DE1296089B - Vorrichtung zum Ausscheiden von ferromagnetischen Doppelblechen - Google Patents
Vorrichtung zum Ausscheiden von ferromagnetischen DoppelblechenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausscheiden von Doppelblechen bei der Einzelzuführung von Blechtafeln aus ferromagnetischen Werkstoffen in Verarbeitungsmaschinen, wobei die Änderung der Stärke eines Magnetfeldes, das von einem in geringem Abstand von der Führungsbahn der Blechtafeln angeordneten Magneten erzeugt wird, über ein bewegliches, durch eine Feder abgestütztes Glied einen Schaltimpuls erzeugt.
- Die Blechtafeln, die etwa in Stanzen, Pressen, Scheren od. dgl. zu Blechbehältern verarbeitet werden sollen, werden von den Walzwerken in Stapeln angeliefert und der Verarbeitungsmaschine entweder von Hand oder durch selbsttätig arbeitende Einrichtungen einzeln zugeführt. Da sie leicht eingefettet sind, läßt es sich nicht immer vermeiden, daß beim Abheben vom Stapel zwei oder mehr Bleche aneinander haftenbleiben und als sogenannte Doppel-oder Mehrfachbleche weitergefördert werden.
- Mit Vorrichtungen der eingangs genannten Art wird das mit Betriebsstörungen der Verarbeitungsmaschine verbundene und daher unerwünschte Einführen derartiger Doppelbleche in die Maschine vermieden, ohne daß dabei die Gesamtstärke der eingeführten Blechtafeln durch Fühler mechanisch abgetastet werden mußte.
- Eine mechanische Abtastung hätte zwei wesentliche Nachteile. Erstens könnte sie wegen der erforderlichen hohen Ansprechempfindlichkeit - es werden normalerweise Bleche zwischen 0,18 und 0,23 mm Stärke verarbeitet - nicht nur auf Mehrfachbieche, sondern auch schon auf Grate an den Kanten oder auf Knicke und Wellen in Einzelblechen ansprechen und somit Fehlschaltungen verursachen.
- Zweitens könnte eine mechanische Dickenmessung nur dann erfolgen, wenn die Blechtafeln in ihrer Ebene zwischen einem Festpunkt, z. B. dem Pressentisch, und dem darüber angeordneten Fühler hindurchgeführt werden. Bei manchen Zuführeinrichtungen werden jedoch die Blechtafeln von ihrem Stapel zuerst senkrecht hochgehoben und dann in waagerechter Richtung weiterbefördert. Die mechanische Abtastung ist dann erst bei der waagerechten Bewegung möglich. Dies bedingt einen Zeitverlust sowie eine komplizierte Auswerfeinrichtung. Könnte diese Messung schon unmittelbar nach dem senkrechten Anheben der Bleche erfolgen, so bestünde die Möglichkeit, bei Doppelblechen diese einfach wieder herabfallen zu lassen. Dabei erfolgt erfahrungsgemäß schon eine Trennung der Bleche, so daß beim nochmaligen Anheben nur eine einzige Blechtafel befördert wird.
- Der zweite dieser beiden Nachteile ist offensichtlich auch bei einer bekannten Vorrichtung der eingangs genannten Art vorhanden. Bei dieser ist nämlich der Magnet unterhalb und das bewegliche Schaltglied oberhalb der waagerechten Führungsbahn der Blechtafeln angeordnet. Das Magnetfeld wirkt durch die Blechtafel hindurch auf das bewegliche Schaltglied. Beim Einführen eines Doppelbleches wird das Magnetfeld oberhalb der Blechtafeln so stark geschwächt, daß das bewegliche Schaltglied durch die abstützende Feder nach oben, also von den Blechtafeln weg bewegt wird und damit einen Schaltimpuls zum Stillsetzen der Verarbeitungsmaschine betätigt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaf- fen, die auch den zweiten der oben geschilderten Nachteile vermeidet. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einer derartigen Vorrichtung in an sich bekannter Weise der Magnet selbst als bewegliches Schaltglied ausgebildet ist, das sich beim Überschreiten einer bestimmten Stärke des Magnetfeldes, insbesondere infolge Vorbeiführens von Doppelblechen, entgegen der Wirkung der Feder in Richtung auf die Blechtafeln zu bewegt und damit den Schaltimpuls auslöst.
- Zweckmäßig ist der genannte Magnet, wie an sich bekannt, als U- oder M-förmiger Dauermagnet ausgebildet und betätigt bei seiner Bewegung einen elektrischen Schalter.
- Die zwischen dem Dauermagneten und der an ihm vorbeigeführten Blechtafel wirkende Anziehungskraft ist von der Stärke der Blechtafel (bzw. bei Doppelblechen von der Gesamtstärke) und dem Abstand des Magneten von den Blechtafeln abhängig.
