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Die Erfindung bezieht sich auf eine Werkzeug-Wechseleinrichtung für
Werkzeugmaschinen, insbesondere Drehmaschinen bei denen ein eine Aufnahme für einen
Werkzeughalter tragender Schlitten, Schieber od. dgl. auf einer Führung verschiebbar
ist, mit einem getrennt angeordneten Magazin, das einen beweglichen, namentlich
nach einem vorgegebenen Programm verstellbaren Speicherteil mit einer Anzahl lösbar
aufgenommener Werkzeughalter enthält, von denen jeder durch eine in der Führungsrichtung.
des Schlittens, Schiebers od. dgl. erfolgende Verschiebebewegung. aus dem zugehörigen
Speicherplatz des Magazins entnehmbar bzw. in diesen rückstellbar ist.
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Bei einer bekannten Werkzeugwechseleinrichtung dieser Art (französische
Patentschrift 1401446) sind die Werkzeughalter an einem scheibenförmigen Speicherteil
mit Hilfe von Bolzen, die in Bohrungen des Speicherteils eingeführt werden, besonders
festgelegt. Dies bedeutet, daß erstens die Bolzen und die Bohrungen eine sorgfältige
Bearbeitung und Tolerierung erfordern, damit sie ineinanderpassen, und daß zweitens
der Speicherteil des Magazins für jeden Wechselvorgang ganz genau positioniert werden
muß, damit beim Rückstellvozgang des Werkzeughalters die Bolzen überhaupt in die
Bohrungen eintreten können. Ein schneller und störungsfreier Ablauf dieser Vorgänge
ist mit vertretbarem Auf-
wand praktisch nicht erreichbar.
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Ähnlich sind die Verhältnisse zwischen dem Werkzeughalter und der
Werkzeughalteraufnahme. Die letztere weist zwei-,zylindrische Bohrungen auf, in
die zwei am Werkzeughalter vorgesehene Buchsen einschiebbar sein sollen. Die Achsen
der Bohrungen und der Buchsen liegen parallel zur Verschiebungsrichtung der Werkzeughalteraufnahme.
Da diese Teile zur Zentrierung dienen; müssen sie mit hoher Genauigkeit ausgeführt
sein, und es müssen ganz bestimmte enge Passungen eingehalten werden. Dies steht
aber einem leichten und ungehinderten Ein- , schieben der Buchsen in die Bohrungen
entgegen. Voraussetzung dafür wäre außerdem eine voraufgehende einwandfreie Ausrichtung
zwischen dem die Werkzeughalter tragenden Speicherteil und der Werkzeughalteraufnahme.
Diese sich widerstreben- , den Forderungen nach hoher Genauigkeit und engem Spiel
einerseits und nach leichtem In- und Außereingrifkommen andererseits lassen sich
mit den genannten Mitteln praktisch nicht so erfüllen, daß tatsächlich eine brauchbare
und einwandfrei arbeitende Einrichtung zum Wechseln von Werkzeugen entsteht.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Werkzeugwechseleinrichtung der
eingangs genannten Art -zu schaffen, die mit wenigen unkomplizierten Bewegungsvorgängen
einen einfachen Ablauf des Werkzeugwechsels ermöglicht, betriebssicher arbeitet
und unproblematisch in der Herstellung ist.
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Zu diesem Zweck sieht die Erfindung vor, daß die Werkzeughalter im
Verlauf der Relativbewegung zwischen dem Schlitten, Schieber od. dgl. einerseits
und dem Speicherteil des Magazins andererseits quer zur Führungsrichtung des Schlittens,
Schiebers od. dgl. von der Werkzeughalteraufnahme äbhebbar bzw. auf diese aufsetzbar
sind, wobei zur Positionierung der Werkzeughalter auf der Werkzeughalteraufnahme
zahnartig ineinandergreifende Teile vorhanden sind. Zweckmäßig ist dabei ein nach
unten -gerichteter Vorsprung an der Vorderkante des Werkzeughalters, der zur Aufnahme
großer Kräfte dienen kann, mit Zähnen versehen, die in eine entsprechende Verzahnung
an einem Absatz der Aufnahme eingreifen.
