DE1297038B - Vorrichtung zum Befestigen von Unterwasserflaechen - Google Patents
Vorrichtung zum Befestigen von UnterwasserflaechenInfo
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- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D3/00—Improving or preserving soil or rock, e.g. preserving permafrost soil
- E02D3/12—Consolidating by placing solidifying or pore-filling substances in the soil
- E02D3/123—Consolidating by placing solidifying or pore-filling substances in the soil and compacting the soil
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- E01C—CONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Be- Es sind zwar bereits sogenannte Rütteldruckvor-
festigen von Flächen von nicht zusammenhaftendem richtungen bekannt, die insbesondere zum Herstellen
Material, wie körnigen oder pulverförmigen Stoffen, von Fundamenten dienen und die aus einer Vibraunter
Wasser, insbesondere von stark sandigen Stellen tionsvorrichtung sowie Düsen zum Zuführen von
in Fluß- oder Kanalbetten. 5 Bindemittel bestehen. Mit der Erfindung wird jedoch
Die bisher üblichen Verfahren zum Befestigen von erstmals eine kontinuierlich arbeitende Vorrichtung
sandigen Betten von Wasserläufen bestehen darin, zum Befestigen von Unterwasserflächen vorgeschladaß
man ein verhältnismäßig schweres Material, wie gen, die es ermöglicht, die Befestigung großer Fläbeispielsweise
Steine, in das Bett schüttet oder Mat- chen kontinuierlich und ohne Bindemittelverlust
ten aus unterschiedlichem Material in das Bett ab- io durchzuführen.
senkt. Derartige Verfahren sind zeitraubend, um- , Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird der
ständlich und teuer. Es wurde daher nach anderen Sand oder das sonstige nicht zusammenhaftende Ma-Methoden
gesucht. Eines dieser Verfahren besteht terial des Gewässerbettes unter der Grenzschicht
darin, daß man Mineralien mit Bitumenmischungen Wasser—Festbett aufgewirbelt und gleichzeitig mit
als Bindemittel auf die Sohle von Wasserläufen auf- 15 Bindemittel versetzt. Da die Aufwirbelungsvorrichbringt;
so werden beispielsweise heiße Asphaltguß- tang erfindungsgemäß unter der Grenzschicht angemassen
aus Sand, Füllstoff und Bitumen in Form von ordnet ist, wird die Störung des darüberstehenden
heißen Aufschlämmungen verwendet, oder es wird Wassers so gering wie möglich gehalten, und Bindemit
einer Bitumenemulsion vermischter Sand durch mittelverluste und Verunreinigungen sind weitgehend
eine Rohrleitung auf dem Bett des Wasserlaufes auf- ao ausgeschlossen,
gebracht. Zur Erzeugung der erforderlichen Wirbelbett-
gebracht. Zur Erzeugung der erforderlichen Wirbelbett-
Auch ist bereits eine Vorrichtung bekannt, mit der schicht im Bett des Wasserlaufes dient erfindungsder
in einem Flußbett vorhandene Sand unter Wasser gemäß eine Vorrichtung, die leicht vorwärts bewegt
mit einem Aufreißer, beispielsweise einem mit Schau- werden kann, damit das behandelte Material, z. B.
