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Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsvorrichtung für den Eilvorlauf,
Vorschub und Eilrücklauf von Werkzeugschlitten an Werkzeugmaschinen mit einem hydraulischen
Schubkolbentrieb, der durch einen Steuerschieber steuerbar ist, dessen Steuerkolben
bei Erregung eines Elektromagneten durch eine Druckfeder von der Rücklaufstellung
in die Vorlaufstellung verschiebbar ist, und mit einem beim Vorschub des Schlittens
in Abhängigkeit von der Arbeitsspindeldrehzahl bewegbaren, mechanischen Steuergetriebe,
das die Vorschubgeschwindigkeit des Schlittens bestimmt, dessen Vorlauf durch einen
Anschlag begrenzt ist.
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Bei Antriebsvorrichtungen der eingangs genannten Art besteht das Problem,
die Rücklaufbewegung des das Werkzeug tragenden Schlittens am Ende seines Vorschubes
erst dann einzuleiten, wenn das Werkstück mindestens eine volle Umdrehung ausgeführt
hat, um zu verhindern, daß am Vorschubende des Schlittens im vom Werkzeug bearbeiteten
Werkstück eine Schulter stehenbleibt, bzw. um dem Werkzeug Gelegenheit zu geben,
sich freizuschneiden.
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Es ist bekannt, mittels elektrischer Zeitverzögerungsglieder im Erregerstromkreis
des Elektromagneten am Ende des Schlittenvorschubes den Eilrücklauf verzögert einsetzen
zu lassen. Nachteilig ist, daß für kürzestmögliche Bearbeitungszeiten an Werkstücken
mit unterschiedlichen Bearbeitungsvorgängen in jedem Einzelfall - d. h. für jede
Drehzahl der Arbeitsspindel - die Verzögerungszeit besonders eingestellt werden
muß, um zu erreichen, daß das Werkstück am Vorschubende des Schlittens nur die erforderliche
geringe Anzahl von Umdrehungen ausführt.
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Bei einer bekannten Werkzeugmaschine, bei der der Hauptantrieb am
Ende des Schlittenvorschubes zum Zwecke des Freischneidens des Werkzeuges erst verzögert
stillgesetzt wird, hat man schon das Abschalten des Hauptantriebes - anstatt zeitabhängig-in
Abhängigkeit von einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen der Arbeitsspindel vorgenommen,
die hier notwendig sind, damit ein Schaltnocken zum Abschalten des Hauptantriebes
einen bestimmten Schaltweg zurücklegen kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsvorrichtung
der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß am Vorschubende der Eilrücklauf
des Werkzeugschlittens erst nach dem Freischneiden des Werkzeuges in Abhängigkeit
von einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen der Arbeitsspindel eingeschaltet wird.
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Die Aufgabe wird nach der Erfindung in der Weise gelöst, daß nach
dem Stillsetzen des Schlittens am Anschlag vom mechanischen Steuergetriebe unter
Federdruck eine bestimmte Zusatzbewegung ausführbar ist, an deren Ende ein den Elektromagneten
abschaltender elektrischer Grenztaster betätigbar ist.
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Durch diese Ausführung wird bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten
Art in einfacher Weise das Freischneiden des Werkzeuges sichergestellt, wobei auf
Grund der nicht zeitabhängigen, i sondern einer bestimmten Zahl von Umdrehungen
der Arbeitsspindel entsprechenden Verzögerung des Rücklaufs des Schlittens in vorteilhafter
Weise unnötige Verlängerungen der genannten Bearbeitungszeit vermieden werden. t
Bei einer Antriebsvorrichtung der eingangs genannten Art, bei der das Steuergetriebe
eine mit dem Steuerkolben fluchtende, axial bewegliche Zahn-Stange aufweist, ist
die Erfindung derart weiter ausgebildet, daß zwischen der Zahnstange und dem Steuerkolben
ein Arm eines zweiarmigen, schwenkbaren Hebels angeordnet ist, dessen zweiter Arm
eine Bohrung aufweist, durch die der am Ende mit einem Anschlag versehene Schaltstößel
des Grenztasters geführt ist, und dessen erster Arm von einer Druckfeder entgegen
der Schließrichtung des Grenztasters beaufschlagt ist.
