabdichtenden wird der gesamte Drehtisch mit dem thermostatisier-Membran
von unten gegen den Zylinder gedrückt ten Flüssigkeitsbad angehoben und dadurch das
unter der Kanüle befindliche Probengefäß auf die Am oberen Ende trägt die Hülse 78 mittels Trag-
— feststehend angeordnete — Kanüle aufgeschoben, armen oder Winkeln 110 eine ringförmige Wanne
wobei die Kanüle durch die Membran des Proben- 112 für das thermostatisierte Flüssigkeitsbad,
gefäßes hindurchsticht. Es erfolgt jetzt in üblicher Auf dem oberen Ende der Hülse 78 sitzt ein im
Weise die Probenaufgabe. Dadurch, daß der gesamte 5 wesentlichen scheibenförmiger Drehtisch 114 mit
Drehtisch einschließlich des Flüssigkeitsbades ange- einer Nabe 116. Die Nabe 116 greift über die Nabe
hoben wird, wird die Anordnung mechanisch relativ 118 eines Zahnrades 120. Das Zahnrad 120 ist miteinfach.
Die mit dem System des Gaschromato- tels einer Lagerbuchse 122 drehbar auf der Hülse 78
graphen verbundene Kanüle kann feststehend ange- gelagert. An dem Zahnrad sitzt ein Stift 124, welcher
ordnet sein, was aus naheliegenden Gründen wün- io in eine Ausnehmung 126 der Nabe 116 eingreift. Auf
sehenswert ist. Da auch das thermostatisierte Flüssig- diese Weise kann der Drehtisch 114 als Ganzes nach
keitsbad mit angehoben wird, ist die Probe auch bei oben abgenommen werden. Es ist jedoch sicherder
Probenaufgabe auf der genau definierten Tem- gestellt, daß er nur in einer genau definierten Winkelperatur
dieses Flüssigkeitsbades. lage wieder mit diesem Zahnrad 120 gekuppelt wer-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den i5 den kann. Unterhalb des Zahnrades 120 sitzt auf der
Zeichnungen dargestellt und im folgenden be- Hülse 78 eine Scheibe 128 (s. auch Fig. 4 und 5).
schrieben. Unter dieser Scheibe 128 ist auf der einen Seite ein
Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt durch eine Dreh- Antriebsmotor 130 (Fig. 5) angebracht, der ein
tisch- und Flüssigkeitsbad-Anordnung; Zahnrad 132 (Fig. 4 und 5) antreibt. Das Zahnrad
F i g. 2 ist eine zugehörige Draufsicht; ao 132 ist mit dem Zahnrad 120 im Eingriff. Das Zahn-
F i g. 3 zeigt einen Horizontalabschnitt längs der rad 120 ist femer mit einem dritten, ebenfalls auf
Linie III-III von Fig. 1; der Scheibe 128 gelagerten Zahnrad 135 im Eingriff,
Fig. 4 zeigt einen Schnitt längs der LinieIV-IV das auf der Welle eines Potentiometers 136 (Fig. 5
von Fig. 1; und 9) sitzt. Das Potentiometer 136 ist ebenfalls
F i g. 5 zeigt einen Schnitt längs der Linie V-V as unter der Scheibe 128 angebracht. Seine Funktion
von F i g. 4; wird unten noch erläutert.