fehl versehenen rotierenden Schaft, zu einer wäßrigen 35 der Sand, sich so absetzen kann, daß das zu befesti-Suspension
aufgeworfen und der suspendierte Sand gende Bett auf kontinuierliche Weise gebildet wird,
dann mit einer Bitamenemulsion versetzt wird. Dabei So kann beispielsweise erfindungsgemäß als Aufwirist
es schwierig, das Befestigungsmaterial genau an belungsvorrichtung ein starres Vibrationsgestell in
der erforderlichen Stelle einzubringen und einen wirk- Form eines Metallsiebes oder -gitters verwendet wersamen
Zusammenhalt der Oberfläche des zu befesti- 30 den. Ein derartiges Sieb kann leicht in loses Material,
genden Bettes zu erzielen. So wurde gefunden, daß wie Unterwassersand, eingeführt und mit erstaunlich
bei Aufbringung einer Bitamenemulsion auf eine geringem Widerstand in der Sandschicht vorwärts
wäßrige Sandsuspension auf Grund des großen Was- bewegt werden. In. einem Glasbehälter mit einem
servolumens nur eine sehr schlechte Bindung erhalten unter Wasser liegenden Sandbett durchgeführte Verwird,
da die sich aus dem großen Wasservolumen ab- 35 suche zeigen, daß bei Vibrieren des Gestells in dessen
setzenden, mit der Bitumenemulsion überzogenen unmittelbarer Nähe eine Mulde mit aufgewirbeltem
Sandteilchen nur schlecht aneinanderhaften und Sand, d. h. eine Suspension von losem Sand, gebildet
außerdem ein großer Teil der Emulsion verlorengeht, wird. Wenn das vibrierende Gestell weiterbewegt
da sie mit Wasser verdünnt wird, ehe sie auf den wird, z. B. von links nach rechts, werden die rechts
Sandpartikeln brechen kann. Außerdem tritt eine be- 40 liegenden Sandpartikeln aufgewirbelt, während die
trächtliche Verunreinigung des Wassers mit Binde- links liegenden Sandpartikeln zur Ruhe kommen. Das
mittel ein. System benimmt sich so, als ob das Gestell durch eine
Demgegenüber soll nun mit der Erfindung eine flüssige Phase geführt würde. Durch die Wahl geeigne-Vorrichtung
geschaffen werden, die eine kontinuier- ter Bedingungen, wie Frequenz und Amplitude der
liehe Befestigung von Unterwasserfiächen durch Ein- 45 Vibration, ist es möglich, eine Wirbelschicht unter
bringen von Bindemittel erlaubt, ohne daß eine Ver- der Grenzfläche Wasser—Sand zu erzeugen, wobei
mischung des Bindemittels mit dem über der Fläche das Wasser nicht oder nur leicht beunruhigt wird,
stehenden Wasser stattfindet, die die Bindemittelwir- Dies ist wichtig, um Verluste an Bindemittel, das zum
kung herabsetzt und zur Verunreinigung des Wassers Binden des Sandes verwendet wird, zu vermeiden
führt. 50 oder möglichst gering zu halten. In die vibrierende
Demgemäß ist Gegenstand der Erfindung eine Vor- Mulde wird dann ein Bindemittel geeigneter Art, das
richtung zum Befestigen von Unterwasserflächen aus unter Wasser abbinden kann, eingespritzt; soweit eine
nicht zusammenhaftendem, körnigem oder pulverför- Bitumenemulsion als Bindemittel verwendet wird, ermigem
Material nach dem Rütteldruckverfahren, be- folgt das Brechen der Emulsion wirksam unter BiI-stehend
aus einer Aufwirbelungsvorrichtung und in 55 dung einer zusammenhaftenden Masse, die durch den
dem zu befestigenden Material mündenden Düsen Wirbeleffekt verdichtet wird und bei Weiterbewegung
zum Zuführen von Bindemittel, welche dadurch ge- der Vorrichtung als befestigtes Sandbett zurückbleibt,
kennzeichnet ist, daß die gesamte Vorrichtung in Das Bindemittel wird durch geeignete Vorrichtungen,
einem Fahrgestell oder Fahrzeug befestigt ist, das auf beispielsweise mit Spritzdüsen versehene Rohre, ein-
oder oberhalb der zu befestigenden Fläche kontinu- 60 geführt. Die Zuführleitung für das Bindemittel ist
ierlich weiterbewegbar ist, und daß die mit einem vorzugsweise mit der Aufwirbelungsvorrichtung verAntrieb
verbundene Aufwirbelungsvorrichtung in Be- bunden, und das Bindemittel wird dann durch Düsen
triebsstellung unter der Grenzfläche Wasser—Festbett oder Öffnungen in dieser, z. B. einem Sieb, abgein
dem zu befestigenden Material angeordnet ist. Vor- geben. Das Sieb, welches die Form eines Gestells
zugsweise sind die Düsen für das Bindemittel an der 65 haben kann und mit einem Gitter und/oder Vorsprün-Aufwirbelungsvorrichtung
selbst vorgesehen und im gen, wie Nadeln oder Stäben, zur Erhöhung des Aufwesentlichen in die der Fortbewegungsrichtung der wirbelungseffektes versehen sein kann, ist vorzugs-Vorrichtung
entgegengesetzte Richtung gerichtet. weise senkrecht zu dem zu befestigenden Bett ange-
ordnet. Das Verhältnis von Bindemittel zu Sand oder anderem zu befestigenden Oberflächenmaterial kann
durch Veränderung der Vorschubgeschwindigkeit der Vorrichtung und/oder durch Veränderung des eingespritzten
Bindemittelvolumens variiert werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt und
nachstehend näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer Darstellung,
F i g. 2 eine erfindungsgemäße Aufwirbelungsvorrichtung
in Form eines Vibrationssiebes.
