DE1296110B - Vorrichtung zur versatzseitigen Sicherung des Strebraumes von Streben mit streichendem Verhieb in der steilen und halbsteilen Lagerung - Google Patents
Vorrichtung zur versatzseitigen Sicherung des Strebraumes von Streben mit streichendem Verhieb in der steilen und halbsteilen LagerungInfo
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- DE1296110B DE1296110B DEB85885A DEB0085885A DE1296110B DE 1296110 B DE1296110 B DE 1296110B DE B85885 A DEB85885 A DE B85885A DE B0085885 A DEB0085885 A DE B0085885A DE 1296110 B DE1296110 B DE 1296110B
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21F—SAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
- E21F15/00—Methods or devices for placing filling-up materials in underground workings
- E21F15/02—Supporting means, e.g. shuttering, for filling-up materials
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Description
- Die Erfindung betrifft eine, aus einer Mehrzahl von miteinander verbundenen, aufblasbaren und dadurch zwischen Hangendem und Liegendem verspannten Schlauchkörpern bestehenden, den Strebraum von Streben mit streichendem Verhieb in der steilen oder halbsteilen Lagerung, die mit in der Streblängsrichtung gesetzten Stempeln ausgebaut sind, versatzseitig sichernde Wand, die so gerückt wird, daß die sich an der versatzseitigen Stempelreihe abstützenden Schlauchkörper während des Rückens der aus ihnen bestehenden Wand nach jeweiliger Entlastung fortlaufend in das neue Feld verschwenkt und dort unter Abstützung an der folgenden Stempelreihe neu gesetzt werden, nach Patent 1237 521.
- Diese im Hauptpatent beschriebene versatzseitige Abschirmung ergibt auch während des Rückvorganges der Sicherungswand eine im wesentlichen. ununterbrochene versatzseitige Sicherung, weil nur die Schlauchkörper entlastet zu werden brauchen, die gerade gerückt werden, wobei eine Teilentlastung genügt und die übrigen Schlauchkörper verspannt bleiben.
- Es liegt jedoch in der Natur der im Hauptpatent beschriebenen Schlauchkörper, daß diese verhältnismäßig empfindlich gegen mechanische Beanspruchungen sind, so daß mit einer derartigen Versatzwand praktisch nicht im Bruchbau gearbeitet werden kann, weil unter den dort herrschenden Bedingungen mit schweren mechanischen Einwirkungen auf die Schlauchkörper durch das niederbrechende Gestein gerechnet werden muß.
- Es ist zwar schon eine wandernde Versatzmatte bekannt, in der ein durchgehender Hohlraum gebildet ist; dieser Hohlraum ist mit durchgehenden Schlauchkörpern ausgefüllt. Eine solche Versatzmatte eignet sich jedoch nur für den Abbau mit Bergeversatz in steiler und halbsteiler Lagerung; obgleich die Matte die in ihr enthaltenen Schlauchkörper schützt, können diese doch nicht wie die Schlauchkörper nach dem Hauptpatent einzeln gerückt werden, sondern müssen gleichzeitig entlastet und nach dem Vorrücken der Matte wieder aufgeblasen werden. Im übrigen muß die Matte versatzseitig offen sein, damit der Druck des Versatzes in Richtung auf den offenen Strebraum die Versatzmatte und die in ihr untergebrachten Schlauchkörper dem Fortschritt des Abbaues entsprechend vorschiebt.
- Bekannt ist ferner ein Ausbau für den Strebraum von Streben mit streichendem Verhieb; der aus miteinander verbundenen Gliedern einer verschiebbaren Wand besteht, wobei die Wand Kastenform hat und die Kästen pneumatisch oder hydraulisch höhenverstellbar sowie mit Kappen verbunden sind, die sich auf dem Kohlenstoß abstützen. Die Kästen sind durch gelenkige Kupplungen miteinander verbunden. Sie können jedoch nicht aufeinanderfolgend nach dem Prinzip, nach dem die Schlauchkörper des Hauptpatentes gerückt werden, eingesetzt werden; die aus den Kästen bestehende Wand wird vielmehr mit Hilfe von Druckzylindern vorgeschoben und ist zu diesem Zweck an ihrem oberen Ende verschieblich aufgehängt.
- Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, zur weiteren Verbesserung der Versatzwand nach dem Hauptpatent die Schlauchkörper für den Einsatz im Bruchbau, allgemein für Verhältnisse brauchbar zu machen, in denen normalerweise mit Beschädigungen ihrer Hülle gerechnet werden muß, wobei aber erreicht werden soll, daß die Gefahr der Beschädigungen weitgehend herabgemindert wird, dennoch aber beschädigte Schlauchkörper auch leicht ausgewechselt werden können.
- Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in an sich bekannter Weise jeder Schlauchkörper zu seiner Panzerung in einem Versteifungskörper aus zwei relativ zueinander beweglichen Schalen untergebracht ist und die Versteifungskörper miteinander gelenkig verbunden sind, daß die Gelenkverbindungen zwischen den Versteifungskörpern aus versatzseitigen Gelenken und strebseitigen Federn bestehen und daß die beiden Schalen in für sich ebenfalls bekannter Weise einen nach dem Strebraum zu offenes, allgemein U-förmiges, den Schlauchkörper aufnehmendes Gebilde ergeben und versatzseitig mit Hilfe eines Scharniers miteinander verbunden sind.
- Zweckmäßig wird die Erfindung so durchgeführt, daß der Versteifungskörper unter Bildung von im wesentlichen trapezförmigen Schalen in Richtung auf den Strebraum konvergierend abgeschrägt ist.
- Darüber hinaus können die versatzseitigen Scharniere und die die Versteifungskörper verbindenden Gelenke Teile eines durchgehenden Zugmittels sein.
- Die Erfindung wird nachfolgend an Hand einer praktischen Ausführungsform näher erläutert; es zeigt F i g. 1 perspektivisch einen Schnitt durch einen Streb in steiler Lagerung, F i g. 2 eine Draufsicht auf einen Teil der Sicherungswand, F i g. 3 eine Draufsicht auf den Streb nach F i g. 1 zur Verdeutlichung des Rückvorganges der Sicherungswand.
- Zwischen dem Hangenden 1 und dem Liegenden 2 des Strebes sind Schlauchkörper 3 zu verspannen, die den Strebraum 4 versatzseitig sichern. Der Strebraum befindet sich zwischen der Kohlenfront 6 und dem Versatz 5. Im übrigen ist er mit schwebenden Kappen 7 und den dazugehörigen Stempeln 8 ausgebaut.
- Jeder Schlauchkörper 3 ist mit einem Versteifungskörper gepanzert. Jeder Versteifungskörper besteht aus zwei Schalen 9 und 10, die versatzseitig mit einem Scharnier 11 untereinander verbunden sind und die zusammen ein nach dem Strebraum 4 zu offenes und allgemein U-förmiges Gebilde, das den Schlauchkörper 3 aufnimmt, ergeben. Die freien Schenkel der beiden Schalen 9 und 10 sind bei 12, bzw. 13 kufenförmig in den Strebraum 4 hineingekrümmt, um dadurch beim noch zu beschreibenden Umlegevorgang ein besseres Gleiten der Sicherungswand zu ermöglichen. Um das Gleiten zu unterstützen, können Ringe 14 an beiden oder nur an einer Schale vorgesehen werden, sie dienen als Handhaben, um die einzelnen Abschnitte der Sicherungswand entweder von Hand oder durch entsprechende mechanische Vorrichtungen vorzurücken, falls sie nicht von selber gleiten.
- Die Versteifungskörper 15, welche aus den beiden Schalen 9 und 10 bestehen, sind versatzseitig mit Gelenken 16 verbunden; dazu können beispielsweise Abschnitte einer Rundgliederkette benutzt werden. Strebraumseitig sind die Versteifungskörper 16 mit Wendelfedern 17, welche auf Zug beansprucht werden können, verbunden.
- Bei dem in F i g. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Seitenkanten 18 der Versteifungskörper unter Bildung von im wesentlichen trapezförmigen Schalen in Richtung auf den Strebraum 4 konvergierend abgeschrägt. Dadurch wird eine verhältnismäßig große gegenseitige Abwinkelung benachbarter Versteifungskörper 15 möglich.
- Beim Rücken werden die an der versatzseitigen Stempelreihe über ihre Versteifungskörper 15 abgestützten Schlauchkörper 3 zunächst entlastet und dann fortlaufend, d. h. gemäß der Darstellung nach F i g. 3 von unten nach oben in das neue und mit A bezeichnete Feld verschwenkt. Sie stützen sich in diesem Feld in der folgenden Stempelreihe ab und werden dann neu gesetzt, d. h. aufgeblasen.
- Die versatzseitigen Scharniere 11 der Versteifungskörper und die die Versteifungskörper untereinander im Versatz verbindenden Gelenke 16 können Teile eines durchgehenden Zugmittels sein, das seinerseits sowohl in Form einer Kette, als auch in Form eines Seiles, insbesondere Drahtseiles verwirklicht sein kann.