Fig. 6 ist eine abgebrochen dargestellte Seiten- Auf der Scheibe 128 sind zwei Mikroschalter 138
ansicht des Drehtisches und zeigt die Halterungen und 140 montiert. Der Mikroschalter 138 wird durch
für die Probengefäße; Nocken 142 betätigt, die in regelmäßigen Abständen
Fig.7 ist eine zugehörige, ebenfalls abgebrochen 30 an dem Drehtisch 114 vorgesehen sind und deren
dargestellte Drauf sieht; Anzahl der Anzahl der in den Drehtisch einsetz-
F ig. 8 zeigt einen Schnitt längs der Linie VIII-VIII baren Probengefäße entspricht. Der Mikroschalter
vonFig. 1; 138 dient dazu, den Antriebsmotor 130 jedesmal
F i g. 9 ist eine schematische Darstellung und ver- nach Durchlaufen eines dem Winkelabstand zwischen
anschaulicht die Wirkungsweise eines Potentiometers 35 benachbarten Probengefäßen entsprechenden Drehfür
die Probenmarkierung; winkeis stillzusetzen. Der Drehtisch 114. wird somit
F i g. 10 ist ein Zeitdiagramm und veranschaulicht von dem Motor 130 schrittweise fortgeschaltet und
die Wirkungsweise des Gerätes. bringt nacheinander die verschiedenen Probengefäße
Das Gaschromatographensystem mit der Kanüle, unter die Probengeberkanüle. In dem Drehtisch ist
die mit dem Trennsäuleneinlaß verbunden ist, und 40 ferner ein Kranz von Bohrungen 144 (F i g. 1 und 2)
dem Magnetventil im Trägergaskanal vor der Mün- vorgesehen, in welche ein Nocken 146 wahlweise eindung
dieser Kanüle ist im wesentlichen das gleiche, stöpselbar ist. Dieser Nocken 146 betätigt den Mikrowie
es in der ersten Zusatzanmeldung P 12 84 660.5-52 schalter 140, und der Mikroschalter setzt die gesamte
beschrieben ist, und daher hier nicht mehr im ein- Apparatur still. Auf diese Weise kann, beispielsweise
zelnen dargestellt. 45 wenn nur ein Teil der verfügbaren Plätze tatsächlich Auf einer Grundplatte 74 sitzt eine zentrale, ver- mit Probengefäßen besetzt sind, nach Durchführung
tikale Führungssäule 76, auf welcher eine Hülse 78 aller dieser Analysen das Gerät automatisch stillgeführt
ist. An der Hülse 78 ist seitlich eine vertikale gesetzt werden.
Zahnleiste 80 angebracht, mit der ein Ritzel 82 im Der Drehtisch 114 ist an seinem Rand im Bereich
Eingriff steht. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, hat die 50 der Wanne 112 U-förmig nach unten gezogen und
Führungssäule 76 im wesentlichen sechseckigen Quer- weist einen Kranz von Durchbrüchen 148 zur Aufschnitt.
Sie wird durch Rollen 84 geführt, die um nähme der Probengefäße auf. Der Drehtisch 114
120° gegeneinander versetzt an den Seitenflächen der liegt über einen Dichtring 150, im vorliegenden Fall
Führungssäule 76 anliegen und in der Hülse 78 ge- in Gestalt eines O-Ringes auf dem inneren Rand der
lagert sind. Das Ritzel 82 ist mit seiner Welle 86 in 55 Wanne 112 auf. Das ergibt einerseits eine Abdich-Lagern
88 in einem Ständer 90 gelagert und wird von tung gegen verdunstende Thermostatflüssigkeit und
einem Stellmotor 92 über ein Getriebe 94 angetrie- zum anderen eine Abstützung des Drehtisches 114.
ben. Durch den Stellmotor 92 kann also die Hülse 78 Um jeden der Durchbrüche 148 herum ragen drei
über das Ritzel 82 und die Zahnleiste 80 angehoben Federstreifen 152 nach unten, die im Winkelabstand
oder abgesenkt werden. 60 von jeweils 120° um die Achse des Durchbruchs
Neben der Hülse 78 sind Mikroschalter 96,98,100 herum angeordnet sind. Diese Federstreifen sind
in verschiedenen Höhen in einem Ständer 102 ge- unten an einem Ring 154 befestigt, der einen nach
haltert, die durch einstellbare Nocken 104, 106, 108 innen ragenden Flansch aufweist, auf welchem die
an der Hülse 78 betätigbar sind. Durch die Mikro- Probengefäße aufsitzen können. Die Federstreif en 152
schalter 96, 98, 100 ist der Stellmotor 92 steuerbar, 65 federn nach innen und sind mit Sicken 156 versehen.