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Bei dieser Werkzeugwechseleinrichtung werden kritische Passungen und
besondere Anforderungen hinsichtlich der Eingriffsverhältnisse zwischen Werkzeughalter
und Speicherteil des Magazins vermieden. Die Werkzeughalter können mit völlig unkomplizierten
Mitteln lose im Magazin aufgehängt werden. Weiterhin ist auch bei der Positionierung
des Magazins keine besondere Genauigkeit erforderlich. Lediglich die zur Lagejustierung
der Werkzeughalter auf der Werkzeughalteraufnahme dienenden Verzahnungen od. dgl.
müssen genau ausgeführt sein. Der große Vorteil dieser Ausbildung besteht darin,
daß dadurch eine exakte Ausrichtung des Werkzeughalters auf der Werkzeughalteraufnahme
sichergestellt ist, ohne daß sich dadurch irgendwelche Beschränkungen für das Zusammenwirken
der Teile beim Abhebe- und Aufsetzvorgang ergeben.
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Für den Werkzeugwechsel ist außer der ohnehin notwendigen Schaltbewegung
des Speicherteils des Magazins lediglich das Verfahren der Werkzeughalteraufnahme
in das Magazin hinein und aus diesem heraus erforderlich. Für die Anbringung des
Magazins an der Maschine bestehen demzufolge auch mehrere Möglichkeiten, so daß
verschiedenen Bedarfsfällen Rechnung getragen und eine unerwünschte Inanspruchnahme
wertvollen Raumes weitgehend vermieden werden kann. Bei einer üblichen Drehbank
läßt sich das Magazin insbesondere auf der dem Arbeitsraum abgewandten Seite des
Bettschlittens anordnen, so daß der letztere sich also zwischen Spindelstock und
Magazin befindet und zum Werkzeugwechsel eine Bewegung des Bettschlittens und/oder
des Magazins in Richtung der Bettschlittenführung erfolgt.
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Obgleich es bei der erfindungsgemäßen Einrichtung nicht grundsätzlich
ausgeschlossen ist, daß das Magazin bzw. dessen Speicherteil zum Weiterschaltvorgang
in einer bestimmten Richtung verschoben oder angehoben und hernach wieder zurückgeschoben
oder abgesenkt wird, um ein Freikommen von der Werkzeughalteraufnahme zu erreichen,
bietet die Erfindung jedoch die vorteilhafte Möglichkeit, ohne eine solche zusätzliche
Bewegung auszukommen. Im einfachsten Fall kann die Bewegungsbahn der im Speicherteil
des Magazins befindlichen Werkzeughalter in gleicher oder ungefähr gleicher Höhe
mit der Werkzeughalteraufnahme liegen. Sämtliche Werkzeughalter lassen sich z. B.
mit einer parallel zur Verstellrichtung des Speicherteils verlaufenden Ausnehmung
oder Nut versehen, während am Speicherteil nur in dessen Bewegungsrichtung wirksame
Mitnehmer und an der Aufnahme ein in die Nut eingreifender und nur in der Verschieberichtung
der Aufnahme wirksamer Mitnehmer vorgesehen wird. Falls erforderlich, können auch
in der Bewegungsrichtung des Speicherteils verlaufende, sich an die Aufnahme anschließende
Führungen oder Unterstützungen für die Werkzeughalter vorgesehen werden. Der Mitnehmer
in oder an der Aufnahme kann dabei gleichzeitig auch Teil einer Spannvorrichtung
sein oder der Justierung dienen.
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Das bei der erfindungsgemäßen Einrichtung ausreichende geringe Abheben
des Werkzeughalters von seiner parallel zur Führungsrichtung des Schlittens
liegenden
Aufspannfläche auf der Werkzeughalteraufnahme, um das Weiterschalten des Magazins
zu ermöglichen, bringt den zusätzlichen Vorteil, daß bei der Weiterschaltbewegung
durch die sich unmittelbar über die Aufspannfläche hinweg bewegenden Werkzeughalter
ein Abstreifen von Spänen und Verunreinigungen stattfindet.
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Bei einer zweckmäßigen Ausführung der erfindungsgemäßen Einrichtung
sind am Speicherteil des Magazins und/oder am Werkzeughalter geneigte Führungsleisten
vorgesehen, die im Zusammenwirken mit jeweils am anderen Teil befindlichen Ansätzen
od. dgl. zum Anheben bzw. Absenken des Werkzeughalters relativ zu seiner Aufnahme
beim Verschieben der letzteren dienen. Dadurch wird ohne komplizierten Mechanismus
oder zusätzliche Antriebselemente eine Trennung von Werkzeughalter und Aufnahme
und nach dem Wechsel wieder ein Zusammenfügen ;erzielt. Die Trennung ist in diesem
Falle bereits vollzogen, wenn die Aufnahme ihre Endstellung erreicht hat.