- Die beschriebene Sicherungswand eignet sich insbesondere für den Bruchbau. Die Schlauchkörper 3 können leicht ausgewechselt werden, weil sie nur über die Verbindung der Versteifungskörper nicht aber unmittelbar miteinander verbunden sind.
- Beim Rücken der Versatzwand ermöglichen die Federn 17 ein Verlängern und Verkürzen des Abstandes zwischen den einzelnen Versteifungskörpern 15.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Aus einer Mehrzahl von miteinander verbundenen aufblasbaren und dadurch zwischen Hangendem und Liegendem verspannten Schlauchkörpern bestehende, den Strebraum von Streben mit streichendem Verhieb in der steilen oder halbsteilen Lagerung, die mit in der Streblängsrichtung gesetzten Stempeln ausgebaut sind, versatzseitig sichernde Wand, die so gerückt wird, daß die sich an der versatzseitigen Stempelreihe abstützenden Schlauchkörper während des Rückens der aus ihnen bestehenden Wand nach jeweiliger Entlastung fortlaufend in das neue Feld verschwenkt und dort unter Abstützung an der folgenden Stempelreihe neu gesetzt werden, nach Patent 1237521, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise jeder Schlauchkörper (3) zu seiner Panzerung in einem Versteifungskörper aus zwei relativ zueinander beweglichen Schalen (9,10) besteht und die Versteifungskörper miteinander gelenkig verbunden sind, daß die Gelenkverbindungen zwischen den Versteifungskörpern aus versatzseitigen Gelenken (16) und den streibseitigen Federn (17) bestehen und daß die beiden Schalen in für sich ebenfalls bekannter Weise einen nach dem Strebraum zu offenes, allgemein U-förmiges, den Schlauchkörper (3) aufnehmendes Gebilde ergeben und versatzseitig mit Hilfe eines Scharniers (11) miteinander verbunden sind.
- 2. Sicherungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenkanten (18) der Versteifungskörper unter Bildung von im wesentlichen trapezförmigen Schalen in Richtung auf den Strebraum konvergierend abgeschrägt sind.
- 3. Sicherungswand nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die versatzseitigen Scharniere (11) und die die Versteifungskörper verbindenden Gelenke (16) Teile eines durchgehenden Zugmittels sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB85885A DE1296110B (de) | 1966-02-19 | 1966-02-19 | Vorrichtung zur versatzseitigen Sicherung des Strebraumes von Streben mit streichendem Verhieb in der steilen und halbsteilen Lagerung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB85885A DE1296110B (de) | 1966-02-19 | 1966-02-19 | Vorrichtung zur versatzseitigen Sicherung des Strebraumes von Streben mit streichendem Verhieb in der steilen und halbsteilen Lagerung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1296110B true DE1296110B (de) | 1969-05-29 |
Family
ID=6983111
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB85885A Pending DE1296110B (de) | 1966-02-19 | 1966-02-19 | Vorrichtung zur versatzseitigen Sicherung des Strebraumes von Streben mit streichendem Verhieb in der steilen und halbsteilen Lagerung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1296110B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1003675B (de) * | 1955-10-05 | 1957-03-07 | Dipl Berging Otto Vedder | Vorrichtung zum Halten des Versatzes, insbesondere fuer steile und halbsteile Lagerung |
| GB862210A (en) * | 1956-04-25 | 1961-03-01 | Karl Balthasar | Mine roof supports |
| DE1108160B (de) * | 1958-12-22 | 1961-06-08 | Bergwerksverband Gmbh | Abkleidung des Bergeversatzes gegen den freien Strebraum beim Abbau in der steilen und halbsteilen Lagerung |
| DE1252161B (de) * | 1967-10-19 | Bergwerksverband Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Essen-Kray | Wandernde Versatzmatte für den Abbau mit Bergeversatz in steiler und halbsteiler Lagerung |
-
1966
- 1966-02-19 DE DEB85885A patent/DE1296110B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1252161B (de) * | 1967-10-19 | Bergwerksverband Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Essen-Kray | Wandernde Versatzmatte für den Abbau mit Bergeversatz in steiler und halbsteiler Lagerung | |
| DE1003675B (de) * | 1955-10-05 | 1957-03-07 | Dipl Berging Otto Vedder | Vorrichtung zum Halten des Versatzes, insbesondere fuer steile und halbsteile Lagerung |
| GB862210A (en) * | 1956-04-25 | 1961-03-01 | Karl Balthasar | Mine roof supports |
| DE1108160B (de) * | 1958-12-22 | 1961-06-08 | Bergwerksverband Gmbh | Abkleidung des Bergeversatzes gegen den freien Strebraum beim Abbau in der steilen und halbsteilen Lagerung |
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