so daß er die Hülse in drei verschiedene Stellungen, Die Wanne 112 für die Thermostatflüssigkeit so-
nämlich die Absenkstellung, eine Zwischenstellung wie die Randteile des Drehtisches 114 mit der Halte-
und die obere Arbeitsstellung fahren kann. rung für die Probengefäße sind mit einer Abdeckung
5 6
versehen, die vor allen Dingen die Verdunstung von des Drehtisches 114, wie sie durch den Mikroschalter
Thermostatflüssigkeit hemmen soll. Diese Abdeckung 98 (Fig. 3) bestimmt wird, ist der Zylinder so weit
besteht aus einem ringförmigen Abdeckblech 158, zurückgeschoben, daß das Ende der Kanüle aus dem
das durch Schrauben 160 am äußeren Rand der Zylinder heraustritt, aber noch nicht in die Membran
Wanne 112 befestigt ist (Fig. 1 und 2). Dieses Ab- 5 des Probengefäßes einsticht. In dieser Zwischensteldeckblech
158 hat auf einem größeren Teil seines lung tritt also das Trägergas frei in die Atmosphäre
Umfanges längliche bogenförmige Öffnungen 162, aus und kann so die Kanüle von eventuellen Rückdie
durch entsprechende mit Griffen 164 versehene ständen der vorhergehenden Proben reinigen,
abnehmbare Deckel 166 verschließbar sind. Mit 168 Die Wirkungsweise des Gerätes ist am besten aus
(Fig. 2) ist ein Durchbruch indem Abdeckblech 158 io dem Zeitdiagramm gemäß Fig. 10 ersichtlich. Dort
bezeichnet, durch welchen die Probengeberkanüle sind die einzelnen Gerätefunktionen, nämlich der
beim Anheben des Drehtisches 114 in die Membran Hub des Probenwechslers oder Drehtisches in den
des darunter befindlichen Probengefäßes einsticht. drei Stellungen »unten«, »Mitte« (Zwischenstellung)
Ein Bereich 170 des Abdeckbleches vor diesem und »oben« mittels des Motors 92, die Fortschaltung
Durchbruch 168 weist keine Öffnungen 162 auf. Die 15 mittels des Motors 130, die Nulünienkorrektur, die
durch Deckel 166 verschlossenen Öffnungen gestatten Betätigung des Magnetventils für die Dosierung soes,
Probengefäße im wesentlichen an beliebiger Stelle wie die Markierung der Probe auf dem Chromatoin
den Drehtisch 114 einzusetzen. Daß in dem in gramm durch Schließen des Schalters 182 als Linien
Drehrichtung unmittelbar vor der Kanüle angeordne- oder Punkte in verschiedenen Höhen über der Zeit
ten Bereich 170 keine solchen Öffnungen vorgesehen so dargestellt. Doppellinien stellen dabei eine feste Zeit,
sind, stellt sicher, daß die Proben sich vor der dreifache Linien eine variable Zeit dar.
Probenaufgabe wenigstens eine bestimmte Zeit lang Zwischen den Zeitpunkten »1« und »2« erfolgt
in dem thermostatisierten Flüssigkeitsbad befunden eine Korrektur der Nullinie, während der Drehtisch
haben müssen, so daß sie mit Sicherheit dessen Tem- 114 »unten« ist. Zwischen den Zeitpunkten »2«
peratur angenommen haben. as und »3« wird der Motor 92 eingeschaltet und der
Nach Lösen des Abdeckbleches 158 mittels der Drehtisch 114 in seine obere Endstellung bewegt.