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Für die Festlegung des Werkzeughalters auf seiner Aufnahme ist vorgesehen,
daß die Werkzeughalteraufnahme mit einer beim Einfahren in die Endstellung am Magazin
selbsttätig lösbaren und beim Ausfahren wieder anziehbaren mechanischen Spannvorrichtung
für den Werkzeughalter ausgerüstet ist. Dies ergibt eine wenig aufwendige, zweckmäßige
Ausführung.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist die Werkzeughalteraufnahme
einen quer zur Eingriffsrichtung der für die Positionierung des Werkzeughalters
vorgesehenen Teile bewegbaren Spannbolzen für den Werkzeughalter auf. Diese Ausbildung
ist im Hinblick auf einen schnellen und sicheren Ablauf des Wechselvorganges besonders
günstig.
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Das Magazin kann fest an der Maschine angebracht sein. Es läßt sich
aber auch mit einer lösbaren bzw. verstellbaren Halterung ausstatten, etwa in Form
einer auf der Führung des Werkzeugträgers oder einer dazu parallelen Führung verschiebbaren
Brücke od. dgl. Dies bietet den Vorteil, daß das Magazin jeweils in die für die
betreffende Bearbeitungsfolge günstigste Lage gebracht werden kann, um z. B. die
Wege beim Werkzeugwechsel besonders klein zu halten. In einem vorgegebenen Programm
bzw. bei einer numerischen Steuerung läßt sich die erforderliche zugehörige Endstellung
der Werkzeughalteraufnahme beim Werkzeugwechsel ohne weiteres berücksichtigen.
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Weiterhin kann das Magazin auch mit einem antreibbaren Schlitten od.
dgl. ausgestattet werden, der auf einer vorhandenen Führung oder auf einer gesonderten,
dazu parallelen Führung gleitet, z. B. in Längsrichtung eines Bettes. Die beim Werkzeugwechsel
in der Führungsrichtung auszuführende Bewegung kann dann aufgeteilt werden auf Bettschlitten
und Magazinschlitten.
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Der Speicherteil des Magazins kann verschiedene i Formen haben und
z. B. als drehbare Trommel, Gestell, Stern oder als verschiebbarer Halter, Schlitten
od. dgl. ausgebildet sein. Eine zweckmäßige Ausführung besteht darin, daß der Speicherteil
um eine zur Bewegungsebene der Werkzeughalter- i aufnahme senkrechte Achse drehbar
ist oder parallel zu dieser Ebene verschiebbar ist.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Einrichtung. Es zeigt F i g. 1 eine mit der Wechseleinrichtung ausgestattete Drehbank,
von der Bedienungsseite her gesehen, F i g. 2 eine Draufsicht zu F i g. 1, F i g.
3 einen senkrechten Teilschnitt durch Werkzeughalteraufnahme und Magazin und F i
g. 4 einen waagerechten Schnitt nach der Linie IV-IV in F i g. 3.
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Bei der in F i g. 1 und 2 dargestellten Drehbank 1 ist auf einem Unterbau
2 ein Bett 3 befestigt, auf dessen Führungen 4 ein Bettschlitten 5 in üblicher Weise
verschiebbar ist. Die im Spindelkasten 6 gelagerte Hauptspindel trägt ein Spannfutter
7. Mit der Ziffer 8 ist ein am Bett 3 angebrachtes Feld von Nockenleisten bezeichnet,
denen am Bettschlitten 5 befindliche Abtast- oder Schaltmittel 9 zugeordnet sind.
Dies gehört zur Programmsteuerung der Maschine, in die auch der Werkzeugwechsel
einbezogen ist.
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Der Bettschlitten 5 ist mit einem Querschieber 10
versehen,
auf den eine Werkzeughalteraufnahme 11 aufgesetzt ist. Diese trägt einen Wechselwerkzeughalter
W1 mit einem darin eingespannten Werkzeug, z. B. einem Drehmeißel M.