- In Weiterbildung der Erfindung ist die Ansprechempfindlichkeit der Vorrichtung durch Änderung dieses Abstandes und/oder durch Anderung der Vorspannung der den Magneten in seiner Ruhestellung haltenden Feder auf die jeweils in Betracht kommende Blechstärke derart einstellbar, daß beim Überschreiten einer bestimmten Gesamt-Blechstärke, insbesondere beim Auftreten von Doppel-oder Mehrfachblechen, der Dauermagnet die Vorspannung der Feder überwindet und eine Bewegung in Richtung zur Blechtafel hin ausführt.
- Der damit ausgelöste Schaltimpuls kann in üblicher Weise dazu benutzt werden, über einen elektrischen Schalter ein Warnzeichen abzugeben, die Verarbeitungsmaschine stillzusetzen oder eine Einrichtung zum selbsttätigen Auswerfen der Doppelbleche zu betätigen.
- Auf einem anderen Anwendungsgebiet, nämlich bei Modelleisenbahnen, ist es schon bekannt, einen Magneten als bewegliches Schaltglied auszubilden, das sich beim Überschreiten einer bestimmten Stärke des Magnetfeldes - in diesem Fall durch Überfahren des zwischen den Schienen eingebauten Schaltgliedes durch einen Steuerwagen, unter dem ein Erregermagnet befestigt ist - bewegt und dadadurch einen Schaltimpuls auslöst.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
- Im Führungstisch 1 für die Blechtafeln 2 ist ein M-förmig ausgebildeter Dauermagnet 3 derart eingebaut, daß die oberen Enden seiner Schenkel einen geringen Abstand von der Oberfläche des Führungstisches haben. Zum Schutz gegen Verschmutzung ist der Magnet von einem Gehäuse 4 aus antimagnetischem Werkstoff umgeben. Eine Feder 5 drückt den Magneten 3 gegen einen Mikroschalter6, der gleichzeitig als Anschlag dient.
- Wird nun eine Blechtafel 2 auf den Führungstischl gelegt oder darüber hinweggeführt, so zieht diese den Magneten 3 mit einer Kraft an, die abhängig ist von ihrem Abstand zum Magneten und von ihrer Blechstärke. Überschreitet diese Kraft die Vorspannung der Feder, so bewegt sich der Magnet zur Blechtafel hin. Der dadurch freigegebene Betätigungsstift des Mikroschalters 6 betätigt in diesem einen elektrischen Kontakt, der sodann den gewünschten Steuerungsvorgang einleitet.
- Mittels der Gewindeverbindung 7 zwischen dem Gehäuse 4 des Magneten 3 und dem Gehäuse 8 des Schalters 6 kann der Abstand zwischen dem Magneten und der Blechtafel 2 derart verändert werden, daß der Magnet sich nur beim Vorbeiführen von Doppel- oder Mehrfachblechen der jeweils in Betracht kommenden Stärke bewegt.
- Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann außer zum Ausscheiden von Doppelblechen auch zum Überwachen der Stärke der einzelnen Blechtafeln und zum Ausscheiden von zu dicken Blechen benutzt werden.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Ausscheiden von Doppelblechen bei der Einzelzuführung von Blechtafeln aus ferromagnetischen Werkstoffen in Verarbeitungsmaschinen, wobei die Änderung der Stärke eines Magnetfeldes, das von einem in geringem Abstand von der Führungsbahn der Blechtafeln angeordneten Magneten erzeugt wird, über ein bewegliches, durch eine Feder abgestütz- tes Glied einen Schaltimpuls abgibt, d a d u r c h gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise der Magnet (3) selbst als bewegliches Schaltglied ausgebildet ist, das sich beim Überschreiten einer vorbestimmten Stärke des Magnetfeldes, insbesondere infolge Vorbeiführens von Doppelblechen, entgegen der Wirkung der Feder (5) in Richtung auf die Blechtafeln (2) zu bewegt und damit den Schaltimpuls auslöst.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, wie an sich bekannt, der Magnet (3) als U- oder M-förmiger Dauermagnet ausgebildet ist und bei seiner Bewegung einen elektrischen Schalter (6) betätigt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansprechempfindlichkeit durch Änderung des Abstandes zwischen dem Magneten (3) und den Blechtafeln (2) und/oder Änderung der Vorspannung der Feder (5) einstellbar ist.
Priority Applications (2)
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Publications (1)
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Country Status (2)
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|---|---|
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| GB (1) | GB964314A (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3412372A1 (de) * | 2017-06-07 | 2018-12-12 | Aida Engineering Ltd. | Doppelblecherkennungsvorrichtung für eine pressmaschine und werkzeugschutzvorrichtung für eine pressmaschine |
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| CN114871302A (zh) * | 2022-06-07 | 2022-08-09 | 江铃汽车股份有限公司 | 一种自动化冲压模具的弹性感应装置及自动化冲压模具 |
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| DE1755356U (de) * | 1957-05-22 | 1957-10-31 | Ludwig Hildebrand | Schalter mit permanentmagnet zur automatisierung einer modellbahn. |
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1963
- 1963-06-28 GB GB2587263A patent/GB964314A/en not_active Expired
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Also Published As
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