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Bei einer weiteren Antriebsvorrichtung der eingangs genannten Art,
bei der das Steuergetriebe eine axial bewegliche, schräg verzahnte Zahnstange aufweist,
in die ein Ritzel eingreift, das an einer axial beweglichen, mit dem Steuerkolben
fluchtenden Welle angebracht ist, ist die Erfindung in solcher Weise weiter ausgebildet,
daß zwischen der Welle und dem Steuerkolben ein Arm eines zweiarmigen, schwenkbaren
Hebels angeordnet ist, dessen zweiter Arm am Ende eine Schaltstange zur Betätigung
des Schaltstößels des Grenztasters trägt, wobei in der Vorschubstellung des Steuerkolbens
die Schaltstange einen bestimmten Abstand vom Schaltstößel aufweist.
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Weiterhin ist bei einer Antriebsvorrichtung der eingangs genannten
Art, bei der das Steuergetriebe eine axial bewegliche Leitspindel aufweist, deren
eines Ende mit dem Steuerkolben verbunden ist, die Erfindung derart weitergebildet,
daß an dem dem Steuerkolben gegenüberliegenden Ende der Leitspindel der Grenztaster
angebracht ist, dessen Schaltstößel in der Vorschubstellung des Steuerkolbens einen
bestimmten Abstand von der Stirnfläche der Leitspindel aufweist.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung
schematisch dargestellt. Es zeigt F i g. 1 einen Querschnitt durch das Bett einer
mit einer Antriebsvorrichtung nach der Erfindung versehenen Drehbank, in der der
quer verschiebbare Werkzeugschlitten stärker herausgezeichnet ist, F i g. 2 einen
Schnitt durch eine erste Ausführungsform einer Antriebsvorrichtung nach der Erfindung,
F i g. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in F i g. 4, F i g. 4 eine Getriebeeinzelheit
nach F i g. 1 und 2, F i g. 5 einen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform, ähnlich
der nach F i g. 2, F i g. 6 einen Schnitt durch eine dritte Ausführungsform und
F i g. 7 eine perspektivische Darstellung einer vierten Ausführungsform.
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In den Figuren der Zeichnung werden die selben Bezugszeichen für einander
entsprechende Teile verwendet.
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In F i g. 1 trägt ein Bett 45 einer Drehbank einen auf einer Führungsbahn
46 verschiebbaren Längsschlitten 48 und einen auf einer Führungsbahn 47 verschiebbaren
Längsschlitten 49, auf dem ein Querschlitten 1 angeordnet ist. Der Querschlitten
1 trägt einen Schneidstahl2 zur Bearbeitung eines Werkstücks 50, das in einem Spannfutter
an der Arbeitsspindel der Drehbank gehalten ist.
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Die Antriebsvorrichtung enthält eine gegebenenfalls für mehrere Querschlitten
gemeinsame, mit dem Antrieb der Arbeitsspindel verbundene Zugspindel 51, die - wie
in F i g. 3 und 4 gezeigt - eine Längsnut 53 aufweist, in die ein verschiebbarer
Keil 52
einer Steuerspindel 10 eingreift, die somit über
die Zugspindel 51 mit der Arbeitsspindel der Drehbank mechanisch verbunden ist.
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Wie beispielsweise in F i g. 2 gezeigt, ist der den Schneidstahl 2
tragende Querschlitten 1 mit einem sich in einem ortsfesten Zylinder 4 verschiebender.