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Am hinteren, dem Arbeitsraum der Maschine abgewandten Ende des Bettes
ist ein in seiner Gesamtheit mit der Ziffer 12 bezeichnetes Magazin angeordnet.
Dieses enthält einen feststehenden Teil 13
und einen auf diesem gelagerten
drehbaren Speicherteil 14 sowie einen Antriebsmotor 15 für den Speicherteil. Der
feststehende Magazinteil 13 ist mittels einer Brücke 13 a od: dgl. am Bett 3 befestigt
(F i g. 2). Dabei kann die Anordnung insbesondere lösbar bzw. verstellbar sein,
so daß sich einerseits das Magazin 12 nach Wunsch von der Drehbank abnehmen und
wieder auf diese aufsetzen läßt und andererseits die Möglichkeit besteht, das Magazin
in Längs- und/oder Querrichtung des Bettes so einzustellen, wie es dem durchzuführenden
Bearbeitungszyklus am besten entspricht.
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Im Speicherteil 14 sind unterhalb einer Kopfplatte 16 zwölf Speicherplätze
vorgesehen, in denen bei diesem Ausführungsbeispiel die Werkzeughalter W hängend
gehalten sind. Dazu dienen an der Kopfplatte befestigte Haltestücke 17, die die
Form von Kreisausschnitten haben und die einzelnen Speicherplätze begrenzen. Die
Werkzeughalter W sind jeweils an einer Seite abgeschrägt, so daß sich eine sehr
raumsparende Unterbringung ergibt.
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Wie insbesondere aus F i g. 2 erkennbar ist, überdecken sich die Bewegungsbereiche
des Speicherteils 14 und der vom Bettschlitten und Querschieber getragenen Werkzeughalteraufnahme
11, so daß die letztere durch bloßes Verschieben in der durch den Pfeil L angedeuteten
Richtung zum Werkzeugwechsel unmittelbar in das Magazin hinein und nach einer entsprechenden
Drehung des Speicherteils im Sinne des Pfeils D mit einem neuen Werkzeughalter wieder
herausgefahren werden kann.
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Einzelheiten der erfindungsgemäßen Einrichtung sind aus F i g. 3 und
4 ersichtlich. Der feststehende Teil 13 des Magazins enthält eine mit dem Unterbau
fest verbundene Säule 18. Darauf ist der drehbare Speicherteil 14 mit der Kopfplatte
16 mit Hilfe von Wälzlagern 19, 20 gelagert. Der Antrieb des drehbaren Speicherteils
erfolgt vom Motor 15 aus über ein Schneckengetriebe, das im Magazinoberteil 13 b
(F
i g. 1) untergebracht ist. In diesem befinden sich auch dem Speicherteil zugeordnete
Schalt oder Steuerelemente in Form einer Nockentrommel mit Abtastgliedern.
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Auf dem Querschieber 10 des Bettschlittens 5 ist die Werkzeughalteraufnahme
11 mit Schrauben befestigt. Die Oberseite der Aufnahme 11 bildet die Auflagefläche
für den Werkzeughalter W1. Um jeden Werkzeughalter immer in dieselbe definierte
Lage auf der Aufnahme 11 zu bringen, ist in einer Absetzung der letzteren eine Verzahnung
21 vorgesehen, mit der jeweils eine Gegenverzahnung 22 zum Eingriff kommt, die von
einer an der vorderen unteren Kante des Werkzeughalters befestigten, nach unten
vorstehenden Leiste 23 nach hinten weist. Der nicht geschnittene Teil in F i g.
-4 zeigt die Oberseite der Aufnahme ohne aufgesetzten Werkzeughalter, so daß die
Verzahnung 21 erkennbar ist.
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Zum Festspannen des Werkzeughalters W1 auf seiner Aufnahme 11 dient
ein axial verschiebbarer Spannbolzen 24, dessen durch einen Bund gebildeter Kopf
25 in eine T-Nut 26 im Werkzeughalter eingreift. Senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft
diese Nut in der Bewegungsrichtung des Speicherteils 14; d. h., sie folgt einem
Kreis. Ein Tellerfederpaket 27 stützt sich mit seinem oberen Ende an einer Innenfläche
der Aufnahme 11 und mit dem anderen Ende an der Schulter einer Buchse 28 ab, die
mit dem Spannbolzen 24 auf Mitnahme in axialer Richtung verbunden ist. Das
Federpaket 27 sucht den Spann- ; bolzen ständig nach unten zu drücken, wodurch der
Werkzeughalter gespannt wird.