Schrauben 160 kann der Drehtisch 114 als Ganzes Die Probengeberkanüle dringt durch die Membran,
nach oben herausgenommen werden. Die Ausneh- die das Probengefäß abschließt, Während einer festen
mungl26 und der Stift 124 sorgen dafür, daß der Zeit von etwa einer Minute zwischen »3« und »4«
Drehtisch 114 dann wieder in einer genau definierten 30 bleibt dann das Magnetventil im Trägergasstrom
Lage zu dem Zahnrad 120 eingesetzt wird. noch geöffnet. Es tritt Trägergas in das Probengefäß
Das Zahnrad 120 verdreht nicht nur den Dreh- und bringt dieses auf den Trägergas-Eingangsdruck,
tisch 114, sondern synchron mit diesem über das Dann wird während einer kurzen, zur Veränderung
Zahnrad 134 auch das Potentiometer 136. Jeder der aufgegebenen Probenmenge variablen Zeit von
Stellung des Drehtisches und damit jedem sich unter 35 »4« bis »5« das Magnetventil im Trägergasstrom
der Kanüle befindenden Probengefäß in dem abgesperrt. Es erfolgt die Dosierung. Vorher ist im
Drehtisch ist daher eine genau definierte Stellung Punkt »4« der Schalter 182 geschlossen worden, um
des Potentiometerschleifers und mittels einer ange- auf dem Registrierstreifen einen Markierungsstrich
legten Spannung eine definierte Ausgangsspannung zu erzeugen. Anschließend wird das Magnetventil im
des Potentiometers 136 zugeordnet. Diese kann zur 40 Trägergasstrom wieder geöffnet. Es läuft die Chro-Markierung
der einzelnen Chromatogramme be- matographierzeit von »4« bis »8«. Es wird dabei das
nutzt werden. Das ist in Fig. 9 schematisch darge- Chromatogramm 184 aufgezeichnet. Der Drehtisch
stellt. 114 bleibt noch eine kurze feste Zeit von »5« bis »6«
Mit 172 ist generell ein Gaschromatograph be- in der angehobenen Stellung und wird dann von
zeichnet, dessen Detektorsignale mittels eines Schrei- 45 dem Motor 92 in der Zeit von »6« bis »7« wieder in
bers 174 als Chromatogramm aufgezeichnet werden. die untere Stellung abgesenkt. Während der rest-Das
Potentiometer 136 wird von einer Konstant- liehen Chromatographierzeit bleibt er in der abgespannung
gespeist. In Reihe mit dem Potentiometer senkten Stellung. Im Anschluß an die Chromato-
136 liegen ein fester Widerstand 176 und ein ein- graphierzeit erfolgt zwischen »8« und »9« die
stellbarer Eichwiderstand 178. Die von dem Poten- 50 Weiterdrehung des Drehtisches 114 mittels des Motiometerschleifer
180 abgegriffene Spannung kann tors 130. Danach wird in der Zeit von »9« bis »10«
über einen zweipoligen Schalter 182 parallel zu dem der Drehtsichll4 in die Zwischenstellung angehoben
Detektorsignal auf den Schreiber 174 gegeben wer- (»Mitte«). In dieser Stellung liegt, wie geschildert,
den. Auf diese Weise kann durch kurzzeitiges Be- das Ende der Kanüle frei, so daß ein Abblasen von
tätigen des Schalters 182 auf dem Schreibstreifen ein 55 Trägergas in die Atmosphäre und damit ein Spülen
Strich oder ein Rechteckimpuls aufgezeichnet wer- der Kanüle erfolgt. Dies findet in dem Zeitraum
den, dessen Höhe der am Potentiometer abgegriffe- zwischen den Punkten »10« und »12« statt, den man
nen Spannung entspricht und der daher eine Markie- als Spülzeit bezeichnen kann. Anschließend wird der
rung bildet, die eine eindeutige Zuordnung von Probe Drehtisch wieder abgesenkt, und es folgt eine
und Chromatogramm gestattet. 60 »Wiedereinlaufzeit«, bis bei »1« der Zyklus mit der
Ein Zylinder, der durch eine Membran abge- nächsten Probe erneut beginnt.
schlossen ist und sich nach Absenken des Proben- Die Steuerung dieser Vorgänge erfolgt mittels üb-
gefäßes federnd über die Probengeberkanüle schiebt, licher Programmgebermittel, die dem Fachmann geist
mit einem vorstehenden Ansatz versehen, der an läufig und daher nicht besonders dargestellt sind. Der
dem Probengefäß zur Anlage kommt und den be- 65 Programmgeber kann auch den Drehtisch 114, den
sagten Zylinder schon zurückschiebt, bevor die Ka- Stellmotor 92 und das Magnetventil im Trägergasmile
in die Membran des Probengefäßes eindringt. In strom so steuern, daß von jeder Probe wahlweise
der obenerwähnten Zwischenstellung der Hülse 78 und eine vorgegebene Anzahl von Analysen durchgeführt
wird, bevor eine Weiterschaltung des Drehtisches 114 erfolgt.