In einem Sand mit der folgenden Korngrößenverteilung:
0,2% Rückstand auf 420 μ Sieb, 33 % Rückstand auf 177 μ Sieb,
99 °/o Rückstand auf 74 μ Sieb, »ο
wurde ein Rohrgitter eingeführt und mit einer Frequenz von 1000 Schwingungen/Minute zum Vibrieren
gebracht. Bei dieser Frequenz wurde der Wirbeleffekt leicht erzielt und nach Einführen einer sauren Bitumenemulsion
eine gute Befestigung erhalten. Die Frequenz wurde bis zu 3000 Schwingungen/Minute erhöht,
wodurch ein fortschreitender Anstieg des Wirbeleffektes erzielt wurde. Die Vibrationsamplitude
betrug 12,5 mm.
In der in F i g. 1 gezeigten Vorrichtung ist ein Gitter als Aufwirbelungsvorrichtung 1 mit dem Rahmen
3 eines Fahrgestells 2 verbunden. Zum Vibrieren des Gitters dient ein Wassermotor 4, der auf Federn 5
montiert ist. Das Bindemittel, z. B. eine Bitumenemulsion, wird von einem Verteiler 6 durch einen
flexiblen Schlauch als Zuführleitung 7 dem Gitter zugeführt. Der Rahmen 3 wird auf geeigneten Vorrichtungen,
wie beispielsweise Rädern, Rollen oder Hohlzylindern 8 und 9, bewegt. Die Teile 8 und 9 bestehen
vorzugsweise aus Hohlzylindern, die eine regulierbare Wassermenge enthalten, wodurch die jeweils erwünschte
Art der Bewegbarkeit der Vorrichtung eingestellt werden kann. Das Fahrgestell 2 kann entweder
geschleppt werden, beispielsweise durch ein Schiff, ein Fahrzeug oder eine Winde, oder mit eigener
Kraft bewegt werden, z. B. durch einen zweiten Wassermotor, der die Teile 8 und 9 antreibt. Das
Fahrgestell 2 kann über die Oberfläche des unter Wasser liegenden Bettes 10, z. B. das sandige Bett
eines Flusses oder einer Flußmündung, bewegt werden, wobei das Gitter etwas unterhalb der Bettoberfläche
liegt. Das Gitter wird durch den Motor 4 vibriert, wodurch, wenn das Gitter im Boden sitzt,
eine Wirbelschicht aus Sandpartikeln erzeugt wird, in welche das Bindemittel direkt eingespritzt wird, worauf
bei Weiterbewegung des Fahrgestells 2 in der durch den Pfeil angezeigten Richtung eine befestigte
Masse 11, z. B. befestigter Flußsand, hinter dem Gitter zurückbleibt. Wenn das Bett Steine oder sonstige
große Stücke enthält, können diese durch eine geeignete Vorrichtung wie beispielsweise eine dem Gitter
vorausgehende rotierende Egge entfernt werden.
F i g. 2 zeigt eine für die Erfindung geeignete Ausführungsform
des Gitters. Dieses besteht aus einem untereinander verbundenen Rohrsystem mit vertikalen
Rohren 12 und waagerechten Rohren 13, wobei die letzteren mit Öffnungen 14 versehen sind. Beim
Betrieb des Gerätes wird das Bindemittel durch eines oder mehrere der Rohre 12 zugeführt und durch die
Öffnungen 14 an die durch die Vibration des Gitters im Sandbett aufgewirbelte Sandmasse abgegeben. Die
Vibrationswirkung des Gitters kann dadurch, daß man beispielsweise ein Maschengewebe α oder Stifte b
an dem Gitter anbringt, oder durch sonstige Vorrichtungen erhöht werden; diese Vorrichtungen werden
vorzugsweise austauschbar angebracht, so daß sie gegebenenfalls versetzt werden können.