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Im Querschieber 10 befindet sich ein mit Innengewinde versehener Muttereinsatz
29; in dem eine mit entsprechendem Außengewinde versehene, den Spannbolzen umgebende
Hülse 30 schraubbar ist. Diese Hülse 30 weist in ihrem Inneren ferner ein Axiallager
31 auf; das sich gegen das untere Ende der Buchse 28 legt, wenn sich die Hülse 30
im Verlauf einer- Schraubbewegung nach oben bewegt. Sie q nimmt dabei die Buchse
28 mit, so daß das Federpaket 27 zusammengedrückt und dadurch die Spannung gelöst
wird.
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Das Drehen der Schraubhülse 30 zum Anziehen bzw. Lösen der Spannung
geschieht mittels eines 4 Zahnstangentriebes. Die Hülse 30 ist zu diesem Zweck in
ihrem oberen Teil mit einer Verzahnung 32 versehen, in die ein auf einer gewissen
Länge als ;Zahnstange 33 ausgebildeter, in einer Längsbohrung der Aufnahme 11 verschiebbarer
Betätigungsbolzen 34 eingreift (Fi g. 4). Der Betätigungsbolzen 34 steht nach hintenüber
die Aufnahme 11 vor, so daß er bei ihrer Verschiebung in Richtung auf das Magazin
gegen den Kopf einer einstellbaren Anschlagschraube 36 am unteren Teil des Magazins
stößt (F i g. 4).
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In der Aufnahme 11 ist weiterhin ein. einarmiger Hebel 37 vorgesehen,
der um einen Drehzapfen 38 schwenkbar ist und sich dabei gegen das untere abgesetzte
Ende eines Stiftes 39 legt; der fest mit einem Führungsglied 40 (F i g. 3) verbunden
ist. Dieses ist in einer waagerechten Längsbohrung gegen die Kraft einer Druckfeder
41 verschiebbar;, die sich an einem mit der Aufnahme 11 verschraubten Deckel 42
abstützt. Das obere Ende des Stiftes 39 greift in i eine parallel zu der
T-Nut 26 verlaufende Ausnehmung in der Unterseite des jeweiligen Werkzeughalters
W1 ein und drückt zur Justierung des Halters W1 die Verzahnung 22 in die Verzahnung
21 der Aufnahme 11.
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Ein vollständiger Werkzeugwechselvorgang geht wie folgt vonstatten:
Nach Beendigung eines Schnittes fährt der Querschieber 10 mit der Aufnahme 11 und
dem darauf befindlichen Werkzeughalter vom Werkstück zurück in eine Lage, die mit
dem freien Speicherplatz des Magazins in einer Linie liegt (vgl. Fig. 2). Der Bettschlitten
5 bewegt sich nun nach rechts zum Magazin und gelangt im Verlauf dieser Bewegung
auch in die in F i g. 3 wiedergegebene Stellung. Etwa zu diesem Zeitpunkt trifft
das hintere Ende des Betätigungsbolzens 34 auf die Anschlagschraube 36 am Magazinunterteil
13 auf, so daß der Bolzen bei weiterer Bewegung des Bettschlittens nun hineingedrückt
wird und eine Drehung der Schraubhülse 30 hervorruft. Dadurch wird die Spannung
des Werkzeughalters gelöst. Der Betätigungsbolzen 34 bewirkt sodann eine Auslenkung
des Hebels 37, wie in F i g: 4 strichpunktiert angedeutet ist. Dies kann in der
Weise geschehen, daß sich z. B. das vordere Ende des Betätigungsbolzens gegen den
Hebel legt. Zweckmäßig ist die Ausführung entsprechend der Darstellung so, daß der
Betätigungsbolzen 34 einen Absatz 34 a aufweist; der zur Anlage an einer einstellbaren
Anschlagschraube 37 a am Hebel 37 kommt. Der Hebel 37 legt sich seinerseits an den
Stift 39 an und bewegt - diesen. Dadurch wird auf dem > letzten Teil der Bettschlittenbewegung
der Werkzeughalter W1 relativ zur Aufnahme 11 verschoben, so daß die justierenden
Verzahnungen 21, 22 außer Eingriff kommen. Von der Programmsteuerung bzw. durch
einen Endschalter ist inzwischen die Bett schlittenbewegung beendet worden, so daß
sich der Bettschlitten 5; Querschieber 10 und Aufnahme 11 in der in F i g. 3 mit
strichpunktierten Linien gezeichneten Endstellung befinden.