Arbeitskolben 3 fest verbunden. Im Körper des Zylinders 4 ist eine Zahnstange 5
geführt, die mit einem Ritzel 6 in Eingriff steht, das auf eine Welle 7 aufgekeilt
ist, die an ihrem anderen Ende eine Freilaufkupplung 8 (F i g. 3 und 4) trägt, welche
in einem ständig mit der Spindel 10 der Antriebsvorrichtung für die Vorschübe
in Eingriff stehenden Schneckenrad 9 angeordnet ist. Die Zahnstange 5 trägt eine
Einstellschraube 11, die das Einstellen des Abstandes zwischen der Zahnstange 5
und einem Steuerkolben 1.2 gestattet, der einerseits den Zufluß der Druckflüssigkeit
in eine Kammer 13 unterhalb des Arbeitskolbens 3 und andererseits die Entleerung
der in dieser Kammer enthaltenen Flüssigkeit in einen Behälter 1.4 steuert. Eine
Ringkammer 15 oberhalb des Arbeitskolbens 3 wird ständig mit Druckflüssigkeit gespeist.
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Der Steuerkolben 12 steht mit dem Anker 16 eines Elektromagneten 17
in Wirkverbindung. Eine Feder 18 versucht den Anker 16 und damit den Steuerkolben
12 in einer hochgeführten Stellung zu halten, in der die Verbindung zwischen der
Kammer 13 und dem Behälter 14 unterbrochen ist. Eine Feder 19, die schwächer ist
als die Feder 18, versucht, den Steuerkolben 12 in entgegengesetzte Richtung, d.
h. in die Richtung der Herstellung der vorgenannten Verbindung zu drücken.
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In der dargestellten Ruhestellung hält der Druck in der Kammer 1.3,
die einen größeren Querschnitt als die Ringkammer 15 aufweist, den Arbeitskolben
3 in der oberen Stellung.
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Beim Erregen des Elektromagneten 17 wird die Feder 18 zusammengedrückt,
und der von der Einwirkung der Feder 18 befreite Steuerkolben 12 kann durch die
sich entspannende Feder 19 nach unten gedrückt werden, so daß der Behälter 14 mit
der Kammer 13 in Verbindung steht. Der Druck in der Kammer 13 sinkt daher ab, und
der Arbeitskolben 3 wird unter Einwirkung des in der Ringkammer 15
herrschenden
Druckes schnell abwärts geführt, wobei er den Querschlitten 1 mitnimmt. Sobald der
Steuerkolben 12 mit der Einstellschraube 11 in Wirkverbindung tritt, wird die Zahnstange
5 mitgenommen, jedoch wird ihre Verschiebebewegung durch das mechanische Steuergetriebe
5 bis 10 in Abhängigkeit von der Arbeitsspindeldrehzahl gesteuert. Da auf diese
Weise die Verschiebegeschwindigkeit der Zahnstange 5 auf einen Wert begrenzt ist,
der unter dem der bisherigen Verstellgeschwindigkeit (Eilverlauf) des Schlittens
1 liegt, wird der Steuerkolben 12 entgegen der Kraft der Feder 19 etwas nach oben
verschoben, wobei die Verbindung zwischen der Kammer 13 und dem Behälter 14 entsprechend
gedrosselt wird. Von da an bewegt sich der Querschlitten mit einer von dem mechanischen
Steuergetriebe 5 bis 10 bestimmten, verringerten Geschwindigkeit - Vorschubgeschwindigkeit
- weiter.
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Der Elektromagnet 17 wird durch eine Gleichspannungsquelle 21 erregt,
die von einem aus einer Wechselspannungsquelle 23 gespeisten, elektromagnetischen
Relais 22 gesteuert wird. Ein Handschalter 24 gestattet das Einschalten des elektromagnetischen
Relais 22, allerdings nur dann, wenn einer der beiden in den Stromkreis des Relais
22 geschalteten und auf dem beweglichen Schlitten 1 bzw. auf dem Körper des ortsfesten
Zylinders 4 angeordneten Grenztaster 25, 26 geschlossen ist.