Claims (13)
1. Probengeber für Gaschromatographen, bei welchem eine zwecks Entnahme von Proben aus
mit selbstdichtenden Membranen abgeschlossenen Probengefäßen als Stechkanüle ausgebildete
kapillare Verbindungsleitung mit dem Eingang der Trennsäule verbunden ist und in einer zum
Eingang der Trennsäule geführten Trägergasleitung ein Ventil angeordnet ist, das zwecks
Probenaufgabe absperrbar ist, nach Zusatzanmeldung P 12 84 660.5-52, dadurch gekenn-15
zeichnet, daß ein Drehtisch (114) mit einem
thermostatisierten Flüssigkeitsbad (112) zur Aufnahme einer Mehrzahl von Probengefäßen vorgesehen
ist, der schrittweise fortschaltbar ist, um nacheinander jedes der Probengefäße unter die ao
feststehende Kanüle zu bringen, und der zusammen mit dem Flüssigkeitsbad (112) vertikal beweglich
geführt und anhebbar ist, um das Probengefäß auf die Kanüle aufzuschieben, so daß
die Kanüle durch die Membran hindurchsticht, as
2. Probengeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das ringförmige Flüssigkeitsbad
(112) nicht drehbar, aber axial beweglich geführt ist, und daß der Drehtisch (114), der
einen Kranz von in das Flüssigkeitsbad hineinragenden Halterungen (152,154) für die Probengefäße
aufweist, gegenüber dem Flüssigkeitsbad (112) drehbar gelagert ist.
3. Probengeber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer vertikalen Führungssäule
(76) eine Hülse (78) geführt ist, die an ihrem oberen Ende mit Haltewinkeln (110) eine
ringförmige Wanne (112) für das Flüssigkeitsbad trägt, daß die Hülse (78) eine vertikale Zahnleiste
(80) aufweist, mit welcher ein von einem Stellmotor (92) antreibbares Ritzel (82) im Eingriff
ist, und daß an der Hülse (78) ferner Nocken (104, 106, 108) angebracht sind, durch welche
nach einem vorgegebenen Hubweg Mikroschalter (96, 98, 100) zum Stillsetzen des Stellmotors (92)
betätigbar sind.
4. Probengeber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der scheibenförmige Drehtisch
(114) nach oben abnehmbar auf der Nabe (118) eines auf der Hülse (78) drehbar gelagerten
Zahnrades (120) sitzt und mit letzterem in einer definierten Lage undrehbar verbunden ist, daß
am oberen Ende der Hülse (78) eine Scheibe (128) befestigt ist und unter der Scheibe ein Antriebsmotor
(130) angebracht ist, der ein mit dem Zahnrad (120) im Eingriff stehendes zweites
Zahnrad (132) antreibt, und daß auf der Scheibe (128) ein Mikroschalter (138) zum Stillsetzen des
Antriebsmotors (130) sitzt, welcher von Nocken (142) an dem Drehtisch (114) betätigbar ist,
deren Anzahl der Zahl der in den Drehtisch (114) einsetzbaren Probengefäße entspricht und durch
welche der Drehtisch (114) mittels des von dem Mikroschalter gesteuerten Antriebsmotors jeweils
um den Winkelabstand zwischen den Probengefäßen fortschaltbar ist.
5. Probengeber nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehtisch (114) eine der
Anzahl der einsetzbaren Probengefäße entsprechende Anzahl von Bohrungen (144) in regelmäßigen
Abständen auf einem Kreis um die Drehachse aufweist, in welche ein Nocken (146)
wahlweise einsteckbar ist, und daß in der Bahn des Nockens (146) auf der Scheibe (128) ein
Mikroschalter (140) angeordnet ist, durch welchen die gesamte Apparatur stillsetzbar ist.