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Beim Einfahren in diese Endstellung sind inzwischen außerdem noch
seitlich am Werkzeughalter W1 vorgesehene, schiefe Ebenen bildende Führungsleisten
44 (F i g. 3) in Berührung mit an den Haltestücken 17 befindlichen Bolzen
43 gekommen. Dadurch ist der Werkzeughalter W1 angehoben worden, so daß er nicht
mehr auf der Auflagefläche der Aufnahme 11 ruht, sondern nunmehr von den Haltestücken
übernommen ist.
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Die Haltestücke 17 sind mit federbelasteten Bolzen 45 ausgestattet,
die sich vor die vorderen Kanten der Führungsleisten 44 des im Speicherplatz befindlichen
Werkzeughalters legen und diesen beim Drehen des Speicherteils gegen Verschieben
nach vorn sichern.
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Der Speicherteil 14 des Magazins kann nun mittels seines Antriebs
gedreht werden, um einen in der Programmsteuerung vorgewählten anderen Werkzeughalter
heranzubringen. Dies kann der nächstgelegene oder aber auch ein an sonstiger Stelle
im Magazin befindlicher Werkzeughalter sein. Dabei bewegen sich die übrigen Werkzeughalter
bei der Drehung des Speicherteils über die Aufnahme 11 hinweg. Für die einzelnen
Stellungen des Speicherteils läßt sich eine Rastvorrichtung 48 vorsehen.
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Sobald der Speicherteil 14: zum Stehen gekommen ist; kann von der
Steuerung die Bettschlitten-Bewegung in umgekehrter Richtung (in den Zeichnungen
nach links) eingeschaltet werden. Dabei wird der neue, über der Aufnahme
11 befindliche Werkzeughalter
mitgenommen, und die Vorgänge
des Justierens, Absenkens und Spannens laufen in umgekehrter Reihenfolge ab wie
beim Einfahren in die Endstellung. Damit ist der gesamte Werkzeugwechsel in sehr
einfacher Weise schnell vollzogen worden.
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Der Betätigungsbolzen 34 kann auch am Magazin angebracht sein, so
daß er sich beim Einfahren des Schlittens in das Magazin in -die Aufnahme 11 hineinbewegt
und zum Eingriff mit der Verzahnung 32 der Schraubhülse 30 kommt. Verbleibt der
Betätigungsbolzen wie bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführung ständig
in der Aufnahme 11, so wird er beim Ausfahren aus der Endstellung kurzzeitig noch
am Magazin festgehalten, bis das Spannen des Werkzeughalters stattgefunden hat.
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Zu diesem Zweck ist im Magazinunterteil 13 ein Haltebolzen
35 verschiebbar geführt, dessen vorderes abgesetztes Ende in eine Ausnehmung 34
b des Betätigungsbolzens 34 eingreifen kann. Zum Bewegen des Haltebolzens 35 aus
der in F i g. 4 wiedergegebenen Wirkstellung in eine zurückgezogene Ruhestellung
und umgekehrt läßt sich beispielsweise ein Hubmagnet vorsehen, der vom Programm
oder über End- bzw. Zeitschalter gesteuert werden kann. Eine andere Möglichkeit,
nämlich ein zwangläufiges Verschieben des Haltebolzens 35 in Abhängigkeit von der
Bewegung der Werkzeughalteraufnahme, ist in F i g. 4 gezeigt. Ein beispielsweise
am Planschieber 10 angebrachter Zapfen 46 greift dabei in eine an
der Unterseite des Haltebolzens 35 befindliche Nut oder Aussparung 47 ein, deren
Seitenkanten Steuerkurven bilden, derart, daß der Haltebolzen 35 den Betätigungsbolzen
34 beim Herausfahren der Werkzeughalteraufnahme aus der Endstellung noch für eine
bestimmte Zeit festhält. Der Verlauf und die Neigung der Seitenkanten der Aussparung
47 läßt sich dabei ohne weiteres so wählen, daß der gewünschte Bewegungsablauf erreicht
wird.