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Der Grenztaster 25 wird durch einen auf dem beweglichen Schlitten
1 bei 28 schwenkbar gehaltenen zweiarmigen Hebel 27 gesteuert, der zwischen
dem Steuerkolben 12 und der mit der Zahnstange 5 fest verbundenen Einstellschraube
11 angeordnet ist. Das eine Hebelarmende ist von einer Druckfeder 29 entgegen der
Schließrichtung des Grenztaster 25, die sich am Schlitten 1 abstützt. Das andere
Hebelarmende weist eine Öffnung auf, durch die der Schaltstößel des Grenztasters
25 mit Spiel greift. Am freien Ende des Schaltstößels befindet sich ein Anschlag
für den Hebelarm. Der Grenztaster 25 ist in Schließrichtung von einer Feder belastet.
Der in Öffnungsrichtung federbelastete Grenztaster 26 wird von einem auf dem Körper
des Zylinders 4 bei 31 schwenkbar gehaltenen und in Schließrichtung des Grenztasters
26 der Einwirkung einer Feder 32 ausgesetzten zweiarmigen Hebel 30 gesteuert. Dieser
Hebel 30 ist zwischen dem Körper des Zylinders 4 und dem Ende einer mit dem beweglichen
Schlitten 1 fest verbundenen Einstellschraube 33 eingesetzt. Die Kippbewegung
des Hebels 30 ist in F i g. 2 von einem Anschlag 34 begrenzt.
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Die in F i g. 2 dargestellte Vorrichtung arbeitet in folgender Weise:
Bei Beginn der Vorschubbewegung wird der in Schließrichtung federbelastete Grenztaster
25 durch den Hebel 27 in Öffnungsstellung gehalten, während der Unterbrecher 26
die Speisung des elektromagnetischen Relais 22 vorbereitet, die dann durch Schließen
des Handschalters 24 bewirkt wird. Der Elektromagnet 17 wird dann erregt und gestattet
das Abwärtsführen des Steuerkolbens 12 durch die Feder 19. Der Arbeitskolben 3 verschiebt
sich mit hoher Geschwindigkeit (Eilvorlauf) unter Einwirkung des in der Kammer 15
herrschenden Druckes, bis sich der Steuerkolben 12 über den Hebel
27 gegen die Einstellschraube 11 stützt. Bei der Verschiebung der Zahnstange
5, deren Verschiebegeschwindigkeit von der Drehzahl der Spindel 10 begrenzt
ist, ist die Feder 29 zusammengedrückt und der Kontakt des Grenztasters 25 schließt
sich, während der Steuerkolben 12 in bekannter Weise die Vorschubgeschwindigkeit
des Arbeitskolbens 3 nach Maßgabe des mechanischen Steuergetriebes 5 bis
10 steuert. Am Ende des Arbeitshubes läßt die Einstellschraube 33 den Hebel
30 kippen, wobei das Öffnen des Kontaktes des Grenztasters 26 verursacht
wird. Der gekippte Hebel 30 stützt sich gegen den Anschlag 34 ab und bildet somit
für die Schraube 33 einen ortsfesten Anschlag, wodurch die Vorschubbewegung des
Querschlittens 1 unterbrochen wird.
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Da der Grenztaster 25 unter der Wirkung der ihn in Schließrichtung
belastenden Feder noch geschlossen ist, bleibt der Elektromagnet 17 erregt. Unter
der kombinierten Einwirkung der Federn 19 und 29 auf den Hebel 27 stößt dieser weiterhin
die immer noch der Bewegung der Spindel 10 angeschlossene Zahnstange 5 weiterhin
zurück, bis die sich weiter nach unten bewegende Zahnstange 5 das Entspannen der
Federn 19 und 29 gestattet. Der dann in eine Kippstellung gehende Hebel 27 hebt
mittels des Anschlages an dem Stößel des Grenztasters 25
dessen
Kontakt entgegen seiner ihn belastenden Feder von seinem Sitz ab, wie es F i g.
2 zeigt. Der geöffnete Grenztaster 25 unterbricht die Speisung des elektromagnetischen
Relais 22, das seinerseits die Erregung des Elektromagneten 17 unterbricht. Die
Feder 18 bringt den Steuerkolben 12 in seine obere Stellung zurück, und der in die
Kammer 13 eingelassene volle Druck bewirkt den Eilrücklauf des Querschlittens 1.
