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Es sind Spindelpressen bekannt, deren Schlitten an Führungsleisten
an den Pressenständem und mit Verlängerungen an der oberen Traverse des Pressenständers
geführt ist. Bei den bekannten Spindelpressen liegen die Führungsebenen an den Pressenständern
und an der Traverse nicht in einer vertikalen Ebene. Tatsächlich ist bei den bekannten
Pressen die Schlittenführung am Pressenrahmen dadurch begrenzt, daß die Führungsleisten
innerhalb der Rahmenöffnung seitlich an den Pressenständern angebracht sind und
die Oberkante der Schlittenführung gegen die Unterkante der oberen Traverse stößt.
Daher konnte man zur Verlängerung der Schlittenführung zwar den Schlitten auf der
Vorderseite der Maschine verlängern, war jedoch genötigt, diese Verlängerung um
die Traverse herumzuführen, sie gleichsam zu kröpfen. Diese abgekröpfte Verlängerung
ist dann als zusätzliche Schlittenführung ausgebildet (britische Patentschrift 590
891). Dadurch, daß die entsprechenden Führungen des Schlittens und seiner Verlängerung
in verschiedenen Ebenen liegen, ist es erforderlich, daß die entsprechenden Führungsflächen
bei der Herstellung des Pressenrahmens und des mit Verlängerungen versehenen Schlittens
in verschiedenen Arbeitsgängen bearbeitet werden müssen. Die unvermeidbaren Fertigungstoleranzen
führen dann dazu, daß über den ganzen Bewegungsbereich des Schlittens gesehen, die
Führungsflächen nicht satt aufeinander aufliegen, wodurch der Schlitten mit einem
zu großen Spiel im Pressenrahmen geführt werden muß.
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Bei anderen bekannten Spindelpressen ist in der Absicht, eine bessere
Führung des Schlittens im Pressenrahmen zu erzielen, der Schlitten mit Führungssäulen
versehen, die durch die obere Traverse hindurchgeführt sind (deutsche Patentschrift
581825). Auch hier ergeben sich die oben aufgezeigten Schwierigkeiten. Die Fertigung
der Führungssäulen und die Bearbeitung der seitlichen Führungsflächen des Schlittens
und der Führungsflächen im Pressenrahmen erfolgt nicht nur in verschiedenen Arbeitsgängen,
sondern auch nach verschiedenen Fertigungsverfahren, so daß hier größere Toleranzen
in Kauf genommen werden müssen als bei den oben beschriebenen Spindelpressen. Hinzu
kommen die Ungenauigkeiten beim Einsetzen der Führungssäulen in den Schlitten, so
daß im Ergebnis bei dieser Spindelpresse der Schlitten mit noch größerem Spiel im
Pressenrahmen geführt ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von einer Spindelpresse,
deren Schlitten an Führungsleisten an den Pressenständem und mit Verlängerungen
an der oberen Traverse der Pressenständer geführt ist, mit einfachen Mitteln eine
genaue, fertigungstechnisch einfache und dennoch lange Schlittenführung zu verwirklichen.
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Die Erfindung ist gekennzeichnet durch in je einer einzigen Führungsebene
bis in die obere Traverse durchgeführte und in bekannter Weise als Außenführung
für den Schlitten ausgebildete Führungsleisten. Das hat den Vorteil, daß die Führungsleisten
und die Aufnahmen für die Führungsleisten in einem Arbeitsgang bearbeitet werden
können, was die Verwirklichung optimaler Genauigkeiten zuläßt. - Im Ergebnis erreicht
die Erfindung mit einfachen Mitteln eine genaue und einfache Schlittenführung mit
geringstmöglichem Spiel, bei der die Höhe der Traverse zur Führung voll beitragen
kann.
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Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert; es zeigt F i g. 1 eine erfindungsgemäß
gestaltete Spindelpresse in Vorderansicht, F i g. 2 einen Längsschnitt in Richtung
A-A durch den Gegenstand nach F i g. 1 und F i g. 3 einen Querschnitt in Richtung
B-B durch den Gegenstand nach F i g. 1.
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Die in den Figuren dargestellte Spindelpresse besteht in ihrem grundsätzlichen
Aufbau in bekannter Weise aus dem Pressenrahmen mit Pressenständern 1, Tisch oder
unterer Traverse 2, oberer Traverse 3, Spindel 4 mit Schwungscheibe 5 und den Seitenscheiben
6 im Pressenkopf. Der Spindel 4 ist der Schlitten 7 zugeordnet, der an den Ständern
und an der Traverse 3 an Führungsleisten 8 geführt ist. Zur Führung des Schlittens
7 dienen außerdem die Verschleißleisten 9 mit den Nachstelleisten 10 am Schlitten
selbst. Der Schlitten 7 besitzt vorn und hinten Verlängerungen 11, 12, die
bis über die Oberkante der Traverse 3 hinausreichen. Dabei ist die Anordnung erfindungsgemäß
so getroffen, daß die Führungsleisten 8 an den Pressenständem 1 in
je einer Führungsebene bis in die obere Traverse 3 geführt und entsprechend in je
einer Ebene Nachstell- und Verschleißleisten 9 bzw.10 am Schlitten 7 angebracht
sind. Der Schlitten 7 ist im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausführungsform
auf der Vorderseite und auf der Rückseite mit den Verlängerungen 11,12 versehen
und dadurch gleichsam doppelt geführt.
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Die Pressenständer 1 und der Schlitten 7 bilden in F i g. 3 im wesentlichen
ein Rechteck CDEF, und die obere Traverse 3 ist gegenüber dem Rechteckquerschnitt
CDEF im Bereich der Spindel 4 zur Aufnahme der Schlittenverlängerungen 11,12 eingezogen.
Dabei sind die Verlängerungen 11,12 in ihrem Querschnitt so ausgebildet, daß ihre
Profillinie 13 die Profillinie 14 der Traverse 3 bei der Vertikalbewegung des Schlittens
in einem Abstand a passiert. Die Höhe H der Traverse trägt also voll zur Schlittenführungslänge
bei. Man erkennt hier auch, daß die Führungsleisten 8 an den Pressenständem 1 im
Bereich ihrer Außenkanten in der Rahmenöffnung 15 angeordnet sind. Die Verlängerungen
11,12 selbst besitzen im wesentlichen U-Profil mit Versteifungsrippen 16.