6. Probengeber nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehtisch
(114) über einen Dichtring (O-Ring 150) abdichtend auf dem inneren Rand der Wanne
(112) aufliegt und im Bereich der Wanne Durchbrüche (148) und Halteglieder (152, 154) zur
Aufnahme und auftriebsicheren Halterung der Probengefäße aufweist.
7. Probengeber nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteglieder einen Ring
(154) aufweisen, der durch mehrere, vorzugsweise drei, von dem Drehtisch (114) nach unten
ragende, nach innen federnde Federstreifen (152) gehalten wird, und daß die Federstreifen mit
nach innen vorspringenden Sicken (156) zum Klemmen in entsprechende Nuten der Probengefäße
versehen sind.
8. Probengeber nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Durchbrüchen
(148) für die Aufnahme der Probengefäße versehenen Randteile des Drehtisches
(114) durch ein ringförmiges Abdeckblech (158) abgedeckt sind, das am äußeren Rand der Wanne
(112) des Flüssigkeitsbades befestigt ist und wenigstens auf einem Teil seines Umfanges
bogenförmige öffnungen (162) aufweist, die durch Deckel (166) verschließbar sind.
9. Probengeber nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckblech (158) in
einem in Drehrichtung des Drehtisches (114) vor der Probengeberkanüle liegenden Bereich (170)
keine öffnungen aufweist.
10. Probengeber nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehtisch
(114) und der Stellmotor (92) zum Anheben von Drehtisch und Flüssigkeitsbad sowie das
Magnetventil im Trägergasstrom durch einen Programmgeber derart steuerbar sind, daß von
jeder Probe wahlweise eine vorgegebene Anzahl von Analysen durchgeführt wird, bevor eine
Weiterschaltung des Drehtisches (114) erfolgt.
11. Probengeber nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem
Drehtisch ein Potentiometer (136) gekuppelt ist, an welchem eine von der Stellung des Drehtisches
(114) und damit von dem jeweils unter der Probengeberkanüle sich befindenden Probengefäß
abhängige Spannung abgreifbar ist, und daß diese Spannung zur Erzeugung eines Markierungssignals,
vorzugsweise in Form eines kurzzeitigen rechteckigen Impulses oder Striches, auf einen das Chromatogramm aufzeichnenden
Schreiber (174) aufschaltbar ist.
12. Probengeber nach den Ansprüchen 4 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Potentiometer
(136) an der Scheibe (128) angebracht ist und auf der Potentiometerwelle ein drittes Zahnrad
(134) sitzt, das ebenfalls mit dem Zahnrad (120), das mit dem Drehtisch gekuppelt ist, im Eingriff
steht.
909 525/352
13. Probengeber nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei welchem die Kanüle einen Kolben
geradlinig zentral durchdringt, der in einem mit einem drosselnden Auslaß versehenen Zylinder
abdichtend beweglich ist, bei welchem der Zylinder an seiner Stirnfläche mit einer selbstdichtenden
Membran versehen ist und bei welchem zwischen der Stirnfläche des Zylinders und der
des Kolbens eine Druckfeder vorgesehen ist, welche den Zylinder nach unten zu drücken sucht,
so daß das Ende der kapillaren Verbmdungsleitung
innerhalb des Zylinders liegt, gemäß Anspruch 5 der Zusatzanmeldung P 12 84 660.5-52, dadurch
gekennzeichnet, daß der Drehtisch (114) in eine Zwsichenstellung anhebbar ist, und daß an dem
Zylinder ein Ansatz vorgesehen ist, der an dem Probengefäß zur Anlage kommt und den Zylinder
zurückdrückt, und zwar in der besagten Zwsichenstellung nur so weit, daß die Kanüle
zwar durch die den Zylinder abschließende Membran hindurchsticht, jedoch die Membran
des Probengefäßes noch nciht berührt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (5)
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