Dabei wird über einen Anschlag 20 am Schlitten 1 auch die Zahnstange 5 in ihre Ausgangsstellung
zurückgeführt.
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Auf diese Weise entspricht die herbeigeführte Verzögerung des Eilrücklaufs
zum Zwecke des Freischneidens einem vorbestimmten, zusätzlichen Hub der Zahnstange
5 und folglich einer vorbestimmten Anzahl von Umdrehungen der Arbeitsspindel nach
dem Ende der Vorschubbewegung des Schlittens 1.
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Der elektrische Steuerkreis in der Ausführungsform nach F i g. 5 entspricht
dem in F i g. 2, jedoch wird der Grenztaster 26 statt von einer Einstellschraube
33 von einem Riegel 35 gesteuert, der im Körper des Zylinders 4 geführt ist und
bei hochgeführter Stellung der Zahnstange 5 in eine in der Zahnstange vorhandene
Vertiefung einrastet. Außerdem wird das Arbeitshubende des Querschlittens 1 durch
eine im Zentrum der Kolbenstange 3 angeordnete Einstellschraube 36 in Kontakt mit
einem am Boden der Kammer 13 vorgesehenen Anschlag 34' bestimmt.
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Die Arbeitsweise der Ausführungsform nach F i g. 5 entspricht der
der Ausführungsform nach F i g. 2, jedoch findet das Öffnen des Kontaktes des Grenztasters
26 statt, sobald die am Ende des Eilvorlaufs und nach dem Schließen des Kontaktes
des Grenztasters 25 durch den Hebel 27 nach unten mitgenommene Zahnstange 5 den
Riegel 35 ausklinkt. Die Arbeitsbewegung hört normalerweise auf, sobald die Einstellschraube
36 gegen den Anschlag 34' in der Kammer 13 anläuft, worauf die Zahnstange 5 ihre
zusätzliche Bewegung ausführt und nach einer vorbestimmten Anzahl von Umdrehungen
der Spindel 10 das Öffnen des Grenztasters 25 bewirkt.
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Diese Anordnung hat auf Grund der unterschiedlichen Betätigung des
Grenztasters 26 noch den Vorteil, daß das Freischneiden und - danach - der Rücklauf
des Schlittens 1 schon eingeleitet werden, sobald eine sich der Vorschubbewegung
des Schlittens entgegenstellende Überlastung einen vorbestimmten Wert überschreitet.
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In einem solchen Falle setzt die Zahnstange 5 nach einer Verlangsamung
oder dem Anhalten des Querschlittens 1 an irgendeinem beliebigen Punkt ihre Bewegung
und am Ende dieser zusätzlichen Bewegung (Freischneiden) öffnet sich der Kontakt
des Grenztasters 25 und bewirkt den Rücklauf des Schlittens in seine Ausgangsstellung.
Auf diese Weise lassen sich Beschädigungen vermeiden, die - infolge Abbreehens oder
übermäßiger Abnutzung des Schneidstahls oder auf Grund jedes beliebigen anderen
Anlasses - durch ein abnormales Ansteigen des sich der Vorschubbewegung des Quer-
i schlittens entgegenstellenden Widerstandes hervorgerufen werden können.
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Bei der in F i g. 6 dargestellten Ausführungsform sind der Steuerkolben
12 und der Elektromagnet 17 statt axial fluchtend zur Zahnstange 5 axial fluchtend
c zur Spindel 10 angeordnet, die im Bett der Maschine längs verschiebbar
gelagert ist. Diese Ausführungsform ermöglicht es, daß auf dem beweglichen Schlitten
1 keine Elektrokabel mitgeführt werden müssen.