Es kann jedes beliebige Bindemittel verwendet werden, welches in fließfähigem Zustand eingesetzt
werden kann und das zu befestigende Bettmaterial bindet.
Die Aufwirbelungsvorrichtung 1 wird vorzugsweise so angeordnet, daß sie gehoben oder gesenkt werden
kann; bei Betrieb wird sie in die Arbeitsstellung, d. h. einige Zentimeter unterhalb der Bettoberfläche, abgesenkt
und in gewünschter Richtung in dem Bett entlanggeführt, wobei das Bindemittel in das aufgewirbelte
Bettmaterial, vorzugsweise in entgegengesetzter Richtung zur Bewegungsrichtung des Siebes
oder Gitters, eingespritzt wird; es können jedoch auch beide Seiten des Gitters mit öffnungen versehen sein.
Die Bewegungsgeschwindigkeit des Gerätes wird so eingestellt, daß ein bestimmter Bindemittelgehalt im
zu befestigenden Material erzielt wird. Es wurde beispielsweise gefunden, daß ein auf das Trockengewicht
des überzogenen Sandes bezogener Bitumengehalt von 6% erhalten wird, wenn das Gerät mit einer Geschwindigkeit
von etwa 0,9 m/min bewegt wird und ein senkrecht mit 50 Schwingungen pro Sekunde
schwingender Vibrator verwendet wird, welcher aus einem etwa 15X10 cm großen Gitter mit 6,4 mm
weiten Rohren und 0,8 mm weiten, an der Rückseite der Rohre befindlichen öffnungen besteht. Laboratoriumsversuche
zeigen, daß mit dieser Bindemittelmenge eine gute Festigkeit des Bodens gegenüber
Wasser mit einer Fließgeschwindigkeit von 1,5 m/sec erzielt wird.
Das Vibrieren der Aufwirbelungsvorrichtung 1 kann auch in der Weise erfolgen, daß als Antrieb
Ultraschallwellen oder elektromagnetische Felder dienen.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Befestigen von Unterwasserflächen aus nicht zusammenhaftendem, körnigem
oder pulverförmigem Material nach dem Rütteldruckverfahren, bestehend aus einer Aufwirbelungsvorrichtung
und in dem zu befestigenden Material mündenden Düsen zum Zuführen von Bindemittel, dadurch gekennzeichnet,
daß die gesamte Vorrichtung an einem Fahrgestell oder Fahrzeug (2) höhenverstellbar
befestigt ist, das auf oder unterhalb der zu befestigenden Fläche kontinuierlich weiterbewegbar
ist, und daß die mit einem Antrieb (4) verbundene Aufwirbelungsvorrichtung (1) in Betriebsstellung unter der Grenzfläche Wasser—Festbett
in dem zu befestigenden Material angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (14) an der Aufwirbelungsvorrichtung
(1) vorgesehen sind und diese mit einer Zuführleitung (7) für das Bindemittel verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da-
durch gekennzeichnet, daß die Aufwirbelungsvorrichtung (1) ein mit Düsen (14) versehenes Rohrgitter
(12, 13) ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen
(14) im wesentlichen in die der Fortbewegungsrichtung der Vorrichtung entgegengesetzte Richtung
gerichtet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufwirbehängevorrichtung
(1) mit austauschbar angebrachten Vorrichtungen, vorzugsweise einem Maschengewebe
(a) oder Stiften (b), zur Erhöhung der Vibrationswirkung versehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrgestell
(2) oder Fahrzeug einen eigenen Antrieb besitzt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine rotierende Egge,
welche so angeordnet ist, daß sie bezogen auf die Bewegungsrichtung der Vorrichtung, an der
Frontseite der Vorrichtung in Arbeitsstellung bringbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
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ID=10232104
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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