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Die Spindel 10 ist an einem ihrer Enden mit dem Steuerkolben
12 fest verbunden. An ihrem anderen Ende ist die Spindel 10 einerseits über
einen kugelgelagerten Anschlag 37 und den Anker 16 des Elektromagneten 17 der Einwirkung
der Feder 18 und andererseits in entgegengesetzter Richtung der Einwirkung der Feder
19 ausgesetzt, die sich über einen kugellagerten Anschlag 38 gegen ein ortsfestes
Teil 39 des Bettes abstützt.
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Die durch ein mit dem Antrieb der Arbeitsspindel verbundenes Ritze144
angetriebene Spindel 10 steht ständig mit einem Schneckenrad 9 in Eingriff,
in dem die Freilaufkupplung 8 untergebracht ist, die mit der Welle 7 fest verbunden
ist, welche das mit der Zahnstange 5 in Eingriff stehende Ritzel 6 trägt.
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Der Querschlitten 1 trägt eine Einstellschraube 40, die am Ende des
Eilvorlaufs des Schlittens 1 mit der Zahnstange 5 in Berührung kommt.
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Die elektrische Schaltung entspricht der Schaltung in F i g. 2 und
5.
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Die Arbeitsweise der Ausführungsform nach F i g. 6 ist folgende: In
der dargestellten Stellung stößt die Feder 18 die Spindel 10 und damit auch den
Steuerkolben 12 nach links. Der Druck ist in den beiden Kammern des Zylinders 4
wirksam, und der Querschlitten 1 befindet sich in seiner Rücklaufstellung. Die Spindel
10 kann sich drehen, ohne den Steuerkolben 12 zu beeinflussen, da die Drehrichtung
des Schneckenrades 9 die Freilaufkupplung 8 löst.
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Beim Erregen des Elektromagneten 17 wird die Feder 18 zusammengedrückt
und die von der Einwirkung der Feder 18 befreite Spindel 10 verschiebt sich unter
Einwirkung der sich entspannenden Feder 19 nach rechts. Gleichzeitig wird der Steuerkolben
12 nach rechts in eine Stellung verschoben, in der die Kammer 13 mit dem Behälter
14 verbunden wird, so daß sich der Querschlitten im Eilvorlauf vorbewegen kann.
Durch die Verschiebung der Spindel nach rechts wird außerdem der Kontakt des Grenztasters
25 geöffnet, während der Grenztaster 26 geschlossen bleibt.
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Nach dem für den Eilvorlauf vorgesehenen Hub des Schlittens 1 trifft
die Einstellschraube 40 auf die Zahnstange 5 und nimmt diese mit. Die Freilaufkupplung
8 kuppelt sich mit dem Schneckenrad 9 und stößt die Spindel nach links zurück, wobei
von diesem Zeitpunkt an der nach links in eine Drosselstellung verschobene Steuerkolben
12 den Arbeitsvorschub des Schlittens 1 nach Maßgabe des mechanischen Steuergetriebes
5 bis 10 steuert. Der Grenztaster 25 hat sich erneut geschlossen, während der Grenztaster
26 durch den Riegel 35 geöffnet worden ist. Am Ende des Arbeitshubes läuft die Einstellschraube
36 auf den Anschlag 34' im Zylinder 4 auf. Da das Schneckenrad 9 in Richtung des
Hochführens der Zahnstange mittels der Einstellschraube 40 und der Kupplung 8 blockiert
ist, verschiebt sich die Spindel 10 bei stetem Umlaufen unter der Einwirkung
der Feder 19 nach rechts und öffnet nach einer bestimmten Verschiebung den Grenztaster
25, der dann die Erregung des Elektromagneten 17 unterbricht. Unter Einwirkung der
Feder 18 wird die Spindel 10 dann nach links zurückgeführt und der in die
Kammer 13 des Zylinders 4 eingelassene Druck bewirkt den Eilrücklauf des beweglichen
Schlittens 1
in seine Ausgangsstellung, wobei sich die Freilaufkupplung
8 von dem Schneckenrad 9 löst. Die Zahnstange 5 wird durch den Anschlag 20 in ihre
Ausgangsstellung zurückgeführt.
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Wie bei der in F i g. 5 dargestellten Vorrichtung werden im Falle
einer sich dem Vorschub des Schlittens entgegenstellenden Überlastung schon vor
dem Erreichen des Anschlages 34' das Freischneiden und anschließend der Rücklauf
des Querschlittens 1 in seine Ausgangsstellung selbsttätig bewirkt.
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In der Ausführungsform nach F i g. 7 ist der elektrische Steuerkreis
für den Elektromagneten 17, der mit dem vorstehend beschriebenen elektrischen Steuerkreis
übereinstimmt, weggelassen.
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Bei dieser Ausführungsform enthält die Zahnstange 5 eine vorzugsweise
45°-Schrägverzahnung, die mit einem Schneckenrad 41 in Eingriff steht, das mit einer
vertikalen Welle 42 verbunden ist, welche in der Freilaufkupplung 8 axial verschiebbar,
jedoch durch einen Keil 43 mit ihr drehfest verbunden ist.
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Fluchtend zur Welle 42 sind einerseits der Steuerkolben 12 unter Zwischenschaltung
eines den Grenztaster 25 steuernden Hebels 27 und andererseits der Elektromagnet
17 angeordnet. In der dargestellten Ruhestellung wird der Querschlitten 1 durch
das in die Kammer 13 des Zylinders 4 eingelassene Druckmittel in seiner Rücklaufstellung
gehalten.
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Beim Erregen des Elektromagneten 17 wird durch die Feder 19 der Steuerkolben
12 hochgestoßen, wodurch er den Eilvorlauf des Schlittens 1 bewirkt. Die Welle 42
wird ebenfalls nach oben gestoßen, wobei der Hebel 27 das Öffnen des Grenztasters
25 bewirkt. Der Grenztaster 26 ist geschlossen.
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Beim Auftreffen der Einstellschraube 40 auf die Zabnstange 5 am Ende
des Eilvorlaufs nimmt die Zahnstange 5 die Welle 42 und folglich die Freilaufkupplung
8 drehend mit, die sich mit dem von der Spindel 10 angetriebenen Rad 9 kuppelt,
wobei die Spindel 10 in diesem Falle die gleiche Aufgabe erfüllt, wie bei
den in F i g. 2 und 5 dargestellten Ausführungsformen. Sobald die Freilaufkupplung
8 ;aefaßt hat, wird die Welle 42 infolge der Schrägverzahnung an der Zahnstange
5 und dem Schneckenrad 41 abwärts geführt, wobei sie den Steuerkolben 12 mitnimmt,
der dann den Arbeitsvorschub des Schlittens 1 nach Maßgabe des Steuergetriebes 5
bis 10. 41 bis 43 steuert. Der Grenztaster 25 hat sich erneut geschlossen, während
der Grenztaster 26 durch den Riegel 35 geöffnet worden ist.
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Am Ende des Vorschubhubes ist die Einstellschraube 36 auf den Anschlag
34' am Boden der Kammer 13 aufgelaufen. In diesem Augenblick kann die Feder 19 den
Steuerkolben 12 sowie die Welle 42 erneut hochführen. Da die Zahnstange 5 durch
die Einstellschraube 40 blockiert ist, wird das Schneckenrad 41 während seiner Aufwärtsbewegung
zum Umlaufen gebracht, wobei dieses Umlaufen über die Freilaufkupplung 8 von der
Spindel 10 gesteuert wird. Am Ende dieses Aufwärtshubes öffnet sich der Grenztaster
25, und das Stromloswerden des Elektronzaoneten 17 bewirkt den Eilrücklauf des Querschlittens
1 in seine Ausgangsstellung.
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Wie die in F i g. 5 und 6 dargestellten Ausführungsformen, bewirkt
auch die Ausführungsform nach F i g. 7 im Falle einer sich dem Vorschub des Schlittens
entgegenstellenden Überlastung schon vor Erreichen des Anschlages 34' das Freischneiden
und danach den selbständigen Rücklauf des Schlittens 1 in seine Ausgangsstellung.